Alte Messe
„Nein, nein, nein, das kann nicht sein“
Neues aus der Bischofsstadt X wurde kürzlich über ein französischsprachiges Diskussionsforum im Internet bekannt.
Kardinal Ratzinger in Wigratzbad, 1990
Kardinal Ratzinger in Wigratzbad, 1990
© Petrusbruderschaft
(kreuz.net) „Heute Nachmittag mußte ich in der Stadt X einige Besorgungen machen, wo die jungen zukünftigen Mitbrüder meiner Diözese das Priesterseminar besuchen.“

Das berichtete ein Leser der französischen Diskussions-Homepage ‘Forum Catholique’ am 30. Januar.

Während seines Aufenthaltes in der Stadt X besuchte der Leser auch die diözesanen Seminaristen.

Ein Seminarist erzählte dabei, daß der als konservativ geltende Bischof von X am selben Morgen das Priesterseminar besucht hatte.

© Petrusbruderschaft
Dabei hielt man sich ans klassische Programm. Um 6.50 Uhr fand zuerst eine nicht pontifikale Bischofsmesse statt.

Dann begab sich der Bischof zum Frühstück in eine Hausgruppe des Priesterseminars.

Bei der Frühstücksunterhaltung plagte Exzellenz vor allem ein Thema: das immer noch erwartete päpstliche Motu proprio zur Freigabe der Alten Messe.

Der Bischof von X wußte darüber Brühwarmes zu erzählen.

Mit einer gewissen Belustigung stellt er fest, daß sich die deutschen Oberhirten außnahmsweise einig seien: Nein zu einer Freigabe der Alten Messe!

Offenbar haben die deutschen Bischöfe sogar beim Papst interveniert und ihn um Einzelheiten über die geplante Freigabe der Messe gebeten.

Im Gemeinschaftsraum der Seminargruppe entdeckte der Bischof auch zwei Abbildungen des gegenwärtigen Papstes: einmal Benedikt XVI. in päpstlichen Gewändern und einmal Kardinal Ratzinger im Pontifikalornat während des Einzugs anläßlich einer Alten Messe in Wigratzbad.

Beim Anblick des zweiten Photos rief der Bischof aus: „Woher stammt dieses Bild?“

Antwort eines Seminaristen: „Es wurde bereits vor unserer Zeit hier aufgehängt.“

Der Bischof: „Das ist nicht gut. Nein, nein, nein (…) Das muß geändert werden.“

Schließlich stand ein Seminarist auf und hängte das Bild mit der Vorderseite gegen die Wand.

Was machen die Seminaristen jetzt?

Sie zeigen jedem, der den Gruppenraum betritt, den gegen die Wand aufgehängten Kardinal Ratzinger und erzählen dabei die Frühstücksgeschichte.

„Wer hat also Angst vor dem tridentinischen Ritus?“ – fragt der Forumsschreiber am Ende seines Postings.

Bildgalerie des früheren Kardinal Ratzinger in Wigratzbad
      
20 Lesermeinungen
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#20   stat crux   13:08:06 | Sonntag, 18. Februar 2007
@Gotthard
Das war allerdings schon ein Beitrag zum Wieverfastelovend (Donnerstag).
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#19   Gotthard   12:43:49 | Sonntag, 18. Februar 2007
Karneval
Dieser Artikel ist eine wunderbare Büttenrede zum Karnevals-Sonntag!!!
DANKE…
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#18   Freinsberg   12:22:24 | Sonntag, 18. Februar 2007
Bekenntnis zum Alten Ritus?
>>Jetzt harren wir der überfälligen Freigabe.<< Wenn Benedikt XVI. den alten Ritus wirklich freigibt, dann sagt er sich vom II. Vaticanum los. Er hat ja selbst mehrfach betont, dass zwar die Durchführung der Liturgiereform kritisierbar sei, man aber hinter die theologischen Aussagen der Liturgiekonstitution nicht zurück könne. Siehe seine Trierer Rede zum 40-Jahr-Jubiliäum der Liturgiekonstitution.
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#17   Astérobal   19:55:08 | Samstag, 17. Februar 2007
Kennt jemand diesen Bischofssitz?
Oder die Adresse des französischen Diskussionsforums?
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#16   monti   22:20:58 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@Athanasius
Es mag Kamphaus, Lehmann, Lettmann oder Sterzinsky gewesen sein, aber wohl kaum Reinhard Marx (* 1953) der wohl nicht wirklich mehr zur progressistischen Konzilsgeneration gerechnet werden kann, wenn auch die Rechtgläubigkeit in allen Diözesen der konziliaren Kirche zu wünschen übrig lässt.
Wieso soll es nicht Dr. Reinhard Marx sein.
[v.d.Red.zens.]
Glauben Sie wirklich, nur Geistliche der „Konzilsgeneration“ hätten was gegen die Alte Messe?
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#15   Rodolfo Panetta   21:15:54 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Dank sei Kardinal Ratzinger,
daß er sich damals in Wigratzbad zur tridentinischen Messe bekannt hat. Jetzt harren wir der überfälligen Freigabe.
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#14   st.georg   20:17:03 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@landorganist
der gag ist aber nur mit karneval am niederrhein zu entschuldigen *g
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#13   landorganist   20:14:12 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Aha,…
und ich dachte schon, die meinten das Weihbistum Xanten.
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#12   möchtegern-kathole   19:53:08 | Donnerstag, 15. Februar 2007
und „X“ …
… kann man für fast jedes Bistum einsetzen
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#11   Athanasius   19:22:58 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Typisch
Diese Abneigung ist typisch. Wer aber die Überlieferte Hl. Messe hasst aus theologischem Grunde, ist bei mir wenigstens der Häresie Verdacht. Nach Pius XII. ist die Hl. Messliturgie Roms (und sonstiger Teilkirchen) Fundstätte für die Glaubenslehre, Ausdruck des Glaubens. Wer den Ausdruck ablehnt, lehnt den Inhalt (den römisch-katholischen Glauben) in den meisten Fällen auch ab.
Es zeigt von welchem „Geist“ diese Bischöfe heute geführt werden. Vielleicht der „frohe“, „inklusive“, „freiheitliche“, „kreative“, „lichtträgende“ Geist, aber nicht von dem HEILIGEN GEIST. Leider.
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#10   möchtegern-kathole   19:17:34 | Donnerstag, 15. Februar 2007
sowas
die Bischöfe fürchten die alte Messe wie der Teufel das Weihwasser :-]
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#9   Athanasius   19:07:35 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Stadt X
Es mag Kamphaus, Lehmann, Lettmann oder Sterzinsky gewesen sein, aber wohl kaum Reinhard Marx (* 1953) der wohl nicht wirklich mehr zur progressistischen Konzilsgeneration gerechnet werden kann, wenn auch die Rechtgläubigkeit in allen Diözesen der konziliaren Kirche zu wünschen übrig lässt.
Also, wo ist Bischofstadt X.? Ist das nicht eher Mainz, Limburg-an-der-Lahn oder Münster?
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#8   freddie schenk   18:01:07 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@ruhri
Dort erfahren wir aus dem Munde Christi die folgende Anklage.
Ich kenne das Buch nicht, aber könnte es sein, dass wir aus dem Munde Christi hier gar nix erfahren, sondern vielmehr natürlich aus der Feder des Autors, der Christus etwas in den Mund legt???
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#7   nonnobisdomine   16:36:41 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Auch ich wäre an Informationen interessiert.
Auch ich wäre an näheren Informationen intersssiert. – bitte hier posten. Vielen Dank.
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#6   ottaviani   15:46:04 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@ruhrgebietler
wo kann man bücher von Abbe Vachere beziehen
am besten schreiben sie es mir privat
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#5   r.ruhrgebietler   15:41:11 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@monti – ob oder nicht
ist mir ziemlich egal – soll zu allg. Nachdenken anregen. Oder machen das weder V-II’ler noch „Tradi’s“ (wer immer das auch sein mag…)
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#4   monti   15:37:42 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Abbe Vachère
der ist aber meines Wissens vom Heiligen unserer Tradis, Papst Pius X., exkommuniziert worden. Dann darf er doch in diesem Forum nicht positiv erwähnt werden, oder? :-(
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#3   r.ruhrgebietler   14:53:02 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Vielleicht sollten die mal ein Buch von Abbe Vachère lesen!
Dort erfahren wir aus dem Munde Christi die folgende Anklage. Das berühmte Herz-Jesu-Bild des französischen Priesters weinte und dieser fragte, warum. Antwort: „Du fragst Mich, warum Ich weine? Ich weine über meine Priester, die nicht das sind, was sie sein sollten. Sie hören nicht auf Mich und die Ehre Meines Namens liegt ihnen nicht am Herzen. Darum werde Ich Meinen Fluch über sie senden und ihren Segen in Fluch verwandeln. Ach, was für Verleumdungen werden sie über dich verbreiten! Aber fürchte dich nicht, Ich bin mit dir, sie werden nicht weiter gehen, als Ich zulasse. Viele von ihnen sind ohne Berufung zum Altar gestiegen, sie haben nur einen toten Glauben, der aus Abstraktionen besteht und nicht aus Wirklichkeiten. Ihr Denken ist vergiftet durch falsche Lehren. Viele haben ihr Gewissen mit Ungerechtigkeiten belastet, und Mein Altar ist für sie etwas Wertloses geworden.
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#2   Hyazinth   14:42:44 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Oh Herr,
vergib ihnen, denn sie wissenn nicht, was sie tun…!!!
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#1   Sulpicius   14:23:09 | Donnerstag, 15. Februar 2007
Ja, ja, ja…
…bei den V2-Bischöfen kann und darf Vieles nicht sein, was katholisch ist. Der Mann tut mir nur leid…
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