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Scheinwerte + Anschwärzen wirkt + Bewaffnete Kirchen + Beeindruckender Boykott + Das größte Bistum Deutschlands
Scheinwerte

Vatikan. Papst Benedikt XVI. warnte Ärzte gestern davor, sich von den Medien manipulieren zu lassen. Er rief sie auf, den Menschen wichtiger zu nehmen als Scheinwerte wie „Effizienz, Produktivität und Autonomie“. Der Papst äußerte sich auf einem Medizinkongreß in Rom. Das Personsein dürfe nicht an die Fähigkeit geknüpft werden, den eigenen Willen zu artikulieren. Sonst hätte die Welt keinen Platz für die Schwachen, Ungeborenen oder Sterbenden.

Anschwärzen wirkt

Polen. Die polnischen Medienkonzerne haben ein neues Opfer gefunden: den Vorsitzenden der polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Jozef Michalik von Przemysl. Der polnische Fernsehsender ‘TVP’ zeigte Akten aus dem Archiv der ehemaligen kommunistischen Geheimpolizei. Dort wurde der Erzbischof unter dem Decknamen „Zefir“ als Kollaborateur geführt. „Ohne sein Wissen“ – beteuerte der Erzbischof vor ‘TVP’. Er könne sich nur noch vage erinnern. Möglicherweise habe man ihn für eine Zusammenarbeit gewinnen wollen. Es habe niemals eine förmliche Vereinbarung gegeben.

Bewaffnete Kirchen

Italien. Etwa zwanzig Waffen wurden in den letzten Tagen in Kirchen der Erzdiözese Neapel abgelegt. Vor rund einer Woche hatte der Erzbischof von Neapel, Crescenzio Kardinal Sepe, Jugendliche aufgefordert, ihre Waffen anonym in Kirche abzugeben. Dafür wurden eigens Behälter bereitgestellt. Mit diesem Schritt versucht Kardinal Sepe die Kriminalität von Jugendbanden einzudämmen.

Beeindruckender Boykott

Österreich. 7.946 Personen haben sich entschieden, nicht mehr in der Wiener Konsumhalle ‘Lugner City’ einzukaufen. Das gab die österreichische Lebensschutzbewegung ‘Jugend für das Leben’ als Zwischenbilanz bekannt. Grund für den Boykott ist eine seit einem Monat in dem Einkaufszentrum tätige Kinderabtreibungsanstalt . Die Unterschriftenaktion läuft weiter.

Das größte Bistum Deutschlands

„Mit über 17.000 Taufen im Jahr und fast 24.000 Erstkommunionen nimmt das Bistum Münster unter den 27 deutschen Diözesen Rang eins ein. Diese Zahlen veröffentlichte die Bischöfliche Pressestelle Münster in einer Statistik am vergangenen Mittwoch. Die Statistik verdeutlicht zudem, daß im Bistum Münster, in dem über zwei Millionen Katholiken leben, jeden Sonntag etwa 278.000 Menschen Gottesdienst feiern. Fast 1.000 Priester machen ihren Dienst in und außerhalb des Bistums, dazu kommen 487 Pastoralreferenten und -assistenten, 217 Ständige Diakone sowie 2.770 Ordensschwestern, 300 Patres und 125 Brüder.“

Aus der Webseite ‘kirchensite.de’ des Bistums Münster.
      
14 Lesermeinungen
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#14   möchtegern-kathole   20:14:34 | Sonntag, 18. Februar 2007
@Al Germi
danke, dass Sie diesen Wahnsinn anprangern! Sie schicken den lieben Gott weg, damit die Religion in ihre Ideologie passt.
Also jeder andere würde – einmal so schmachvoll weggeschickt oder versteckt – nie mehr hingehen. Christus verzeiht in seiner Liebe und kommt immer wieder. Aber irgendwann wird er auch fragen: Warum habt ihr mich weggeschickt? Warum habt ihr mich verschwiegen, schamhaft versteckt? Warum habt ihr kein hochzeitliches Gewand?
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#13   laikos   18:45:33 | Sonntag, 18. Februar 2007
Lugner City
Nur schade, dass die angeblich katholische Lebensschutzorgasnisation „Aktion Leben“ das ganze positive Wirken dieser Aktion nicht unterstützt. Ich vermute einmal das der ökumenische Dialog zwischen Kardinal Schönborn, „Aktion Leben“ und dem Kinderschlachtverein VenusMed zu dem ergebnis kommen wird, das Abtreibung doch nicht so schlecht ist.
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#12   Aragorn   13:27:53 | Sonntag, 18. Februar 2007
Bischöfe und ihre Verantwortung
Die Bischöfe werden dereinst manches zu erklären haben.
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#11   Carina   20:19:34 | Samstag, 17. Februar 2007
Nur Pfingsten?
In Vechta wird jedes Jahr an Himmelfahrt eine große Prozession gehalten. Nach dem dritten Altar wird das Allerheiligste schnell weggebracht, weil man das letzte Viertel „ökumenisch“ gehen will. Und das mit Zustimmung des Bischofs!
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#10   Aragorn   18:43:11 | Samstag, 17. Februar 2007
Pfingsten in Münster
In Münster steht der 2. Pfingsttag ganz im Zeichen der Ökumene mit den Andersgläubigen; auf dem Domplatz findet anstelle der Hl. Messe ein ökumenischer Gottesdienst statt. Tja, man muss eben Prioritäten setzen. Oder, ums mal anders zu sagen: Gott sprach, es werde finster, und traf Paderborn und …
In diesem Sinne
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#9   stat crux   17:14:57 | Samstag, 17. Februar 2007
@Heggi
In Münster, man hat das Jubiläum zwar nicht nach dem Motto gefeiert „gemäßigt geil“, aber so ähnlich, kann man beispielhaft miterleben, wie hilflos Hirten dann aus der Wäsche gucken, wenn ein von Volksfrömmigkeit (und Kirchensteuer) verwöhnter Komplex allmählich Arbeit verlangt. Dann knirschts vernehmlich im System. Aber die süßliche Selbstbeweihräucherung wird wohl noch einige Jahre andauern, bis man dann doch tonnenschwere Kerzen am Grabe Clemens August’s um Fürbitte abbrennen wird.
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#8   Sirilo   16:11:47 | Samstag, 17. Februar 2007
„Anschwärzen wirkt“
Die hoffnungsvolle Nachricht, daß die Kirche in Neapel ein kleinen Beitrag zur Entwaffnung der Jugendbanden leisten möchte und kann, wird von Kreuz.net mit der hämisch-reißerischen Überschrift „Bewaffnete Kirchen“ bedacht, als ob jetzt die Pfarrer sich mit Schießprügeln ausrüsten und eine eigene Miliz aufstellen wollen. Ja, es stimmt schon, was im selben Artikel in einem anderen Zusammenhang geschrieben wurde: „Anschwärzen wirkt“. Kreuz-net ist kein Journaille-Trick zu schäbig, wenn es um das Anschwärzen der katholischen Kirche geht.
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#7   Aragorn   13:29:15 | Samstag, 17. Februar 2007
Zahlenspiele in Münster
Wieviele Austritte gibt es eigentlich jährlich im Bistum Münster? Wäre auch mal interessant zu erfahren.
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#6   Pünktchen   13:02:49 | Samstag, 17. Februar 2007
Al Germi
Ihr Einwand ist billig!
Wieviel Gläubigkeit steckt eigentlich hinter den gezählten Erstkommunionen, Firmungen, Trauungen etc.?
Diese Frage kann man immer und bei allen Diözesen (der Welt) stellen! Haben Sie denn Hinweise, daß der Anteil von Nicht-Gläubigkeit bei den Teilnehmern an Erstkommunionen, Firmungen, Trauungen signifikant höher liegt, als in anderen deutschen Diözesen? Dann erst hätte Ihr Einwand Relevanz!
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#5   Carina   12:03:31 | Samstag, 17. Februar 2007
Zahlenspiele
Das Bistum Münster hatte immer schon das Bedürfnis, sich mit Zahlen großzutun. Wieviel Gläubigkeit steckt eigentlich hinter den gezählten Erstkommunionen, Firmungen, Trauungen etc.? Die Selbstdarstellung im Jubiläumsjahr hat es am Programm deutlich gemacht: Veranstaltungen aller Art, aber kaum Besinnung auf das Wesentliche: die Neuevangelisierung, die Papst Johannes Paul II. so oft gefordert hat. Aber man war sich des richtigen Glaubens sicher. Schließlich war der Papst nicht nur in Kevelaer, sondern auch in Münster!
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#4   möchtegern-kathole   10:51:11 | Samstag, 17. Februar 2007
mit nur 278.000 …
… Gläubigen ist dieses Bistum praktisch bedeutungslos :-(
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#3   Heggi   09:57:54 | Samstag, 17. Februar 2007
stat crux
Zumindest ist das Bistum Münster auch weltweit das größte und bedeutendste wegen der Zahl seiner Weihbischöfe. Und welcher Bischof kann sich sonst noch rühmen, mit Sigrid befreundet gewesen zu sein. Auch das gehört zu den weltweiten Besonderheiten des Bistums Münster, nein ääh, des Bischofs!
Ansonsten ist das Bistum aber schrecklich gewöhnlich. Nur hat das Hagemann noch nicht gemerkt.
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#2   HeinrichvonOfterdingen   09:30:40 | Samstag, 17. Februar 2007
Polnische Geheimdienstgeschichten
Irgendwie habe ich den Eindruck wird in nächster Zeit auch die Behauptung auftauchen, dass es das Meisterstück des polnischen Geheimdiensts war, einen seiner Agenten zum Papst in Rom wählen zu lassen. Und das Attentat auf JoPa2 war vom polnischen Geheimdienst inszeniert, um einen der ihren kanonisiert zu bekommen.
So oder so ähnlich!
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#1   stat crux   08:49:28 | Samstag, 17. Februar 2007
Das größte Bistum aller Zeiten
liegt aber trotzdem im Flachland, ist geographisch ungeschickt zusammengestückelt, hat zu viele Weihbischöfe und ist in dieser Form kaum fähig zur „neuen Evangelisierung“ beizutragen. Man sollte Oldenburg (Vechta) verselbständigen und die Region Niederrhein (Xanten) mit Essen vereinigen. Münster könne dann endlich mit diesen beiden Suffraganen zum weltbedeutendsten Erzbistum aufrücken, hee??
;-)
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