Kinderschlachtung
Zum Gegner übergelaufen?
Die bischöflich unterstützte ‘Aktion Leben Österreich’ setzt ihre Energien ein, um Lebensschützer zu bekämpfen – und verteidigt die Fristenlösung. Von Dipl.Ing. Andreas Kirchmair.
Werbegraphik der 'Aktion Leben Österreich'
Werbegraphik der ‘Aktion Leben Österreich’
(kreuz.net, Wien) In Sachen ‘Aktion Leben Österreich’ herrscht dringender Handlungsbedarf.

Die ‘Aktion’ bezeichnet sich als „Lebensschutzbewegung“.

Doch in den letzten Jahren hat sie immer wieder angeblich „radikale Lebensschützer“ kritisiert.

Jüngst verunglimpfte die ‘Aktion Leben Österreich’ junge Lebensschützer und bezeichnete sie sogar als „angriffslustige Demonstranten“.

Diese Polemiken sind mir nicht neu. Als langjähriger ehemaliger Unterstützer der ‘Aktion Leben Österreich’ und Delegierter des Steirischen Diözesanrats habe ich Anfang 2004 die ‘Aktion Leben Steiermark’ in Graz kennengelernt, die als „Arbeitskreis Umfassender Schutz des Lebens“ im Bischöflichen Ordinariat der Diözese Graz-Seckau verankert ist.

Bald zog ich mich ernüchtert zurück. Meine Zeit als Ehrenamtlicher war mir zu schade, um an Kaffeekränzchen teilzunehmen, wo gegen andere katholische Lebensschutz-Organisationen intrigiert und polemisiert wurde.

Eine ernsthafte Arbeit zugunsten brennender Lebenschutzthemen konnte ich bei der ‘Aktion Leben Steiermark’ nicht entdecken.

Daß sich die „kirchennahe“ und von der Kirche finanziell unterstützte ‘Aktion Leben Österreich’ mit der schändlichen Fristenregelung arrangiert hat, ist schlimm genug.

Daß sich diese Organisation immer wieder auf die Seite der Abtreibungsindustrie und ihrer Profiteure und gegen katholische Lebensschützer stellt, mag ebenfalls folgelogisch sein.

Doch ich halte dieses Verhalten für unaufrichtig, feig und heuchlerisch.

Ist der ‘Aktion Leben Österreich’ klar, wer angesichts der Massentötungen von Kindern im Mutterleib in Wahrheit „radikal“ und „aggressiv“ ist?

• Abtreibungsärzte und deren Mitarbeiter, die täglich rund 200 ungeborene Kinder in Österreich töten.

• Pharmaunternehmen, die frühabtreibende „Pillen“ verkaufen und getötete ungeborene Kinder als Rohstoff für Biomedizin weiterverarbeiten

• Organisationen, die seit Jahrzehnten für ein weltweites „Recht auf Abtreibung“ eintreten und für welche die Kinderabtreibung ein großes Geschäft ist.

• die Weltorganisation der Kinderabtreiber, die im Jahr 2004 bei einem Wiener Kongreß forderte, daß Ärzte gesetzlich zur Kinderabtreibung gezwungen werden sollen.

• Politiker, welche die Tötung ungeborener Kinder in öffentlichen Krankenhäusern mit öffentlichen Steuermitteln fördern – und zugleich die demographische Entwicklung bedauern.

• Juristen, die den ohnehin so schon schwachen Lebensschutz ungeborener Kinder aus dem Strafrecht eliminieren und Schwangerschaft als Krankheit definieren.

• Medien, die das Thema Kinderabtreibung und ihre Folgen mit allen Mitteln tabuisieren.

• Bischöfe, die ihren Priestern verbieten, vor Abtreibungskliniken zu beten, und die sich weigern, sich wenigstens für ein menschenwürdiges Begräbnis der getöteten Kinder einzusetzen, damit sich nur ja niemand aufregt.

• Männer, die schwangere Mütter teilweise mit Gewalt und ungehindert zu Abtreibungsstätten schleppen.

Es ist heute politisch inkorrekt und persönlich riskant, sich mit dieser mächtigen Abtreibungslobby anzulegen. Leichter ist es, auf ein paar „radikale Lebensschützer“ einzuhauen, die sich für die ungeborenen Kinder einsetzen.

Man würde meinen, daß diese „radikalen Lebensschützer“ natürliche Verbündete einer glaubwürdigen ‘Aktion Leben Österreich’ wären.

Was ist nur aus der ‘Aktion Leben Österreich’ geworden? Warum hat sie sich so weit verirrt?

Daß es auch ganz anders geht, zeigt die ‘Aktion Leben Deutschland’.

Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, daß die Österreichische Bischofskonferenz die Aktivitäten der ‘Aktion Leben Österreich’ immer noch mit Kirchensteuergeldern unterstützt.

„Mama, ich will leben“
Mit 6 Wochen ist das ungeborene Kind rund 15 Millimeter groß. Es kann schon seine Arme und Beine bewegen.

Sein Herz schlägt schon seit 3 Wochen: seit dem 21. Tag seiner Existenz.Dieses Kind verlor sein Leben nach nur acht Wochen. Tod durch Abtreibung. Mit acht Wochen sind bereits alle Organe des Menschen angelegt. Es sind auch schon Zehen, Brustwarzen, Augenlider und Scheitel vorhanden.Jede Abtreibung fordert zumindest zwei Opfer:

Das Kind wird getötet.
Die Mutter erleidet ein psychisches Trauma.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Sulpicius   19:26:06 | Dienstag, 20. Februar 2007
Sag mal, Kroko…
… um so ne Homepage zu basteln, muß man schon ziemlich einen an der Waffel haben, meinst Du nicht?
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#9   Krokodil †   19:23:12 | Dienstag, 20. Februar 2007
Unerträglich langweilig
Leute, habt Ihr beide heute am Karnevals-Dienstag nichts besseres zu tun als Euren Karneval hier zu feiern?
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#8   Sulpicius   19:18:26 | Dienstag, 20. Februar 2007
www.rafa.at
Jetzt wird mir Einiges klar. Sie redet schon satanisch. Dazu immer die Grinsi-Smileys. Unerträglich diese Fratze! Beten wir für sie!
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#7   Agathänon   18:59:13 | Dienstag, 20. Februar 2007
endlich
hab ich krokos Homepage gefunden
da gibts sogar eine eigene Abtreibungsrubrik.
www.rafa.at
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#6   silesius   12:50:09 | Dienstag, 20. Februar 2007
Wie in den Zeiten der Judenverfolgung
Diesen mutigen Andreas Kirchmair kann ich herzlichst gratulieren.
Die kirchlichen Funktionäre in Österreich schweigen schon wieder! Wie in den Zeiten der Judenverfolgung.
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#5   Josef Preßlmayer   11:58:58 | Dienstag, 20. Februar 2007
„Aktion Leben“ – zum Gegner übergelaufen?
Die Lehre der Katholischen Kirche ist im Kathechismus völlig klar festgehalten: „Als Folge der Achtung und des Schutzes, die man dem Ungeborenen vom Augenblick seiner Empfängnis an zusichern muß, muß das Gesetz die geeigneten Strafmaßnahen für jede gewollte Verletzung seiner Rechte vorsehen.“
Wer diese Lehre der Kirche verläßt, sei es nun Kardinal Schönborn, wenn er festellt: „Wir plädiern nicht für die Bestrafung von Frauen in Not“ – wobei es unser aller Schande und die der Kirche ist, wenn es angesichts der herrlichen Kirchenfassaden noch „Frauen in Not“ gibt, die dann verständnisvoll zum Abtreiber abgeschoben werden – oder Gertraude Steindl, die erklärte: „Wir rütteln nicht an der Fristenregelung“ reiht sich in die Phalanx jener ein, die nur mehr graduell unterschiedlich für die straflose Tötung ungeborener Kinder argumentieren.
Ich habe Kardinal Schönborn 2004 eine umfangreiche Dokumentation über die, im Gegensatz zur Lehre der Kirche stehenden Stellungnahmen der „Aktion Leben“ gesandt. Er schrieb mir, dass er „mutlos“ sei, diese zu lesen.
Inzwischen hat Kardinal Schönborn Gertraude Steindl den päpstlichen Gregorius-Orden im erzbischöflichen Palais verliehen.
Mir ist seit einigen Wochen bekannt, dass Mitglieder der „Aktion Leben“ Frauen zur Abtreibung begleiten!
„Aktion Leben“ hat jedenfalls die „Katholische Seite“ gewechselt und ist zu den Gegnern des Lebensschutzes übergelaufen!
Dr. Josef Preßlmayer, 1. Europäisches Lebensschutz-Museum, www.lebensschutzmuseum.at
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#4   Krokodil †   02:45:33 | Dienstag, 20. Februar 2007
„radikale Lebensschützer“
Aus dem Artikel:
Leichter ist es, auf ein paar „radikale Lebensschützer“ einzuhauen, die sich für die ungeborenen Kinder einsetzen.
Ach, der Herr Autor möchte tatsächlich glauben und weismachen, dass sich diese „radikalen Lebensschützer“ für die ungeborenen Kinder einsetzen. Das LETZTE um was es denen geht, sind Kinderrechte; Zum Beispiel das kriminelle Auftreten einer/s „Babycaust-Fanatikers“ sowie das eines weiteren Lesers, der sich ebenfalls als selbsternannter Lebensretter dieses schwachsinnigen Begriffes bedient und zuvor bereits seine Zweifel an den Opferzahlen des Holocaustes zeigte, demonstrierten hervorragend, dass es denen um nichts anderes als um die Verdrängung des Holocaustes durch Verharmlosung desselben geht, dazu noch von zahlreichen Lesern hier fleißig unterstützt wurden. Da braucht keiner mehr mit dieser Behauptung auffahren, die würden sich für ungeborene Kinder einsetzen, das erweist sich mehr und mehr als ein Märchen.
„gegen katholische Lebensschützer“
Klar, „katholische Lebensschützer“, ganz sicher…
Jedes Jahr sterben zig Millionen Kinder am Hungerstod. Wo bleiben da die „katholischen Lebensschützer“, die Kirche mit ihrem Billionenvermögen, wer schützt diese Kinder vor dem Tod? Und komme mir bitte nicht einer mit der Mär vom „sozialen Engagement“ der Kirche.
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#3   wolfgang e.   17:36:52 | Montag, 19. Februar 2007
@ leshandl
Traurig ist vielmehr, dass „Aktion Leben“ in Österreich seit Jahr und Tag offenbar nichts anderes mehr zu tun hat, als sich ständig von allen anderen Lebensschutzorganisationen zu distanzieren.
Traurig ist auch, dass die ehemals wichtigste Lebensschutzorganisation „Aktion Leben“ außer ein bisschen „ergebnisoffene“ Beratung nichts substantielles mehr zu bieten hat.
Traurig ist, dass „Aktion Leben“ sich längst von der Lehre der Kirche verabschieded hat, aber immer noch durch Kirchensteuergelder unterstützt wird.
Einige österreichischen Bischöfe (z.B. Laun und Küng) haben diesen Missstand erkannt und benannt. Hoffen wir, dass sie bei der Bischofskonferenz eine Einstellung der Unterstützung von „Aktion Leben“ durchsetzten und dafür Gruppierungen, die es eher verdienen, und auch Schwangere in Not mehr unterstützt werden.
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#2   Pünktchen   14:51:29 | Montag, 19. Februar 2007
Dank für die Fotomeile!
Die Kreuz-net-Redaktion sollte diese Fotos zur Illustration von allen Artikeln zum Thema Lebensschutz anbieten! Dies dürfte es den Propagandisten der Abtreibungsindustrie erschweren, von „Schwangerschaftsgewebe“, „Zellverband“ u. dergl. zu reden…
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#1   leshandl1   14:41:57 | Montag, 19. Februar 2007
Was soll das?
Da greift ein Aktivist der einen Gruppe die andere Gruppe, die im Grund genau das gleiche Ziel hat, nämlich Abtreibungen zu verhindern, die aber eben einen anderen Weg dazu wählt, an und macht sie schlecht? Nur weil der Weg zum Ziel ein etwas anderer ist? Traurig, sehr traurig.
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