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Dienstag, 20. Februar 2007 14:04
Sie schwiegen und schweigen betreten
Bei der Linken war und ist die Leugnung der sozialistischen Menschheitsverbrechen verbreitet. Eine Aufarbeitung der Geschichte steht immer noch aus. Von Hubert Hecker.
(kreuz.net) Von Anfang an verstand sich der Marxismus als Kind der Aufklärung.

Im Jahr 1917 machten sich die russischen Bolschewiken daran, die marxistischen Theorien in die Praxis umzusetzen.

Dabei lebten die schlimmsten Alpträume der aufklärerischen Vernunft wieder auf.

Die Schlächtereien der Französischen Revolution und alle Formen des neuzeitlichen Staatsterrorismus wurden in den Schatten gestellt.

Die Lenin-Stalin-Ära war gleichbedeutend mit Totalitarismus, Terror, Tod, Geheimpolizei, Bespitzelung, Umerziehung, Arbeitslager, Propaganda, Unterdrückung.

Das Rußland der „Ikonen und Kakerlaken“ müsse vernichtet werden – brüllte der bolschewistische Fanatiker Leo Trotzki († 1940).

Das geistlich-kirchliche Rußland wurde schon Anfang der 20er Jahre stranguliert, das russische Bürgertum enteignet, die russischen Bauern während der Kollektivierungsphase millionenfach ermordet.

Abweichler von der Parteilinie wurden während der Verfolgungsphase ab 1936 – die „Hölle auf Erden“, wie die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ im Dezember 2006 titelte – ausgemerzt.

Im roten Sowjetstaat gab es über 500 Konzentrationslager – sogenannte Gulags.

Während des Zweiten Weltkriegs waren die kommunistischen Barbaren gezwungen, eine Terrorpause einzulegen.

Doch bereits ab 1945 wütete die Rote Armee in den neuen besetzten Sowjetgebieten. Ab 1947 wurde der Staatsterror der Vorkriegszeit auch im Stammland wieder aufgenommen.

Kaum war der Stalinismus in der Sowjetunion teilrevidiert, lebte in China der kommunistische Terror unter dem Schlächterregime von Mao Zedong († 1976) auf.

Der Menschheitsverbrecher Mao Zedong inspirierte sich ebenfalls an der europäischen Aufklärung: Georg Friedrich Wilhelm Hegel, Karl Marx, Friedrich Engels und Ernst Haeckel seien seine Lehrmeister gewesen, verriet der alte Mao dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt.

Nicht anders die kommunistischen Bluthunde um Pol Pot († 1998) in Kambodscha. Sie folgten dem europäischen Marxismus, den sie als Studenten in Frankreich kennengelernt hatten.

Mehr als sechzig Jahre lang – von 1917 bis etwa 1980 – mordeten kommunistische Horden in unvorstellbaren Dimensionen: ein Jahrhundert-Blutbad, das seinen Ausgangspunkt in der europäischen Aufklärung nahm.

Doch wie reagierten die links-liberalen Denker des 20. Jahrhunderts auf die kommunistische Katastrophengeschichte?

Die tragische Antwort: Die meisten europäischen Linken der Zwischenkriegszeit ließen sich den Glauben an die unbedingte Richtigkeit des Marxismus auch nicht durch den Terror Stalins nehmen.

1926 weilte der deutsche Philosoph und Marxist Walter Benjamin († 1940) länger Zeit in der Sowjetunion.

Er war begeistert und überlegte sich ernsthaft, Mitglied der Stalin-Partei zu werden.

In den 30er Jahren lud Stalin mehrfach europäischer Schriftsteller nach Moskau ein.

Die Teilnehmer an den Propagandabesuchen wurden auch durch ein Muster-Gulag – Konzentrationslager – geführt. Anschließend waren sie über den kommunistischen Musterstaat begeistert und verbreiteten in ihren Heimatländern entsprechende Hurrah-Meldungen.

Der 1936 einsetzende totale sowjetische Terror ernüchterte nur wenige der damaligen Rußlandbesucher – etwa den französischen Dichter André Gide († 1951).

Gide verfaßte einen wenig euphorischen Reisebericht.

Ihm widersprach der deutsche Schriftsteller Lion Feuchtwanger († 1958) mit einer peinlichen Jubel-Schrift auf die Sowjetunion.

Alle deutschen Exilschriftsteller linker Couleur wußten um die stalinistische Verfolgungswelle.

Auch der Dramatiker Bertold Brecht († 1956) schrieb in seinen Briefen davon.

Doch in der Öffentlichkeit verschwieg diese Gruppe die furchtbaren Greuel oder propagierten sogar offen den Stalinismus.

Es handelt sich hier um das deprimierendste und anstößigste Kapitel der deutschen Exilliteratur.

Zum Kreis dieser linksintellektuellen Blindgänger gehörte auch der Philosoph Theodor W. Adorno († 1969).

Während die Kommunistische Partei der Sowjetunion mittels Schauprozessen von Tausenden linken Juden gesäubert wurde, schrieb der deutsche Professor mit jüdischen Wurzeln im November 1936 aus dem englischen Exil an seinen Freund Max Horkheimer († 1973):

„In der gegenwärtigen Situation sollten wir – sei es auch um den schwersten Preis – Disziplin halten und nichts publizieren, was Rußland zum Schaden ausschlagen kann.“

Als die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg die staatliche Terror- und Verfolgungsmaschinerie erneut anwarf, blieb Adorno dieser Linie treu.

Nach dem Zweiten Weltkrieg warb Adorno im US-Exil ausdrücklich für den Stalinismus.

Leider ist das Theaterstück „Der Philosoph. Oder: Durfte Adorno schweigen?“ nie geschrieben worden.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland änderten Adorno und Horkheimer ihre politische Publikationsstrategie. Fortan konzentrierten sie sich auf die Kritik des westlichen Kapitalismus.

Die „Dialektik der Aufklärung“ – das Hauptwerk der beiden Sozialphilosophen – entdeckt die finsteren Seiten der Aufklärung ausschließlich im Spätkapitalismus.

Mit ihrer exzessiven Kritik an „spätkapitalistischem Konsum- und Kulturterror“ präsentierten die beiden Professoren die sozialistische Barbarei als die bessere Alternative.

Die angeblich kritische Kompetenz ihrer „Kritischen Theorie“ – wie das Konzept der Frankfurter Schule auch genannt wurde – haben die beiden Propagandisten nie auf den real existierenden Sozialismus – Stalinismus und Maoismus – angewendet.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 50 Lesermeinungen:
Donnerstag, 22. Februar 2007 17:48
Pünktchen: Die Opferverwurstungs-GmbH u.KoKG „Krokokodil“
verteidigt ihre angeblich exklusiven Verwertungsrechte an Nazi- und „Kirchen“opfern, es stellt sich jedoch mittlerweile ein fürchterlicher Verdacht ein: sie hat selber Leichen im Keller, sie geht über Leichen und sie übergeht Leichen!

Opfer“ sind für die Kroko GmbH nur unter dem Verwertungsgesichtspunkt interessant. Die Opfer der kommunistischen Diktaturen werden daher keines Blickes gewürdigt, diese Opfer waren offensichtlich der notwendige Tribut für eine Weltoptimierung im Namen der „wissenschaftlichen“ Weltanschauung des Kommunismus!

Auf „die Wissenschaft“ beruft sich die Kroko GmbH außerdem noch (aber genauso trügerisch wie die o.g. „wissenschaftliche Weltanschuung“!), wenn es darum geht, jährlich mehrere Millionen Menschen ihres Menschseins zu berauben und sie zur Abschlachtung freizugeben!

Beim Holocaust dagegen kämpft dieses Unternehmen umbleibende Schürfrechte Damit will es den Weltmarkt erobern. Diese Opfer werden zum archimedischen Punkt aller Debatten erklärt. Vom Hochplateau dieses Opferberges schaut das Krokodil auf die zuvor „wissenschaftlich“ abgetragenen und definitorisch hinwegplanierten Opferberge herab und genießt befriedigt den „EINZIGARTIG„en Ausblick!

Im Keller der Kroko KG gibt es noch eine Leiche! Ganz weit unten und ganz klein – wirklich gar nicht der Rede wert – so klein, daß ein Schuft wäre, wer da von „Verdrängung“ sprechen wollte!

(Kroko wurde von Lesern auf eine eigene Abtreibung befragt. Peinliches Schweigen!)
Mittwoch, 21. Februar 2007 17:56
Arkanum †: Da hätte doch
unsere Beobachterin wirklich etwas zu beobachten:
Artikel im Bermuda-Dreieck verschwunden!
Mittwoch, 21. Februar 2007 17:47
freddie schenk: @Arkanum
Komisch; plötzlich sind die sonst so eifrigen Wahrheitspächter verdächtig still. Keine Postings zu meiner Skandalenthüllung. Vielleicht laufen die Mailboxen zwischen USA und D jetzt heiß um zu überlegen, wie man das am besten todschweigen kann. Aber vielleicht meldet Gotthard sich ja auch noch – der hatte auch erkannt, dass kreuz.net nur wieder eine neue Luftblase ins Netz gepustet hatte.
Mittwoch, 21. Februar 2007 17:37
Arkanum †: Stimmt, freddie!
Mittwoch, 21. Februar 2007 17:30
freddie schenk: SEHR INTERESSANT
Die Redaktion hat soeben still und leise den „Artikel“ „Auf einem Auge blind“ über den angeblichen Predigtskandal um Pfarrer Harald Fischer in Kassel sowie alle dazu geposteten Leserbeiträge vom Netz genommen.

Die Konsequenz, diesen hanebüchenden Unsinn zu entfernen sei ausdrücklich begrüßt; die Art und Weise, das ohne Kommentierung zu tun, zeugt von der „Aufrichtigkeit“ der Macher dieser Internetseite.
Mittwoch, 21. Februar 2007 15:41
Che Guevara: ??????????????????
Auf was für einer reaktionären klerikalen Site is Che hier gelandet?

hasta la victoria siempre
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