Interreligiöser Dialog
Eine bahnbrechende Idee
Die Knospen des „Neuen Pfingsten“ treiben auch im vormals Heiligen Land Tirol immer exotischere Blüten. Von Andreas Thaler.
Mons. Egger bei der Einweihung einer Turnhalle
Mons. Egger bei der Einweihung einer Turnhalle
(kreuz.net, Brixen) Die Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen organisiert ab März 2007 eine Vortragsreihe.

Thema: „Der Wahrheitsbegriff in den asiatischen Religionen“.

Es wäre zweifellos fast noch interessanter gewesen, über das Begreifen der Wahrheit in der eigenen Religion zu brüten. Denn diesbezüglich herrscht – nicht nur in Tirol – keine geringe Ungewißheit.

Doch man zieht es sicherheitshalber vor, über den fernen „Wahrheitsbegriff“ in Konfuzianismus, Taoismus, Hinduismus und Buddhismus zu sprechen.

So wünscht es sich die Leitung der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen.

Der Wahrheitsbegriff soll von der Expertin Frau Dr. Snejezana Zoric begriffen werden.

Sie will den Seminaristen und Laientheologen durch einen „gegenwartsorientierten Beitrag“ im Sommersemester die nötige orientalische Würze vermitteln.

Über Wahrheitsbegriffe kann man lange philosophieren.

Ich hoffe, daß die Vortragende auch Gelegenheit findet, vom Begriff zur Sache fortzuschreiten.

So gibt es in den genannten Religionen zahlreiche inhaltliche Widersprüche zum Christentum.

Darum wäre es höchst interessant, etwas über die Wahrheit in den asiatischen Religionen zu erfahren.

Wenn sich verschiedene Parteien zur gleichen Sache unter dem gleichen – religiösen – Gesichtspunkt widersprechen, dann kann nur eine davon die Wahrheit vertreten.

Man darf bestimmt davon ausgehen, daß an der Brixner Hochschule die Gewißheit vorherrscht, daß die wahre Religion das Christentum- genauer: der Katholizismus – ist.

Will man diese Wahrheit in Brixen unter den Scheffel stellen?

Neben der sogenannten „wissenschaftlichen Einführung in die Frage nach dem Wahrheitsbegriff in den asiatischen Religionen“, bemühen sich die Organisatoren auch um die Errichtung eines interreligiösen Institutes.

Dabei handelt es sich nicht um ferne Pläne eines Hochschuldekans, der die Zeichen der Zeit und die Situation der Kirche verkennt.

Vielmehr verkündete das Presseamt der Diözese Bozen-Brixen am 14. Februar 2007 fröhlich:

„Auf Wunsch des Bischofs wurde zur Errichtung dieses Zentrums eine Arbeitsgruppe bestellt, die sich bereits um dessen Ausbau bemüht.“

Der Segen von oben – von Diözesanbischof Mons. Wilhelm Egger – scheint somit nicht zu fehlen. Ihm liegt die Förderung des interreligiösen Dialoges offenbar auch am Herzen.

War es eine andere Welt – oder gar eine andere Kirche und ein anderes Evangelium – als der frühere Fürsterzbischof von Brixen, Mons. Vinzenz Gasser, im Jahre 1876 durch die Errichtung evangelischer Gemeinden in Innsbruck und Meran so schwer getroffen wurde, daß er dem Papst seinen Rücktritt anbot?

Ob der Fürsterzbischof angesichts des interreligiösen Übereifers in Brixen seinem Nachfolger in Sachen Handtuch werfen zum Vorbild werden könnte?

Als Alternative könnte man dem Bischof und Neutestamentler, Mons. Wilhelm Egger, im Sinne von Johannes 14,6 – „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ – ein alternatives Institut empfehlen.

In unserer verwirrten Zeit wäre es in der Tat ein bahnbrechendes Unternehmen, der Welt und der Kirche mit Mut zu zeigen, wo die Wahrheit sich in Wahrheit befindet.

Es hat sich bestimmt schon im Bischofshaus herumgesprochen, daß der Glaube an Christus auch bei den Südtirolern arg am Schwinden ist.

Dafür brauchte es ein Institut, das besser heute als morgen seine Arbeit aufnehmen würde.
      
5 Lesermeinungen
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#7   Frasim   23:48:21 | Freitag, 23. Februar 2007
@Gotthard
Ich bitte hier www.kreuz.net/…ticle.4725-page.html ernsthaft um Ihre Antwort. Danke.
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#6   Gotthard   22:56:04 | Freitag, 23. Februar 2007
informiert euch
Thema: „Der Wahrheitsbegriff in den asiatischen Religionen“.
Es täte allen Christen, aber bestimmt den hier so aktiven Postern gut, sich in der weiten Welt – in die die Inkarnation geschah, auszukennen.
Wenn sich Christen und Katholiken nicht auskennen, ist ihr Glaube defizitär…
ist den Deppen dieser Site allerdings nicht zugänglich.
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#5   Defensor Fidei   22:33:18 | Freitag, 23. Februar 2007
@ Johann Gambolputty
Grüß Gott Johann Gambolputty,
wie ich sehe, sind Sie neu hier. Herzlich willkommen! Wenn Sie mit Ihrem Beitrag jedoch die Redaktion ansprechen wollten, dann ist es bestimmt sinnvoller, sich direkt an diese zu wenden. Die Beiträge im Forum werden nicht zwingend gelesen bzw. beantwortet.
Ansonsten wünsche ich Ihnen noch viel Freude und interessante Diskussionen auf dieser Seite.
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#4   Johann Gambolputty   22:20:06 | Freitag, 23. Februar 2007
Leise Kritik
Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie Ihre Texte vielleicht etwas leserfreundlicher gestalten würden. Manche Passaschen und Fachausdrücke sind sehr kompliziert.
Ansonsten war der Artikel interessant!
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#2   Tridentinus   14:37:38 | Freitag, 23. Februar 2007
Warum soll man nicht über den asiatischen
Wahrheitsbegriff reflektieren? Diesem begegnet auch der Missionar und muss eine vor fides und ratio verantwortete Antwort darauf geben.
Hl. Franz Xaver, bitte für diesen und alle Kreuz.net-Autoren!
Hl. Franz Xaver, bitte für alle Kreuz.net-Leser!
Hl. Franz Xaver, bitte für alle Kreuz.net-Diskussionsteilnehmer!
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Es wurden 3 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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