Schlafen statt beten + Päpstliche Professur + Exkommuniziert oder nicht? + Das gleiche Argument + Ein schlechter Jude
Schlafen statt beten
Vatikan. Vorgestern traf Papst Benedikt XVI. die Pfarrer der Diözese Rom. In seiner
Ansprache zitierte er den heiligen Augustinus, der über sich sagte, daß er seinem Leben des Gebets und
der Betrachtung entrissen worden sei, um sich seiner Sendung als Bischof zu widmen. Ihm sei nur die Nacht
zum Gebet geblieben. „Ich gestehe meine Schwäche ein“ – so Benedikt XVI. – „in der Nacht kann ich nicht
beten, da möchte ich schlafen“. Dennoch brauche es Zeit für den Herrn.
Päpstliche Professur
Deutschland.
Gestern gaben der Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller, und der Rektor der Universität
Regensburg, Professor Alf Zimmer, die Errichtung eines Papst-Benedikt-Lehrstuhls bekannt. Träger des
Stiftungslehrstuhls für die Erforschung des Lebenswerkes von Papst Benedikt XVI. ist die Diözese Regensburg.
Die Personalkosten werden voraussichtlich 180.000 Euro pro Jahr betragen.
Exkommuniziert oder nicht?
Deutschland. Am kommenden Sonntag findet in der altrituellen Gemeinde St. Martin in Köllerbach im Bistum
Trier eine Rekonzilisationsfeier mit der Diözese statt. Der kirchenrechtliche Status der dort ansässigen
Gläubigen und ihres Priesters wird durch den Eintritt des Priesters in das Berliner ‘Institut St. Philipp
Neri’ geregelt. In einer Pressemeldung des Bistums heißt es dazu, daß die Gemeinde und ihr Priester
zuerst ein Versprechen abgeben müßten und danach die Lossprechung von der Exkommunikation erfolge. Das
Versprechen fordert unter anderem die Anerkennung der Lehre des Zweiten Vatikanums. Auf der Homepage des
‘Instituts St. Philipp Neri’ findet sich der Hinweis, daß damit nicht gesagt sei, daß diese Menschen
vorher exkommuniziert gewesen wären.
Das gleiche Argument
Deutschland. Ein Geschwisterpaar aus Sachsen
will vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Inzest-Verbot klagen. Das erklären Patrick S. und Susan
K. gegenüber der Tageszeitung ‘Dresdner Neueste Nachrichten’. Paragraph 173 des Strafgesetzbuchs ahndet
die sexuelle Unzucht unter erwachsenen Geschwistern mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Der Paragraph
beschneide das Grundrecht auf sexuelle Selbstbestimmung, sowie auf freie Gestaltung des Familienlebens,
so das – ursprünglich für die Förderung der Homo-Ideologie erfundene – Argument der Geschwister, die
gemeinsam bereits vier Kinder gezeugt haben.
Ein schlechter Jude
Österreich. Der Wiener orthodoxe Oberrabbiner
Moishe Arye Friedman hat die Wiener Talmud-Thora-Schule geklagt, weil deren Leitung seine vier schulpflichtigen
Kinder ausgeschlossen hat. Die Begründung: Rabbiner Friedman nahm an der internationalen Holocaust-Konferenz
in Teheran teil. Der Rabbiner ist ein Kritiker des jüdischen Nationalismus sowie des Militarismus und
der weltlichen Verfaßtheit des Staates Israel. Als weiteren Grund für die Sippenhaft erklärte die Schule
auch, daß Friedman angeblich den Sabbat gebrochen habe. Der Rabbiner hatte an einem Samstag in Berlin
eine Rede gehalten.
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@Omnes Auf Ihre Frage nach Schriftzitaten zu meiner These, dass Jesus der Gewalt, die ihm widerfährt,
als solcher keine Besonderheit zuspricht, kann ich dies nur indirekt belegende Passagen nennen. Da ist
zunächst Lk 11, 49-51. Ich denke, Jesus weiß um die strukturelle Gemeinsamkeit seines Leidens mit dem
Leid der Propheten (man denke hier auch an seinen Selbstvergleich mit dem Jonaszeichen, Lk 11, 29f.) Bei
Joh 8,44 heisst es, Satan ist Mörder von Anfang an und an einer anderen Stelle (sinngemäß), dass geoffenbart
wird, was verborgen ist vom Anbeginn der Welt. Wenn Jesus seinem Leiden als solchem zuviel Besonderheit
zuspräche, würde das Offenbarungswirken der alttestamentlichen Texte und ihrer Gewaltdarstellungen möglicherweise
verdunkelt. Wir sollten akzeptieren, dass die christliche Offenbarung eine jüdisch-christliche ist. Die
zentrale Besonderheit an der Passion des Herrn scheint mir die Reaktion der Menschen auf das Gesehene,
das Emmausereignis und das Wirken des Heiligen Geistes in der Geschichte des Gedächtnisses der Kreuzigung.
Lieber Omnes, eigentlich hatte ich auf Ihre (bestaunenswerte)Schriftgelehrtheit gehofft, werde nun aber
heute Abend selbst nach einer Fundstelle suchen. Bis dahin
@Lorenz Dem Kreuzigungsereignis als solchem spricht Cristus selbst jede Singularität ab. Er warnt uns
sogar davor, alles falsch zu verstehen und zu meinen, dass die Kreuzigung das größte oder grausamste
Menschheitsverbrechen sei. Können Sie das auch mit Schriftzitaten belegen?
Einzigartigkeit, Lieber Omnes, vielleicht wäre es noch erhellender statt von Einzigartigkeit von Endgültigkeit
zu sprechen. Das, was Sie Christus-Ereignis nennen, beendet allen Zweifel über die Wahrheit, das Gott
die Liebe ist. Dem Kreuzigungsereignis als solchem spricht Cristus selbst jede Singularität ab. Er warnt
uns sogar davor, alles falsch zu verstehen und zu meinen, dass die Kreuzigung das größte oder grausamste
Menschheitsverbrechen sei. Wir sollten es um des rechten Verständnisses willen vermeiden, hier christlicher
zu sein als Christus oder evangelischer als die Evangelien.
@Alanus: Es geht letztlich um die Einzigartigkeit des Christusereignisses… Die in der Heiligen Schrift
anzutreffenden (Hoheits-)Titel für Jesus wie „Rabbi“, „Prophet“, „Messias“, „Gottessohn“ sind als Versuche
zu werten, die Einzigartigkeit der Person und des Erlösungswerks Jesu Christi ins Wort zu bringen wie
auch die zeitlich späteren Glaubensformeln, Dogmen und Lehren der Kirche über Jesus Christus als solche
Versuche anzusehen sind. Was von uns gefordert ist, ist diese Einzigartigkeit anzuerkennen und sie für
unser Leben und das Heil der Welt fruchtbar zu machen…! o^/
@ Lorenz: Wir haben da eben zwei unterschiedliche Ansätze. Ich gehe von der ältesten Quelle über Jesus
aus (MkEv) und versuche, von diesen die weitere Entwicklung der Aussagen über Jesus in den anderen Evangelien
und der späteren Dogmatik zu bewerten. Und da das MkEv auch schon einige Jahrzehnte vom historischen
Ereignis entfernt ist, wird schon bei Mk einiges „hinzugekommen“ sein. Sie hingegen gehen vom kath. Glauben
aus mit allem drum und dran und versuchen, diesen mit den Quellen zu harmonisieren und sind auch bereit,
manches unklar zu lassen („Mysterium“). Nun gut, suum cuique. Ich freue mich aber, daß Sie offensichtlich
einer der wenigen hier sind, der zu einer Glaubensauffassung gefunden hat (oder immer hatte), die weitab
ist von Fanatismus und Militanz.
Vergottungstendenz; Lieber Alanus, was wäre denn so schlimm an einer „Vergottungstendenz“ in den Texten.
Einen ähnlichen Effekt kann man, wenn ich es richtig weiß, beim Hahnenwunder beobachten (im einen Evangelium
krähte nur der Hahn, im anderen zweimal, in einem weiteren wunderbarerweise dreimal). Ich bin sogar überzeugt,
die Evangelisten spielen manches Wunder hoch oder haben es literarisch aufgearbeitet. Wir sollten einsehen,
dass Jesus nicht weniger Gott wäre, wenn er nicht ein einziges Wunder gewirkt hätte. Das alles überstrahlende
Wunder ist doch das Wirken des Heiligen Geistes, dass die Lüge unserer Gewalt anhand der Passion offenbart
(der Triumph des Kreuzes) und uns die Perspektive einer neuen, der Herrschaft Satans nicht mehr schutzlos
ausgelieferten Menschheit eröffnet hat. Weil es zum Heil der Menschen geschehen sollte, konnte Gott für
diese Offenbarungshandlung keinen Menschen opfern, sondern musste sich selbst hingeben.
@ Lorenz, @ Omnes h.i.: Natürlich habe ich auch die anderen Verse der „inkriminierten“ Stelle gelesen.
Die Ablehnung Jesu durch die meisten Menschen in seiner Heimat (einschließlich Maria und Angehörige,
s. Mk 3,21 u. 3,31, wo sie Jesus für verrückt halten; trotz Jungfrauengeburt – von der Mk ja nichts
weiß – hält Maria ihn für verrückt…) sollte Jesus doch nicht davon abhalten, Kranke zu heilen. V.a.:
„er konnte“ es nicht. Nicht: „er wollte nicht“. Auch die sehr „handwerklichen“ Wunder (8,22 ff, wo das
Wunder erst im 2. Anlauf gelingt, u. 7,31 ff, mit Speichel auf die Zunge) werden bei den anderen Evv.
weggelassen. Sehr vielsagend! Daß diese Stellen den anderen Evv., bes. Lk u. Mt als Synoptikern unangenehm
ist, zeigt sich doch schon daran, daß sie es weglassen. Sie „bessern nach“, was bei einer „offenbarten“
Schrift wie dem MkEv eigentlich nicht nötig sein sollte. Bei Mk verdorrt der von Jesus verfluchte Feigenbaum
erst am nächsten Tag, bei Mt u. Lk sofort… Die Vergottungs-Tendenz kann da wohl nicht geleugnet werden.
Und bei Joh ist natürlich der Höhepunkt erreicht.
@Lorenz Mir scheint es verbietet sich für Gott vor einem neidischen, versuchenden und sensationsgiereigen
Publikum solches zu tun. Das wäre Anbiederung an die Sünde, etwas also, das wir von Gott doch sicher
nicht erwarten. Das scheint mir, ist zunächst ganz unabhängig davon, ob Jesus nun reiner Mensch oder
Gottmensch war. Wie pflegte er zu sagen „Dein Glaube hat dir geholfen“. Der Glaube des Empfängers ist
mindestens genauso wichtig wie die Wundermacht des Spenders. Natürlich läßt sich das auch auf das Gnadenwirken
Gottes anwenden. Der Mensch muß sich diesem gegenüber gläubig öffenen, sonst kann Gottes Gnade nicht
wirken…! Nebenbei schätze ich, dass weder Mariologie noch Josephologie von diesem Markustext berührt
werden. Dieser Gedanke ist mir auch erst jetzt in diesem Zusammenhang gekommen. Es ist aber schon die
Frage (ich weiß nicht, ob sie jemals schon von einem Theologen in dieser Art gestellt wurde), wieviel
Gläubige in Nazareth nötig gewesen wären, daß Jesus dort hätte Wunder wirken können… Das ganze
erinnert ein wenig an die Verhandlung, die Abraham mit Gott um Sodom führte…
Der Prophet in der Heimat Wenn ich die Debatte richtig nachvollziehe, fragt Alanus, warum Jesus, wenn
er denn Gott ist, in der Heimat keine Wunder vollbringen konnte. Mir scheint es verbietet sich für Gott
vor einem neidischen, versuchenden und sensationsgiereigen Publikum solches zu tun. Das wäre Anbiederung
an die Sünde, etwas also, das wir von Gott doch sicher nicht erwarten. Nebenbei schätze ich, dass weder
Mariologie noch Josephologie von diesem Markustext berührt werden.
@Alanus ab I. „Er konnte keine Wunder vollbringen“ (Mk 6,5): Daß er das als Mensch nicht kann: geschenkt.
Kann ich auch nicht. Aber als Gott hätte er es doch gekonnt. Das zeigt, daß Mk die Zwei-Naturenlehre
selbstverständlich völlig fremd war. Dieses „Problem“ entstand erst nach Nizäa, weil man Jesus zum
Gott erklärt hatte und in Erklärungsschwierigkeiten kam. Sie Witzbold! Lesen Sie doch bitte wenigstens
noch die erste Hälfte des Folgeverses mit: „Und er wunderte sich über ihren Unglauben.“ Das Nicht-Können
hat doch, wie aus der ganzen Perikope (Mk 6, 1-6a), die ihren Skopus in Vers 4 hat „Nirgends hat ein Prophet
so wenig Ansehen wie in seiner Heimat…“ seine Ursache nicht in Jesus, sondern in den Ungläubigen seiner
Heimatstadt (Nazareth)! Das kann sich also allenfalls negativ auf Mariologie (und Josephologie) auswirken,
keinesfalls aber auf die Christologie…!
Lieber Alanus, Kriege lassen sich mit schlechten Interpretationen des Christentums leider gut führen,
geschenkt. Das Bewußtsein sollte aber einen Einfluß auf das Sein haben, deswegen ist die Art der Interpretation
eben nicht egal und man muss genau hinschauen. Wenn ich Sie richtig verstehe, halten Sie das Mysterium
der Natur Jesu als wahrer Mensch und wahrer Gott nicht aus. Vielleicht hilft es, wenn man bedenkt, dass
es um eine Religion geht, deren Anspruch es ist, eine Heilsbotschaft für alle Welt zu liefern. Wenn ich
den demütigen Bewunderer der Jungfräulichkeit Mariä genauso kriegen will wie den halbagnostischen Dreifaltigkeitsdialektiker,
muss ich vielleicht hier und da ein Mysterium ein Mysterium sein lassen.
@ Athanasius (Nachtrag): Ich find’s etwas lächerlich, wie Sie hier Häretikerbescheide dekretieren. Außerdem
ist das Argument mit den beiden Naturen Jesu zwar ein Rettungsanker für Sie, aber nicht überzeugend.
Alle Stellen, die auf ein Nicht-Können, Nicht-Wissen und Nicht-Gutsein (Ihre wirre Interpretation von
Mk 10,18 habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden) Jesu hinauslaufen, weisen Sie der menschlichen Natur
zu. Wenn er es aber als Mensch nicht konnte, wußte und nicht gut war, dann doch aber als Gott (Ihrer
Meinung nach). Also hätte er diese von Mk überlieferten Äußerungen doch gar nicht zu machen brauchen.
Sonst wäre Jesus schizophren. Hat die Gottheit Jesu Geheimnisse vor der Menschheit Jesu? „Er konnte
keine Wunder vollbringen“ (Mk 6,5): Daß er das als Mensch nicht kann: geschenkt. Kann ich auch nicht.
Aber als Gott hätte er es doch gekonnt. Das zeigt, daß Mk die Zwei-Naturenlehre selbstverständlich
völlig fremd war. Dieses „Problem“ entstand erst nach Nizäa, weil man Jesus zum Gott erklärt hatte
und in Erklärungsschwierigkeiten kam. @ Lorenz et Omnes h.i.: Kriege lassen sich ja nun wunderbar auch
mit der Dreifaltigkeit führen, oder auch nur mit einem einpersonalen Gott. Das gibt sich nichts. Jahwe
selbst ruft ja zum Völkermord auf: Deu 20, 10-18. Ist Jahwe nicht der Gott Jesu? Wenn nicht: Wer ist
Jahwe dann?
@Lorenz Gott ist den Weg der Liebe bis ans Ende gegangen und hat sich der Welt als sein Sohn, der ein
menschliches Antlitz hat, geschenkt. Natürlich! Wobei unter „Welt“ dann in erster Linie die erlösungsbedürftige
Menschheit zu verstehen ist…!
Lieber Omnes, ich fürchte, ich habe mich unglücklich ausgedrückt. Mein Beitrag war Werbung für den
dreifaltigkeitsglauben mit einem etwas unorthodoxen Argument. Mir scheint der von Ihnen zitierte Johanneische
Passus sehr missverständlich zu sein. Das Gott die Welt so sehr geliebt hat, ist ein wichtiges Bollwerk
gegen alle weltverneinenden (also möglicherweise gnostisch inspirierten) Interpretationen des Christentums.
Keinesfalls aber dürfen wir glauben, dass jemals die Gewalt von Gott ausging (nicht mal bei den dies
expressis verbis unterstellenden Texten aus dem AT halte ich das für eine sinnvolle Interpretation).
Gott ist den Weg der Liebe bis ans Ende gegangen und hat sich der Welt als sein Sohn, der ein menschliches
Antlitz hat, geschenkt. Können wir uns auf diese Sprachregelung einigen?
@Lorenz Sie scheinen da einige Dinge kräfitg durcheinander zu bringen. 1. Können wir doch bei Johannes
lesen: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn
glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ (Joh 3, 16) Also ist durchaus davon die Rede,
daß Gott (Vater) seinen Sohn für das Heil dahingegeben, d.h. geopfert hat. 2. Scheinen Sie zunächst
im Sinne des hl. Anselm von Canterbury zu argumentieren, der lehrte, daß der Erlöser der Menschheit
auch Gott sein mußte, um für die übergroßen Sünden der Menschheit ein „angemessenes“ Versöhnungsopfer
darbringen zu können. 3. Dann scheinen Sie aber auf einen Schlag wieder alles zu verwerfen mit der etwas
seltsam anmutenden Begründung, weil es Väter gegeben habe und auch in Zukunft geben könne, die ihre
Söhne in den Krieg „schicken“ (geht ja eigentlich nur, wenn diese noch minderjährig sind), sollten wir
Abstand vom Dreifaltigkeitsglauben nehmen…?! Für mich wirkt das insgesamt nicht sonderlich plausibel.
Könnten Sie uns vielleicht erklären, wie das alles logisch zusammenpassen soll? ?:) Vielleicht sollten
Sie außerdem auch das Abrahamsopfer (Gen 22) und den Umstand, daß es zu alttestamentlichen Zeiten möglicherweise
auch Menschenopfer (durch Israel? Jahwe = Moloch?) gab, mit in Ihre Betrachtung einbeziehen…!
Göttlichkeitsdebatte… Wenn Jesus, wie es hier im Thread hier und dort verlautet, nicht Gottes Sohn
und Gott zugleich, sondern eben nur Sohn ist, dann hätte Gott ja seinen Sohn geopfert und sich nicht
selbst der Menschheit als endgültiges und allversöhnendes und nebenbei allem Opferkult ein Ende setzendes
Opfer geschenkt. Das hätte problematische Konsequenzen. In DIE ZEIT hat vor kurzem irgendein Autor das
Christentum angeklagt, es hätte die Väter in der Zeit des I. Weltkrieges motiviert Ihre Söhne für’s
Vaterland zu opfern, weil Gott seinen Sohn ebenfalls opferte (imitatio dei sozusagen). Einer solch dreisten
Fehlinterpretation begngnet man am Besten, in dem man die Dreifaltigkeit Dreifaltigkeit sein lässt.
Alanus ab Insulis „Das wird wohl kaum bedeuten, daß Jesus sich hier als Gott bezeichnet.“ Nachdem das
Tetragramm (vier Buchstaben) JHWH, das für den Gottesnamen Jahwe steht, von der griechischen AT-Übersetzung
Septuaginta durchweg mit „Kyrios“, d.h. „Herr“, wiedergegeben wird, ist dies aber auch nicht auszuschließen…
Und ob es nun der Evangelist war, der Jesus dieses Wort in den Mund gelegt hat oder ob der historische
Jesus so auch wirklich selbst gesagt hat, spielt für den heutigen Christen nun wirklich keine Rolle mehr…
Wie gesagt, es geht um Glauben (der freilich nicht gegen die Vernunft ist und sein darf) und nicht so
sehr um Wissen…!
#45 Athanasius 01:26:14 | Sonntag, 25. Februar 2007
@Häretiker Alanus Was Sie hier von sich geben, ist Häresie. Jesus hat ein göttliche únd eine menschliche
Natur. Beide gegen einander auszuspielen weil Sie nicht glauben wollen, ist desaströs und unehrlich.
Daß Sie Ihre eigenen Argumente als „fatal für Nizäa“ betrachten, mag so sein, objektiv haben Sie nichts
erwiesen. Jesus fragte in Ihrer Passage einem vor Ihm knienden Jünger WARUM, nicht „was“ wie Sie es formulieren,
sondern WARUM. Warum nannte er Jesus gut. Gut übersetzt ist das eine Frage an einen Gláubigen, es gibt
kein trennendes Fragezeichen in der Originalfassung. Eine korrekte und ganzheitliche Betrachtung der hl.
Schrift kommt bei Ihnen leider nicht in Frage. Sie sind und bleiben Häretiker, wenn auch die Zeugnisse
aus dem Markusevangelium und allen orthodoxen Evangelien eindeutig sind: Jesus ist Gott únd Mensch. Als
Mensch wurde er vom Satan versucht, nicht als Gott. Als Mensch wusste er die Zeit der Wiederkunft nicht,
als Gott aber schon. Sie entziehen nur dem Mk-Evangelium was in Ihrer antichristlichen Hetze und Häresie
hinein passt. Traurig, unhistorisch, unwissenschaftlich, aber umso wahrer. Ich bete für Sie.
@ Omnes…: Das wird wohl kaum bedeuten daß Jesus sich hier als Gott bezeichnet. Erstens würde das den
von mir angegebenen Stellen widersprechen, zweitens halte ich diese Interpretation von Ihnen für weit
hergeholt. Außerdem ist es doch interessant, daß bei Mt 1,1 Jesus sehr wohl – quasi programmatisch –
als „Sohn Davids“ bezeichnet wird. Auch Mt bringt aber bei 22,45 die Aussage Jesu, der Messias sei nicht
der „Sohn Davids“. Tja, wer weiß es jetzt besser? Der Ev. oder Jesus? Genau diese Widersprüche sind
es, die zur Begründung der historisch-kritischen Theologie geführt haben. Es wäre zu fragen, ob diese
Aussage Jesu (Sohn Davids) wirklich von ihm selbst stammt oder ihm in den Mund gelegt wurde. Grundsätzlich
kann man all den Aussagen hohe Glaubwürdigkeit zubilligen, die dem späteren Dogma widersprechen (die
von mir angebrachten Mk-Stellen). Denn diese Stellen haben nur deshalb überlebt, weil sie als Worte Jesu
galten. Sonst hätte man sie „ausgesondert“. Fazit: Widersprüche über Widersprüche in der „Offenbarung“
Gottes. Ist Gott schizophren? (muß man sich ernsthaft fragen).
@Alanus von den Inseln: Das ganze Markusevangelium lesen…! Auch beim hl. Evangelisten Markus finden
sich Stellen, die nur im Sinne des Dogmas von Nizäa (Jesus ist wahrer Gott) Sinn machen, z.B. Mk 12,
35-37a: „Als Jesus im Tempel lehrte, sagt er: Wie können die Schriftgelehrten behaupten, der Messias
sei der Sohn Davids? Denn David hat, vom Heiligen Geist erfüllt, selbst gesagt: Der Herr sprach zu meinem
Herrn: Setze dich mir zur Rechten, und ich lege dir deine Feinde unter die Füße. David selbst also nennt
ihn ‘Herr’. Wie kann er dann Davids Sohn sein?“
Erstmal eine Korrektur. zu meinem vorherigen Beitrag: streiche 6, 40 ; setze 10,40 streiche 10, 32; setze
13, 32 so, jetzt stimmt die Numerierung. Im ältesten, völlig unbefangenen Markusev. ist Jesus weder
vollkommen gut, noch allmächtig, noch allwissend. Jesus besteht auf einer klaren Trennung zwischen Gott
und ihm selbst. Da es sich doch um eine „offenbarte“ Schrift handeln soll, fragt man sich, wieso es sich
(zusammen mit Mt und Lk) so unglaublich häufig dem Joh.Ev widerspricht, ebenso dem Konzil v. Nizäa etc.
Es ist zwecklos: Die von mir angegeben Stellen bei Mk sind für Nitzäa schlichtweg fatal. Da hilft auch
kein hilfloses, verkrampftes „Erklären“ zum gewünschten Ergebnis des Konzils von Nizäa oder auch nur
zum JohEv weiter. Bei Joh ist der Vergottungsprozeß Jesu fast zum Abschluß gekommen. Mk weiß davon
noch überhaupt nichts, ergo auch nicht die frühe Kirche, (Inkl. Apostel).
@Alanus v. d. I. Das Markusevangelium scheint zwar zeitlich am nächsten am „historischen Jesus“ zu liegen,
dies bedeutet aber noch lange nicht, daß es auch die Wahrheit um Jesus am besten abbildet! Wie gesagt,
der Geist Gottes wirkt auch später noch, im Johannesevangelium ebenso wie im Markusevangelium, im Konzil
von Trient (16. Jahrhundert) ebenso wie im Konzil von Nizäa 325. Beim 2. Vatikanischen Konzil darf man
jedoch zurecht Zweifel haben, da einiges, was von diesem gelehrt wird, in klarem Widerspruch zu früheren
Lehren steht…!
@ Athanasius: Das sind ja Argumente… Ich bringe jetzt mal drei Bibelstellen aus der Einheitsübersetzung,
abgeglichen mit der Vulgata Clementina. Mk 10,18: „Jesus antwortete: Was nennst du mich gut? Niemand ist
gut außer Gott, dem Einen.“ Jesus sagt also, daß er weder Gott noch gut ist. Mk 6,5: „Und er (Jesus)
konnte dort kein Wunder tun…“ Also nicht: Er wollet nicht oder ähnlich, nein, er konnte (!) nicht (non
poterat ibi virtutem ullam facere). Also nicht allmächtig. Mk 6,40: „Doch den platz zu meiner Rechten
habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die diese plätze bestimmt sind“ Aha! Nicht Jesus
bestimmt darüber, sondern – offensichtlich – Gott. Ergo: Jesus = nicht Gott. Mk 10,32: „Doch jenen Tag
und jene Stunde kennt niemand, nicht einmal die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der
Vater.“ Tja, offensichtlich haben die Personen der Trinität voreinander Geheimnisse…
@Athanasius(II) Was immer Sie auch blasphemisch behaupten mögen, Jesus ist und bleibt Jahweh in Person.
Vorsicht!! Es ist zu unterscheiden zwischen dem jüdischen (Kriegs-)Gott Jahwe und dem Dreifaltigen Gott
der Christen, zu dem auch Jesus Christus als die zweite Person in der Gottheit gehört! Jesus sprach nie
von „Jahwe“, Adonai, El Schaddai oder wie Gott im AT heißen mag; die Kirchenväter und -lehrer so viel
ich weiß auch nicht. Das Kyrios der griechischen AT-Übersetzung Septuaginat wurde in aller Regel bei
der christlichen Interpretation auf Jesus Christus als Unsern Herrn :(3 gedeutet oder eben auf Seinen
und unseren Vater der Barmherzigkeit, nicht jedoch auf den jüdischen Kriegsgott Jahwe…!
#38 AthanasiusII 21:10:21 | Samstag, 24. Februar 2007
@Häretiker Alanus Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin Ich. Joh. 8, 58. Was immer
Sie auch blasphemisch behaupten mögen, Jesus ist und bleibt Jahweh in Person. Zum Markus-Zitat: damals
war den Aposteln die Göttliche Natur noch nicht völlig klar. Aber dennoch: Gott alleine ist gut, ist
auch so. Jesus fragte es jenem der vor Ihm niederkniete. Er fuhr weiter, am gleichen Tag, sprach er in
Mk. von Seiner Gottheit. Was Sie – als Häretiker – als Leugnung der Gottheit ansehen, ist in Wirklichkeit
eine Frage an einem Gläubigen. Wenn Jesus gut ist, dann ist er Gott, denn nur Gott ist gut. Das fragte
Jesus ihm damals. Zur Überwegung. Der kniende Jünger ist dafür Symbol. Natürlich liest ein Nichtchrist
das als Leugnung. Wie die Protestanten die Hochzeit zu Kanaa als Argument gégen Unsere Liebe Frau verwenden!
Dem makellosen Lamme Sünde vorzuwerfen, ist schlimmer als Arianismus, Herr Alanus. Es wird Ihnen wohl
Wurscht sein. Bis zum Moment Ihres Todes. Schöne Nacht und gesegneten Sonntag! Ath. Dignare me te laudara,
Virgo sacrata, da mihi virtutem contra hostes tuos!
@Alanus von den Inseln Zunächst mal zu meinem Nick: Weil nur 30 Zeichen zur Verfügung standen, mußte
ich abkürzen. Eigentlich heißt der Satz „Omnes haereses tu sola interemisti in universo mundo“, zu deutsch:
„Du allein hast alle Häresien (Irrlehren) auf der ganzen Welt überwunden.“ Gemeint ist die Gottesmutter.
Der Satz war im alten (römischen) Brevier. Der Gründer der Schönstattbewegung, Pater Josef Kentenich
hat ihn dann für die heutige Zeit um das Segment „etiam anthropologicas“ (auch die anthropologischen,
d.h. das Menschenbild betreffenden Irrtümer) erweitert. Der Satz kann dann sowohl direkt (das Wirken
der Gottesmutter durch ihre Fürsprache im Himmel) als auch indirekt (die wahre Lehre über sie sichert
die wahren Lehren über Gott, ihren Sohn usw.) Zur Geschichte der Dogmen: Es ist ja immer zu fragen „War
das Zufall oder war es die weise Fügung Gottes?“. Warum glauben wir Christen heute das, was wir glauben
und nichts anderes? Doch wohl deshalb, weil der liebe Gott auch die Entwicklung letztendlich in Seinem
Sinne gelenkt hat. Auch und gerade in der geschichtlichen Entwicklung und Entfaltung der verschiedenen
Glaubenssätze (Dogmen) können und dürfen wir das Walten des Gottesgeistes, Gottes Selbstoffenbarung
sehen…!
#36 Athanasius 20:56:59 | Samstag, 24. Februar 2007
@wrycz Im Epistel am vergangenen Sonntag hörten wir es: sogar die Teufel glauben, werden aber nicht gerettet
und bleiben ewig verdammt, weil sie die Liebe nicht haben. Aus den Beiträgen vieler Häretiker spricht
blanker Hass. Z.B. auch die Lügen und Vorurteile des Users „Alanus“ bekundigen das offen. Dass er historisch
gar nicht richtig informiert ist, kümmer ihm nicht, Hauptsache ist man greif das Evangelium und z.B.
ein ökumenisches Konzil an, auch wenn mit absurden Behauptungen.
@ wsxyz: Die Sache ist nur leider komplizierter! Waren Sie bei der Auferstehung Jesu dabei? Oder woher
„wissen“ Sie das alles? Warum widersprechen sich die Auferstehungs“berichte“? Mal ein Engel am Grab, mal
zwei, dann ein junger Mann, im Grab, vor dem Grab, einmal alles still, dann Getöse…Bei Markus gibt
es überhaupt keine erscheinungen des Auferstandenen. Da endet alles am Grab (Mk, 16.7; der Rest ist bekanntlich
kompiliert). Es gibt auch andere Bibelstellen: Mk 10, 18: „Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer
Gott, dem Einen.“ – Damit meint er offensichtlich nicht selbst. Wäre sonst überflüssig gewesen, das
zu sagen. Also: Jesus hatte Sündenbewußtsein. Darum ja auch die Bußtaufe durch Johannes. Welchen Sinn
hätte das sonst? Wunder: Die römischen Kaiser sind bekanntlich auch gen Himmel aufgefahren, der germanische
Gott Donar läßt durch seinen Hammer Mjöllnir einen Bock, den er am Abend vorher gegessen, die Knochen
aber aufbewahrt hatte, lebendig werden, Äneas hat bekanntlich die Göttin Venus als Mutter, Romulus und
Remus den Gott Mars als Vater. Also: „Wissen“ kann man in religiösen Dingen nicht viel, nur „glauben“,
und das ist Ansichtssache.
@Alanus Nein, aber der wiederauferstandene Christus sind Sie ja gar nicht! Wenn Sie nicht glauben und
daher kein Christ sind, ist das der frei gewählte Beschluss Ihres freien Willes, wie Gott ihn Ihnen gegeben
hat. Das ändert nichts an die Tatsache, dass Sie letzendlich sich vor Jesus Christus hinknien und seine
Gottheit bekennen werden.
@ Athanasius: Wenn ich was nicht abkann, dann sind das so ne Korinthenkacker wie Sie es sind. Sie können
nicht einmal „Omnes haereses“ übersetzen, wollen aber hier das Ökumenische Konzil von Nicaea bewerten
und abschreiben? Das Konzil hat die Gottheit formuliert, weil sie gewisst war und ist – sowohl aus den
Quellen der Offenbarung (Hl. Schrift vor allem), wie aus der Geschichte. Die wunderbare Erhaltung der
Kirche trotz Verfolgung und die Wunder Unseres Herrn Jesu Christi waren damals noch gar nicht so lange
her. Das hier ist ein Forum, und beim Schreiben eines Artikels hier lese ich nicht immer fünfmal gegen,
ob mir auch ja kein Fehler unterlaufen ist. Und dann bringen Sie selbst „das Konzil … weil sie gewisst
war“. Das ist so ein Fall wie mein „haereses“. Ich hätte es nicht erwähnt, aber wer mir so kommt…
Und: Ja, ich bewerte Nizäa 325. Der Heide Konstantin hat entschieden, die Bischöfe folgten. Das Überleben
der Kirche sagt gar nichts aus: Der Buddhismus hat auch das Pol-Pot-regime in Kambodscha überlebt. Heute
ist der Buddhismus dort Staatsreligion. Ein Zeichen? Ein Wunder? @ wsxyz: Das ist kein guter Beweis. Selbst
wenn das Joh.Ev. historisch zuverlässig wäre: Diese Sätze dort könnte auch ich sagen. Würden Sie
dann an mich glauben?
Joh 14:6-9 6 Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater
außer durch mich. 7 Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt
ihr ihn und habt ihn gesehen. 8 Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. 9 Jesus
antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen
hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?
#31 Athanasius 20:04:56 | Samstag, 24. Februar 2007
@Alanus Sie können nicht einmal „Omnes haereses“ übersetzen, wollen aber hier das Ökumenische Konzil
von Nicaea bewerten und abschreiben? Das Konzil hat die Gottheit formuliert, weil sie gewisst war und
ist – sowohl aus den Quellen der Offenbarung (Hl. Schrift vor allem), wie aus der Geschichte. Die wunderbare
Erhaltung der Kirche trotz Verfolgung und die Wunder Unseres Herrn Jesu Christi waren damals noch gar
nicht so lange her. Wir wissen doch auch, dass Napoléon es war, der sagte: ‘Die Sieger schreiben die
Geschichte’. Jesus war aber Opfer, kein weltlicher Sieger, und Seine Geschichte wurde und wird angegriffen,
bleibt aber die Wahrheit, weil Er es gesagt hat.
@ „Du hast alle Häretiker getötet“: Das ist aber irgendwie nur eine Zurückverlagerung des Problems.
Denn auch die Göötlichkeit Christi ist dogmatisch eben auf dem Konzil v. Nizäa 325 erklärt worden
(übrigens durch den noch nicht getauften Ks. Konstantin, der die Entscheidung getroffen hat, der die
Mehrheit der Bischöfe in ostkirchlich-byzantinischem Kadavergehorsam gegenüber dem Staat gefolgt ist).
Nun könnte ich fragen, woher denn das Konzil v. 325 wissen konnte, ob Jesus Gott ist oder nicht? – Decet,
decorat, ergo erat. Das mit der Offenbarung ist eben immer so eine Sache. Das läßt sich immer auch alles
viel irdisch-natürlicher erklären. Hier schwebt eben keine weiße Taube rum, die jemandem was ins Ohr
flüstert.
Augustinus hat lediglich den geoffenbarten Glauben der Kirche verdeutlicht und ausgelegt, wie es die Aufgabe
jedes Bischofs ist. Die Sündlosigkeit, die Makellosigkeit und die lebenslange Jungfräulichkeit der Gottesmutter
ist eine geoffenbarte Glaubenswahrheit, sie ist Teil des Glaubens der Kirche. Dehalb betet die Kirche,
deshalb beten wir mit der Kirche: Bitte für uns, allzeit makellose Gottesmutter!
@Alanus d. I. Woher soll z.B. Augustinus um 400 herum gewußt haben, ob Maria völlig sündenfrei war?
1. Geht es hierbei ja nicht in erster Linie um Wissen, sonder um Glauben. 2. Leitet sich alles vom Dogma
der Göttlichkeit Jesu Christi und dem damit eng zusammenhängenden Dogma der Gottesmutterschaft Marias,
das bekanntlich im Jahre 431 vom Konzil von Ephesus definiert wurde, ab. Also: Jesus ist Gott –-> Maria
ist Gottesmutter (theotokos) –-> Maria ist ohne Sünde. o^/
Das ist ja alles sehr schön was hier so an irgendwelchen „Autoritäten“ zitiert wird. Aber seien wir
mal ehrlich: Wher soll z.B. Augustinus um 400 herum gewußt haben, ob Maria völlig sündenfrei war? – Theologische
Spekulation nach dem Motto: decet, decorat, ergo erat (es ziemt sich, es schmückt, also war es auch so).
@Vorredner Wer aber rechtgläubiger Katholik bleiben will, glaubt an der Sündenlosigkeit Mariä, welche
eine Lehre des universellen Magisteriums ist. Das klingt selbstverständlicher als es in Wirklichkeit
ist! Immerhin haben sowohl das Konzil von Trient als auch Papst Pius XII. diese Lehre verkündet. Ich
zitiere nochmals aus dem Grundriß von Ludwig Ott: „Maria war infolge eines besonderen Gnadenprivilegs
Gottes zeitlebens von jeder persönlichen Sünde frei. Sent(entia) fidei proxima. Das Konzil von Tirient
erklärte, kein Gerechter könne das ganze Leben hindurch alle Sünden, auch die läßlichen, meiden,
außer auf Grund eines besonderen Privilegs Gottes, wie es die Kirche bezüglich der seligen Jungfrau
annimmt. (D 833) Pius XII. sagt in der Enz. Mystici Corporis von der jungfräulichen Gottesmutter, daß
sie ‘frei war von jeder persönlichen oder erblichen Verschuldung’ (D 2291). Biblisch angedeutet ist die
Sündelosigkeit in Lk 1, 28: ‘Gegrüßt seist du, Begnadete!’ Mit der Idee der Gnadenfülle Mariens sind
persönliche sittliche Mängel unvereinbar.“ @Karl Murx: Die kath. Theologie hat das „gratia plena“ tatsächlich
schon lange im Sinne der Gnadenfülle gedeutet. Nur sind dabei, insbesondere in der Vulgärtheologie des
hohen Mittelalters, z.B. des „Mariale“ von Pseudo-Albert, auch allerlei Abstrusitäten herausgekommen
wie Allwissenheit im Sinne auch der weltlichen Wissenschaften, vollkommene Gottesschau usw. Die Übersetzung
des griech. Wortes ist „Begnadete“ und nicht „voll der Gnade“…!
#25 Athanasius 17:39:26 | Samstag, 24. Februar 2007
Sehr wohl Luther schrieb: Aber ok! Man muss ja nicht alles schlucken! Nein. Als Protestant, Neo-Protestant
oder Liberal“katholik“ muss man nichts schlucken. Wer aber rechtgläubiger Katholik bleiben will, glaubt
an der Sündenlosigkeit Mariä, welche eine Lehre des universellen Magisteriums ist. Aber Luther findet
wahrscheinlich den Katechimus und die Lehre der katholischen Kirche „überzogen“. Wie die alte Messe „überzogen“
sei und die neue Messe „wie bei den ersten Christen“. Da hindern faktische Irrtümer und falsche liturgo-pseudoarchäologischen
Annahmen natürlich nichts. Jeder schafft sich seine eigene Welt. Die Wahrheit aber bleibt wie sie ist.
#24 Karl Murx 17:38:34 | Samstag, 24. Februar 2007
Die Fülle der Gnaden schließt bei der Allerseligsten Jungfrau jede Sünde aus Jede! Lk 1,28: Et ingressus
ad eam dixit: „ Ave, gratia plena, Dominus tecum „. Da die Gnade nicht nur ein Mäntelichen ist, mit dem
Gott uns bedeckt, sondern etwas, das uns innerlich heiligt, so folgt mit Notwendigkeit, das die Fülle
der Gnaden des Hl.Geistes (sowohl die Einwohnung seiner selbst, als seine geschaffenen Gnaden), jeden
Mangel und jeden Makel auscschließt. Wo die Fülle ist, kann kein Mangel sein. Wenn andere Heilige bisweilen
kleine Sünden begangen haben, ja, manchmal vor ihrer Bekehrung sogar sehr schwere, so ist das halt ein
Zeichen, daß sie niemals die Gnadenfülle der Muttergottes besaßen. Die Makellosigkeit Mariens und ihre
Unbefleckte Empfängnis ist doch nur die negative Seite der Medaille, nämlich ihrer Gnadenfülle. Dabei
schließt die Gnadenfülle die Makellosigkeit ein, nicht aber die Makelosigkeit die Fülle. Denn Eva war
makellos, unbefleckt und ohne Sünden geboren, jedoch besaß sie nie die Gnadenfülle der Muttergottes.
Darum fiel sie auch in die Sünde.
@ Luther Aber ein Heiliger definiert sich doch NIEMALS über seine Sündenfreiheit. Ein Heiliger, so lehrt
die Kirche, hat durchaus normale weltliche Sünden gehabt. Darum geht es doch gar nicht! Genau. Vielleicht
kann mich einer mal bei Maria aufklären. Warum muss die heilige Gottesmutter eigentlich sündenfrei im
Leben geblieben sein? Verstehe das theologisch nicht! Dies ist eine Schlussfolgerung aus der besonderen
Gnade, die Maria zu Teil geworden ist.
Frage Ich wusste nicht, dass Maria tatsächlich komplett sündenfrei gewesen sein sollte. Irgendwie kommt
es mir auch etwas gespenstisch und komisch vor. Aber ok! Man muss ja nicht alles schlucken! Aber ein Heiliger
definiert sich doch NIEMALS über seine Sündenfreiheit. Ein Heiliger, so lehrt die Kirche, hat durchaus
normale weltliche Sünden gehabt. Darum geht es doch gar nicht! Vielleicht kann mich einer mal bei Maria
aufklären. Warum muss die heilige Gottesmutter eigentlich sündenfrei im Leben geblieben sein? Verstehe
das theologisch nicht!
@ Luther Katechismus der Katholischen Kirche: 493 Die ostkirchlichen Väter nennen die Gottesmutter ,,die
Ganzheilige’’ [Panhagia]; sie preisen sie als ,,von jeder Sündenmakel frei, gewissermaßen vom Heiligen
Geist gebildet und zu einer neuen Kreatur gemacht’’ (LG 56). Durch die Gnade Gottes ist Maria während
ihres ganzen Lebens frei von jeder persönlichen Sünde geblieben.
@All: Der hl. Ephräm der Syrer stellt Maria in ihrer Makellosigkeit auf eine Stufe mit Christus. Ist
das nicht gefährlich? Lehrt das die Kirche heute auch so? Ich bin mir da nicht sicher!! Also, um ehrlich
zu sein, glaube ich nicht, dass dies so heute nach dem Konzil gelehrt wird!
@Luther Maria wurde von der Erbsünde befreit, was, soweit ich weiß (man belehre mich), nicht bedeutet,
dass Sie völlig sündenfrei gelebt hat. Die von Ihnen genannten Gnadenprivilegien der Gottesmutter Maria
(Unbefleckte Empfängnis (UE), Freiheit von persönlichen Sünden) sind beide Bestandteil des katholischen
Glaubens. Der Glaube an die Freiheit von persönlichen Sünden reicht allerdings weiter zurück. „Während
einzelne griechische Väter (noch) kleine persönliche Fehler annahmen, wie Ehrsucht und Eitelkeit, Zweifel
gegenüber der Botschaft des Engels und Mangel an Glauben unter dem Kreuze, hat die lateinische Patristik
entschieden an der Sündelosigkeit Mariens festgehalten. Der hl. Augustinus lehrt, daß von der hl. Jungfrau
Maria um der Ehre des Herrn willen jede persönliche Sünde auszuschließen ist. Der hl. Ephräm der Syrer
stellt Maria in ihrer Makellosigkeit auf eine Stufe mit Christus. Nach der Lehre des hl. Thomas (von Aquin)
bewirkte die Gnadenfülle, die Maria bei der aktiven Empfängnis – nach der neueren Theologie schon bei
der passiven Empfängnis – erhielt, die Befestigung im Guten und damit die Unsündlichkeit. (S. th. III
27,5 ad 2).“ (Ludwig Ott, Grundriß der katholischen Dogmatik, 10. Aufl., Freiburg 1981, 245) Die Unbefleckte
Empfängnis Marias wurde während des Mittelalters lange diskutiert, bis schließlich Johannes Duns Skouts
die Sichtweise formuliert hat, die sich später allgemein durchgesetzt und von Papst Pius IX. im Jahre
1854 feierlich als Dogma definiert wurde. :…
@Athanasius: Naja, so hat die Kirche das nie gelehrt! Maria wurde von der Erbsünde befreit, was, soweit
ich weiß (man belehre mich), nicht bedeutet, dass Sie völlig sündenfrei gelebt hat! Oder sehe ich das
total falsch!
#17 AthanasiusII 14:27:09 | Samstag, 24. Februar 2007
@Luther Wer Maria gerne auf die Ebene von uns Sündern zurücksetzt, der widerspricht 2000 Jahre von Liturgie,
Theologie und Anrufung der allzeitreinen Jungfrau und Gottesmutter. Eine Frechheit ohne gleichen. Maria
wurde nie als Christus gleichwürdig betrachtet, das ist protestantische Hineininterpretierung und bewusste
propagandistische Übertreibung. Maria ist Königin des Himmels und der Kirche. Die Sprache der Liturgie
ist wichtig, lies nur ‘Veterum sapientia’ (1962), eine apostolische Konstitution. Die Ausrichtung ebenfalls.
In Herculanaeum wurde 71 n. Chr. durch den Vesuv eine christliche Hauskapelle bedeckt, konserviert und
um 1930 entdeckt: der Altar stand an der Ostwand, ein Kreuz aus Metall daoben (wenn auch fast weggerostet).
Symbolik ist wichtig, lex orandi, lex credendi. Die Reform war falsch, die Gedanken dahinter auch schon.
Irrtümer auf Irrtümern.
@Athanasius: Naja, also ich muss mich schon ehrlich fragen, warum dies eine Diskussion aufwirft. Nach
Osten wird im Regelfall nach wie vor noch eine Kirche aufgebaut, die Gebetsrichtung hat sich jedoch verändert.
Ist dies ein unbedingter Nachteil? Ich habe einen guten Kommentar gelesen über das Konzil und eine Sache
war vor allem die Liturgiereform. Es wird jawohl wenig mit Gottes ewiger Whrheit zu tun haben,welch ein
Gewand ein Priester trägt. Genauso wird es wohl wenig damit zu tun haben, ob nun eine Messe in ihren
Hauptgebeten in Latein gelesen wird oder in der Landessprache. Dadurch wird der Kirche eine Struktur gegeben,
aber Gottes ewige Wahrheit ist da wohl nicht zu finden. Ausserdem,so stand es in dem Buch,warum sollten
die Priester Gott im Tabernakel während der heiligen Messe etwas ins Ohr flüstern, worüber er so oder
so schon alles weiß.Die Einbeziehung der Glaubenden war eine fundamental wichtige Angelegenheit der Reform.
Und das ist auch gut so. Die Dezentralisierung einer überhöhten Marienverehrung ist auch ein weiterer
Punkt aus dem Konzil. Somit wurde Maria wieder der richtige Platz gegeben: auf der Seite der Glaubenden
hin zu Christus gerichtet, nicht auf der Seite Christi zu den Glaubenden gerichtet. Alles in allem hatte
die Reform eine neue Christzentrierung erlangt, die, so gebe ich zu, leider heute, durch die Ungeniertheit
einiger Priester und Gemeinden, verkomment. Darum will der Papst das Neue der Reform umsetzen.Aber doch
nicht zum Alten zurück! Die Zeit ist vorbei
#15 AthanasiusII 13:39:41 | Samstag, 24. Februar 2007
@Luther, weiter Hinzu kommen auch Dinge wie eine geerdete Marienverehrung, die ganz schnell nämlich auch
umkippen kann, wie dies auch durch die alte Messe passieren kann. Die Marienverehrung ist apostolischer
Herkunft. Das mariale Gebet ‘Sub tuum praesidium’ stammt aus zirka 200 anno Domini. So, wie Märtyrerverehrung
Teil des frühen orthodoxen Christentums war, so auch die Verehrung Mariä. Die Katakomben zeugen davon,
ein gibt einige Fresken aus dem 2. und 3. Jahrhundert mit der Muttergottes, ähnlich sie heute im Osten
abgebildet wird, als Theotokos. Natürlich haben Sie recht, wenn Sie mit übertriebener Marienverehrung
die Initiativen um Medjugorje, angeblichen „Sehern“ (z.B. ‘Little Pebble’ aus Australien), Frau-aller-Völker,
usw. usw. meinen. Der Apparitionismus und Milleniarismus ist dort deutlich vertreten. Da hilft der hl.
Johannes vom Kreuz, der ausdrücklich vor Erscheinungen usw. warnt, ‘auch wenn diese als authentisch bewertet
werden’. Die Frömmigkeit zu U.L. Frau vom Sieg, vom guten Rat, von Lourdes, von Fatima, von La Salette
und von Trè Fontane ist aber völlig rechtgläubig und Katholisch. Wer dagegen agiert, ist in 99,9 %
der Fälle selbst kein Katholik mehr. Nicht umsonst, ist auch das hlg. Messopfer in 96 % der katholischen
Kirche (dem lateinischen Ritus) dem gleichen Ökumenismuswahn wie die Marienfrömmigkeit zum Opfer gefallen,
und die Leute taten dagegen fast nichts! Auxiliatrix populi romani, ora pro nobis. Cor Jesu dulcis, miserere
nostri et fratribus errantibus nostris.
#14 Athanasius 13:32:34 | Samstag, 24. Februar 2007
Falsch @Luther, obwohl Ihre Beiträge unten schon vieles aussagen, auch dass Sie einen gemässigten Respekt
vor Dr. Martin Luther haben, was nicht für Ihre Orthodoxie spricht, doch dieses eben angeprangert: Das
Problem liegt doch wirklich nicht in der Frage alte oder neue Messe. Im Grunde genommen hat sich die Kirche
doch nur wieder von Balast entfernt, als die Liturgiereform durchgesetzt wurde. Es geht sehr wohl um diese
Frage, auch wenn ich mit Ihnen übereinstimme, dass es durchaus Priester guter Gesinnung und guter Intention
auch unter den Novus Ordo-Zelebranten gibt. Die Liturgiereform hat „Balast“ abgeworfen? Ja, was für „Balast“
denn? Die ausdrücklichen sehr alten Gebete zum Opfercharakter der hl. Messe, die feste Ordnung, die Festtagenordnung
usw. usw. Dieser „Balast“ wurde „abgeworfen“. Wieso die göttliche Liturgie der Kirche „Balast“ sein könnte,
ist mir bis heute unklar. nicht neu, sondern wurde bei den ersten Christen ähnlich praktiziert. Somit
kann man genau genommen gar nicht von alter und neuer Messe reden! Unsinn, der falsche Archäologismus
der progressistischen Liturgiker hat nichts mit der Realität des frühen Christentums zu tun. Die ersten
Christen haben gen Osten gebetet, ein Opfer dargebracht, über Märtyrergräbe geopfert, den römischen
Kanon in Ursprüngen festgelegt, Gewänder verwendet, Kreuze usw. usw. All das kommt nicht im neuen (nicht:
‘erneuerten’) Ritus Pauls VI. vor. Es ist ein Mythos der Liturgo-Propaganda dass die ‘neue Messe’ der
frühchr. ähnlich sei.
@Luther Das was heute die evangelischen Gemeinschaften darstellen hat nämlich im Urgrund nichts mehr
mit Luther zu tun Sehen Sie denn noch große Unterschiede zwischen „evangelisch“ und (nachkonziliar) „katholisch“?
Die reformatorischen Anliegen Luthers wurden ja vom Konzil und den Folgereformen weitgehend umgesetzt!
Manche seiner Haltungen, insbesondere Juden und Bauern gegenüber, dürften heute – weder evangelischer-
noch (konzils)katholischerseits – kaum mehr auf Zustimmung stoßen können. Aber auch so manche seiner
deutlich ins Häretische gehenden, überspitzten Positionen hinsichtlich Schriftautorität (sola scriptura),
Gottunmittelbarkeit (soli deo), Rechtfertigungslehre (sola fide)…
@frasim: Ja, lassen wir es so stehen! Ihr letzte Anmerkung finde ich gut und richtig. Im Laufe der Zeit
hat sich doch einiges bei mir geändert, so bin ich gut katholisch geworden. Der Name Luther steht in
meinem Geist nicht für antikatholisch! Das was heute die evangelischen Gemeinschaften darstellen hat
nämlich im Urgrund nichts mehr mit Luther zu tun! Gruss
#11 Karl Murx 13:10:16 | Samstag, 24. Februar 2007
Und noch’n schlechter Jude Der israelische Revisionist Israel Shamir www.israelshamir.net/English/Eng11.htm
über Toaffs Rückzieher. Sein Buch über jüdische Ritualmorde des Mittelalters wird doch nicht erscheinen.
Entgegen seinen Beteuerungen, er werde nicht nachgeben, ist er doch kollabiert. Aber nun zu den Fällen
selbst. Von wegen nur durch Folter erpresst: And now we come back to Dr Ariel Toaff. While going through
the papers of the trial, he made a staggering discovery: instead of being dictated by the zealous investigators
under torture, the confessions of the killers contained material totally unknown to the Italian churchmen
or police. The killers belonged to the small and withdrawn Ashkenazi community, they practiced their own
rites, quite different from those used by the native Italian Jews; these rites were faithfully reproduced
in their confessions, though they were not known to the Crime Squad of the day. „These liturgical formulas
in Hebrew with a strong anti-Christian tone cannot be projections of the judges who could not know these
prayers, which didn’t even belong to Italian rites but to the Ashkenazi tradition,“ Toaff wrote. A confession
is of value only if it contains some true and verifiable details of the crime the police did not know
of. This iron rule of criminal investigation was observed in Trent trials.
@Luther Das ist doch mal ein schönes Schlusswort, so lassen wir es stehen! :(3 Eines interessiert mich
aber dennoch: Sie sind –-auch Ihren :)3 Beiträgen :)3 in der Mixa-Debatte nach-- gut katholisch. Warum
dann der Nick-Name?
@Haki, Krak: 2. Vatikanum Es ist richtig, daß das 2. Vatikanum sich in erster Linie als „Pastoralkonzil“
verstanden hat. Dennoch hat es eine Reihe neuer, teilweise den Lehren der vorkonziliaren Päpste und früherer
Konzilien offen widersprechender Lehren, z.B. in der Frage des Selbstverständnisses der Kirche und der
sog. Religionsfreiheit, verkündet. „Das Zweite Vatikanische Konzil anerkennen“ bedeutet ganz klar, auch
diese Widersprüche anzuerkennen, d.h. sich bewußt gegen die anderslautenden traditionellen Lehren stellen!
Es scheint mir eine der dringendsten Aufgabe des derzeitigen Lehramts zu sein, diese Widersprüche zu
benennen und für eine mit der Tradition verträgliche Interpretation (sofern eine solche überhaupt möglich
ist) der betreffenden Texte zu sorgen. Lässt sich eine Harmonie mit der Tradition nicht herstellen, ist
es höchste Zeit für ein neues Konzil, das die betreffenden Widersprüche „glattbügeln“ muß…!
@Frasim: Ich muss Ihnen ehrlich gestehen, dass mich eine gut zelebrierte neue Messe, von einem guten,
ehrfürchtigen Priester auch gegen die Anfeindungen bestärkt. Dazu muss ich nicht in eine alte Messe
gehen. Das Problem liegt doch wirklich nicht in der Frage alte oder neue Messe. Im Grunde genommen hat
sich die Kirche doch nur wieder von Balast entfernt, als die Liturgiereform durchgesetzt wurde. Die neue
Liturgie ist doch im Ganzen nicht neu, sondern wurde bei den ersten Christen ähnlich praktiziert. Somit
kann man genau genommen gar nicht von alter und neuer Messe reden! Hinzu kommen auch Dinge wie eine geerdete
Marienverehrung, die ganz schnell nämlich auch umkippen kann, wie dies auch durch die alte Messe passieren
kann. Also insgesamt sollten wir alle versuchen, die hlg Messe in uns und unserem Herzen ordentlich und
ehrfürchtig zu feiern und aktiv die Probleme in unserer Welt angehen!
@Luther …das durchaus in der heutigen Liturgie von einigen Priestern nicht mehr so ganz ernstgenommen
wird,… Genau diesem Problem entgegenzuwirken hilft die alte Messe ungemein. …die Kirche als solche
hat gar keinen so gewaltigen Einfluss mehr auf die Menschen. Vielleicht nicht per Gesetz, aber auf viele
Menschen hat die Kirche Gottseidank noch immer gewaltigen Einfluss! Zudem kamen andere Strömungen auf,
wie z.B. der extreme esoterische Trieb. Wenn man alles Mystische und Transzendente aus der Messe verbannt,
muss es nicht verwundern, dass dies woanders gesucht wird… Dann der neue Freiheitsgedanke. Es lässt
sich doch in unserem Gebiet keiner mehr etwas von einem Priester sagen, zudem noch, wenn er in altmodischer
und total überalteter Hierarchievorstellung zu einem spricht. Schade das, ja. Wobei das Göttliche Gesetz
weder altmodisch noch total überaltert ist, sondern einfach nur ewig. Dann sind die Menschen kritischer
geworden und lassen sich nicht mehr alles vormachen. Genauso hat es im Paradies angefangen, als Eva vor
dem Apfel stand und der Schlange zuhörte… Dann kommt die Globalisierung, die dem Menschen Alternativen
bietet,… Umso wichtiger ist hier, fest im eigenen Glauben zu stehen und die Alternativen (was auch immer
Sie damit meinen) gut zu prüfen. …wo genau hier die alte Messe im Vergleich zur neuen Messe angreifen
würde, um diesen Zustand zu ändern?!?! Sie steigert die Ehrfurcht vor dem Herrn, was im Endeffekt dazu
führt, dass man gestärkt den Anfeindungen begegnet.
#6 Athanasius 11:34:25 | Samstag, 24. Februar 2007
Rekonziliationsfeier… Traurig, dass diese Gemeinschaft tatsächlich sich so behandeln, befürworten
und einstufen lässt sowohl seitens des Bistums als seitens des Institut St. Philipp Neri. Ich würde
niemals in eine Rekonziliationsfeier zustimmen, wo es keiner bedarf. Es ist ein Affront, ein Angriff gegen
die traditionstreuen römisch-katholischen Gläubigen und den Priester Hw. Ulitzka so vorzugehen. So etwas
ist z.B. in Bordeaux im Falle des P. Laguérie und des Institut du Bon Pasteur auch nicht erfolgt. Die
einzigen die sich zur römisch-katholischen Kirche rekonzilieren lassen müssen, sind die Geistlichen
des Bistums Trier die Modernismus und liturgischen Neo-Protestantismus vertreten seit mehr als fünfunddreißig
Jahren. Ein irregulärer Zustand in der Kirche rechtfertigt irreguläre Lösungen, so war das in Magdeburg
und Stettin in den 1530ern auch. Ein Skandal, daß man überhaupt zu solch einer Feier zustimmt. Ich werfe
dies auch dem Institut von Goesche vor, welches fälschlicherweise von Versöhnung und „kleinem Schisma“
sprach. Niemals würde ich akzeptieren, daß Priester sich solch einer Prozedur unter Modernisten und
Kirchenzerstörern unterziehen müssen, während diejenigen an der Autorität einfach weiterhin Sakrileg,
Häresie und antirömisches Schisma weitergehen lassen in der eigenen „progressiven“ Diözese. Ganz im
„Geiste“ der Zeit. Man muss sich davor entschuldigen römisch-katholisch geblieben zu sein? Bei Modernisten?
Le monde inverti.
@Frasim: Ich persönlich denke, dass eine alte Messe an diesem Kirchenzustand nichts ändert. Auch wenn
sie das hlg. Messopfer würdevoll und voller Ehre feiert und das durchaus in der heutigen Liturgie von
einigen Priestern nicht mehr so ganz ernstgenommen wird, was in sich unsinnig ist. Aber zunächst gab
es eine gewaltige Trennung von Staat und Kirche, d.h. die Kirche als solche hat gar keinen so gewaltigen
Einfluss mehr auf die Menschen. Zudem kamen andere Strömungen auf, wie z.B. der extreme esoterische Trieb.
Dann kommen naturwissenschaftliche Erkenntnisse auf, die die Menschen, die leider grösstenteils unreflektiert
denken, von der Kirche abbringen. Zudem gibt es ja bekanntlich Trennung in der Kirche, die die Menschen
auseinander treiben, eher, als sie zu vereinigen. Dann ist Glaube Privatsache geworden. Jeder macht das
versteckt mit sich aus. Dann der neue Freiheitsgedanke. Es lässt sich doch in unserem Gebiet keiner mehr
etwas von einem Priester sagen, zudem noch, wenn er in altmodischer und total überalteter Hierarchievorstellung
zu einem spricht. Dann sind die Menschen kritischer geworden und lassen sich nicht mehr alles vormachen.
Dann kommt die Globalisierung, die dem Menschen Alternativen bietet, etwas, was die früheren Menschen
in ihrer „kleinen“ Welt nicht hatten… Ich könnte diese List extrem lange fortsetzen. Und jetzt stellt
sich die Frage, wo genau hier die alte Messe im Vergleich zur neuen Messe angreifen würde, um diesen
Zustand zu ändern?!?!?!?!
@Luther Keineswegs meinte er die Öffnung zum Modernismus, was ihm leider vorgeworfen wird. Er meinte
es zwar nicht unbedingt, es ist aber doch so geschehen. Die Entwicklung heute, d.h. die Kirchenferne,
ist nicht darauf zurückzuführen, dass es ein Konzil gab, dieses Konzil. Auch eine alte katholische Messe
würde an diesem Zustand definitiv nichts ändern. Woher wollen Sie denn das alles so genau wissen?? Leider
sind bis heute viele Dinge gar nicht umgesetzt worden. Und genau dies versucht jetzt der Heilige Vater.
Genau, um die Kirche noch vollends zu zerstören oder wie? Er kennt die Konzilsdokumente besser als alle
anderen und er will das Bewusstsein der Leute wieder schärfen für das II. Vatikanum. Er kennt genauso
die alte Messe besser als viele andere und ich denke, dieses Bewusstsein will er den Menschen wieder näherbringen.
Jedenfalls als Kardinal erklangen bei ihm solche Töne. Die Kirche musste sich verändern. Wer das leugnet
ist nur sturköpfig und im übrigen nicht in der Linie eines guten Katholiken. Die Gemeinschaft mit dem
PAPST ist nämlich eine Grundlehre der hl. kath. Kirche! Ein guter Katholik hält aber auch an seiner
reichen Tradition fest und steht damit in einer Linie mit den Millionen Christen und den Päpsten früherer
Zeiten.
Tatsächlich wurde ja kein neues Dogma verkündet. Sondern es ging dem Seligen Papst Johannes XXIII. darum,
die Fenster der Kirche zu öffnen, um neuen Wind in die Kirche zu lassen. Keineswegs meinte er die Öffnung
zum Modernismus, was ihm leider vorgeworfen wird. Es ging ihm um die Frage, wie man den tiefen Schatz
der Kirche in der neu entstandenen Welt neu entdecken kann. Die Entwicklung heute, d.h. die Kirchenferne,
ist nicht darauf zurückzuführen, dass es ein Konzil gab, dieses Konzil. Auch eine alte katholische Messe
würde an diesem Zustand definitiv nichts ändern. Leider sind bis heute viele Dinge gar nicht umgesetzt
worden. Und genau dies versucht jetzt der Heilige Vater. Er kennt die Konzilsdokumente besser als alle
anderen und er will das Bewusstsein der Leute wieder schärfen für das II. Vatikanum. Ohne II. Vatikanum
möchte ich nicht wissen, wo wir jetzt kirchlich stehen würden. Durch die ganze Umstrukturierung politischer
Einflüsse, globaler Einflüsse, neue Medienstrukturen hat sich das menschliche Bild über die Kirche
stark verändert. Die Kirche musste sich verändern. Wer das leugnet ist nur sturköpfig und im übrigen
nicht in der Linie eines guten Katholiken. Die Gemeinschaft mit dem PAPST ist nämlich eine Grundlehre
der hl. kath. Kirche!
Vaticanum II – Lehre oder Leere – das ist hier die Frage Welche Lehre hat eigentlich das VII neu verkündet?
Es kann doch im Grunde keine andere Lehre sein, als die katholische Lehre, die auf den dogmatischen Konzilien
der früheren Jahrhunderte definiert worden ist und im Tridentinischen Konzil ihre Zusammenfassung gefunden
hat. Meines Wissens nach wollte das V II auch kein dogmatisches Konzil sein, sondern ein pastorales und
den Glauben zu stärken und bei den Menschen zu vertiefen. Wenn ich mich jedoch so umschaue, kommen mir
gerade in dieser Hinsicht meine Zweifel.
@was heißt eigentlich, das 2. Vatikanische Konzil anerkennen? Muß man dann auch die offenkundigen Irrtümmer,
z.B. die Lehre über den Hinduismus und Islam anerkennen, oder auch jene Passagen, die direkt der hl.
Schrift widersprechen?