Frau Terri Schiavo erlitt vor Jahren bei einem körperlichen Zusammenbruch einen schweren Hirnschaden. Seitdem muß sie künstlich ernährt werden. Ihr Ehemann und Rechtsvertreter möchte sie verhungern lassen. Die Eltern von Terri widersetzen sich ihm vor Gericht. Eine Rechtsanwältin, welche die Patientin kürzlich besuchte, war über die junge Frau mehr als erstaunt.
Mittwoch, 26. Januar 2005 15:33
Bruno-Maria Schulz: nicht spontan antworten!
Es gibt viele Dinge in unserem Sein, über die wir erst nach sehr langer Gewissenserforschung uns äußern
sollten und dann nur ausnehmend vorsichtig – niemals spontan.
Dinge, die wir selbst, weil uns die Erfahrung fehlt, weder beurteilen, noch einfühlend nachvollziehen können.
Vorschnelle Meinungen wären zu 99% falsch.
Keiner von uns weiß, ob dieser Mensch leben möchte, Sterben herbeisehnt, die Entscheidung gewaltsam herbeigeführt sehen möchte – auf neue Chance wartet, oder was immer.
Ich spreche da sehr aus eigener Erfahrung. Ich weiß zudem, dass auf diesem Board ein tiefgläubiger Mensch ist, der vermutlich als einziger aus Tausend Gläubigen, dazu etwas Authentisches sagen könnte (was er nicht tun wird, weil Streit über Themen die nur zwischen Gott und dem Menschen entschieden werden können, sinnlos ist).
Als mein vermutlich an Mord verstorbener Sohn an Maschinen lag, bat ich die Ärzte dringendst, die Maschinen abzustellen. Als meine Mutter im Koma künstlich ernährt wurde, bat ich den Arzt, das einzustellen.
Meine Mutter erholte sich vollkommen und war dankbar zu leben – starb lange danach heiter und fröhlich. Mein Sohn verstarb, wobei ich nicht wusste, ob er nicht bereits Tage zuvor vor Gott stand.
Abschließend sage ich weder so noch so, denn wir wissen es nicht.
Natürlich sind da grundlegende Dinge ohne jede Zweifel; nämlich, dass wir uns nicht als Herr über Leben und Tod aufspielen können und dass das Leben des Menschen unantastbar ist. Das Problem dabei ist, dass wie nicht abschließend sagen können was richtig ist – den Menschen unerträglich leiden zu lassen, zu entscheiden ob jemand bereits vor Gott steht, den Dingen natürlichen Lauf lassen ohne einzugreifen – oder eben eingreifen, was ebenso falsch sein kann, wie nicht eingreifen.
Wir alle sollten in innigem Gebet und nach Gewissen handeln.
Bruno-Maria Schulz
Dinge, die wir selbst, weil uns die Erfahrung fehlt, weder beurteilen, noch einfühlend nachvollziehen können.
Vorschnelle Meinungen wären zu 99% falsch.
Keiner von uns weiß, ob dieser Mensch leben möchte, Sterben herbeisehnt, die Entscheidung gewaltsam herbeigeführt sehen möchte – auf neue Chance wartet, oder was immer.
Ich spreche da sehr aus eigener Erfahrung. Ich weiß zudem, dass auf diesem Board ein tiefgläubiger Mensch ist, der vermutlich als einziger aus Tausend Gläubigen, dazu etwas Authentisches sagen könnte (was er nicht tun wird, weil Streit über Themen die nur zwischen Gott und dem Menschen entschieden werden können, sinnlos ist).
Als mein vermutlich an Mord verstorbener Sohn an Maschinen lag, bat ich die Ärzte dringendst, die Maschinen abzustellen. Als meine Mutter im Koma künstlich ernährt wurde, bat ich den Arzt, das einzustellen.
Meine Mutter erholte sich vollkommen und war dankbar zu leben – starb lange danach heiter und fröhlich. Mein Sohn verstarb, wobei ich nicht wusste, ob er nicht bereits Tage zuvor vor Gott stand.
Abschließend sage ich weder so noch so, denn wir wissen es nicht.
Natürlich sind da grundlegende Dinge ohne jede Zweifel; nämlich, dass wir uns nicht als Herr über Leben und Tod aufspielen können und dass das Leben des Menschen unantastbar ist. Das Problem dabei ist, dass wie nicht abschließend sagen können was richtig ist – den Menschen unerträglich leiden zu lassen, zu entscheiden ob jemand bereits vor Gott steht, den Dingen natürlichen Lauf lassen ohne einzugreifen – oder eben eingreifen, was ebenso falsch sein kann, wie nicht eingreifen.
Wir alle sollten in innigem Gebet und nach Gewissen handeln.
Bruno-Maria Schulz
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