Theologie
Angst vor katholischem Profil
„Ich will keine verpflichtende Veranstaltung ‘Einführung in den Katholizismus’.“ Statt dessen will der Präsident der katholischen Universität Eichstätt eine diffuse „Vielfalt“. Im Gegensatz zu seinem Bischof.
Die ehemals fürstbischöfliche Sommerresidenz, Verwaltungsgebäude der Universität Eichstätt
Die ehemals fürstbischöfliche Sommerresidenz, Verwaltungsgebäude der Universität Eichstätt
© Pressestelle der Katholischen Universität Eichstätt
(kreuz.net, Eichstätt) Ruprecht Wimmer (64), Präsident der Katholischen Universität in Eichstätt-Ingostadt, hat vor einem „zu scharfen Profil“ seiner Lehranstalt gewarnt.

Das berichtete die Tageszeitung ‘Eichstätter Kurier’ kürzlich.

Wimmer ist Germanist und seit April 1996 Präsident der Universität Eichstätt. Er wird im September emeritiert.

Das neue bayerische Hochschulrecht zwinge auch seine Universität zu Anpassungen.

Ruprecht Wimmer
Ruprecht Wimmer
© Pressestelle der Katholischen Universität Eichstätt
Am vergangenen Dienstag abend sprach Wimmer bei einer Veranstaltung des CSU-Arbeitskreises „Hochschule und Kultur“ in Eichstätt.

Die Universität Eichstätt sei bemüht, in ihrer eigenen Grundordnung an ihrem Profil weiter zu feilen, um sich von staatlichen Universitäten zu unterscheiden.

Gleichzeitig warnte Wimmer davor, der Universität ein „zu scharfes Profil“ zu verpassen.

Ein Profil sei „nicht mit einem Strich zu zeichnen“ – so Wimmer:

„Ich will keine verpflichtende Veranstaltung ‘Einführung in den Katholizismus’.“

Die Universität müsse vielmehr auf „Vielfalt“ in einem einheitlichen, an christlichen Werten orientierten „Bewußtsein“ setzen.

Es dürfe nicht „das Profil“ geben. Vielmehr müsse es „viele Profilelemente“ geben, von denen „eine ganze Reihe“ bereits vorhanden sei.

Die „Kernbereiche“ der katholischen Universität Eichstätt sieht Wimmer in den Bereichen Theologie, Lehrerbildung und Wirtschaftswissenschaften.

Besonders die Bildung und Ausbildung von qualifizierten Pädagogen für alle Schularten ist dem Universitäts-Präsidenten ein Anliegen.

Die Antwort des Bischofs

Dagegen forderte der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke ein „schärferes Profil“.

Das berichtete die Regionalzeitung ‘Donaukurier’. Der Bischof äußerte sich nach 100 Tagen Amtszeit vor Journalisten.

Papst Benedikt XVI. habe beim Antrittsbesuch von Mons. Hanke am 19. Februar großes Interesse an der katholischen Universität gezeigt.

Sollte es gelingen, die Universität als Institution des Katholizismus in Deutschland zu etablieren, könnten auch finanzielle Engpässe der Hochschule leichter überbrückt werden.

Andernfalls stelle sich die Frage: „Wozu leisten wir uns eine katholische Universität, wenn es sich nur um eine outgescourcte staatliche Einrichtung handelt?“
      
12 Lesermeinungen
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#12   Schüttel   08:20:57 | Mittwoch, 28. Februar 2007
@ iustus
was soll diese Anmache?
Schüttel versöhnt sich hier mit niemand!
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#11   iustus   21:29:03 | Sonntag, 25. Februar 2007
Schüttel
Wir sollten uns versöhnen.
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#10   Sulpicius   21:48:46 | Samstag, 24. Februar 2007
Ruprecht…
… Du Knalltüte!
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#9   Schüttel   21:48:34 | Samstag, 24. Februar 2007
Lieber iustus
es heisst Ausgeburt, nicht Aussgeburt …
Natürlich waren es die Kapuzinerbücher, die vernichtet wurden. Ein Skandal, dass immer noch niemand seinen Hut nehmen musste!
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#8   Theresa von Avila   20:42:46 | Samstag, 24. Februar 2007
@ alanus
deine aussage stimmt so ja nicht. die uni ist zur hälfte in trägerschaft der kirche und zur hälfte in trägerschaft des freistaats. und zugute kommt sie der bevölkerung in eichstätt (die ordentlich an den mieten verdienen, arbeitsplätze schaffen ect.) und den studenten, beide gruppen eben auch mit nicht-katholiken und nicht-christen, also fair bleiben, ja?
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#7   iustus   19:06:23 | Samstag, 24. Februar 2007
Lieber Schüttel,
Sie sind auch keine Aussgeburt an Schlauheit: Es waren Bücher der Kapuziner.
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#6   Wehrbauer   18:39:34 | Samstag, 24. Februar 2007
Offen gesagt
wär die wirksamste Arznei gegen diverse Umtriebe die Wiedereinführung des Antimodernisteneides den jeder verpflichtet ableisten sollte der in irgend einem geistlich-seelsorgischen Bereich tätig ist.
Alle anderen würd ich raushauen. Klingt zwar hart, ist aber das beste fürs Seelenheil.
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#5   Alanus ab Insulis   18:32:06 | Samstag, 24. Februar 2007
Was soll das Heißen, „wir leisten uns eine Uni“?
Schließlich bezahlt das Land Bayern (inklusive Nicht-Katholiken und Nichtchristen) den ganzen Kram, und nicht die Kirche.
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#4   Krak des Chevaliers   15:19:30 | Samstag, 24. Februar 2007
Alt68ger
Es sind die ergrauten 68ger, die überall noch im Getriebe hängen und die Lösung der Krise verzögern. Sie sitzen in den Bischöfshäusern und sie sitzten auch noch in den Kirchenbänken.
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#3   Romulus   14:31:37 | Samstag, 24. Februar 2007
Wieder mal ein Beispiel für 68
„Ich will keine verpflichtende Veranstaltung ‘Einführung in den Katholizismus’.“
Wie lange müssen wir diese Alt-68er noch ertragen in Deutschland?
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#2   Schüttel   13:53:03 | Samstag, 24. Februar 2007
Sie möchtegern-kathole sind wirklich genauso dumm
wie dieser profillose Präsident Wimmer. Zur Zeit besteht das Profil der KUE darin, dass sie kulturlos Bücher vernichtete, die ganze Bibliothek der bayerischen Franziskaner. Unter Lobkowicz sah es noch anders aus.
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#1   möchtegern-kathole   13:29:21 | Samstag, 24. Februar 2007
und so dumme Menschen …
… wie ich denken immer, das Profil einer klar katholischen Uni müsste klar katholisch sein :-D
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