Man kann nur staunen, daß es so etwas – vierzig Jahre nach dem Konzil – in Deutschland noch gibt. Von Dr.med. Wolfgang B. Lindemann.
(kreuz.net, Köllerbach) Die Dorfstraße war zugeparkt. Ein Fernsehwagen stand vor der randvoll gefüllten
St. Martinskirche.
Am gestrigen Sonntag feierten die traditionalistischen Gläubigen in Köllerbach bei
Saarbrücken einen kleinen Sieg.
Nach 16 Jahren Kampf und Beharrlichkeit haben sie es geschafft. Der
Bischof von Trier erlaubt ihnen eine Messe im klassischen Meßritus.
In ihrer selbstrenovierten Kirche
gibt es einen Schriftenstand, wo nur katholische Schriften liegen. In den Gemeinderäumen finden nur katholische
Veranstaltungen statt.
Man reibt sich ungläubig die Augen: Das gibt es in Deutschland – vierzig Jahre
nach dem Konzil – offenbar immer noch.
Prälat Max Hommens reiste als
Gesandter des Bischofs von Trier in das saarländische Dorf, um die frohe Botschaft zu verkünden. Er
kam auch um – in der Diktion des Bischofs – „die volle kirchliche Einheit wiederherzustellen“.
Besser
gesagt: den Gläubigen zu geben, worauf sie ein Recht haben.
Der Prälat zeigte sich sehr versöhnlich.
Es bestehe zwar theoretisch die Möglichkeit, daß sich einzelne Gläubige die Tatstrafe der Exkommunikation
zugezogen hätten – besonders solche, die vielleicht aus der Kirche ausgetreten seien.
Er sei aber sicher,
daß das auf niemanden zutreffe. Wer aus der Kirche ausgetreten sei, müsse aber wieder eintreten.
Prälat
Hommens gab zu, daß viele Gottesdienste heutzutage völlig verfehlt gefeiert würden. Verfehlt wirkte
auch sein Nachsatz: „Gott schaut immer auf das Herz“ – als ob es bei liturgischen Feiern keinen Zusammenhang
zwischen Innen und Außen gäbe.
Die Seelsorge in der St. Martinskirche ist ab sofort dem Institut Philipp
Neri anvertraut.
Ihr mutiger Seelsorger – Pater Benedikt Ulitzka – ist inzwischen Mitglied dieser Gemeinschaft
geworden. Dessen Gründungsoberer Propst Gerald Goesche reiste aus dem fernen Berlin an, um die Festpredigt
zu halten.
Der Propst sprach von teilweise schwierigen, aber doch fruchtbaren Verhandlungen mit dem Ordinariat
Trier. Man habe sich gegenseitig erst kennenlernen müssen.
Das Institut Philipp Neri sei von den Köllerbacher
Gläubigen zu einem Zeitpunkt gerufen worden, als die eigene Situation in Berlin noch sehr unsicher gewesen
sei.
Die Gläubigen hörten der Predigt gespannt zu. Propst Goesche wiederholte seine Worte zum Teil
auch in sehr gutem Französisch. Denn viele Gläubige kommen von jenseits der Grenze.
Die Vereinigung besitzt im nahegelegenen lothringischen
Ort Creutzwald ein Studienzentrum.
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29 Lesermeinungen
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#29 Karl Murx 11:01:20 | Mittwoch, 28. Februar 2007
Und? Gibt es in Ihrer „katholischen“ Gemeinde auch Priester, die es wirklich sind,Herr Dr.Lindemann? Nachdem
Sie von meinen Arbeiten zu den neuen Weiheriten, besonders der Bischofsweihe, Kenntnis genommen hatten,
haben Sie sich daraufhin jeden Dialog verbeten. Ich darf Sie darauf hinweisen, daß bei der neuen Form
der Bischofsweihe nach wie vor ein Problem hinsichtlich des Filioque besteht. In seinem Blog zur Verteidigung
von Bruder Ansgar Santogrossis Apologetik der neuen Weihe, bemüht sich Carl Scheeler alias „With Peter“
sehr redlich, die neue Form auch mit Blick auf die Trinität zu verteidigen. Es will ihm nicht so recht
gelingen. Am Ende lehnt er alle Beweise aus Manualien, Kirchenvätern und dem ordentlichen Lehramt ab:
With Peter said… In dogmatic theology, „ordinary“ will not suffice. There is nothing necessarily dogmatic
or intrinsically irreformable about the ordinary Magisterium. And certainly theology manuals enjoy less
authority than teaching which explicitly comes from the pope. My point devolves to this. To denounce the
trinitarian theology of Paul VI (rite of ordination), John Paul II (dominum et vivificantem) and Benedict
XVI (compendium), we need to base ourselves on infallible dogma. The rest they as popes (!) would have
the right to reinterpret or reformulate. I believe theostuss understands and agrees with this point. 28
February, 2007 03:54 rorate-caeli.blogspot.com/…feature-article.html Jetzt will Scheeler Dörmanns „Trinitarian
Trilogy“ part III/ volume 2 studieren und widerlegen.
#28 Tridentinus 15:05:44 | Dienstag, 27. Februar 2007
@Bernado Jedenfalls in dem englischen Buch von Alcuin Reid zur Reform der Römischen Liturgie vor dem
II. Vaticanum (ich komme gerade nicht auf den Titel, aber vielleicht wissen Sie, welche Publikation ich
meine) steht diese Bea-Psalmen seien auch in die anderen liturgischen Bücher eingearbeitet worden, also
Pontificale, Missale etc. The Tablet (SJ-Zeitung!) war ganz dagegen. In einem Kommentar aus 1945 steht
sehr richtig, nurein offensichtlicher Fehler in der lat. Wiedergabe des hebräischen Urtextes rechtfertige
ein Abgehen vom ehrwürdigen Text der Vulgata. Ausdem Gedächtnis zitiert, eigene Übersetzung aus dem
Englischen.
@Tridentinus Sie schrieben: „Die Psalmen Beas wurden mE in alle liturgischen Bücher eingearbeitet. Fielen
sie dann 1960 wieder weg oder gabes einfach wieder Bücher, die die alten Vulgata-Psalmen hatten? Offiziell
waren Beas Psalmen sowieso nur fakultativ.“. Ich habe mich vorhin geirrt. Die Bea-Psalmen wurden auch
noch im Brevier von Johannes XXIII. von 1960 verwandt – sie verschwanden erst 1972 mit dem Brevier Pauls
VI., dessen Psalmen weitgehend, aber nicht vollständig, der alten Vulgata entsprachen. Einige Änderungen
aus der Bea-Version blieben erhalten, aber die Neo-Vulgata brauchte auch neue Änderungen. Die Bea-Psalmen
wurden m. nur für das Brevier verwandt – im Ordo Missae blieb es bei den Texten aus der Vulgata, dieses
Auseinandergehen wurde von vielen als sehr unglücklich empfunden. Inwieweit die Bea-Psalmen fakultativ
waren, weiß ich nicht – die mir bekannten Druckausgaben nach 1945 enthalten jedenfalls diese Version.
Ein Priester, der 1940 geweiht wurde, hätte jedenfalls – sofern er rubrikentreu war – 6 Jahre lang die
Psalmen der Vulgata gebetet, dann 26 Jahre lang die Pius XII-Version und seit 1972 die Paul VI-Fassung.
Dazu kamen im 10-Jahres-Rhythmus teilweise einschneidende Rubrikenänderungen. Problematisch ist bei den
Psalmen vor allem, daß die Vulgata, die 1500 Jahre lang Leben und Lehre der Kirche leitete, ständig
zurückgedrängt wurde zugunsten mehr oder weniger künstlich erschlossener hebräischer „Urtexte“ – als
ob es keinen Unterschied zwischen vor und nach Chr. gäbe.
#26 Tridentinus 12:24:05 | Dienstag, 27. Februar 2007
@Bernado Ich sehe keinen Widerspruch zu „Rom“, wenn man auf Distanz zu einem gefährlichen Autoritätspositivismus,
den Pius XII. und im Anschluss Paul VI. verkörpern, geht. Dieser Positivismus ist eigentlich bereits
Pius IX. anzulasten. Ohne diese Fehlentwicklung (!) gäbe es heute weder Sedisvaktantisten, noch neokonservative
Papstschwärmer! Die Psalmen Beas wurden mE in alle liturgischen Bücher eingearbeitet. Fielen sie dann
1960 wieder weg oder gabes einfach wieder Bücher, die die alten Vulgata-Psalmen hatten? Offiziell waren
Beas Psalmen sowieso nur fakultativ. Diese Frage können Sie vielleicht beantworten. Interessiert mich
sehr. Dass die Pianischen „Reformen“ nicht nur ästhetisch einen Verlust bedeuten, ist mir voll bewusst.
Deswegen finde ichsie ja so schlimm. Im Prinzip einschneidender als der NOM, weil weniger offensichtlich!
@Tridentinus Sie schrieben:„Und dann ist es natürlich zu bedauern, dass selbst die FSSPX die Verstümmelungen,
die dem Ritus Romanus seit 1955 zugefügt wurden (bzgl. der Psalmenübersetzung schon 1945!), mitvollzieht.“.
Nun ja – selbst wenn einige dieser frühen Reformen durchaus ihre bedenklichen Seiten haben (nicht nur
ästhetisch), so gab es doch auch Gründe, die dafür sprachen, und man sollte sich deshalb nicht in Widerspruch
zu Rom drängen lassen. Was aber die Psalmenübersetzung unter Kardinal Bea, Promulgiert von Pius XII.
betrifft, so ist diese ja doch praktisch dadurch wieder rückgängig gemacht worden, daß im Brevier von
1960 wieder die Psalmen nach der (Neo)Vulgata verwandt wurden, die weitaus näher am alten Text stehen.
Allerdings haben die Bea-Psalmen später die Vorlage für die Deutsche „Einheitsübersetzung“ geliefert
und sind in dieser Form nach faktischer Abschaffung des lateinischen Breviers dann doch auch heute wieder
aktuell.
#23 Tridentinus 11:17:40 | Dienstag, 27. Februar 2007
@Athanasius Prinzipiell haben Sie mit Ihrer Kritik und Korrektur an Gotthard &Co. natürlich recht, aber
der Überlieferte Römische Ritus ist natürlich nicht der einzige Ritus der katholischen Kirche, auch
nicht der Lateinischen. Und dann ist es natürlich zu bedauern, dass selbst die FSSPX die Verstümmelungen,
die dem Ritus Romanus seit 1955 zugefügt wurden (bzgl. der Psalmenübersetzung schon 1945!), mitvollzieht.
Liturgisch kann man mit viel Glück bei Sedisvakantisten die eigentlich korrekte Liturgie antreffen, aber
auch nur bei solchen, die sich durch die Apotheose des „Letzten Papstes“ nicht zur Annahme seiner liturgischen
Autoritätsmissbräuche verleiten lassen. Und all das ist dann nur liturgisch befriedigend, theologisch
in den meisten Fällen inakzeptabel!
Dalmatik und Tunicella Aurelius fragte: „Wie dem auch sei, kann mir jemand das mit den „einfachen, vorn
eingeschlagenen Meßgewändern“ erklären? Gibt es da Fotos?“. Klar gibt es das. Eine Ausführliche Erklärung
des Brauches, seiner Herkunft und Praxis (mit Konstruktionszeichnung) gibt Occidentalis occidentalis.blogspot.com/…olded-chasubles.html,
Fotos zeigt die Homepages von St. Clements in Philadelphia hier www.s-clements.org/…Wednesday/index.html.
St. Clements ist eine sog. Anglo-Katholische Gemeinde innerhalb der ameriakanischen Episkopalkirche, d.h.,
sie steht nicht in Gemienschaft mit Rom. Konservative Anglo-Katholiken haben die Liturgischen Reformen
der 50er Jahre, die von anderen nicht mit Rom vereinten Anglikanern nachvollzogen oder überboten wurden,
nicht mitgemacht. In der Katholischen Kirche kamen die „eingeschlagenen Meßgewänder“ mit den Reformen
Pius XII. in den 50er Jahren außer Gebrauch, ob sie formell abgeschafft wurden, weiß ich nicht. Schon
die Tatsache, daß für levitierte Hochämter in Bußzeiten eine eigene „Kleiderordnung“ bestand, zeigt,
daß solche Ämter in der Fastenzeit möglich und sogar üblich waren. Tatsächlich ist ja, was die „Häretiker
der Formlosigkeit“ gerne übersehen, das Pontifikalamt oder eben das levitierte Hochamt die eigentliche
Grundform der hl. Messe, aus der sich erst später die Missa Privata entwickelt hat – deren stark reduzierter
Formenbestand dann durch die Bugnini-Reformen zur Grundform der „Gemeindemesse“ aufgewertet wurde, die
dann ihrerseits auch das Schema für alle anderen Messfeiern abgibt.
Arme Traditionalisten in Köllerbach Weil sie glauben, dass es ausserhalb der „heiligen Kirche“ kein Heil
gibt, wollen sie in die volle Gemeinschaft mit dieser zurück und müssen zu diesem Zweck das Zweite Vaticanum
anerkennen, somit auch die Religionsfreiheit ! Ironie des Schicksals…
#20 Athanasius 01:12:17 | Dienstag, 27. Februar 2007
@Aurelius und Gotthard Schön, dass ihr zwei Kirchenhasser – wahrscheinlich eine und die gleiche Person
(nämlich ein Diözesanpriester) – ihr so schön unterhaltet, aber von Vernunft lese ich bei Euch nichts.
Die Bedeutung ist ganz klar. Bei der Predigt geht es nicht um den Priesterlichen Dienst, sondern um den
Dienst der Verkündigung und Katechese. In einer Klassenlokal trägt ein Priester auch keine Kasel. Übrigens
legt normalerweise heute der Priester oft nur Manipel ab und predigt in Kasel und Stola. Die Fahne vor
dem Allerheiligsten Sakrament, wo Sie beide wohl (‘das ist doch Kleingläubigkeit’) nicht mehr glauben,
hat eine klare liturgische Bedeutung. Wenn das hl. Sakrament ausgestellt ist, sollte alle Andacht auf
Ihn ausgerichtet sein. Das würde aber dem Ziel der Predigt entgegenstehen. Also hängt man eine Fahne
als Ersatzvelum davor, damit die Gläubigen nicht mehr zur Anbetung gehalten sind und zum Priester aufblicken
können ohne Nachdenken. Ihr beide wisst es aber schon ganz gut, is ja alles ‘Kleingläubigkeit’ und ‘Striptease’.
Und weil User ‘Aurelius’ doch alles schon so gut weiss zur ‘alten’ Liturgie (die ganz einfach díe einzige
Liturgie der römisch-katholischen Kirche ist), soll er sich auch selbst die Frage nach Dalmatik und Tunik
lösen. Ich weiss die Antwort, werfe aber keine Perlen vor den Schweinen. Auf Nimmersehen, ihr respektlose
und antikatholische Kleinbürger.
@Gotthard klar gab es diesen liturgischen Striptease … die Predigt war nicht Teil des Messopfers. Und
da bin ich wirklich froh, daß ich in einer Zeit katholisch sein darf, in der die Predigt „als Teil der
liturgischen Handlung“ gilt (SC 35.2). Sollte das Messopfer sogar vor dem ausgesetzten Allerheiligsten
(der Höhepunkt der Feierlichkeit) gefeiert werden, wurde während der Predigt eine „Fahne“ vor die Monstranz
gestellt … damit Jesus Christus nichts hörte und sah … denke ich mir mal… schon sehr sehr merkwürdig…
Sowas habe ich mal auf einem Bild gesehen… Wirklich sehr merkwürdig. Das hat auch nichts mehr mit Erfurchtsbezeugung
zu tun –- das ist doch wirklich nur Kleingläubigkeit, oder?
@aurelius (ohne den liturgischen Striptease, den es früher wohl gegeben hat). klar gab es diesen liturgischen
Striptease … die Predigt war nicht Teil des Messopfers. Sollte das Messopfer sogar vor dem ausgesetzten
Allerheiligsten (der Höhepunkt der Feierlichkeit) gefeiert werden, wurde während der Predigt eine „Fahne“
vor die Monstranz gestellt … damit Jesus Christus nichts hörte und sah … denke ich mir mal… schon
sehr sehr merkwürdig…
@Gotthard Alle Bilder der „Mehr-Personen-Messen“, die hier immer wieder als normale Altritus-Messen gezeigt
werden, haben doch nichts mit dem Alltag der normalen Pfarreien vor 1962 zu tun. Nun, ich kann das nicht
beurteilen, da ich nach der Einführung des Missale Romanum von Paul VI. geboren worden bin und mit diesem
Meßritus auch aufgewachsen bin. Ich erinnere mich aber noch dunkel daran, daß die Kanzel zur Predigt
benutzt worden ist (ohne den liturgischen Striptease, den es früher wohl gegeben hat).
@aurelius Wie dem auch sei, kann mir jemand das mit den „einfachen, vorn eingeschlagenen Meßgewändern“
erklären? Ich kann Dir das bestimmt nicht erklären…ich wundere mich allerdings immer wieder, welche
Anweisungen oder Probleme oder was auch immer diese Tirdentinische Liturgische bewegt hat. All das war
irgendwann irgendwo mal in die Liturgie gekommen – und dann als unveränderlich festgeschrieben worden –
ohne Sinn und Verstand in einer Dorfpfarrei, in der es nie ein levitiertes Hochamt gab. Alle Bilder der
„Mehr-Personen-Messen“, die hier immer wieder als normale Altritus-Messen gezeigt werden, haben doch nichts
mit dem Alltag der normalen Pfarreien vor 1962 zu tun.
Mal ne andere Frage: Dalmatik und Tunicella Kann mir hier jemand bitte helfen? In meinem Schott (1958)
steht in der Einleitung zur Fastenzeit (S. 119): Die Leviten (Diakon und Subdiakon) tragen beim Hochamt
nicht die Feiergewänder der Dalmatik und Tunicella, sondern einfache, vorn eigeschlagene Meßgewänder.
Jetzt sind m.E. auf den Fotos ja doch eindeutig Dalmatik und Tunicella zu erkennen. Als jemand, der seit
einigen Jahren regelmäßig zur „alten Messe“ geht aber auch regelmäßig in die „neue Messe“, habe ich
noch nie ein levitiertes Hochamt in der Fastenzeit erlebt. Außer vielleicht am ersten Passionssonntag
vor einigen Jahren, das war das erste Mal, das ich eine Messe nach klassischem Ritus erlebt habe, aber
da ich auf sowas nicht geachtet. das war sogar bei der FSSPX. Wie dem auch sei, kann mir jemand das mit
den „einfachen, vorn eingeschlagenen Meßgewändern“ erklären? Gibt es da Fotos? Danke!
@Bernardo daß die Priester und Gläubigen der Piusbruderschaft nicht exkommuniziert sind – davon kann
nun wirklich keine Rede sein. Die „Weihbischöfe“ sind exkommuniziert – und die Priester suspendiert.
Ich frage mich allerdings schon, was mit Menschen ist, die einer geistlichen Gemeinschaft anhangen, die
von exkommunizierten Menschen geleitet wird.
@Athanasius Sie schrieben:„Man hat also eine Formel angenommen, in der ‘Traditionalisten’ (d.h. römisch-katholische,
rechtgläubige Gläubigen – meist Laien – die am sog. ‘Tridentinischen’ Ritus und den verbindlichen Glaubenswahrheiten
der katholischen Kirche festhalten) als Schismatiker eingestuft werden „. Woraus schließen Sie das? Meines
Wissens gibt es keine Formel mit einem solchen Inhalt. Ich werde versuchen, den unterzeichneten Text zu
bekommen, es kann aber noch eine Weile dauern, da Propst Goesche derzeit in einer Kur ist, die er lediglich
zum Besuch in Köllerbach für ein paar Tage unterbrochen hat. Ich denke, es ist davon auszugehen, daß
sich auch das Bistum Trier an den aktuellen Klarstellungen von Kardinal Castrillion Hoyos und Erzbischof
Ranjith orientiert, in denen ausdrücklich festgestellt worden ist, daß die Priester und Gläubigen der
Piusbruderschaft nicht exkommuniziert sind – umso weniger die einige Jahre lang „frei schwebenden“ Gläubigen
von Köllerbach. Es besteht also kein Grund, hier im Alarmton völlig ungesicherte Ansichten zu verbreiten.
#11 Athanasius 14:24:44 | Montag, 26. Februar 2007
Schade Man hat also eine Formel angenommen, in der ‘Traditionalisten’ (d.h. römisch-katholische, rechtgläubige
Gläubigen – meist Laien – die am sog. ‘Tridentinischen’ Ritus und den verbindlichen Glaubenswahrheiten
der katholischen Kirche festhalten) als Schismatiker eingestuft werden (es wird ja angeblich ‘die volle
kirchliche Gemeinschaft’ ‘wiederhergestellt’ nach dem Trierer Bischof, dem homosexuelles Treiben und protestantisch-katholische
Feiern angeblich ‘vollkirchlich’ erscheinen) und in einer skandalösen ‘Versöhnungsfeier’ als Todsünder
öffentlich ‘absolviert’. Es hört sich kindisch an und zeigt leider, wie die angeblichen Hirten zu ‘traditionalistischen’
Gläubigen stehen. Es zeigt auch auf, zu welchen skandalösen Kompromissen mit einer selbst weitestgehend
vernichtenden und zerstörerischen Hierarchie das Institut St. Philipp Neri von Pfr. Goesche im Stande
ist. Ein Affront gegen die rechtgläubigen, nicht-schismatischen Katholiken um P. Ulitzka O.F.M., und
zwar sowohl von eigener Seite wie von der schismatischen Modernistischen Seite. Ich werde wohl meinen
Atem besser nicht einhalten, bis so eine Versöhnungsfeier vom Trierer Bischof den Lutheranern oder den
Cerulariern angeboten wird… Dies ist ein SKANDAL.
„Kirchenaustritt“ und Inkardinierung Prälat Max Hommens behauptete: Es bestehe zwar theoretisch die Möglichkeit,
daß sich einzelne Gläubige die Tatstrafe der Exkommunikation zugezogen hätten – besonders solche, die
vielleicht aus der Kirche ausgetreten seien. Er sei aber sicher, daß das auf niemanden zutreffe. Wer
aus der Kirche ausgetreten sei, müsse aber wieder eintreten. Alles ein Nonsens. Denn wie die päpstl.
Kommission zur Interpretation von Gesetzestexten – weltweit verbindlich – festgestellt hat, gibt es kanonisch
keinen Austritt vor einer staatlichen Behörde. Also ist auch kein Wiedereintritt erforderlich. Vermutlich
möchte der Prälat zusätzliche Kirchensteuer lukrieren. @ Tridentinus: Ist eine Doppelinkardinierung
des Franziskaners denkbar oder eine – weitergeltende – Inkardinierung bei den Franziskanern und eine einfache
Mitgliedschaft im Institut Philip Neri? Wer weiß, ob Probst Gösche selbst schon weiß, wie der kanonisch-rechtl.
Hintergrund der Mitgliedschaft des Franziskaners zu bewerten ist. Jedenfalls wäre Hw. Gösche die erste
Adresse für solche Anfragen. Das wird in Köllerbach kaum verkündet worden sein.
#6 Tridentinus 10:26:49 | Montag, 26. Februar 2007
@adoro te devote P. Benedikt war Mitglied des von Ihnen genannten Konventes, wurde aber nach seiner Hinkehr
zur Tradition und einer Phase des Kontaktes zur FSSPX wegen Ungehorsams aus dem OFM ausgeschlossen, also
nicht bloss exklaustriert. Er hat diesen Ausschluss natürlich nie als rechtmäsig betrachtet und faktisch
als Franziskaner weitergelebt. Aber jetzt kann er die dazu zugrundegelegte Argumentation mE nicht mehr
stringent und glaubwürdig durchhalten. Also nochmals die Frahe nach präzisen Details! Und nicht ablenken
mit irgendwelchen skurrilen Litaneien! Heiliger Kirschbaum – bitte für uns!
#4 M. Kirschbaum 10:03:49 | Montag, 26. Februar 2007
Mutter des Gründers „… Dutzend französischer, polnischer und deutscher Mitglieder der katholischen
‘Vereinigung zum Schutze von Tradition, Familie und Privateigentum’.“ Wurde dabei auch die Litanei zu
Ehren der Mutter des Gründers der Sekte gebetet? und all das erwähnt, was aus Brasilien – neben Verlobten –
so alles Erbauliches kommt …
Zwei Fragen. Wie kürzlich zu lesen war, wird das Institut neben P. Ultizka einen weiteren Geistlichen
nach Köllerbach entsenden. Das bedeutet aber wohl auch, dass der P. Goesche als einziger Geistlicher
des Instituts in Berlin verbleiben wird. Oder? Kann es sein, dass P. Ulitzka dem Franziskaner-Konvent
des St. Anna Klosters auf dem St. Annaberg in Oberschlesien angehörte oder gar noch angehört?
#2 Tridentinus 09:40:31 | Montag, 26. Februar 2007
Praktisch sicher erfreulich. Aber eine Frage doch: P. Benedikt ist jetzt also Mitglied des St.-Philipp-Neri-Instituts.
Aus der Art, wie er das Schultertuch trägt, ist aber zu erkennen, dass er weiterhin den Habit der Minderbrüder
trägt. Welches ist jetzt sein Status? Das Institut kann ja wohl kaum Franziskaner inkardinieren? Hat
hierzu jemand präzise Informationen?
Experiment Tradition Ein guter Anfang! Endlich erlaubt einmal ein deutscher Bischof das „Experiment Traditon“.
Andere Bischöfe tun sich noch schwer damit, während sie gegen Faschingsklamauk in den Kirchen nichts
einzuwenden haben. Hoffentlich gegen die deutschen Bischöfe bald ihren unsinnigen Widerstand gegen die
traditionelle Messe auf.