Während der Kirche an der schönen blauen Donau die Felle davon schwimmen, können sich die Söhne und Töchter Mohammeds des Segens Allahs kaum erwehren. Für sie war 2004 kein „annus horribilis“.
(kreuz.net, Wien) Nach einem kürzlich publizierten Bericht des Nachrichtendienstes „islam-online“ haben
die österreichischen Moslems ein glänzendes Jahr hinter sich. Die islamische Gemeinschaft in Österreich,
die seit 1912 staatlich anerkannt ist, habe es verstanden, sich reibungslos in der Gesellschaft zu integrieren.
Die offizielle Anerkennung des Islam, welcher nach dem Katholizismus die zweite Religion des Landes darstellt,
erlaube es den Moslems, ihre Rechte zu verteidigen und gleichzeitig arabische und islamische Anliegen
zu verteidigen.
Das Jahr 2004 begann für die Moslems mit der positiven Meldung, daß bereits 4% der
österreichischen 8 Millionen Bevölkerung islamisch ist. 1991 waren es erst 2%. Nach Berichten des zitierten
Nachrichtendienstes ist der moslemische Bevölkerungsanteil in der westösterreichischen Stadt Freiburg
(sic!) mit 8.4% am höchsten. In Wien liege der islamische Bevölkerungsanteil zur Zeit bei 7.8% der Gesamtbevölkerung.
Das Jahr 2004 habe auch sehr positiv geendet, weil der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer
gleich zweimal mit der islamischen Gemeinschaft zusammengetroffen ist. Das unterstreiche die positive
Behandlung, die den österreichischen Moslems im Vergleich zu anderen europäischen Staaten zuteil werde.
Seit seiner Wahl im vergangenen Jahr habe Bundespräsident Fischer verschiedene positive Zeichen gesetzt.
So lud er während des Fastenmonats Ramadan Vertreter der moslemischen Gemeinschaft zu einem Iftar-Banquet
in den Präsidentenpalast. Bundespräsident Fischer nahm auch zusammen mit Regierungsvertretern an den
Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der „Islamic Religious Authority“ (IRA) in Österreich teil. In seiner
Ansprache grüßte der Bundespräsident die österreichischen Muslimen mit dem Ausruf: „Es lebe die moslemische
Gemeinschaft in Österreich.“ Kein anderer EU-Politiker habe solche Worte gefunden. Die IRA wurde 1979
gegründet und dient als religiöse und geistliche Vertretung der Moslems in Österreich. Auch der Wiener
Bürgermeister, Dr. Michael Häupl, pries die erfolgreiche Integration der Moslems in die österreichische
Gesellschaft und meinte, daß die Moslems ein Teil der Sozialfabrik Österreich seien.
Im vergangenen
Jahr war die moslemische Gemeinschaft in Österreich nicht nur ein Vorbild für die soziale Integration.
Sie unterstützte auch aktiv die arabischen und islamischen Interessen, besonders die Anliegen Palästinas
und des Irak. Verschiedene friedliche Manifestationen wurden organisiert, um die Unterstützung dieser
zwei besetzten arabischen Nationen auszudrücken.
Die moslemische Gemeinschaft verurteilte auch die Ermordung
des geistlichen Führers der Hamas-Bewegung, Scheich Achmed Jassin, durch Israel.
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2 Lesermeinungen
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#2 FioreGraz 10:23:09 | Donnerstag, 13. Januar 2005
Zuwanderung oder Übertritte Ich bezweifle mal stark das die Zunahme mit Übertritten zu erklären ist
sondern eher mit Zuwanderung und Geburten bei der moslemischen Bevölkerung. LG Fiore
Palästinas Helmut Kohl Auch Arafat ist nachweislich einigen gezielten „Tötungen“ durch Israels Führer
entgangen: es gibt Photos seines niedergebombten Bettes. Außerdem ist es ein Skandal, daß ein fremder
Staat den Präsidenten eines Nachbarstaates unter Hausarrest stellt, wie dies Israel mit Palästinas Arafat
praktizierte. Arafat stellte noch vor einiger Zeit fest, daß jemand offensichtlich versuchte, ihn zu
vergiften. Er war sicher schon über 70, aber der Zeitpunkt seines Todes ist doch seltsam. Arafats Nachfolger
macht nicht den besten Eindruck. Er riecht nach einem palästinensichen BRD-Bundeskanzler.