11:06:01 | Dienstag, 27. Februar 2007
Eine Umfrage hat die sakramentalen Vorlieben der Deutschen erforscht. Die meisten hatten das Wort Sakrament noch nie gehört.

(kreuz.net) Zum dritten Mal hintereinander haben die deutschen Katholiken das Aschenkreuz zu ihrem Lieblingssakrament
gewählt.
Das ergab eine Telefonumfrage des in Bielefeld ansässigen Meinungsforschungsinstituts ‘EMNID’.
Es äußerten sich dabei knapp tausend Katholiken zwischen 18 und 60 Jahren.
Fast die Hälfte der Befragten –
44 Prozent – gaben an, daß das Aschenkreuz ihr Lieblingssakrament sei.
Im Vorjahr waren es 46 Prozent,
2005 43 Prozent.
Für Frau Karin G. (46) aus dem Bistum Augsburg ist der Aschermittwoch mit dem Empfang
des Aschenkreuzes ein Pflichttermin, obwohl sie ansonsten nicht regelmäßig praktiziert: „Das gehört
einfach dazu.“
Herr Eduard L. (35) begründet seine Vorliebe für das Aschenkreuz mit dem besonderen
„Gruselgefühl“, das ihn beim Ausspruch des Priesters „Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren“
überkomme.
Ein Pfarrer aus dem Ruhrbistum Essen bestätigte, daß am Aschermittwoch mehr Menschen den
Gottesdienst besuchen:
„Am Aschermittwoch haben die Gläubigen den Eindruck, etwas extra zu bekommen.“
Generell bestehe die Tendenz, daß die Gläubigen „aufwendige Anlässe“ dem normalen Sonntagsgottesdienst
vorziehen würden. Neben der Heiligen Kommunion brauche es noch eine andere Attraktion – so der Pfarrer.
Die Lieblingssakramente der 29jährigen Silke W. aus dem Erzbistum Köln sind Taufe und Firmung. Das
seien immer großartige Gelegenheiten, Fotos zu machen und Verwandte zu treffen, die sie schon lange nicht
mehr gesehen hat.
Außerdem sei es in ihrer Familie üblich, bei solchen Anlässen gut zu essen.
Das
zweite Lieblingssakrament der Deutschen nach dem Aschenkreuz ist mit 29 Prozent die Taufe. Hier spielt
besonders die Freude an Kindern eine große Rolle.
Hoch im Kurs liegt auch das Sakrament der Kindersegnungen
mit 20 Prozent. Der Tag, an dem „wir unsere Haustiere zur Segnung bringen“ begeistert immerhin noch acht
Prozent der Gläubigen.
Der Krankensalbungsgottesdienst ist mit sechs Prozent schon etwas abgeschlagen –
obwohl man sich in den letzten Jahren bemüht hat, den Namen „Letzte Ölung“ nicht mehr zu verwenden und
auch gesunden 12jährigen die Krankensalbung verpaßt.
Auf die Frage, was ein Sakrament sei, wußten
77 Prozent der Befragten keine Antwort.
8 Prozent glauben, daß das „Sarkament“ etwas mit einer Beerdigung
zu tun habe.
5 Prozent brachten das Wort mit einer US-amerikanischen Stadt in Kalifornien in Zusammenhang.
Die Idee dieses Textes stammt von Maureen Martin
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Jörg Guttenberger, Köln 16:41:27 | Mittwoch, 28. Februar 2007
#13
makakema 18:48:12 | Dienstag, 27. Februar 2007
#12
Spätmerker 16:52:25 | Dienstag, 27. Februar 2007
#11
Karl Murx 16:39:12 | Dienstag, 27. Februar 2007
#10
Krak des Chevaliers 15:39:38 | Dienstag, 27. Februar 2007
#9
Gunsenum 15:08:08 | Dienstag, 27. Februar 2007
#8
rolf34 14:49:33 | Dienstag, 27. Februar 2007
#7
landorganist 13:59:54 | Dienstag, 27. Februar 2007
#6
Krak des Chevaliers 13:16:33 | Dienstag, 27. Februar 2007
#5
FioreGraz 13:03:17 | Dienstag, 27. Februar 2007
#4
Rogade 12:08:59 | Dienstag, 27. Februar 2007
#3
Freinsberg 11:56:20 | Dienstag, 27. Februar 2007
#2
landorganist 11:43:31 | Dienstag, 27. Februar 2007
#1
Freinsberg 11:19:03 | Dienstag, 27. Februar 2007