Fastenzeit
Selbstmitleid statt Erlösung
Die Erlösungstheologie des ökumenischen Jugendkreuzweges erlöst uns von dem Erlöser Jesus Christus. Von Hubert Hecker.
Bildtafel des ökumenischen Jugendkreuzwegs 2006 der Künstlerin Hetty Krist
Bildtafel des ökumenischen Jugendkreuzwegs 2006 der Künstlerin Hetty Krist
(kreuz.net) Der Kreuzweg der Jugend wird in Deutschland seit Ende der 50er Jahre gebetet.

Sein Ursprung war der Katholikentag 1958 in Berlin. Damals stand die Welt unter dem Eindruck des aggressiven Kommunismus.

Der Führer der Sowjetunion, Nikita Chruschtschow († 1971), drohte mit Raketen gegen die Hauptstädte Westeuropas.

65.000 Katholiken beteten in dieser Zeit im Berliner Olympiastadion den Kreuzweg. In der Folgezeit wurde diese Initiative in die Pfarreien getragen.

Bald begann der ‘Bund der Deutschen Katholischen Jugend’ oder die ‘Arbeitsstelle für Jugendseelsorge’ der Deutschen Bischofskonferenz Beimaterialien zu publizieren.

Im Jahr 1972 schloß sich die ‘Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend’ der Aktion an.

In dieser Zeit wurden die Texte immer flacher. Die Theologie immer dünner, die Christologie arianisch.

Ein Tiefpunkt an politischer Banalisierung war der Jugendkreuzweg des Jahres 1992.

Zu seinem Programm wurde trotzig die neomarxistische Befreiungstheologie gewählt.

Diese stellt Jesus als kämpferisches Vorbild hin, wobei sich der Mensch durch Kampf und Befreiung von „sündigen Strukturen“ selber erlösen müßte.

Im Jahr 1992 traten in der Siebten Kreuzwegstation kriegerische Landarbeiter auf. Eine Textprobe:

„Ernesto: Jesus sagt dem Vater, er gebe ihm das Leben zurück, das er von ihm empfangen habe. Kein Tod kann von irgend etwas erlösen. Was uns erlöste oder befreite ist seine Botschaft. Und sein Tod diente dazu, daß diese Botschaft die Welt erschütterte.

Maria: Jesus kam, um für die Armen zu sterben und machte damit eine Prophezeiung wahr. Er kam, um den Armen zu helfen, sich zu befreien. Mit seinem Tod wollte er den Armen Kraft und Mut geben.“

So offen wird die Ablehnung des Erlösungstodes Christi später nicht mehr proklamiert. Aber die Tendenz bleibt.

Der Mensch Jesus ist in seinem Leiden mit allen leidenden Menschen solidarisch. Er gibt dadurch eine diffuse Hoffnung auf irgendeine Besserung der politischen Zustände.

Zur Sechsten Station des Jugendkreuzweges heißt es im Textheft des Jahres 2005: „Gekreuzigte, Erhängte, Erschlagene. Jesus teilt das Leid der anderen. Viele teilen sein Leid.“

Christus ist einer unter vielen. Viele leiden genauso wie er.

Im richtigen kirchlichen Kreuzweg heißt es bei jeder Station: „Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.“

Eine Erlösungs-Theologie kennen die Jugendkreuzwege nicht.

Auch im letztjährigen Kreuzweg wird der Erlöser durchgehend als gewöhnlicher Mensch hingestellt. Die Bezeichnungen „Christus“ oder „Herr“ findet man in den Beitexten nicht.

Grundlage dieses Kreuzweges sind vier Bildtafeln, welche die Künstlerin Hetty Krist ursprünglich für die Frankfurter Liebfrauenkirche schuf.

Auch diese Bilder werden nach dem erwähnten Strickmuster interpretiert: „Die Ohnmachtserfahrungen heutiger Menschen sind mit der Leidensgeschichte Jesu eng verbunden“ – so das Textheft auf Seite 5.

Auf einem Bild finden sich um das dornengekrönte Haupt Jesu leidende Menschen sowie schützende Hände.

Die Künstlerin hat dazu handschriftliche Deutungen eingefügt: „Mater misericordia“ „Weint um Euch und Eure Kinder“, „Sein Leid ist unsere Schuldenlast“.

Diese Worte unterschlägt oder verdreht das Textheft.

Kardinal Ratzinger schrieb zur Achten Station: „Am Leiden des Sohnes sehen wir, welchen Ernst die Sünde hat, wie sie ausgelitten werden muß, um überwunden zu werden. Vor der Gestalt des leidenden Herrn endet die Banalisierung des Bösen. Auch zu uns sagt er: Weinet nicht über mich, weint über euch.“

Dagegen bleibt der Jugendkreuzweg in sentimentalem Selbstmitleid stecken: „Jesus weint mit ihnen. (…) Er ist ihnen nahe in ihrer Verzweiflung. Sie bleiben nicht allein“ – die leidenden Menschen.

„O Herr, was du erduldet, ist alles unsre Schuld“, singt das Passionslied.

Der Jugendkreuzweg zeigt mit dem Finger auf die anderen: „Das Böse (…) preßt ihm die Dornenkrone in die Haut.“

Das selbstmitleidige Resümee der Passion Christi lautet: „Jesus wird zum Spiegelbild der geschundenen Kreatur.“

Im Bild-Text von Hetty Krist wird von Schuld gesprochen und die Sünde bildlich angezeigt, zum Beispiel durch einen Menschen in der Fruchtblase.

Doch der Beitext der bischöflichen Jugendpastoralstelle verdreht das Verbrechen der Kinderabtreibung in ein angebliches Getriebensein der mörderischen Mutter:

„Jesus sieht die Opfer an: Das junge Mädchen, das aus Verzweiflung ihr Kind abtreiben ließ“.

Auch in diesem Jahr wurde an dem Kreuzweg-Konzept keine Kurskorrektur vorgenommen.
      
25 Lesermeinungen
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#25   Lutheraner   19:21:37 | Sonntag, 1. April 2007
Solschenizyn trifft Jesus
Alle Schriftsteller, die über das Gefängnis schrieben, ohne
darin gesessen zu haben, hielten es für ihre Pflicht, Mitgefühl
für die Gefangenen zu bekunden und das Gefängnis zu verdammen.
Ich habe dort lange genug gesessen, ich habe dort meine Seele großgezogen. Ich wiederhole unbeirrt: Sei gesegnet Gefängnis,
daß du in meinem Leben gewesen bist!
Alexander Solschinizin, Dissident
Gesellschaft und Strafjustiz entwickeln sich Seite an Seite. Ist die Gesellschaft gut, sind die Gefängnisse leer, ist sie verdorben, füllen sich die Gefängnisse; dann zieht sie jeden aus dem Verkehr, der ihre Sünden anprangert, denn das wird strafbar.
Für das Mitleid anderer prangert weder jemand die Ungerechtigkeit an, noch würde er dafür ins Gefängnis gehen.
Vielmehr ist es die schlechte Gesinnung der Gesellschaft, die ihn hinein wirft, damit er dort für ihre Verbrechen büßt.
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#24   Jörg Guttenberger, Köln   15:30:19 | Montag, 5. März 2007
Lorenz
Offenbarung und Erscheinung sind keine deckungsgleichen Begriffe, denn die Schöpfung ist wegen ihres Werdens eine z. Zt. noch unvollkommene Offenbarung des Schöpfers.
Wäre die SChöpfung vollkommen, wäre unsere Aufgabe als Mitarbeiter Christi (so Paulus) erfüllt, d. h. wir hätten den unserer Vollendung im Herrn vorbehaltenen Zustand der Vollkommenheit erreicht!
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#23   kreuzi   15:12:00 | Sonntag, 4. März 2007
homosexuelle propaganda
schade das die medien in der brd nichts zu den finanzgebaren, der homosexuellenmafia veröffentlichen. lobby-, medienarbeit muss schließlich nicht gering finanziert werden. wo kommen denn die gelder her in den homosexuellen propagandakassen? o.O
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#22   Lorenz   12:43:18 | Sonntag, 4. März 2007
Hallo Jörg,
die Geschöpfe selbst könne meinee erachtens nur als unvollständige Offenbarung ihres Schöpfers anmgesehen werden. In den Geschöpfen, in ihrem Gedanken und Worten und Werken vor allem, ist wahrscheinlich auch nicht alles göttlich. Daneben ist zu bedenken, dass Offenbarung und Erscheinung (Epiphanie) nicht völlig deckungsgleiche Begriffe sind.
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#21   HarroMeyer †   23:25:52 | Samstag, 3. März 2007
Die Profilsucht gehort halt dazu
Der hl. Hieronimus hat soviel dazu getan, dass er selbst schreibt „die Nachwelt wird mich einen großen Fälscher nennen“, der Luther hat vieles in seinem Sinne übertragen, warum soll man den heutigen Schreiberlingen das verwehren, wenn sie sich dazu berufen fühlen? Immerhin kann die Anpassung an den Zeitgeist auch ein Vorteil sein. Hauptsache: Es wird nachvollzogen. Beim Kommentator lief das natürlich ins Leere.
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#20   Jörg Guttenberger, Köln   21:34:01 | Samstag, 3. März 2007
Epiphanie Gottes
Was haben Sie an den Ausführungen JPII auszusetzen? Genauso, wie jedes Kunstwerk eine Offenbarung über das Wesen des Künstlers ist, ist jeder Mensch und die gesamte Schöpfung einne Offenbarung des Schöpfers!
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#19   Lorenz   10:47:14 | Samstag, 3. März 2007
@Daniel,
„JEDES BABY, DAS IN DIE WELT KOMMT, IST EINE „EPIPHANIE“ GOTTES…“
Ich stimme Ihnen zu, dass es eine theologische Unvorsichtigkeit eines Papstes ist, so etwas zu sagen.
Im Beitrag finde ich den Begriff Erlösungsopfer nicht besonders gut vom dazu völlig unterschiedlichen Versöhnungsopfer unterschieden. Vielleicht muss ich es aber nur noch einmal kritisch durchlesen.
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#18   Ydefix   23:46:31 | Freitag, 2. März 2007
ein kleiner Ausschnitt aus Wojtilas Häresienarchiv:
„JEDES BABY, DAS IN DIE WELT KOMMT, IST EINE „EPIPHANIE“ GOTTES…“
„…Die Kirche steht für das Leben: IN JEDEM MENSCHLICHEN LEBEN sieht sie den Glanz jenes „Ja“, jenes „Amen“, der Christus selbst ist.“
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#17   freddie schenk   23:40:17 | Freitag, 2. März 2007
Stöhr
…war es doch Wojtila, der immer wieder frech verkündet hat, dass jeder Mensch Christus sei und umgekehrt.
Na klar, dass du mit dem Anspruch überfordert bist.
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#16   Ydefix   23:37:45 | Freitag, 2. März 2007
Alles kein Wunder!
…war es doch Wojtila, der immer wieder frech verkündet hat, dass jeder Mensch Christus sei und umgekehrt. In jedem leidenden Menschen leidet Christus erneut etc., etc. Das geht also alles auf diesen polnisch-jüdischen Abbruchunternehmer zurück.
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#15   Carina   20:35:26 | Freitag, 2. März 2007
Ursache
Die Ursache für so einen verqueren Kreuzweg ist die anthropologische Wende von Karl Rahner!
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#14   Che Guevara   20:00:44 | Freitag, 2. März 2007
@ Virus
Bin nicht ihr Bruder!!!
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#13   VirFortis   19:57:21 | Freitag, 2. März 2007
Botschaft v Papst benedikt XVI für die Fastenzeit 2007:
Liebe Brüder und Schwestern!
»Sie werden auf den schauen, den sie durchbohrt haben« (Joh 19,37). Dieses Wort aus der Heiligen Schrift leitet unsere diesjährige Betrachtung zur Fastenzeit. Die österliche Bußzeit ist besonders geeignet, zusammen mit Maria und Johannes, dem Liebesjünger, bei dem zu verweilen, der am Kreuze für die ganze Menschheit sein Leben geopfert hat (vgl. Joh 19,25). In dieser Zeit der Buße und des Gebetes wenden wir darum unseren Blick mit lebendiger Anteilnahme zum gekreuzigten Christus, der durch seinen Tod auf Golgota uns die Fülle der Liebe Gottes offenbart hat. In der Enzyklika Deus caritas est – »Gott ist die Liebe« habe ich mich dem Thema der Liebe gewidmet und die beiden Grundformen: Agape und Eros in den Blick gerückt. Mit dem Ausdruck Agape, der häufig im Neuen Testament vorkommt, wird die hingebende Liebe dessen bezeichnet, der ausschließlich das Wohl des anderen sucht; das Wort Eros hingegen meint die Liebe dessen, den ein Mangel bedrückt und der nach der Vereinigung mit dem Ersehnten verlangt. Die Liebe, mit der Gott uns umgibt, entspricht der Agape. Kann der Mensch etwa Gott etwas geben, was Er nicht schon besäße? Was das menschliche Geschöpf ist und hat, ist Gottes Gabe: folglich ist es das menschliche Geschöpf, das in allem Gott braucht. Doch Gott liebt auch mit der Kraft des Eros.
Fortsetzung: www.stjosef.at
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#12   nonnobisdomine   19:12:44 | Freitag, 2. März 2007
Ach, Herr Schenk …
… kommen Sie doch von Ihrem Tripp runter.
Sonst noch was?
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#11   Hyazinth   19:11:31 | Freitag, 2. März 2007
Da kann
man froh sein, daß der Durchschnittsjugendliche eh nicht zuhört und wenn, dann ist ihm das wurscht!
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#10   freddie schenk   19:00:26 | Freitag, 2. März 2007
@nonno
Spamming? Wer hat denn damit angefangen?
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#9   nonnobisdomine   18:58:07 | Freitag, 2. März 2007
Herr Schenk:
IHNEN wird es nicht langweilig, sich durch Ihr Spamming hervorzutun.
Scheinbar leiden Sie an einem Minderwertigkeitskomplex, den Sie nicht kompensieren können.
Auch in Ihren HOMO-Foren nicht.
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#8   freddie schenk   18:34:25 | Freitag, 2. März 2007
@nonno
1. Deine Beschimpfungen werden langweilig. Du wiederholst dich.
2. Auf meine Postings nicht mehr zu antworten, hast du mir schonmal versprochen. (Man kann sich aber auch auf gar nix mehr verlassen … )
:-[
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#7   nonnobisdomine   18:31:57 | Freitag, 2. März 2007
@ Herrn Schenk
1. Ja, ich bin zufrieden mit meinem Leben. SIE offenbar nicht, da Sie sich in einem Forum befinden, das Sie mit Ihrem Gespamme vollkot…
2. Mir liegt vmtl. die Kirche wohl mehr am Herzen, als Ihnen. Sie sind ein radikaler Allerwelts-Spammer, der jegliche Wahrheit verblendet und negiert. Somit im weiteren Sinne ein Satanist.
3. Und lassen Sie mirch bitte künftig in Ruhe hier meine Beiträge posten. Lassen Sie sie einfach unkommentiert stehen. Denn auf Ihre Kommentare, die geprägt sind von einem tiefen Hass gegen die hl. r.-k. Kirche werde ich nicht mehr eingehen.
Deshalb: Spammen Sie weiter. Sie sind ein Anhänger des Antichristen.
Leider unternimmt kreuz.net nichts gegen Konsorten Ihres Schlages. LEIDER.
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#6   ultimo   18:31:30 | Freitag, 2. März 2007
Banal und unchristlich
Hat der Artikel nicht klar gemacht, dass diese selbstgebastelten Texte nicht eine Frage des Geschmacks sind, sondern einfach nicht mehr katholisch? Die unzähligen modernen Kreuzwegtexte – dieser hier ist ja leider nur ein typisches Beispiel – verbreiten eine religiös gefärbte Psychologie des Selbstmitleids, wie der Artikel treffend sagt, und der Selbsterlösung. Es ist also nicht gut, wenn ein Katholik diese Texte gut findet.
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#5   freddie schenk   18:24:23 | Freitag, 2. März 2007
nonnos
Nachname:
DESTRUKTIV!
Mal ehrlich: Bist du mit deinem Leben eigentlich zufrieden, nonno? Oder liegt dein Lebensgewinn darin, stets alles schlecht zu reden, wenn es nicht exakt deinen Vorstellungen entspricht?
Okay, du kannst mit dem Jugendkreuzweg nix anfangen. Bleib zuhause, Junge! Niemand zwingt dich!
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#4   nonnobisdomine   18:18:14 | Freitag, 2. März 2007
Was ist dieser „Pseudo“-Kreuzweg schon?
Eine Ware, die wie Sauerbier angeboten wird. Christen interessiert dieses Schauspiel nicht mehr.
Eben eine Ware.
Der WAHRE Kreuzweg – nun, den kann man auch finden. Aber nicht in diesen pseude-gottesdienstlichen Veranstaltungen wie dem „Jugendkreuzweg“.
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#3   freddie schenk   18:09:19 | Freitag, 2. März 2007
Tja, Romulus
mir geht es da ganz anders. Bei mir hat der Jugendkreuzweg mit einem 4 Meter großen Holzkreuz durch meine Heimatstadt bleibende Eindrücke hinterlassen. Besonders das Einschlagen großer Nägel in den Kreuzesbalken auf den Stufen des Altars mit begleitenden Texten von Rudolph Hagelstange (oder so ähnlich) berührt mich noch heute, weil mir eindrucksvoll die gewalt klar wurde, mit der Christus ans Kreuz geschlagen wurde, damals, vor 2000 Jahren.
So macht jeder seine eigenen Erfahrungen. Das ist legitim. Und es ist gut. Deswegen hat auch der diesjährige Jugendkreuzweg seine gute Berechtigung. Nur, weil du dem nichts abgewinnen konntest, ist die Aktion noch lange nicht „banal“.
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#2   Romulus   17:55:50 | Freitag, 2. März 2007
Banalitäten
Ich mußte als Jugendlicher in den 80er Jahren immer bei dieser banalen Veranstaltung mitmachen. Ich kann mich erinnern, dass die Texte eh niemand kapiert hat und auch die Bilder waren immer nur scheußlich. Ich habe mich bei dieser Veranstaltung nie wohl gefühlt. Es schaudert mich heute noch, wenn ich daran denke. Der überlieferte Kreuzweg in der Kirche war mir viel lieber.
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#1   Maledica   16:56:12 | Freitag, 2. März 2007
Banaler gehts nimmer
Der „Keller der Welt“, das Alltagsleben in U-Bahn-Haltestellen, bildet die Kulisse des diesjährigen Ökumenischen Kreuzweges der Jugend. „Stationen“ lautet deshalb das Motto des Jugendkreuzwegs, der traditionell seit 1958 am Freitag vor Palmsonntag in ganz Deutschland gebetet wird. Die Materialien dafür sind ab sofort im Jugendhaus Düsseldorf erhältlich. Der Jugendkreuzweg ist eine Initiative von BDKJ, der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) und der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz.
Die Materialien bieten in diesem Jahr eine ungewöhnliche Darstellung des Leidensweges Jesu Christi: Wo sonst Werbung und Information dominieren, laden abstrakte Kreuzwegbilder zum Nachdenken ein. Der Künstler Bernd Zimmer hatte bereits im Frühjahr 2006 mehrfarbige Holzschnitte in Leuchtkästen von Berliner U-Bahnhöfen ausgestellt. Acht dieser Motive bilden die Grundlage des Ökumenischen Kreuzweges für die Jugend. Eine U-Bahn-Station mit dem Namen „Tod“, der Fall Jesu – auf der Rolltreppe: Die Bilder werden in Fotomontagen in U-Bahnhöfen vorgestellt.
Als Vorbereitungs- und Gestaltungsmaterialien für die Gruppen vor Ort bietet das Jugendhaus Düsseldorf unter anderem eine Plakat- und Dia-Serie, Texthefte, Gebetsposter, Motivkarten, eine CD mit eigens komponierten Stücken, Powerpointpräsentationen, Liederbücher, Chorblätter und Partituren.
cms.bistum-speyer.de/bdkj/index.php?mySID=738a082d…
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