06:48:44 | Freitag, 2. März 2007
Bei den diesjährigen Fastenexerzitien des Papstes und der Römischen Kurie sprach der Prediger auch vom Antichristen: „Die Massen werden ihm folgen.“

Giacomo Kardinal Biffi
© www.bologna.chiesacattolica.it(kreuz.net, Vatikan) Der Antichrist macht aus dem Christentum eine Ideologie und verhindert eine persönliche
Begegnung mit dem Erlöser.
Das erklärte Giacomo Kardinal Biffi (78), am Donnerstag bei den Fastenexerzitien
für den Papst und die Römische Kurie.
Papst Benedikt XVI. wünschte sich den für seine deutlichen
Wortmeldungen bekannten emeritierten Erzbischof von Bologna als diesjährigen Exerzitienprediger.
Der
Antichrist präsentiere sich selber als Pazifist, Ökologe und Ökumeniker, so der Kardinal, der den russischen
Schriftsteller und Philosophen Wladimir Sergejewitsch Solowjow († 1900) zitierte:
„Für das Christentum
werden Tage kommen, in denen versucht wird, die Erlösung zu einer Reihe von Werten zu reduzieren.“
Der
Antichrist werde ein ökumenisches Konzil zusammenrufen und den Konsens aller christlichen Konfessionen
anstreben – so Solowjow in seinem Werk „Geschichte vom Antichrist“:
„Die Massen werden ihm folgen – mit
der Ausnahme kleiner Gruppen von Katholiken, Orthodoxen und Protestanten.“
Der kleine treue Rest, der
übrigbleibt, wird nach Solowjow dem Antichristen erklären: „Du gibst uns alles, mit Ausnahme dessen,
was uns interessiert: Jesus Christus.“
Kardinal Biffi sieht in dieser Geschichte eine Warnung: Heute
laufe die Kirche Gefahr, ein Christentum zu verkünden, das Jesus, sein Kreuz und seine Auferstehung beiseite
lasse.
Der Sohn Gottes könne nicht auf einige gute Projekte reduziert werden, die den Segen dieser Welt
erhalten.
Es gebe relative Werte, wie Solidarität, Frieden und Umweltschutz:
„Wenn diese zu absoluten
Werten werden, die Verkündigung des Heilsereignisses zunichte machen oder ihr widersprechen, dann werden
sie zum Anlaß für Götzendienst und zu einem Hindernis auf dem Weg der Erlösung.“
Die Fastenexerzitien
für den Papst waren nicht die erste Gelegenheit, bei der Kardinal Biffi vom Antichristen sprach.
Im
Jahr 2004 zitierte ihn das Magazin der Londoner Tageszeitung ‘Times’ mit den Worten: Der Antichrist „wandelt
mitten unter uns“.
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#12
Lutheraner 10:22:30 | Dienstag, 13. März 2007
#11
Porphyrogennetos 14:12:06 | Sonntag, 4. März 2007
#10
Ydefix 23:50:55 | Freitag, 2. März 2007
#9
Dagmar Kunze 20:10:16 | Freitag, 2. März 2007
#8
laikos 18:22:05 | Freitag, 2. März 2007
#6
thaumaturgos 11:46:05 | Freitag, 2. März 2007
#5
ottaviani 10:57:55 | Freitag, 2. März 2007
#4
Hacki 10:14:32 | Freitag, 2. März 2007
#3
Nachtlaterne 09:18:00 | Freitag, 2. März 2007
#2
stat crux 07:43:21 | Freitag, 2. März 2007
#1
Schüttel 07:01:08 | Freitag, 2. März 2007