Fastenexerzitien
Der Antichrist im Gewand des Ökumenismus
Bei den diesjährigen Fastenexerzitien des Papstes und der Römischen Kurie sprach der Prediger auch vom Antichristen: „Die Massen werden ihm folgen.“
Giacomo Kardinal Biffi
Giacomo Kardinal Biffi
© www.bologna.chiesacattolica.it
(kreuz.net, Vatikan) Der Antichrist macht aus dem Christentum eine Ideologie und verhindert eine persönliche Begegnung mit dem Erlöser.

Das erklärte Giacomo Kardinal Biffi (78), am Donnerstag bei den Fastenexerzitien für den Papst und die Römische Kurie.

Papst Benedikt XVI. wünschte sich den für seine deutlichen Wortmeldungen bekannten emeritierten Erzbischof von Bologna als diesjährigen Exerzitienprediger.

Der Antichrist präsentiere sich selber als Pazifist, Ökologe und Ökumeniker, so der Kardinal, der den russischen Schriftsteller und Philosophen Wladimir Sergejewitsch Solowjow († 1900) zitierte:

„Für das Christentum werden Tage kommen, in denen versucht wird, die Erlösung zu einer Reihe von Werten zu reduzieren.“

Der Antichrist werde ein ökumenisches Konzil zusammenrufen und den Konsens aller christlichen Konfessionen anstreben – so Solowjow in seinem Werk „Geschichte vom Antichrist“:

„Die Massen werden ihm folgen – mit der Ausnahme kleiner Gruppen von Katholiken, Orthodoxen und Protestanten.“

Der kleine treue Rest, der übrigbleibt, wird nach Solowjow dem Antichristen erklären: „Du gibst uns alles, mit Ausnahme dessen, was uns interessiert: Jesus Christus.“

Kardinal Biffi sieht in dieser Geschichte eine Warnung: Heute laufe die Kirche Gefahr, ein Christentum zu verkünden, das Jesus, sein Kreuz und seine Auferstehung beiseite lasse.

Der Sohn Gottes könne nicht auf einige gute Projekte reduziert werden, die den Segen dieser Welt erhalten.

Es gebe relative Werte, wie Solidarität, Frieden und Umweltschutz:

„Wenn diese zu absoluten Werten werden, die Verkündigung des Heilsereignisses zunichte machen oder ihr widersprechen, dann werden sie zum Anlaß für Götzendienst und zu einem Hindernis auf dem Weg der Erlösung.“

Die Fastenexerzitien für den Papst waren nicht die erste Gelegenheit, bei der Kardinal Biffi vom Antichristen sprach.

Im Jahr 2004 zitierte ihn das Magazin der Londoner Tageszeitung ‘Times’ mit den Worten: Der Antichrist „wandelt mitten unter uns“.
      
12 Lesermeinungen
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#12   Lutheraner   10:22:30 | Dienstag, 13. März 2007
Die Widerkunft des Antichristen im Kommunismus
Eine unheilige Allianz: Kommunisten, Atheisten, Juden
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Hier steht zusammen, was zusammen gehört.
Rosa Luxemburg, Leo Trotzki (der geniale Jude) oder Karl Marx waren keinesfalls jüdische Zufälligkeiten unter den kommunistischen Vordenken; viel mehr läßt sich nachvollziehen, daß der Kommunismus eine zuallererst jüdische Konstruktion ist.
Marx hat sich in seinen Schriften ausführlich mit der Rolle des Judentums im Kommunismus beschäftigt. Das wird aus politischer Korrektheit gerne übersehen (s. Feuerbach).
Es sollte deshalb ebenso wenig wundern, daß in der nachrevolutionären Ära mehrheitlich Juden in der sowjetischen KP saßen, wie es eben kein Vorurteil war, wenn gesagt wurde, der Kommunismus sei eine jüdische Ideologie!
Den Antichristen findet man im Totalitarismus; der ist eine unheilige Allianz, die überall auf der Welt Tod und Schrecken hinterlassen hat; China, die Sowjetunion, Kambodascha – abermillionen Menschen wurde von ihm verfolgt und haben ihr Leben gelassen.
Die Kirche hat sich ihm geöffnet, zu erkennen an feministischer Theologie, Homo-Ehen, liberalisierter Abtreibung, Ursachen und Folgen allgemeinen Zerfalls des Christentums.
Das sind die deutlichen Zeichen seines Widerkunft und Aufstiegs, der längst begonnen hat.
P.S. Einige Christen halten die EU für das Reich des Antichristen. Man solte sich genau anschauen, wen man wählt und gewählt hat.
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#11   Porphyrogennetos   14:12:06 | Sonntag, 4. März 2007
antichrist
wenn man sich gewisse beiträge hier durchliest, möchte man meinen der antichrist weile in diesem forum…
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#10   Ydefix   23:50:55 | Freitag, 2. März 2007
„Der Antichrist wandelt mitten unter uns“
Nun, Biffi muss es ja wissen. Schließlich arbeitet er im Vatikan!
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#9   Dagmar Kunze   20:10:16 | Freitag, 2. März 2007
biffi für unterwegs
die crux ist und bleibt die ambivalenz christlicher beauftragung: gott und der nächste. insofern ist solidarität, frieden, unweltschutz etc. folge gottes gebot und bedingung seiner erfahrbarkeit.
„et diliges Dominum Deum tuum
ex toto corde tuo
et ex tota anima tua
et ex tota mente tua
et ex tota virtute tua.
hoc est primum mandatum. secundum autem simile illi
diliges proximum tuum tamquam te ipsum.
maius horum aliud mandatum non est.“
dies war die wende der weltgeschichte.
seien wir alle arbeiter im weinberg des herrn.
dagmar kunze
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#8   laikos   18:22:05 | Freitag, 2. März 2007
Danke
Danke verehrter Kardinal Biffi. Genau so ist es wie er es sagt und nicht anders. Wenn der Papst nur hinhorchen würde und diese Worte betrachten und auffassen könnte, dann würde er merken das der Ökumenismus des 2VK Konzils das größte Geschenk war, welches die Kirche dem Antichristen jemals gegeben hat. Wer ist es den welcher den Weltfrieden herstellen will und nur mehr noch den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Gott verdrängt. Die Konzilskirche mit Ihren neuen Messen, Ökumenismus, Islamismus, Religionsfreiheit. Was der Kardinal gesagt hat ist allerdings der Tradition schon längst bekannt.
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#7   katholischpapsttreumarianisch   11:56:08 | Freitag, 2. März 2007
Wovor darf einhat ein Christ Angst?
Mt 16,18 „Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“
47 mal erscheint in der Bibel das Wort „Fürchtet euch nicht!“
2 Tim 4,2-5 „Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung. Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln; und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden. Du aber sei in allem nüchtern, ertrage das Leiden, verkünde das Evangelium, erfülle treu deinen Dienst!“
Und allein dem Heiligen Geist, der unsere röm.-katholische Kirche führt und leitet, steht es zu, zu urteilen, was für die Kirche und ihr Volk gut ist und was nicht. Der Papst und das Lehramt haben die Vollmacht, Christi Kirche zu leiten und die Schrift zu interpretieren. In diesem Vertrauen müssen wir uns vor keiner Zukunft fürchten! Alleine können wir Menschen weder die Welt noch die Kirche retten. Deshalb: (Joh 15,7-9) „Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, daß ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet. Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!“
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#6   thaumaturgos   11:46:05 | Freitag, 2. März 2007
ich bin erstaunt
wie gute *katholiken* über bischöfe und kardinäle sprechen
ich für meinen teil sehe mir immer an wer wie über wen redet
aber den schismaticis marcelli impii sind ja alle mittel recht
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#5   ottaviani   10:57:55 | Freitag, 2. März 2007
mir ist
gestern abend schon der geburstag und der tag der Papstwahl des großen pius XII eingefallen
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#4   Hacki   10:14:32 | Freitag, 2. März 2007
wenn Kardinal Lehmann denn das verstünde,
müßte er vor Scham knallrot werden.
Sein antichristlicher Stolz weiss diese Einsicht jedoch zu verhindern.
Es ist erschreckend, wie zielstrebig und konsequent fast alle kirchlichen Amtsträger dem Antichristen willfährigst zuarbeiten. Es sind genau diejenigen, welche das autentische Christentum und die Tradition aufs schärfste bekämpfen.
Respekt Kardinal Biffi!
Danke für die klaren Worte!
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#3   Nachtlaterne   09:18:00 | Freitag, 2. März 2007
Das Gebet des Antichristen
Das Gebet des Antichristen lautet: Im Namen der Liberalität, der Humanität und der heiligen Toleranz. Amen.
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#2   stat crux   07:43:21 | Freitag, 2. März 2007
@Schüttel
Und wer denkt heute an den 131. Geburtstag von Eugenio Pacelli? Pius XII. hat mehr wider den Antichrist vollbracht als je zu erhoffen war.
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#1   Schüttel   07:01:08 | Freitag, 2. März 2007
Ob das auch von
Kardinälen wie Kasper und Lehmann gehört, verstanden und bedacht wird. Denn diese sind nahe dram am Geist des Antichristen.
Danke, Kardinal Biffi!
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