Muselmanen
Ein Priester, Allah und ein schlechter Witz
Bei einer Feier in einer Innsbrucker Schule beleidigte ein Priester im vergangenen Dezember den Islam. Von Johannes Auer.
Das Banner Allahs auf der Brüsseler Kirche "Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hilfe".
Das Banner Allahs auf der Brüsseler Kirche „Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hilfe“.
(kreuz.net, Innsbruck) In der Innsbrucker Lokalzeitung ‘Tiroler Woche’ – besser bekannt unter dem Namen „Tip“ – erscheint eine regelmäßige ungezeichnete Kolumne, dessen Verfasser sich als „Stadtfalke“ identifiziert.

In der Ausgabe Nr. 50 vom 15. Dezember 2006 berichtete dieser „Stadtfalke“, von einer Schulfeier in einer Innsbrucker Volksschule. Daran nahm auch der örtliche Pfarrer teil.

Zuerst zog der Priester mit einem mäßig lustigen Witz eine Stola an.

Dann erzählte er den Volksschülern, daß Gott und Allah das Gleiche seien. Während der Feier führte er mehrmals Parallelen zwischen Gott und Allah an.

Der „Stadtfalke“, der pseudolustige Menschen nie leiden konnte, machte sich im Anschluß daran seine eigenen Gedanken.

Dabei erkannte er, warum Menschen mit der Katholischen Kirche nichts mehr anfangen können. So gebe es zum Beispiel Menschen, die das Anlegen liturgischer Gewänder nicht lustig finden würden.

Wenn ein Pfarrer kleinen Kindern unkommentiert erkläre, daß der menschgewordene dreifaltige Gott der Christen mit dem Gott der Muselmanen identisch sei, dann sei diese Aussage eine Beleidigung des Islams – und nicht Inhalt der katholischen Lehre.

Daß die Äußerungen des Priesters unsanktioniert blieben, versteht sich fast von selber.

Der „Stadtfalke“ erklärte auch, daß dieser Priester die Schüler um die Wahrheit betrügt und den Kinderseelen erheblichen Schaden zufüge.

Ein Priester, der so handelt, riskiert, daß der Gottesdienst – des Menschen höchste Bestimmung – in den Augen junger Christen lächerlich wird.

Hätte die Stadt Wien im Jahr 1683 bei der Türkenbelagerung auf solche Bischöfe und Priester vertrauen müssen, gäbe es heute keinen Stephansdom.

Darum kann es nicht verwunden, daß viele Menschen aus der Kirche austreten oder mit ihr nichts mehr zu tun haben wollen.

Sie haben einfach zu wenig Humor, um Teil der Happy-Fun-Kirche zu sein.

Die Tragik besteht darin, daß diese Schulkinder wohl wirklich nie lernen werden, was der Unterschied zwischen der christlichen Dreifaltigkeit und dem Gott der Muselmanen ist.

Wie soll auf diese Weise ein konstruktiver Dialog zwischen Islam und Christentum geführt werden?

Denn um miteinander reden zu können muß man zuerst wissen, wofür man steht.
      
13 Lesermeinungen
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#13   GerdEric   22:56:20 | Dienstag, 4. September 2007
@VirFortis
VirFortis: besser ein Moslem als ein unseliger Theologieprofessor auf einer „katholischen“ Uni der in Wahrheit ein Atheist ist und sagt dass die heilung des Blinden übersetzt heißt dassJesus den Leuten geholfen hat auch die schönen Seiten des Lebens zu betrachten…
Um die Geschichte so zu verstehen, dass da Jesus einen Blinden geheilt hat, da zu braucht niemand Professor zu sein…
Die Botschaften, die dahinter sind, sind schon schwieriger.
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#12   Bokrug †   22:24:54 | Dienstag, 4. September 2007
Kritischer Dialog mit dem Islam
Kritischer Dialog mit dem Islam
…w.islamforum.aks-pages.de/index.php
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#11   Mathias Wagener   21:19:47 | Montag, 26. März 2007
Huldigung
Die Huldigung vor dem Islam ist für mich schlicht nicht nachvollziehbar. Ausgerechnet Priester sollten das dringend unterlassen. Leider gibt die Kirchenobrigkeit zu
Fehldeutungen Anlaß.
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#10   nonnobisdomine   17:27:23 | Dienstag, 6. März 2007
Was ist eigentlich der Islam?
NICHTS.
Extra ecclesiam salus non est.
Und der Islam?
Ist eben NICHTS.
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#9   VirFortis   14:49:36 | Dienstag, 6. März 2007
besser ein Moslem
als ein unseliger Theologieprofessor auf einer „katholischen“ Uni der in Wahrheit ein Atheist ist und sagt dass die heilung des Blinden übersetzt heißt dassJesus den Leuten geholfen hat auch die schönen Seiten des Lebens zu betrachten…
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#8   Unschuld   09:24:16 | Dienstag, 6. März 2007
Verkommenheit
Liebe Mitchristen,
es ist Ausdruck von Verkommenheit, wenn katholische Priester nicht die geringste Kenntnis über die christliche Theologie haben und zu so hanebüchenden Gleichstellungen wie zwischen der Dreifaltigkeit und dem islamischen Allah kommen.
Gruß
Unschuld
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#7   Stephanus   00:17:17 | Dienstag, 6. März 2007
ultimo, wahr ist vor allem…
daß es nicht die hauptaufgabe der kirche ist humor künstlich zu erniedrigen, sondern den menschen zu erhöhen.auslegung des wortes, feier eines würdigen gottesdienstes gekrönt durch die darbringung des heiligen meßopfers usw usw.
glamauck, den tanz über alle tische und unterhaltung im allgemeinen, daß können viele andere weit aus besser.
und darum leert sich nicht nur der kirchenraum, man muß sonntags ja von den ausschweifungen tagszuvor ausruhen, nein auch der offizielle kirchliche raum wird langsam menschenleer. warum auch nicht, bieten doch andere das gleiche ziel an, die fahrt dorthin aber mit viel grösserm unterhaltungswert.
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#6   ultimo   21:34:34 | Montag, 5. März 2007
Wer der Autor ist
ist relativ uninteressant und kein Argument. Sehr treffender Artikel, sehr traurig, sehr wahr.
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#5   mahner   21:11:05 | Montag, 5. März 2007
johannes Auer ist innsbrucker
… er ist derjenige, der in der Diözese Innsbruck die Indultmesse am Samstag Abend durch FSSP organisiert (hat)
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#4   Che Guevara   20:49:26 | Montag, 5. März 2007
Freddi
Siehst du weil alles so kurz gesagt ist les ich die ja auch nicht mehr.
Hata la victoria sempre Habs jetzt schon so oft vergessen hihi
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#3   freddie schenk   20:46:55 | Montag, 5. März 2007
_@Che
Johannes Auer zitiert den „Stadtfalekn“ (Glossist einer Wiener Zeitung) und kommentiert dessen Artikel. Zitate und Kommentierung klingen wie aus einer Feder. – Also üblicher kreuz.net-Stil.
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#2   Che Guevara   20:43:49 | Montag, 5. März 2007
Freddi
Den versteh ich nicht.
Kommt vielleicht davon, dass ich mir abgewöhnt habe knet Artikel zu lesen…
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#1   freddie schenk   20:41:50 | Montag, 5. März 2007
Mein Tipp
Johannes Auer ist „Stadtfalke“.
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