Polen
Neuer Erzbischof für Warschau
Papst Benedikt XVI. hat einen neuen Erzbischof für Warschau ernannt. Mons. Kazimierz Nycz sei einer von vielen Priestern gewesen, die nicht mit dem Geheimdienst kollaborierten.
Mons. Kazimierz Nycz
Mons. Kazimierz Nycz
(kreuz.net, Warschau) Am Ende der diesjährigen Fastenexerzitien ernannte Papst Benedikt XVI. den neuen Erzbischof von Warschau. Es handelt sich um Bischof Kazimierz Nycz.

Das gab der Vatikan heute bekannt.

Bischof Nycz war seit Juni 2004 Bischof von Köslin-Kolberg im Nordwesten Polens.

Der 57jährige Bischof wurde im Mai 1973 zum Priester der Erzdiözese Krakau geweiht. Er promovierte an der katholischen Universität Lublin im Fach Katechetik. Danach arbeitete er an der erzbischöflichen Kurie von Krakau im Schulamt und half zusätzlich in einer Pfarrei aus.

Mons. Kazimierz Nycz
Mons. Kazimierz Nycz
Im Jahr 1987 wurde Subregens des Krakauer Priesterseminars.

1988 wurde er zum Weihbischof für die Erzdiözese Krakau ernannt. Sein Wahlspruch lautet: „Ex hominibus, pro hominibus“ – „Von den Menschen, für die Menschen“.

Im kürzlich erschienenen Buch „Priester im Angesicht der Sicherheitsdienste“ des Krakauer Priesters, Hw. Tadeusz Isakowicz-Zaleski, wird auch der neue Erzbischof von Warschau erwähnt.

Mons. Nycz sei einer der vielen Priester gewesen, die dem Druck des Staatssicherheitsdienstes nicht nachgegeben hätten.

Mons. Nyczs Vorgänger, Erzbischof Stansislaw Wielgus (67), war nach nur zwei Tagen im Amt zurückgetreten.

Ein internationaler Medienskandal verunglimpfte den Prälaten wegen angeblicher Kollaboration mit dem polnischen Geheimdienst.
      
6 Lesermeinungen
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#6   landorganist   08:18:17 | Dienstag, 6. März 2007
@murxx
Klar, das sowas wie Sie aus dieser Ecke schießt! :-!
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#5   Benedikt   23:46:14 | Sonntag, 4. März 2007
@ Athanasius
Nennen Sie den Bischof von Chur heute eigentlich auch noch „Nachfolger des Bischofs von Konstanz“?
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#4   Athanasius   21:38:50 | Samstag, 3. März 2007
Pommern
Bischof Nycz war seit Juni 2004 Bischof von Köslin-Kolberg im Nordwesten Polens.
Sagen Sie ruhig: Nachfolger von Hw. Franz Hartz, Apostolischer Administrator von Schneidemühl (Pila) im hinterpommerschen Raum.
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#3   Karl Murx   17:37:16 | Samstag, 3. März 2007
Wer Reisefreiheit genoß, mußte kooperieren
Das betraf auch Karol Wojtyla www.virgo-maria.org/…glise_concilaire.pdf vor seiner Erhebung.
Die Altlasten in Form von Archiven, die auch Putin zur Verfügung stehen, sind nicht beseitigt. Von daher ist die Erpressbarkeit von selbst gegeben.
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#2   Logos   17:03:34 | Samstag, 3. März 2007
WIE BITTE????
Das, was Wielgus widerfahren ist, ist nur deshalb traurig, weil er den Papst belogen und die schon schwierige Situation für die polnische Kirche verschlimmert hat.
Es ist traurig, dass ein inkompetenter Nuntius die Ernennung nicht ausreichend begleitet hat. Es ist traurig, dass Polen einen polnischen Nuntius hat.
Es ist traurig zu sehen, wer sich alles auf diesen eingefahrenen Karren der polnischen Kirche setzt. Es ist traurig feststellen zu müssen, dass die polnische Kirche anscheinend schwer in der Lage ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Das wirklich Schlimme und Traurige aber war, dass Wielgus den Papst in Schwierigkeiten gebracht hatte und die Arbeit des Heiligen Vaters sehr gestört und geschädigt hat. Da kann es nur Mitleid geben. Da ist nichts zu rechtfertigen. :-(
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#1   agmen   16:40:38 | Samstag, 3. März 2007
Bischof Stanislaw Wielgus ist unschuldig
Das, was Bischof Stanislaw Wielgus widerfahren ist, ist ungeheuerlich traurig.
Ich bin davon überzeugt, dass er unschuldig ist. Zur Zeit lässt der Bischof seine Kontakte zum kommunistischen Geheimdienst von einem Gericht prüfen. Die Dokumente, die die angeblichen Kontakte des Bischofs zum Geheimdienst beweisen, sind nämlich vermutlich gefälscht. Weil das Gericht normalerweise nicht für Geistliche zuständig ist, ist unklar, ob es die Überprüfung vornimmt.
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