kreuz.net
Mitleid mit dem Herrn Vikar
Ein Internetportal hat das närrische Treiben eines Vikars nicht ernst genug genommen. Doch die ‘Stuttgarter Zeitung’ spendet dem geschmähten Priester Trost.
(kreuz.net) Von einer „anonymen Schelte für einen närrischen Vikar“ sprach kürzlich Thomas Schwarz in der ‘Stuttgarter Zeitung’.

Im Internet sei ein Narrengottesdienst in Schorndorf voller Sarkasmus kommentiert worden – jammert er.

Das habe sich Hw. Timo Weber – Vikar der Schorndorfer Heilig-Geist-Gemeinde – „nicht im Traum“ vorgestellt:

Weil er einige Narren aus seiner früheren Pfarrei in die Sonntagsmesse eingeladen habe, werde der Geistliche nun „geschmäht“.

Es könne der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefalle – moralisiert der Artikel mit dem deutschen Dichter Friedrich Schiller († 1805).

Dieses Wort treffe auf den Schorndorfer Vikar zu. Dieser habe „ohne Arg“ einige Narren zu sich in den Sonntagsgottesdienst eingeladen:

„Dieser Narrengottesdienst war ja aus der Gemeinde heraus gewünscht worden“ – wird der Vikar zitiert.

Doch dann habe sich eine Besucherin, die sich Annemarie Weck nennt, aber weder im Schorndorfer Telefonbuch zu finden noch in der Kirchengemeinde bekannt sei, im Internet über die Messe ausgelassen.

Unter dem Titel „Der Hexenmeister von Schorndorf“ überschütte die Autorin den Vikar auf ‘kreuz.net’ mit beißendem Hohn.

Statt dämonische Geister zu vertreiben, habe der Vikar diese in den Schorndorfer Gottesdienst eingeladen.

Doch die Autorin habe weder gehört noch verstanden, was Hw. Weber über die Narrenfiguren gesagt habe, belehrt die ‘Stuttgarter Zeitung’.

Das strenge Urteil: Frau Wecks Beitrag lese sich wie ein „kleines Lehrstück in Sachen Fundamentalismus“.

Da würden Zitate „aus dem Zusammenhang gerissen“ und Inhalte „bewußt falsch“ interpretiert: „Alles in einem unerträglich höhnischen Ton.“

Daß der Artikel genau jene Stelle der Predigt erwähne, in der die „Entlarvung der Selbstgerechtigkeit“ beschrieben werde, lasse tief blicken: „Getroffene Hunde bellen bekanntlich“ – triumphiert die ‘Stuttgarter Zeitung’.

Auf der „Suche nach der Autorin“ stelle sich heraus, daß die Internetseite keine europäische, geschweige denn eine hiesige Telefonnummer aufweise:

„Um einen Hinweis auf Annemarie Weck oder deren Forum zu bekommen, müßte man schon in El Segundo, California, anrufen.“

Überdies hielten sich die Betreiber und Autoren der Seite sehr bedeckt.

Im Impressum heiße es nur wolkig, daß es sich um die Initiative einer internationalen privaten Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind, handle:

„In welcher Kirche, das läßt das Impressum offen.“

Anhand der Tendenz der Beiträge vermutet die ‘Stuttgarter Zeitung’ Sympathisanten des verstorbenen Traditionalistenbischofs Marcel Lefebvre, der die Priesterbruderschaft Pius X. gründete und 1988 exkommuniziert wurde.

Der Verfasser des Beitrags in der ‘Stuttgarter Zeitung’ ist auch mit Trost zur Hand:

„Im Vergleich zu anderen Beiträgen liest sich der »Hexenmeister von Schorndorf« noch harmlos.“

In anderen „Pamphleten“ werde gegen Homo-Unzüchtige „gehetzt“ oder gegen den „gemeinsamen Kirchgang von Katholiken und Protestanten“.

Die „offen zur Schau gestellte Intoleranz“ stoße allerdings manchen Lesern bitter auf:

„Ich melde mich hier ab. Ich kann die Stimmung hier schwer nachvollziehen“, wird eine Leserin zitiert: „Trotzdem euch alles Gute und etwas Freundlichkeit im Herzen.“

„So klingt ein christliches Gemüt“ – weiß die ‘Stuttgarter Zeitung’.

Amen.
      
29 Lesermeinungen
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#29   landorganist   14:59:56 | Dienstag, 6. März 2007
Das ist doch
tatsächlich einmal ein Artikel, der die Zustände auf dieser Seite wahrheitsgemäß beschreibt. Da muss auch ich demütig sagen: „Danke +net“! O:)
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#28   stimme der vernunft †   10:02:07 | Montag, 5. März 2007
ts ts
die hetz.net-Redaktion lässt auch nach.
Bis vor kurzem hätte sie noch von der „umstrittenen, als anti-katholischem Hetzblatt bekannten Stuttgarter Zeitung“ geschrieben. Den Redakteuren bekommt der übermässige Weihrauch wohl nicht gut. Oder ist es der viele Messwein?
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#27   Che Guevara   12:28:56 | Sonntag, 4. März 2007
Wo ist Asterix?
War das ein Zufall, dass Obelix für methusalix antwortet oder ein offenes Bekenntnis zu Zweitakkount?
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#26   HeinrichvonOfterdingen   12:07:54 | Sonntag, 4. März 2007
Okay obelix,
Sie haben recht. Aber ich bin halt mal ein ehrlicher Mensch und es dauert noch ein wenig bis zum Mittagessen.
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#25   obelix †   12:05:07 | Sonntag, 4. März 2007
Nett, Heinrich …
… aber nicht notwendig.
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#24   HeinrichvonOfterdingen   11:56:03 | Sonntag, 4. März 2007
Lieber Methusalix,
nun gehts mir fast wie der Stuttgarter Zeitung: Ich bekomme nun fast Mitleid mit Ihnen.
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#23   methusalix †   11:45:32 | Sonntag, 4. März 2007
Danke fürs bellen Heinrich!
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#22   HeinrichvonOfterdingen   11:42:22 | Sonntag, 4. März 2007
Lieber Methusalix, Sie sind ja so scharfsinnig,
das hätte ich Ihnen nun gar nicht zugetraut. Und warum sollte ich Bellen, es könnte ja doch noch jemand auf die Idee kommen, ich gehörte zur gleichen Meute wie Sie, auch wenn Sie nur jaulen. Nein, das Hündische muß ich schon Ihrer Meute überlassen. Eben Gejammer statt Florett oder Vorschlaghammer.
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#21   methusalix †   11:22:09 | Sonntag, 4. März 2007
Hallo Heinrich, …
… warum erinnert mich das hier
… natürlich ist der Vergleich nicht gerecht,in der Stuttgarter Zeitung da werden Zitate aus dem Zusammenhang gerissen und Inhalte bewußt falsch interpretiert und dies alles in einem unerträglich höhnischen Ton…
ganz fatal an eine bestimmte „katholische“ Netzseite? Falsche und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, falsche Interpretationen und höhnischer Ton, das gibts doch noch wo anders. Ach ja, natürlich! Bei kreuz.net selbstverständlich! Der „katholischsten“ aller Netzseiten.
Und wie war das mit den getroffenen Hunden?
Ich erwarte umgehendes Gebell, Heinrich!
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#20   HeinrichvonOfterdingen   11:13:24 | Sonntag, 4. März 2007
Lieber Methusalix, natürlich ist der Vergleich nicht gerecht,
in der Stuttgarter Zeitung da werden Zitate aus dem Zusammenhang gerissen und Inhalte bewußt falsch interpretiert und dies alles in einem unerträglich höhnischen Ton.
Daß der Artikel der Stuttgarter Zeitung genau jene Stelle der Predigt erwähnt, in der die Entlarvung der Selbstgerechtigkeit beschrieben werde, läßt tief blicken: Getroffene Hunde bellen bekanntlich und Narren sind halt mit Narren gerne solidarisch.
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#19   methusalix †   00:09:53 | Sonntag, 4. März 2007
Irgendwie ist der Vergleich von kreuz.net mit der Stuttgarter Zeitung …
… nicht so ganz gerecht. O:)
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#18   Romulus   22:30:19 | Samstag, 3. März 2007
@Sulpicius
Ich kann Dir nur beipflichten… :-D :-O
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#17   Athanasius   21:35:24 | Samstag, 3. März 2007
Kreuz.net
Kreuz.net ist inzwischen auch auf Alexa sehr erfolgreich und viel gelesen.
Natürlich ist es eine Lüge alle Artikel auf kreuz.net der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu unterstellen. Die FSSPX hat sich ausdrücklich von kreuz.net distanziert – vor allem nach den ziemlichen tendenziösen „kritischen“ Artikeln zur möglichen Verlegung des röm.-kath. Don-Bosco-Gymnasiums e.V. von Diestedde/Wfl. in den Bodenseeraum.
Kreuz.net wird nicht von Priestern oder sogar Bischöfen der römisch-katholischen Kirche geleitet, es betrifft Laien die im Diözesanunterricht, dem „kirchlichen Dienst“ und kirchlichen Stellen aktiv sind. Auch im sozialen Bereich der kirchlichen Tätigkeit.
Kritik kann der Modernistenklerus schwer verdauen. Wenn die 1965er Revolution in der Kirche (Lehre únd Liturgie) angeprangert wird, dann will man gerne guillotinieren und beschimpfen. Deswegen wird ja auch diese kreuz.net-Seite in das von Vorurteilen sehr als intolerant eingestufte „Lager der Pius X.-Bruderschaft“ eingestuft. Obwohl es sich um diözesane und römische Redaktoren deutscher Sprache handelt!
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#16   Beobachterin   21:16:18 | Samstag, 3. März 2007
arme Stuttgarter Zeitung
Ein köstlicher Artikel! :-]
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#15   Sulpicius   21:10:44 | Samstag, 3. März 2007
Das Schorndorfer Pastoralteam
Link …sche-kirche-schorndorf.de/CMS/index.php?option=com_con…
Schmunzel. Kein weiterer Kommentar.
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#14   Gotthard   20:51:24 | Samstag, 3. März 2007
@Virfortis
Anschließend Gelegenheit zur hl Messe im überlieferten Ritus
Eintritt frei
Wenn das mal kein Sonderangebot ist! Kein Eintritt zur Tradi-Messe…
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#13   VirFortis   20:31:46 | Samstag, 3. März 2007
Ankündigung: Initiativkreis kath. Laien und Prieseter:
Diözese Linz/Pro Sacta Ecclesia
Referent: Bbr. Mag. Ewald Stadler
2002-2006 Volksanwalt; seit 11.2006 Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat
Thema: persönliche Erfahrungen mit der Loge
Wo: WELS, Sonntag, 25.März 2007, 13.30 Uhr
Hotel Greif, Kaiser-Joseph-Platz 50-51
Anschließend Gelegenheit zur hl Messe im überlieferten Ritus
Eintritt frei
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#12   HeinrichvonOfterdingen   20:22:02 | Samstag, 3. März 2007
Ach Pünktchen,
Selbsterkenntnis tut halt so weh, insbesondere wenn man Sie von Dritten auf dem silbernen Tablett serviert bekommt. Und der heilige Georg hat offenbar ein Problem mit dem Drachen. Würde wohl besser, wenn er die Waffenrüstung der Frömmigkeit anlegte und den Speer des Gebets in die Hände nähme, wie es jener heilige Georg images.google.de/imgres?imgurl=http://… tat.
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#11   Gotthard   20:04:43 | Samstag, 3. März 2007
@…krak …
Wer sich mit einem „Narrengottesdienst“ soweit aus dem Fenster lehnt,
aus dem Fenster lehen – und auch noch weit?
Kann nur von einem Unwissenden stammen …
dürfen Schützen in Uniform in die Kirche?
dürfen andere Vereine in die Kirche zu Festen?
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#10   Pünktchen   19:43:39 | Samstag, 3. März 2007
St Georg
Wo hätte ich Sie „herabgesetzt“, bitteschön! Ich habe Sie nur als das erkannt, was Sie sind! (Und dies nicht einmal ausgesprochen!)
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#9   st.georg   19:25:27 | Samstag, 3. März 2007
@pünktchen
sehen sie, diesen „katholischen“ umgang miteinander hier meine ich – ihre äusserung ist dem forum hier angemessen und mit stilbildend – statt diskussion herabsetzung, beschimpfung und verunglimpfung…genau das meinte ich – also haben sie leider doch nichts verstanden…
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#8   Pünktchen   19:19:33 | Samstag, 3. März 2007
St. Georg
sagen sie mal, halten sie mich für bekloppt?
Das wäre noch geschmeichelt! :-D
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#7   st.georg   19:15:23 | Samstag, 3. März 2007
@pünktchen
sagen sie mal, halten sie mich für bekloppt oder sind sie nur begriffsstutzig? durchlesen – durchatmen – verstehen ( auch wenn das ihr problem zu sein scheint )
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#6   Pünktchen   19:04:53 | Samstag, 3. März 2007
St.Georg
durch die hl.beichte befreit, kann man doch wieder voll …
Ihrer Meinung nach kann man also beichten im Hinblick auf künftige Sünden!
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#5   st.georg   18:59:37 | Samstag, 3. März 2007
@pünktchen
na, die frage mir dem „vorhinein“ und den zusammenhang mit lehmann verbuche ich mal unter „netter, durchschaubarer, mässig provokanter versuch „ – sie wissen es doch besser, oder nicht… :-O
aber durch die hl.beichte befreit, kann man doch wieder voll schwung ausgrenzen, stigmatisieren und frömmeln… gell
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#4   Pünktchen   18:49:11 | Samstag, 3. März 2007
…„ihr wart ja sicher alle heute beichten“…
Heißt das, St. georg, man könne nach Ihrer Meinung auch für die Zukunft geplante Sünden soz. im vorhinein „beichten“? Wer sagt das? Bischof Lehmann?
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#3   st.georg   18:39:08 | Samstag, 3. März 2007
tatsachen
endlich mal ein erträglicher beitrag hier in tradi.net
und der artikel der „stuttgarter zeitung“ enthält doch nur tatsachen – also, was solls… ach, das soll wohl wieder ein anlass für „urkatholische“ häme und hetze sein… also los: bitte stöhr, nonno…,und alle anderen verdächtigen – ihr wart ja sicher alle heute beichten :-!
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#2   Krak des Chevaliers   18:33:40 | Samstag, 3. März 2007
weit aus dem Fenster gelehnt
Wer sich mit einem „Narrengottesdienst“ soweit aus dem Fenster lehnt, wie der besagte Kaplan, muss sich doch nicht wundern, wenn er in die Schusslinie gerät. Nur weiter so!
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#1   methusalix †   18:19:07 | Samstag, 3. März 2007
Geil! Eine Watschen von der Stuttgarter Zeitung!
Jetzt kriegen alle kreuz.netter das grosse Verwundetenabzeichen am Band mit Eichenlaub und Schwertern. >:)
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