Die Pariser Tageszeitung ‘Figaro’ erwartet eine baldige Veröffentlichung des ‘Motu Proprios’ zur erleichterten Feier der Alten Messe. Uneinigkeit gebe es insbesonders bezüglich des Umgangs mit der Priesterbruderschaft St. Pius X.
(kreuz.net, Vatikan) Das ‘Motu Proprio’ zur Freigabe der Alten Messe liegt am Schreibtisch von Benedikt
XVI.
Das berichtete die französische Tageszeitung ‘Le Figaro’ am gestrigen Samstag.
Wann und wie es
veröffentlicht und welche Punkte es beinhalten werde, sei nach wie vor unklar. Nur eines ist nach Angaben
des ‘Figaro’ eindeutig: Es handelt sich um einen Text, der dem Heiligen Vater sehr am Herzen liege.
Ungeklärt sei bei den Bischöfen insbesondere der Umgang mit der mit Rom
im Streit liegenden Priesterbruderschaft St. Pius X. Diese Frage werde auf beiden Seiten der Alpen unterschiedlich
bewertet.
Die Diplomaten in Rom – erklärt der ‘Figaro’ – würden die Parteiungen und politischen Spaltungen
in diesem „liturgischen Kriegs“ nicht immer verstehen.
Daß das lang erwartete ‘Motu Proprio’ noch immer
beim Papst liege, hänge jedoch nicht nur mit unterschiedlichen Auffassungen in Rom und Frankreich zusammen.
Auch die Kurie sei gespalten.
Benedikt XVI. lasse sich deswegen Zeit. Er bereite die Veröffentlichung
und die Rezeption des Textes vor. Möglicherweise – spekuliert der ‘Figaro’ – gibt es gegenwärtig Pläne,
die juridische Natur des Dekrets zu ändern.
Der Autor des Artikels im ‘Figaro’ vermutet, daß die Veröffentlichung
des ‘Motu Proprio’ Hand in Hand mit der Veröffentlichung der ‘Apostolischen Exhortation’ über die Eucharistie
gehen könne.
Die Schlußfolgerungen und Zusammenfassung über die Bischofssynode vom Oktober 2005 werden
ebenfalls schon seit Monaten erwartet.
Der Heilige Vater selber hat die Publikation des Dokumentes vor
kurzem angekündigt.
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34 Lesermeinungen
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ruhrpotti Danke für die Einführung in die deutsche Sprache. Ich hatte „feierlich“ bisher immer so verstanden,
dass es dabei besonders würdig zugeht, weiß nun Dank deiner Aufklärung, dass das in Wahrheit „besonders
profan“ bedeutet. Das „feierliche Hochamt“ das sie Piusbrüder in der Nachbarstadt ab und zu zelebrieren
ist also gar nicht das, was ich mir vorgestellt habe, sondern eine ziemlich profane Veranstaltung. Gut
dass ich noch nie da war.
Was für eine Feier?? Der Aufstand der französischen Bischöfe gegen eine erleichterte Feier der Alten
Messehabe den Heiligen Vater sehr betroffen gemacht. Das ist ja entwürdigend! Niemand feiert das Kreuzesleiden
des Herrn Jesus Christus – es wird höchstwürdig daselbst zelebriert. Und das unterscheidet zuallererst
die hlg. Messliturgie von den Protestanten und dem V-II (in diesem Punkt). Eine Feier hat den Anstrich
des profanen, ohne jede Würde und ohne erfürchtige Anbetung für Jesus am Kreuz. Um das zu verstehen,
sollten einige Menschen das Leben und wirken des Pater Pio lesen / studieren. Die Rolle des Priesters
als Mittler zwischen den Seelennöten und Seelenkrankheit der Menschen auf der einen sowie dem größten
Arzt, Gott selber, auf der anderen Seite, kann nicht zum feiern anregen! Das liegt schon in der Natur
der Sache. HINTERHER, wenn die Seele gesundet ist, da mag sie feiern und den Herrn loben und preisen für
die von Gott erwiesenen Gnaden.
Die Sedisvakanz ist Teil des Problems Man muss Karl Murx insofern zustimmen, wenn er sagt: „Das Problem
besteht darin zu erkennen, daß die Konzilskirche als Besatzungsmacht nicht die römisch-katholische Kirche
ist.“ In der Tat ist das auch der Ansatz meines Sedisvakanz-Textes: Während sich die „Sedisvakantisten“,
soweit ich das damals überblicken konnte, auf die Frage nach dem „papa haereticus“ fixierten, blieb die
weitere Ekklesiologie auf der Strecke. Zur gesunden Kirchenlehre gehört das Wissen um die Kennzeichen
der wahren Kirche (una, sancta, catholica et apostolica). Damit hat man eine unfehlbare Grundlage als
Prüfstein für die Okkupanten und ihre Lemminge. Aber eben: Die Sedisvakanz ist Teil des Problems, und
niemals darf man einer Gemeinschaft angehören (und sei es auch nur auf dem Papier), die „una cum apostata“
ist.
Nein, das ist nicht notwendig. Die Heilige Messe wird in der römisch-kath. Kirche nach wie vor zelebriert
(Im Gegensatz zur V2-Sekte, die eine Nachäffung derselben „feiert“).
@Stöhr Aha. Und da wartet ihr wohl, dass Barbarossa aus dem Kyffhäuser kommt um das Reich zu restaurieren.
Vielleicht steht dann auch Pius X wieder auf und schreibt ein Motu Proprio zu alten Messe
@murxist Auslieferung an den weltlichen Arm, der in der Zukunft der Große Monarch sein wird Mein Gott,
manchmal hab ich echt den Eindruck, das ist hier die Webseit einer Psychiatrischen Klinik. Die armen Irren
dürfen als Therapiemaßnahme eine Website gestalten.
Sedisvakantisten Meine Güte, lasst die doch vom Schisma reden, solche Leute hat es seit dem 1. Jh. gegeben.
Vielleicht laufen ja heute immer noch ein paar Basilidianer, Montanisten oder Aloger herum, die auf ein
Ende des Schismas warten. Motto: Wenn sie nicht gestorben sind…
eine andere Präposition wäre wünschenswerter… Das ‘Motu Proprio’ zur Freigabe der Alten Messe liegt
am Schreibtisch von Benedikt XVI. Also am Schreibtisch nutzt es nicht viel. Besser wäre auf dem Schreibtisch.
Und im päpstlichen Füllfederhalter sollte eine neue Tintenpatrone drin sein, damit es nur ja keine Komplikationen
gibt.
@Möchtegern-Kathole Natürlich gibt es solche Hinweise. Warum reden wir denn die ganze Zeit von der Bulle
Pauls IV.? Wie Murx eben sagte, hat sie ins Kirchenrecht von 1917 Eingang genommen, siehe Fußnoten: Hier
mal auf Seite 2 der PDF-Datei schauen: www.rore-sanctifica.org/…lle_Antwort_2006.pdf Und hier kannst
Du die §§3 und 6 der Bulle einsehen: www.dailycatholic.org/cumexapo.htm
Das Problem ist gar nicht die Sedisvakanz Das Problem besteht darin zu erkennen, daß die Konzilskirche
als Besatzungsmacht nicht die römisch-katholische Kirche ist. Seltsamerweise gibt es viele Sedisvakantisten,
die genau das nicht zugeben wollen. Aus diesem Grunde nenne ich mich noch nicht einmal Sedisvakantist.
Die Konzilskirche ist nicht etwa eine durch eine Katastrophe abgefallene katholische Kirche, nein, sie
ist seit Anbeginn eine Besatzungsmacht, die durch Infiltrierte Agenten gehalten wird. Theoretisch müßte
man im Falle der Reconquista mit diesen Leuten genau das machen, wie die Kirche früher zu allen Zeiten
mit diesen Leuten verfahren ist: Auslieferung an den weltlichen Arm, der in der Zukunft der Große Monarch
sein wird.
fände … … sich nicht ein Hinweis in der Kirche, wenn tatsächlich über längere Zeit ein nicht-Papst
im Gewande eines Papstes die Kirche regieren würde? Irgendein Absatz im Werk eines Kirchelnlehrers, der
das als möglich annimmt, oder für das Ende der Zeiten fast sicher? Was ist so falsch an der These, dass
ein Papst grottenschlecht sein könnte, eben so schlecht wie wir es in den letzten Jahrzehnten gesehen
haben?
das große Schisma: Und wie man ein großes Schisma behebt und wieder einen für alle sichtbaren Papst
bekommt, dass sagen uns sie Konzilsakten von Konstanz! (v.a. auch im Hinblick auf teleologische Reduktionen
des Kirchenrechts) @Tridentinus: Eine Mexikanische Seite ist mir bisher nicht bekannt, aber diese internationale
Seite: www.wandea.org.pl/…teinischen-ritus.htm
@Stöhr: Murx redet vom physischen Tod Christi… …und stellt ihn einem physischen Tod des mystischen
Leibes gegenüber. Außerdem steht in 13.7 der Apokalypse: „ihm (dem Drachen) wurde Macht gegeben, zu
kämpfen mit den Heiligen und sie zu überwinden…“ Nach Schwester Lucia betrifft das III. Geheimnis
das 13. Kapitel. La Salette passt dazu und auch das, was Leo XIII. einmal bei einer Messe vernommen hatte.
Katholische Laien gibt es doch nach wie vor Es werde zwar immer weniger, es gibt sie noch. Daß sie sich
nicht einig werden, liegt eben genau daran, daß man eine Auferstehung nicht erzwingen kann. Schließlich
war die Einigung am Ende des großen Schismas auch ein regelrechtes Wunder unter Beteiligung von zusätzlichen
Wahlberechtigten, die normalerweise kein Wahlrecht gehabt hätten. Gegenfrage, wie stellst Du Dir denn
die Erfüllung der Prophezeiung Christi vor, wenn er nach dem Glauben fragt bei seiner Wiederkunft. Die
Situation in der wir uns jetzt befinden, macht eben deutlich, daß das Ende der Zeiten naht, und daß
„derjenige, der ihn (den Antichristen) noch aufhält“, gewichen ist, sei es der Kaiser, der Papst, oder
beide. Beide Auslegungen sind nach den Kirchenvätern möglich. Daß die Gegner der falschen Päpste sich
nicht haben einigen können, ist im Hinblick auf die Dauer des großen Schisma gerade kein Argument. Damals
war es je genauso gewesen. Die Situation war ein praktische Vakanz, weil keiner dieser Päpste allgemeine
Anerkennung finden konnte. Aus dieser Zeit hatte Denzinger kein einziges Dokument in seine Sammlungen
aufgenommen. Erst Hünermann hat damit gebrochen und die Bullen, die einen Priester ermächtigen, Priester
zu weihen, in seinen DH aufgenommen. Nicht gerade eine Empfehlung, oder? Die Bulle Pauls IV. findet sich
im CIC1917 rezipiert, die Bullen zu diesen seltsamen Weihen aus der Zeit des Schismas aber, werden sehr
kontrovers diskutiert. Was ist mit derZeit der Pornokratie? Alles Päpste?
@Karl Murx: Naja, den Begriff „Tod“ halte ich nicht für passend bzw. sogar für falsch. Der geistliche
Tod der Seele tritt ja nur ein, wenn man den wahren Glauben verloren hat. Das kann also auch nicht auf
diesen „Körper“ zutreffen, also der Menschen, die im wahren Glauben vereint ist. „Verfinsterung“ ist
wohl richtig. Richtig ist natürlich, das die Sache organisatorisch total am Boden ist. Heillose Zerstrittenheit
fast überall.
@Karl Murx Ich danke für die Korrektur meiner Darstellung Deiner Argumentation. Trotzdem: Wo liegt der
leblose Mystische Leib Christi und harrt seiner Auferstehung? Es gibt mehrere Sedisvakantismen, alle die
zur Papstwahl schritten sind demnach zu verwerfen (weil man eine Auferstehung nicht selber machen und
auch nicht erzwingen kann!). Desweiteren würde ich noch eine Reaktion Stöhrs auf meine unmittelbar an
ihn gerichtete Lesermeinung wünschen. (Nicht drängend zu verstehen, aber Karl Murx wollte sie sicher
nicht verdrängen.)
@Tridentinus: Naja, erwarten Sie darauf (auf den 1. Teil) wirklich eine ernsthafte Antwort ? Wenn ein
Gläubiger, der eine bestimmte Äußerung eines Papstes nicht kennt oder nicht beurteieln kann, aber ansonsten
den kath. Glauben treu bekennt, dann verliert er nat. nicht seine Kirchenzugehörigkeit bzw. ist nicht
deshalb schon Schismatiker (auch gutgläubige Häretiker und Schismatiker gehören zur Kirche!) Insofern
kann man auch unter einem Scheinpapst immer erkennen, wo die Kirche ist; nämlich dort, wo man mit dem
sensus ecclesiae den wahren Glauben findet. Hier geht es aber nicht um irgend eine vereinzelte Häresie
und insofern auch nicht primär um Apost. Officio, sondern um eine Tatsache, die ganz sichtbar vor der
ganzen Welt offenliegt: Um Personen, die sich als „katholische“ Päpste, Bischöfe und Priester bezeichnen
und gleichzeitig einen fundamnental anderen Glauben lehren, der auf den Kult des Menschen hinausläuft.
Insofern kann man schon von Apostasie sprechen. Hinzukommt, dass nur noch die allerwenigsten in dieser
„Hirarchie“ überhaupt gültig geweiht sind.
@Tridentinus: leider hast Du mich wohl falsch verstanden Von einer unsichtbaren Kirche habe ich nie geredet.
War der Leib Christi nach seinem Absterben unsichtbar? Und als er im Grab lag, wußte man immerhin, wo
er lag. Es geht jetzt um folgendes: Soll der mystische Leib Christi am Leiden Christi teilhaben und muß
er man Ende der Zeiten eine Passion durchlaufen, wobei eine Art mystischer Tod eintritt? Das Leben fehlt
dann diesem Leib, insofern die aktive Unfehlbarkeit des Magisterium nicht gegeben ist, aber die passive
Unfehlbarkeit der Gläubigen bleibt. Insofern zersetzt sich dieser Leib nicht. Über das Dogma von Vat.I
haben wir uns durchaus unterhalten und hattest mir damals zugestimt, als ich sagte, es könne doch wohl
nicht bedeuten, daß im Augenblick der Parusie selbst, noch ein Papst auf dem Thron sitzt. Schließlich
hat Christus gesagt: Wird der Menschensohn noch Glauben vorfinden…? Zur Bulle Pauls IV.: hier war lang
und breit diskutiert worden, daß die Bulle nach Maßgabe des CIC1917 zu interpretieren ist und in diesem
Falle zieht der Kanon 188. Der sieht übrigens vor, daß jedes Amt „ob tacitatam renunciationem, sine
ulla declaratione“ abgetreten wird. Die Frage einer Instanz, wer das feststellen soll, ist hier überflüssig.
Der Kanon verweist in seinen Fußnoten ausgrechnet auf die Paragraphen, die gerade auf einen vermeintlichen
Papst abzielen. Wäre die Bulle nie von den Kanonisten über die Zeiten rezipiert worden, sie wäre wohl
kaum im CIC. Umgekehrt wird ein Schuh d’raus: Wie sonst soll sich der Katholik wehren?
@Daniel Stöhr Ich werde jetzt nicht ironisch (!), sondern frage ernst: Hat Paul V. durch Apostolatus
officio – erst recht wenn er den Versuch unternommen haben sollte, diese Bulle mit dogmatischem Charakter
auszustatten im strikten Sinne eine ex cathedra-Entscheidung – (eine andere Frage: Hat er ihr tatsächlich
diese Qualität beigelegt?) – hat er dadurch, dass diese Bulle im Endeffekt gegen die Sichtbarkeit und
sichere Erkennbarkeit der Kirche gerichtet ist, somit gegen offensichtliche Dogmen – selbst sein Amt verloren?
Würde ich jetzt tatsächlich ironisch, schlösse ich eine Konsequenz an, die Sie auch selbst ziehen können!
Dass Mexico eine starke Präsenz von Sedisvakantisten hat, weiss ich. Gibt es dafür auch eine Erklärung?
Sind solche „Pfarr-„Gemeinden online?
@Tridentinus: „Ex Apostolatus officio von Papst Paul V. würde meines Erachtens ständige Rechtsunsicherheit
schaffen -und das nicht erst heute!“ Naja, aber es ist nun einmal so, dass es diese Bulle gibt und dass
sie von einem rechtmäßigen Papst erlassen wurde. Sollen wir jetzt davon ausgehen, dass der Satan hier
seine Finger im Spiel hatte oder sollen wir auf den Felsen Petri setzen ? (was wäre des Petrusamt noch
wert, wenn wir anfangen über dogmatische Bullen -nicht zu diskutieren, das ist bzgl. der Auslegung sicher
manchmal geboten- aber zu urteilen ? Und dann noch unter Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten ? Es ja doch
ein Merkmal der Wahrheit, dass diese von allem Zweckmäßigkeitsdenken unabhängig ist!) Sichtbarkeit
der Kirche: Ich sehe das eigentlich nicht so eng – Wer heute im deutschen Internet den Begriff „katholisch“
eingibt, der landet sehr schnell auf der Seite von Pater Lingen oder bei www.Sedisvakantismus.org. Wer
„catholicism“ eingiebt, ebenso. In México braucht man dazu kein Internet, dort existieren ganze Pfarrgemeinden.
Außerdem: Wer sich mit V2 beschäftigt und dies mit der überlieferten Lehre vergleicht, der sieht doch,
wenn er nicht hartnäckig die Fakten ignoriert, was los ist. Das ging mir ja genauso.
@Daniel Stöhr Ich danke Ihnen für Ihre Antwortskizze, über die ich mich freue. Wer ist dann aber der
aktuelle Garant der Unverfälschtheit des Glaubens? Leider gehen Sie nicht auf mein Argument gegen Ex
Apostolatus officio ein. Ich betrachte die Denkvoraussetzungen der Sedisvakantismen als im Effekt höchst
spiritualistisch und protestantisch. Die Sichtbarkeit der Kirche ist durchaus Dogma, ebenso ihre geschichtliche
Unzerstörbarkeit. Das Papsttum und in concreto der Papst sind zwar nicht der singuläre Ausdruck dieser
wesentlichen Charakteristika der Kirche, aber doch ein personifizierter Kristallisationspunkt von unüberbotener
Dichte und von daher unerlässlich. Ausserdem spricht das (I.) Vaticanum in einem Canon mit Anathema von
den „beständigen“ Nachfolgern Petri. Leider lann ich aktuell die Dz, DS oder DH Nr. nicht auswendig angeben
und auch nicht ermitteln. Ein ehemaliger sedisvakantistischer Bischof (Fulham), der mir inzwischen teils
in ein fast neokonservatives Papalismus-Muster abzutrifften scheint, befasst sich damit aber sehr interessant
auf seiner Homepage www.olfatima.com. Vielleicht führen Sie, verehrter Herr Stöhr, Ihre Antwort jetzt
noch etwas weiter aus.
@Tridentinus: „was soviel besser…ist“: Die Bewahrung des unverfälschten Glaubensgutes, zu der man als
Getaufter verpflichtet ist, das ist „besser“! Das Papsstum (oder der Apostolische Stuhl) ist eine übernatürliche
Einrichtung und existiert weiterhin. Greifbar vor allem in den dogmatischen Entscheidungen und den Enzykliken
der gültigen Päpste aller katholischen Zeiten! Das folgende ist zwar kein dogmatisches Argument, aber
immerhin passt es doch wie die berühmte Faust auf’s Auge: Was wurde in La Salette denn prophezeit ? Die
Verfinsterung der Kirche! – „Rom wird den Glauben verlieren und zum Sitz des Antichristen werden“. Dazu
vergleichen auch die Offenbarung des Johannes, wo der große Massenabfall explizit prophezeit wird! „Auch
die etwa von Karl Murx vorgebrachte – bedenkenswerte – These einer insofern unsichtbaren Kirche, als sich
vor die an sich sichtbar bleibende Kirche das „Gestirn“ einer Gegenkirche (=„Vat.II-Sekte“) geschoben
habe, lässt sich nicht durchhalten: Das setzte voraus, dass irgendwo ein gültiger Papst sei – zumindest
der Masse aber verborgen, durch Gegenpäpste „verdeckt“. Wieso setzt das voraus, „dass irgendwo ein gültiger
Papst ist“ ? Ich kann versichern, dass es nirgendwo derzeit einen gültigen Papst gibt, noch dass irgendwo
einer in Sicht wäre (wobei ich durchaus einen geeigneten Kandidaten wüsste). Gibt es denn irgendwo ein
Dogma: „Wer sagt, die Kirche könne über 50 Jahre keinen Papst haben, der sei ausgeschlossen“ ? Wäre
mir nicht bekannt.
der arme gefangene im vatikan ich kanns echt nicht mehr hören die päpste haben es in der hand zu ändern
nach fast 2 jahren kann man sagen das potifikat Benedikts XVI ist eine riesen enttäuschung
@Daniel Stöhr Ihnen wollte ich schon längst mal die ernstgemeinte Frage vorlegen, was soviel besser
an einem Zustand ist, in dem man keinen Papst – ob mit oder ohne Anführungszeichen – ja überhaupt keine
Jurisdiktionshierarchie hat. Was antwortet eigentlich die sedisvakantistische Position auf folgenden Einwand?
Ist es nicht ein Indiz für die faktische Unmöglichkeit einer ausgedehnten Sedisvakanz des Stuhles Petri,
dass es in der Struktur der Kirche kein taugliches Instrumentarium gibt, den Eintritt einer solchen Sedisvakanz
verbindlich festzustellen und ihr abzuhelfen. Ex Apostolatus officio von Papst Paul V. würde meines Erachtens
ständige Rechtsunsicherheit schaffen – und das nicht erst heute! – und ist insofern zumindest gegen die
Sichtbarkeit der Kirche gerichtet (wie Joachim von Fiore, Protestantismus!). Der heutige Sedisvakantismus –
auch durch seine eigene Zersplitterung – sogar gegen die Indeffektibilität der Kirche. Auch die etwa
von Karl Murx vorgebrachte – bedenkenswerte – These einer insofern unsichtbaren Kirche, als sich vor die
an sich sichtbar bleibende Kirche das „Gestirn“ einer Gegenkirche (=„Vat.II-Sekte“) geschoben habe, lässt
sich nicht durchhalten: Das setzte voraus, dass irgendwo ein gültiger Papst sei – zumindest der Masse
aber verborgen, durch Gegenpäpste „verdeckt“.
@Heggi da ist dann leider der Heilige Vater falsch unterrichtet, über seine Macht. Macht besteht nicht
aus Kanonenkugeln, sondern aus Rosenkranzkugeln, und die sind schneller, haben mehr Sprengkraft und kennen
keine Gegenwehr. Und wieviele Rosenkranzkugeln haben die Antichristen?
Gefangener im Vatican Wenn die Autorität des Hl. Vaters nur bis zur Tür seines Büros reicht, dann ist
er erneut ein Gefangener im Vatikan und zwar schlimmer denn je. Wie kann es sein, dass Bischöfe einzelner
Nationalkirchen sich dem Willen des Hl. Vaters in den Weg stellen? Dieselben Leute verdammen wahrscheinlich
Erzbischof Lefebvre für sein entschiedenes Festhalten an der tridentinischen Liturgie. Gerade in den
französischsprachigen Ländern befindet sich die Kirche doch in einem beklagenswerten Zustand und das
am allerwenigsten wegen der fehlenden Kirchensteuer. Auch die deutschen Bischöfe sollten sich noch einmal
den „blauen Brief“ JP II vornehmen, von dem sie sich damals ja nicht angesprochen gefühlt haben. Oremus
pro papa nostro Benedicto!
Interessante Vorstellung Das Ergebnis soll für die Kirche nachhaltig sein und nicht vom nächsten Papst
einfach rückgängig gemacht werden können Interessante Vorstellung vom Papstamt, die Sie da haben.
aber der hat die macht es zu ändern das ist dann allein die schuld des papstes wenn er sich das gefallen
läßt und nicht mit einem pauckenschlag aller welt zeigt wie der zustand der Kirche ist
möchtegern-kathole Ich habe heute schon bereits auf folgende Äußerung des Heiligen Vaters hingewiesen.
So wurde mir berichtet, BXVI habe zu einem Gesprächspartner gesagt, daß seine Autorität nur bis dorthin
reiche. Dabei wies er mit dem Finger auf die Tür seines Arbeitszimmers. Wenn dem so ist oder sein sollte,
dann ist die Spannung raus.
_____ Dieses Motu Proprio könnte der Teil seines Pontifikats sein, der BXVI am meisten am Herzen liegt,
sondern auch der wichtigste Punkt überhaupt. Man ahnt, dass er sich gerade deshalb so viel Zeit läßt
und das ihm natürlich die Spaltung von Kurie und Klerus genauso bewußt sein wird wie Falschaussagen
mancher liturgischer Institute oder von RV, die dann von zahlreichen weltlichen Medien incl. Kirchenzeitungen
mangels besseren Wissens abgeschrieben worden sind. Das Ergebnis soll für die Kirche nachhaltig sein
und nicht vom nächsten Papst einfach rückgängig gemacht werden können; dies dürfte auch ein schwieriger
Punkt sein.