09:22:16 | Dienstag, 11. Januar 2005
Der Weg des Heiligen + Verhafteter Diözesanbischof freigelassen + Philippinen: Selbstmordattentat verhindert + Keine Entführung von Flut-Waisen + 250 Euro Bußstrafe wegen Papstbeschimpfung
Der Weg des HeiligenVatikan. Wer sein Herz für Christus öffnet, wird das Geheimnis seines eigenen
Daseins verstehen. Er wird auch seine eigene Berufung erkennen, und er wird wunderbare Früchte der Gnade
heranreifen lassen. Die erste Frucht der Gnade ist das Wachsen in der Heiligkeit. Das ist ein geistlicher
Weg, der mit dem Geschenk der Taufe beginnt und bis zur völligen Entfaltung der vollkommenen Liebe führt.
Wenn der Christ das Evangelium ohne Abstriche lebt, wird er dazu fähig, wie Christus zu lieben und dessen
Mahnung zu beherzigen: „Ihr sollt vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.“ Der Heilige
strebt danach, innerhalb der Gemeinschaft der Kirche mit den Brüdern in Einheit verbunden zu bleiben.
Er stellt sich in den Dienst an der Neuevangelisierung, um die großartige Wahrheit der Liebe Gottes zu
verkünden und zu bezeugen.
Aus der
Botschaft von Johannes Paul II. zum 42. Weltgebetstag um geistliche
Berufe am 17. April 2005.
Verhafteter Diözesanbischof freigelassenChina. Wie die US-amerikanische
Kardinal Kung-Stiftung berichtet, befindet sich Monsignore Jia Zhi Guo, der katholische Bischof der chinesischen
Untergrunddiözese Zheng Ding in der Provinz Hebei (Ostchina), wieder auf freiem Fuß. Der 69-jährige
Bischof, der sich der offiziellen kommunistischen Staatskirche widersetzt, war am
vergangenen 5. Januar
festgenommen und während dreier Tage seiner Freiheit beraubt worden. Wie die Nachrichtenagentur „asianews“
berichtet, handelte es sich dabei um die sechste Verhaftung innerhalb von zwölf Monaten. Seit seiner
Bischofsweihe im Jahr 1980 verbrachte Mons. Jia Zhi Guo bisher zwanzig Jahre im Gefängnis.
Philippinen:
Selbstmordattentat verhindertPhilippinen. Nach Berichten der französischen Presseagentur ‘AFP’ wurde
in einem Vorort von Manila ein Selbstmordattentat verhindert, das gegen eine katholische Prozession gerichtet
war. 16 muslimische Terroristen, unter ihnen drei Frauen, wurden am 8. Januar von der Polizei verhaftet.
Die Sicherheitskräfte stellten auch drei Bomben und weitere Handwaffen sicher. Die Terroristen hatten
die Absicht, eine traditionelle Prozession zu Ehren des „Schwarzen Nazoräers“, an der am letzten Sonntag
zehntausende Gläubige teilnahmen, in ein Blutbad zu verwandeln.
Keine Entführung von Flut-WaisenSri
Lanka. Wie die Religionsabteilung des ‘Österreichischen Rundfunks’ berichtet, bleibt die Kirche gegenüber
Meldungen über angebliche Kindesentführungen in Sri Lanka skeptisch. Berichte, wonach Kinder, die durch
die Flutkatastrophe zu Waisen wurden, „Sexunternehmern“ oder „Organ-Händlern“ zum Opfer gefallen seien,
konnten von den Sicherheits- und Justizbehörden des Landes bisher nicht bestätigt werden. Derzeit kümmern
sich Großfamilien sowie die Salesianer des heiligen Don Bosco um die zurückgebliebenen Waisen. Unklar
sei, ob die tamilische Befreiungsorganisation LTTE Anstrengungen unternehme, um die verwaisten Kinder
und Jugendlichen als „Kindersoldaten“ auszubilden.
250 Euro Bußstrafe wegen PapstbeschimpfungÖsterreich.
Eine 46-jährige Wienerin wurde wegen wiederholter Beschimpfungen des Heiligen Vaters und der Glaubenskongregation
als „Kinderschänder“ zu einer unbedingten Geldstrafe von 250 Euro verurteilt. Die Dame hat im Sommer
2003 am Wiener Stephansplatz wiederholt die Aufmerksam auf sich gezogen, weil sie lautstark gegen die
Sexualmoral der katholischen Kirche hetzte und Papst Johannes Paul II. beschuldigte, Sexualverbrechen
an Kindern willentlichen unter Verschluß zu halten.
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