Sexualität
Ein Junge mit weiblichen Geschlechtsorganen?
In Deutschland laufen zur Zeit Projekte, die sich zum Ziel gesetzt haben, Heranwachsende in ihrer Geschlechtsidentität zu verwirren. Von Lisa Abelin.
Titelbild der Londoner Wirtschaftszeitung 'Financial Times' vom April 2005
Titelbild der Londoner Wirtschaftszeitung ‘Financial Times’ vom April 2005
(kreuz.net) Das Zauberwort heißt Gender mainstreaming-Strategie.

Diese Form der Hirnwäsche wird durch die Überschrift eines Vortrags des Kieler Sozialpädagogen Uwe Sielert beschrieben:

„Von der antiautoritären Herausforderung zur Dekonstruktion postmoderner Sexualkultur“.

Natürlich wird Gender mainstreaming von der EU in Brüssel mit viel Geld und politischen Druckmitteln den „rückständigen“ europäischen Staaten aufgedrückt.

Worum geht es dabei? Unter anderem um die Behauptung der französischen Ideologin Simone de Beauvoir († 1986), daß es angeblich kein Wesen der Frau gebe:

„Denn als Frau wird man nicht geboren, zur Frau wird man gemacht“ – behauptet Frau de Beauvoir.

Gender-Studien unterscheiden darum zwischen dem biologischen Geschlecht – englisch: sex – und der gesellschaftlichen Geschlechtsrolle – englisch: gender.

Dabei wird behauptet, daß es sich bei der Gender-Rolle um eine „gesellschaftliche Konstruktion“ handle. Diese sei veränderbar, weil der Zusammenhang mit dem biologischen Geschlecht nicht als zwingend angesehen wird.

Das biologische Geschlecht eines Menschen sei nicht richtungsweisend.

In Dekonstruktion der herrschenden Geschlechterrollen soll der Mensch seine Geschlechtsrolle „völlig frei“ wählen können.

Die praktische Umsetzung dieser Theorie erweist sich allerdings als fatal bis grausam.

So lehnte sich die Ideologin Simone de Beauvoir mit massiven Aggressionen gegen ihr Muttersein auf. Sie ließ sogar zwei ihrer Kinder durch Abtreibungsverbrecher schlachten.

Von Kindern sprach die Ideologin nur verächtlich als von Fesseln der Frau, die sie in der Sklaverei des Mannes hielten.

Damit nahm sie älteres ideologisches Material des Sozialismus auf.

Das „Dilemma der Frauen durch Kinder und Kindererziehung“ suchte sie gut sozialistisch durch kollektivistische Fremderziehung der Kinder zu lösen.

Die menschenfeindliche Polemik der Frau de Beauvoir sowie ihre Nachahmer der Gender-Ideologie stellen eine schlimme Verirrung dar.

Bei den meisten Menschen genügt der gesunde Menschenverstand, um die bipolare Geschlechtlichkeit des Menschen in der Einheit von Leib und Seele zu erkennen.

Nach Thomas von Aquin ist die Seele das Formprinzip des Leibes und der Leib die Ausdrucksform des Geistes. Dagegen betrachtet eine verwirrte neuzeitliche Philosophie den Leib vielfach als Objekt, als „Sache“ oder als ein „Es“.

Auf dieser Schiene fährt auch die Gender-Ideologie. Sie verbreitet den Mythos, daß man den Leib als Instrument des „Ichs“ beliebig und ohne Schaden designen könnte.

Kürzlich berichtete das Wochenmagazin ‘Spiegel’ von der Berliner Gender-Projektgruppe „Dissens“.

Diese versucht bei Seminaren „Jungs schon früh zu Kritikern des eigenen Geschlechts zu erziehen“.

Bei einer Projektwoche zur Jungenarbeit warfen zwei Dissens-Leute einem besonders selbstbewußten Jungen vor, „daß er eine Scheide habe und nur so tue, als sei er ein Junge“.

Die Geschäftsführung dieser zweifelhaften Organisation rechtfertigt solche „gender-orientierte“ Jugendarbeit.

Dort kann man Verrücktheiten wie die folgende hören:

„Wenn gesagt wird, das Ziel einer nicht-identitären Jungenarbeit sei nicht der ‘andere Junge’ sondern »gar kein Junge«, ist damit die Möglichkeit gemeint, sich grundsätzlich individuell frei von einengenden gesellschaftlich zugeschriebenen Männlichkeitsbildern entwickeln und verhalten zu dürfen.“

Dieser Wahnsinn ist sogar dem ‘Spiegel’ zu viel.

Darum poltert der Dissens-Verein: „Der ‘Spiegel’-Autor will die Fortführung der Umsetzung der Gender Mainstreaming-Strategie durch die Bundesregierung, die sich dazu im EU-Rahmen verpflichtet hat, attackieren.“
      
14 Lesermeinungen
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#14   always_look_on_the_bright_side   22:18:51 | Mittwoch, 4. April 2007
aha…
todfeinde? ich dachte soetwas wurde im katholischen glauben schon lange überwunden.
bist du denn eine frau?
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#13   Ydefix   22:16:34 | Mittwoch, 4. April 2007
Kennzeichnung der Abtreibung als
Verbrechen ist also „unzeitgemäß“ ? Typen wie Sie betrachte ich als meine persönlichen Todfeinde.
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#12   always_look_on_the_bright_side   22:13:15 | Mittwoch, 4. April 2007
körperliches geschlecht so eindeutig?!
in deinem stark polemischen artikel hast du geschrieben, dass männer oder frauen dazu gebracht werden sollen das jeweils andere geschlecht anzunehmen.
jeder mensch hat ja aber eine unterschiedlich starke konzentration von testosteron und östrogenhormonen, welche ausschlaggebend daüfr sind, wie „weiblich“ oder „männlich“ ein mensch ist. das ist auch der grund für genderdebatten: es wird nicht davon ausgegangen, dass es männer und frauen gibt. stattdessen gibt es menschen und diese sind schwächer oder stärker „männlich“ oder „weiblich“. abgesehen davon, dass diese begriffe kaum definiert sind.
abtreibung als abschlachten der eigenen kinder zu bezeichnen finde ich auch ziemlich daneben und unzeitgemäß!
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#11   Kurt K.   13:01:07 | Dienstag, 6. März 2007
Quelle?
Gibts dazu eine Quelle? Der Spiegel-Artikel würd mich mal interessieren, den muss ich übersehen haben, obwohl ich den Spiegel eigentlich meistens lese.
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#10   OnanII   23:23:57 | Montag, 5. März 2007
Gender-Mainstreaming ist ein Problem
es wird nicht die chancengleichheit gefördert sondern es wird versucht mädchen und jungen „gleichzurichten“.
die lernfenster bei den beiden geschlechtern sind verschieden, die interessen differieren, …
jeder sollte die möglichkeit haben sich zu verwirklichen und seine ziele zu verfolgen, allerdings sollte auch jeder das recht haben darauf zu verzichten.
wirkliche gleichberechtigung heißt den anderen so zu nehmen wie er ist.
der artikel ist zwar schwachsinn, aber die gender-geschichte ist teilweise wirklich blödsinn…
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#9   Es_steht_geschrieben   21:01:45 | Montag, 5. März 2007
@ Kurt K.
…wie auch die übrigen Schriften, welche die Unwissenden und Unbefestigten verdrehen, zu ihrem eigenen Verderben.
2.Petr.3,16
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#8   Kurt K.   20:42:13 | Montag, 5. März 2007
Es steht auch geschrieben:
Du sollst kein kleid von zweierlei Faden tragen. Quelle kann ich suchen. UND?
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#7   Es_steht_geschrieben   20:16:22 | Montag, 5. März 2007
Mann und Frau
Da schuf Gott den Menschen nach seinem Bilde: nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. (1Mo 1,27)
Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer die Menschen von Anfang an als Mann und Frau geschaffen hat. (Mt.19,4)
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#6   VirFortis   18:44:44 | Montag, 5. März 2007
gender Mainstreaming
bedeutet nichts anderes als politische Geschlechtsumwandlung. Es will nichts weniger als den neuen Menschen schaffen durch Zerstörung der traditionellen geschlechtsrollen. Schon aus diesem Grunde muß das als Zwangsbegriff verneinte „Geschlecht“ durch „Gender“ ersetzt werden. Möglichst schon in der Krippenerziehung soll mit der geistigen Geschlechtsumwandlung begonnen werden. „Gender“ behauptet in logischer konsequenz dass es ein Geschlecht nicht gäbe. Die Gender Grundidee wurde von der Homosexuellenbewegung übernommen. Der Zusammenhang von Feminismus und Lesbenbewegung wird öffentlich verbrämt, dabei ist er in der tat zwingend.
gender Mainstreaming wird von der Spitze beliebiger Organisationen als To Down Prinzip durchgesetzt.
Vorangetrieben wird die Politik von der EU Sexualpolitikern Gröner, die die Frauenpoliotik der Sozialdemokraten auf Europaebene koordiniert und Mitglied der sexualpolitischen Politgruppe für „Gay and lesbian rights“ ist. Sie lebt , wie es auf ihrer Homepage heißt in Lebensgemeinschaft. Ihre intellektuelle leitfigur ist der 1984 an Aids verstorbene Philosoph Michel Foucault…
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#5   Alanus ab Insulis   18:43:34 | Montag, 5. März 2007
Na, wenn Th. v. Aquin mal keine
unschlagbare Autorität in aktuellen wissenschaftl. Fragen ist… :-D
Das ist hier doch mal wieder gediegene, bucklige Schafskacke, die hier produziert wird
Es ist doch offensichtlich, wie sich die Geschlechterrollen in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Daran ist erkennbar, daß da gar nichts biologisch vorgegeben ist.
Auch in den unterschiedlichen Kulturen rund um den Erdball wird das alles ganz unterschiedlich gehandhabt.
Aber die meisten User hier können sich nicht mit einem nicht-statischen Weltbild anfreunden. Da liegt das Problem.
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#4   VirFortis   18:38:13 | Montag, 5. März 2007
„gender Mainstreaming“
bedeutet nichts anderes als politische Geschlechtsumwandlung. Es will nichts weniger als den neuen Menschen schaffen durch Zerstörung der traditionellen geschlechtsrollen. Schon aus diesem Grunde muß das als Zwangsbegriff verneinte „Geschlecht“ durch „Gender“ ersetzt werden. Möglichst schon in der Krippenerziehung soll mit der geistigen Geschlechtsumwandlung begonnen werden. „Gender“ behauptet in logischer konsequenz dass es ein Geschlecht nicht gäbe. Die Gender Grundidee wurde von der Homosexuellenbewegung übernommen. Der Zusammenhang von Feminismus und Lesbenbewegung wird öffentlich verbrämt, dabei ist er in der tat zwingend.
gender Mainstreaming wird von der Spitze beliebiger Organisationen als To Down Prinzip durchgesetzt.
Vorangetrieben wird die Politik von der EU Sexualpolitikern Gröner, die die Frauenpoliotik der Sozialdemokraten auf Europaebene koordiniert und Mitglied der sexualpolitischen Politgruppe für „Gay and lesbian rights“ ist. Sie lebt , wie es auf ihrer Homepage heißt in Lebensgemeinschaft. Ihre intellektuelle leitfigur ist der 1984 an Aids verstorbene Philosoph Michel Foucault…
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#3   Ydefix   17:46:57 | Montag, 5. März 2007
Und natürlich
gefördert von der EG oder EU. Warum wird denn wohl die EU mit ihren drei Säulen den EG-Geminschaften + den einzelnen Politiken als Pyramide dargestellt ? Drei mal darf man raten…
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#2   Anton   17:45:11 | Montag, 5. März 2007
Diktatur des Relativismus
Unbedingt lesen sollte man auch das Buch von
Gabriele Kuby: Die Gender Revolution, Relativismus in Aktion
Der Wahnsinn hat Methode!
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#1   Pünktchen   16:42:57 | Montag, 5. März 2007
Die dem „Gender Mainstreaming“ zugrundeliegenden sozialanthropoöogischen Annahmen
(Die Geschlechtsrolle ist ausschließlich oder weitgehend gesellschaftlich und kulturell determiniert) haben sich als fragwürdig erwiesen www.kreuz.net/bookentry.885.html. Während Psychologie und Pädagogik hier längst die notwendigen Korrekturen vornehmen, „mainstreamen“ Eurokraten und Politiker noch immer um die Wette!
Empfohlene Lektüre:
Zastrow, Volker:
Gender – Politische Geschlechtsumwandlung / Illustrationen von Feuchtenberger, Anke. Waltrop: manuscriptum, 2006. – 60 S.
ISBN : 3-937801-13-8
Preis: 6,80 Eur[D] / 7,00 Eur[A] / 10,00 sFr
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