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Dienstag, 6. März 2007 16:14
Es geht um die Wurst
Deutsche Traditionalisten vereinen sich zu Gebet und Buße. Ihr Schlachtruf lautet: „Es ist Zeit für die Wende zur überlieferten Messe.“
Pontifikalamt in Altötting, zelebriert von Mons. Haas 2006
Pontifikalamt in Altötting, zelebriert von Mons. Haas 2006
(kreuz.net, Altötting) Am Wochenende nach Fronleichnam werden Katholiken in im bayrischen Marien- wallfahrtsort Altötting für die Freigabe der Alten Messe beten und opfern.

Vom 7. bis 9. Juni 2007 lädt die katholische Vereinigung ‘Initiativkreis’ mit diesem Anliegen zur alljährlichen Wallfahrt in den Wallfahrtsort.

Das diesjährige Motto lautet: „Es ist Zeit für die Wende hin zur überlieferten Messe.“

„Wir wollen mit Gebet und Arbeit das Möglichste tun, damit die Wende gelingt“ – erklärt der Initiativkreis im monatlich erscheinenden Faltblatt ‘Initiativkreis-Nachrichten’.

‘Initiativkreis’-Wallfahrt nach Altötting, 2006'Initiativkreis'-Wallfahrt nach Altötting, 2006Klicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 10 Bildern zu starten.

2007 sei das Jahr der Entscheidung: Entweder bringe es – wie Papst Benedikt XVI. es beabsichtige – die Freigabe der Alten Messe und eine Wende zu einer Gesundung der Kirche in unseren Ländern. Oder die Gegner des Alten Ritus seien immer noch so stark, ein Dekret zur Freigabe zu verhindern oder es so zu verwässern, daß die Wende weiter verzögert werde.

Der ‘Initiativkreis’ sieht auch die Gefahr, daß eine mögliche Freiheit der Alten Messe in der Praxis unterlaufen werden könnte.

Selbst wenn ein entsprechendes Dekret kommen würde, gäbe es in den Diözesen viele Hindernisse zu beseitigen. Es sei auch noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

„Wie es sich gehört, müssen wir mit der inneren Hinwendung zum Opfer Christi bei uns selber beginnen.“ Dem diene die Fußwallfahrten mit Messen, Gebet, Gesang, Betrachtungen und Beichtgelegenheiten.

Ein Blick ins Programm
Höhepunkt der Wallfahrt wird am Samstag abend das Pontifikalamt in der Basilika von Altötting sein. Zelebrant ist wie letztes Jahr der Erzbischof von Vaduz, Mons. Wolfgang Haas.

Die täglichen Messen im Alten Ritus werden von Geistlichen der Priesterbruderschaft St. Petrus und der Ordensgemeinschaft ‘Servi Jesu et Mariens’ gelesen.

Damit alle Katholiken – unabhängig von Fähigkeit oder Bereitschaft zu Fußmärschen – an der Wallfahrt teilnehmen können, gibt es zwei verschiedene Routen.

Alternativ können auch Wallfahrtstage in Altötting verbracht werden.

Vorträge in Altötting
Ab Freitag, dem 8. Juni, wird zum Beispiel Pater Bernward Deneke von der Petrusbruderschaft über das „Katholisch-Ganzheitliche der überlieferten Heiligen Messe“ sprechen.

Am Samstag gibt es drei Vorträge. Pater Andreas Hönisch – Generaloberer der ‘Servi Jesu et Mariens’ – referiert über „Alte Messe – neue Jugend“. Geistlicher Rat Walter Lang spricht über „die vom ‘Geist der Liturgie’ geprägte Meßfeier“. Der Philosophieprofessor Walter Hoeres redet über die „Rückkehr zur Anbetung und Ehre Gottes: Herz Jesu von unendlicher Majestät.“

Am Sonntag spricht Pater Michael Wildfeuer über „die Grunddefizite des Ritus von 1969 – Warum eine Hinwendung zur überlieferten Messe aus dogmatischen und seelsorgliche Gründen notwendig ist.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 207 Lesermeinungen:
Sonntag, 11. März 2007 20:01
Aurelius: @Stephanus
Es wird sich nicht viel ändern.

Vielleicht wird die „alte“ Messe ein paar junge Anhänger finden. Das ist sowieso zu beobachten –- Gläubige, welche sich dieser Form der Liturgie zuwenden, sind oft keine älteren Menschen, welche diese Form der Messe vermissen, sondern oft jüngere Menschen, für die das ehr etwas Neues ist.

Diejenigen, welche eh schon zur „alten“ Messe geghen, werden das auch weiterhin tun.

Vielleicht wird die Piusbruderschaft zerfallen. Ein Teil geht nach Rom zurück, ein anderer Teil geht ins Schisma oder geht zu den Sedisvakantisten.

Die Petrusbruderschaft wird weitermachen.

Die Indulte werden weitermachen.

Ändern wird sich nicht viel.

Zumindest nicht solange die Generation des „Geistes des Konzils“ noch Einfluß hat, dorch der ebbt ja langsam ab.

Nicht falsch verstehen –- ich bin froh und dankbar, daß es dieses wichtige Konzil gegeben hat (let the flaming begin); leider musste dieses Konzil für jede Menge Zerstörung des Glaubens und der Kirche herhalten.

Vielleicht wird eine Freigabe der „alten“ Messe zu einer liturgischen und spirituellen Erneuerung beitragen, zum entstehen eines neues Bewusstseins für den Glauben.

Die Kirche wird nie wieder so wie „vor dem Konzil“.

Gott sei Dank.
Sonntag, 11. März 2007 01:45
Stephanus: Alte Messe: alter Wein in neuen Schläuchen…??????
was wird sich ändern?

was wird sich ändern, wenn die sogenannte trid. Messe vom Papst für alle erlaubt wird?

werden dann auch alle davon gebrauch machen?
oder nur viele?

was wird sich ändern für die sogenannte amtskirche?

was für die petrusbruderschaft?

was für die piusbruderschaft???

was für die indultgemeinden?

was für uns deutsche?

was für uns europäer?

was für die christen überall auf der welt?

was für die christen im kommunismus?

was für die christen im glaubensmantel der nachkonzilliaren kirche?

ist es überhaupt gut, eine opfermesse verbreitet zuzulassen, bei der sich ein gott hingibt für uns menschen?

und wir menschen glauben das nicht einmal ?!?!

glauben mehr an brot und ein warmes gefühl (weihnachtstimmung), bauchgefühlte gutheit für 1.Std.?

welcher katholische priester glaubt noch an die heilige wandlung?

welcher katholik sagt ja ohne lange zu überlegen?

welcher katholik sagt ja zu allen punkten unsers glaubensbekenntnisses,ohne lange zu überlegen?

welcher christ glaubt an den schöpfergott, der alles kann?

wer an eine evolution, die eigendlich nichts kann, von der aber alle glauben sie könne gott ersetzen?

wieviele priester der tradtion glauben so?

wieviele eher an einen zwitter: einen gott der ein wenig schöpft und ein wenig gewähren läßt, einen kaufmannsgott der statt alles selbst zu machen, lieber ökonomisch denkt und handelt?

und da soll die form der alten messe das wichtigste sein was uns vorm untergang bewahrt?

erwarte 1000 zuschriften !
Samstag, 10. März 2007 21:44
Benedikt: @ Stromberg
Sehr schön gesagt.
Samstag, 10. März 2007 10:25
küsterlein: @ Gotthard
Bitte lesen Sie das Buch von Pater Ramm, dann werden Sie sehen was die einzelnen Riten und Gesten und Gegenstände in der Liturgie für einen Sinn und vor allem was für eine tiefe Bedeutung haben.
Dieses Buch zeigt deutlich auf, dass Sie nicht recht haben mit Ihrer Aussge: Das alles hat mit unserem Glauben nichts zu tun. Jedes einzelne Detail hat seinen Sinn und Seine Bedeutung in der Liturgie!
P.S. das Buch heißt: Zum Altare Gottes will ich treten und kann kostenlos bestellt werden!
Samstag, 10. März 2007 09:51
Bernd Stromberg: @Gotthard
Sorry, aber Ihre Argumentation ist leider sehr intolerant. Sie stehen den Hardcoretradis auf dieser Seite wirklich in nichts nach! Das Feindbild ist ein anderes, die Denkmuster sind die gleichen! Was ich nämlich besonders schade finde, ist, dass Sie leider überhaupt keine Toleranz für diejenigen aufbringen, die eine solche festliche Liturgie sehr schätzen. Mit der gleichen Argumentation könnte ich sagen, dass eine „Liturgie“ der Wiener Jugendkirche mit unserem Glauben gar nichts zu tun hat. Es ist nichts anderes als ein Rockfestival mit religiösem Anstrich, so wie ein Pontifikalamt im klassischen Ritus für Sie eine Versammlung eines Trachtenvereins mit religiösem Anstrich ist. Ich akzeptiere ja, dass Sie dies für sich ablehnen. Es wird Sie ja keiner zwingen, dorthin zu gehen. Umgekehrt sollten Sie anderen aber akzeptieren, dass es Menschen gibt, die dies sehr wohl sehr anspricht und auch im Glauben stärkt. Ich beobachte bei Ihnen leider häufig ein gewisses Banausentum gegenüber sakraler Kunst vergangener Jahrhunderte. OK, es muss Ihnen ja nicht gefallen. Aber Sie sollten von sich nicht auf andere schließen. Eine Liturgie wie in der Wiener Jugendkirche, die für mich Formen einer Subkultur hat, die ich persönlich als primitiv empfinde, würde mich nie zu Gott führen können. Ich lehne ein solches Spektakel für mich aus vollem Herzen ab! Umgekehrt würde ich nicht ausschließen, dass es bei anderen Menschen möglich ist, in diesem Lärm und Getöse vielleicht doch Gott zu finden.
Samstag, 10. März 2007 09:09
Aurelius: @nonnobisdomine
Ich erwarte die umgehende Löschung des Accounts „nonnobisdomine“.

Heißt das, daß Sie hier nicht mehr posten werden?
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