Was macht man mit einem lebensmüden Manisch-Depressiven?
Die Selbstmordgesellschaft gibt sich eine weitere Tötungslizenz. Was tut ein katholischer Theologe? Er
rennt segnend hinterher. Von Dr. Lukas Brühwiler-Frésey.
Flugblatt aus den 1980er Jahren – verbreitet vom deutschen Lebensrechtler Günter Annen
(kreuz.net) Das Schweizerische Bundesgericht hat kürzlich die ärztliche Beihilfe zum Selbstmord bei
psychisch Kranken gutgeheißen.
Wenn dafür rezeptpflichtige Medikamente verwendet werden, brauche es
dafür allerdings eine ärztliche Verordnung – so das besorgte Gericht.
Das Urteil ist in sich widersprüchlich
und gesellschaftspolitisch fatal.
Gemäß der Europäischen Menschenrechtskonvention habe der Mensch
ein „Recht auf den eigenen Tod“ – meint das Bundesgericht. Doch diese Aussage ist unhaltbar.
Sonst müßte
der Mensch auch bestimmen können, ob und wann er zu leben beginnt. In diesem Fall wäre es eine Frage
der Zeit, bis Eltern dafür verantwortlich gemacht würden, ihre Kinder zur Welt gebracht zu haben.
Die
christliche, jüdische und islamische Tradition verneinen einhellig ein Recht auf Selbsttötung – und
erst recht ein Recht zur Beihilfe zum Selbstmord.
Bedenkt man ferner, daß mit den heutigen Manipulationsmethoden
viele Menschen – vor allem in Zeiten des Leidens – zu irgendwelchen Taten verführt werden können, lehrt
das jüngste Urteil des Bundesgerichtes das Gruseln.
Die satte Schweiz befindet sich mit rund 1.300 Fällen
pro Jahr unter den Ländern mit der höchsten Selbstmordrate.
Vor allem ältere Leute sind betroffen,
da 30 Prozent von ihnen unter schweren Depressionen leiden.
Die Selbstmordrate bei Jugendlichen steigt
ebenfalls.
Der vom Bundesgericht behandelte Fall ereignete sich bei der berüchtigten Züricher Selbstmordorganisation
‘Dignitas’.
Der Beschwerdeführer ist ein manisch-depressiver Mann. Er klagte beim Bundesgericht, weil
kein Arzt ihm ein Todeselixier verschreiben wollte.
Wäre das Recht auf Selbstmord tatsächlich ein Grundrecht,
dann müßte der Staat alles daran setzen, um diesem Grundrecht zum Durchbruch zu verhelfen. Das tut er
bekanntlich auch bei anderen Grundrechten.
Darum ist es inkonsequent, daß das Bundesgericht die Ärzte
nicht zur Abgabe todbringender Medikamente verpflichtet.
Noch beschränkt sich das Bundesgericht darauf
festzustellen, daß die Suizidhilfe als freiwillige ärztliche Aufgabe standsrechtlich nicht ausgeschlossen
sei.
Wenn die Verbindung der Schweizer Ärzte (FMH) dieser Beurteilung zustimmt, wird man sich zukünftig
vor Ärzten mit einem FMH-Spezialtitel hüten müssen.
Auch staatliche Spitäler würden für kranke
Menschen lebensgefährlich, weil der Patient dort nicht mehr hinreichend geschützt wäre.
Eine Stellungnahme
der Zentralen Ethikkommission der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften unterstützt
das zweifelhafte Urteil des Bundesgerichts. Jedes Spital solle selbst frei entscheiden können, ob es
Todeskammern zulasse oder nicht, meinte es in einer Stellungnahme.
Abhilfe gegen Todesorganisationen-
und kammern kann – noch? – eine Patientenverfügung bringen, in der jede Form der Euthanasierung abgelehnt
wird.
Was sagen Kirchenvertreter zu diesem jüngsten Skandal?
Markus Zimmermann-Acklin begrüßte den
Bundesgerichtsentscheid „aus christlich-ethischer Sicht“ vor der ‘Katholischen Internationalen Presseagentur’.
Zimmermann ist katholischer Theologe und Sozialethiker, Lehr- und Forschungsbeauftragter für Angewandte
theologische Ethik mit Schwerpunkt Bioethik am Institut für Sozialethik der Universität Luzern.
Zimmermann
maskierte die Beihilfe zum Selbstmord mit dem Umhang menschlichen Mitleids.
Die katholische Gegenposition
erwähnt er mit keinem Wort – und wurde auch nicht danach gefragt.
Der Hippokratische Eid, bei dem jeder
Arzt schwört, Leben bedingungslos zu schützen und keine Gifte abzugeben, wurde ebenfalls verschwiegen.
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53 Lesermeinungen
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@ methusalix Nein Che, das ist sie nicht. Aber viele Vertreter dieser Species handeln oft so, wie ich
es erfahren und beschrieben habe. Es ist eine Sache, was die Hierarchie sagt und eine andere, wie die
Hierarchie handelt. Das hingegen ist gar wahr gesprochen! :(3 :(3 :(3
Zum Geleit…das heutige Evangelium (reduziert auf 1500 Zeichen) EVANGELIUM Matthäus 20, 17-28 In jener
Zeit, als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er unterwegs die zwölf Jünger beiseite und sagte zu ihnen:
Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und Schriftgelehrten
ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden übergeben, damit er verspottet, gegeißelt
und gekreuzigt wird; aber am dritten Tag wird er auferstehen. Damals kam die Frau des Zebedäus mit ihren
Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte. Er fragte sie: Was willst
du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen
dürfen. Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken
werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es. Da antwortete er ihnen: Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch
den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für
die mein Vater diese Plätze bestimmt hat. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich
über die beiden Brüder. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker
unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so
sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein
will, soll euer Sklave sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen.
@ KaputtimKopfix Gerne beende ich die diskussion mit ihnen, vor allen weil sie mit den Beschimpfungen
angefangen haben und jetzt ihre Hände in Unschuld waschen. Gehaben sie sich wohl, aber bitte weit weg.
#50 methusalix † 09:11:30 | Mittwoch, 7. März 2007
Der liebe Gott weiss alles, Sozialkatholisch weiss alles besser! Sozialkatholisch: @ Kinder und Greise
Totmachix Hallo Stänkerix, wer mit einem Finger auf andere zeigt ,zeigt gleichzeitig mit drei Fingern
auf sich selbst. Der Herr halte ihnen Wissen und Wahrheit bitte nicht weiter vor, den als alter Sack haben
sie für ihre Bekehrung nicht mehr viel Zeit. Mord ist eine Todsünde und nur die geistige Zustimmung
reicht schon um es in der Ewigkeit schön warm zu haben. Nettes Sündenregister , das Sie da aufbauen,
Sozialkatholisch! „reicht schon um es in der Ewigkeit schön warm zu haben“ Dann werden wir uns dort begegnen
und unseren Disput fortsetzen können. Hier beende ich die Diskussion mit Ihnen. Hoffentlich hat man Ihnen
bis dann etwas bessere Manieren beigebracht.
@ Kinder und Greise Totmachix Hallo Stänkerix, wer mit einem Finger auf andere zeigt ,zeigt gleichzeitig
mit drei Fingern auf sich selbst. Der Herr halte ihnen Wissen und Wahrheit bitte nicht weiter vor, den
als alter Sack haben sie für ihre Bekehrung nicht mehr viel Zeit. Mord ist eine Todsünde und nur
die geistige Zustimmung reicht schon um es in der Ewigkeit schön warm zu haben. o^/
#48 methusalix † 01:42:40 | Mittwoch, 7. März 2007
Euthanasie lassen weder unser Strafgesetzbuch, noch unsere Standesregeln zu und damit hat sichs! Was ich
beklage und auf schärfste bekämpfe, ist der Missbrauch des Glaubens, um Menschen leiden zu lassen. Sie
werden jetzt entrüstet behaupten das gäbe es nicht. Dabei habe ich Ihnen meine Erfahrungen mehr offenbart,
als mir lieb ist. Oft genug kommt es vor, dass sehr gläubige Menschen Leid und Schmerz als Glaubensprüfung
Gottes ansehen. Das ist so lange in Ordnung, so lange nicht andere, oder gar Kinder, dazu gezwungen werden.
Bei einigen unserer hochgeschätzten Mitdiskutanten habe ich das Gefühl, dass sie den Verstand um des
Glaubens willen ausgeschaltet haben. Und das ist unmenschlich. Einen Verzicht auf Schmerztherapie (und
die meisten in diesem Forum haben davon nicht den leisesten Schimmer) aus Angst vor „Sterbehilfe“ ist
ein Verbrechen. Der Staatsanwalt, den ich weiter unten erwähnt habe, hat dies erkannt und entsprechend
gehandelt. Ob man weiter gehen will, so wie das in Holland oder der Schweiz gehandhabt wird, hat jeder
mit Gott auszumachen, wie jeder andere Sünder auch. Wobei Gott, der den Patienten dieses Leiden ja zumutet,
oft relativ schlecht weg kommt. Gesegnete Nachtruhe!
@ methusalix Wenn ein System wie das in Holland Mängel hat, dass zu solchen Aktionen wie den beschriebenen
führt, so sehe ich keinen Grund, dies zu verschweigen. Es hindert ja niemanden, dennoch dorthin zu gehen.
Selbstverständlich soll niemand leiden, das heißt für mich, dass jeder Zugang zu schmerzstillenden
Medikamenten erhalten muss. Eine Euthanasie dagegen lehne ich ab. Sie wenden vielleicht ein, dass damit
nur den Patienten entgegengekommen würde. Ich dagegen befürchte, dass mit einem solchen System eine
Entwicklung in Gang gesetzt wird, die fortwährend neue Schwellen überschreitet. So ist ja schon wiederholt
die Möglichkeit gefordert worden, schwerbehinderte Kinder nach der Geburt mit Einwilligung der Eltern
zu euthanasieren. Wenn dies erreicht ist wird die nächste Schwelle überschritten. Wenn der Mensch mit
solchen Zuständen aufwächst, dann empfindet er im Normalfall auch nichts dabei. Die Hemmschwellen werden
so immer weiter nach unten gesetzt. Am Ende steht die Wiedereinführung des NS-Euthanasiesystems oder
eines vergleichbaren Systems. Das kann nun wirklich niemand wollen.
#46 methusalix † 00:45:32 | Mittwoch, 7. März 2007
Nein sicher nicht, Sind Sie noch zu retten? Wie kommen Sie darauf, ich wollte den Tod Unschuldiger? Aber
ein System wie in Holland ist wenig geeignet als Beispiel für eine Mordmaschinerie. Das ist das holländische
System genau nicht. Ich habe mit Patientinnen gesprochen (zur Zeit beschäftige ich mich mit Onkologika,
vor allem Trastuzumab, einem monoklonalen Antikörper bei metastasierendem Mammacarcionom, ein relativ
neues Einsatzgebiet dafür) die genau wegen des holländischen Systems unbedingt dorthin wollten, nachdem
sie in Deutschland bitter enttäuscht wurden und elend gelitten haben. Mir geht es in erster Linie darum,
den Willen der Patientin zu erkennen und zu erfüllen und Leiden zu lindern. Das ganz alleine ist meine
Aufgabe. Im Rahmen der vorgegebenen Gesetze und ärztlichen Standesregeln; diese Standesregeln, die in
den von mir beschriebenen Fällen nicht eingehalten wurden. Aber das kümmert liebevolle Typen wie Sozialkatholisch
relativ wenig.
@ methusalix Die Infos, die meine Eltern erhalten haben sowie ein Artikel in der SZ (der genau diesen
Zettel erwähnte) reichen mir eigentlich. und wollen, dass es so ist, Sind Sie noch zu retten? Wie kommen
Sie darauf, ich wollte den Tod Unschuldiger?
#44 methusalix † 00:31:08 | Mittwoch, 7. März 2007
@Benedikt und unseren katholischen Stänkerer, Sozialkatholisch Benedikt: @ methusalix „Dort geschieht
nur das, was der Patient will.“ Deshalb tragen Alte in Holland bisweilen den Zettel „Doktor, bitte töte
mich nicht“ bei sich. Die Mängel des holländischen Systems sind längst bekannt. Selbst gelesen, diese
Zettel Benedikt? Selbst erfahren, diese Mängel im holländischen System? Oder ist auch da der starke
Glauben und der Wunsch, dass es einfach so sein muss, weil Sie ja ganz fest daran glauben und wollen,
dass es so ist, der Vater des Gedankens? „Es ist nicht die Norm, dass Kirchenleute so handeln, es ist
aber auch nicht selten, dass dies geschieht.“ In Ihren Beiträgen erwecken Sie leider gezielt einen anderen
Eindruck. Nicht der beste Eindruck, den manche Kirchenleute in diversen Kliniken hinterlassen haben. Aber
eben manche, nicht alle. Wie Sie uns vom holländischen System glauben machen wollen. Dabei sind die Tatsachen
von Ihrem Eindruck vollkommen unabhängig. Die verschwinden nicht einfach, nur weil sie nicht daran glauben.
Sozialkatholisch: @ Blödix Sie sind ein alter, verbitterte, armer Penner. Behaupten hier ständig irgendeinen
Mist, belegen nichts und meinen sie wären Schlauix, aber sie sind blos Schlaunix. Das ist wirklich ein
ganz wunderbarer und fundierter Kommentar, der eines guten Katholiken würdig ist, Sozialkatholisch. Der
Liebe Gott erhalte Ihnen Ihren starken Glauben und verschone Sie auch in Zukunft vor jeglichem Wissen.
Sie könnten es nicht ertragen.
@ methusalix Dort geschieht nur das, was der Patient will. Deshalb tragen Alte in Holland bisweilen den
Zettel „Doktor, bitte töte mich nicht“ bei sich. Die Mängel des holländischen Systems sind längst
bekannt. Es ist nicht die Norm, dass Kirchenleute so handeln, es ist aber auch nicht selten, dass dies
geschieht. In Ihren Beiträgen erwecken Sie leider gezielt einen anderen Eindruck.
Jak 5,14 – 2.Mo 20,13 Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Versammlung zu sich, und
sie mögen über ihn beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Du sollst nicht töten!
@ Blödix Sie sind ein alter, verbitterte, armer Penner. Behaupten hier ständig irgendeinen Mist, belegen
nichts und meinen sie wären Schlauix, aber sie sind blos Schlaunix.
#40 methusalix † 22:14:03 | Dienstag, 6. März 2007
@Che @Benedikt Che Guevara: obelix ich denke es ist ein bisschen kühn zu verallgemeinernd zu behaupten
die Kirche sei gegen Schmerzmittel. Nein Che, das ist sie nicht. Aber viele Vertreter dieser Species handeln
oft so, wie ich es erfahren und beschrieben habe. Es ist eine Sache, was die Hierarchie sagt und eine
andere, wie die Hierarchie handelt. Benedikt: @ obelix Ihr Mangel an Differenzierungsfähigkeit ist wirklich
bedauerlich. Nur weil Sie solche Erfahrungen gemacht haben oder von einem Fall gehört haben gilt dies
nicht für „DIE“ Pfarrer und Nonnen. Ich jedenfalls kenne niemanden, der solches vertritt. Vielleicht
kennen Sie weniger Personen aus geistlichen Berufen, die im medizinischen Bereich arbeiten und mit solchen
Sachlagen konfrontiert sind, als ich. Ich habe im Laufe der Jahre etwa sechshundert Personen kennen gelernt,
die diese Kriterien erfüllen, darunter knapp hundert Nonnen. Es ist nicht die Norm, dass Kirchenleute
so handeln, es ist aber auch nicht selten, dass dies geschieht. Durch den Rückgang der Anzahl der Nonnen
lässt es aber nach.
@Sozialk. Sozialkatholisch: @ Methusalix Quellen, Belege. Sagen Sie mal, Sozialkatholisch, sind Sie Legastheniker?
Oder reicht einfach Ihr IQ nicht aus, zu erfassen was ich geschrieben habe? OK, extra noch einmal für
Sie und alle möchtegern-Anästhesisten: Seit über fünfundzwanzig Jahren arbeite ich im Medizinbetrieb.
Ich kenne die Seite der Therapeuten und ich kenne die Seite der Patienten. Ich habe schon als Pfleger
gearbeitet und ich kenne die Seite der Pharmakologie und der Medizintechnik. Das was ich geschrieben habe
sind meine eigenen Erfahrungen in der Medizin. Direkt aus erster Hand, vom Krankenbett, aus der operativen
und inneren Intensivstation und auch aus der Prosektur. Inklusive Apotheke. Inklusiver verschiedene Praxen.
Inklusive medizintechnische Industrie (besonders Beatmungsgeräte, daher Erfahrungen mit beatmeten Patienten
auf Intensivstationen und schnelle Analysemaschinen, so genannte Bedsidetests). Auch bitte über Kommentare
der Sterbenden kurz vor der Spritze. Sind Sie Spanner oder Voyeur? Oder was interessiert Sie an den intimsten
und einsamsten Stunden anderer Menschen? Würden Sie gerne einer Hinrichtung beiwohnen? Möglichst nicht
Ihrer eigenen? … denn da fallen sie nicht lange zur Last. Also die letzte Empfehlung werde ich beherzigen
und gebe sie gerne weiter. Ich habe mal da hospitiert, wo ähnliche Verhältnisse herrschen, wie in Holland.
Dort geschieht nur das, was der Patient will. In Deutschland ist das oft nicht der Fall.
@ obelix Merke weiterhin: die katholischen Pfaffen und Nonnen sind die ersten, die Ärzte davon abbringen
wollen, ihren moribunden Patienten im terminalen Stadium wirklich so viel BTM-pflichtige Substanze zu
spritzen, wie benötigt werden. Ihr Mangel an Differenzierungsfähigkeit ist wirklich bedauerlich. Nur
weil Sie solche Erfahrungen gemacht haben oder von einem Fall gehört haben gilt dies nicht für „DIE“
Pfarrer und Nonnen. Ich jedenfalls kenne niemanden, der solches vertritt.
obelix ich denke es ist ein bisschen kühn zu verallgemeinernd zu behaupten die Kirche sei gegen Schmerzmittel.
Wenn sie in +.net verkehren sollten sie langsam wissen, dass Priester nicht automatisch im namen der gesamten
Kirche handeln. Sonst währe sie in einem sehr grossen Rahmen schizophren, nicht. Und das wiederum würde
der Unfehlbarkeit wiedersprechen.
@ Methusalix Quellen, Belege. Auch bitte über Kommentare der Sterbenden kurz vor der Spritze. Haben sie
als älterer Herr eigentlich eine private Pflegeversicherung? Ansonsten empfehle ich ihnen Holländische
Kliniken sehr, denn da fallen sie nicht lange zur Last.
#34 methusalix † 19:33:26 | Dienstag, 6. März 2007
@Sozialkath. Sozialkatholisch: @ Kurt Haben sie schon gewusst das ältere Menschen der BeNeLux Länder
bevorzugt in deutsche Kliniken gehe, aus Angst vor der Spritze? Haben Sie schon gewusst, dass in bestimmten
Regionen Deutschlands manche Patienten lieber nach Holland als nach Deutschland in die Klinik gehen? Sie
wissen, was sie, vor allem in kirchlichen Häusern, für Sterbensqualen erwarten können.
An alle Patientenquäler VirFortis:… – es braucht keine Euthanasie. Merke: hier spricht der Fachmann
für Analgesie! Der Schmerztherapeut schlechthin. Der Mann, der genau weiss, wie Opiate wirken und zu
antagonisieren sind (wenns mal schief gehen sollte)! Merke weiterhin: die katholischen Pfaffen und Nonnen
sind die ersten, die Ärzte davon abbringen wollen, ihren moribunden Patienten im terminalen Stadium wirklich
so viel BTM-pflichtige Substanze zu spritzen, wie benötigt werden. Es könnte ja sein, dass man ihm mit
einer wirksamen Dosis „Sterbehilfe“ leistet. Und da sei Gott vor, dass man so was macht. Lieber in Schmerzen
krepieren lassen. Ich arbeite seit über einem Vierteljahrhundert im deutschsprachigen Raum im Medizinbetrieb,
an verschiedenen Stellen, auf verschiedenen Seiten und habe zum Beispiel auf der Therapeutenseite die
Einführung von Buprenorphin in die Therapie erlebt. Wenn hier die sogenannten „gläubigen Katholiken“
wie Vir und Co ihre Sprücherln zur Schmerztherapie zum besten geben, sträuben sich einem die Haare.
Das gute an der Geschichte ist, dass diese Typen mit ihren Foltermethoden nicht überall durchdringen.
Ich habe schon erlebt, wie ein „Seelsorger“ durch Einsatz von körperlicher Gewalt vom Sterbebett eines
Kindes entfernt wurde, weil er adäquate Schmerztherapie mit der Denunziation „Das ist Mord!“ verhindern
wollte. Er hat dann die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die ist auch aktiv geworden. Gegen ihn.
@ Kurt Es waren zwar altersheime, kommt aber wohl auf das selbe hinaus. Hier bitte mit der rechten Maustaste
klicken www.kreuz.net/article.3479.html Ich habe damals auch Quellen dazu außerhalb von Kreuz.net gelesen,
wenn ich sie gefunden habe werde ich sie nachreichen.
@ Kurt Natürlich lehne ich als Katholik jede Sterbehilfe ab, das größte Problem dabei sehe ich aber
im Ausarten wenn dort gewisse Zugeständnisse gemacht werden. Es kann sehr schnell immer weiter vorangehen.
Haben sie schon gewusst das ältere Menschen der BeNeLux Länder bevorzugt in deutsche Kliniken gehe,
aus Angst vor der Spritze?
Haben die diversen Bekloppten eigentlich schon mal sich Gedanken gemacht … zum Begriff MORD, BEIHILFE
ZUM MORD, SELBSTMORD, STERBEHILFE usw. usw. Vermutlich nicht. Es sind die üblichen „selbsterklärten
Experten“, die mal wieder ihre Meinung kundtun und sich gegen das Leben aufspielen. Lesen Sie, die Sie
in der Nachfolge irgendwelcher Tötungsbefürworter stehenden Menschen – der Verdacht an das 3. Reich
liegt nahe – stehen, mal die kirchlichen Verlautbarungen nach, bevor Sie sich als Richter über Leben
und Tod aufspielen.
In der „Christlichen Patientenverfügung’“ die die katholische Kirche in Deutschland zusammen mit der
evangelischen Kirche herausgegeben hat, wird unterschieden zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe.
Aktive Sterbehilfe ist unzulässig, passive Sterbehilfe ist erlaubt. www.stjosef.at/…uegung_dbk_gt015.htm
Jedoch ist möglicherweise auch dieses Dokument nicht das Nonplusultra. Die erste Ausgabe mußte überarbeitet
werden, und die FSSPX hat vor ein paar Monaten eine eigene Verfügung vorgelegt. Lesenswert ist auch diese
Stellungnahme: www.thomas-rachel.de/…schenbild/print.html
Man kann es auch anders formulieren… Wir haben einen afrikanischen Bauern und einen leitenden Angestellten
in Deutschland mit dem gleichen schweren Krankheitsbild. Der Bauer stirbt nach kurzer heftiger Leidenszeit,
während der Angestellte noch eine längere Zeit an Schläuchen und Apparaten kämpft, aber letztlich
auch sein Leben verliert. Wer ist vor GOTTES Angesicht den „besseren“ Tod gestorben ? Und wenn es der
Angestellte sein sollte, müsste man nicht der Familie den Vorwurf machen, dass sie keinen Kredit aufgenommen
hat den Bauern an Hightech Medizin anzuschliessen. Müsste die Familie das als Sünde betrachten und beichten
?
@ Alanis ab insulis Weit mehr als die Hälfte der Menschheit hat mit diesen drei vorderasiatischen Religionen
gar nichts am Hut. Christentum >2 Mrd Anhänger Islam 1,3 Mrd Anhänger Judentum 13,3 Mio Anhänger Weltbevölkerung:
rd 6 Mrd. War wohl nix. In Deutschland sind die Konfessionsfreien mittlerweile die relative Bevölkerungsmehrheit
(etwa 33 %; Kath. nur noch 31 %, Tendenz weiter fallend). Es gibt noch andere christl. Konfessionen. Die
machen auch etwa 31% aus. War wohl wieder nix.
Wie soll man einen Lebenswillen bewerten ? Wie sollen wir wissen, ob der Patient nicht sein Ende herbeisehnt.
Manchmal wissen wir es sogar, dass er es tut. Man kann auch andersherum fragen: Wenn jemand aus irgendwelchen
Gründen auf lebenswichtige Medizin oder Behandlungen verzichtet, ist er dann schon ein Selbstmörder
?
Man darf also bewußt eine Überdosis verabreichen damit jemand ohne Schmerzen stirbt – aber ein anderes
Gift darf ich ihm nicht geben das er stirbt? Wenn ich von vorne herein weiß das der Patient die Dosis
nicht überlebt, dann ist das doch genau das selbe wie Euthanasie …nur wahrscheinlich wesentlich qualvoller.
VirFortis – du redest wirres Zeug …
Gefahr? Auf die Gefahr hin… nunja, wenn man Morphium so hoch dosiert, dann WEISS man, dass der Patient
daran stirbt. Da macht es eigentlich keinen Unterschied, ob man Morphium oder ein anderes Nervengift benutzt.
wenn-- man einem patienten eine hohe dosis schmerzmittel verabreicht um unerträgliche schmerzen zu lindern
mit der gefahr dass er stirbt ist das für mich keine euthanasie wenn er daraufhin stirbt euthanasie ist
es dann wenn man etwas verabreicht DAMIT einer stirbt. Ich finde es kommt auf die persönliche Motivation
der Handlung an.
@ Sweetdragon Danke für die treffende Schilderung. Die Palliativmedizin hat leider ihre Grenzen. Zu starke
Schmerzen lassen sich leider nicht unterdrücken. Ich habe eine gute Bekannte, die in einem Hospiz arbeitet,
daher weiss ich, dass das keine „extremen Einzelfälle“ sind. Hochgerechnet auf die Bevölkerung sind
es sicher nicht viele, aber kann man, weil es „nicht viele“ sind, diese Menschen zwingen, weiterzuleben
gegen ihren erklärten Willen? Daß sich einige von ihnen den Tod herbeisehnen weiss ich von meiner Bekannten.
Wieso kann dann der Arzt nicht die Morphium-Dosis erhöhen, so dass sie daran sterben, statt noch ein
paar qualvolle Wochen leben zu müssen? Natürlich nur, wenn der Patient dies ausdrücklich will.
da--- gibts die berühmten geschichten der großväter aus dem krieg wo zb ein kamerad einen bauchdurchschuss
hat und langsam verblutet und darum bittet dass man ihn erschießt. was tut man ? – erschieß man ihn
oder lässt man ihn verbluten… antwort : Als christ dürft man nie eigenmächtig ein anderes leben „beenden“
@ VirFortis Aber selbst Morphium kann seine Wirkung verlieren bzw. nicht mehr Wirken – oder glauben sie
das die Droge da anders wirkt als bei Junkie xy der immer mehr davon braucht ? Und irgendwann hat man
eine Höchstdosis erreicht, die man nicht überschreiten kann – denn das wäre dann auch Selbstmord. Der
Körper kann halt nur mit gewissen Mengen an Drogen fertig werden – das zuviel heißt dann so nett Überdosis.
Die moderne Medizin in Ehren – aber es gibt genügend Fälle in denen sie einfach nicht helfen kann. Wer
das mal über Wochen und Monate mitverfolgt hat der wünscht sich die Möglichkeit dem Betroffenen zu
helfen. Tiere die keine Chance haben zu überleben die darf man erlösen – Menschen müssen leiden bis
sie wahnsinnig werden vor Schmerzen. Für besonders christlich halte ich das nicht. @ Guiseppe – Sie haben
völlig recht.
Erschreckend Liebe Mitchristen, da erläßt ein schweizerisches Gericht ein Urteil, wonach Ärzte psychisch
Kranke bei ihrem Selbstmord attestieren dürfen und einem amtlich bestallten „katholischen Theologen“
fällt nichts anderes dazu ein, als dieses – durch und durch unmoralische – Vorgehen zu billigen. Da fallen
einem nur noch die Worte des Papstes Paul ein, der seinerzeit vom Rauche Satans sprach, der in die Kirche
eingedrungen ist. Gruß Unschuld
Die Last von Eltern, die nicht abtreiben lassen „In diesem Fall wäre es eine Frage der Zeit, bis Eltern
dafür verantwortlich gemacht würden, ihre Kinder zur Welt gebracht zu haben.“ Vollkommen richtig! De
facto werden die Eltern schon heute vom Staat benachteiligt (also quasi „bestraft“), weil sie (insbesonndere
bei großem Kinderreichtum) Ausgaben für ihre Kinder haben, die die staatlichen finanziellen „Hilfen“
deutlich übersteigen, und für die gesamte Gesellschaft nützliche, aber kaum entlohnte Haus- und Erziehungsarbeit
leisten. Das familienungerechte Steuersystem und das die Familien klar benachteiligende umlagebasierte
Rentensystem verstärken die Strafe noch. Wer viele Kinder hat, muss sich teilweise Vorwürfe anhören,
es „sich selbst eingebrockt zu haben, weil man „nicht verhütet“ habe. Und die Abtreibungstötung wird
ja sogar auch von so manchen Beraterinnen „katholischer“ Einrichtungen als eine „Lösung“ angesehen, was
schwangere Frauen nur noch mehr unter Druck setzt.
immer diese extrembeispiele. Das gibts ein Medikament das heißt Morphium. Das linderd die Schmerzen.
Die Dosis kann man je nach Schmerzlage erhöhen. Man stirbt hute auch schon bei krebs im Endstadium ohne
extreme Schmerzen – es braucht keine Euthanasie.
@ VirVortis Ich glaube nicht, Tim! Nehmen Sie an, sie haben Krebs im Endstadium und alle Schmerzmittel
helfen nichts mehr. Sie können vor lauter Schmerzen nicht mehr schlafen, und sind ans Bett gefesselt.
Sie wissen ganz sicher, dass Sie in einigen Wochen oder Monaten sterben werden. Diese Monate werden aber
die Hölle für Sie sein. Dann kann es sein, dass sie sterben wollen. Wie kann sich dann jemand dazu aufschwingen,
Sie zum Leben zu verurteilen?
Auch der … schon in den frühen 90’er Jahren suspendierte Priester Eugen Drewermann, der ja 2005 aus
der katholischen Kirche ausgetreten ist (das hat er sich selbst zum Geburtstag geschenkt, sagte er damals)
hat sich letzte Woche wieder mal medienwirksam in Szene gesetzt, indem er sich für die Möglichkeit der
Euthanasie aussprach: www.kath.net/detail.php?id=16149
Ob die jüd.-christl.-islam. Tradition den Freitod negativ beurteilt oder nicht, interessiert die meisten
Menschen wahrscheinlich einen feuchten Kehricht. Weit mehr als die Hälfte der Menschheit hat mit diesen
drei vorderasiatischen Religionen gar nichts am Hut. In Deutschland sind die Konfessionsfreien mittlerweile
die relative Bevölkerungsmehrheit (etwa 33 %; Kath. nur noch 31 %, Tendenz weiter fallend). Außerdem
ist der logisch nicht existente Zusammenhang zwischen nicht selbstbestimmtem Lebensanfang und selbstbestimmtem
Lebensende offensichtlch. Man soll sein Leben nicht beenden dürfen, weil man sein Leben nicht selbst
begonnen hat? – Meine Güte, welche Logik…