18:23:24 | Dienstag, 6. März 2007
In Polen ist es gelungen, die kommunistische Kirchenverfolgung gegen die Kirche zu wenden. Ein Hauptakteur dieses Possenspiels ist der Priester Tadeusz Isakowicz-Zaleski.

Hw. Tadeusz Isakowicz-Zaleski
(kreuz.net) Er ist ein stämmiger Mann mit schwarzem Vollbart – und viel Bitterkeit.
Hw. Tadeusz Isakowicz-Zaleski
(50) ist Priester der Erzdiözese Krakau.
Doch er sagt von sich, „nur noch nominal“ zu dieser Diözese
zu gehören, nachdem man ihm ein Redeverbot auferlegt und den Vorwurf gemacht hat, die Kirche zu spalten.
Außer ihm hätten nur die Reformatoren Martin Luther und Jan Hus eine solche Behandlung verdient.
Er
erwarte von der offiziellen Kirche nichts mehr: „Die Sicherheitsdienste haben mir nie solchen Schaden
zugefügt, wie es die Krakauer Kurie getan hat. Das war ein Todesurteil.“
Hw. Isakowicz-Zaleski wurde
in den Zeiten der kommunistischen Volksrepublik Polen bespitzelt und gefoltert.
Jetzt besteht er auf
die Freiheit wissenschaftlicher Forschung:
„Daß nicht eine Ideologie oder eine Entscheidung von oben
bestimmt, worüber geschrieben werden darf, sondern das Streben nach Wahrheit. Nur so kann man zur Wahrheit
gelangen.“
Schon lange habe er die Kirchenführung gewarnt, daß es das trojanische Pferd der Akten der
Geheimpolizei gebe: „Aber es war nutzlos.“
Dennoch kommt er in seinem
Buch zur Schlußfolgerung: „Die
Kirche ist siegreich aus diesem Kampf hervorgegangen.“
Auch die drei als Priester angeworbenen gegenwärtigen
Bischöfe, Mons. Juliusz Paetz (72) von Poznan, Mons. Wiktor Skworc (58) von Tarnow und Kazimierz Gorny
(69) von Rzeszow müßten differenziert bewertet werden.
Das Buch behandelt auch Fälle des Widerstands
gegen den kommunistischen Geheimdienst – zum Beispiel Pater Franciszek Blachnicki, der nach jahrzehntelanger
Bespitzelung 1981 ausgebürgert wurde.
1987 starb der charismatische Prediger in Carlsberg – vielleicht
an Gift.
Der in Krakau geborene Hw. Isakowicz-Zaleski ist ein polnischer Armenier und heißt mit armenischem
Namen Tadevos Vartapet Isahakian-Zaleski.
In den 80er Jahren studierte er in Rom und wohnte dort im armenischen
Colleg. Er wirkt auch als Seelsorger der Armenier in Südpolen und hat sich sehr für die Erinnerung an
den armenischen Völkermord in der Türkei eingesetzt.
Er ist mit dem vorletzten armenisch-katholischen
Bischof von Lemberg – Izaak Michael Isakowicz – der ein hervorragender Prediger und Philantrop war, verwandt.
Hw. Isakowich-Zaleski war Honorarkanoniker der Krakauer Erzdiözese. Den Titel erhielt er im Jahr 1997
vom damaligen Erzbischof von Krakau, von Franciszek Kardinal Macharski, für die Arbeit mit den Behinderten.
Im Jahr 2006 gab er die Ehrung zurück, um gegen üble Nachrede an seine Adresse zu protestieren.
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#12
Josefus 18:30:35 | Mittwoch, 7. März 2007
#11
Maledica 18:10:55 | Mittwoch, 7. März 2007
#10
Zur Kenntnisnahme 16:40:38 | Mittwoch, 7. März 2007
#9
Maledica 09:40:09 | Mittwoch, 7. März 2007
#8
AthanasiusII 00:29:54 | Mittwoch, 7. März 2007
#7
Athanasius 21:38:45 | Dienstag, 6. März 2007
#6
Ydefix 21:16:02 | Dienstag, 6. März 2007
#5
Athanasius 21:11:01 | Dienstag, 6. März 2007
#4
möchtegern-kathole 20:45:20 | Dienstag, 6. März 2007
#2
Che Guevara 19:46:55 | Dienstag, 6. März 2007
#1
Gotthard 19:41:18 | Dienstag, 6. März 2007