Polen
Wer ist der polnische Saubermann?
In Polen ist es gelungen, die kommunistische Kirchenverfolgung gegen die Kirche zu wenden. Ein Hauptakteur dieses Possenspiels ist der Priester Tadeusz Isakowicz-Zaleski.
Hw. Tadeusz Isakowicz-Zaleski
Hw. Tadeusz Isakowicz-Zaleski
(kreuz.net) Er ist ein stämmiger Mann mit schwarzem Vollbart – und viel Bitterkeit.

Hw. Tadeusz Isakowicz-Zaleski (50) ist Priester der Erzdiözese Krakau.

Doch er sagt von sich, „nur noch nominal“ zu dieser Diözese zu gehören, nachdem man ihm ein Redeverbot auferlegt und den Vorwurf gemacht hat, die Kirche zu spalten.

Außer ihm hätten nur die Reformatoren Martin Luther und Jan Hus eine solche Behandlung verdient.

Er erwarte von der offiziellen Kirche nichts mehr: „Die Sicherheitsdienste haben mir nie solchen Schaden zugefügt, wie es die Krakauer Kurie getan hat. Das war ein Todesurteil.“

Hw. Isakowicz-Zaleski wurde in den Zeiten der kommunistischen Volksrepublik Polen bespitzelt und gefoltert.

Jetzt besteht er auf die Freiheit wissenschaftlicher Forschung:

„Daß nicht eine Ideologie oder eine Entscheidung von oben bestimmt, worüber geschrieben werden darf, sondern das Streben nach Wahrheit. Nur so kann man zur Wahrheit gelangen.“

Schon lange habe er die Kirchenführung gewarnt, daß es das trojanische Pferd der Akten der Geheimpolizei gebe: „Aber es war nutzlos.“

Dennoch kommt er in seinem Buch zur Schlußfolgerung: „Die Kirche ist siegreich aus diesem Kampf hervorgegangen.“

Auch die drei als Priester angeworbenen gegenwärtigen Bischöfe, Mons. Juliusz Paetz (72) von Poznan, Mons. Wiktor Skworc (58) von Tarnow und Kazimierz Gorny (69) von Rzeszow müßten differenziert bewertet werden.

Das Buch behandelt auch Fälle des Widerstands gegen den kommunistischen Geheimdienst – zum Beispiel Pater Franciszek Blachnicki, der nach jahrzehntelanger Bespitzelung 1981 ausgebürgert wurde.

1987 starb der charismatische Prediger in Carlsberg – vielleicht an Gift.

Der in Krakau geborene Hw. Isakowicz-Zaleski ist ein polnischer Armenier und heißt mit armenischem Namen Tadevos Vartapet Isahakian-Zaleski.

In den 80er Jahren studierte er in Rom und wohnte dort im armenischen Colleg. Er wirkt auch als Seelsorger der Armenier in Südpolen und hat sich sehr für die Erinnerung an den armenischen Völkermord in der Türkei eingesetzt.

Er ist mit dem vorletzten armenisch-katholischen Bischof von Lemberg – Izaak Michael Isakowicz – der ein hervorragender Prediger und Philantrop war, verwandt.

Hw. Isakowich-Zaleski war Honorarkanoniker der Krakauer Erzdiözese. Den Titel erhielt er im Jahr 1997 vom damaligen Erzbischof von Krakau, von Franciszek Kardinal Macharski, für die Arbeit mit den Behinderten.

Im Jahr 2006 gab er die Ehrung zurück, um gegen üble Nachrede an seine Adresse zu protestieren.
      
12 Lesermeinungen
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#12   Josefus   18:30:35 | Mittwoch, 7. März 2007
Der Mann soll sein Buch veröffentlichen
Die Wahrheit kann und sollte meiner Meinung ruhig ans Tagelicht. Die Kirche insgesamt und viele treue Priester waren Opfer. Gerade weil die Kirche so ein Bollwerk war gegen den Kommunismus, haben die Kommunisten versucht, die Kirche zu unterwandern, Spitzel hereinzubekommen etc… Die Kirche als solches hat also nichts zu verbergen. Vielleicht will die Kirche Priester schützen, die mitkollaboriert haben und es jetzt bereuen, (Insofern kann man auch diese Seite verstehen), vielleicht will sie aber auch hohe Würdenträger schützen. Da der Priester armenischer Abstammung mir differenziert an die Sache heranzugehen scheint, glaube ich, dass sein Buch, auch für die Opfer, eine positive und befreiende Wirkung hätte. Jedenfalls besser als die Enthüllungen der Presse zu überlassen.
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#11   Maledica   18:10:55 | Mittwoch, 7. März 2007
Carlsberg
Carlsberg und nicht Karlovy vary
www.opole.oaza.org.pl/narody/de2.htm
Noch nicht mal Ortsnamen, Nationen, etc kann kreuz.net auseinanderhalten.
Seriosität?
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#10   Zur Kenntnisnahme   16:40:38 | Mittwoch, 7. März 2007
Geographie
Carlsberg oder Karlsbad?
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#9   Maledica   09:40:09 | Mittwoch, 7. März 2007
tschechisch???
1987 starb der charismatische Prediger im tschechischen Carlsberg
Ich dachte bis jetzt, das Böhmen, Mähren und österr. Schlesien von den Tschechen besetzt wurden, aber die Pfalz gehört doch noch nicht zur Tschechei!
Oder irre ich mich!
kreuz.net. zeigt mal wieder Inkompetenz
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#8   AthanasiusII   00:29:54 | Mittwoch, 7. März 2007
Armenischer Ritus
Dieser Priester wurde im armenischen Ritus und für die armenische katholische Kirche in Polen geweiht.
Hier pl.wikipedia.org/…sz_Isakowicz-Zaleski finden Sie ein Bild daß den Priester bei der Liturgie für die Armenier zeigt.
Ich wollte das nur sagen, damit nicht die Sedisvakantisten Deutschlands und Polens wieder Priester in „“-Anführungszeichen schreiben, was sie normalerweise bei „modernen“ Priestern des Novus Ordo lateinischen Ritus tun.
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#7   Athanasius   21:38:45 | Dienstag, 6. März 2007
@Stöhr
Mit den sich schnellstens verbreitenden Sedisvakantisten in Polen muss sich keiner beschäftigen wenn er einfach die Tatsachen bekommen will.
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#6   Ydefix   21:16:02 | Dienstag, 6. März 2007
Wer des Polnischen mächtig ist,
kann sich hier etwas über die Katholische Kirche in Polen informieren: www.ultramontes.pl/
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#5   Athanasius   21:11:01 | Dienstag, 6. März 2007
Priester
Ich glaube er wurde auch im armenischen Ritus zum Priester geweiht von einem armenisch-katholischen Bischof, aber lateinisch inkardiniert in Krakau.
Wir können dem Mann nicht alles vorwerfen, wohl aber, daß er nicht die Vernunft hat, daß die Medien dies mißbrauchen werden um das polnische Volk atheistisch oder agnostischer zu machen, obwohl ja nur 5-8 % der Kleriker überhaupt Kontakte hatten zum Staatssicherheitsdienst der Volksrepublik Polen. Kontakte bedeutet ncoh nicht direkt Verrat.
Leider wird heute in Polen alles von den linken und liberalsozialistischen und liberal“demokratischen“ Medien aufgerüttelt um die katholische Kirche entgültig – auch in der Hochburg – auszuradieren was Himmler, Hitler, Frank, Stalin und Chruschnew nicht gelang! Dazu werden jetzt auch auf einmal drei Einzelfälle von (wahrhaft verbrecherischem) klerikalem Kindermissbrauch aus der Vergangenheit wieder aufgetischt und aufgeboomt um mehr Skandale herbeizuführen.
Das passt ganz gut ins Bild. Heute macht man Leute in den Medien subtiler ab als früher, die Propaganda und Lügen sind aber die gleichen.
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#4   möchtegern-kathole   20:45:20 | Dienstag, 6. März 2007
deshalb stellt …
… der Artikel ja selbst die Frage:
„Wer ist der polnische Saubermann?“
Wer interpretiert diese Frage als ironisch?
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#3   HeinrichvonOfterdingen   20:12:51 | Dienstag, 6. März 2007
Da ist dem Schreiberling wohl etwas durcheinandergerutscht.
Hier steht es ein wenig genauer. derstandard.at/Text/?id=2786945 Allerdings tatsächlich nur ein wenig und auch nicht viel aufschlußreicher.
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#2   Che Guevara   19:46:55 | Dienstag, 6. März 2007
ja Gotthard
Ein Wort dazu:
kreuz.net
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#1   Gotthard   19:41:18 | Dienstag, 6. März 2007
Possenspiel?
Ein Hauptakteur dieses Possenspiels ist der Priester Tadeusz Isakowicz-Zaleski.
aus dem Artikel kann ich keinerlei Possenspiel des Buchautoren erkennen – und es wird nichts gegen den Autor gesagt.
Aus dem Artikel kann ich auch keinen Angriff gegen die Kirche herauslesen, der von diesem Buch ausgehen soll.
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