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Langerwartetes + Ein Linker? + Ruhe in Friedwald + Keine Einmischung + Hinter dem Rücken des Priesters
Langerwartetes

Vatikan. Am kommenden Dienstag erscheint das nachsynodale Schreiben von Papst Benedikt XVI. zur Eucharistie. Es trägt den Titel ‘Sacramentum Caritatis’ – ‘Sakrament der Liebe’. Das Schreiben faßt die Ergebnisse der dreiwöchigen Weltbischofssynode von Oktober 2005 zusammen.

Ein Linker?

Polen. Der neue Erzbischof von Warschau, Mons. Kazimierz Nycz, hat sich in der Vergangenheit für eine parteipolitische Neutralität der Kirche ausgesprochen. In einem Hirtenbrief für seine bisherige Diözese Köslin-Kolberg im Nordwesten Polens, schrieb der Oberhirte kürzlich: „Geistliche und katholische Medien dürfen sich nicht mit einer politischen Partei verbinden“. Laut der österreichischen Nachrichtenagentur ‘apa’ gehört Erzbischof Nycz zum liberalen Kirchenflügel. Das sei in der Debatte um den EU-Beitritt Polens deutlich geworden: Am Tag des Beitritts ließ Mons. Nycz die größte Glocke Polens läuten.

Ruhe in Friedwald

Deutschland. Der Bischof von Trier, Mons. Reinhard Marx, veröffentlichte gestern eine pastorale Handreichung zur christlichen Beerdigung. Darin erlaubt er als erster Bischof Deutschlands die Bestattung auf so genannten Friedwäldern oder Ruheforsten. Voraussetzung sei, daß am Ort der Bestattung ein Schild mit dem Namen des Toten und ein christliches Symbol angebracht werde, so Mons. Marx. Auch dürfe der Verstorbene mit seinem Wunsch nach einer Friedwaldbestattung keine nicht-christlichen Vorstellungen verbinden. Trotz allem plädiert der Trierer Bischof weiter für eine herkömmliche Erdbestattung.

Keine Einmischung

China. Das kommunistische chinesische Regime hat den Heiligen Stuhl kritisiert. Dieser habe nicht genug getan, um die diplomatischen Beziehungen zu Peking zu verbessern. Das erklärte ein Vertreter des staatlichen Büros für Religionsfragen vor der Nachrichtenagentur ‘efe’. Peking erwartet, daß der Vatikan die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abbreche und sich nicht in angebliche „innere Angelegenheiten Chinas“ einmische. Dazu zählen nach Meinung des Regimes auch Bischofsernennungen.

Hinter dem Rücken des Priesters

„Hinter dem Rücken des Priesters aber hing zu den alten Zeiten genauso oft eine grausam gelangweilte, unergriffene, unberührte, vom Formelkram nur umspülte Gemeinde herum – wie vor dem Antlitz des Priesters heute eine gelangweilte, unergriffene, unberührte, vom Beliebigkeitskram umspülte Gemeinde. Es liegt nicht an der Vorder- oder Hinterrückskonstellation, in der ein Priester agiert. Auch nicht an der Sprache, in der er spricht. Latein garantiert so wenig Würde und Weihe, wie das Deutsche Würde und Weihe ausschließt. Es liegt, Herrgottnochmal, immer allein am: Priester. Es kommt mehr auf ihn an, als selbst und gerade mancher Priester denkt.“

Der Theaterkritiker Gerhard Stadelmaier (56) in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ vom 24. Januar 2007.
      
11 Lesermeinungen
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#11   Tridentinus   09:43:57 | Donnerstag, 8. März 2007
@Christin
Normale Kinder freuen sich immer über Schokolade. Aber worauf beziehen Sie sich in Ihrer Äusserung? Diese ist überwiegend theologischer Schwachsinn, charismatisch versüsst. Abstossend!
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#10   Christin   23:56:06 | Mittwoch, 7. März 2007
‘Sakrament der Liebe’
Da muß ich schnell noch einem freundlichen Almöhi in den Bergen Retzerland- Weinschokoladen schicken für ihn & die Kinder in den Bergen mit Retzer Wein und Vorarlberger Schokolade,damit er nicht den Köpf hängen läßt und meint Eucharistie muß immer traurig sein!
Ich weiß er und die Kinder werden sich freuen auch wenn’s nicht biologisch ist.
(ich darf nicht,weil ich vorbildlich leben will)aber
Freude im Herzen ist doch ein Sakrament was ewigkeitswert hat und auch heilig gehalten werden muß O:) o^/ !
Ich muß schnell sein bevor es zu spät ist,und jemand die Hoffnung aufgibt,dass Gaben das Herz erfreuen und damit Gott wieder zu Lächeln gebracht werden kann !
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#9   Bruder Theophil   13:15:08 | Mittwoch, 7. März 2007
@ Tridentinus
Übrigens ist das heilige Evangelium nicht vorrangig intelligenzfördernd, sondern sündentilgend
Ja, aber nur wenn sich TYP mit einem besonders wuchtigen Exemplar so lange an die Birne schlägt, bis die Buchstaben sich durch die Schädeldecke gearbeitet haben. Vorher wohl kaum.
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#8   Pünktchen   12:26:32 | Mittwoch, 7. März 2007
Benedikt
Danke für den Hinweis! Sehr interessant!
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#7   Benedikt   12:21:32 | Mittwoch, 7. März 2007
Zur Kenntnisnahme: SZ vom 7. März 2007
Heute in der SZ: Eine Sonderseite des Feuilletons zum Thema „Der Glaube und der alte Ritus“
Einleitungstext: „Als die katholische Kirche nach dem II. Vatikanischen Konzil den Altar in die Vierung stellte, die lateinische Sprache preisgab und der Priester die Gemeinde nun bei der Wandlung anschauen musste, meinte sie, sich damit in die Mitte der Gesellschaft zu begeben. Doch was als volkstümliche Erneuerung gedacht war, schwächte sie. Sie musste sich der Gesellschaft stellen und geriet in die Defensive. Jetzt soll der alte Ritus zumindest als Variante des Gottesdienstes wieder zugelassen werden – ein Vorhaben, dass bei Künstlern und Intellektuellen auf Wohlgefallen stößt, offenbar nicht nur aus Glaubensgründen.“
Beiträge von Eckhard Henscheid, Martin Mosebach, Robert Spaemann, Durs Grünbein, Ulla Hahn und Hans Zender.
Dazu noch einige „Stimmen zum alten Ritus“. Kostprobe Harald Schmidt: „Die Wiedereinführung der Messe auf Lateinisch wäre sehr in meinem Sinne. Es dient der Frömmigkeit, wenn Texte eher meditativ vor sich hingesagt werden, ohne dass sich die Gemeinde völlig über ihren Inhalt im Klaren wäre. Vorher aber sollte noch alles verboten werden, was in die Abteilung ‘Pantomimische Darstellung der Klimakatastrophe im Altarbereich fällt.’(…)“
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#6   Tridentinus   11:44:29 | Mittwoch, 7. März 2007
@Hinweis an den Typ
Sie haben mich neulich offenbar nicht verstanden. Egal was Sie intelligenter macht, es ist evident, dass Sie sich darum bemühen sollten, intelligenter zu werden. Übrigens ist das heilige Evangelium nicht vorrangig intelligenzfördernd, sondern sündentilgend: Per Evangelium dicta deleantur nostra delicta!
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#5   Bruder Theophil   11:32:04 | Mittwoch, 7. März 2007
@ Typ
Es soll aber intelligenter machen. Deshalb meine Empfehlung an Sie: Auswendig lernen und weitertragen.
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#4   Typ   11:10:29 | Mittwoch, 7. März 2007
Dem Geleiter zum Geleit
Lieber Theophil,
das Tagesevangelium ist hier nicht erwünscht.
Erstens: Es ist nach der perversen Leseordnung von 1970 zitiert.
Zweitens: Es ist in der abartigen deutschen Sprache geschrieben, bei der Gott sich ja bekanntlich die Ohren zuhält, weil er alles außer Latein ignoriert.
Drittens: Es steht nicht im Katechismus.
Viertens: Es stammt aus der Bibel und nicht aus der dogmatischen Tradition der Kirche.
Fünftens: Es beschimpft keine Homosexuellen.
Sechstens: Es ist potenziell frauenfreundlich.
So einen Dreck darf es auf kreuz.net nicht geben! :-D
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#3   Bruder Theophil   10:23:49 | Mittwoch, 7. März 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium.
EVANGELIUM Matthäus 20, 17-28
In jener Zeit, als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er unterwegs die zwölf Jünger beiseite und sagte zu ihnen: Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden übergeben, damit er verspottet, gegeißelt und gekreuzigt wird; aber am dritten Tag wird er auferstehen. Damals kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte.
Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen. Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es.
Da antwortete er ihnen: Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder.
Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein.
Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen.
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#2   Athanasius   09:44:24 | Mittwoch, 7. März 2007
Dann bin ich auch ich ein Linker
Denn ich freute mich auch über den EU-Beitritt Polens. Die westlichen Etabliertenparteien hätten niemals in Brüssel eine Babycaust-Ausstellung organisiert wie die Liga polnischer Familien, und kein heutiger Gutmensch der EVP hätte jemals im Europ. Parlament die Wahrheit zu Herrn General Franco gesagt, z.B. dass er von Liberalen und Sozialisten zwar Dämonisiert wird, im Grunde aber Europa und Spanien vom Bolschewismus und dessen sicheren Endsieg im Westen befreite, dazu im Grunde auch Hitler nicht unterstützte. Dass die „Totenzahlen“ oft groteske Lügenpropaganda aus Moskau waren.
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#1   Tridentinus   09:30:55 | Mittwoch, 7. März 2007
Dem Geläut
geweihter Glocken wurde immer auch exorzistische Wirkung zugeschrieben, also kann man das Läuten der grössten Glocke Polens zum EU-Beitritt nicht pauschal als pro-EU und damit als „liberal“ bezeichnen…
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