15:38:06 | Mittwoch, 7. März 2007
Im Herzen Europas hat ein Oberstes Gericht unter Federführung eines ehemaligen Kommunisten zugeschlagen.

Der gotische Veitsdom in Prag
(kreuz.net) Die lange Tradition des Antiklerikalismus und der Kirchenverfolgung lebt in Tschechien wieder
auf.
Jetzt greift der tschechische Staat erneut nach der St. Veits Kathedrale in Prag.
Über dreizehn
Jahre langt hat sich der Staat geweigert, die vom kommunistischen Regime geraubte katholische Kirche zurückzugeben.
Im vergangenen Jahr sprach ein Prager Gericht den Dom endlich der Kirche zu.
Doch im Februar hob der
Oberste Gerichtshof des Landes diesen Richterspruch auf.
Prager Veitsdom

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Der verantwortliche Richter, František Formánek, ist
ein ehemaliges Mitglieder der tschechischen kommunistischen Partei. Er hat als Richter bereits den Kommunisten
gedient.
Jetzt soll die St.Veits-Kathedrale – das Wahrzeichen der Prager Burg – dem antiklerikalen Staat
aushändigt werden.
Doch der Erzbischof von Prag, Miroslav Kardinal Vlk (74) will sich nicht beugen:
„Der Oberste Gerichtshof hat mit keinem Wort gesagt, daß wir den Dom übergeben sollten. Das ist nur
eine Interpretation des Büros des Staatspräsidenten“ – erklärte der Kardinal vor der Tageszeitung ‘Mlada
fronta Dnes’.
Der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus (65), der sich heute als politisch rechtsgerichtet
gibt, kann auf eine lange Karriere unter dem kommunistischen Regime zurückblicken.
Dagegen hat der jetzige
Kardinal jahrzehntelang unter der kommunistischen Kirchenverfolgung gelitten. Er erhielt in den 70er Jahren
Berufsverbot als Priester und mußte als Fensterputzer und Angestellter in einem Archiv arbeiten.
Der
Kardinal ist der Ansicht, daß die Streitsache um seinen Dom erneut vor das Prager Kreisgericht kommen
muß.
Neuerdings hat der Staat mindestens einen tschechischen Polizeibeamten im Inneren des Doms postiert.
Das sei eine reine Schikane, damit nicht nur das eigentliche Bauwerk, sondern auch das Innere der Kirche
an den Staat übergeben werde, erklärt der Kardinal:
„Aber die innere Ausstattung des Doms hat schon
immer dem Domkapitel gehört“.
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#22
amadeus † 20:50:10 | Donnerstag, 8. März 2007
#21
Tarcisius 20:48:43 | Donnerstag, 8. März 2007
#20
Jörg Guttenberger, Köln 17:46:01 | Donnerstag, 8. März 2007
#19
landorganist 13:33:11 | Donnerstag, 8. März 2007
#18
stimme der vernunft † 09:35:54 | Donnerstag, 8. März 2007
#17
mahner 21:12:07 | Mittwoch, 7. März 2007
#16
amadeus † 17:49:20 | Mittwoch, 7. März 2007
#15
semper reformandus 17:28:42 | Mittwoch, 7. März 2007
#14
Che Guevara 17:21:51 | Mittwoch, 7. März 2007
#13
Arkanum † 17:20:00 | Mittwoch, 7. März 2007
#12
Typ 17:15:51 | Mittwoch, 7. März 2007
#11
Arkanum † 17:13:31 | Mittwoch, 7. März 2007
#10
OnanII 17:08:05 | Mittwoch, 7. März 2007
#9
Dr. Christoph Heger 16:47:54 | Mittwoch, 7. März 2007
#8
amadeus † 16:22:50 | Mittwoch, 7. März 2007
#7
semper reformandus 16:20:30 | Mittwoch, 7. März 2007
#6
Typ 16:11:07 | Mittwoch, 7. März 2007
#5
Che Guevara 16:09:14 | Mittwoch, 7. März 2007
#4
nonnobisdomine 15:56:39 | Mittwoch, 7. März 2007
#2
nonnobisdomine 15:47:59 | Mittwoch, 7. März 2007
#1
stimme der vernunft † 15:41:13 | Mittwoch, 7. März 2007