Prager Veitsdom
Kathedrale wird enteignet
Im Herzen Europas hat ein Oberstes Gericht unter Federführung eines ehemaligen Kommunisten zugeschlagen.
Der gotische Veitsdom in Prag
Der gotische Veitsdom in Prag
(kreuz.net) Die lange Tradition des Antiklerikalismus und der Kirchenverfolgung lebt in Tschechien wieder auf.

Jetzt greift der tschechische Staat erneut nach der St. Veits Kathedrale in Prag.

Über dreizehn Jahre langt hat sich der Staat geweigert, die vom kommunistischen Regime geraubte katholische Kirche zurückzugeben.

Im vergangenen Jahr sprach ein Prager Gericht den Dom endlich der Kirche zu.

Doch im Februar hob der Oberste Gerichtshof des Landes diesen Richterspruch auf.

Prager Veitsdom
Der Veitsdom auf der Prager Burg ist die größte Kirche TschechiensGlasmalerei im Inneren der KathedraleDie Geschichte des Baus reicht bis in das 10. Jahrhundert zurück.

Der verantwortliche Richter, František Formánek, ist ein ehemaliges Mitglieder der tschechischen kommunistischen Partei. Er hat als Richter bereits den Kommunisten gedient.

Jetzt soll die St.Veits-Kathedrale – das Wahrzeichen der Prager Burg – dem antiklerikalen Staat aushändigt werden.

Doch der Erzbischof von Prag, Miroslav Kardinal Vlk (74) will sich nicht beugen:

„Der Oberste Gerichtshof hat mit keinem Wort gesagt, daß wir den Dom übergeben sollten. Das ist nur eine Interpretation des Büros des Staatspräsidenten“ – erklärte der Kardinal vor der Tageszeitung ‘Mlada fronta Dnes’.

Der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus (65), der sich heute als politisch rechtsgerichtet gibt, kann auf eine lange Karriere unter dem kommunistischen Regime zurückblicken.

Dagegen hat der jetzige Kardinal jahrzehntelang unter der kommunistischen Kirchenverfolgung gelitten. Er erhielt in den 70er Jahren Berufsverbot als Priester und mußte als Fensterputzer und Angestellter in einem Archiv arbeiten.

Der Kardinal ist der Ansicht, daß die Streitsache um seinen Dom erneut vor das Prager Kreisgericht kommen muß.

Neuerdings hat der Staat mindestens einen tschechischen Polizeibeamten im Inneren des Doms postiert.

Das sei eine reine Schikane, damit nicht nur das eigentliche Bauwerk, sondern auch das Innere der Kirche an den Staat übergeben werde, erklärt der Kardinal:

„Aber die innere Ausstattung des Doms hat schon immer dem Domkapitel gehört“.
      
21 Lesermeinungen
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#22   amadeus †   20:50:10 | Donnerstag, 8. März 2007
ja da haben sie recht
die evangelischen kirchen machen das nicht
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#21   Tarcisius   20:48:43 | Donnerstag, 8. März 2007
Enteignung der Kathedrale
Vielleicht ist das gerade ein Glücksfall?
Ich wünschte, das Land Baden-Württemberg hätte das Freiburger Münster enteignet. Das hätte die Verschandelung des Chorraumes durch das dortige Domkapitel, von dem man angesichts einer solchen entscheidung meinen könnte, es bestehe im wesentlichen aus präsenil-dementen Alt-68ern, verhindert.
In den Kirchen, die dem Staat gehören, fand der postkonziliare Vandalismus weitgehend nicht statt.
Solange die Kathedrale weiterhin ausschließlich dem röm.-kath. Kultus zur Verfügung steht: was soll es? Gut, wenn der Staat künftig den Unterhalt bezahlt, und wenn ein Polizist in der Kathedrale postiert ist – hervorragend, die Besucher werden sich anständiger benehmen. Und der Klerus wird daran gehindert, die Ausstattung zu zerstören.
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#20   Jörg Guttenberger, Köln   17:46:01 | Donnerstag, 8. März 2007
Stimme der Vernunft: Enteignung
Wenn zwei dasselbe tun, ist das noch lange nicht dasselbe! In CZ gibt es eine ausreichend lange Tradition der Kirchenverfolgung, in F hingegen nicht. Der Staat ist hier traditionsgemäß religionsneutral!
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#19   landorganist   13:33:11 | Donnerstag, 8. März 2007
@stimme der vernunft
Klare Antwort: Es übersteigt seinen Horizont!
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#18   stimme der vernunft †   09:35:54 | Donnerstag, 8. März 2007
könnte
freundlicherweise mal jemand erklären was hier das Problem ist?
Wie gesagt, Notre Dame oder die herrliche Kathedrale von Reims gehören auch dem Staat, also was solls?
Nonobisdummschwätzer, kannst du eigentlich ausser unsinnigen Bemerkungen auch mal was zum Thema beitragen oder übersteigt das deinen geistigen Horizont?
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#17   mahner   21:12:07 | Mittwoch, 7. März 2007
eintönig schon, aber…
… die Feinde der Kirche >:) , deren Mathoden und Angriffe haben sich auch nicht geändert :-(
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#16   amadeus †   17:49:20 | Mittwoch, 7. März 2007
herr semper so und so
natürlich ist das hier oberflächlich und nicht ernst zu nehmen. die themen wechseln sich doch der reihe nach ab: piusbruderschaft, altarrichtung, schwule, lesben, juden und holocaust, freimaurerei. das von vorne bis hinten. es sind doch immer die gleichen themen. :-[
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#15   semper reformandus   17:28:42 | Mittwoch, 7. März 2007
@typ, heger
ich finde die pauschale Herabsetzung von kreuz.net ebenso undifferenziert und falsch wie die hier in rede stehende oberflächliche udn nichtssagende Berichterstattung.
Natürlich sind die bekannten Exzesse der tschechisch-nationalistischen Politik in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg aufs Strengste zu verurteilen; dennoch muss man im Einzelfall gerecht urteilen, auch wenn es etwas anstrengender ist als eine mühsame Betrachtung der Einzelheiten, sonst ist man auf genauso niedrigen Niveau wie die, die man zu Recht z.B. wegen der höchst ungerechten und verabscheuungswürdigen „Kollektivbehandlung“ der deutschen Volksgruppe kritisiert.
Ungerecht ist auch der Vorwurf, die Kirche habe gemeinsame Sache mit den Machthabern – gemeint ist wohl in Bezug auf die schon erwähnten Exzesse (Vertreibung etc.) – gemacht. Wer um die dortigen Verhältnisse während des Kommunismus weiß, weiß auch, dass gerade die Kirche ein Hort des Widerstandes war und viel gelitten hat.
Der Blick aufs Detail muss jedem, dem es um ein abgewogenes Urteil geht, erlaubt bleiben. Alles andere ist dumm und ungerecht.
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#14   Che Guevara   17:21:51 | Mittwoch, 7. März 2007
Interessant Onan 2
hallo nonobisdomine, wusstes du, dass du ich bist?
Was die Leute hier alles so wissen – Und wo bleibt da meine Privatsphäre???
–----------------------------------------------------------
Mal ernst:
Es gibt schon genügend Sockenpuppen Theater hier im k net.
Ich war Game-Master, und noch zwei inaktive, aber mit mir selbst diskuttiert hab ich noch nicht…
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#13   Arkanum †   17:20:00 | Mittwoch, 7. März 2007
und um das leidige Thema wieder zu verlassen, OnanII
Schon mal die Beiträge von Frau Zayadeh www.kreuz.net/?search=%22not%… durchforstet? ;-) Kommt mir irgendwie bekannt vor, der Spruch…!
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#12   Typ   17:15:51 | Mittwoch, 7. März 2007
@semper reformandus
Würde hier sauber journalistisch gearbeitet, wäre es nicht kreuz.net!
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#11   Arkanum †   17:13:31 | Mittwoch, 7. März 2007
Herrje, OnanII
schon wieder ein Sockenpuppentheater? :-D Da wird sie Stimme aus dem Tradiland in ihrem nächsten Bulletin argwöhnen, die „beiden“ seien wiederum ich! Was aber nicht der Fall ist.
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#10   OnanII   17:08:05 | Mittwoch, 7. März 2007
sockenpuppentheater
nonobisdomine und che_guevara sind ein und dieselbe person.
hier wird ein schaukampf abgehalten!
lasst euch nicht irre machen!
[klein]nur weil du nicht paranoid bist, heißt dass noch lange nicht, dass sie nicht auch hinter dir her sind…nur um dass thema sockenpuppen wieder mal aufs tapet zu bringen :)[klein]
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#9   Dr. Christoph Heger   16:47:54 | Mittwoch, 7. März 2007
Ach, semper reformandus!
Was soll eine solche diversantenhafte Detailhuberei?
Der tschechische Staat hat spätestens seit den Zeiten der genozidalen Politik seines dort nach wie vor hochverehrten Präsidenten Edvard Benes, aber wohl auch schon vorher sich einen Dreck um Menschenrecht und Eigentum gekümmert. Die Enteignung des Veitsdoms setzt diese Linie nur fort.
Im übrigen: Es zahlt sich für die katholische Kirche in der Tschechei mitsamt der ihr nahestehenden Partei offenbar nicht aus, daß sie mit den Wölfen gegen die Deutschböhmen heult.
MfG
Christoph Heger
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#8   amadeus †   16:22:50 | Mittwoch, 7. März 2007
über oberflächliche berichterstattung
muss man sich auf dieser seite gewöhnen. tiefgreifende beiträge können sie nicht erwarten, denn dann müssten viele hier ihr weltbild in frage stellen.
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#7   semper reformandus   16:20:30 | Mittwoch, 7. März 2007
@redaktion u.a.
Weiß irgendjemand etwas näheres über das Urteil und seine Begründung? Hat das Gericht rechtlich betrachtet falsch geurteilt, udn wenn ja, warum? Was hat das Gericht anders gesehen als die Vorinstanz? Was genau war überhaupt Streitgegenstand? Wer hat wen verklagt? Und warum: wegen Herausgabe? Wegen des Nutzungsrechts? Wegen der Eigentumsfrage? Wegen der Instandhaltungspflicht?
Was soll so eine oberflächliche Berichterstattung und was soll die sich daran aufhängende lächerliche Diskussion hier? Also, nochmal: Wer weiß genaueres?
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#6   Typ   16:11:07 | Mittwoch, 7. März 2007
Eigenkirchen
Es gibt haufenweise Kirchen und Kapellen, die auch heute noch irgendwelchen Adligen oder Ex-Adligen gehören. Und wenn die dann da irgendwelche vagabundierenden Schismatiker-Priester einladen, um Messen zu flüstern, dann wird kreuz.net total wuschig.
Wo ist da der Unterschied? Hat jemand angekündigt, der tschechische Staat wolle die Aktivitäten der Kirche in dem Dom unterbinden? Oder sonst irgendwas?
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#5   Che Guevara   16:09:14 | Mittwoch, 7. März 2007
Muhaha ha
war ich böse?
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#4   nonnobisdomine   15:56:39 | Mittwoch, 7. März 2007
Ihre Selbstinszenierung wird Ihnen nicht gelingen,
Sie Typ mit einerm Nicknamen eines Mörders, Terroristen und Revolutionärs.
Satan jault mal wieder auf. Ist man ja schon gewohnt von diesen Typen.
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#2   nonnobisdomine   15:47:59 | Mittwoch, 7. März 2007
die sogenannte „Stimme der Vernunft“
versteht nichts. Überhaupt nichts.
Soll doch endlich Ruhe geben, dieser Typ.
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#1   stimme der vernunft †   15:41:13 | Mittwoch, 7. März 2007
Ja und?
Notre Dame gehört auch dem französischen Staat.
Hat den Vorteil, dass die Kirche nicht für den Unterhalt aufkommen muss.
Wo ist das Problem?
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