Euthanasie
Eine Frage der Zeit
Wenn einer alleine mordet, dann ist er ein Mörder. Wer dagegen in Gruppen mordet, wird – mit ein bißchen Glück – schnell vom mörderischen Außenseiter zum angesehenen Vertreter einer neuen Zeit.
(kreuz.net, Paris) 2.134 Ärzte, Krankenschwestern und Pflegekräfte haben sich kürzlich der Tötung Lebensmüder bezichtigt.

Die Geständigen veröffentlichten in der französischen Wochenzeitschrift ‘Nouvel Observateur’ einen offenen Brief. Zugleich fordern sie Straffreiheit für die Beihilfe zum Selbstmord.

Anlaß für die Selbstbezichtigung ist ein Gerichtsverfahren gegen zwei Selbstmordhelfer.

Der Auslöser

Am Montag müssen sich eine Ärztin und eine Krankenschwester in der südwestfranzösischen Stadt Perigueux wegen Totschlag vor Gericht verantworten.

Die beiden brachten eine Frau mit Bauchspeicheldrüsenkrebs ums Leben, indem sie der Kranken Gift verabreichten.

Eine Vorgesetzte erstattete Anzeige gegen die beiden Täter. Das Strafmaß beträgt – nach der Theorie der Gesetze – bis zu dreißig Jahre Haft.

Die Forderung

„Wir fordern die sofortige Einstellung aller gerichtlicher Verfahren gegen Ärzte und Pflegekräfte sowie eine schnellst mögliche Gesetzesrevision“ – erklären die Euthanasie-Ideologen in dem gemeinsam unterzeichneten Manifest.

Als Vorbilder für Straffreiheit bei Beihilfe zum Selbstmord werden Länder wie die Schweiz, die Niederlande oder Belgien genannt.

Die Euthanasierer berufen sich auf sogenannte „Ausnahmen“. Es gäbe Situationen, in denen das seelische oder körperliche Leiden von Patienten unerträglich sei.

Sie selber hätten getötet, um ein „zu grausames Ende“ abzukürzen – wohlwissend, damit gegen das Gesetz zu verstoßen.

Jetzt verlangen sie eine Ausweitung des Euthanasie-Gesetzes von April 2005.

Das bestehende Gesetz

Seit dieser Zeit dürfen Ärzte auf Wunsch von Sterbenskranken lebensverlängernde Behandlungen einstellen. Das Gesetz erlaubt auch die Ablehnung von lebenserhaltenden Maßnahmen wie der künstlichen Ernährung.

Das Gesetz ist auch als „Sterbehilfe light“ bezeichnet worden. Eingeführt wurde es in der Folge einiger medial inszenierter Euthanasierungen.

Dunkle Vorbilder in der Geschichte

Die französischen Euthanasie-Ideologen benützen die gleiche Taktik, die schon bei der Abschaffung der Lebensrechte ungeborener Menschen verwendet wurde.

So bezichtigten sich im Juni 1971 in Deutschland knapp 400 Mütter der Abtreibung ihrer Kinder. Die Kampagne wurde vom Wochenmagazin ‘Stern’ organisiert.

Der damalige Chefredakteur der Wochenzeitung war ein ehemaliger nationalsozialistischer Kriegsberichtserstatter und Mitglied der Nazi-Propagandatruppe.

Knapp drei Jahre später, im März 1974, bekannten sich 329 Abtreiber im Wochenmagazin ‘Spiegel’ zu ihrem Verbrechen.

Der Chefredaktor des ‘Spiegel’ war ein ehemaliger Leutnant der Wehrmacht, dem noch im April 1945 das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen wurde.
      
5 Lesermeinungen
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#5   methusalix †   23:38:38 | Freitag, 9. März 2007
Der Mann hat sich mit der Mitwirkung an Todesurteilen selbst abgeschossen
egal von wem die Akten aufgedeckt wurden. Wichtig ist, ob sich dieser Mann in juristischem Sinn richtig verhalten hat. Zitat Filbinger: Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein! Das war die Schlinge die er höchstselbst für seinen Hals geknüpft hat, denn damit hat er die Ermordung des Minderen Bruders, des Hl. Maximilian Kolbe gut geheissen.
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#4   ulrich   10:55:59 | Freitag, 9. März 2007
Filbinger ist ein gläubiger Christ
ihm wurde, da er als Ministerpräsident in Baden-Württemberg eine konservative Bastion und damit der SED ein Dorn im Auge war, durch gefälschte Stasi-Akten und durcdh Hetzartikel im Westen aus seiner Position geschossen. Dies ist erwiesen, dokumentiert, aber die ewigen Linken und DDR-Nostalgiker wollen dies nicht glauben. Filbinger hat viele vor dem Tode bewahrt- lesen Sie doch mal die Dokumente nach unter Filbingers Seite. Aber linke Ideologen / Abtreibung und Euthanasie passen ja zusammen, deswegen sind Verleumdungen gegen Lebenschützer welche Art aus dieser Ecke auch nicht verwunderlich.
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#3   obelix †   09:25:18 | Freitag, 9. März 2007
@Dr. Heger
Im Gegenteil: Filbinger ist bitteres Unrechtzugefügt worden.
Daran kann man sehen, was Sie für einen entsetzlich verschrobenen und verschobenen Rechtsbergiff haben.
Für Sie sind möglicherweise sogar alle Unrechtsurteile der Nazijustiz rechtmässig? Nicht nur das an dem dieser „furchtbare Jurist“ Filbinger betieligt war?
Na dann ist für Sie ja Pater Kolbe vielleicht zu Recht von den Nazis hingerichtet worden.
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#2   Dr. Christoph Heger   08:58:31 | Freitag, 9. März 2007
Filbinger
Ich verstehe zwar nicht, was der seinerzeitige Ministerpräsident Filbinger mit dieser Selbstbezichtigungskampagne von Selbstmordhelfern zu tun hat. Aber daß er wie (Diözesanpriester?) Gotthard meint, sein damaliger durch eine von dem bekannten Poetaster ausgelöste Diffamierungsflut erzwungener Rücktritt sei „zurecht“ erfolgt, kann ich nicht finden. Im Gegenteil: Filbinger ist bitteres Unrecht zugefügt worden.
MfG
Christoph Heger
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#1   Gotthard   22:18:43 | Donnerstag, 8. März 2007
Filbinger
aus diesem Grunde mußte auch Hans Filbinger als Ministerpräsident zurücktreten… sehr zurecht!
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