20:50:21 | Donnerstag, 8. März 2007
Wenn einer alleine mordet, dann ist er ein Mörder. Wer dagegen in Gruppen mordet, wird – mit ein bißchen Glück – schnell vom mörderischen Außenseiter zum angesehenen Vertreter einer neuen Zeit.

(kreuz.net, Paris) 2.134 Ärzte, Krankenschwestern und Pflegekräfte haben sich kürzlich der Tötung
Lebensmüder bezichtigt.
Die Geständigen veröffentlichten in der französischen Wochenzeitschrift ‘Nouvel
Observateur’ einen offenen Brief. Zugleich fordern sie Straffreiheit für die Beihilfe zum Selbstmord.
Anlaß für die Selbstbezichtigung ist ein Gerichtsverfahren gegen zwei Selbstmordhelfer.
Der Auslöser
Am Montag müssen sich eine Ärztin und eine Krankenschwester in der südwestfranzösischen Stadt Perigueux
wegen Totschlag vor Gericht verantworten.
Die beiden brachten eine Frau mit Bauchspeicheldrüsenkrebs
ums Leben, indem sie der Kranken Gift verabreichten.
Eine Vorgesetzte erstattete Anzeige gegen die beiden
Täter. Das Strafmaß beträgt – nach der Theorie der Gesetze – bis zu dreißig Jahre Haft.
Die Forderung
„Wir fordern die sofortige Einstellung aller gerichtlicher Verfahren gegen Ärzte und Pflegekräfte sowie
eine schnellst mögliche Gesetzesrevision“ – erklären die Euthanasie-Ideologen in dem gemeinsam unterzeichneten
Manifest.
Als Vorbilder für Straffreiheit bei Beihilfe zum Selbstmord werden Länder wie die Schweiz,
die Niederlande oder Belgien genannt.
Die Euthanasierer berufen sich auf sogenannte „Ausnahmen“. Es gäbe
Situationen, in denen das seelische oder körperliche Leiden von Patienten unerträglich sei.
Sie selber
hätten getötet, um ein „zu grausames Ende“ abzukürzen – wohlwissend, damit gegen das Gesetz zu verstoßen.
Jetzt verlangen sie eine Ausweitung des Euthanasie-Gesetzes von April 2005.
Das bestehende GesetzSeit
dieser Zeit dürfen Ärzte auf Wunsch von Sterbenskranken lebens
verlängernde Behandlungen einstellen.
Das Gesetz erlaubt auch die Ablehnung von lebens
erhaltenden Maßnahmen wie der künstlichen Ernährung.
Das Gesetz ist auch als „Sterbehilfe light“ bezeichnet worden. Eingeführt wurde es in der Folge einiger
medial inszenierter Euthanasierungen.
Dunkle Vorbilder in der GeschichteDie französischen Euthanasie-Ideologen
benützen die gleiche Taktik, die schon bei der Abschaffung der Lebensrechte ungeborener Menschen verwendet
wurde.
So
bezichtigten sich im Juni 1971 in Deutschland knapp 400 Mütter der Abtreibung ihrer Kinder.
Die Kampagne wurde vom Wochenmagazin ‘Stern’ organisiert.
Der damalige Chefredakteur der Wochenzeitung
war ein ehemaliger nationalsozialistischer Kriegsberichtserstatter und Mitglied der Nazi-Propagandatruppe.
Knapp drei Jahre später, im März 1974, bekannten sich 329 Abtreiber im Wochenmagazin ‘Spiegel’ zu ihrem
Verbrechen.
Der Chefredaktor des ‘Spiegel’ war ein ehemaliger Leutnant der Wehrmacht, dem noch im April
1945 das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen wurde.
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#5
methusalix † 23:38:38 | Freitag, 9. März 2007
#4
ulrich 10:55:59 | Freitag, 9. März 2007
#3
obelix † 09:25:18 | Freitag, 9. März 2007
#2
Dr. Christoph Heger 08:58:31 | Freitag, 9. März 2007
#1
Gotthard 22:18:43 | Donnerstag, 8. März 2007