Kinderabtreibung
Aber das Wasser geht doch zurück…
Heute werden Warnungen vor der Abtreibung wie Warnung vor einem Tsunami behandelt. Man steht zufrieden am Strand und sagt: ‘Das Wasser geht zurück’. Martin Hohmann, katholischer Abgeordneter im Deutschen Bundestag, zu alten und zu neuen Mördern.
(kreuz.net) „Abtreibung ist das größte Menschheitsverbrechen“, streicht Martin Hohmann (56) in einer Presseerklärung vom 9. Januar heraus. Weltweit 60 Millionen abgesaugte Kinder pro Jahr würden die Opferzahlen der Massenmörder Stalin und Hitler bei weitem übertreffen.

„Während Hitler und Stalin ihre Untaten vor den Augen der Zeitgenossen verbargen, finde die Abtreibung vor aller Augen, mitten in der Gesellschaft statt.“

Während damals allen – außer den Tätern, Mittätern und den ideologisch verblendeten Mitläufern – bewußt war, daß Klassen- und Rassenmord schweres Unrecht war, sei ein ähnliches Unrechtsbewußtsein bei der Kinderabtreibung heute nicht sichtbar.

Die Staaten – sogar „Rechtsstaaten“ – hätten das blutige Geschäft der Abtreibung selbst in die Hand genommen. Im Falle Deutschlands wird die Kinderabtreibung nach Beratung ‘rechtswidrig, aber straffrei’ in flächendeckend zur Verfügung gestellten Einrichtungen ausgeführt.

„Solange der gegenwärtige Menschheitsskandal der Abtreibung nicht auf die gleiche Verurteilung wie die vor 60 Jahren geschehene Hitlersche Judenvernichtung stößt, hat jeder Christ und erst recht jeder Kardinal nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, dieses heutige Unrecht zu beklagen.“

„Unsere Gesellschaft behandelt die Warnungen vor der Abtreibung wie die Warnung vor einem Tsunami. Sie steht am Strand und sagt: ‘Das Wasser geht doch zurück’.“

Ab 2010 würden die Folgen der Abtreibung mit ungeheuerer Wucht über unsere Gesellschaft hereinbrechen. Diese Katastrophe sei von Menschen verursacht, die sich über das göttliche Gebot ‘Du sollst nicht morden’ hinwegsetzen und von solchen, die das Morden geschehen lassen. Die Abtreibungsmentalität anzuprangern, sehe Kardinal Meisner als seine Aufgabe an.

In seiner Dreikönigspredigt habe er das zu Recht und zutreffend getan, sagt Hohmann abschließend.

Martin Hohmann wurde infolge einer angeblich antisemitischen Rede im Oktober 2003 das Opfer einer Medienkampagne und von seiner Partei, der CDU sowie der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag ausgeschlossen. Es war der erste Fraktionsausschluß eines Unions-Abgeordneten in der Geschichte des Deutschen Bundestages.
      
13 Lesermeinungen
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#13   GerdEric   19:56:24 | Mittwoch, 19. Januar 2005
was, bitte, ist denn das Kainsmal?
das Kainsmal zeichnet doch den Menschen, der Schuld auf sich geladen hat, der wider Gottes Gebote handelte, aber es ist auch gesagt, dass nur Gott ihn richten wird.
Und mir ist einfach unvorstellbar, dass Gott jemandes Seele richten sollte, wegen seiner handlungen, die er wegen Ermordung nicht tun konnte…
warum aber sollte dann in früheren Zeiten Todesurteile nicht nur verhängt, sondern auch durchgeführt werden, wenn doch der Verurteilte zu Lebzeiten noch Gutes hätte tun können (wie doch auch Moses das Volk Gottes aus der Sklaverei führte)?
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#12   GerdEric   19:49:37 | Mittwoch, 19. Januar 2005
doublemax
>> Da muss ich vehement widersprechen! Das am meisten geschädigte Opfer ist das Kind, nicht die Mutter, da sie ohne Taufe im Stande der Ursünde sterben:
Die Seelen derer aber, die in einer aktuellen Todssünde oder allein in der Ursünde verscheiden, steigen alsbald in die Hölle hinab, werden aber mit ungleichen Strafen bestraft. (DH 1306)
Lieber Doubelmax,
verstehe ich das richtig, dass das abgetriebene Kind in die Hölle fährt?
Ja? wegen welcher Ursünde?
ratlos…
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#11   Bruno-Maria Schulz   09:33:21 | Mittwoch, 12. Januar 2005
Das Kainsmal
Gott ist kein „automatisch nach Schema handelnder Gott“ sondern Gott ist der allliebende , gerechte Gott, Schöpfer auch dieses noch nicht geborenen Kindes – oder geborenen, aber noch ungetauft sterbenden Kindes.
Gott alleine weiß, wie dieses, von uns an seinem Leben gehindete Kind gelebt hätte, und Er wird diesen Menschen danach richten.
An dem aber, der dieses Kind vor seiner Geburt tötete, wird das Kainsmal haften bleiben und dieser Mensch wird es vor Gott tragen müssen (1 Mose 4,15)
Bruno-Maria Schulz
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#10   doublemax   09:18:34 | Mittwoch, 12. Januar 2005
@1+1=7
Ich habe nichts behauptet, nur einen Satz, den das Konzil von Florenz (1439-1445) zum zum Dogma erklärt hat, zitiert. Willst du also sagen, das Konzil von Florenz sei mit dieser unfehlbaren Entscheidung im Irrtum?
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#9   1+1=7   08:36:57 | Mittwoch, 12. Januar 2005
@doublemax Du bist im Irrtum,
jedes dieser Kinder , wird, wenn auf Erden keine Reinigung möglich ist, von Gott höchstpersönlich „gewaschen und gekampelt“.
Diese Kleinen landen direkt auf dem Schoss des Herrn.
Nicht einmal zu anschaulichen Zwecken sehn die die Hölle. Wozu auch. Erst muss man den Weg die Wahrheit und das Leben einmal verabscheuen lernen um sich in die Gottferne zu begeben.
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#8   sttn   21:46:34 | Dienstag, 11. Januar 2005
@Pelagius und @doublemax
@Pelagius: Ich verstehe was nicht. Wir reden darüber das wir FRauen so toll helfen würden wenn. OK. das mag gerne ein Arugment sein das man ja auch an die Frauen denkt, nur leider gibt es ein paar Hacken dabei.
1. Hacken: Es wäre doch trotzdem recht interessant zu wissen was Frauen dazu meinen.
2. Hacken: Warum nicht gleich was dagegen machen? Soll man wirklich bis zum Sanktnimmerleinstag warten bis evenutell mal was verboten wird an das sich dann sowieso niemand hält (Sorry, wenn ich das so sage, aber so war es und es spricht nichts dafür das es sich ändert)?
Was man beispielsweise sofort machen könnte:
– Bessere Aufklärung. Das hat zumindest in den USA geholfen die Abtreibungszahlen zu reduzieren und was man so hört was Jugendliche über Verhütung wissen ist trotz Bravo schon recht abenteuerlich.
– Ein Kind zu bekommen muß unbedingt was positives sein (unabhängig von irgendwelchen Moralvorstellungen) und wenn man nicht selber für das Kind sorgen kann sollte es keine Schade sein es zur Adoption freizugeben. Gerade hier könnten die Kirchen viel bewirken.
Sind mal auf die schnelle zwei Punkte. Nichts neues, ich weiß. Aber wirksam. Und ich bin mir sicher das es noch andere Punkte gibt.
Wenn sich die christlichen Kirchen in einer großen Aktion hinter einigen „positiven“ Punkte stellen würden und diese auch Lautstark unterstützen, dann kann man sicher mehr ungeboreres Leben schützen als untaugliche Vergleiche zu führen.
… ist nur so ein Gedanke.
@doublemax: … warum sollen für Gott unschuldige Seelen schuldig sein?
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#7   doublemax   20:59:20 | Dienstag, 11. Januar 2005
@Pelagius
Da muss ich vehement widersprechen! Das am meisten geschädigte Opfer ist das Kind, nicht die Mutter, da sie ohne Taufe im Stande der Ursünde sterben:
Die Seelen derer aber, die in einer aktuellen Todssünde oder allein in der Ursünde verscheiden, steigen alsbald in die Hölle hinab, werden aber mit ungleichen Strafen bestraft. (DH 1306)
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#6   Pelagius   20:36:10 | Dienstag, 11. Januar 2005
„An die Frauen denken“
Es ist wie mit dem „Herr, Herr“-Sagen: Nicht wer sie andauernd beschwörend im Munde führt, sondern wer etwas für sie tut, dient in Wirklichkeit den Frauen.
Was aber könnte man in der gegenwärtigen Lage Besseres für sie tun, als das Verbrecherische beim Namen zu nennen? Tatsächlich sind die Frauen nach der Abtreibung das am meisten geschädigte Opfer. Sollten sie das nicht schon vorher wissen dürfen?
Und wie könnten es Frauen einem Politiker übelnehmen, wenn er ihren schlimmsten Feinden – denen in den Parlamenten und den anderen in den Kliniken – die Zähne zeigt?
Auch wenn der Vergleich mit den Verbrechen des Nazi-Regimes (übrigens auch mit denen des Kommunismus, aber darüber klagt ja niemand) an gewissen Stellen hinkt: Wo er recht hat, hat er recht.
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#5   sttn   16:48:44 | Dienstag, 11. Januar 2005
@Midshipman Casey
an die Frauen denkt…: Wenn man die Frauen wirklich im Blickwinkel hätte, dann würde man gelegentlich auch davon sprechen, oder?
Vielleicht könnte man dann auch etwas mehr positives Echo erfahren.
richten: Wenn ich ein Verbrechen sehen und es der Polizei melde, dann richte ich keinen Menschen. Und auch sonst ist man nie gezwungen einen Menschen zu richten … man macht häufig, auch ich mache es zu oft, aber es ist besser für einen wenn man sich so gut unter Kontrolle hat das man es bleiben läst.
Was ich in meinen Beitrag gemeint habe erschließt sich am Besten über die Bergpredigt (Matthäus, Kapitel 7, „Vom Richten“)… Dort steht alles, mehr muß ich dazu nicht sagen.
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#4   Midshipman Casey   16:03:22 | Dienstag, 11. Januar 2005
Alle … keiner?
Wer sind denn „Alle“, liebe(r) sttn? Und woher weißt Du genau, daß „… keiner…“ an die armen Frauen denkt?
Und warum darf gerade beim Thema Abtreibung plötzlich keiner mehr richten? Eine Gesellschaft, und jedes einzelne Mitglied, muß bis zu einem gewissen Grad über andere richten. Wenn ich heute jemanden sehe, wie er etwas stiehlt, dann richte ich auch über ihn. Renne ich zur Polizei und zeige ihn an, dann spreche ich ihn schuldig. Ignoriere ich die Angelegenheit, dann spreche ich ihn frei. So schnell geht das mit dem „Richten“.
Aber bei der Abtreibung gilt inzwischen scheint’s bereits die Beweislastumkehr, oder? Ich muß also der Mutter beweisen, daß sie aus niederen Beweggründen ihr Kind zerstückeln läßt?
Komisch, daß wenn’s um die PC geht, aber auf einmal jeder richten darf. Siehe z.B. die Menschenhatz auf den konservativen Schauspieler Dr. Fortell.
Die linke Schickeria legt fest, wer, wann und was richten darf. Und daran halten sich echte Lebensschützer eben nicht. Die Frau, die abtreiben läßt, lädt Schuld auf sich. Punkt. Egal, welche mildernden Umstände es gibt, daran, daß ein Mensch ermordet wird, ändert sich dadurch gar nichts.
Und wer hat sich übrigens im Fall Hohmann (ich bin wohlgemerkt kein Anhänger dieses Herrn) schon groß des Richtens enthalten?
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#3   sttn   15:22:34 | Dienstag, 11. Januar 2005
Angela Merkel wird wohl gerade sehr froh sein …
Ich bin mir sicher das Angela Merkel gerade sehr froh ist, nicht mehr mit den Fettnäpfchen von Martin Hohmann zu tun zu haben. Denn etwas Auzuwärmen was andere schon zurückgenommen haben war noch nie gut und ist auch nicht besonders klug.
Aber so ist er halt der Martin Hohmann und die CDU hatte schon gute Gründe ihn loszuwerden.
P.S.: Was mich nur wundert: Alle reden über Abtreibung und haben tolle Zahlen bereit, wissen so genau was richtig ist und richten über andere als wäre es eine neue WM-Disziplin. Nur keiner macht sich Gedanken über die wirklich Betroffenene bei dem Thema. Nämlich die die Frauen/Müttern und die Kinder.
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#2   FioreGraz   14:39:40 | Dienstag, 11. Januar 2005
Schwätzer
Ein gefährlicher Mann der entschärft wurde und die Kriche vor seinen menschenfeindlichen Karren spannen will.
„Und das ist kein Wunder – selbst der Satan gibt sich als Engel des Lichtes aus.“ (2.Kor 11,14)
So jemanden sollte man nicht unbedingt Raum geben, am besten ignorieren und vergessen.
LG
Fiore
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#1   Dolfus   14:19:39 | Dienstag, 11. Januar 2005
Ein Politiker, der Meinungsfreiheit und Demokratie beim Wort nimmt
In den deutschen Geschichtsbüchern einer vielleicht nicht allzu fernen Zukunft wird Martin Hohmann ein Ehrenplatz gewiß sein.
Ich bin überzeugt, daß viele, die heute hochgejubelt werden, schon bald komplett vergessen sein werden, und als Vasallen fremder Mächte enttarnt sein werden, wie z.B. Helmut Kohl, der Christdemokrat mit einem Faible für die Kinderabtreibung.
Martin Hohmann wäre auch unter dem National-Sozialismus und DDR-Sozialismus einer derjenigen gewesen, die die Staatsführung in ein KL gesteckt hätte.
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