[ « 208 209 210 211 212 » ]
Freitag, 9. März 2007 14:45
Steht ein Schulterschluß bevor?
„Ich spüre und sage es offen, daß ökumenische Beziehungen mit der protestantischen Welt immer problematischer und immer weniger hoffnungsvoll werden.“
Im Januar 2004 besuchte der Wiener Kardinal Schönborn die russisch orthodoxe Gemeinde in Wien. Im Bild: mit Bischof Hilarion Alfejew
Im Januar 2004 besuchte der Wiener Kardinal Schönborn die russisch orthodoxe Gemeinde in Wien. Im Bild: mit Bischof Hilarion Alfejew
(kreuz.net, Wien) Der orthodoxe Bischof in Wien, Hilarion Alfejew, glaubt, daß die Zeit reif ist für eine viel engere Zusammenarbeit zwischen der Katholischen Kirche und den Orthodoxen.

Das würde er bei einem eventuellen Treffen auch dem Papst sagen.

Der Bischof glaube nicht, daß die Wiederherstellung einer vollen eucharistischen Gemeinschaft zwischen dem Osten und dem Westen – nach fast einem Jahrtausend der Trennung – in einer absehbaren Zukunft zustande kommen wird.

Er geht auch nicht davon aus, daß die theologischen Probleme, die zwischen der Kirche und den Orthodoxen existieren, leicht von einer gemeinsamen theologischen Kommission gelöst werden können:

„Aber es scheint mir, daß wir nicht warten sollten, bis alle Probleme gelöst und eine volle Harmonie erreicht ist: Das wird möglicherweise nie der Fall sein.“

„Wir müssen hier und jetzt eine viel engere Zusammenarbeit beginnen – ohne dieses Anliegen weiter zu verzögern.“

Die Herausforderungen des Relativismus, der militanten Verweltlichung, eines radikalen Islam könnten gemeinsam angegangen werden.

Der orthodoxe Bischof nahm die Rede von Kardinal Ratzinger vor dem Konklave, bei welcher der damalige Kardinal dem Relativismus den Krieg erklärte, mit großer Genugtuung zur Kenntnis.

„Ich habe auch festgestellt, daß der Papst in seiner Regensburger Vorlesung über die Grenzen der politischen Korrektheit hinausgegangen ist, weil er spürte, daß das angeschnittene Thema wichtig war.“

Die nachfolgende Reaktion habe nur bestätigt, daß Benedikt XVI. den Kern der Sache getroffen habe.

Die traditionelle Christenheit muß sich nach Bischof Alfejew nicht nur von äußeren, sondern auch von der inneren Herausforderung einer wachsenden Preisgabe der Lehre und der Moral innerhalb einiger protestantischer Gemeinschaften verteidigen:

„Ich spüre und sage offen, daß ökumenische Beziehungen mit der protestantischen Welt immer problematischer und immer weniger hoffnungsvoll werden.“

Die Kluft zwischen dem traditionellen Christentum und seiner liberalen Versionen wächst:

„Es sind vor allem Katholiken und Orthodoxe – darin eingeschlossen nichtkalzedonische Kirchen – die auf der Seite der Tradition verharren, während viele protestantische Gemeinschaften liberale Maßstäbe übernehmen.“

„Wir, Katholiken und Orthodoxe, sind Verbündete, keine Rivalen. Je schneller wir das begreifen, desto besser.“

Eine solche Übereinkunft schließe ein, daß jeder „Form des Proselytismus“ von der täglichen Missionspraxis ausgeschlossen bleibe.

„Unsere Aufgabe ist nicht, die Orthodoxen zum Katholizismus oder die Katholiken zur Orthodoxie zu bekehren, sondern Ungläubige zum Glauben zu führen.“

© Bild: Russische Orthodoxe Gemeinde in Wien
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 72 Lesermeinungen:
Donnerstag, 15. März 2007 00:56
Raschal †: Es ist schon bedauerlich,
dass Teilnehmer, die über ein enormes Maß an Hintergrundwissen verfügen und sich gleichzeitig gegen Rassismus und Antisemitismus einsetzen, hier andauernd gesperrt werden. Wenn man sich die Artikel von Kreuz.net genauer durchliest, kommt man auch schnell auf den Grund, warum diese gesperrt werden.
Dienstag, 13. März 2007 03:10
Hajan †: @ Guntram
„Der Antijudaismus im Islam ist Legion.“

Tauschen Sie Islam mit Christentum aus, dann passt es.

Der Vergleich von Juden mit Affen und Schweinen geht aus einer Fehlinterpretation aus dem Koran hervor. Juden werden dabei nicht pauschal als Affen und Schweine bezeichnet, sondern nur bestimmte wegen religiösen Fehlverhaltens z. B. jene, die den Shabbat brechen. Islamische Gelehrte rufen heute dazu auf, Juden grundsätzlich nicht mit Affen und Schweinen zu vergleichen, auch nicht jene, die religiöse Fehlverhalten zeigen. Anders sieht es bei den islamistischen Hasspredigern aus. Islam ist nicht gleich Islamismus.

Es gibt auch andere Zitate im Koran. Ich zitiere als Beispiel Sure 29, 46:

„Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift, es sei denn in der besten Art; doch (streitet überhaupt nicht) mit denen von ihnen, die ungerecht sind. Und sprecht: «Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt ward und was zu euch herabgesandt ward; und unser Gott und euer Gott ist Einer; und Ihm sind wir ergeben.»“

Mit dem Volk der Schrift sind Christen und Juden gemeint. Daran sollten sich Christen ein Beispiel nehmen.
Montag, 12. März 2007 23:56
Guntram: natürlich war er es
das bezeugen ja schon seine eigenen Anhängern, freilich in recht verballhornter Form. Im übrigen war Mohammed ein Analphabet und trotzdem will er den ganzen Koran wortgetreu seinen Schreiberlingen diktiert haben. Naja, seis drum. Die Mär vom friedlichen Islam jetzt und in der Vergangenheit ist ein Märchen, krasser ausgedrückt eine Lüge. Generationen vor uns, vor allem auf dem Balkan aber auch in Spanien legen ein anderes, glaubwürdiges Zeugnis von der Bestialität des Islams ab.

Schlimm ist, daß der Westen samt dem überwiegenden Teil der hl. Mutter Kirche sich von diesen nachthemdtragenden Langbärten einlullen läßt und sich selbst belügt, daß alles so harmonisch und friedlich ist im Bezug zum Islam.

Einzig und allein die Orthodoxie, weiß wie es wirklich um den Islam und seiner Vermessenheit steht und kämpft gegen ihn. Auf dem Balken hassen die Völker, zu Recht, den Islam, weil er diese Landstriche Jahrhunderte gepeinigt hat. Entführte Kinder, geschändete Frauen, Raub und Mord, das waren die vorzüglichsten Markenzeichen des Islams jahrhundertelang auf dem Balken. Die Orthodoxie und die Völker des Balkans haben dieser Bestialität widerstanden, nun kommen geistig impoteten Westler daher und faseln von Dialog und friedliches Nebeneinander mit dem Islam. Zynisch und dummdreist. Im übrigen kommt der Islam ja auch mit dem Judentum nicht aus. Nach dem islamischen Volksglauben sind die Juden im islamischen Paradies Affen. Der Antijudaismus im Islam ist Legion.
Montag, 12. März 2007 22:24
Raschal †: Dr. Heger, Sie schreiben wie immer nur Mist
Nicht deswegen wäre er ein Kinderschänder (wenn denn die unendlich vielen Berichte über ihn historisch wären), sondern weil er diesen Berichten zufolge mit der 9jährigen Aischa „die Ehe vollzogen“ haben soll.

Eine Eheschließung wie es damals üblich war, hat nicht das geringste mit Kinderschänderei zu tun.

Das islamische Recht wenigstens gewährt einem Mädchen nicht das Recht der freien Gattenwahl.

In der Zeit Mohammeds gab es das islamische Recht noch nicht!

Ich wiederhole: Ob die Gestalt des „Mohammed“ und damit seine Kinderschänderei historisch ist oder nicht, ist ganz zweitrangig.

Aha, es ist zweitrangig, darum bestehen Sie auch darauf, dass Mohammed ein Kinderschänder gewesen sei!
Montag, 12. März 2007 16:17
Mathias Wagener: Zusammenarbeit
Soweit eine Zusammenarbeit mit Orthodoxen (welchen ??)
möglich ist, sollte punktuell diese Erfolgen ohne Verrat
an der Kirche.
Montag, 12. März 2007 09:34
Dr. Christoph Heger: Für die, die es immer noch nicht …
… geschnallt haben:

Hajan fragt zunächst:

Mohamed hat mit über 50 Jahren die 6 Jährige Aischa geheiratet, war er ein Kinderschänder?

Nicht deswegen wäre er ein Kinderschänder (wenn denn die unendlich vielen Berichte über ihn historisch wären), sondern weil er diesen Berichten zufolge mit der 9jährigen Aischa „die Ehe vollzogen“ haben soll.

Hajan zitiert sodann eine islamische Internetseite mit folgendem Text:

„Zur Zeit des Propheten, Sallallahu Alahi wa Sallam, war es in der arabischen Gesellschaft üblich Mädchen sehr früh zu verheiraten, als sie eigentlich noch Kinder waren. Die Ehe wurde aber nicht vollzogen.“

Das mag stimmen, so war es auch vielfach in der Welt.

„Nach einiger Zeit, wenn die Kinder erwachsen waren, konnten sie selbst entscheiden, ob sie die Ehe vollziehen wollen oder nicht.“

Na ja, ob das so stimmt? Das islamische Recht wenigstens gewährt einem Mädchen nicht das Recht der freien Gattenwahl.

Jedenfalls soll es im Falle der Aischa anders gewesen sein: Eine 9jährige ist nicht erwachsen.

Ich wiederhole: Ob die Gestalt des „Mohammed“ und damit seine Kinderschänderei historisch ist oder nicht, ist ganz zweitrangig. Die richtige Schweinerei ist es, daß diese Geschichte im Islam geglaubt wird und die „Sitte des Propheten“ (sunna) Grundlage des islamischen Rechts ist, so daß kleine Mädchen ab 9 (Mond-)Jahren bedenkenlos Kinderschändern „in die Ehe gegeben“ werden können.

MfG
Christoph Heger
Alle Lesermeinungen anzeigen 66 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net