Kardinal Lehmann
Weder Freude noch Trauer
Interessierte Kreise sollten sich nicht darüber freuen, daß Kardinal Lehmann einen Vergleich der palästinensischen Reservate mit dem ehemaligen Warschauer Ghetto bereut hat. Ein Kommentar.
Karl Kardinal Lehmann
Karl Kardinal Lehmann
© pixelquelle.de
(kreuz.net) Auch die andere Seite, die um das Drama des palästinensischen Völkerkerkers weiß, braucht sich nicht über das Dementi des Kardinals zu ärgern.

Denn man muß wissen: Wenn ein katholischer Bischof etwas sagt, geht es ihm meistens nicht darum, eine inhaltliche Aussage zu machen.

Bischöfliche Stellungnahmen sind in der Regel keine Aussagen, sondern Sprachspiele.

„Sprachspiel“ meint hier: Spielen mit Sprache.

Es stimmt zwar, daß sich die deutschen Bischöfe bei ihrem Besuch im eingekesselten Ramallah kurzfristig von einem gewissen Mitleid übermannen ließen.

Man muß ihnen verzeihen: Auch Bischöfe sind Menschen mit spontanen Gefühlen.

Zugleich sind sie Bischöfe. Wie gute Politiker empfinden sie keine Hemmungen, je nach Publikum heute das und morgen das Gegenteil zu sagen.

Denn beim zeitgemäßen bischöflichen Reden geht es nicht um das gelegene oder ungelegene Verkünden der Wahrheit, sondern um die Erarbeitung von Konsens im Rahmen des gerade herrschenden Konsens.

Es ist klar, daß es bei dieser Konsensfindung vor allem um eine Anpassung an den Mächtigen und gesellschaftlich und kirchenpolitisch Starken geht.

Im Rahmen dieser Konsenstheorie haben die von den USA bewaffneten Hightech-Unterdrücker natürlich bessere Karten als ausgehungerte Palästinenser mit selbergebastelten Tischbomben.

Darum ist es besser, bischöfliche Aussagen keiner inhaltlichen, sondern einer politischen Beurteilung zu unterwerfen.

In diesem Sinn ist auch der folgende Satz zu lesen, den Kardinal Lehmann anläßlich seiner Ansprache in der Jerusalemer Gedenkstätte für die nationalsozialistische Judenvernichtung mit Bezug auf „alle Nationen“ der Welt sagte:

„Niemand kann frei sein, der frei sein will vom Gedenken an die Shoa.“

Dieser Satz spricht dem nationalsozialistischen Völkermord an den Juden eine geradezu heilsgeschichtlich-religiöse Bedeutung zu.

Doch auch das bedeutet nicht viel.

Man braucht sich nur anzuschauen, wie Priester und Bischöfe seit Jahrzehnten mit ihrer Religion umspringen.

Warum sollte ihnen die Holocaust-Zivilreligion heiliger sein?
      
16 Lesermeinungen
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#16   wickerl   21:24:58 | Sonntag, 11. März 2007
yyyyyyyyyyyyyy
Es klingt so zynisch, aber es ist leider wahr!
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#15   Krak des Chevaliers   17:14:28 | Sonntag, 11. März 2007
gefährlich wie Neonazis
Ich möchte diesen im Video gezeigten Jugendlichen nicht über den Weg laufen, weder Tagsüber noch bei Nacht. Ich halte sie für ebenso gefährlich wie Neonazis. ich habe in einer TV Reportage einmal einen Film über Juden in Hebron gesehen, die ihre Kinder systematisch mit abgrundtiefem Hass auf arabische Kinder impfen. Das sind dann genau die Leute, die mit der MP Moscheen stürmen und wahllos alles niedernähen, was ihnen vor den Gewehrlauf kommt. So etwas gibt es natürlich auch auf arabischer Seite, keine Frage. Aber die Juden sollten endlich damit aufhören, sich ständig als „Opfer“ hinzustellen, für deren Verhalten alle Welt dann Verständnis aufbringen muss. Sie verschanzen sich in ihrem Tun immer noch hinter dem Holocaust und wollen nicht wahrhaben, dass ihr Verhalten gegen arabische Menschen, Frauen, Kinder und alte Leute, nicht weniger verwerflich ist.
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#14   Pater Lingen   14:54:46 | Sonntag, 11. März 2007
Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit
In einem anderen Forum (3dcenter) hatte ich dasselbe Video verlinkt und dabei denselben Text eingetragen. Zunächst wurde geheuchelt, es wäre ja gar nicht klar, ob es in dem Video um Alkoholkonsom oder worum es sonst gehe.
Dazu meine Erfahrung: Schon in der Schule erklärten die Lehrer immer wieder: „Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit.“ Und so sturztrunken waren die Juden nun auch nicht!
Ein zweiter 3dc-Diskutant erklärte kurz und bündig: „Also Herr Lingen, ihr Spam wird auch immer sinnloser.“
Als dritter kam dann ein 3dc-Moderator, der auch den Thread geschlossen hat mit der „Begründung“: „Da Sie ja mangels Aussage offensichtlich keine Diskussionsgrundlage gelegt haben und dementsprechend nicht an einer Diskussion interessiert sind, mache ich das mal zu.“
Nun muss man bei 3dcenter schon froh sein, wenn vernünftige Threads „nur“ geschlossen werden; eher werden sie – meist früher als später – einfach kommentarlos komplett gelöscht.
Immerhin habe ich von einem 3dc-Thread (über Ernst Zündel) noch einige Seiten retten und bei KzM vorstellen können.
www.kirchenlehre.com/3dcenter.htm
Übrigens quäle ich mich z.Zt. durch ein Computerspiel, das ich bei KzM würdigen möchte. Angedacht ist, vor der KzM-Veröffentlichung in diversen Forum (darunter 3dc) den Text zur Diskussion resp. für Anmerkungen und Ergänzungen anzubieten.
Mal sehen, ob 3dc da wieder die Zensurkeule schwingt.
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#13   Krak des Chevaliers   10:31:53 | Sonntag, 11. März 2007
pater Lingen – interessantes Video
Das von Pater Lingen verlinkte Video ist sehr interessant. Die dort gezeigten Jugendlichen sind offensichtlich betrunken und somit aus der Fassung gebracht. Will man jedoch wissen, was einer wirklich denkt, muss man ihn „aus der Fassung bringen“. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass diese beiden, offensichtlich „religiösen“ Jugendlichen representativ für alle Juden stehen. Sie geben aber mit ziemlich großer Wahrscheintlichkeit die Haltung der sogenannten „Siedler“ wieder, jede beinharte „religiöse“ Minderheit, die, von der israelischen Regierung gelenkt, arabische Erde für sich in Besitz nehmen und behaupten, dies sei ihr Land, weil vor über 2000 Jahren hier mal Israeliten gesiedelt hätten. Manche dieser Leute scheinen den im Buch Josua geschilderten blutigen Eroberungszug Israels durch das Land wiederholen zu wollen. Unsere Solidarität gilt vor allem den christlichen Palästinensern, die unter doppeltem Druck stehen. Die, inzwischen ja wieder zurückgenommene, Kritik der deutschen Bischöfe am israelischen Verhalten ist vollkommen berechtigt. Israel braucht sich über Terroranschläge – so sehr die als solche auch zu verabscheuen sind – nicht zu wundern. Diese werden nicht zuletzt durch israelische Siedlungs- und Gettoisierungspolitik provoziert. Das Fatale jedoch ist, dass heute niemand mehr Israel kritisieren darf. Wer das wagt, kann sofort seinen Hut nehmen.
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#12   Sperling   01:08:42 | Sonntag, 11. März 2007
@ Pater Lingen
Das von Ihnen verlinkte Video erweckt den Eindruck provoziert worden zu sein.
Was sagen Sie dazu?
Wie viele Mitglieder umfasst Ihre Gemeinde?
Wer ist Ihrer Meinung nach der aktuelle Papst?
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#11   Pater Lingen   21:22:11 | Samstag, 10. März 2007
*We killed Jesus; we’re proud of it*
„We killed Jesus; we’re proud of it“
Video einer britischen Filmgruppe in Hebron, West Bank.
Die Briten werden u.a. als „Nazis“ beschimpft.
www.liveleak.com/view?i=e1842edc4f
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#10   nonnobisdomine   20:06:06 | Samstag, 10. März 2007
Aha, Raschal.
Ich erwarte weiterhin von der Redaktion kreuz.net die Löschung meines Accounts.
Wie stur ist diese Redaktion eigentlich?
Übrigens: Ich dokumentiere meine Aussage in diesem Forum.
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#9   Raschal †   19:48:14 | Samstag, 10. März 2007
@ nonnobisdomine
Sie fragen die Leser:
„Wer betreibt eigentlich Völkermord? Was ist Völkermord und wer kann diese Greueltat begehen? Israel gegenüber dem palästinensischen Volk“
Wer so eine Greueltat eines Völkermordes begehen kann müssten Deutsche sehr gut wissen von ihren Vorfahren. Israel begeht keinen Völkermord. Hätte Israel daran ein Interesse, wäre das in ein paar Stunden erledigt. Einen Völkermord erkennt man bestimmt nicht daran, dass sich die Bevölkerungsrate des Opfervolkes permanent steigert und sich binnen 3 Jahrzehnte mehr als verdreifacht.
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#8   nonnobisdomine   19:26:12 | Samstag, 10. März 2007
Lehmann und Konsorten …
erkennen nicht die Zeichen der Zeit.
„Zeichen der Zeit? – Begrifflich durch das V 2 geprägt?
Immer wenn ich Kardinal Lehmann sehe, dann wird mir bewusst, wie schwach doch die katholische Kirche vertreten wird.
Ich bitte kreuz.net nochmals um Löschung meines Accounts. – Oder mindestens eine Mitteilung darüber, weil mein Account nicht gelöscht wird.
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#7   Ydefix   18:51:16 | Samstag, 10. März 2007
aus „Die Welt“:
„Dank des leuchtend rosa Sonnenbrands auf ihren Glatzen und Oberkörpern konnte der erfahrene Nepper seine Schäfchen auch im dicksten Gewühl der Grabeskirche oder des Felsendoms leicht wieder finden. „Eigentlich waren die Typen ganz harmlos. Abends waren sie nach mehreren Eimern Sangria „bis zur Vergasung“ (Bischof Mixa) so narkotisiert, dass ich sie nur noch von der Liege am Strand runterwälzen und mit der Sackkarre ins Hotelbett kutschieren musste.“ Dass die Bischöfe dabei manchmal lallten, das sei ja „wie an der Rampe in Auschwitz“, hörte zum Glück bloß er. Manchmal drehte er den Hilflosen aus alter Gewohnheit noch ein paar überteuerte Heizdecken an, dann ließ er sie einschlafen.“
www.welt.de/…_als_Ballermann.html
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#6   Kurti   18:34:21 | Samstag, 10. März 2007
Fasnetskardinal
Typisch Fasnetskardinal und sein hohles Geschwätz. Vom Vatikam kam zum Thema Bischof Hanke und mixa eine sachlichere Stellungnahme.
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#5   Genoveva   17:19:47 | Samstag, 10. März 2007
So ein Käse
„Niemand kann frei sein, der frei sein will vom Gedenken an die Shoa.“
Dieser Satz spricht dem nationalsozialistischen Völkermord an den Juden eine geradezu heilsgeschichtlich-religiöse Bedeutung zu.
Hier geht es nicht um die Interpretation der Shoa als eines heilsgeschichtlichen Ereignisses, sondern um die Zurückweisung einer Haltung, die in der „Überwindung“ der Erinnung an die Shoa als einem epochalen Verbrechen (durch Relativierung und Verdrängung) einen notwendigen Akt der Befreiung Deutschlands und der Deutschen sehen möchte.
Ich verstehe sehr gut, daß +.net gegen diese Klarstellung aufbegehrt – wird in diesem Forum doch permanent genau diese Relativierung und Verdrändung betrieben. Ob von „ganz normalen deutschen“ Antisemiten in der Redaktion oder von paranoiden Verschwörungstheoretikern in der Diskussion, macht dabei keinen großen Unterschied.
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#4   Gunsenum   17:07:18 | Samstag, 10. März 2007
Wir wissen…
dass sie mit WOrten mindestens genauso sicher Florett fechten, wie Kardinal Lehmann.
Wäre aber bei Ihnen nur ähnlich viel Integrität und Aufrichtigkeit dahinter, wäre ihre Redaktion schon sehr viel weiter!
Weder die Artikelschreiber noch die hetzenden FOrenschreiber können sich mit der Rhetorik des MAinzer Bischofs messen!!!
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#3   nonnobisdomine   14:46:47 | Samstag, 10. März 2007
Kardinal Lehmanns Aussagen sind mir schnurz-piep egal.
Warum ist mein Account hier noch nicht gelöscht?
Soll ich erst wieder mal eine Äußerung tun, die zur Löschung meines Accounts führt?
Wer betreibt eigentlich Völkermord? Was ist Völkermord und wer kann diese Greueltat begehen? Israel gegenüber dem palästinensischen Volk?
Das sind Fragen, auf deren Beantwortung ich warte.
Aber vermutlich sind die Typen vom kreuz.net dazu unfähig. – Und übrigens die Typen von kreutz.net auch.
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#2   Schüttel   13:14:14 | Samstag, 10. März 2007
Bitte öfter mal ein Bild des GröVoZ
(Größten Vors. aller Zeiten), der gelernt hat, „mit Sprache umzugehen“.
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#1   st.georg   11:29:16 | Samstag, 10. März 2007
„sprachspiel“
bedeutet hier nicht das spielen mit sprache – sondern deren nichtbeherrschung : grossartig! ein bunter stilblütenstrauß zum wochenende – gebunden aus völlig nutz- und sinnentleerten anmerkungen und wertungen… danke +.net :(3
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