Letzten Herbst besuchten einige Gläubige in einer Klosterkapelle im Bistum Aachen eine Alte Messe. Doch dann stürzte der Obere des Hauses herein und unterbrach die Andacht der Frommen.
(kreuz.net, Steinfeld) Der Superior des Salvatorianer-Klosters Steinfeld hat einige Gläubige daran gehindert,
einer Messe in seinem Kloster beizuwohnen.
Das berichteten die ‘IK-Nachrichten’ – das Monatsblatt der
Initiativkreise.
Das Kloster Steinfeld befindet sich auf dem Gebiet des Bistums Aachen.
Der für den
Inititativkreis „unglaubliche“ Fall ereignete sich bereits am 11. Oktober 2006.
Damals besuchten einige
Gläubige in der Klosterkapelle Steinfeld eine stille Alten Messe.
Kurz vor Beginn des Gottesdienstes
stürzte der Superior des Klosters in die Kapelle. Erregt forderte er die drei anwesenden Gläubigen auf,
die Kapelle zu verlassen.
Begründung: Es handle sich um eine sogenannte private Messe. Diese dürfe
nur ohne „Publikum“ zelebriert werden.
Einer der Vertriebenen war der Vorsitzende des ‘Initiativkreis
Aachen’.
Eine Woche später fragte er beim Generalvikariat Aachen an, ob es rechtens sei, Katholiken
von einer Messe – egal in welchem Ritus – gewaltsam auszuschließen.
Bis dato erhielt der Vorsitzende
des Initiativkreises keine Antwort.
Wider das Kirchenrecht
Die ‘Initiativkreisnachrichten’ kommentieren,
daß der Rauswurf nicht nur dem Liebesgebot sondern auch dem Kirchenrecht widerspreche.
„Die Gläubigen
können in jedwedem katholischen Ritus am eucharistischen Opfer teilnehmen und die heilige Kommunion empfangen“ –
zitiert das Faltblatt den Kanon 923.
Nach Kanon 1221 „muß der Zugang zu einer Kirche zur Zeit gottesdienstlicher
Feiern frei und kostenlos sein.“
Privatzelebration: Messe ohne Volk?
Zur Erklärung der sogenannten
Privatzelebration berufen sich die ‘Initiativkreisnachrichten’ auf den emeritierten Mainzer Kirchenrechtler,
Hw. Georg May.
Hw. May widmete sich 1997 in einem Aufsatz für die Monatszeitschrift ‘Una Voce Korrespondenz’
dem „Recht der Einzelzelebration“.
Jede Messe sei ihrem Wesen nach auf die Teilnahme von Gläubigen ausgelegt
und vom Recht her gesehen offen – erklärte Hw. May.
Die Bezeichnung „Messe ohne Volk“ beziehe sich allein
auf die liturgische Form, in der die Messe zu feiern sei. Sie bestimme nichts über den Teilnehmerkreis
einer einzeln zelebrierten Messe.
Im Besonderen schließe sie nicht eine Vorschrift in sich, außer dem
Ministranten niemanden zur Meßfeier zuzulassen – erklärte der Kirchenrechtler:
„Es ist ein Mißbrauch
des Begriffs, wenn er dazu herhalten soll, einem Zelebranten die Einladung von Gläubigen zu einer Messe
zu untersagen beziehungsweise den Gläubigen die Teilnahme an der Messe zu verbieten.“
Der Begriff „Messe
ohne Volk“ dürfe nicht als Kampfinstrument gegen Einzelzelebrationen in einem bestimmten Ritus benützt
werden – warnte Hw. May:
„Die absichtliche und geflissentliche Fernhaltung der Gläubigen von der Teilnahme
an der Meßfeier des einzeln zelebrierenden Priesters ist daher unzulässig.“
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@ Stephanus Wenn es denn so war, dann finde ich es auch nicht gut. Allerdings befindet sich der Zelebrationort
nach Ihrer Beschreibung offenbar innerhalb der Klausur. Gab es nicht die Möglichkeit (Erlaubnis?) an
einem anderen Altar zu zelebrieren?
benedikt:::: nirgends ist die rede vom hochaltar! es handelte sich (auf nachfrage) um einen sehr sehr
frommen priester der pater heinrich genannt wurde. dieser las die heilige messe an einem Marienaltar im
rechten teil der kirche. von diesem geht am chorgestühl vorbei, also dahinter ein „Gang“ weiter, der
durch ein gitter abgesperrt werden kann. wenn ich recht verstanden habe, geht es dort rechts weiter auch
in die sakristei usw usw. dort hinten gibt es weitere nebenaltäre usw. ob es nun 20 oder 30 oder 40m
sind, spielt ja auch keine wesentliche rolle. hier geht es doch darum, wie mit gläubigen umgesprungen
wird. und nicht nur mit gläubigen, sondern auch mit würdigen priestern.
@Mathias Wagener Auch die Messen bei FSSPX sind kirchenrechtlich gültig (wenn auch von offiziell suspendierten
Priesteren gelesen) und deren Besuch erfüllt die Sonntagspflicht des Katholiken. Es gibt sicher kirchliche
Dokumente darüber, ich finde sie aber auf die Schnelle nicht. Bitte daher die Experten hier zu diesem
Thema zu antworten.
@ Wagener Der Besuch ist natürlich nicht verboten. Es gibt ja ganz normal in Gemeinschaft mit Rom stehende
Kollegien, die die Messe nach den alten Büchern und mit Erlaubnis Roms zelebrieren. Am Hausrecht des
Kirchenrektors ändert das allerdings nichts. Fraglich ist nur, ob diese Vorgehensweise auch aus religiösen
Gesichtspunkten gerechtfertigt ist. ME nicht.
@ Stephanus die gläubigen haben dann aus ca. 30-40m entfernung durch ein schmiedeeisernes gitter die
heilige handlung verfolgt,was aber auch nur eine gewisse zeit geduldet wurde. Ich kenne dort nur ein Gitter
und dies trennt den Hochchor vom Rest der Kirche. Wenn die Gläubigen zuvor näher dran waren standen
sie also im Bereich des Chorgestühls. Dort haben sie nichts verloren. Wann soll denn das gewesen sein?
Es gibt dort kein Gitter, das sich 30-40 m vom Hochaltar weg befünde. Hat es auch in den letzten 20 Jahren
nicht gegeben.
das ist uns auch schon passiert… diese vorgehensweise ist nichts neues: schon vor jahren wurden gläubige
daran gehindert an der sonntäglichen heiligen messe im trid. ritus teilzunehmen, den ein älterer pater
zelebrierte. der priester wurde, als der zulauf zu groß wurde, einfach weggesperrt. die gläubigen haben
dann aus ca. 30-40m entfernung durch ein schmiedeeisernes gitter die heilige handlung verfolgt,was aber
auch nur eine gewisse zeit geduldet wurde. so geschehen im Zisterzienserkloster marienstatt/Ww.
Blanker Hass motiviert angebliche Priester gegen den ‘alten’ Römischen Ritus Es ist blanker Hass gegen
die römisch-katholische Kirche und die ständige katholische Glaubenslehre und gegen die Dogmen (z.B.
in der Eucharistie), der diese Modernistenkleriker zum Hass und zur Ausgrenzung dieser armen Gläubigen
bringt. Mit Respekt und Toleranz und Offenheit die die Neue Konzilskirche den Häresien und Immoralitäten
anderer Religione und Gesellschaften gegenüber zeigt, ist hier weit zu finden. Wer tut wie seine katholische
Eltern und Grosseltern glaubten, der ist abschussreif für diese „liebenden“ Kleriker der „Liebeskirche“.
Blanker Hass. Merke meine Worte. Wir werden es am Leibe spüren. Vor allem noch von der Seite dieser „innerkirchlichen“
Agitatoren und Kirchenschänder modernistisch-liberaler Prägung. Man erträgt alles, aber bei der liturgischen
Wahrheit droht man mit Peitsche, Einsperrung und den medialen Fallbeil.
Gotthard Ich habe hier auch schon vîele Artikel von Gotthard gelesen und frage mich auch, warum Gotthard
so gegen diese alte heilige Messe ist, die nie verboten wurde.
Auch „Privatmessen“ sind öffentlicher Kult! Gotthard hat keine Ahnung. Auch sogenannte „Privatmessen“
sind öffentlicher Kult, an welchem Gläubige teilnehmen dürfen. War also der Pater zur Zelebration der
alten Messe berechtigt, dann durfte Gläubigen nach dem Kirchenrecht die Teilnahme nicht untersagt werden.
„Privatmesse“ heißt im Prinzip nur, dass diese nicht öffentlich (in Publikationen, im Schaukasten) angekündigt
wird, auch wenn 100 Gläubige daran teilnehmen. Dass nur 3 Gläubige teilnahmen, beweist, dass praktisch
keine Werbung für diese alte Messe gemacht wurde. Widerlich ist nur die Vorgangsweise des Priors, die
weder dem hl. Charakter einer Kirche noch dem allerheiligsten Charakter des hl. Meßopfers angemessen
ist. Vor Gott, vor den Regeln der Kirche und dem allgemeinen Umgang von Gläubigen miteinander ist sein
Verhalten frevelhaft und verurteilungswürdig. Noch zum „halben Jahr her“: Dies deutet darauf hin, dass
kirchenintern (Generalvikar, Bischof, Generaloberer des Ordens) auf den Vorfall nicht angemessen reagiert
wurde, weswegen es richtig ist, ihn öffentlich zu machen. Damit man sieht, wie „tolerant und menschenfreundlich“
die V2-NOM-Kirche tatsächlich ist.
Missbrauch Der Bluthochdruck dieses Initistivkreis-Vorsitzenden ist doch selbst erzeugt. Er hat diesen
„Skandal“ selbst produziert, um ihn noch einem halben Jahr zu publizieren. Dieser Vorsitzende wußte genau,
dass in Steinfeld kein Indult für die Tradimesse existiert – höchstens die Erlaubnis für einen alten
Pater zur privaten Zelebration. Dieser Herr hat also diese Sensationsmeldung bewußt inzeniert – und eine
alten Pater instrumentalisiert – und die Messe missbraucht für eine widerliche Propanda.
Einem Verwandten von mir ist das auch schon passiert. Er sah um 6 Uhr in der Früh als er an einer Kapuzinerkirche
in Süddeutschland vorbeikam in der Kirche, die um diese Zeit normalerweise noch versperrt ist, Licht.
Er trat ein und war in einer tridentinischen Messe, die gerade begonnen hatte. Anwesend waren 2 Klosterschwestern,
die ihn unter dem Hinweis, dass dieses Geschehen „privat“ sei aus der Kirche mehr hinausdrängten als
hinauskomplimentierten. Der Grund ist wohl, dass viele vor allem ältere Priester „ungehorsam“ sind und
die „alte“ Messe im „privaten“ Kreis lesen. Wenn da ein Fremder hinzukommt haben sie Angst vor einer Beschwerde.
Traurige Kirche, in der wir leben!
erinnert … … an das dumme getue in Fulda, als die Gläubigen der Pius-Bruderschaft während ihrer
Fuldawallwahrt zum Grab des Heiligen Bonifatius gehen wollten und „rein zufällig“ zum exakt ‘richtigen’
Zeitpunkt vor dem Grab vor einer Handvoll Gläubiger eine heilige Messe gefeiert wurde, so dass niemand
zum Grab konnte … Heiliger Bonifatius, sorge bitte dafür, dass Deine Wallfahrer an Dein Grab können
@Maledica Natürlich kann man auch ohne die dogmatische Wahrheit, die Sie mit einem überflüssigen Pathos
hier einbringen, zu leugnen, zufällig in eine Kirche kommen, in der gerade die Messe gefeiert wird, an
der man dann teilnimmt, ohne es geplant zu haben. Ich kann es kaum fassen: Aber ich muss Gotthard in Schutz
nehmen. Freilich kommt man in die meisten halb-öffentlichen Oratorien weniger leicht per Zufall hinein
als in eine allgemein öffentlich zugängliche Kirche.
Zufall @Teufelhard Zu Ihren Brotbrechfeiern wird man wahrscheinlich zufällig dazustoßen. Denn ein Katholik
wird dort bestimmt nicht zielstrebig hinkommen. In eine katholische Messe aber geht man NICHT zufällig,
denn als Katholik ist man sich ja der unermesslichen Gnaden bewußt, welche Gott über uns Menschen bei
der unblutigen Erneuerung seines Kreuzesopfers ausschüttet
Katakombenzeit ist wieder zurück …und zwar in der Zeit der toleranten, dialogierenden, Neuen, weltgewandten,
menschenliebenden, offenen, informierenden, gleichberechtigten ‘Kirche des Konzils’… Alas! this organization
which formerly afforded such promising expectations, this limpid and impetuous stream, has been harnessed
in its course by the modern enemies of the Church, and is now no more than a miserable affluent of the
great movement of apostasy being organized in every country for the establishment of a One-World Church
which shall have neither dogmas, nor hierarchy, neither discipline for the mind, nor curb for the passions,
and which, under the pretext of freedom and human dignity, would bring back to the world (if such a Church
could overcome) the reign of legalized cunning and force, and the oppression of the weak, and of all those
who toil and suffer. – Notre Charge Apostolique, Papst St. Pius X., 1910
@cum te Traditionalisten klatschen nicht soviel, aber die Idee mit wetten, dass? ist gar nicht so schlecht.
Gottschalk ist ja liturgisch auch eher konservativ. Oder sollte ich besser zu Harald Schimdt gehen? Ich
könnte auch tecum hingehen, Cum Te. Denn ich besitze einen dt. Behindertenausweis wegen linksseitiger
Teillähmung des Beines, der mich ua berechtigt, die Bahn mit einer kostenlos reisenden Begleitperson
zu benutzen. Wer wird Millionär? käm auch noch in Betracht. G. Jauch hat liturgisch auch Berührungspunkte
mit uns hier, soweit ich weiss (Gotthard natürlich ausgenommen).
@Tridentinus Man muss das ja fast bewundern, wenn sich jemand in diesem abseitigen Mikrokosmos so präzise
auskennt. Fast so, als würde man bei Wetten Dass? anbieten, alle deutschsprachigen Mormonen am Händedruck
erkennen zu können. Schluss für heute!
Wenn der Vorsitzende immer noch Herr Deja ist, kommt dieser nicht zufällig zur Messe des P. Paschalis,
der seinerseits zum Konvent in Steinfeld gehört.
@Gotthard – kein Zufall! dem Hausherrn des Klosters – dem Superior – war wahrscheinlich vorher alles genau
erklärt worden, wie es sich gehört… mit Sicherheit! Lassen Sie es mich doch ganz schlicht erklären:
das war ein klassischer Fall von Christenverfolgung innert der sog. V-II-Kirche. Das müßten Sie doch
als Deutschkatholik wissen. Übrigens: haben Sie meinen Beitrag ums Weihwasser gesehen? Der Teufel fürchtet
es! (Wenn’s gültig geweiht wurde!!!) UNd, es wird viel zu wenig gespendet. Weil den sog. Priestern des
V-II da so die rechte Beziehung zu fehlt. Das geistige Leben ist halt in weiten Teilen nur ein übergrosses
Missionsland!!
Zufälle gibt es! Einer der Vertriebenen war der Vorsitzende des ‘Initiativkreis Aachen’. der sich ganz
ganz zufällig in Steinfeld aufhielt und ganz ganz zufällig in diese Kapelle geriet … dem Hausherrn
des Klosters – dem Superior – war wahrscheinlich vorher alles genau erklärt worden, wie es sich gehört…
Und genau diese Ächtung muß aufhören!!! Wenn nun jemand in dieser Kirche die byzantinische Liturgie
feiern wollte, wäre das bestimmt möglich gewesen. Diese Ächtung der Liturgie von 1962 muß endlich
aufhören! Ich warte gespannt wann der Heilige Vater nun die überlieferte heilige Messe von solchen willkürlichen
Einschrenkungen befreit.
@Der Celebrans ist wahrscheinlich P. Paschalis, der auch am Herz-Jesu-Freitag eine Indultmesse liest,
die öffentlich zugänglich ist. Deswegen ist ja diese Überreaktion des Superiors umso unverständlicher!
Hintergrundinformation? Folgende Fragen treten auf: – Wer war der zelebrierende Priester? War es ein Untergebener
des Superiors? – Welche Vereinbarung bestand zwischen ihm und dem Superior? – Ist er mit einer kirchenrechtlichen
Sanktion belegt? – Handelt es sich um eine Kapelle innerhalb des Klausurbereichs des Klosters oder um
einen auch sonst für Gläubige zugängigen Sakralraum?
Keine Konsequenzen für den verantwortlichen Superior „Der Superior des Salvatorianer-Klosters Steinfeld
hat einige Gläubige daran gehindert, einer Messe in seinem Kloster beizuwohnen.“ Ich wage die Prognose,
dass der Superior mit keinen negativen Konsequenzen für sein Verhalten rechnen muss – weder von Aachen,
noch von Rom.
G’tt ist selbst alt, warum nicht die Traditionen auch? Ja, man sollte Jude werden. Da regt sich noch nicht
einmal die „modernste“ Gemeinde über den Gebrauch des hebräischen auf. Auch die Moslems bleiben bei
Althergebrachtem. Nur wir lassen uns vom Pesthauch des Modernismus anstecken.
Der Aachener Bischof ist ein Selbstbefriediger. Er kümmert sich offensichtlich mehr um die Verwaltung
und die Umwälzung von Kosten aufgrund der Kirchengemeinden, als um einige Christen, die sich im Rahmen
der alten Messe beschweren. Der Bischof ist überlastet. Nehmen Sie es diesem Herrn doch nicht übel.
Er sagt sich doch eh „dies paar Männeken“… Nicht übel meinend n.n.
Welcher Rückfall Das ist ja so schlimm wie vor 1984. Von 1970-84 gab es tatsächlich öfters den Zwang,
die alte Messe ohne Volk zu zelebrieren. Oder hinter verschlossener Tür. Aber natürlich kann man die
Gläubigen auch durch die Sakristei reinlassen. Dass solche Verbote liturgiefremd, ja liturgiewidrig sind
versteht sich ebenso wie ihr Widerspruch zum CIC. Das Verhalten des Superiors war hingegen – wenn wirklich
so rabiat und laut – zusätzlich eine öffentliche Kultstörung, denn die Kapelle istbestimmt mindestens
ein halb-öffentliches Oratorium. Manche staatliche Rechtskreise – etwa Italien haben dagegen bedrohen
solche Kultstörungen sogar mit staatlicher, juristischer Sanktionierung. Und jetzt, hochwürdiger Pater
Superior?