Schleifung der Bastion
Mit größtem Respekt für die alte Bausubstanz wird zur Zeit eine Aachener Kirche in ein Bürogebäude verwandelt. Die neuen Besitzer arbeiten sorgfältiger als die vertriebenen, modernistischen Pfaffen.

Das erklärte der Chef einer Firma, die in Aachen Kirche und Kloster der Jesuiten gekauft und in einen Glaspalast umgebaut hat, vor der ‘Aachener Zeitung’ vom 7. März.
St. Alfons – der ehemalige Aachener Sitz der Jesuiten – wird ein Bürogebäude.
Andere Kirchen werden folgen, ist sich der genannte Geschäftsführer sicher.
Das größte Büro im neuen Komplex ist die frühere Kirche. Sie wurde im Mai 2005 „feierlich entweiht.“
Im ehemaligen Gotteshaus aus dem Jahr 1861 sind rund 1500 Quadratmeter Nutzfläche geplant und bereits vermietet.
Wo früher das Opfer auf Golgotha gegenwärtig gesetzt wurde und die Verrücktheiten des Konzils in den 60er und 70er Jahren das Ende einläuteten, wird das Aachener ‘Büro für Energiewirtschaft und Technische Planung’ mit rund vierzig Mitarbeitern einziehen.
In die Seitenschiffe der Kirche wird mittels einer Stahlkonstruktion eine zweite Etage eingezogen.
Die Büros in den Seitenschiffen werden mit Glaswänden geschlossen.
Das Mittelschiff bleibt weitgehend frei und wird zum Multifunktionsraum. Dort gibt es lediglich zwei Brücken, welche die Obergeschosse in den zwei Seitenschiffen miteinander verbinden.
Die Architekten haben gewollt, daß Altes und Neues nebeneinander stehenbleibt. Es soll immer erkennbar sein, was 1861 und was 2007 entstanden ist.
Dasselbe gilt für den Umbau des untergegangenen Jesuitenkollegs.
In diesem Gebäude entstehen noch einmal 1900 Quadratmeter Nutzfläche. Es sind acht Büros mit Flächen zwischen 130 und 500 Quadratmetern geplant. Auch davon ist einiges schon vermietet.
Ein besonderes Augenmerk gilt beim Umbau der Akustik. Der Kirchenraum besitzt einen Nachhall von acht Sekunden. Er wird jetzt durch weiche Baumaterialien abgedämpft.
Damit die Büros genügend Licht bekommen, werden behutsam neue Fenster ausgebrochen.
Der Umbau kostet insgesamt 12,5 Millionen Euro. Der Klosterpark mit seinen zum Teil alten Bäumen bleibt erhalten. Lediglich einige kranke Pappeln werden entfernt.
Einzugstermin ist der 1. Oktober 2008.
Vor dem Umbau bekam die Kirche eine letzte Gelegenheit, ihre Klangqualitäten unter Beweis zu stellen.
Am 9. März wurde ein „Klang-Experiment St. Alfons“ mit Sprache, Gesang, Geige, Cello und Chor veranstaltet.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Freitag, 16. März 2007 21:53
Gotthard: @Benedikt
Wie es darüberhinaus möglich ist, bei etlichen zT sehr teuren Anlagen als Kaufinteressent aufzutreten,
ist daher schon etwas verwunderlich.
Der Pius-Verein ist doch überhaupt nicht am Kauf interessiert – allein aus Gründen der Finanzkraft nicht.
Vom „Kauf“ solcher Immobilien schwärmen doch hier immer nur einige Freunde des Pius-Vereins.
Wer sich für einen dem Schisma nahen Weg entschieden hat, muss halt auch die Konsequenzen tragen – und darf nicht mehr von Kathedralen träumen ohne Volksaltar, ohne Messdienerinnen, ohne Handkommunion aber mit Bassgeigen und Spitzenalben und Subdiakone mimende Priester.
Wer immer das Panier „außerhalb der Kirche kein Heil“ besonders hoch hält, aber seinen eigenen Standpunkt jenseits nicht sieht, muss sich nicht wundern …
von der echten Kirche alles einfordern und einklagen, aber selber keinen Zipfel Platz machen!
Die Feier der Eucharistie im alten Ritus eigentlich für jede Kirche einklagen, aber Zeter und Mordio schreien, käme jemand auf die Schnapsidee, in einem Pius-Oratorium den heute gültig approbierten Ritus feiern zu wünschen…
Gut, dass sie ihre Schizophrenie nicht bemerken – dann läßt es sich viel leichter leben – und auf die anderen schimpfen.
Der Pius-Verein ist doch überhaupt nicht am Kauf interessiert – allein aus Gründen der Finanzkraft nicht.
Vom „Kauf“ solcher Immobilien schwärmen doch hier immer nur einige Freunde des Pius-Vereins.
Wer sich für einen dem Schisma nahen Weg entschieden hat, muss halt auch die Konsequenzen tragen – und darf nicht mehr von Kathedralen träumen ohne Volksaltar, ohne Messdienerinnen, ohne Handkommunion aber mit Bassgeigen und Spitzenalben und Subdiakone mimende Priester.
Wer immer das Panier „außerhalb der Kirche kein Heil“ besonders hoch hält, aber seinen eigenen Standpunkt jenseits nicht sieht, muss sich nicht wundern …
von der echten Kirche alles einfordern und einklagen, aber selber keinen Zipfel Platz machen!
Die Feier der Eucharistie im alten Ritus eigentlich für jede Kirche einklagen, aber Zeter und Mordio schreien, käme jemand auf die Schnapsidee, in einem Pius-Oratorium den heute gültig approbierten Ritus feiern zu wünschen…
Gut, dass sie ihre Schizophrenie nicht bemerken – dann läßt es sich viel leichter leben – und auf die anderen schimpfen.
Freitag, 16. März 2007 21:17
Benedikt: @ Defensor Fidei
Wenn ein Konzern eine defizitäre Marke andauernd mit den Gewinnen anderer Marken subventionieren muss,
so kann das den Gesamtkonzern sehr wohl in Schieflage bringen, wie das Beispiel DaimlerChrysler zeigt.
Allerdings geht es mir hier nicht um solche Überlegungen. Soweit icch weiß ist die FSSPX für alle Vorhaben auf Spenden angewiesen. Die Anhänger sind außergewöhnlich und bewundernswert opferbereit. Dies kann ich auch anerkennen, ohne selbst ein Freund dieser Gruppierung zu sein.
Die FSSPX betreibt mehrere Dutzend Kapellen, die alle mehr oder weniger durch die Gemeindemitglieder bezahlt und unterhalten werden müssen. Dies allein ist vermutlich schon eine große Aufgabe. Wie es darüberhinaus möglich ist, bei etlichen zT sehr teuren Anlagen als Kaufinteressent aufzutreten, ist daher schon etwas verwunderlich. Wenn die FSSPX mal eben eine Immobilie von mit 2000 qm Fläche wie auch immer finanzieren könnte, wieso muss sie sich dann etwa in Viernheim mit dem Umbau von ein paar Büroräumen für eine Kapelle zufrieden geben? Für einen Bruchteil der für diese Anlage aufzuwendenden man dort ein eigenes Gebäude errichten können.
Allerdings geht es mir hier nicht um solche Überlegungen. Soweit icch weiß ist die FSSPX für alle Vorhaben auf Spenden angewiesen. Die Anhänger sind außergewöhnlich und bewundernswert opferbereit. Dies kann ich auch anerkennen, ohne selbst ein Freund dieser Gruppierung zu sein.
Die FSSPX betreibt mehrere Dutzend Kapellen, die alle mehr oder weniger durch die Gemeindemitglieder bezahlt und unterhalten werden müssen. Dies allein ist vermutlich schon eine große Aufgabe. Wie es darüberhinaus möglich ist, bei etlichen zT sehr teuren Anlagen als Kaufinteressent aufzutreten, ist daher schon etwas verwunderlich. Wenn die FSSPX mal eben eine Immobilie von mit 2000 qm Fläche wie auch immer finanzieren könnte, wieso muss sie sich dann etwa in Viernheim mit dem Umbau von ein paar Büroräumen für eine Kapelle zufrieden geben? Für einen Bruchteil der für diese Anlage aufzuwendenden man dort ein eigenes Gebäude errichten können.
Freitag, 16. März 2007 21:02
Defensor Fidei: @ Benedikt
Ich frage mich immer, woher die FSSPX die Mittel hätte, um solche Gebäude zu kaufen. An den Schuldiskussionen
sah man doch, dass es finanziell nicht so toll aussieht. Trotzdem hat man den Eindruck, dass die FSSPX
für jede zum Verkauf stehende Kirche ein Kaufangebot einreicht.
Sie sind kein Witschaftswissenschaftler, oder? Macht nichts. Ich auch nicht. Trotzdem ist die „Schuldiskussion“ kein Indiz dafür, daß die FSSPX finanziell klamm wäre.
Nehmen Sie ein großes Unternehmen mit verschiedenen Sparten. Da kann es auch vorkommen, daß eine Sparte wirtschaftlich nicht besonders gut dasteht. Das heißt jedoch nicht, daß es dem ganzen Unternehmen schlecht geht. Ein gutes Beispiel dafür ist BMW. Obwohl Rover stark defizitär war, ging es der Marke BMW immer sehr gut. Auch das Gesamtunternehmen war immer ziemlich solide. Trotzdem war es nötig, Rover abzustoßen. Nicht, weil man sonst insolvent geworden wäre, sondern weil es wirtschaftlich nicht länger sinnvoll war, die Sparte Rover zu subventionieren.
Schließlich darf man auch nicht vergessen, wie Immobilien finanziert werden. Da muß man keine 10 Mio € bar auf den Tisch legen.
Sie sind kein Witschaftswissenschaftler, oder? Macht nichts. Ich auch nicht. Trotzdem ist die „Schuldiskussion“ kein Indiz dafür, daß die FSSPX finanziell klamm wäre.
Nehmen Sie ein großes Unternehmen mit verschiedenen Sparten. Da kann es auch vorkommen, daß eine Sparte wirtschaftlich nicht besonders gut dasteht. Das heißt jedoch nicht, daß es dem ganzen Unternehmen schlecht geht. Ein gutes Beispiel dafür ist BMW. Obwohl Rover stark defizitär war, ging es der Marke BMW immer sehr gut. Auch das Gesamtunternehmen war immer ziemlich solide. Trotzdem war es nötig, Rover abzustoßen. Nicht, weil man sonst insolvent geworden wäre, sondern weil es wirtschaftlich nicht länger sinnvoll war, die Sparte Rover zu subventionieren.
Schließlich darf man auch nicht vergessen, wie Immobilien finanziert werden. Da muß man keine 10 Mio € bar auf den Tisch legen.
Freitag, 16. März 2007 20:44
Benedikt: Finanzmittel
Ich frage mich immer, woher die FSSPX die Mittel hätte, um solche Gebäude zu kaufen. An den Schuldiskussionen sah man doch, dass es finanziell nicht so toll aussieht. Trotzdem hat man den Eindruck, dass die FSSPX für jede zum Verkauf stehende Kirche ein Kaufangebot einreicht.
Freitag, 16. März 2007 15:25
ttoni: schade!
leider wieder einmal ein beitrag, der zeigt, wie man eine information entwerten kann …
Freitag, 16. März 2007 14:24
wickerl: nein so nicht
Jesus sagte zur gottseligen Dina Berlanguer dass jeder Priester, mag er auch noch so unwürdig leben,
so lange er ein Mitglied der Gemeinschaft der Heiligen ist, aufgrund seiner Fähigkeit die Wandlung vorzunehmen
ein zweiter Christus ist, und man sollte einem solchen immer mit großem Respekt deswegen begegnen.
Aus diesem Grunde verwende ich den Begriff Pfaffen nicht mehr.
Aus diesem Grunde verwende ich den Begriff Pfaffen nicht mehr.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





