Nach Angaben der ‘Deutschen Presseagentur’ verkündet die gestern vom Papst veröffentlichte Apostolische Exhortation angeblich die Freiheit der Alten Messe. Die Falschmeldung brachte den kirchenfeindlichen Verein ‘Wir sind Kirche’ auf die Palme. Unnötigerweise.
Pontifikalamt in Ephesus im Herbst 2006
(kreuz.net, Vatikan) Die Veröffentlichung der Apostolischen Exhortation ‘Sacramentum Caritatis’ war von
einer Falschmeldung begleitet.
Diese wurde von den Medienkonzernen verbreitet, die in kirchlichen Belangen
gewöhnlich völlig uninformiert sind.
Ausgangspunkt für die Falschmeldung war die Stelle in der Apostolischen
Exhortation, wo sich der Papst zur Kirchensprache äußert:
„Ich denke in diesem Moment besonders an
die Zelebrationen, die während der heute immer häufigeren internationalen Treffen stattfinden.
Um die
Einheit und die Universalität der Kirche besser zum Ausdruck zu bringen, möchte ich empfehlen, was die
Bischofssynode in Übereinstimmung mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil vorgeschlagen hat:
Es ist gut,
wenn außer den Lesungen, der Predigt und den Fürbitten der Gläubigen die Feier in lateinischer Sprache
gehalten wird. Ebenso sollen die bekanntesten Gebete aus der Überlieferung der Kirche in Latein gesprochen
und eventuell einige Teile in gregorianischem Choral ausgeführt werden.
Ganz allgemein bitte ich darum,
daß die zukünftigen Priester von der Seminarzeit an darauf vorbereitet werden, die heilige Messe in
Latein zu verstehen und zu zelebrieren sowie lateinische Texte zu nutzen und den gregorianischen Choral
zu verwenden.
Man sollte nicht die Möglichkeit außer Acht lassen, daß auch die Gläubigen angeleitet
werden, die allgemeinsten Gebete in Latein zu kennen und gewisse Teile der Liturgie im gregorianischen
Stil zu singen.“
Die Stelle redet eindeutig von der Neuen Messe.
Doch die deutsche Nachrichtenagentur
‘DPA’ folgerte daraus, daß ‘Sacramentum Caritatis’ die Alte Messe erlaubt habe und erklärt, daß diese
Entscheidung in Rom seit längerem erwartet worden sei.
Dutzende Medien kolportierten darauf die Falschmeldung
der Agentur.
Die schweizerische Gratiszeitung ‘20 Minuten’ fragte sich sogar, ob die Predigten künftig
in der Kirche „wieder“ auf Latein gehalten würden.
Die ‘Neue Zürcher Zeitung’ rätselte, ob der Papst
die lateinische Sprache nur für große internationale Treffen oder auch für die Sonntagsmessen in den
Pfarreien vorschlage.
‘Radio Vatikan’ verstand die päpstlichen Worte zum Latein „nur als eine Empfehlung,
nicht als eine Weisung“ – und somit wohl als gegenstandslos.
Zuerst geschossen – dann gezielt
Der kirchenfeindliche
Verein ‘Wir sind Kirche’ – der sich praktisch ausschließlich der Durchsetzung des gesellschaftlichen
sexuellen Niedergangs verschrieben hat – ließ sich durch die Falschmeldung von einer angeblichen „Wiedergeburt“
des Alten Ritus provozieren.
‘Wir sind Kirche’ veröffentlichte – offenbar ohne ‘Sacramentum Caritatis’
gelesen zu haben – eine Pressemeldung.
Darin hetzt der Verein – nach der üblichen Propaganda für Priesterehe
und Kommunionspendung an Ehebrecher – gegen die Alte Messe. Mit einer angeblichen „Rückbesinnung“ darauf
komme Papst Benedikt XVI. vor allem den Traditionalisten wie der Priesterbruderschaft St. Pius X. entgegen.
Alte Messe ignoriert
Dagegen erklärte der römische Kirchenrechtsprofessor und Salesianerpater Markus
Graulich vor ‘Radio Vatikan’, daß in dem Text kein Wort über die Alte Messe steht:
„Da ich ja nun die
ganze Synode mitgemacht habe, kann ich bestätigen, daß der Inhalt von ‘Sacramentum Caritatis’ dem entspricht,
was in der Synode gesagt wurde.“
Während der Synode habe „diese“ Alte Messe keine Rolle gespielt:
„Die
wurde von interessierten Kreisen gepuscht. Es wurde so getan, als hätte sie eine Rolle gespielt. Aber
de facto war das nicht der Fall.“
Deswegen werde sie auch in dem Schreiben nicht erwähnt.
Der Heilige
Vater erkläre gleich am Anfang des Schreibens, daß die Liturgiereform eine gute Reform gewesen sei.
Sie berge „Schätze“, die noch gar nicht gehoben worden seien.
Auch würden die zu beklagenden Mißbräuche
diese Reform nicht zerstören oder abwerten.
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58 Lesermeinungen
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Wir sind Kirche Wir sind nicht krichenfeindlich, nur kirchenkritisch. Aus welchen Katholischen Ecken kommen
Sie denn hier alle? Erst informieren, dann die Meinung schreiben
@Lorenz Der Leidende Christus – die menschgewordene II. Göttliche Person der Dreifaltigkeit – wird auch
von Murx nicht geleugnet. Das Problem liegt da, wo innertrinitarisch – also ohne die Perspektive der Inkarnation –
quasi in Gott selbst das Leiden hineingetragen wird, das auch bei Christus seiner leidensfähigen menschlichen
Natur zuzuschreiben ist, nicht seiner götlichen Natur.
Lieber Karl Murx, Wenn ich Ihre Wortmeldungen richtig deute, ärgern Sie sich über die christliche Anbetung
des „Heulsusen-“ oder „Jammergottes“. Gestatten Sie mir zu fragen, welchen Gott sie anbeten wollen, wenn
nicht den, dessen Kraft in den Schwachen lebendig ist, den wir in unseren geringsten Brüdern und Schwestern
erkennen und den wir daher sicher auch in Auschwitz finden? Warum sollte der Gott der Christen kein leidender
sein? Der Schmerz muss ja nicht von Zerissenheit im Sinne von Selbstzweifeln herrühren. Wenn sie mit
Liebesplörre eine gewisse anbiedernde Süßlichkeit in manchen Gottesdarstellungen meinen, will ich gern
gleich in ihre Kritik einstimmen . Es wäre aber sehr lieb von Ihnen, wenn Sie den weniger schriftgelehrten
Teilnehmern des Forums erklärten, warum wir von B16 und Co. ein falsches Gottesbild präsentiert bekommen.
#54 Karl Murx 14:34:54 | Donnerstag, 15. März 2007
Mehr noch… Das ganze Gerede über die Rubriken des NOM, von 1965, 1962 etc…und dem Anliegen des Konzils
ist zweitrangig. Es muß eine konsenzfähige Messe her, welche die Diskussionen beendet und dazu führt,
daß ohne Diskussionen die Theologie des Kreuzes, wie Weinandy sie stolz nennt, rezipiert wird. Da viele
Priester der FSSPX in Deutschland gegen „Deus Caritas est“ nichts haben, wird früher oder später das
neue Gottesbild auch in der Bruderschaft Eingang finden. Übrigens ist genau von diesem Gottesbild die
Rede, wenn die Apokalyse 2,24 vor jenen warnt, die glauben, „die Tiefen des Satans“ erkannt zu haben.
Der Widerspruch zwischen Gut und Böse ist in „Gott eingeborgen“. Dialektik wird in seinem „Schmerz“ überwunden.
#53 Spätmerker 13:44:57 | Donnerstag, 15. März 2007
Deswegen scheint die Antrittsenzyklika von B16… …wohl auch nahezulegen, dass die Dreifaltigkeit ohne
die Menschwerdung nicht vollständig ist. Erst wenn Gott in der Menschwerdung den Schmerz des Menschen
zu dem seinen macht, ist er wirklich ganz Gott, weil ganz Schmerz. Könnte die gewollte Häßlichkeit
moderner Kirchenkunst hier ihren Ursprung haben? So gesehen wäre sie echte Spiritualität. Rahner ist
Tod, es lebe B16 und Balthasar mit ihm.
#52 Karl Murx 13:22:33 | Donnerstag, 15. März 2007
Der Heulsusengott wimmerte auch in Assisi… …und bei allen anderen ökumenischen Ereignissen, wo man
sich schniefend für die Sünden der Väter an die Brust schlug. Dort oben muß ein lieber Greinevater
wohnen, der schluchzend, eng umschlungen mit dem Leidesohn, dem letzteren, sich selbst verflüssigend,
den Liebesschmerz als Geist hinschenkt. (Frei nach dem Meister aus Basel und seinem Medium). Wer in Google
den Suchbegriff des Gnostikers Caspar Schwenkfeld eingibt, wird auf eine Schwuchtelseite konziliarer Spinner
stoßen, die dessen Texte zur „Medidation“ neben Masturbationsbilder stellen. Dergleichen Bilder findet
man dort auch neben Texten von Raimundus Lullus und Giordano Bruno. Die Urheber müssen Kleriker sein.
Man stürzt sich in die Tiefen der Kelipoth, dem Gegenbaum der göttlichen Sephiroth, um so in seiner
eigenen Verdorbenheit den „Schmerz Gottes“ zu erfahren, der die Verworfenheit als „Sohn einbirgt und unterfaßt“.
Das ist das Modell der neuen Trinität, des „Eros“ in Gott, Ausdruck seiner eigenen Bedürftigkeit. Die
wahren Priester sind jene, die Zerrissenheit Gottes in sich erfahren. Der Gegensatz wird erst perfekt,
wenn Schwule in barocken Kleidern die alte Messe zelebrieren. Anschließend werden im Keller und „Dark
Rooms“ die Versöhnung gefeiert. Wer einmal die Bücher des Romanautors Isaak Baschevis Singer gelesen
hat, – zumal „Satan in Goraj“ zum Auftreten von Sabbatai Zevi-, der weiß, was ich meine. Die Katholiken
der Tradition sollen dieses neue Trinitätsmodell (new orthodoxy) schlucken.
#51 Tridentinus 12:28:03 | Donnerstag, 15. März 2007
@Karl Murx Als ob nicht zu viele unter dem heuschlerischen Mantel angeblicher Frömmigkeit, Religiosität
oder am besten Spiritualität sowieso schon vielzu weinnerlich und wehleidig wären !
#50 Karl Murx 12:16:53 | Donnerstag, 15. März 2007
Ja, Nattilein, aber jetzt mal den Bogen zum Thema spannen: B16 ist es doch vollkommen egal, ob da die
alte, oder die neue Messe zelebriert wird. Was ihn interessiert, ist die Anbetung des Jammergottes von
Auschwitz, der innergöttlich (tritheistisch) seine weinerliche Liebesplörre „verflüssigt“. Diesen von
innergöttlichen „Schmerzen zerrissenen Gott“, so wie Hans-Urs von Balthasar ihn beschreibt, aber auch
Jean Galot SJ, Cantalamezza und Weinandy; den sollen wir anbeten. Elie Wiesel ist laut Weinandy der erste,
der den Jammergott auf den Thron gehoben hatte. Sabbatai Z’vi hätte daran seine Freude gehabt. Schlußendlich
wird die Pneumatologie von Rabbi Benamozegh rezipiert, die auch zu der von Balthasars paßt. Ein kabbalistisches
Modell, weiter nichts. Der Hl.Geist, jetzt auch „ad intra“ als Gabe verstanden, soll die „unendliche Distanz“
von Vater und Sohn überbrücken, ganz hegelianisch. Deswegen ja die Frage N°47 im Kompendium zum KKK.
Thomas zufolge heißt der HL.Geist nur Gabe im Hinblick auf seine Fähigkeit „ad extra“ gegeben zu werden.
Innergöttlich heißt er Band (1.q.38a.1) Thomas sagt deutlich, daß ad intra die göttlichen Personen
nur einander durch Ursprung und nicht als Besitz oder Gabe angehören können. Damit wird jetzt aufgeräumt,
im Kompendium, aber auch in der neuen Bischofsweihe. Tut auch Dom. et Vivificantem. Weinandy spricht geradezu
von „new orthodoxy“. Der leidende Gott soll angebetet werden. B16 hatte mit dem Meister aus Basel zu diesem
Zweck die Zeitschrift „Communio“ gegründet. Das zählt, nicht die Messe.
#48 Tridentinus 11:54:19 | Donnerstag, 15. März 2007
Ich erinnere einfach mal wieder an das Thema, zu dem man hier eingeladen und aufgefordert ist, sich zu
äussern! Ein Versuch. Thema: Apostolische Exhortation Sacramentum Caritatis!
#47 Karl Murx 11:32:05 | Donnerstag, 15. März 2007
@Natterbach Sie sollten vielleicht mal googeln, www.google.de/search?hl=de&q=%22Nei…= ist ganz einfach
und dauert nicht lange. Das erspart müßige Fragen.
Nicht „einstündige“ Berieselung: eine Stunden dauernde Das habe ich aus dieser Seite www.virgo-maria.org/…r_en_Allemagne_2.pdf.
Zitiert Murx doch dauernd. Müßte er eigentlich wissen. Dumme Frage! Gegenfrage an Murx: Woher wollen
Sie wissen, daß B16 mit dem Bush-Clan zusämmenhängt, oder mindestens mehr, als mit Zbig, wie Sie sich
ausdrücken?
Schmidberger scheint immer noch ans Motu proprio zu glauben Warum sonst hätte er beim Priestertreffen
kürzlich eine Stunden dauernde Berieselung anberaumt?
#41 Tridentinus 10:55:43 | Donnerstag, 15. März 2007
@Athanasius Bleiben Sie mal sachlich. Wir sind Kirche sind sowieso ganz offen eine andere Kirche als unsere!
Lassen Sie sie doch. Omnicuique suam – aliam – Ecclesiam! Uns betrifft diese Kirche nicht. Also nicht
aufregen und nicht übertreiben und dadurch – gewiss ungewollt – echte Opfer echter Tatalitarismen herabsetzen!
#40 Karl Murx 10:54:53 | Donnerstag, 15. März 2007
@Natterbach, das Motu proprio kommt schon noch. Allerdings erst nach einer Einigung mit den Anglikanern.
Dann gehören deren „Bischöfe“ auch zum Weltepiskopat und das wird das Gewicht verschieben. Die sind
jetzt sogar bereit die Episkopalkirche auszuschließen und keine Homosexuellen mehr zu weihen. Frauen
werden dann nicht mehr geweiht, sondern bekommen genau wie die Konzils-Tussis als Pfarrhelferinnen weitreichende
Vollmachten für liturgischen Schnickschnack. Die könnten dann nach Pastoralreform auch Vorgesetzte von
Presbytern werden. Ziel der Einigung mit den Anglikanern ist der Krieg gegen den Islam. So, wie JPII.
ein Mann der Trilaterale war und damit Zbigniew Brzesinskis Mann, so ist Ratzinger ein Mann der Unilaterale
von Skulls & Bones und hängt über Neil Bush mit dem ganzen Bush-Clan zusammen. Warum hat Ratzinger bis
jetzt kein Mal gegen die USA im Hinblick auf den Iran gemotzt, im Gegensatz zu JPII. im Falle des Irak?
Nun, der Clan „Bush“ hat „Zbigs“ Bande abgelöst. Da ist keine Trilaterale mehr. Putin passt das auch
nicht und wird deswegen Ratziputin auf die Finger geklopft haben. Die Kopien der Akten des polnischen
Geheimdiensten in Russland können seinen Argumenten Gewicht verleihen, siehe Wielgus.
#39 Athanasius 10:47:05 | Donnerstag, 15. März 2007
„Ein Volk steht auf!“ (In: „Kolberg“, Veit Harlan, 1945) Der kirchenfeindliche und unkatholische Verein
„Wir sind Kirche e.V.“ ist genauso wenig repräsentativ für „das“ Kirchenvolk, wie die Kommunisten es
waren für „das“ Arbeitervolk und wie die Nationalsozialisten „das Deutsche Volk“ waren. WSK e.V. steht
in seiner Wortwahl in der Tradition totalitärer Ideologien der Blutvergießung, und ist wohl eher dem
radikalliberalen und sozialistischen Spektrum zuzuordnen. Dieser Verein hetzt gegen die Überlieferung
und ungefähr alle Päpste und gläubigen Priester. Das sind die Leute die 1943 Pater Maksymilian Kolbe
M.I., auch so ein „schrecklicher“ Reaktionär, verraten und ausgeliefert hätten.
#38 Tridentinus 10:22:19 | Donnerstag, 15. März 2007
Ein weiteres Argument für den normativen Charakter des MR 1570 für die Liturgiereform gemäss SC ist
zusätzlich dazu, dass dieses (!) Messbuch das einzig konkret genannte ist, die Tatsache, dass die Exaktheit
seiner Rubriken so stark unterstrichen, hervorgehoben und gelobt wird. Dadurch ist fast immer eindeutig
klar, worauf Sacrosanctum Consilium angewandt werden muss, um die Liturgiereform des II. Vaticanums authentisch
zu verwirklichen. Man könnte also von einer doppelten Konkretheit dieser Angabe in Nr. 3 aus Sacramentum
Caritatis sprechen: Formal konkret: „Das Messbuch Pius V.“ Materiell konkret: „Die Genauigkeit der Rubriken
des in diesem Missale enthaltenen Römischen Ritus’“.
Nur eine Empfehlung WIR SIND KIRCHE ist kein kirchenfeindlicher Verein, sondern eine Reformbewegung, die
in der katholischen Kirche sehr notwendig ist.
Dr. Natterbach Nee, ich freue mich nicht, denn mit meiner Skepsis lag ich bisher leider richtig. Es wird
nicht viel oder so gut wie gar nichts vor Ort passieren. Das sagt mir meine langjährige Erfahrung. Und
mal sehen, wie lange dieses Pontifrikat (noch) dauert. Die Dinge laufen nicht gut. Ich kann die Freude
von Gotthard und Co. verstehen, wenngleich ich Sie nicht nachvollziehen möchte.
#35 Stephanus 00:14:27 | Donnerstag, 15. März 2007
heilige messe in den san sebastiani katakomben… ich habe selbst einer heiligen messe in den san-sebastiani-katakomben
beigewohnt, dort wie auch anderswo zelebriert der Priester gegen osten, während das volk aus dem osten
heraus auf den altar und auch auf den Priester schaut. das tut das volk während der ganzen zeit bis zum
beginn der heiligen wandlung,von da an, dreht sich das volk auch gegen osten, die messbesucher drehen
sich also um die eigene achse (der betstuhl, auch zum sitzen geeignet, kann hochgeklappt und dann als
möglichkeit zum hinknieen genutzt werden). die heilige wandlung vollzieht sich dann sozusagen im rücken
des anwesenden volkes. die orthodoxen verhüllen das heilige geschehen durch ihre bilderwände, die katholiken
„verhüllen“ ihre blicke voll ehrfurcht, indem sie sich gegen osten wenden.beides wohl in der „tradition“
des opfergeschehens im tempel zu jerusalem. dort „offenbarte sich gott verborgen in einem unzugänglichen
teil des tempels auch nur dem opferpriester.
@Athanasius: versus orientem atque populum Die Zelebration zum Volke hin mag problematisch sein, sie kam
seit dem 4. Jh. immer wieder mehr oder weniger vor in Rom. Aber galt das nicht nur für die Kirchen, die
nicht geostet waren? Folglich war eine Zelebrationversus populum gleichzeitig eine Zelebration „…versus
orientem. Oder habe ich da was falsch verstanden?“
@Gotthard Von einer grundsätzlichen Abwendung von der heute üblichen Liturgie ist mit keinem Wort die
Rede Naja, ein wenig schon, da der Papst mehr Latein und mehr Choral zur Verwendung empfiehlt. Beides
ist in der „heute üblichen Liturgie“ ja die Ausnahme. Oder ist dies bei Ihnen noch üblich? Warum sind
Sie denn so ein Feind der alten Messe?
„wir sind kirche“ ist ein verein von idioten und halbgestörten. ein absoluter sch--ßverein da sind mir
ja ehrliche kommunisten noch lieber als diese. Echte Rote sind wenigstens ehrlich und leugnen gott offen
und nicht versteckt wie die birkenstock – linkskatholiken fraktion.
Volks-Hetze Wer ist schon „Wir sind Kirche“?! Diese Ewiggestrigen kann man nur ignorieren! Mal abgesehen
davon, daß die sich an allem hochziehen, was der kirchlichen Disziplin entspricht, ist der größte Fehler
des deutschen Episkopats, diese Leute jemals beachtet zu haben. Wie konnte ein Bischof Lehmann jemals
deren Unterschriftensammlung annehmen! Die einzig richtige Reaktion wäre gewesen: Wer sich nicht im Sinne
der Kirche verhält, hat keinen Anspruch darauf, von ihr gehört zu werden. Statt dessen hofiert er sie
und unterdrückt die Kirchentreuen …
Schade @Rottenburg: Ausgeträumt…ist nun der Traum der allgemeinen Zulassung der Hl. Messe im vorkonziliaren
Ritus! Ich fürchte auch, daß es so ist. Sacramentum caritatis wirkt zumindest wie ein Rückzieher. Schade.
Träume Die Weltkirche berät in Form einer Weltbischofssynode über die Eucharistiefeier und als deren
Ergebnis veröffentlicht der Papst ein Papier. Von einer grundsätzlichen Abwendung von der heute üblichen
Liturgie ist mit keinem Wort die Rede – und dennoch wird von einer „Rückkehr“ zu alten Zeiten geträumt.
In welcher Welt leben diese Herrschaften eigentlich …?
@Tridentinus Reform der Reform von 1970 bedeutet im wesentlichen Reaktivierung von 1965 eventuell unter
Aufnahme ausgesuchter Elemente des MR 1970, etwa einzelne Präfationen, eine bereicherte Leseordung, Heiligenproprien,
sofern diese Elemente sch bewährt haben und auch den Überlieferten Römischen Ritus bereichern könnten.
Und somit eine Rückkehr zu Sacrosanctum Concilium.
#22 Tridentinus 18:38:48 | Mittwoch, 14. März 2007
@Athanasius Zwischstufen in Ehren, aber dass „früher“ die Volkssprache auch schon gestattet wa,r ist
naiv (welches idealisierte „früher“ meinen Sie?), dass Kardinäle „früher“ irgendwas auch schon gemacht
haben und am allerwenigsten der Segen Pius XII.dazu ist ein Argument. Pius XII. war in wichtigen Fragen
grundsätzlich weitaus gefährlicher als Paul VI.! Ohne den Autoritätspositivismus Pius XII. kein Messbuch
Pauls VI.!
Verleumdung Und auch ein Abbé de la Rocque, Prior der FSSPX in Montpellier klatscht dazu in die Hände
und fordert „alte Messe“ in der Volkssprache und Zelebration zum Volke, hurra. Die Volkssprache wurde
schon früher erlaubt in einzelnen Orten. In Ungarn zelebriert man seit dem 18. Jh. auf ungarisch die
Göttliche Liturgie (Byz.) – in voller Einheit. Die Zelebration zum Volke hin mag problematisch sein,
sie kam seit dem 4. Jh. immer wieder mehr oder weniger vor in Rom. Und schon 1956 haben Kardinäle mit
Segen von Pius XII. in Lugano (Lit. Konferenz) zum „Volke hin“ (auch zum Osten) zelebriert. Delarocque
hat nur gesagt, daß man solche Zwischenphasen beim Rückkehr zur überlieferten hl. Messe benutzen könnte
in den „modernisierten“ Pfarreien. Und das ist in allem zu verteidigen, sieh oben. Nur Ihre Seiten Virgo-Maria.org
und Rore-Santifica.org machen daraus ein ganzes Spektakel und verleumden mit falschen Vorwürfen einen
guten römisch-katholischen Priester wie Abbé De la Rocque FSSPX. Das ist Sünde. Verleumdung ist Sünde.
Auf menschlicher Ebene ist es mit der Wahrheitswiedergabe bei Sedisvakantisten nicht viel besser gestellt
als bei den Ultramodernisten und deren Medien. Genauso verleumdet und genauso aus dem Kontext gerissen.
Meßdienerinnen kommen nie in Frage, kann man auch verbieten als Pfarrer in der Konzilskirche, das wurde
noch mal klargestellt. Auch wenn der Ortsbischof es erlaubt hat (dieses Missbrauch).
#20 Tridentinus 17:58:13 | Mittwoch, 14. März 2007
@Dann ist de la Rocque aber nicht der Hellste, Auswüchse der liturgischen Bewegung – manche Vorschläge
von Parsch – und die 50iger Jahre brauchen wir nicht zu wiederholen, damit haben wir jetzt 40 Jahre schlechte
Erfahrungen gemacht und diese Experimente sind gescheitert (ein Parsch konnte das zB nicht unbedingt alles
wissen im vorhinein). Davon steht in Sacramentum Caritatis nichts. o^/
Hurra, die Reform der Reform ist da Und auch ein Abbé de la Rocque, Prior der FSSPX in Montpellier klatscht
dazu in die Hände und fordert „alte Messe“ in der Volkssprache und Zelebration zum Volke, hurra. Erstaunlich
wie diese Diskussion beiderseits des Rheins so wunderbare Früchte zeitigt. Weiter so! o^/ Bald werden
Messdienerinnen am Volksaltar und Vorleserinnen die „alte Messe“ auf Deutsch verschönern. Schon in den
50ern gab es in Frankreich für die „alte Messe“ bereits eine „Präfation der Welt der Arbeit“, so daß
man die Maschinen wummern hören konnte. In demselben Buch forderten Gewissensspiegel den Pönitenten
dazu auf, sich zu prüfen, warum man sich bis jetzt nicht gewerkschaftlich organisiert habe. Hurra
es bleibt wie es ist Das Gerede vom Latein ist ein Blinken nach rechts , und mit dem Lob der Liturgiereform
und deren ungehobenen Schätzen biegt man nach links ab. Die ganze Probleme bleiben wie sie sind, der
Priester liest die Messe zum Volk , der Kirchenchor wendet dem Tabernakel den Rücken zu usw.
#16 Tridentinus 16:50:11 | Mittwoch, 14. März 2007
@Aurelius @Cum te @Aurelius: Die Klärung, die meine Ergänzung verschafft hat, freut mich. Ich glaube,
Benedikt XVI. deutet hier erstmals und vornehm an, was man aus seinen Schriften vermuten konnte – Reform
der Reform von 1970 bedeutet im wesentlichen Reaktivierung von 1965 eventuell unter Aufnahme ausgesuchter
Elemente des MR 1970, etwa einzelne Präfationen, eine bereicherte Leseordung, Heiligenproprien, sofern
diese Elemente sch bewährt haben und auch den Überlieferten Römischen Ritus bereichern könnten. @Cum
te: Die Constitutio Apostolica ist selbst sehr interpretationsbedüftig. Paul VI. hat uU das gleiche Normniveau
wie Quo primum tempore in Anspruch genommen. Sacramentum Caritatis deutet hier eventuell an, dass ein
solcher Anspruch nicht primär und eingleisig formal-autoritativ geltend gemacht werden können, wenn
innere Kriterien wie Kontinuität und Identität (sowie Identitätsbegriff) sich nicht vorgängig und
vorrangig dazu einfügen, sich im Gegenteil sogar (zumindest teilweise) konträr zu diesem Anspruch verhalten
(und ihn damit scheitern lassen).
Benedictus Cunctator – vielleicht wird das einmal die Bezeichnung für den gegenwärtigen Papst sein?
Im übrigen ist es ja überaus höflich, an den guten Willen der Untergebenen zu appellieren und Empfehlungen
zu äußern. Aber hat der universale Oberhirte und Stellvertreter des Herrn nicht mehr zu tun als dies?
@Tridentinus Danke, jetzt verstehe ich was Sie meinen. Sie haben völlig Recht, das, was nach dem Zweiten
Vaticanum erwähnt wird, ist sehr schwammig und Auslegungssache. Ist die Reform von 1965 gemeint? Immerhin
setzt diese ja nun das Konzil fast vollständig um. Und, wie ich eben schon schrieb, sagt Joseph Ratzinger
in seiner Autobiographie ja auch, daß die Reform im Anschluß an das Konzil schon durchgreifender (genaue
Formulierung weiß ich nicht, da ich das Buch gerade nicht zur Hand habe) sein konnte als andere Änderungen
und Reformen, die es im Laufe der Zeit gegeben hat. Das Missale Pauls VI. wird ja nun wirklich nicht explizit
erwähnt. Ist es nur impliziert („Liturgiereform“)? Da Joseph Ratzinger ein sehr kluger Mann ist, vermute
ich mal, daß die etwas schwammige Aufzählung der Eckpunkte der Genese der Liturgie Absicht ist. Und
hoffe, daß darauf, etwas Konkretes folgen wird.
Liturgie noch nicht kaputt genug Es ist schon putzig: 40 Jahre lang wurde das Latein in der Messe systematisch
verteufelt; jetzt soll es wieder zur Anwendung kommen. Ich habe in den letzten 15 Jahren ganze 2 x eine
lateinische Messe mitgemacht – Ordo Novus, versteht sich. Dabei musste ich feststellen, dass kaum ein
Gläubiger auch nur das Vaterunser mitbeten konnte. Man hat, um in Bildern zu sprechen, den „Regenwald“
der lateinischen Messe abgeholzt und will nun das ganze wieder aufforsten. Ein schier aussichtsloses Unternehmen,
dem das selbe Schicksal beschieden sein wird, wie der Kommunionpatene. Eine Empfehlung des Heiligen Vaters,
die Missa Tridentina zu lesen, wäre weitaus sinnvoller gewesen. Dann hätten jetzt alle Priester, die
dies wünschten, päpstlichen Rückenwind. Darauf aber müssen wir wohl noch warten – weiß Gott, wie
lange noch. Die Liturgie ist offensichtlich noch nicht kaputt genug.
@Tridentinus Ihr Erkenntnisinteresse in Ehren, aber da das Missale von 1970 sich auf dieselbe Normebene
stellt wie das von 1570 (vgl. Ap. Konstitution Missale Romanum vom 3. April 1969), erliegen Sie m.E. einer
Überinterpretation. Wichtig ist allerdings, dass die Leistung Pius V. und des Tridentinums explizit bestätigt
wird.
#11 Tridentinus 12:55:49 | Mittwoch, 14. März 2007
Eckpunkte schon, Aurelius aber das Missale Pius V. ist zugleich der letzte konkrete Eckpunkt, somit ein
End- und Bezugspunkt, auf den dann die Liturgiereform des II. Vaticanums angewandt wird, aber eben ohne
das Missale Pauls VI. als deren Ergebnis oder als eigenen Eckpunkt zu kennzeichnen. Das aber hätte man
erwarten müssen, wenn dieses die Neukodifikation des Ritus Romanus sein soll, welche die Tridentinische
Kodifikationsleistung überholt und hinter sich gelassen hat, um nunmehr selbst der aktuell verbindliche
Bezugspunkt zu sein. Verständlicher, was ich meine?
@Aurelius Sie sehen das m.E. richtig. Allerdings müssenb wir uns von der Vorstellung lossagen, ein Papst
könne „totalitär“ die Kirche regieren. Das Amt ist ganz Dienst. Integration ist seine Aufgabe, nicht
Integralismus. Die „Weltpresse“ empfindet s.c. schon als viel zu intransigent (Le Monde, Corriere…).
@Tridentinus Ich kann Ihnen leider nicht so ganz folgen. Artikel 3: Von den vielfältigen Formen der ersten
Jahrhunderte, die noch in den Riten der Alten Ostkirchen aufleuchten, bis zur Verbreitung des römischen
Ritus; von den klaren Anweisungen des Konzils von Trient und des Missale des hl. Pius’ V. bis zur vom
Zweiten Vatikanischen Konzil angeregten Liturgiereform: In jeder Epoche der Kirchengeschichte erstrahlt
die Eucharistiefeier als Quelle und Höhepunkt ihres Lebens und ihrer Sendung im liturgischen Ritus in
all ihrem vielfältigen Reichtum. Es werden doch nur Eckpunkte genannt: von … bis Für mich liest sich
das so, als ob die „vom Zweiten Vatikanischen Konzil angeregten Liturgiereform“ sich auf das Missale Lauls
VI. bezieht, wobei sich so ein Widerspruch auftut zu dem, was der damalige Kardinal Ratzinger in seiner
Autobiographie über die Reformen des Missale Romanum im Anschluss an das Konzil und im Gegensatz dazu
über das Missale Pauls VI. schreibt (Stelle kann ich jetzt nicht angeben, aber ich denke, alle wissen,
was ich meine). Ich habe das Gefühl, das Joseph Ratzinger (egal ob als Theologe, Kardinal, Papst oder
was auch immer) sehr schwankt. Mal hierhin, mal dahin… Ich habe das Gefühl, er versucht, es allen Recht
zu machen, was nicht geht… Aber vielleicht verstehe ich das auch falsch.
Trotzdem frage ich mich, warum die Nr. 3 sich nach Darstellung der Ausprägungsgenese des Ritus’ der Eucharistie
auf das Missale Pius V. bezieht und von dortaus auf die Liturgiereform des II. Vaticanums. Irgendwie erscheint
doch so das Missale Pauls VI. nicht (mehr) als deren Umsetzung, als eine neuerliche und nunmehr massgebliche
Kodifikation des Ritus Romanus. In der Tat ist das Missale Pius V. die einzige konkrete Marke, die im
Durchgang der Ritenbildung genannt wird. Das würde bedeuten, dass dieser Ritus, gemäss den Direktiven
aus Sacrosanctum Consilium gefeiert, die Liturgiereform des II. Vaticanums umsetzt, womit wir wiederum
auf die Editio Typica von 1962 verwiesen wären – höchstwahrscheinlich in Verbindung mit der Rubrikenreform
von 1965.
„Wir sind Kirche“ Wer weiss eigentlich mehr zu diesem ominösen Verein! Die Forderungen sind ja völlig
scheinheilig und zielen nur darauf ab, die gesamte Kirche kaputt zu machen! Denn wenn die Kirche ihre
Grundsätze in Priesterehe, Sakramentenverständnis aufgibt, dann ist es keine Kirche Jesu Christi mehr!
Ich verstehe diesen komischen Verein nicht! Ich glaube, viele verdrossene Homosexuelle sitzen dort mit
dabei!“
@ Loyola Wenn man Ihrer Auffassung folgt wird zukünftig keine Medienkritik mehr von Medien selbst geübt
werden können. Das kann schlecht das Ziel sein. Zudem ist das hier der Kommentarbereich. Ich selbst bin
in keiner Redaktion angestellt. WO ist also das Problem?
@ Benedikt Auf kreuz.net gegen unzuverlässige Berichterstattung der deutschen medien zu schreiben, nimmt
sich etwas seltsam aus … soviel Falschmeldungen und Mist, wie hier als Nachrichten ausgegeben werden,
haben alle deutsche Medien in den letzten 40 Jahren nicht zustande gebracht …
Unnötig ‘Radio Vatikan’ verstand die päpstlichen Worte zum Latein „nur als eine Empfehlung, nicht als
eine Weisung“ – und somit wohl als gegenstandslos. -Somit ist es unnötig, weiter darüber zu sprechen.
Selbst an „Weisungen“ wird sich ja noch nicht einmal mehr gehalten.
@Stimme aus dem Tradiland – und – die regelmäßige hlg. Ohrenbeichte und Absolution – der dadurch möglich
gewordene regelmäßige Empfang der hlg. Eucharistie bei der Erfülluing der kirchlichen Sonntagspflicht
Medien Ich würde mir mal ein Schreiben des Papstes oder wenigstens eines der Bischöfe zur katastrophalen
kirchlichen Berichterstattung durch die Medien wünschen. Die dort fabrizierten Dummheiten sind nicht
auszuhalten. Wenn die übrige Berichterstattung genauso substantiiert ist, dann gute Nacht.
Stille Post und Latrinengerüchte …mehr ist an dem „lange erwarteten“ (erstmals 2005 hieß es: „zu Weihnachten“)
Motu Proprio nicht dran. Dieses Beispiel zeigt es wieder ganz deutlich. Ich rufe den Vorschlag des leider
ausgeschiedenen Marcel in Erinnerung: Abwarten und Tee trinken. Daneben die geistl. Mittel praktizieren:
Sakramente, Sakramentalien, insb. das regelmäßige – tägliche – Gebet.