16:56:32 | Dienstag, 11. Januar 2005
Der umstrittene Ex-Bischof von Évreux, Mons. Jacques Gaillot, wurde vom Erzbischof von Lyon gebeten, bei einer Priestertagung zu referieren. Im Jahr 2000 seien Schritte in Richtung Versöhnung theoretisch geblieben. Jetzt könne man konkreter werden.
(kreuz.net, Lyon) Der französische Bischof Jacques Gaillot hofft nach einem Bericht der französischen
Tageszeitung ‘La Croix’ auf Versöhnung mit der Bischofskonferenz seines Landes.
Am 13. Januar 1995 wurde
Mons. Gaillot durch den Heiligen Stuhl von seinem Amt als Bischof der Diözese Évreux im Nordosten von
Frankreich enthoben.
Der Grund für die Amtsenthebung waren grobe Verfehlungen gegen die katholische
Dogmatik und Moral.
Seither ist er Titularbischof der im 11. Jahrhundert nach der islamischen Eroberung
untergegangenen nordafrikanischen Diözese Partenia.
Nach zehn Jahren sieht Bischof Gaillot einen ersten
konkreten Schritt in Richtung Aussöhnung.
Der Erzbischof von Lyon, Philippe Kardinal Barbarin (54),
hat ihn nämlich Ende letzter Woche gebeten, bei einer Priestertagung im kommenden August zu referieren.
Mons. Gaillot meinte diesbezüglich, daß sich der Schwerpunkt der Tagung weniger auf die Kirche als
Institution richten werde, sondern vielmehr auf die sehr wichtigen Probleme der Ausgeschlossenen der Gesellschaft.
Erste Schritte einer Aussöhnung zwischen Bischof Gaillot und der französischen Bischofskonferenz hatte
es bereits im Jahr 2000 gegeben.
Allerdings war es nie zu praktischen Schritten gekommen.
Nun hoffe
Bischof Gaillot auf eine konkrete Versöhnung.
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Pelagius 20:52:11 | Dienstag, 11. Januar 2005