Befreiungstheologie
Aussöhnung mit Bischof Gaillot?
Der umstrittene Ex-Bischof von Évreux, Mons. Jacques Gaillot, wurde vom Erzbischof von Lyon gebeten, bei einer Priestertagung zu referieren. Im Jahr 2000 seien Schritte in Richtung Versöhnung theoretisch geblieben. Jetzt könne man konkreter werden.
(kreuz.net, Lyon) Der französische Bischof Jacques Gaillot hofft nach einem Bericht der französischen Tageszeitung ‘La Croix’ auf Versöhnung mit der Bischofskonferenz seines Landes.

Am 13. Januar 1995 wurde Mons. Gaillot durch den Heiligen Stuhl von seinem Amt als Bischof der Diözese Évreux im Nordosten von Frankreich enthoben.

Der Grund für die Amtsenthebung waren grobe Verfehlungen gegen die katholische Dogmatik und Moral.

Seither ist er Titularbischof der im 11. Jahrhundert nach der islamischen Eroberung untergegangenen nordafrikanischen Diözese Partenia.

Nach zehn Jahren sieht Bischof Gaillot einen ersten konkreten Schritt in Richtung Aussöhnung.

Der Erzbischof von Lyon, Philippe Kardinal Barbarin (54), hat ihn nämlich Ende letzter Woche gebeten, bei einer Priestertagung im kommenden August zu referieren.

Mons. Gaillot meinte diesbezüglich, daß sich der Schwerpunkt der Tagung weniger auf die Kirche als Institution richten werde, sondern vielmehr auf die sehr wichtigen Probleme der Ausgeschlossenen der Gesellschaft.

Erste Schritte einer Aussöhnung zwischen Bischof Gaillot und der französischen Bischofskonferenz hatte es bereits im Jahr 2000 gegeben.

Allerdings war es nie zu praktischen Schritten gekommen.

Nun hoffe Bischof Gaillot auf eine konkrete Versöhnung.
      
1 Lesermeinung
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#1   Pelagius   20:52:11 | Dienstag, 11. Januar 2005
Hoffnungsvoll und erbaulich.
Wir freuen uns mit Bischof Gaillot.
Da er auf eine Versöhnung mit der Kirchenleitung hofft, Hoffnung aber immer – um nicht in Vermessenheit umzuschlagen – das Ergreifen der nötigen Mittel bzw. das Ausräumen von Hindernissen einschließt, hat der ehemalige Oberhirte von Evreux folglich seine glaubenswidrigen Auffassungen revidiert. Jeder, der mit der Kirche fühlt, ist darüber froh.
Beten wir darum, daß Rom den heimkehrenden, reuigen Sohn nun auch wirklich mit offenen Armen empfange.
Ob man ihm allerdings wieder in sein früheres Gewand hüllen und ihm den Hirtenring an den Finger legen sollte, scheint zweifelhaft.
Bischof Gaillot wird zweifelsohne zufrieden damit sein, als der geringste Bruder in einer Kartause zu dienen. Sehr erbaulich.
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