Vatikan
Verurteilt – oder doch nicht?
Wie über die Medien seit Tagen verlautet, hat der Vatikan heute einen spanischen Befreiungstheologen als Häretiker entlarvt. Eine konkrete Bedeutung hat das Urteil offenbar nicht.
Pater Jon Sobrino
Pater Jon Sobrino
(kreuz.net, Vatikan) Das Papsttum entwickelt sich innerhalb der Kirche immer mehr zu einer repräsentativen Monarchie. Das zeigt die neue Art der Amtsführung.

So veröffentlichte die Glaubenskongregation heute Mittag eine erklärende Note – Notifikation – zu den theologischen Theorien des baskischen Befreiungstheologen und Jesuitenpaters Jon Sobrino (68).

Die Notifikation zählt zwar zahlreiche faustdicke Häresien des Jesuiten auf, zieht daraus aber keine Konsequenzen.

Das Verfahren gegen Pater Sobrino läuft seit Oktober 2001.

Trotz der seit damals verstrichenen fünf Jahre handelte es sich beim Prozeß der Glaubenskongregation nicht um ein „ordentliches“, sondern um eine „dringendes“ Lehrprüfungsverfahren.

Der Fall wird in Rom für „dringlich“ gehalten, weil die Schriften des Jesuiten an Priesterseminaren und Hochschulen weitverbreitet sind.

Der Ordensgeneral der Jesuiten, Pater Peter Hans Kolvenbach, erhielt im Juli 2004 eine Liste mit Irrtümern und gefährlichen Meinungen in den Büchern von Pater Sobrino.

Dazu hätte Pater Sobrino innerhalb von zwei Monaten Stellung nehmen müssen. Tatsächlich brauchte er für seine Reaktion bis zum März 2005.

Die Glaubenskongregation studierte die Antwort gründlich.

Ende November 2005 kam die Kongregation zum Schluß, daß der Jesuit seine irrigen Thesen in der Antwort zwar leicht modifiziert, doch im wesentlichen wiederholt hat.

Deshalb wurde heute Mittwoch eine Notifikation veröffentlicht.

Ziel der Notifikation ist, den Gläubigen zu helfen, die irrigen Aussagen in den Büchern von Pater Sobrino zu beurteilen und ihnen „die Fruchtbarkeit der theologischen Reflektion“ zu zeigen.

Ein Lehr- und Publikationsverbot für den verurteilten Jesuiten wurde nicht ausgesprochen.

Sechs irrige Thesen

Die Notifikation stellt die Irrtümer des Jesuiten in sechs Abschnitten dar:

1. Methodische Voraussetzungen: Die Glaubenskongregation bemängelt, daß Pater Sobrino eine sogenannte „Kirche der Armen“ als ekklesiologisches Fundament lehrt. Er ignoriere oder bagatellisiere die apostolische Tradition und die Konzilien der ersten Jahrhunderte.

2. Die Gottheit Christi: Der Jesuit glaubt, daß die Gottheit Christi erst in einer späteren Phase der dogmatischen Entwicklung erfunden wurde. Im Neuen Testament kann er sie nicht finden. Dort sei die Gottheit Christi lediglich wie ein Same angedeutet.

3. Die Inkarnation des Gottessohnes: Pater Sobrino vertritt die christologische Häresie des Assumptionismus. Diese glaubt, daß der sogenannte historische Jesus eine vom Logos unabhängige rein menschliche Figur sei, die von der Gottheit des Logos gleichsam aufgesogen wurde. Für die Glaubenskongregation ist in den Schriften von Pater Sobrino zuwenig klar, daß der Gottessohn mit Jesus identisch ist und umgekehrt.

4. Die Beziehung zwischen Christus und dem Reich Gottes: Der beschuldigte Jesuit macht Christus abhängig vom Reich Gottes. Gleichzeitig unterscheidet er zu stark zwischen Jesus und dem Reich Gottes. Er findet es sogar „gefährlich“, Christus mit dem Reich Gottes gleichzusetzen.

5. Das Selbstbewußtsein Christi: Pater Sobrino leugnet das Wissen Jesu um seine Gottessohnschaft. Damit erklärt er Jesus Christus zu einem „Gläubigen wie wir“. Damit reduziert er auch die Offenbarungsgewalt Christi auf jene eines Propheten oder Mystikers.

6. Die Erlösungseffizienz des Kreuzestodes: Die Texte von Pater Sobrino geben den Eindruck, als ob Jesus seinem Sterben keine Heilswirkung zugeschrieben hätte. Der Jesuit reduziert den Kreuzestod auf ein moralisches Vorbild einer Treue bis zuletzt.

Reaktion des Verurteilten

Pater Sobrino schrieb seinem Ordensgeneral Pater Kolvenbach bereits Mitte Dezember einen Brief zum damals laufenden Verfahren.

Das berichtete die US-Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’ heute Mittwoch.

In dem Schreiben erklärt Pater Sobrino, daß er das Urteil aus zwei Gründen nicht akzeptieren könne.

Erstens entstelle es seine Theologie. Zweitens würde er damit eine seit dreißig Jahren andauernde angebliche Verleumdungskampagne gegen die Befreiungstheologie hinnehmen.

Der Jesuit rechtfertigt seine Bücher mit der Zustimmung von Theologen. Sein verurteiltes Werk „Jesus, der Befreier“ trägt in der portugiesischen Übersetzung das Imprimatur des emeritierten Erzbischofs von Sao Paulo, Paolo Evaristo Kardinal Arns (85).

Pater Sobrino nennt mehrere Theologen und Universitätsprofessoren, die sein ebenfalls verurteiltes Buch „Christus, der Befreier“ als „frei von dogmatischen Irrtümern“ bezeichnet hätten.

Unter ihnen befindet sich der Herausgeber und Chefredakteur der deutschen Monatszeitschrift ‘Stimmen der Zeit’, der Jesuitenpater Martin Maier.

In seinem Brief an den Ordensgeneral der Jesuiten rückt sich Pater Sobrino in die Opferrolle.

Er beschwert sich über „Schikanen“ der kirchlichen Autoritäten und über ein „Klima der Feindschaft“.

Der Jesuit glaubt, „sehr gut“ zu wissen, daß sein Einfluß als Berater von Erzbischof Oscar Romero dessen Seligsprechungsprozeß mitgestoppt habe.

In seinem Brief wiederholt er auch markante Punkte seiner theologischen Theorien: „Extra pauperes nulla salus“ – „Außerhalb der Armen gibt es kein Heil.“

Er kündigte an, die Notifikation nicht zu unterschreiben.

Sie werde ihm, seinen Freunden und seiner Familie kein Leiden zufügen können.
      
23 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#23   20mancro5 †   13:45:35 | Samstag, 17. März 2007
Und was ist
Die Glaubenskongregation bemängelt, daß Pater Sobrino eine sogenannte „Kirche der Armen“ als ekklesiologisches Fundament lehrt. Er ignoriere oder bagatellisiere die apostolische Tradition und die Konzilien der ersten Jahrhunderte.
mit den Reichtümern die sich die Kirche im laufe der Jahrhunderte unrechtmässig angeeignet hat?.
Oder sollte man besser Blutgeld sagen
Redaktion benachrichtigen
#22   Agiafortuni   08:55:46 | Freitag, 16. März 2007
Leblhuber
sehr gut. Ich bin gespannt über die Neuigkeiten von denen Sie mir berichten wollen. Einen Gesinnungswandel werden Sie damit bei mir kaum erzielen, denn ich unterscheide zwischen dem Papstum als Stiftung göttlichen Rechts und dem Inhaber des Stuhles Petri, deren Träger.
Redaktion benachrichtigen
#21   Leblhuber   22:16:26 | Donnerstag, 15. März 2007
@Dr. Carlo Regazzoni:
Ich erstelle gerade eine, wenn auch sehr lückenhafte, Liste dieser verbrecherischen Päpste. Das Thema interessiert mich wieder. Ich hatte es bereits vor Jahren abgehakt. Etwas nachschlagen und schreiben erfordert seine Zeit. Und die Liste ist sehr lang. Sie werden nicht erfreut sein.
Freundliche Grüße
Redaktion benachrichtigen
#20   Agiafortuni   13:50:53 | Donnerstag, 15. März 2007
Leblhuber: selbstverständlich
selbstverständlich bin ich bereit Ihre Liste entgegenzunehmen. Dass nicht alle Päpste die Heiligkeit eines Pius X besessen haben, bezweifle ich keineswegs. Alessandro Borgia bezw. XVI war ohne Zweifel ein Sittenstrolch und – das habe ich von einem Professor für Kirchenrecht erfahren – möglicherweise nicht Papst, denn Alexander V war ein Papst französischer Obödienz. Auch habe ich die Sedesvakanz niemals als Glaubensgewissheit, sondern lediglich als Hypothese vertreten. Könnte mir aber vorstellen, dass auch die Aussage des heiligen Vinzenz Pallotti zutreffen könnte, dass es Päpste gibt, die der Hergott selber auswählt, solche die er annimmt und solche die er duldet. All jenen die mich angreifen, wäre ich dankbar, wenn sie sich in der Weise mit dem Werdegang eines Roncalli, Montini und Woytila auseinandersetzen würden, wie ich es seit mehreren Jahren tue. Wenn ein Paul VI sich anmasst gegen die von seinem Vorgänger gemachten Bestimmungen hinsichtlich der Gültigkeit anglikanischer Weihen zu verstossen und zusammen mit dem Erzbischof von Canterbury in Sankt Paul ausser den Mauern aufzutreten und die dort versammelten Gläubigen zu segnen, so begeht er damit einen temerären Akt womit der Tatbestand des Frevels erfüllt ist. Wenn Sie dies bestreiten, so verschliessen Sie Ihre Augen vor der Wirklichkeit.
Redaktion benachrichtigen
#19   r.ruhrgebietler   12:25:29 | Donnerstag, 15. März 2007
@Gotthard – ist doch Firlefanz!
Die Kirche kann nur richtig wahrgenommen werden, wenn die ungeheure Masse der Armen und Rechtlosen und Versklavten und Hungernden gesehen wird und von ihnen aus theologisch nachgedacht wird.
Mumpitz!
„Selig die Armen“
auch mumpitz, denn den Schlußakkord des Zitates wurde mit Absicht nicht mitgeliefert: „Selig die arm sind im Geiste“ steht in den Seligpreisungen des NT.
in klerikalen und kurialen Mittelschichtskreisen ist das vielleicht keine adäquate Sicht …
kann ja auch nicht, da dort Pfründesicherung das Tagesgeschäft regiert und nicht die Seelenrettung!
in den Favelas Südamerikas und den Slums der Millionenstädte dieser Welt aber gelebte und geglaubte Wirklichkeit
der einzige Fehler war, daß es die „Eroberung der neuen Welt gab und einige damals die Taschen nicht voll genug bekamen. desgl. ist es mit der Entwicklungshilfe heute. Auch hier bekommen einige die Taschen nicht voll genug!
Missionierung JA, aber nicht in dem bislang völlig falsch umgesetzten Gedanken der Nächstenliebe, oder gar „christlichen Nächstenliebe“ (die defacto gar keine ist! sondern nur blanker Egoismus)
Redaktion benachrichtigen
#18   Mathias Wagener   11:45:58 | Donnerstag, 15. März 2007
Konstitueller Monarchie
Mit konstitutioneller Monarchie ist die Amtsführung gut getroffen. Es braucht sich niemand über Zerfallserscheinungen zu wundern, wenn Häresie
nicht adäquat gemaßregelt wird.
Redaktion benachrichtigen
#17   Christian Hüller   10:30:50 | Donnerstag, 15. März 2007
Der Tod Jesu: Treue bis zum Schluss?
>>Die Texte von Pater Sobrino geben den Eindruck, als ob Jesus seinem Sterben keine Heilswirkung zugeschrieben hätte. <<
Hierin sehe ich, der ich NICHT Richter über einen Theologen bin und sein möchte, die mir am bedenklichsten erscheinende These.
Es steckt dahinter letztlich nicht mehr als eine Mutmaßung:
dass nämlich Jesus sein eigener Tod völlig überrascht hat und er unfähig war, diesen Tod in die Gesamtheit seines Wirkens einzuordnen und dies auch entsprechend auszudrücken (Stichwort „Abendmahl“).
Redaktion benachrichtigen
#16   thaumaturgos   10:30:42 | Donnerstag, 15. März 2007
@Unschuld
JA; WAS SOILL MAN DENN SONST AUF EINER SATIRE SEITE TUN; ETWA WEINEN .-9
Redaktion benachrichtigen
#15   Benedikt   10:23:57 | Donnerstag, 15. März 2007
Kirchliche Durchsetzungsfähigkeit
Als die Beschlüsse des Konzils von Trient bezüglich der Disziplinierung der Kleriker durchgesetzt werden sollten, meldeten die Bischöfe des Reiches an den Papst, dass dies nicht so ohne weiteres ginge, da sie ihr Klerus vermutlich rebellieren würde, wogegen sie nichts tun könnten.
Stattdessen setzten sie auf die kirchentreue Ausbildung neuer Priester (damals übrigens durch die Jesuiten).
Es hat sich seitdem nichts verändert. Mit dem II. Vatikanum hat das allerdings nichts zu tun. Diese Vorgänge sind der Kirche immanent. Im Prinzip sind sie jeder Form von Hierarchie immanent: Auch ein Alleinherrscher kann nicht einfach gegen seine Leute anregieren. Er ist dabei Sachzwängen unterworfen.
Redaktion benachrichtigen
#14   Hacki   09:45:32 | Donnerstag, 15. März 2007
Man frägt sich, wieso es überhaupt noch einer Glaubenskongregation
oder eines „Papstes“ bedarf. Das klingt alles nach einem akademischen Symposion, wo am Ende nichts Greifbares herauskommt.
Ist die kirchliche Hierarchie zu einem „Trachtenverein“ verkommen, der nur noch farbenprächtig die „Schönheit und Freude“ des Glaubens repräsentieren will, ohne sich mit der „Wahrheit“ (=Jesus Christus) auseinanderzusetzen, damit man ja keinem wehtut?
Nur die Wahrheit macht frei!
Der Vater der Lüge hat die Theologie mit ihren „neuen Erkenntnissen“ fest im Griff.
Redaktion benachrichtigen
#13   Unschuld   09:31:32 | Donnerstag, 15. März 2007
traumaturgos
Es gibt für mich nur Gläubige, die ernsthaft dem Wesen des Christentums nachspüren wollen, und Spötter, zu denen Sie allem Anschein nach gehören, die diese der Lächerlichkeit preisgeben möchten.
Unschuld
Redaktion benachrichtigen
#12   thaumaturgos   09:17:44 | Donnerstag, 15. März 2007
hairesis!!!!!!!! die redaktion möge massregeln
… evangelikale, charismatische und pfingstlerische Kirchen …
sind das für die pius schismaten plötzlich kirchen?????????????
Redaktion benachrichtigen
#11   Leblhuber   01:06:07 | Donnerstag, 15. März 2007
@ Regazzoni:
Ihr guter Rat „ Wenn Sie Zweifel haben, dann halten Sie sich an die Lehre der Päpste die dem Frevler Roncalli vorausgegangen sind und damit fahren Sie bestimmt richtig“ soll wohl der schlechte Scherz eines Fundis sein, an dem die Geschichte des Papsttums spurlos vorübergegangen ist.
Soll ich Ihnen hier eine ellenlange Liste von wirklich frevelnden Päpsten erstellen? Oder gilt Mord, Raub, Fälschung, Betrug, falsches Zeugnis, Leichenschändung, Kauf des Amtes, persönliches Machtstreben gepaart mit politischem Opportunismus usw. nicht als Frevel? Und kommen Sie mir nicht mit der kirchenrechtlichen Definition! Diese Päpste haben sich auch gegen die Kirche vergangen, indem sie das Papsttum desavouierten.
Die Liste können Sie umgehend haben.
Ich bin schon gespannt, ob Sie Nick-Akademiker sich auf diese Diskussion einlassen.
mfG
Redaktion benachrichtigen
#10   Unschuld   23:43:54 | Mittwoch, 14. März 2007
Trennung
Liebe Mitchristen,
wenn es der offiziellen römisch-katholischen Kirche nicht gelingt, derartige „Lehrer“ zu maßregeln, werden auf Dauer nur noch strenggläubige römisch-katholische Teilkirchen wie die Piusbruderschaft auf der einen und strenggläubige evangelikale, charismatische und pfingstlerische Kirchen auf der anderen Seite übrigbleiben.
Gruß
Unschuld
Redaktion benachrichtigen
#9   Gotthard   23:38:01 | Mittwoch, 14. März 2007
Glauben lernen
Von wem hat Jesus Glauben gelernt? … ich denke von seiner Mutter Maria und von seinem Vater Joseph.
Von wem hat Jesus den Synagogen-Gottesdienst gelernt? … von seiner Teilnahme von Kinderbeinen an…
Redaktion benachrichtigen
#8   st.georg   23:28:44 | Mittwoch, 14. März 2007
@stöhr
warum soll sich der mann an jemanden offensichtlich geistig unzurechnungsfähigen wenden? ( siehe besagte internet-seite) und sich mit ihnen zu ostern treffen ( gemeinsames papsteiersuchen)… o^/
Redaktion benachrichtigen
#7   Ydefix   23:08:43 | Mittwoch, 14. März 2007
@Tomasino:
Wenden Sie sich an Pater Lingen (www.Kirchenlehre.com). Vielleicht sieht man sich zu Ostern.
Redaktion benachrichtigen
#6   Agiafortuni   23:04:21 | Mittwoch, 14. März 2007
Tomasino
Die V 2 Sekte gibt sich für die Kirche Jesu Christi aus, dh sie tut so als ob sie es wäre, ob sie es auch ist, bleibt mehr als fragwürdig. Es gibt unter ihren Mitgliedern bestimmt solche, die den reinen Glauben bewahrt haben, jedoch nicht immer den Mut haben, die Dinge beim Namen zu nennen. Wenn Sie Zweifel haben, dann halten Sie sich an die Lehre der Päpste die dem Frevler Roncalli vorausgegangen sind und damit fahren Sie bestimmt richtig. Vor allem lassen Sie sich nicht durch die Sophismen eines Gotthards bezw. stat crux in die Irre führen.
Redaktion benachrichtigen
#5   Tomasino   22:32:27 | Mittwoch, 14. März 2007
Häresie – verurteilt – oder doch nicht?
Als Katholik bin ich (war ich) stolz darauf, dass Irrtümer in Glaubensangelegenheiten bereinigt werden. Das sagte mir mein Pastor, damals vor dem V2.
Wie weit kann ich heute noch darauf stolz sein und sagen: „Mein Hirte wird mich leiten in seiner Herde?“
Wenn viele Hirten falsche Rufe aussenden, dann zerstreut sich die Herde und wird durch Wölfe gerissen.
Mit solch einer degenerierten katholischen Kirche möchte ich nicht mehr gehen.
Aber es ist die Kirche Jesu Christi! Ist diese Schizophrenie stimmig? Was sagt Ihr?
Redaktion benachrichtigen
#4   Gotthard   21:55:15 | Mittwoch, 14. März 2007
Kirche der Armen
Die Glaubenskongregation bemängelt, daß Pater Sobrino eine sogenannte „Kirche der Armen“ als ekklesiologisches Fundament lehrt.
Die Kirche kann nur richtig wahrgenommen werden, wenn die ungeheure Masse der Armen und Rechtlosen und Versklavten und Hungernden gesehen wird und von ihnen aus theologisch nachgedacht wird.
„Selig die Armen“ ist auch eine ekklesiologische Aussage …
in klerikalen und kurialen Mittelschichtskreisen ist das vielleicht keine adäquate Sicht … in den Favelas Südamerikas und den Slums der Millionenstädte dieser Welt aber gelebte und geglaubte Wirklichkeit
Redaktion benachrichtigen
#3   Christian Hüller   21:33:46 | Mittwoch, 14. März 2007
Zum Selbstbewusstsein des Gottessohns
>>5. Das Selbstbewußtsein Christi: Pater Sobrino leugnet das Wissen Jesu um seine Gottessohnschaft. Damit erklärt er Jesus Christus zu einem „Gläubigen wie wir“. Damit reduziert er auch die Offenbarungsgewalt Christi auf jene eines Propheten oder Mystikers.<<
Die These ist zumindest bedenkenswert. Man muss sich schon fragen, ob in all seinen (= Jesu Christi) Regungen und Reaktionen, beispielsweise Angst vor der Kreuzigung, durch und durch „göttliches Bewusstsein“ durchschim- mert; Nestorius wurde im Übrigen wohl auch zu Unrecht verurteilt, wie die theologische Nachwelt später festzustellen wusste.
Die beiden Naturen in Jesus Christus sind jedenfalls nicht „vermischt“; es gibt Menschliches in Jesus, das mit dem Göttlichen ringt und nach Antwort sucht…
Redaktion benachrichtigen
#2   Christian Hüller   20:52:02 | Mittwoch, 14. März 2007
Splitter, Balken, Sandkorn…
o^/ :-# :(3 :-(
Kein Fall für das lehramtliche Fallbeil, wie mir scheint
– vielleicht nur zu weit aus dem Fenster gewagt.
Was im Übrigen sagte Jesus zu den Armen?
Irgendwie meine ich da was’ im Hinterkopf zu haben, dunkel, ganz dunkel…
Redaktion benachrichtigen
#1   Romulus   20:30:34 | Mittwoch, 14. März 2007
Achtziger Jahre Käse
Der Fall wird in Rom für „dringlich“ gehalten, weil die Schriften des Jesuiten an Priesterseminaren und Hochschulen weitverbreitet sind.
Glauben die in Rom wirklich, dass diesen alten Schmarrn aus den achtziger Jahren heute noch jemand interessiert? Was soll dieses Staubaufwirbeln?
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Apostolische ExhortationNur eine Empfehlung Ketzer vor VerurteilungEin neu-alter Härektiker Sanfte WeltmachtDie dunklen Seiten der Kirche VatikanDie sechs wichtigsten Deutschen im Vatikan VatikanDie Kirchenpolitik des Jahres 2006 im Zeitraffer VatikanUngewöhnliches Dementi Antwort aus RomWäre es nicht besser gewesen, den Bischof nicht zu informieren? VatikanNeue Posten Pater Reginald FosterLegendärer Lateinlehrer an die Luft gesetzt Vatikanisches GeheimarchivNichts für Liebhaber von Schauermärchen KurienreformWachablöse im Vatikan Kardinal Bertone„Aber ich kann kein Englisch“ VatikanDer letzte Kapellmeister der Welt Pressesprecher NavarroSteine nachgeworfen Die Bulle ‘Quo Primum’Der soll den Zorn Gottes und der Apostelfürsten auf sich ziehen
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net