Ist Deutschland ein Drittweltland? Fast alle vorgeburtlichen Kindertötungen werden dort mit angeblichen sozialen Schwierigkeiten der Mutter begründet. Von Lisa Abelin.
(kreuz.net) Die Leugnung des Lebensrechtes ungeborener Menschen zog in Deutschland einen Rattenschwanz
von Rechtsbrüchen nach sich. Alles begann mit einer großen Lüge.
Bei einer Selbstbezichtigungskampagne
von 374 meist prominenten Frauen im deutschen Wochenmagazin ‘Stern’ hieß es Anfang Juni 1971:
„In Deutschland
treiben ungefähr eine Millionen Frauen ab – unter erniedrigenden und gefährlichen Umständen“. „Hunderte
sterben, Zehntausende bleiben krank und steril.“
Die genannte Zahl war eine gezielte Lüge, um ungeborenen
Menschen das Lebensrecht abzuerkennen.
Selbstbezichtigungskampagne im ‘Stern’
Der zweite moralische Betrug war die Pervertierung des Prinzips
der sozialen Gerechtigkeit.
Ärmere Frauen könnten nicht so leicht abtreiben wie die Geld- und Promi-Damen,
die ihren Kindern im damals dekadenten Holland den Garaus machten.
Das meinten unisono Feminismus-Ideologen
um Alice Schwarzer und Sozialdemokraten um ihren damaligen Politikberater Harry Walter.
Anders gesagt:
Die reichen Frauen könnten ihre Kinder leicht und gefahrlos töten. Darum sollten auch die Frauen der
Mittel- und Unterschichten das Recht auf Schlachtung ihrer Nachkommen bekommen.
Dieser perversen Rechtfertigung
der Kinderabtreibung entsprach die später eingeführte sogenannte „soziale Indikation“:
Mehr als 90
Prozent der ungefähr drei Millionen Abtreibungen, die zwischen 1976 und 1995 in einem der reichsten Länder
der Welt begangen wurden, begründeten die Kinderabtreiber mit der „sozialen Indikation“ – das heißt:
mit sozialen Schwierigkeiten der Mutter.
„Wir fordern das Recht (!) auf die von den Krankenkassen getragene
Schwangerschaftsunterbrechung“ – hieß einer der Schlußsätze der mörderischen ‘Stern’-Erklärung.
Die Ausdrücke „Schwangerschaftsunterbrechung“ oder „Schwangerschaftsabbruch“ sind die vierte große Lüge
der Abtreibungskampagnen.
Bis heute reden interessierte Kreise von „Schwangerschaftsgewebe“. Diese Formulierung
merzt das Kind im Mutterleib und dessen Lebensrecht schon verbal aus, bevor die Abtreiber mit der Curette
das ungeborene Kind real zerschneiden.
Die fünfte Perversion bestand darin, daß die politischen Meinungsführer
der 70er Jahre, die sich gerne als Antifaschisten und Entnazifizierer hinstellten, in der „eugenischen
Indikation“ das nationalsozialistische Gesetz vom 26. Juli 1935 aufleben ließen und zwar mit der gleichen
rassistischen Begründung wie damals:
Embryonen können dann abgetrieben werden, wenn sich ein Verdacht
auf Behinderung verfestigt.
Dieser peinliche Sprach- und Begründungsfehler wurde im neuen Abtreibungs-Gesetz
von 1995 umschifft.
Die Ausweitung der Abtreibung von Behinderten bis zur Geburt wurde in eine „psychologische
Unzumutbarkeit“ der schwangeren Mutter verlegt.
Die Prinzipien des Rechtsstaates wurden bis auf ihre
Grundfesten erschüttert, als das deutsche Verfassungsgerichtsurteil am 28. Mai 1993 eine Tat, die unter
dem Strafgesetzbuchkapitel „Straftaten gegen das Leben“ subsumiert ist, als „rechtswidrig, aber straffrei“
bezeichnete.
Heute sind Verfassungsgericht und Regierung dafür verantwortlich, daß 70 Prozent der deutschen
Bevölkerung und Bischöfe dem Irrglauben anhängen, daß die Kinderabtreibung nach Beratung staatlicherseits
erlaubt und rechtens sei.
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74 Lesermeinungen
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@ Christian Hüller Ja, wahrscheinlich könnten wir uns einigen… im Gegensatz zu manchen Politikern.
Mutter-/Vaterschaftsgeld in angemessener Höhe wäre sicher von Vorteil. Jedoch meine ich, dass Krippenplätze
allenfalls einen symbolischen Betrag kosten sollten, unabhängig vom Elterngeld. Das sind allerdings Detailfragen,
die wohl nicht so wichtig sind. Man (also die Eltern) sollten sich eben frei und ohne Wertung moralischer
Art und unabhängig vom finanziellen entscheiden können, ob sie ihr Kind in eine Krippe geben oder zu
Hause erziehen wollen. Irgendwie sind wir etwas vom Thema abgekommen, obwohl natürlich Krippenplätze
und Elterngeld auch was mit „Kind behalten oder nicht“ zu tun haben. Aber anscheinend sind wir uns ja
immerhin soweit einig, dass man alles dafür tun sollte, dass werdende Mütter sich für ihr Kind entscheiden.
Freut mich.
@ Kurt K. Hallo Kurt K. Ich denke, wir liegen vom Ansatz gar nicht so weit auseinander. Wichtig ist, dafür
zu sorgen, dass wirkliche Alternativen bestehen. Dies ließe sich zum Beispiel durch ein entsprechend
hohes Mutter- oder Vatergeld erreichen, durch das dann ggfalls auch der Krippenplatz finanziert werden
kann, aber eben nicht muss. In diese Richtung müsste es meiner Meiung nach gehen. Aber es ist meine Meinung,
und ich verstehe es natürlich, wenn Sie hier anders denken…
@ Christian Hüller Sie schrieben: Und eben kein einseitiges Setzen auf „Krippenplätze“, weil dies wiederum
nur einem bestimmtem Frauen- und Familienbild entgegenkommen würden. Nun, wer redet denn von einem EINSEITIGEN
Setzen auf Krippenplätze? Selbst wenn die Regierung ihre Vorstellungen hierzu umsetzt, gibr es ja immer
noch keine Krippenplätze „für alle“. Es soll ein Angebot sein für Frauen, die das wollen. Nicht mehr
und nicht weniger. Wenn sich eine Familie dafür entscheidet, dass die Mutter sich um die Kinder kümmert –
ok, kann sie machen. Will sie das allerdings nicht, dann ist es im Moment schwierig, einen Krippenplatz
zu bekommen. Und das sollte eben verändert werden. Könnten Sie bitte in aller gebotenen Kürze das Muttergeld
mal definieren, welches Sie meinen?! Ich befürchte, da gibt es mehrere Definitionen. Bevor ich auf „ihres“
eingehe, hätte ich gerne gewußt, welcher Definition sie anhängen. Sonst reden wir aneinander vorbei.
Danke.
@ Kurt K. >>Sie sind „auf der Seite“ des ungeborerenen Kindes, ich auf der der Mütter…<< Das ist mir
zu pauschal; sagen wir es mal so: Ich sehe den schwächeren Part – und wer hier der schwächere Part ist,
ist ja wohl klar … Wie gesagt: Muttergeld (als wirkliche Reform des Kindergeldes). Der Vorschlag aus
den Reihen der Kirche eben. Und eben kein einseitiges Setzen auf „Krippenplätze“, weil dies wiederum
nur einem bestimmtem Frauen- und Familienbild entgegenkommen würde. Im Übrigen erhebt die kath. Kirche
einen missionarischen Anspruch: sie beansprucht, dass ihr Denken und Handeln, sofern es urprungstreu und
„secundum evangelium“ ist, letztlich allen zum Vorteil gereichen könnte.
@ Christian Hüller Das „komische“ an unserer Diskussion ist, dass wir eigentlich darin übereinstimmen,
dass Abtreibungen nicht gut sind, aber aus unterschiedlichen Gründen. Sie sind „auf der Seite“ des ungeborerenen
Kindes, ich auf der der Mütter, die sich nach einer Abtreibung meist nicht wirklich gut fühlen. Dennoch
bin ich nicht dafür, Abtreibungen kategorisch zu verbieten. Auch wenn vernünftige (medizinische, psychische)
Indikatoren heute nur eine winzige Minderheit ausmachen, so gibt es sie doch. Sie schrieben: Es geht zunächst
einmal darum, dass in jedem Fall die katholischen Kinder zumindest ansatzweise auch katholisch erzogen
werden. Wenns ihnen nur um die sowieso schon katholischen Eltern und deren Kinder geht, dann mag ihre
Methode fruchten, ok. Nur – wieviele sind denn das anteilsmäßig? Und da würde sich ja nichts ändern
müssen, denn wer heute katholisch ist, und das nicht nur auf dem Papier, der treibt auch nicht ab. Und
mein Ansatz zum Handeln ist ein völlig anderer als ihrer. Ihrer dauert ja mindestens 20 Jahre für die
erste Generation und würde ganz sicher nicht bei allzuvielen fruchten. Mein Ansatz wäre viel schneller
zu realisieren und ist unabhängig davon, was jemad glaubt oder nicht. Wenn sie ehrlich sind müssen Sie
zugeben, dass ihre Methode nur wenige erreicht. Mich z.B. würden Sie nicht erreichen, ebensowenig meine
Kinder oder die meiner meisten Bekannten, da die meisten derer „Ungläubige“ sind. Da würden nur bessere
Bedingungen für Kinder und Mütter helfen.
@ Kurt K. Es geht zunächst einmal darum, dass in jedem Fall die katholischen Kinder zumindest ansatzweise
auch katholisch erzogen werden. Da wird dann eben die katholische Auffassung vermittelt, dass menschliches
Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt und dass sich hieraus eine besondere Verantwortung
für Partnerschaft und Ehe ergibt, die man nicht mit irgendwelchen billigen Kondomgebrauchsregeln verwechseln
darf. Dass die kath. Auffassung auch anderen Konfessionen an’s Herz zu legen ist, das nur am Rande. Muslime
sind hier vielfach glaubwürdiger und konsequenter. Zum anderen darf es die kath. Kirche niemals unterlassen,
das aus ihrer Sicht Falsche auch als eben solches zu benennen und es den Gläubigen in geeigneter Form
zu vermitteln, im Rahmen gottesdientlicher Handlungen, von Jugendtagen, der kirchl. Jugendarbeit generell
etc. Und bitte sagen Sie jetzt nicht, das so etwas nicht fruchten würde. Es dürfte jedem halbswegs vernünftigen
Menschen einsichtig sein, dass auch ein unterentwickelter Embryo das Potential zum ganzen Menschen hat
und dass jede Festsetzung einer deadline für den „Abbruch“, sprich: Tötung, letztendlich Willkür ist,
weil ihr die Letzt- begründung fehlt. Es setzt sich hier ganz einfach die blanke, kalte Macht der Möglichkeit
gegenüber einem wehrlosen Geschöpf durch.
Noch eines, Chr. Hüller Sie schrieben:„Ich selbst bin jedenfalls, kurz gesagt, der Meinung, das Moralerziehung
kein vergebliches Unterfangen ist. Sie werden lachen: Das sehe ich genauso. Nur besteht da eben das Problem,
welches sie im nächsten Satz benennen: Aber dazu muss man eben auch bereit sein, eine -allgemeinverbindliche-
Moral überhaupt erst einmal anzuerkennen.“ Eine allgemeinverbindliche Moral meiner Meinung nach ist nur
auf dem untersten Level möglich, quasi zum Teil nach den 10 oder auch anderen biblischen Geboten, wie
z.B.: Du sollst… … nicht töten (schon das wird bei Abtreibungen schwierig – was ist Leben? Was Töten?).
… nicht stehlen. … nicht Ehebrechen (da fängts aber schon an schwammig zu werden – denn was ist ein
Ehebruch?) … nicht Lügen. … deinen Nächsten lieben. (hier auch Kant) Was die 10 Gebote angeht ist
hier aber schon alles gesagt, was man als allgemeinverbindliche Moral daraus entnehmen könnte. Eine allgemeine
Moral kann sich im Grunde nur auf auch logisch herleitbare Motive stützen. Alles, was nur aus dem Glauben
an irgendeinen Gott abzuleiten ist, kann man nicht als allgemeingültig hinstellen. Das nehmen Anders-
oder Ungläubige sonst nicht an – wieso sollten sie auch? Eigentlich ist der kategorische Imperativ Kants
das einzige moralische „Gesetz“ welches wir brauchen. Aber alleine das „anzuerziehen“ ist verdammt schwer –
ich weiss wovon ich spreche, ich war Lehrer an einer Schule für Erziehungshilfe (Verhaltensauffällige).
Nicht unmöglich, aber ein langer Weg. Leider.
@ Kurt K. Lieber Kurt K., wenn ich Sie mal persönlich treffen könnte, würden Sie merken, dass Ihre
Kritik nicht ganz zutrifft; aber das geht jetzt leider nicht, und leider kann ich in Bezug auf die Moral
jetzt auch nicht konkreter werden, wiewohl ich es könnte. Ich selbst bin jedenfalls, kurz gesagt, der
Meinung, das Moralerziehung kein vergebliches Unterfangen ist. Aber dazu muss man eben auch bereit sein,
eine -allgemeinverbindliche- Moral überhaupt erst einmal anzuerkennen.
Eine Bibelstelle, super! Missionsbefehl der Bibel als Lösung – tja, sieht man ja in Deutschland und anderen
westlichen Nationen, wieviel das bringt. Es waren ja mal so gut wie alle in Europa katholisch. Dann protestantisch
und katholisch, jetzt protestantisch, katholisch und konfessionslos… naja, der Erfolg von Missionierung
hängt halt vor allem davon ab, ob der Missionar ein Mensch ist, dem man nacheifern möchte. Aber wer
eben keinerlei Taten folgen lässt sondern NUR mit Bibelsprüchen kommt – tja, wer folgt dem schon nach?
„Liebe auch deine Feinde!“ oder „Richte nicht…!“ sind eben nur leere Formeln für viele Christen. In
Deutschland kann man sich mittlerweile zum Glück ja entscheiden, ob man an Gott glauben möchte oder
nicht. Dass es immer weniger tun, sollte ihnen schon zu denken geben. Könnte es wohl sein, dass der gelebte
Glaube keine Anziehende Wirkung auf „Ungläubige“ mehr hat, weil die „Diener Gottes“ hauptsächlich labern
statt zu handeln? So wie sie es tun, wenn man sie nach konkreten Vorschlägen fragt. Und das Sünde-Geschrei
(bei Abtreibungen) hilft nun wirklich niemandem weiter. Haupttenor bei Christen hier in diesem Forum ist
„DAGEGEN“, egal um was es geht. Aber konkrete Schritte, die etwas ändern würden, kann keiner sagen,
allerhöchstens: Die Gesetze müssen geändert werden. Verbieten müsste man dies und jenes. Damit überzeugt
man aber kaum jemanden.
@ Kurt K. Lesen Sie halt Mt 28, 19f und überlegen Sie sich, wie und über welche Institutionen man diesen
Auftrag ausführen könnte. Und dann bitte kein: „Unrealistisch“. Wenn die Erfüllung dieses Auftrages
derart unrealistisch wäre, eben weil der Mensch so ist, wie er ist oder Sie ihn sehen wollen, dann gäbe
es nicht einmal dieses Forum, nicht einmal dieses.
@ Christian Hüller Mag peinlich sein wenn ich das nicht weiss. Aber so ist es. Sagen sie mal was konkretes.
Erstens zum Thema Beeinflussung. Zweitens zum Thema: Abtreibungen eindämmen.
@ Kurt K. Kurt K., jetzt sagen Sie mir bloß nicht, Sie wüssten nicht, wie man die Moral von Menschen
beeinflussen bzw. in eine bestimmte Richtung lenken kann. Das finde nun -ausnahmsweise- ich ausgesprochen
peinlich. Das ist, ganz nebenbei, ein Auftrag mit einem Segen „ganz von oben“. Methusalix wird jetzt gleich
wieder sagen: „Volksmanipulation durch die Priesterkaste“. Aber Jesus Christus war in seinen Augen sicher
auch ein ganz „unheimlicher Trottel“; es ist eben alles eine Sache der Perspektive, wie ich meine…
@ Christian Hüller Vergleichen Sie mich ruhig mit Hitler, wenns ihnen Freude macht. Das machen manche
Leute gerne, wenn sie keine Argumente haben. „Faschist!“ oder „Kommunist!“ schreien hilft, um abzulenken.
Fürs nächste mal würd ich hier am besten rufen „Satanist!“ und vielleicht noch eine Passage von Alistair
Crowley oder A.S. LaVey zitieren, die wahrscheinlich auch beide irgendwas zur Moral geschrieben haben.
Blöderweise hilft auch der Hitler-Vergleich hier nicht weiter. Ich fragte sie, WIE sie denn die Menschen
irgendwie ändern wollen in Richtung katholische(?) Moral und sie kommen mit einem Hitler-Zitat, um mich
zu – ja was? – vielleicht zu diskreditieren und damit ich aus der Haut fahre und auf ein ebensolches Niveau
herabsinke, damit sie es einfacher haben und keine konkreten Vorschläge machen müssen? Keine Ahnung,
könnte sein. Bißchen peinlich, finden Sie nicht? Ich hab heute allerdings meinen sozialen Tag und verzeihe
ihnen grossmütig. Denn ich würde wieklich gerne wissen, WIE sie denn die Menschen ändern wöllen und
was Sie in Bezug auf die Abtreibungsproblematik machen (würden). Aber bitte kommen Sie jetzt nicht wieder
mit „verbieten!“ oder ähnlichem, sondern mit etwas konkretem und umsetzbarem. Etwas, das wir JETZT tun
können, was auch funtionieren kann, bevor Gesetze geändert werden (denn da beisst sich die Katze in
den Schwanz: Sie können die Gesetze nicht ändern, bevor sie die Menschen geändert haben, damit diese
die Gesetze ändern wollen).
#60 methusalix † 23:15:52 | Dienstag, 20. März 2007
Vergessen Sie es Kurt K.! Gutmenschen wie unsere hochgeschätzten Mitdiskutanten hier müssen alle Menschen
katholisch machen. Ob diese wollen, oder nicht. Der Missionstrieb ist bei denen so eine Art Zwangshandlung.
Was hier abläuft ist ein Kreuzzug nach dem bekannten Motto: DEUS LO VULT! Gott will es! Und die Kreuzzülger
und nur sie ganz alleine, wissen ganz genau was Gott will. Erstaunlicherweise deckt sich Gottes Wille
immer mit deren Eigeninteressen. Zum Beispiel was Macht über andere angeht. Einen netten Text zur „Natur
des Menschen“, die mein Vorredner so bitter beklagt, habe ich noch im Ohr aus meinem Deutschunterricht:
Der Mensch ist gar nicht gut drum hau ihn auf den Hut. Hast du ihn auf den Hut gehaut dann wird er vielleicht
gut. Und weiter, speziell zum Thema Kreuzzug: Ja mach nur einen Plan sei nur ein grosses Licht dann mach
nur einen zweiten Plan gehn tun sie beide nicht.
@ Kurt K. Sie kapitulieren also vor dem, was Sie die „Natur des Menschen“ nennen? Es gab schon einmal
jemanden, der ganz genau zu wissen glaubte, was die Natur des Menschen ist. Ich darf Ihn jetzt für Sie
zitieren: >>Das Gewissen ist eine jüdische Erfindung. Es ist wie die Beschneidung, eine Verstümmelung
des menschlichen Wesens. Eine neue Zeit der magischen Weltdeutung kommt herauf, der Deutung aus dem Willen
und nicht dem Wissen… Ich befreie den Menschen von den Zwängen eines Selbstzweck gewordenen Geistes;
von den schmutzigen und erniedrigenden Selbstreinigungen eines Gewissens und Moral genannten Chimäre
(= Trugbild, Hirngespinst) und von den Ansprüchen einer Freiheit und persönlichen Selbstständigkeit,
denen immer nur ganz wenige gewachsen sein können. Der christlichen Lehre von der unendlichen Bedeutung
der menschlichen Einzelseele und der persönlichen Verantwortung setze ich mit eiskalter Klarheit die
erlösende Lehre von der Nichtigkeit und Unbedeutendheit des einzelnen Menschen […] gegenüber.<< Sie
sehen also, wie weit man kommen kann, wenn man die Maßstäbe einer allgemeinverbindlichen Moral ad acta
legt und sich zu sehr zum Sklaven und Propagandisten der „Natur“ des Menschen macht. Sie werden jetzt
sicher gleich aufschreien und sagen, so hätten Sie das nicht gemeint, und überhaupt, wie käme ich dazu,
diesen Vergleich zu ziehen… Aber es gibt hier gewisse Analogien des Denkens, die in der Preisgabe und
Relativierung einer allgemeinverbindlichen Moral zu suchen sind.
@ Christian Hüller Dennoch ist ihre Position wohl die: der Mensch ist halt so, also lassen wir ihn SO,
WIE er ist – und überlegen uns NUR, wie wir die Folgen seines Handelns am Besten auffangen und sein Verhalten
zu halbwegs akzeptablen Ergebnissen führen können. Diese Position ist, mit Verlaub, das Ende von Sitte
und Religion: diese werden bei Ihnen durch Sozialpolitik ersetzt. Das Problem besteht nicht darin, was
ICH denke, sondern wie es ist. Verraten Sie mir doch mal bitte ihr Geheimrezept, wie sie die Menschen
grundlegend ändern wollen. An Änderungen der menschlichen Natur sind schon ganz andere mit ganz anderen
Möglichkeiten gescheitert.
#57 methusalix † 19:56:21 | Dienstag, 20. März 2007
‘Da haben Sie vollkommen Recht, Herr Wagner! Das ist für mich sowohl juristisch als auch vom Standpunkt
des Glaubens her mehr als problematisch. Leider wird diese Problematik durch unklare Ausführungsbestimmungen
noch einmal verschlimmert. Schlimmstenfalls wird dann ein ganzes Land wegen Verletzung der Menschenrechte
verurteilt. So wie das Polen eben passiert ist. Aus den ZDF Nachriichten „heute“: Polen wegen Abtreibungsgesetzen
verurteilt Straßburg: Schmerzensgeld für seit der Geburt des Kindes sehbehinderte Frau www.heute.de/…3672,5254230,00.html
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Polen wegen seiner strengen Abtreibungsgesetze zur
Zahlung eines Schmerzensgelds verurteilt. Die Regierung in Warschau muss 25.000 Euro an eine seit der
Geburt ihres dritten Kindes sehbehinderte Polin zahlen, die trotz der vorhergesagten Gesundheitsschäden
keine Erlaubnis für eine Abtreibung erhalten hatte.
§ 218 StGB § 218 StGB gehört zweifellos zu den Tötungsdelikten. Die Strafbarkeit wurde in dem bekannten
Sinne eingeschränkt. Das ist für mich sowohl juristisch als auch vom Standpunkt des Glaubens her mehr
als problematisch.
@ obelix Benedikt: @ obelix Natürlich ist eine Abtreibung kein Mord, wenn man davon ausgeht, dass da
niemand getötet wird. Unsere Gesetze gehen davon aus. Das tun sie durchaus nicht. Die systematische Einordnung
des § 218 StGB ist da sehr aussagekräftig. Wenn Abbrüche Morde wären, würde man sie nicht unter §
218 ff rubrizieren, sondern unter dem Mordparagrafen 211. Sie sagen es; die Einordnung ist sehr aussagekräftig:
kein Mord. Sie haben es offenbar missverstanden. Sie schrieben, dass unsere Gesetze davon ausgehen, dass
bei einer Abtreibung niemand getötet wird. Das ist unrichtig. Der § 218 ist nicht umsonst im Abschnitt
„Straftaten gegen das Leben“ eingeordnet (dies war auch mit systematischer Einordnung gemeint). Längst
nicht alle Tötungsdelikte fallen unter § 211. Juristisch gesehen ist Abtreibung kein Mord, da haben
Sie Recht. Doch dies beruht eben auf willkürlichen Definitionen, die auch kritisiert werden können und
dürfen. Insofern kann man Abtreibung durchaus für Mord halten. Es gibt ja auch Leute, die gewissen Fahrlässigkeiten
für Mord halten. Das ist eben eine zwar persönliche, aber legitime Einschätzung. Die Justiz ist gut
daran beraten, auch solche Stimmen zu hören. Per Definition wurde immerhin schon viel Unheil angerichtet.
Juden waren per Definition auf einmal keine Reichsbürger mehr etc. Man muss hier zwischen Tatsachenfeststellung
und Rechtstheorie und -fortbildung unterscheiden.
@ Kurt K. >>Und es aus „moralischen Gründen“ zu unterlassen, für diese Kinder zu sorgen – das ist unmoralisch…<<
Keine Frage. Dennoch ist ihre Position wohl die: der Mensch ist halt so, also lassen wir ihn SO, WIE er
ist – und überlegen uns NUR, wie wir die Folgen seines Handelns am Besten auffangen und sein Verhalten
zu halbwegs akzeptablen Ergebnissen führen können. Diese Position ist, mit Verlaub, das Ende von Sitte
und Religion: diese werden bei Ihnen durch Sozialpolitik ersetzt. Marx hätte Ihnen -und Obelix- hierfür
einen Preis verliehen.
Bin völlig Ihrer Meinung, Benedikt! Benedikt: @ obelix Natürlich ist eine Abtreibung kein Mord, wenn
man davon ausgeht, dass da niemand getötet wird. Unsere Gesetze gehen davon aus. Das tun sie durchaus
nicht. Die systematische Einordnung des § 218 StGB ist da sehr aussagekräftig. Wenn Abbrüche Morde
wären, würde man sie nicht unter § 218 ff rubrizieren, sondern unter dem Mordparagrafen 211. Sie sagen
es; die Einordnung ist sehr aussagekräftig: kein Mord.
@ Cristian Hüller Die Ehe ist ein Sakrament. Ja, schön. Ist aber genauso relevant für Frauen, die eine
Abtreibung in Erwägung ziehen, wie etwa für Steak-Liebhaber, dass Kühe in Indien helig sind. Also gar
nicht. Wenn alle Menschen so und so denken würden, dann wär alles gut. Erinnert mich ein wenig an die
Kommunisten, deren Grundidee auch nicht schlecht war, sich aber aufgrund der Natur der Menschen nicht
realisieren liess. Doch auf die Idee, dass ihr Konzept falsch sein könnte, kamen sie nicht, sondern der
Mensch schien „falsch“ zu sein und sollte dahingehend „umerzogen“ werden, dass er in das Konzept passt.
Hat bei den Kommunisten nicht funktioniert, wird hierbei auch nicht funktionieren, obwohl beide Grundideen
gut sind. Wer das Sakrament in Frage stellt […] verursacht eine Krise nach der anderen, unter anderem
eben auch die schwierige Lage „Alleinerziehender“. Nochmal langsam zum Mitschreiben: Es ist Realität,
daß Sex ausserhalb der Ehe stattfindet, bei, na, ich würde sagen, min. 90% der Menschen in Deutschland.
Dieser Realität muss man sich stellen. Noch schnell eine logische Begründung: Früher hat die Enthaltsamkeit
wirtschaftlichen Sinn gemacht, da eine alleinstehende Mutter sich und ihr Kind nicht ernähren konnte.
Heute hingegen kann die Gesellschaft es sich locker leisten, Mütter und Kinder zu finanzieren, die nicht
selbst für sich sorgen können. Und es aus „moralischen Gründen“ zu unterlassen, für diese Kinder zu
sorgen – das ist unmoralisch.
starke Worte all die starken Worte und Begriffe und Beschreibungen, die hier für die Abtreibung verwendet
werden, verhindern keinen einzigen Abbruch. Sie sind reine Psycho-Masturbation. Sie ergeben eine Erleichterung …
Ich habe etwas gegen Abtreibung getan … nix war!
@ obelix Natürlich ist eine Abtreibung kein Mord, wenn man davon ausgeht, dass da niemand getötet wird.
Unsere Gesetze gehen davon aus. Das tun sie durchaus nicht. Die systematische Einordnung des § 218 StGB
ist da sehr aussagekräftig.
Bin völlig Ihrer Meinung, Benedikt! Genau das ist auch der Grund, warum man mit der „Methode Kurt K.“
also seinen Vorschlägen mehr Abbrüche verhindern kann, als mit allem Sündengeschrei der Welt. Natürlich
ist eine Abtreibung ein Mord, wenn man davon ausgeht, dass da ein Mensch heimtückisch getötet wird.
Unsere Gesetze gehen nicht davon aus. Natürlich ist eine Abtreibung kein Mord, wenn man davon ausgeht,
dass da niemand getötet wird. Unsere Gesetze gehen davon aus. Diese Gesetze können von der Legislative,
also der Mehrheit im Palament, geändert werden, in die Richtung, die sich die konservativen, katholischen
Fundamentalisten vorstellen. Das dürfte allerdings sehr lange dauern, wenn nicht unmöglich sein (es
gibt immer noch den grenzenlosen Weg in andere Schengen-Staaten, die das noch liberaler handhaben als
wir). Was sofort geht und überall möglich ist, ist die Umsetzung von Kurts Vorschlägen. Dazu benötigt
man kein Gesetzgebungsverfahren und das beste daran ist: JEDER VON UNS KANN MORGEN FRÜH DAMIT ANFANGEN!
(wenn er will; auch die Hexenverbrenner von heute, können Sozialhelfer von morgen sein; wenn sie denn
wollen)
@ möchtegern-kathole Die Armut ist nur der unmittelbare Anlass. Grundüberzeugungen und/oder psychische
Stabilität spielen natürlich auch eine grundsätzliche Rolle. Für eine Gegnerin der Abtreibung kommt
Abtreibung naürlich auch dann nicht in Frage, wenn sie bettelarm ist. Andere widerum halten sie für
legitim und treiben dann ab, weil sie arm sind; wieder andere sind eigentlich dagegen, aber nicht stabil
genug, um gegenwärtigen Schwierigkeiten zu widerstehen.
Glaube nicht … … dass Armut an sich ein Grund für Abtreibung ist. Raubt jemand, weil er arm ist?
Stielt oder betrügt jemand deshalb? Natürlich ja, aber dies ist nie der einzge Grund – viele sind arm
und ordentlich. Und viele sind reich und rauben, stehlen und betrügen trotzdem. Und treiben ab. Also
muss es noch andere Gründe geben, als Armut, dass eine Frau ihr Kind tötet.
@ Kurt K. Okay, ich bin wieder da. „Wenn sich die Menschen an ihre Moral halten würden – und WICHTIG:
zufrieden wären damit – dann wäre alles gut. Aber die Menschen waren und sind augenscheinlich nicht
zufrieden damit und die Moral hat sich geändert.“ Die kath. Ehemoral ist etwas ganz besonders Wichtiges
und Höchzuschätzendes, das in der Zeit des sexuellen Vagantismus gar nicht hoch genug anzusetzen ist.
Die Ehe ist ein Sakrament. Wer das Sakrament in Frage stellt, wie es unsere evangelischen Mitchristen
ja bereits getan haben, verursacht eine Krise nach der anderen, unter anderem eben auch die schwierige
Lage „Alleinerziehender“. Diese Krise und ihr moralischer Hintergrund muss den Menschen dargelegt werden;
darin sehe ich einen wichtigen Beitrag zur Volksaufklärung. Es ist mir schier unbegreiflich, wie Luther,
der sich doch ansonsten sehr stark an der Bibel orientierte, die darin eindeutig grundgelegte Sakramentalität
der Ehe in Frage stellen konnte (korrigieren Sie mich bitte, falls ich hier falsch liegen sollte), so
dass die Lutheraner diese heilige Institution heute als rein weltliche Angelegenheit betrachten; es ist
der Geist des Utilitarismus, der sich auch hier in ganz und gar schädlicher Weise ausgewirkt hat, und
heute in der Gestaltung von Beziehungen zu vater- und mutterlosen Abtreibungsopfern und vernachlässigten
Frühstgeschädigten führt.
@ Peter Pan & Co – was soll heißen – „Schwangerschaftsabbruch“? Da Ihnen der Begriff „Schwangerschaftsabbruch“
so gelungen vorkommt, wie würden Sie dann vergleichbar Mord bezeichnen? Als „Lebensabbruch“, „Daseinsabbruch“,
„Existenzübergang“ „Wesensänderung“ usw. Ist vielleicht nicht alles gänzlich falsch, aber würden Sie
darin den eigentlichen Vorgang – den Mord – korrekt wiedergegeben empfinden? Oder vielmehr von Lüge und
Vertuschung sprechen?
@ Dr. Heger Wenn man diese Frage, ob „leider“ oder „zum Glück“, schon nicht auf der moralischen Ebene
beantworten will Diese Frage lässt sich global und pauschal auch nicht beantworten. Wer sagt „Früher
war alles besser!“ liegt genauso falsch wie derjenige, der sagt „Früher war alles schlechter“. Heute
gibt es viele Dinge, die besser sind als vor 40 Jahren, es gibt aber auch viele, die schlechter sind.
Aber um das aufzudröseln brauchte man deutlich mehr als 1500 Zeichen. Und eines pauschalen Urteils enthalte
ich mich sowieso. Die Zeiten heute sind vor allen Dingen anders als vor 40 Jahren, ob nun besser oder
schlechter muss jeder für sich selber entscheiden. Aber wie schon gesagt: Zu jammern über das verlorene
„Früher“ hilft uns überhaupt nicht weiter, wenn wir heutige Probleme lösen wollen. Und es ist auch
unerheblich, ob ich eine andere Meinung zu unserer heutigen Gesellschaft habe als Sie. Wenn wir beide
wollen, dass Abtreibungen sich verringern oder – am besten – ganz aufhören, dann müssen wir die jetzige
Gesellschaft als gegeben hinnehmen und damit arbeiten. Wenn sie eine junge Frau zum Behalten ihres Kindes
bewegen wollen, wird der Satz: „Du begehst eine schwerwiegende Sünde wenn…“ definitiv nichts bewirken.
Wenn Sie hingegen sagen könnten: „Du wirst mit deinen Problemen nicht alleingelassen, du bist finanziell
abgesichert und kannst arbeiten gehen etc!“ dann würde sie sich mit grösserer Wahrscheinlichkeit FÜR
das Kind entscheiden. MfG
Überlegung Die Natur ist immer auf Fortpflanzung ausgerichtet. Immer. Und wenn es Notgeil* ist. Irgendwie,
Hauptsache das Leben geht weiter. * Was dazu führt, ist ein anderes Thema. Auch wir sind ein Teil dieser
Natur. Die ‘Natur’ braucht uns nicht, wir aber die ‘Natur’ . Wir sollen achtsam damit umgehen. Wenn jetzt
die Meschen abtreiben, also sich selbst vernichten, dann ist diese Schwingung da. Ein NEIN zum Leben.
Letztlich widernatürlich. Kann es sein, dass die Natur den Menschen auf die Abschussliste setzt, da er
ja scheinbar nicht leben will? Ich verurteile keine Frau die abtreibt. Das steht mir nicht zu. Es geht
mir hier um den Kern der Sache.
„Leider“ oder „zum Glück“ Leider (oder zum Glück – kommt immer auf den Standpunkt an) ist die Gesellschaft
heute aber anders als vor 40 oder mehr Jahren. Wenn man diese Frage, ob „leider“ oder „zum Glück“, schon
nicht auf der moralischen Ebene beantworten will – auf der physischen Ebene ist sie schon beantwortet:
Die „Gesellschaft heute“ ist eine, die sich durch Unfruchtbarkeit selbst abschafft. Allerdings macht sie
das nicht so ganz allein aus Lust und Tollerei, sondern weil ihre Regierungen die Rahmenbedingungen so
setzen – um sich ein neues Volk zu wählen. MfG Christoph Heger
@ Christian Hüller Ja, in der Tat, ich sehe das Hauptproblem bei jungen, potentiell alleinerziehenden
Frauen. Moral: Sie wollen darauf hinaus, dass es unmoralisch ist, überhaupt allein erziehend zu sein,
da Sex und Kinder in die Ehe gehören, oder? Leider (oder zum Glück – kommt immer auf den Standpunkt
an) ist die Gesellschaft heute aber anders als vor 40 oder mehr Jahren. Mit dem moralisch erhobenen Zeigefinger
bewegt sich nichts in Punkto Abtreibungen. Man kann der Meinung sein, dass GV nur in eine Ehe gehört.
Damit lösen sich aber die Probleme nicht, die wir haben. Wenn sich die Menschen an ihre Moral halten
würden – und WICHTIG: zufrieden wären damit – dann wäre alles gut. Aber die Menschen waren und sind
augenscheinlich nicht zufrieden damit und die Moral hat sich geändert. Das ist meiner Meinung nach ein
Fakt, den wir akzeptieren müssen, um auf die jetzige Situation reagieren zu können. Und nebenbei: Ich
habe das Problem nicht aufs finanzielle reduziert, obwohl ich der Meinung bin, dass das der Hauptteil
ist. Arbeiten zu gehen hat nur zum Teil mit dem finanziellen zu tun. Es geht auch darum, einen eigenständigen
Platz in der Gesellschaft zu haben und unabhängig zu sein. Auch darum, von der Gesellschaft akzeptiert
zu werden. Und letztlich auch darum, nicht allein auf die Mutterrolle reduziert zu sein. Finde ich verständlich.
Ich selber habe auch nicht das Verlangen, mich 6 Jahre lang rund um die Uhr um ein Kind zu kümmern und
sonst nichts.
@ Kurt K. Sie sehen also bei alleinerziehenden Müttern ein besonderes Problem. Gut. Ist ein Problem,
in der Tat. Ich frage mich nur, ob Sie dieses auch als moralisches wahrnehmen – ich nämlich schon. Moral
und Gesellschaft sind auf’s engste miteinander verquickt. Leidet das eine, leidet das andere automatisch
mit. Man sollte das Problem daher nie auf das Materielle verkürzen.
@defensor Entschuldigung, aber so eine Argumentation ist unsinnig! Diese Forderung würde Dich treffen …
damit ist diese Forderung Unsinn… Dein Lebensschutz-Engagement ist also rein verbal … also absolut
zu wenig!
@ Gotthard …Zusatzvorschlag Vorschlag…eine wichtige Massnahme gegen Abtreibung wäre: wenn aus Steuermittel
an Kinder so viel bezahlt würde, dass sie leben können, gekleidet werden können und alle Aktivitäten
unternehmen können… KEIN Kind mehr auf Hartz IV!!!! Eine wichtige Maßnahme gegen Diebstahl, Betrug
und andere Vermögens- und Eigentumsdelikte wäre: wenn aus Steuermitteln an jeden Bürger so viel bezahlt
würde, daß er leben kann, gekleidet sein kann und alle Aktivitäten, die ihn interessieren unternehmen
kann…5000,- € für jeden Bürger. Das sollte fürs erste reichen. Entschuldigung, aber so eine Argumentation
ist unsinnig!
Armut und Kinder Die Bedingungen sind doch in Wirklichkeit schon so gut, dass niemand in Deutschland abtreiben
müsste – machen Sie sich und uns nichts vor. Das ist so ein Argument was immer wieder kommt, wenns um
Armut in den reichen Industrieländern geht. Natürlich gehts jedem in Deutschland verglichen mit einem
Drittweltland undglaublich gut – selbst Hartz4-Empfängern. Nur können sie das so nicht vergleichen.
Der Arme in Deutschland vergleicht sich ja nicht mit dem Armen in Nigeria – sondern mit seinen Nachbarn
und Freunden und seiner unmittelbaren Umgebung. Armut ist auch ein Gefühl. Wenn man sich die Menschen
im Mittelalter anschaut, dann müsste man vom heutigen Standpunkt sagen: die waren ALLE arm. Auch der
Ritter zum Beispiel. Nur sahen sie das natürlich nicht so, denn Armut ist immer im Vergleich mit den
anderen Menschen in der Umgebung zu sehen. Auch ist Armut nicht allein finanziell zu betrachten. Es ist
sicher vorteilhaft für die Entscheidung, Mutter zu werden, wenn man sich ums Geld keine großen Gedanken
machen muss – jedoch gehört es auch zur Armut, sich selber nicht frei entfalten zu können, etwa indem
man arbeiten geht oder eine Ausbildung absolviert. Jahrelang die alleinige Aufgabe zu haben, sich um das
Kind zu kümmern, ist auf Dauer zu wenig. Gerade wenn Frau alleinerziehend ist. Also müssen auch Kindertagesstätten
her, um den Frauen auch eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu gewährleisten. Nichts ist befriedigender,
als dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen.
@ Kurt K. >>Verbessern sie die Bedingungen auf Erden und sie werden sehen, dass deutlich weniger Frauen
abtreiben.<< Die Bedingungen sind doch in Wirklichkeit schon so gut, dass niemand in Deutschland abtreiben
müsste – machen Sie sich und uns nichts vor. Sie räumen dem ungeborenen Leben kein prinzipielles, unantastbares
Lebensrecht ein. Darin liegt Ihr machiavellistisches Problem, der Geist des Utilitarismus, der dem Prinzip
folgt: kein Kind, weniger Probleme, besseres Leben; das Kind wehrt sich nicht, hat keine Lobby, also kann
es abgetrieben werden. Es ist ein Geist, der über tausende von Opfern geht, und sich hierbei gern „human“
und „aufgeklärt“ gibt. „Human“ ist, wer sich vom Geiste des Materialismus und Utilitarismus nicht beirren
lässt. Dass Mutterschaft auch materiell zu fördern ist, und zwar viel stärker als bisher, dieser Forderung
möchte ich mich freilich anschließen; aber vorrangig vom Standpunkt des Kindes aus gedacht…
Vorschlag eine wichtige Massnahme gegen Abtreibung wäre: wenn aus Steuermittel an Kinder so viel bezahlt
würde, dass sie leben können, gekleidet werden können und alle Aktivitäten unternehmen können…
KEIN Kind mehr auf Hartz IV!!!!
@ Nachtlaterne Wie ich schon sagte: Dass das Verbot der Abtreibung wiedereingeführt wird, ist eine Utopie.
Daher muss etwas anderes getan werden. Über die Legalität der Abtreibung zu jammern BRINGT NICHTS Egal,
wie Sie rumhüpfen und zetern oder mit dem Fuss aufstampfen oder wie lang sie die Luft anhalten oder sich
heulend auf den Boden schmeissen und „ich will aber!“ schreien – Deutschland wird die Abtreibung nie mehr
illlegalisieren. Daher MÜSSEN Sie, wenn sie etwas ändern wollen, die Ursachen bekämpfen. Anders geht
es nicht. Und übrigens: Es bringt auch nichts, zu sagen, dass Gott dagegen ist oder es in der Bibel steht
oder der Papst es angeprangert hat. Das interessiert die meisten Leute einen feuchten Kehricht. Wir leben
im hier und jetzt und es ist einfach albern, vom „Leben nach dem Tod“ im Paradies zu reden, wenn einem
Hartz4 droht. Verbessern sie die Bedingungen auf Erden und sie werden sehen, dass deutlich weniger Frauen
abtreiben. Wenn man wirklich will, dass Abtreibungen nicht stattfinden, dann muss man die Mütter überzeugen
anhand von „guten Taten“ und nicht mit irgendwelchen Reden – denn davon werden sie nicht satt (bzw. bekommen
nicht mehr Geld). Gute Taten im Sinne von Politik die sich um ihre Bedürfnisse kümmert – Kinderkrippen,
Kindergeld, Kostenlose Ausbildung der Kinder etc. MfG
@DocRöntgen: „Die Bibel bietet halt zum Thema Abtreibung keine Antworten.“ Pred.11, 5 5 Gleichwie du
nicht weißt den Weg des Windes und wie die Gebeine in Mutterleibe bereitet werden, also kannst du auch
Gottes Werk nicht wissen, das er tut überall. Psalm 139,13 + 16 13 Denn du hast meine Nieren bereitet
und hast mich gebildet im Mutterleib. 16 Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und alle
Tage waren auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als derselben keiner da war. Wie genau
wollt ihr die Definition des Beginns des Lebens denn noch haben??
#31 Nachtlaterne 15:18:36 | Sonntag, 18. März 2007
bedingungen verbessern das bedingungen verbessert gehören ist ein akt christlicher nächstenliebe, dem
teuflischen aber per gesetz türe und tore zu öffnen ist mit der schützenden gerechtigkeit gottes unvereinbar!
bedingungen verbessern, dieses argument lasse ich gerne gelten, aber deswegen zu sagen: das tödliche
gesetz bleibt und wir ändern die bedingungen, das ist unannehmbar. denn das gesetz hat eine schutzfunktion
und darf nicht zum handlanger des todes werden.
@Kurt K., Gotthard & Becci… Sie machen einen Fehler: Sie erwarten differenzierte Betrachtung von kreuz.net
und seiner ideologischen Gefolgschaft. Das aber wäre mit Verantwortung verbunden, denn tatsächlich müssten
dann die von Ihnen vermissten Lösungsvorschläge gemacht werden. Wo findet man so etwas hier????? Politische
Motivation äußert sich hier doch lediglich in aufgeplusterten Hetztiraden. Auf blamable Art wird schlicht
in Gut und Böse unterschieden. Vielleicht ist dies die Konsequenz der allzu großen „Bibeltreue“. Die
Bibel bietet halt zum Thema Abtreibung keine Antworten. Also beruft man sich auf das 5.Gebot o.ä. Passagen,
ohne sich mit der Thematik auch nur ansatzweise auseinanderzusetzen und zu überlegen, was eine Frau zu
so einer Maßmahme bewegen kann. Das ist bequem und wenig konstruktiv.
Fressen und Moral Seelenheil mag ja (für manche) wichtig sein, und für andere mag es erst noch wichtig
werden. aber es ist bei Menschen halt folgendermaßen: Erst das Fressen, dann die Moral. Für Bertolt
Brecht und seine Jünger wahrscheinlich, für Jesus und seine Jüngern zweifellos nicht. MfG Christoph
Heger
Wie üblich… :O( Wie üblich reden jetzt die selbsternannten Lebensschützer wieder mal übers Seelenheil
und betreiben Haarspalterei über Begrifflichkeiten. Wie man die Abtreibung nun nennt ist eigentlich völlig
Wurscht. Jeder WEIß, dass sie, auch wenn sie SchwangerschaftsUNTERBRECHUNG genannt wird, nicht fortsetzbar
ist. Das ist eine HASENDISKUSSION. Seelenheil mag ja (für manche) wichtig sein, aber es ist bei Menschen
halt folgendermaßen: Erst das Fressen, dann die Moral. Realisieren Sie das mal und fangen dann an, das
„Fressen“ zu verbessern, d.h. Frauen, die Kinder bekommen, zu unterstützen, statt immer nach dem Gesetzgeber
zu schreien. Ein erneutes Verbot von Abtreibungen ist nicht in Sicht und wird es auch in Deutschland nicht
mehr sein. Akzeptieren Sie das und stellen Sie sich der Realität. Wenn es ihnen wirklich um das ungeborene
Leben geht, dann sollten Sie [die für Sie zweitbeste Lösung wählen und] alles tun, um die Bedingungen
für die jungen Mütter verbessern, damit diese erst gar keinen Grund sehen, ihre Schwangerschaft abzubrechen.
Nur so wird die Zahl der Abtreibungen sinken – und das ist ja Ihr Ziel, oder etwa nicht? Und ich würde
mich hüten, jemanden pauschal zu verurteilen ob der Gründe, warum sie abgetrieben hat. Die subjektiven
Gründe / Ängste können sehr real und schwerwiegend sein und wie mein Vorredner bereits sagte: Keine
Frau treibt „einfach so“ ab. Also: relisierbare Vorschläge?
#26 methusalix † 12:24:38 | Sonntag, 18. März 2007
für Nachtlaterne: helfen und handeln In erster Linie geht es um die Rettung der Seele, daher nennt man
einen Priester ja auch Seelsorger. Er soll sich Sorgen um die Seelen machen. Von vielen weltlichen Leuten,
so laut sie auch über Gerechtigkeit reden, wissen wir, dass sie sich um die schützende Gerechtigkeit
Gottes nicht kümmern, sie sogar für ein besonders großes Hindernis auf dem Wege zu ihrer eigenen Gerechtigkeit
halten. Mit der Seele eines Menschen haben sich nichts zu schaffen. Wenn aber sogar Geistliche mehr auf
Sozialgetue machen und die Gebote Gottes irgendwie für überholt, ja sogar verwerflich halten, dann ist
es an der Zeit dass der Papst handelt. Die größte aller denkbaren Lebenslügen ist die, dass wir meinen
Leben, Liebe, Friede und Gerechtigkeit selber „machen“ zu können obwohl all dies doch Gott selber ist.
Ohne Gott kann es also keinen Frieden für die Seele geben so sehr diese auch immer dem eigenen Frieden
oder dem Frieden anderer nachjagt … Chapeau, Nachtlaterne, Sie haben ja einen Absatz in Ihren Erguss
eingebaut! Langsam werden Ihre Beiträge ein klein wenig besser lesbar. Geben Sie sich bitte weiter Mühe,
dann schaffen Sie neben Ihrem Seelenfrieden auch Frieden mit PISA! :(3
#25 Nachtlaterne 11:38:23 | Sonntag, 18. März 2007
helfen und handeln in erster linie geht es um die rettung der seele, daher nennt man einen priester ja
auch seelsorger. er soll sich sorgen um die seelen machen. von vielen weltlichen leuten, so laut sie auch
über gerechtigkeit reden, wissen wir, dass sie sich um die schützende gerechtigkeit gottes nicht kümmern,
sie sogar für ein besonders großes hindernis auf dem wege zu ihrer eigenen gerechtigkeit halten. mit
der seele eines menschen haben sich nichts zus chaffen. wenn aber sogar geistliche mehr auf sozialgetue
machen und die gebote gottes irgendwie für überholt, ja sogar verwerflich halten, dann ist es an der
zeit dass der papst handelt. die größte aller denkbaren lebenslügen ist die, dass wir meinen leben,
liebe, friede und gerechtigkeit selber „machen“ zu können obwohl all dies doch gott selber ist. ohne
gott kann es also keinen frieden für die seele geben so sehr diese auch immer dem eigenen frieden oder
dem frieden anderer nachjagt…
Nachtlaterne die meisten Priester setzten heute eben Prioritäten. Abtreibung ist da nicht so wichtig
da eckt man an und begibt sich auf gefährliches Terrain. Man will sichs ja mit niemendem verscherzen
in der Pfarre. Dafür gabs heute wieder eine schöne gehhaltvolle Prdeigt über die Wichtigkeit eines
autofreien Sonntags. Mahnend legte der Priester auch dar dass man mit der Ressource Benzin und Diesel
sparsam umgehen soll und es durchwegs gesund ist öfter mal mit dem Rad zu fahren.
@Gotthard – der Wohlstandspazifist Wie immer bei Dir: Argumente gleich null. Bisschen Provokation, ein
paar Nebelkerzen schmeissen und ein bisschen rumstänkern, nach Gutsherrenart über Weltprobleme sinierend,
sich im Wohlstandspazifismus suhlend andere als Radikale beschimpfen. Das ist Gotthard. Im übrigen gehöre
ich keine der von Dir genannten Gruppen an. Auf mein Südamerika-Posting hast du bis heute nicht geantwortet…obwohl
du angesprochen warst…
#22 Nachtlaterne 11:11:17 | Sonntag, 18. März 2007
christus selber abtreiben bei jeder abtreibung wird die liebe selber abgetrieben. ich verachte all die
geistlichen, die kein wort mehr zum schutz des lebens haben, von politikern und großhumanisten wie eugen
drewermann ganz zu schweigen.
Re: Samstag, 17. März 2007 17:57 „Schwangerschaftsunterbrechung“ Daß die Behauptung, die Ausdrücke
„Schwangerschaftsunter-brechung“ oder „Schwangerschaftsabbruch“ seien eine Lüge, falsch ist, fiel mir
auch auf. Ich stimme der Kritik aus dem Beitrag v. 17. März 2007 17:57 zu. „Schwangerschaftsabbruch“
ist keine Lüge. „Tötung von menschlichem Leben“ wäre aber deutlicher. Aber ich sehe zunehmend das Problem
kommen, daß angesichts oft pisareifer Biologie-Kenntnisse vieler Zeitgenossen der ethischen wie biologischen
Richtigkeit des Begriffes „Schwangerschaftsunter-brechung“ Glaube geschenkt wird. Aber auch aus ethischer
Sicht kann man die Folgen dieser Tötung nicht als vorübergehend betrachten. Und naturwissenschaftlich
gesehen leben wir in einer Gesellschaft, wo z.B. das Wort „genfrei“ eine fatale Verbreitung erfährt.
Solche Unwissensvermehrung kann auch bei dem Begriff „Schwangerschaftsunterbrechung“ erfolgen. Daher muß
noch deutlicher darauf hingewiesen werden, daß es hier in vielerlei Sicht um Endgültigkeiten, nicht
um Vorübergehendes geht.
@Kurt K. Zitat:Tolle Aussichten. Um Abtreibungen zu verhindern –-> Ursachen bekämpfen!!!!! genau so ist
es. Zukunftsängste, vor allem die Angst vor dem wegbrechen einer materiellen Basis ist Ursache Nummer
eins bei den Abtreibungen. Während meiner selbstständigen Zeit, waren einige meiner Arbeitnehmerinnen
schwanger, und haben überlegt ob sie nicht lieber abtreiben sollen. Ich habe sie so gut es ging unterstützt,
und alle haben ihre Kinder behalten. Fast keine Frau treibt gerne , oder aus freien Stücken ab, das ist
für alle mit großen Seelischen Qualen verbunden, ud geschieht nur unter extremen Zwang. Die Propaganda
der Abtreibungsgegner hilft da nicht weiter. Und viele Befürchtungen die letztendlich zu einer Abtreibung
führen erweisen sich im nachhinein auch als wahr. Deutschland ist zu weiten Teilen kein kinderfreundliches
Land. Und die Mütter, oder Familien werden nach der Geburt oft mit ihren Problemen allein gelassen. Dies
beweist die hohe Zahl der in Armut lebenden Kinder, die hohe Zahl der Misshandelten Kinder, und die der
getöteten kinder. Die gelegentlich durch die presse geisternden Meldungen und Skandale sind ja nur die
Spitze des Eisbergs. Die Abtreibungsgegner hätten hier ein weites Feld, zur betätigung. Denn ebenso
wichtig wie der Schutz des ungeborenen Lebens ist der Schutz des geborenens, und hier versagen alle auf
der ganzen Linie.
#19 methusalix † 02:28:54 | Sonntag, 18. März 2007
Stimme völlig mit Ihnen überein, Kurt K.! Um (gerade) junge Mütter von der Abtreibung abzuhalten gäbe
es mehrere Möglichkeiten: 1) Möglichkeiten zur kostenlosen oder günstigen Ganztages-Kinderbetreuung
schaffen (Kinderkrippen), … (und Hartz IV 4ever ist kein Traum!). Genau das versuchen die Hexenverbrenner
um Mixa, Meisner, Laun und Co unter allen Umständen zu verhindern. Für die gibt es nur eine einzige
wahre und richtige Lösung. Die Frauen gehören zurück an den Herd, spätestens dann, wenn sie Kinder
haben. Deswegen versuchen die Ihren zweiten Vorschlag massiv hoch zu spielen, mit dem Wissen, dass dieser
in Deutschland niemals realisiert werden wird. 2) Einführung eines Mutter-Gehaltes mit Anrechnung auf
die Rente. Tolle Aussichten. Um Abtreibungen zu verhindern –-> Ursachen bekämpfen!!!!! Der Grund für
die nicht-Realisierung ist: Frauenarbeit, vor allem Mütterarbeit wird in Deutschland als minderwertig
eingestuft. Das ist am deutlich niedrigerem Einkommen der Frauen, bei gleicher Tätigkeit wie Männer
abzulesen. Und Hausfrauenarbeit war in Deutschland immer nur in Kanzel-, Sonntags- und Fensterreden anerkannt.
Nie in der Realität, vor allem nicht finanziell und das zählt ganz alleine. Es wäre ein Segen, wenn
dies anders werden würde und die Frauen unabhängier von den Männern werden könnten. Das werden allerdings
die Männer in allen Instiutionen, wie Regierung, Parlament, Kirche und Lobbies zu verhindern wissen.
Die Frauen wären dann ja auch materiell gleichberechtigt. Und da sei Gott vor!
Drittweltland? Ich habe diesen Artikel eigentlich nur wegen des kurzen Ausschnitts gelesen, der auf der
Hauptseite stand:„Ist Deutschland ein Drittweltland? Fast alle vorgeburtlichen Kindertötungen werden
dort mit angeblichen sozialen Schwierigkeiten der Mutter begründet.“ Dummerweise kam dann nichts mehr
über dieses, sondern nur das ständige Gejammer, wie schlimm das alles doch ist und dass es soundsoviele
Abbrüche gab und und und. Der obige Ausschnitt suggeriert dass es um die sozialen Indikationen an sich
(also: Geldmangel, sozialer Abstieg) geht. Kein Wort davon. Schade. Denn um Abtreibungen wirksam einzudämmen
gälte es, die Ursachen des Wunsches nach selbigen zu beheben. Aber auszusprechen, wie man es besser machen
kann geht ja auch nicht, denn es widerspricht (mal wieder) einigen „Dogmen“ der Leserschaft/Redaktion:
Um (gerade) junge Mütter von der Abtreibung abzuhalten gäbe es mehrere Möglichkeiten: 1) Möglichkeiten
zur kostenlosen oder günstigen Ganztages-Kinderbetreuung schaffen (Kinderkrippen), damit die Mütter
ihre Ausbildung fertigmachen oder ins Berufsleben einsteigen oder im selbigen bleiben können, ohne Angst
vor Abhängigkeit von einem Mann oder dem Staat (und Hartz IV 4ever ist kein Traum!). 2) Einführung eines
Mutter-Gehaltes mit Anrechnung auf die Rente. Gerade Alleinerziehende Mütter sind doppelt gestraft: Erst
eine arme Jugend (Kind, kein Job, kein Geld), dann ein armes Alter (kleine Rente). Tolle Aussichten. Um
Abtreibungen zu verhindern –-> Ursachen bekämpfen!!!!!
Lieber Gotthard, Du willst doch wohl nicht behaupten, dass auf diesen Seiten hier die Kirche ihr Wort
erhebt? Sie gehören wohl zu den Menschen, die glauben nur der Klerus sei die Kirche? Wer mit einem Bild
von geschlachteten Schweinen in einem Schlachthof gegen die Abtreibung zu Felde zieht, hat nicht mehr
alle Tassen im Schrank! Gell da wird der Skandal richtig deutlich. Das hat Sie aus Ihrer Lethargie gerissen.
Deshalb ist es schlecht. Schlicht aber durchschaubar! Jedenfalls ist die Kirche mit dermaßen gehirnlosen
Texten nicht in Zusammenhang zu bringen… wo ist auf diesen Seiten denn Kirche…Sedis, Nazis und Pius’ler
geben doch den Ton an … die Gläubigen der Kirche können doch nur den Kopf schütteln. Nein, Sie haben
recht. Die Amts-Kirche ist ja in ihrer Mehrheit nicht gegen die Abtreibung, sondern mit den Beratungsscheinen
und jetzt mit dem angeblich nicht kirchlichen Verein Donum vitae auf der Seite der Mörder. Das verteidigen
Sie! Gotthard mir ekelt vor Ihnen!
@Romulus ach … Du Verbal-Radikaler … Du willst doch wohl nicht behaupten, dass auf diesen Seiten hier
die Kirche ihr Wort erhebt? Wer mit einem Bild von geschlachteten Schweinen in einem Schlachthof gegen
die Abtreibung zu Felde zieht, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank! Jedenfalls ist die Kirche mit dermaßen
gehirnlosen Texten nicht in Zusammenhang zu bringen… wo ist auf diesen Seiten denn Kirche…Sedis, Nazis
und Pius’ler geben doch den Ton an … die Gläubigen der Kirche können doch nur den Kopf schütteln.
@Gotthard Mal wieder redest Du Blech. Als Materialist müsstest Du doch wissen, dass selbst Karl Marx
sagte, dass „Unrecht und Schande durch Öffentlichkeit noch schändlicher gemacht werden müsse“… Du
gehörst doch auch zu denen, die der Kirche vorwerfen in anderen Zeiten geschwiegen zu haben… Warum
also soll sie jetzt zum Unrecht schweigen?
@ Gotthard >>Massenagressionsantiabtreibungspostings haben noch kein einziges Leben gerettet – nur das
Wohlbefinden einzelner Schreiberlinge gesteigert.<< Mag sein, dass das Schreiben über Abteribung eine
Art Ersatz für unterlasse Hilfeleistung oder ein diffuses Schuldgefühl darstellt. Und dass gerade kreuznet
hier eine neue Debatte auslösen würde, halte auch ich für zweifelhaft. Dennoch kann es nie falsch sein,
Unrecht auch als solches zu benennen. Kreuz.net liefert hier Rüstzeug und geistige Unterstützung für
aktive Abtreibungsgegner, dient also einer guten Sache. Starke Ausdrücke wie „Kinderschlachtung“, „Kinderschlachthöfe“
etc. vermögen eindringlich zu umschreiben, was bei einer Abtreibung tatsächlich passiert, aber in unserer
„klinisch reinen“ „legal ist legal“-Welt gerne ausgeblendet wird.
@Hüller Die de facto abgeschlossene Rechtsdebatte um die Abtreibungsthematik und der nun eingekehrte
Burgfrieden zwischen den Parteien verstärken diesen Eindruck nur. denkst Du, die Dauerbeiträge über
Abtreibung hier würden eine neue Rechtsdebatte anstoßen? Warum gehen die Dauer-Wiederholer nicht mit
Flugblättern auf die Straße? Wen wollen die denn hier beeindrucken? Es wird langweilig, dauern den gleichen
Sermon zu hören – sich oftmals in den Begrifflichkeiten widerlich steigernd… Massenagressionsantiabtreibungspostings
haben noch kein einziges Leben gerettet – nur das Wohlbefinden einzelner Schreiberlinge gesteigert.
@ Gotthard Falsch, Gotthard: >>Heute sind Verfassungsgericht und Regierung dafür verantwortlich, daß
70 Prozent der deutschen Bevölkerung und Bischöfe dem Irrglauben anhängen, daß die Kinderabtreibung
nach Beratung staatlicherseits erlaubt und rechtens sei.<< Darüber sollten Sie echt einmal nachdenken:
Praxen und Verfahren prägen das Bewusstsein. Anders ausgedrückt: „es“ muss nur legal sein, dann wird
„es“ irgendwann auch legitim, stört also nicht mehr das gesunde Rechtsempfinden. Die de facto abgeschlossene
Rechtsdebatte um die Abtreibungsthematik und der nun eingekehrte Burgfrieden zwischen den Parteien verstärken
diesen Eindruck nur. Hier geschieht Unrecht -es wäre nicht das erste-, aber es wird gesellschaftlich
geduldet, und darin liegt eine Wunde, in die, wenn schon nicht Sie als kath. Priester, doch zumindest
der Vatikan ganz aktuell wieder seine Finger legte, als er bezüglich Donum Vitae eine Klarstellung vornahm.
gutes Gefühl mit diesem Artikel, der nichts neues bringt, hat sich mal wieder eine Schreiberline ein
gutes Gefühl erschrieben – mehr ist doch nicht drin. Aufguss Nr. 125 …
Prima Artikel! Er zeigt genau welcher Ungeist heute in Deutschland herrscht. Das Urteil über dieses Volk
ist längst gefällt und das Land wird anderen gegeben werden.
Zitat: Jede Frau, die abtreiben lässt, gehört lebenslänglich ins Gefängnis! Wer so plump daherredet,
gibt letztlich Wasser auf die Mühlen seiner ideologischen Widersacher. Aber was sagt dieser Satz über
seinen Verfasser aus? – Er fühlt sich zum Richter berufen – Er fällt ein pauschales Urteil, ohne sich
mit dem Thema auseinanderzusetzen – Er hält (ungeborene) Kinder für ein Allgemeingut, über das die
Allgemeinheit zu entscheiden hat. Zumindest die Allgemeinheit derer, die seiner Argumentation folgen – Er
sieht die Verantwortung für eine ungewollte Schwangerschaft allein bei der Mutter Ganz schön bequeme
Haltung! Und wenig konstruktiv…
Peter-Pan: Abbruch als Lüge?? Nachdem Austausch mütterlicher und väterlicher Erbanlagen, sodass der
NEUE MENSCH eine noch nie da gewesene genetische Kombination besitzt. Dieser Vorgang wird als „Verschmelzung“
von Ei- und Samenzelle bezeichnet. Sobald sich die beiden Chromosomen getroffen haben, verdoppeln sie
sich. Dadurch wird die erste Zellteilung der befruchtete Eizelle eingeleitet. Das Ei hat jetzt zwei Zellen,
und jede von ihnen enthält die neu kombinierten 46 Chromosomen (23 mütterliche und 23 väterliche Chromosomen).
Ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt die Entwicklung, die erst mit unserem Tod endet. Sie
läuft in einer genau festgelegten Reihenfolge ab. Die Entwicklung steuert sich in jedem Augenblick selbst.
Ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle steht fest, wie ein Mensch aussieht, welche Begabungen er
hat, wie seine Stimme klingt usw. usf. Ab da existiert ein unverwechselbares Individuum! Vom Eindringen
der Samenzelle bis zur ersten Zellteilung ist etwas ein Tag vergangen. Tag eins u nseres Lebens. Deine
Ausführung ist ein abgewürgtes relativieren, typisch für eine Kultur des Todes!
Peter-Pan: die Verlogenheit in der Sache ist schon gewaltig: zu den staalichen Lügen kommen noch die
kirchlichen, mit dem Pseudoausstieg aus der Beratung hin zu DonumVitae. Und nochwas: wer definiert denn
(sofern er keinen ideologischen Hintergrund hat) das Leben über Bewußtsein und Unterbewußtsein? Dürfen
Sie jemand töten, der nicht bei Bewußtsein ist, der 1 Monat im Koma liegt?
@Peter Pan Abtreibung ist NICHT erlaubt, sondern stellt ein Delikt im Sinne des StGB (zumindest in Österreich)
dar, das unter bestimmten Umständen nicht verfolgt wird.
Abbruch als Lüge?? Ich muss der Stimme aus dem Kreuts.net recht geben. Ich meine, ob man es nun für
richtig oder falsch hält, an dem Begriff Abbruch ist doch nichts auszusetzen. Trifft doch zu, oder? Ein
Vorgang wird abgebrochen. Und ja, die Gesetzlage ist zur Zeit ein wenig absurd. Juristische Haarspalterei.
Denn Tatsache ist, Abtreibung ist in Deutschland erlaubt – da könnnen die Gegner den Gesetzestext diktieren
so viel sie wollen. Jede Frau kann in Deutschland abtreiben, in staatlichen Krankenhäusern, unter ärztlicher
Aufsicht, ohne in irgendeiner Form juristische Folgen fürchten zu müssen. Die ganze Thematik reduziert
sich im Grunde immer wieder auf eine Frage: Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Juristisch mit seiner Geburt.
Biologisch wohl schon früher. Aber nicht vom Augenblick der Zeugung an. Da ist in den ersten Wochen nichts
da. Kein Gehirn, kein Bewusstsein, kein Unterbewusstsein! Man kann sicherlich darüber streiten, wo die
Grenze zu ziehen ist (und eigentlich haben nur Mediziner das dafür erforderliche Fachwissen). Aber zu
behaupten, der Mensch existere von der Zeugung an, ist schlicht nicht wahr. Abtreibung mag nie etwas schönes
sein, aber es als Mord und die betreffenden Frauen als Mörderinnen zu bezeichnen, ist schlicht eine Lüge.
MFG Raphael
Nur ein Detail Es heißt im Artikel: Die Ausdrücke „Schwangerschaftsunterbrechung“ oder „Schwangerschaftsabbruch“
sind die vierte große Lüge der Abtreibungskampagnen. Sicher: „Schwangerschaftsunterbrechung“ suggeriert
eine Fortsetzbarkeit der Schwangerschaft und ist insoweit der falsche Ausdruck. Aber „Schwangerschaftsabbruch“?
Das berücksichtigt die Unwiderruflichkeit. Weshalb soll der Ausdruck dann eine Lüge sein?
Abtreibung ist Mord, eine Todsünde und jede Frau, die abtreiben lässt, gehört lebenslänglich ins Gefängnis!
Wann wird die Politik das endlich einsehen?