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Mittwoch, 21. März 2007 11:05
Er weigert sich, auszuziehen
Benedikt XVI. übt seine päpstliche Autorität nur sehr widerwillig aus. Drei Beispiele dafür, wie das Papsttum – schon seit Jahren – zu einer repräsentativen Monarchie verkommt.
Angelo Kardinal Sodano
Angelo Kardinal Sodano
(kreuz.net, Vatikan) Der ehemalige Staatssekretär des Vatikan, Angelo Kardinal Sodano (79), weigert sich angeblich, seine Dienstwohnung und sein Büro im Vatikan zu räumen.

Das berichtete die lefebvristische US-Monatszeitung ‘Remnant’. Der ‘Remnant’ beruft sich auf eine ungenannte hochrangige Quelle im Vatikan.

Kardinal Sodano halte die bisher benützten Räumlichkeiten besetzt, obwohl er seit dem vergangenen September pensioniert ist. Laut dem ‘Remnant’ soll der Kardinal dem Heiligen Vater sogar gedroht haben. Er werde angebliche Leichen im Keller von Johannes Paul II. publik machen, wenn ihn Benedikt XVI. vertreibe.

Der Papst soll über das Verhalten von Kardinal Sodano „betrübt“ sein. Doch er habe keine Absichten, die Situation zu ändern.

Motu Proprio
Von derselben Quelle erfuhr der ‘Remnant’ ferner, daß offenbar nur zwei Kardinäle ein ‘Motu Proprio’ zur Freigabe der Alten Messe unterstützen:
Einschätzung des ‘Remnant’:
„Der sogenannte Panzerkardinal ist in Wahrheit ein sanftmütiger Akademiker mit einer Abneigung gegen jede Form von – gleich wie gerechtfertigtem – Zwang.“
der Präsident der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Die’, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, und der frühere Präfekt der Gottesdienstkongregation, Jorge Kardinal Medina Estevez.

In der Gottesdienstkongregation soll lediglich ein Entwurf des ‘Motu Proprio’ aufgetaucht sein. Keiner wisse, ob das Dokument unterschrieben sei oder nicht.

Für den ‘Remnant’ besteht kein Zweifel, daß der vatikanische Apparat alles tun wird, um eine Publikation des ‘Motu Proprio’ zu verhindern. Gegenwärtig sei das Dokument möglicherweise bereits gestorben.

Sollte das ‘Motu Proprio’ nie erscheinen, dürfte dafür derselbe Grund verantwortlich sein wie für das Verhalten von Kardinal Sodano:

„Der sogenannte Panzerkardinal ist in Wahrheit ein sanftmütiger Akademiker mit einer Abneigung gegen jede Form von – gleich wie gerechtfertigtem – Zwang“ – so der ‘Remnant’.

Buch des Papstes
Der ‘Remnant’ sieht die fehlende Ausübung der päpstlichen Autorität auch im Buch „Jesus von Nazareth“, das der Papst am 11. April publizieren will. Das Werk umfaßt 400 Seiten.

Der Papst verwende jede freie Minute, um sein „persönliches Suchen nach dem Angesicht des Herrn“ niederzuschreiben.

Seine päpstliche Lehrautoriät ordne er bei diesem Unternehmen der angeblichen Unabhängigkeit von Experten der – im 19. Jahrhunderten von Protestanten erfundenen – historisch-kritischen Exegese unter:

„Es steht daher jedermann frei, mir zu widersprechen.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 40 Lesermeinungen:
Mittwoch, 28. März 2007 00:26
Frasim: @Dr.med.Dipl.-Psych. F.X.Schmid
Wahrlich gut beobachtet!
Mittwoch, 28. März 2007 00:17
Dr.F.X.S.: Der verwüstete Weinberg
Papst Johannes Paul II hat einen verwüsteten Weinberg ohnegleichen hinterlassen. Er schielte mehr nach den großen Medien der Welt, machte Reisen, die außer Spesen keinen Gewinn für die Verbreitung des Glaubens brachten. Oder sehen Sie heute die Früchte (für den Glauben)? Welche? Die Polen nutzen ihre Freiheit heute, um die Abtreibung und die Handkommunion zu ermöglichen. Intern hat er versagt, hat er alles schleifen lassen. Das muss man heute konstatieren. Wie soll ein Mann mit 80 Jahren nun dies alles in einigen Jahren in Ordnung bringen können, wo er so viele gegen sich hat? Währenddessen breitet sich der erstarkte Islam in Europa mächtig aus. Er bietet den Menschen Europas einen Ersatz für das, was sie an sich zerstört haben: Identität, Einheit im Glauben, klare moralische Positionen, Halt. Er verweist aktuell auf Heere von „Märtyrern“. Wer wäre heute bei den Christen bereit, sein Leben für den Glauben zu opfern? Das war einmal. Statt dessen setzen sich „Christen“ heute im heiligsten Bezirk ihrer Gotteshäuser Narrenkappen auf. Wie adäquat! Wie adäquat!
Montag, 26. März 2007 19:04
Alligator: Hieronymus
vertat ja die These dass der Irttum kein Recht besitzt. Daraus folgerte dass jeder Irrtum bekämpft werden soll. Ergo: Alles was außerhalt der kirchlichen Lehre steht muß bekämpft werden. Er forderte den König auf, alles zu verfolgen was nicht der kirchlichen Lehre entsprach.

Heute muß man meiner Meinung nach nach wie vor bekennen, daß Christus und seine Kirche die einzige Religion ist, jedoch hat man mitlerweile zurecht erkannt dass die Ordnung Gottes nicht mit Gewalt duchgesetzt werden kann. Die Welt widersetzt sich der göttlichen Ordnung, deshalb leiden sehr viele Menschen. Der Islam argumentiert wie Hieronymus:
Da so viele Menschen leiden weil die göttliche Ordnung nicht gelebt wird ist es an der sache der Religion diese auch mit Gewalt durchzusetzen um das beste für den Menschen zu erreichen.
Wenn man so argumentiert ist man sehr nahe am Islam…
Montag, 26. März 2007 18:50
Artois †: Liebe Regina
ich glaube, daß ich Sie schon einmal ermahnt habe, 1. sachlich zu bleiben, 2. nicht über Dinge zu reden, die hinter Ihrem engen Horizont verborgen bleiben müssen.
Bitte verschonen Sie x-net mit ihrem dümmlichen Geblubse, anscheinend stehen Sie selbst mitten in einem Teufelskreis drinnen …
Samstag, 24. März 2007 21:50
Regina 1961: @Artois
Warum giften Sie hier so über den Text des Heiligen Vaters? Er hat doch Recht. Gewalt schafft nur wieder Gewalt, ein cercle vicieux, den es zu durchbrechen gilt, indem man nicht zurückschlägt.
LG
Regina 1961
Freitag, 23. März 2007 18:17
Artois †: Tut mir leid, …
die Aussagen sind bestenfalls Geplappere und Dünnbrettbohrerei. Die Kirche anerkennt die legitime Gewaltausübung z.B. als Staatsgewalt, als richtende Gewalt, als elterliche Gewalt etc. Und sie fordert unerbittlich die reinigende Gewalt in der Kirche. Hier, wie es ja vorexerziert wird, der Lüge, der Betrügerei, der Seelenzerstörung und der Schändung des Heiligen unter Berufung auf Liebe und Gewaltlosigkeit Raum geben und somit die letzliche Zerstörung der Kirche in Kauf nehemn, das ist reines Verbrechertum unter der Heuchel-Maske von Liebe und „Gewaltlosigkeit“.
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