12:08:01 | Sonntag, 18. März 2007
Seit Tagen ärgern sich die deutschsprachigen Gläubigen über einen schwerwiegender Übersetzungsfehler im jüngst veröffentlichten päpstlichen Dokument. Die Verantwortlichen schweigen.
(kreuz.net, Vatikan) Die deutsche Übersetzung des am Dienstag veröffentlichen Apostolischen Schreibens
‘Sacramentum Caritatis’ beinhaltet einen schweren Fehler.
In Nummer 39 spricht das Dokument statt von
der „Erlaubtheit“ von der „Gültigkeit“ der Heiligen Messe.
So sagt der Text, daß „die Gemeinschaft
mit dem Bischof Bedingung für die
Gültigkeit jeder Zelebration auf seinem Gebiet ist“.
Das ist eine
offensichtliche Falschaussage. Im lateinischen Originaltext steht es richtig. Dort ist von „celebratio
legitima“ – also: legitime Zelebration – die Rede.
Bei ungültigen Messen werden Brot und Wein nicht
in den Leib und das Blut Christi verwandelt.
In den Postings unter dem
Artikel zu ‘Sacramentum Caritatis’
auf ‘kreuz.net’ wurde der schwere Fehler schon kurz nach der Veröffentlichung des Schreibens entdeckt.
Die römische Nachrichtenagentur ‘Zenit’ sprach am Mittwoch von einem „eingeschlichenen“ Übersetzungsfehler.
Die Agentur erwartete sich damals eine „baldige“ Korrektur des Fehlers.
Dafür wäre offiziell der Substitut
des Staatssekretariats, Erzbischof Leonardo Sandri (63), zuständig.
Praktisch übernimmt diese Aufgabe
jedoch Erzbischof Paolo Sardi (72) – Vize-Camerlengo der Apostolischen Kammer. Er koordiniert die Herausgabe
von Päpstlichen Dokumenten, die in mehreren Sprachen erscheinen.
Es fehlt der WilleDas Staatssekretariat
hat – nach Angaben der katholischen Zeitung ‘Tagespost’ vom Samstag – „sofort“ von dem Übersetzungsfehler
erfahren: „Man hätte es ja korrigieren können.“
Doch man tue nach alter kurialer Manier so, als sei
man fehlerfrei:
„Die Unterscheidung zwischen ‘Rechtmäßigkeit’ und ‘Gültigkeit’ ist für die Sakramentenlehre
und Kirchendisziplin fundamental.“
Daß einem ausgebildeten Theologen in einem Papstdokument ein solcher
Fehler unterlaufe, sei schwer vorstellbar.
Weitere SchlampereienSollte sich das Staatssekretariat doch
noch zur einer Richtigstellung bequemen, müßten noch zwei Fehler korrigiert werden.
Das
Portal zur
katholischen Geisteswelt nennt weitere Tippfehler in der deutschen Übersetzung.
In Nummer 48 steht fälschlicherweise
„Anapher“ statt „Anaphora“ und in Nummer 96 ist der Leib des Herrn nicht auf dem „Altar“ sondern auf dem
„Alter“ gegenwärtig.
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königin_isabel 23:45:59 | Freitag, 23. März 2007
#18
Aurelius 12:23:56 | Montag, 19. März 2007
#17
Stimme aus dem Tradiland 11:23:43 | Montag, 19. März 2007
#16
Mathias Wagener 10:12:35 | Montag, 19. März 2007
#15
Genoveva 08:44:42 | Montag, 19. März 2007
#14
Bruder Theophies 01:46:35 | Montag, 19. März 2007
#13
Sirilo 22:33:28 | Sonntag, 18. März 2007
#12
Aurelius 22:26:01 | Sonntag, 18. März 2007
#11
Christus vincit † 21:56:07 | Sonntag, 18. März 2007
#10
Rodolfo Panetta 21:28:17 | Sonntag, 18. März 2007
#9
sacerdos helveticus 19:15:04 | Sonntag, 18. März 2007
#8
Sirilo 17:42:20 | Sonntag, 18. März 2007
#7
Benedikt 17:08:42 | Sonntag, 18. März 2007
#6
stromer 16:40:55 | Sonntag, 18. März 2007
#5
Dr.F.X.S. 16:23:50 | Sonntag, 18. März 2007
#4
Aurelius 14:32:05 | Sonntag, 18. März 2007
#3
stromer 14:20:57 | Sonntag, 18. März 2007
#2
Aurelius 13:55:54 | Sonntag, 18. März 2007
#1
Romulus 12:15:41 | Sonntag, 18. März 2007