13:27:01 | Montag, 19. März 2007
Ein Priester veröffentlichte ein Buch über einen Völkermord und fühlte sich anschließend von Gott verlassen. Bilder.

Hw. Ponchaud erteilt Jugendlichen eine Katechese
© Kirche in Not(kreuz.net) Hw. François Ponchaud war seit 1965 als Priester in Kambodscha tätig.
Im Jahr 1977 veröffentlichte
er in Frankreich sein Buch „Cambodge Année Zéro“ – Kambodscha im Jahr Null.
Darin berichtete er über
die Schreckensherrschaft der kommunistischen Roten Khmer.
Bereits ein Jahr später erscheint eine englische
Ausgabe. In Europa wurde die erschütternde Darstellung mit Mißtrauen aufgenommen.
Vor allem linke Intellektuelle
leugnen den kommunistischen Völkermord in Kambodscha, den Hw. Ponchaud in seinem Buch beschreibt.
Missionar
mit Leib und Seele

© Kirche in Not

© Kirche in Not

© Kirche in Not

© Kirche in Not

© Kirche in Not

© Kirche
in Not
Wahrend der vierjährigen Herrschaft der Kommunisten unter Pol Pot, starben im Land zwischen 1975
und 1979 etwa 1,7 bis zwei Millionen Menschen, fast ein Drittel der Bevölkerung, in Todeslagern oder
bei Zwangsarbeit.
„Nach der Veröffentlichung meines Buches durchlebte ich eine religiöse Krise“ – erklärt
Hw. Ponchaud heute. Der Priester sprach mit dem Hilfswerk ‘Kirche in Not’.
Er habe sich von Gott verlassen
gefühlt: „Nicht nur wegen der Greuel, die ich in Kambodscha erlebt hatte, sondern weil man alles anzweifelte,
was ich gehört und gesehen hatte.“
„Dabei habe ich eher unter- als übertrieben.“
In den 70er Jahren
wurde Hw. Ponchaud des Landes verwiesen. Inzwischen ist er wieder nach Kambodscha zurückgekehrt.
Heute
arbeitet er als Pfarrer im Südosten des Landes.
Seine beiden Pfarreien gehören zur Apostolischen Präfektur
Kompang Cham.
Gegenwärtig ist Kambodscha in drei Kirchenbezirke unterteilt. Weniger als ein Prozent
der Bevölkerung bekennt sich zum katholischen Glauben.
Die Zahl der kambodschanischen Christen durch
Vertreibung und Verfolgung in den Siebzigerjahren drastisch gesunken.
Doch heute haben die Pfarreien
einen großen Zulauf.
In der Apostolischen Präfektur Kompang Cham sind gegenwärtig zehn Priester und
sechs Ordensfrauen tätig. Die Geistlichen stammen aus Ecuador, Frankreich, Indien, Italien und Korea;
ein junger einheimischer Priester wird derzeit in Frankreich ausgebildet.
International ist auch die
Schwesterngruppe: Zwei sind Khmer, je zwei kommen aus Thailand und Vietnam.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#16
Mathias Wagener 21:02:19 | Dienstag, 20. März 2007
#15
invictus 20:36:51 | Dienstag, 20. März 2007
#14
Evelin 16:22:37 | Dienstag, 20. März 2007
#13
HeinrichvonOfterdingen 20:40:06 | Montag, 19. März 2007
#12
Gunsenum 20:37:56 | Montag, 19. März 2007
#11
HeinrichvonOfterdingen 19:56:32 | Montag, 19. März 2007
#10
Grzegorz I. 17:31:17 | Montag, 19. März 2007
#9
stimme der vernunft † 17:13:18 | Montag, 19. März 2007
#8
st.georg 16:29:19 | Montag, 19. März 2007
#7
vicarius expositus 16:08:21 | Montag, 19. März 2007
#6
Grzegorz I. 16:06:00 | Montag, 19. März 2007
#5
vicarius expositus 16:05:14 | Montag, 19. März 2007
#4
Gotthard 15:43:38 | Montag, 19. März 2007
#3
Tridentinus 15:04:39 | Montag, 19. März 2007
#2
sani † 15:04:30 | Montag, 19. März 2007
#1
Gunsenum 14:21:53 | Montag, 19. März 2007