Kirche in Not
Eher unter- als übertrieben
Ein Priester veröffentlichte ein Buch über einen Völkermord und fühlte sich anschließend von Gott verlassen. Bilder.
Hw. Ponchaud erteilt Jugendlichen eine Katechese
Hw. Ponchaud erteilt Jugendlichen eine Katechese
© Kirche in Not
(kreuz.net) Hw. François Ponchaud war seit 1965 als Priester in Kambodscha tätig.

Im Jahr 1977 veröffentlichte er in Frankreich sein Buch „Cambodge Année Zéro“ – Kambodscha im Jahr Null.

Darin berichtete er über die Schreckensherrschaft der kommunistischen Roten Khmer.

Bereits ein Jahr später erscheint eine englische Ausgabe. In Europa wurde die erschütternde Darstellung mit Mißtrauen aufgenommen.

Vor allem linke Intellektuelle leugnen den kommunistischen Völkermord in Kambodscha, den Hw. Ponchaud in seinem Buch beschreibt.

Missionar mit Leib und Seele
Eine neue Kirche in Chamlak - im Südosten von Kambodscha. Im Hintergrund der Kirche befindet sich der Kindergarten.Hw. Francois Ponchaud feiert die Messe in der neuen Kirche.Kinder vor der neuen Kirche.

Wahrend der vierjährigen Herrschaft der Kommunisten unter Pol Pot, starben im Land zwischen 1975 und 1979 etwa 1,7 bis zwei Millionen Menschen, fast ein Drittel der Bevölkerung, in Todeslagern oder bei Zwangsarbeit.

„Nach der Veröffentlichung meines Buches durchlebte ich eine religiöse Krise“ – erklärt Hw. Ponchaud heute. Der Priester sprach mit dem Hilfswerk ‘Kirche in Not’.

Er habe sich von Gott verlassen gefühlt: „Nicht nur wegen der Greuel, die ich in Kambodscha erlebt hatte, sondern weil man alles anzweifelte, was ich gehört und gesehen hatte.“

„Dabei habe ich eher unter- als übertrieben.“

In den 70er Jahren wurde Hw. Ponchaud des Landes verwiesen. Inzwischen ist er wieder nach Kambodscha zurückgekehrt.

Heute arbeitet er als Pfarrer im Südosten des Landes.

Seine beiden Pfarreien gehören zur Apostolischen Präfektur Kompang Cham.

Gegenwärtig ist Kambodscha in drei Kirchenbezirke unterteilt. Weniger als ein Prozent der Bevölkerung bekennt sich zum katholischen Glauben.

Die Zahl der kambodschanischen Christen durch Vertreibung und Verfolgung in den Siebzigerjahren drastisch gesunken.

Doch heute haben die Pfarreien einen großen Zulauf.

In der Apostolischen Präfektur Kompang Cham sind gegenwärtig zehn Priester und sechs Ordensfrauen tätig. Die Geistlichen stammen aus Ecuador, Frankreich, Indien, Italien und Korea; ein junger einheimischer Priester wird derzeit in Frankreich ausgebildet.

International ist auch die Schwesterngruppe: Zwei sind Khmer, je zwei kommen aus Thailand und Vietnam.
      
16 Lesermeinungen
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#16   Mathias Wagener   21:02:19 | Dienstag, 20. März 2007
Kambodscha
Kambodscha oder das lange Schweigen der Menschenrechtsverteidiger. Den wenigen, die hier
um Aufhellung bedacht waren, gebürt Dank.
Das furchtbare Pol Pot Regime wurde auch hierzulande nur als Randthema wahrgenommen.
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#15   invictus   20:36:51 | Dienstag, 20. März 2007
Ja zu solchen Priestern
Solche Priester würden wir mehr brauchen. Was sie erleben und sagen haben Hand und Fuß. Nicht wie Stammtisch Pfarrer, die alles besser wissen… nur nicht das was man echt wissen und lernen muß. Schreibtisch Theologen und Philosophen könnten viel von solchen Priestern lernen.
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#14   Evelin   16:22:37 | Dienstag, 20. März 2007
Abbé Ponchaud
gebührt großer Dank für seine Arbeit und sein Zeugnis!
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#13   HeinrichvonOfterdingen   20:40:06 | Montag, 19. März 2007
Lieber Gunsenum,
weder noch. Können Sie im Übrigen in jedem Geschichtsbuch nachlesen.
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#12   Gunsenum   20:37:56 | Montag, 19. März 2007
@ofterdingen
Es ist unglaublich! Versuchen sie hier die Reinwaschung des Faschismus_Nationalsozialismus? Oder wollen sie ihn graduell besserstellen? Wenn ja, so sind sie erbärmlich.
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#11   HeinrichvonOfterdingen   19:56:32 | Montag, 19. März 2007
Lieber Grzegorz I,
nur die Kommunisten/Sozialisten für viel mehr.
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#10   Grzegorz I.   17:31:17 | Montag, 19. März 2007
Unterschied???
Es gibt keinen Unterschied zwischen Kommunismus und Faschismus!!! Beide wollen die Katholische Kirche vernichten und beide sind für Millionen von Toten verantwortlich!!!
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#9   stimme der vernunft †   17:13:18 | Montag, 19. März 2007
Übrigens
sind auf dem Zweiten Vatikanum auf seltsame Weise alle Anträge, den Traditionalismus dogmatisch als Häresie zu verurteilen, von sedisvakantistischen Verschwören versteckt worden.
Jaja, so war’s.
Ischschwör!
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#8   st.georg   16:29:19 | Montag, 19. März 2007
@grzezorg
schon in anderen postings haben sie gezeigt, dass sie entweder nichts verstanden haben oder nichts verstehen wollen oder nur – und das täte mir leid :-O – dumm sind…
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#7   vicarius expositus   16:08:21 | Montag, 19. März 2007
Vorsicht!
so einfach darf man sich die Sache dann doch nicht machen…
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#6   Grzegorz I.   16:06:00 | Montag, 19. März 2007
Ja Ja…
Sozialismus=Kommunismus=Totalitarismus=Feminismus=Nationalismus=Faschismus=Atheismus
:-# :-# :-#
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#5   vicarius expositus   16:05:14 | Montag, 19. März 2007
Verschwörung
war da nicht von Nöten…man war sich grösstenteils sogar einig, eine Verurteilung des Kommunismus nicht auszusprechen…
schließlich war in den sechziger Jahren jeder, der etwas auf sich hielt „links“, und da die Kirche sich der Welt „von heute“ öffnen wollte, erschien dies nicht opportun…
das kommt davon, wenn die Kirche „von heute“ sein will…
man kann auch sagen, wenn sie dem Zeitgeist hinterher rennen will…
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#4   Gotthard   15:43:38 | Montag, 19. März 2007
gruselig
dass auf dem II. Vaticanum die Anträge, den Kommunismus zu verurteilen, angeblich allesamt verloren gegangen sind
eine tolle Verschwörungstheorie …
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#3   Tridentinus   15:04:39 | Montag, 19. März 2007
@Gusenum
Machen Sie sich mal bewusst, dass auf dem II. Vaticanum die Anträge, den Kommunismus zu verurteilen, angeblich allesamt verloren gegangen sind, und dann lesen Sie den Artikel nochmal!
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#2   sani †   15:04:30 | Montag, 19. März 2007
Beeindruckend …
und wie kommt diese vorbildliche priesterliche Lichtgestalt zu solchen Ehren auf dieser Site – na ja, vielleicht kommt auch einmal ein Beitrag über mich >:) >:) >:) >:) o^/ ?:) :(3 :-D (ich liebe diese Smilies – sie sind so genial :-$ :)3 )
mlg sani
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#1   Gunsenum   14:21:53 | Montag, 19. März 2007
Der Sinn…
und die Absicht ihres Artikels kommen nicht wirklich raus. ist es wieder iher Absicht, einen VII-Priester als nicht „krichentauglich“, nciht „lebenstauglich“ darzustellen? dann seien sie diesmal vorsichtig! dieser Mann hat wohl aufrecht an und für seinem, seinen Glauben sicher mehr geliten als jeder frömmeldnde Manipelträger!
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