Wie bereits im vergangenen Jahr künden Vatikanisten und Monsignori auch heuer eine unmittelbar bevorstehende Freigabe der Alten Messe an. Eine Zeitung weiß sogar das genaue Datum.
(kreuz.net, Vatikan) Das Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe kommt.
Das erklären erneut mehrere
Stimmen in Kirche und Welt.
Der italienische Journalist Marco Tosatti verbreitete das Gerücht am Samstag
in der Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’. Seinen „exzellenten“ Informanten zufolge wird das Dokument zwischen
dem Fest Mariae Verkündigung und Ostern erscheinen.
Der Präsident der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia
Dei’, Dario Kardinal Castrillón Hoyos, soll einem Freund zur bevorstehenden Freigabe des überlieferten
Ritus anvertraut haben: „Der Papst ist sehr entschieden.“
Das Datum
Die Mailänder Tageszeitung ‘Corriere
della Sera’ hat im Vatikan gehört, daß sich die Zeit der Veröffentlichung „nähert“. Ein genaues Datum
gebe es noch nicht.
Dagegen behauptete die konservative römische Tageszeitung ‘Il Tempo’ am Sonntag,
daß das ‘Motu Proprio’ am 5. April, dem Gründonnerstag, erscheine.
Alle vatikanischen Quellen würden
die Publikation als „bevorstehend“ betrachten.
Als Gegner der Freiheit für den überlieferten Ritus
nennt das Blatt die französischen Bischöfe.
Mons. Michael Schmitz: Es kommt bald
Auch der Generalvikar
des altrituellen Instituts ‘Christus König und Hoherpriester’, Mons. Michael Schmitz, kündigte eine
„baldige“ Veröffentlichung des Motu Proprios an.
Der Geistliche hielt am vorletzten Wochenende einen
Vortrag für die altrituelle Organisation ‘Latin Mass Society’ in Dublin. Das berichtete die katholischen
Wochenzeitung ‘Irish Catholic’.
Im Januar besaß Mons. Schmitz bei einem
Interview mit der römischen Monatszeitung ‘Inside the Vatican’ noch keine Informationen.
Angesprochen
auf das Motu Proprio sagte er damals: „Ich bin kein Prophet.“
Mons. Ignacio Barreiro: um Ostern
Der
in Rom lebende Berater der ‘Una Voce America’, Mons. Ignacio Barreiro, verbreitete dasselbe Gerücht.
Das berichtete die lefebvristische US-Monatszeitung ‘Remnant’ am 9. März.
Das Motu Proprio werde um
Ostern veröffentlicht werden.
Mons. Barreio berief sich auf eine „ernstzunehmende hochrangige Quelle“
im Vatikan.
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125 Lesermeinungen
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#125 Agiafortuni 00:15:17 | Sonntag, 25. März 2007
kein Dogma aber eine unerlässliche Glaubensregeln ich gebe Ihnen recht, die beiden von mir genannten
Dokumente sind keine Dogmen, jedoch Glaubensregeln ohne die der Lehre die Gefahr droht entstellt zu werden,
was in der Tat auch geschehen ist. Obschon ich mir keine Hoffnungen mache, Sie umzustimmen, möchte ich
Sie dennoch auf die Erklärung der deutschen Bischöfe zum Unfehlbarkeitsdogma hinweisen lautend: Die
Ansicht endlich, als sei der Papst „vermöge seiner Unfehlbarkeit ein vollkommen absoluter Souverän“,
beruht auf einem durchaus irrigen Begriff von dem Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit. Wie das Vaticanische
Concil es mit klaren und deutlichen Worten ausgesprochen hat und die Natur der Sache selbst ergibt, bezieht
sich dieselbe lediglich auf eine Eigenschaft des höchsten päpstlichen Lehramts: dieses erstreckt sich
genau auf dasselbe Gebiet wie das unfehlbare Lehramt der Kirche überhaupt und ist an den Inhalt der Hl.Schrift
und der Überlieferung sowie an die bereits von dem kirchlichen Lehramt gegebenen Lehrentscheidungen gebunden
(Denzinger 3116)… Pius IX hat diese Erklärung mit den Worten bestätigt: Eure Erklärung gibt die echt
katholische und deswegen des heiligen Konzils und dieses Heiligen Stuhles Auffassung mit schlagenden und
unwiderlegbaren Beweisgründenaufs geschickteste gestützt und glänzend erläutert so wieder, dass sie
jedem ehrenwerten Menschen zu zeigen vermag, dass es in den angegriffenen Definitionen überhaupt nichts
gibt, was neu wäre
@Dr. Carlo Regzzoni: Dadurch, daß Sie Ihr Lieblinsmantra… … dauernd wiederholen, steigt nicht dessen
Wahrheitsgehalt. Weder Apostolicae curae noch Mortalium animos sind Dogmen. Und daß die anglikanischen
Weihen ungültig sind, hat nichts aber auch gar nichts damit zu tun, daß Papst Paul VI. zusammen mit
dem Erzbischof von Canterbury die Gläubigen in St. Paul vor den Mauern segnen konnte. Segnen setzt nämlich
keine gültigen Weihen voraus. Jeder Christ kann segnen. Wenn Papst Paul VI. zusammen mit dem Erzbischof
von Canterbury eine Messe zelebriert, oder in dem Falle simuliert hätte, dann wäre Ihr Einwand berechtigt
gewesen. Aber die Sachlage ist ninmal eine ganz andere. Leben Sie damit. Schließlich hat auch keiner
den Erzbischof von Canterbury um seinen Apostolischen Segen gebeten, gelle?
#123 Agiafortuni 23:10:25 | Freitag, 23. März 2007
mehrmals erklärt Ein Frevel ist die Nichtbeachtung eines Gebotes aus Verwegenheit. Verwegenheit heisst
man nimmt einen Schaden in Kauf. Im Recht spricht man von Eventualvorsatz. Als der Frevler Montini zusammen
mit dem Erzbischof von Canterbury in Sankt Paul ausser den Mauern auftrat und die dort versammelten Gläubigen
segnete. Hat er einen zweifachen Verstoss begangen 1.) gegen Apostolicae curae seines Vorgängers Leo
XIII wo die anglikanischen Weihen für ungültig erklärt werden, 2.) gegen Mortalium animos. Montini
kannte bestimmt beide Dokumente. Dass er sich darüber hinwegsetzte ist seiner Verwegenheit zuzuschreiben.
Damit habe ich keinerlei Kot gegen Montini geschossen, sondern einfach sein Tun qualifiziert.
@Dr Carlo Regazzoni Ich weiß beim besten Willen nicht, was Sie meinen. Ich habe niemals die beiden Begriffe
„Frevel“ und „Kot“ miteinander in Verbindung gebracht. Das waren Sie. Vielleicht wollen Sie mir ja erklären,
was Sie meinen.
#120 Aurelius 19:12:48 | Donnerstag, 22. März 2007
@Dr Regazzoni Allerdings gilt es dabei gewisse Anstandsregeln zu beachten. Diese sind Ihnen offensichtlich
unbekannt, denn Sie erachten es als notwendig eine Maske anzuziehen und unter einem Pseudonym aus dem
Hinterhalt Kot auf die andere zu werfen. Halten Sie es für anständiger, unter Ihrem wirklichen Namen
Kot auf andere zu werfen?
#119 Agiafortuni 19:02:00 | Donnerstag, 22. März 2007
Landorganist: eingebildet, dumm und dazu noch feige Dass meine Äusserungen über das Frevler-Trio Roncalli-Montini-Woytila
den Unmut bei Ihnen auslöst, ist kein Geheimnis. Dass Sie als glühender Verehrer dieser Frevler sich
verpflichtet fühlen zurückzuschlagen, kann Ihnen niemand verübeln. Allerdings gilt es dabei gewisse
Anstandsregeln zu beachten. Diese sind Ihnen offensichtlich unbekannt, denn Sie erachten es als notwendig
eine Maske anzuziehen und unter einem Pseudonym aus dem Hinterhalt Kot auf die andere zu werfen. Daher
sind sie nichts anderes als ein hinterlistiger Feigling, der nicht einmal den Mut seine Anschuldigungen
im eigenen Namen vorzutragen. Sie haben doch nichts zu befürchten, wenn Sie Ihren Namen preisgeben oder
haben Sie doch etwas zu verbergen. Auf alle Fälle sind Sie zu nichts besserem fähig als die Sie prägende
Banalität in die Welt hinauszuposaunen und diese stinkt zum Himmel und ich bin sicher, dass auch ein
Schöngeist wie Benedikt XVI – für mich ist er kein Frevler – es nicht besonders schätzen würde, wenn
er gezwungen wäre sie zu riechen
#118 Benedikt 16:07:00 | Donnerstag, 22. März 2007
@ Stimme Der wortident gleiche Text ist bei Gregor VII. im Sinne seiner Rechtgläubigkeit (weil es keine
Beweise gibt, dass er das nicht gewesen wäre), bei Cardinal Lehmann als Beweis der Häresie zu interpretieren.
Das ist völlig eindeutig! Nein, das ist es nicht. Genau das bestreite ich. Dafür gibt es keinerlei Begründung,
außer der eigenen Missgunst gegenüber dem Kardinal. Und die ist für eine treffende Beurteilung irrelevant.
@ Dr. Regazzoni Ich bezweifle in keinster Weise, dass Papst Gregor VII. ein großer Heiliger war. Mir
geht es hier darum, die unterschiedlichen Maßstäbe aufzuzeigen, die für die Bewertung einzelner Kleriker
nach Belieben angelegt werden.
#117 landorganist 15:34:51 | Donnerstag, 22. März 2007
Sagen Sie mal, Herr Doktor, haben Sie an die Frevler Roncalli, Montini und Woytila auch Petitionen gerichtet?
Sind Sie in den Genuß deren Apostolischer Segen gekommen? So wie ich Sie einschätze sicher, Sie Natter!
#116 Agiafortuni 10:48:29 | Donnerstag, 22. März 2007
Benedikt über geschichtliche Ereignisse wissen Sie bestimmt besser Bescheid als ich. Deshalb lasse ich
mich gerne von Ihnen korrigieren. So viel ich weiss, ist der heilige Gregor VII als Martyrer in seinem
Exil von Salerno gestorben. Er befreite die Kirche aus der Klemme der weltlichen Herrschaft indem er ein
neues Verfahren bei der Wahl eines Papstes anordnete. Nicht mehr der römische Adel und der deutsche Kaiser
sollten dafür zuständig sein, sondern von ihm aus dem römischen Klerus ausgesuchte Mitglieder. Diese
wurden zu Kardinälen ernannt. Leider zeigte er eine allzu grosse Milde gegenüber dem Frevler Heinrich
IV und musste dies teuer bezahlen. Dass auch heiligmässige und rechtgläubige Päpste in der Vergangenheit
Fehler begangen haben, ist unbestritten. Diese Fehler haben jedoch die Substanz des Glaubens nicht angetastet
wie die vom Trio Roncalli, Montini, Woytila begangenen Frevel, die die katholische Identität geradezu
vernichtet haben. Wer sich heute katholisch nennt könnte vor Mortalium animos kaum bestehen
Selbstverständlich gelten für Texte des Jahres 1076 andere Interpretationsmaßstäbe als für heutige!
@ Benedikt: Das kann ja nicht ernstlich bestritten werden. Während man im von Ihnen erwähnten Beispiel
Cardinal Lehmann genug andere blödsinnige Texte zur Verfügung hat, um die schlechte Absicht des Autors
zu beweisen (Allerlösungstheorien), ist das bei dem Papst Gregor VII. nicht der Fall. Es gibt schlicht
einen anderen historischen Hintergrund, ohne deshalb in historischen Kritizismus zu verfallen. Auf den
Punkt gebracht: Der wortident gleiche Text ist bei Gregor VII. im Sinne seiner Rechtgläubigkeit (weil
es keine Beweise gibt, dass er das nicht gewesen wäre), bei Cardinal Lehmann als Beweis der Häresie
zu interpretieren. Das ist völlig eindeutig!
@ Stöhr Dahinter steht das Konzil bzw. dessen Wille und seiner Vollstrecker. Nehmen Sie es mir nicht
übel, aber es sind genau solche „Analysen“, deren Redlichkeit ich bezweifle. Meines Erachtens dient das
entweder der Selbstrechtfertigung, oder aber der gezielten Verwirrung anderer, wobei man sich dann fragen
müsste, ob die ganze Sache nicht arg nach Schwefel stinkt. Ich bestreite durchaus nicht, dass auch ich
Assisi für eine plakative Aktion halte, deren Sinn höchst fraglich ist. Ich bestreite auch nicht, dass
es Kleriker gibt, die dem Indifferentismus verfallen sind. Nur löst so etwas meiner Meinung nicht die
Hierarchie der Kirche auf. Schon deswegen nicht, weil sie dann schon viel früher aufgehört hätte zu
existieren.
Also, dass „Anton Schmidt“ Dörrmann verlegt, heißt nicht, dass der Verlag und sein Verleger auch ansonsten
total zu empfehlen wäre. Aber hinter Assisi steht mehr. Dahinter steht das Konzil bzw. dessen Wille und
seiner Vollstrecker.
@ Stöhr In Assisi wurde nicht gemeinsam gebetet. Wenn Sie diese veranstaltungen mit dem gleichen Maß
messen wie den Brief Gregors VII., dann bleibt von Ihren Vorwürfen nichts mehr übrig. Bevor ich etwas
von dem „Verlag“ Anton Schmid bestelle, soll mir lieber die Hand verdorren.
@Benedikt: Schaffen Sie sich das das Buch „Der theologische Weg Johannes Pauls II. nach Assisi“ von Johannes
Dörmann an, dann sehen Sie klarer (erhältlich z.B. hier: …ww.verlag-anton-schmid.de/start.htm?messianismus_k…).
Benedikt versucht die Sache hier so darzustellen, als ob es sich um irgend eine „einmalige“ Äußerung
gehandelt hätte. Das ist natürlich nicht der Fall, sondern es gibt eine ganze Reihe von derartigen Äußerungen
und Handlungen.
@ P. Lingen Jemand, der – auch durch einen entsprechenden +.net-Artikel – dafür bekannt ist, „vom Hass
gegen Christus verzehrt“ zu sein, Die Artikelüberschrift, die im Übrigen mit einem Fragezeichen versehen
ist, gibt eine von Ihnen in Ihrer „Predigt“ Behauptung wieder. Ihr Satz oben ist somit nichts als eine
Selbstreferenz. Grandios, Pater. Es gibt zwar natürlich keine „200“ „Fragwürdige“ – auch das nur wieder
als Beispiel für die absolut inexistente Seriosität von „Benedikt“. Mitnichten. Es ist lediglich der
Beweis (falls ihn noch jemand braucht), dass Sie von Textanalyse nichts verstehen, oder nichts verstehen
wollen. Ich stelle fest, dass Sie der Frage wiederum ausgewichen sind, und stattdessen mit sachfremden
Erwägungen über Filme von Schlöndorff kommen, die mit dieser Kontroverse nicht das mindeste zu tun
haben.
#107 Pater Lingen 21:55:03 | Mittwoch, 21. März 2007
Trau, schau, wem. Jemand, der – auch durch einen entsprechenden +.net-Artikel – dafür bekannt ist, „vom
Hass gegen Christus verzehrt“ zu sein, darf wohl nicht leichtfertig als sicherste Quelle bzgl. historischer
Fakten akzeptiert werden. Jedenfalls habe ich mal in ordentlichen kirchlichen Lehrbüchern geschaut, was
andere „fragwürdige Päpste“ wie Honorius, Liberius etc. betrifft. Es gibt zwar natürlich keine „200“
„Fragwürdige“ – auch das nur wieder als Beispiel für die absolut inexistente Seriosität von „Benedikt“.
Aber es gibt ein paar, und wenn man sich mit den Fakten beschäftigt, stellt man schnell fest, aus welcher
Ecke diese Vorwürfe kommen und v.a. dass sie völlig absurd sind. S. auch „Radio Vatikan“, 20.03.07:
„Volker Schlöndorff dreht einen Spielfilm über die ?Päpstin Johanna?. Das sagte der deutsche Regisseur
gestern am Rand des internationalen ?Sofia Film Fest? in der bulgarischen Hauptstadt. Die Figur der Johanna
spiele Franca Potente, die Dreharbeiten sollen in diesem Sommer in Bulgarien stattfinden. Der Filmemacher
sagte, er habe vergangenen Monat Gespräche im Vatikan geführt. Dabei habe man ihm versichert, es bestünden
keinerlei Einwände gegen das Thema.“
@ Athanasius Sie glauben wohl nicht ernsthaft Papst Gregor habe damit etwas anderes gemeint als dass er
für die Bekehrung des Muslimen beten werde, oder? Ach Athanasius, gehen Sie nicht gleich wieder an die
Decke. Offensichtlich ist Ihnen entgangen, worum es hier geht. Sie sagen, dass die Aussage des Papstes
nur so auszulegen ist. Das ist legitim, vermutlich auch wahrscheinlich. Der Punkt ist, dass gegenüber
heutigen Kirchenfürsten ein anderer Maßstab angelegt würde. Hätte etwa Kardinal Lehmann einen so lautenden
Breif geschrieben, dann wäre Zeter und Mordio geschrien worden. Um diese unterschiedlichen Maßstäbe
geht es schlussendlich! Mit ihnen lassen sich alle Aussagen in gewisser Weise umdeuten, und genau das
macht der Sedisvakantismus. Dass Sie glauben er sage dort eben dass auch Muslime gerettet werden können
durch ihren falschen Glauben, ist Ihre Sache, das meinte der Papst aber nicht. Das glaube ich nicht. Sie
haben lediglich nicht verstanden, worum es ging (s.o.),
#105 Athanasius 21:16:40 | Mittwoch, 21. März 2007
@Benedikt Sie glauben wohl nicht ernsthaft Papst Gregor habe damit etwas anderes gemeint als dass er für
die Bekehrung des Muslimen beten werde, oder? Sie glauben Ihrer indifferentistischen Auslegung diesen
Textes doch nicht wirklich oder? Was Sie aus dem Brief machen ist natürlich unsinnig, denn Gregor glaubte
natürlich an die verbindliche Glaubenswahrheit der einzigen Rettung in der katholischen Kirche. Dass
Sie glauben er sage dort eben dass auch Muslime gerettet werden können durch ihren falschen Glauben,
ist Ihre Sache, das meinte der Papst aber nicht. Im Konzilsdekret steht, dass die Muslime „unicum deum“,
„einen einzigen“ oder „den einzigen“ Gott anbeten. Auch wenn sie es pervertiert tun ist es natürlich
wahr, wie auch monotheistische Indianer die den Schöpfergeist anbeteten und talmudische Juden auch Gott
anbeten.
@ Murx Objektiv haben wir allen denselben Schöpfer, subjektiv erkennen ihn aber nicht alle richtig. Aha.
Ich beglückwünsche Sie zu dieser Erkenntnis. Wo ist jetzt noch Ihr Problem bezüglich der Päpste und
dieser Frage? Im übrigen ist Ihr Zitat eben nicht im Kontext, oder forderte Urban VII. die Moslems auf,
Gott weiter „auf ihre Weise zu verehren“? Also den Sedisvakantisten reicht ein Zitat wie das von Gregor
VII. bei einem heutigen Kirchenfürsten völlig aus. Gregoer VII. macht in dem Brief keinerlei Versuche,
den Fürsten zu missionieren oder seinen Glauben zu widerlegen. Heute wwürde Sie sagen: Er leugnet die
Lehre. Das können Sie jetzt bestreiten oder nicht, ich weiß, was ich gelesen habe. Ich denke mal, daß
Urban im weiteren Textverlauf erklären wollte, dass objektiv nur die katholische Art zu beten die richtige
sei. So ungefähr: „Gott weiß nämlich, daß wir dich rein zur Ehre Gottes lieben, und dein Heil und
deinen Ehre in diesem und im zukünftigen Leben ersehnen. Und daß Gott selbst dich nach einem langen
Leben in den seligen Schoß des heiligsten Patriarchen Abraham aufnehmen möge, dafür beten wir mündlich
und mit dem Herzen.“ Bei einem heutigen Kirchenfürsten wäre das wohl allerlösungsverdächtig. Aber
der Brief ist ja von 1076 also muss der fleißige Sedisvakantist den anderen Maßstab auspacken, etwa
so: „Gregor hat damit wohl gemeint, das er für die Bekehrung betet etc.“ Hört sich fast so an, wie das,
was sonst immer als Konzilsgeschafel bezeichnet wird.
#103 Spätmerker 20:42:55 | Mittwoch, 21. März 2007
Ich diskutiere erst dann über die theoretische Möglichkeit… …der Mondlandung, wenn von vorne herein
feststeht, daß nie Menschen auf dem Mond waren, oder jemals sein werden.
Lieber Benedikt,… …das Problem ist nach wie vor, daß sie zu abstrakten Diskussion nicht in der Lage
sind. Gleichzeitig schieben Sie in concreto ein Argument, oder vielmehr eine Unterstellung, vor, welche
auf unserer Seite gar nicht aufgebracht wird. Sie Antworten also auf vermeintliche Vorwürfe von unserer
Seite, die von dieser Seite eben nicht kommen. Wenn man also sagt, alle haben denselben Herrgott, so kann
man das objektiv, oder subjektiv verstehen. Objektiv haben wir allen denselben Schöpfer, subjektiv erkennen
ihn aber nicht alle richtig. Ihr Zitat ist also wenig hilfreich, wenn Sie mich so überführen wollen.
Im übrigen ist Ihr Zitat eben nicht im Kontext, oder forderte Urban VII. die Moslems auf, Gott weiter
„auf ihre Weise zu verehren“? Ich denke mal, daß Urban im weiteren Textverlauf erklären wollte, dass
objektiv nur die katholische Art zu beten die richtige sei. Ihr Beispiel sagt also nichts aus.
#101 Johann Orth 19:48:21 | Mittwoch, 21. März 2007
„Er ist doch Jurist.“ Nun ja – über seine Kompetenz im Umgang mit Texten wurde hier bereits einiges gesagt,
und seine berufliche Auslastung läßt sich ja auch daran ermessen, wieviel Zeit er hier verbringen kann.
Sollte er wirklich derjenige sein, der hier über „Hirntumor im Endstadium“ witzelte – dann sagt das einiges
über seine menschliche Kompetenz (zusätzlich zu seiner juristischen). Armes Kerlchen. Es reicht eben
nicht, Sohn und Erbe zu sein. (Nein, nein: kein Neid meinerseits. Ich bin auch Sohn und Erbe.)
@ Murx Bitte sehr: „Daher schulden wir [Christen] und ihr [Muslime] diese Liebe uns gegenseitig mehr als
den übrigen Völkern, da wir an einen Gott, wenn auch auf verschiedene Weise, glauben und ihn bekennen,
und wir ihn als Schöpfer der Zeiten (Jahrhunderte) und Lenker dieser Welt täglich loben und verehren.“
Wäre es denn Gregor VII. eingefallen, zusammen mit Moslems zu beten? Weiß ich doch nicht. Erfinden Sie
jetzt ein neues Kriterium, wo das alte nicht mehr stichhaltig ist? Hat Johannes XXIII. hat mit Moslems
gebetet? Aber davon mal ganz abgesehen, möchte ich die kanonische Bewertung der Sedisvakanz durch Abfall,
oder aber die scheinbare Wahl eines Amtsunfähigen hier vorranging diskutieren. Ich behaupte, dass etlichen
päpsten aufgrund irgendwelcher Äußerungen Apostasie unterstellt werden könnte, wenn man so vor gehen
würden, wie Sie oder andere Sedisvakantisten das tun. Wenn die Kirche eines Tages irgendwelche Päpste
als Häretiker bezeichnet, so wäre das etwas anderes. Eine Sedisvakanz, weil ein paar kleine Grüppchen
irgendwo einen Abfall vom Glauben oder Amtsunfähigkeit sehen wollen ist dagegen völlig verquer.
Bezeichnend ist aber, daß Otterbeck keine juristischen Argumente einfallen Er ist doch Jurist. Kann er
denn Fall nicht abstrakt behandeln? Fällt ihm nichts zum Problem an sich ein? Wenn B16 Papst wäre, so
würde das nur beweisen, daß er von dem Fall, wie die Bulle Pauls IV. ihn vorsieht, halt nicht betroffen
ist. Weiter nichts. Es geht hier aber um die Frage in abstracto. Wenn man beides ständig vermengt, das
abstrakte Problem und einen konkreten Streitfall, kommt man nicht weiter. Es fällt mir nur auf, daß
alle, die unbedingt beweisen wollen, Montini etc. seien Päpste gewesen, gleich in einem Abwasch auch
das abstrakte Problem er ledigen wollen. Wieso können die das nicht trennen? Mangel an Sachlichkeit?
Einfach nicht cool genug? Angenommen, ich hätte bewiesen, daß ein Häretiker nicht Papst sein kann und
daß dieser Fall auch tatsächlich eintreten könne, so habe ich doch noch nicht bewiesen, daß B16 kein
Papst ist. Wozu also die Angst auf der Seite der Konzilspuffgänger? Ich müßte doch erst aufzeigen,
daß für seinen Fall die Kriterien erfüllt sind. Aber nein, diese hastige Atemlosigkeit bei Leuten wie
„Stimme“ macht stutzig.
Ich nehme den Verlaub zurück. Wer solchen Dreck schreibt: „Der Vergleich mit Tumor soll auf die Verblödung
abzielen.“, der ist ein Arschloch. Und zwar ein riesengrosses. Dr., Otterbeck, Natterbeck oder sonstwas.
Egal, wie lange das hier stehenbleibt oder nicht…
Ich kann nicht erkennen, inwiefern Otterbeck… …jemandem einen Tumor gewünscht hat. Der Vergleich
mit Tumor soll auf die Verblödung abzielen. Ein Effekt, der aber nicht immer gegeben ist.
Benedikt: Zitate sollten hier wirklich im Wortlaut gebracht werden …und im Zusammenhang natürlich.
Wäre es denn Gregor VII. eingefallen, zusammen mit Moslems zu beten? Aber davon mal ganz abgesehen, möchte
ich die kanonische Bewertung der Sedisvakanz durch Abfall, oder aber die scheinbare Wahl eines Amtsunfähigen
hier vorranging diskutieren. Können Sie das nicht?
@Cum te alias… Dr. Otterbeck (oder nicht) Das geht zu weit. Noch nie habe ich irgenjemandem hier einen
Tumor oder Krebs zugewünscht. Ich dachte Sie seien ein zivilisierter Mann. Internetz und Pseudonyme machen
vieles kaputt leider. Bei aller Kritik die man gegen die FSSPX und deren „Anhänger“ (römisch-katholische
Gläubige die die Tradition festhalten) hegen mag, gehen solche Aussagen zu weit.
cum te „Bei den „erdrückenden Fakten“ handelt es sich Ihrerseits nicht etwa zufällig um einen Gehirntumor
im Spätstadium??“ Mit Verlaub, Sie sind ein Ar…ch. Ich habe meinen Vater daran verrecken sehen und
konnte nicht helfen. Tolle Witze machen Sie! Passt zu dem. was man sonst hier von Ihnen liest.
Es geht hier erst einmal um den Sachverhalt einer Sedisvakanz an sich Nur in zweiter Linie geht es darum,
ob Paul VI., JPII. und B16 davon betroffen sind. „Stimmes“ Argument war ja, dieser Fall sei an sich undenkbar.
Nun geht aber die Bulle davon aus, daß die Wahl eines Häretikers auch dann ungültig ist, wenn alle
Kardinäle zugestimmt haben sollen. Die Bulle, §6, Absätze 1, 2 und 3: (i) the promotion or elevation,
even if it shall have been uncontested and by the unanimous assent of all the Cardinals, shall be null,
void and worthless; (ii) it shall not be possible for it to acquire validity (nor for it to be said that
it has thus acquired validity) through the acceptance of the office, of consecration, of subsequent authority,
nor through possession of administration, nor through the putative enthronement of a Roman Pontiff, or
Veneration, or obedience accorded to such by all, nor through the lapse of any period of time in the foregoing
situation; (iii) it shall not be held as partially legitimate in any way; Damir wird gerade das ausgeschlossen,
was Benedikt behauptet.
@ Stöhr Die Fakten, die dagegen sprechen, sind erdrückend. Mitnichten. Jeder dieser Päpste ist von
einem in Kontinuität bestehenden Kardinalskollegium gewählt worden. Die von Ihnen vorgebrachten Gründe
würden vermutlich 200 Päpste um ihr Amt bringen. Sie haben etwa immer noch nicht erklärt, wie Gregor
VII. Papst sein kann, obwohl er einem muslimischen Fürsten geschrieben hat, dass beide denselben Gott
anbeten. Da Gregor VII. sogar ein Heiliger der Kirche ist, hat die Kirche seitdem sogar einen schlimmen
Häretiker und Apostaten im Kalender und begeht jährlich sein Fest. Sieht ganz schlecht aus für die
Nachfolger Gregors, die das zugelassen haben – alles Häretiker. Verabschieden Sie sich mal von der Kirche,
die gibt es gemäß ihren Theorien schon 1000 Jahre nicht mehr (womit sich diese Theorie selbst das Urteil
gesprochen hat, da die Kirche nun mal indefektibel ist).
Ist fast schon lustig beide (Benedikt und Stimme) sagen einfach: Wenn man den, der von ihnen als Papst
bezeichnet wird, nicht als Papst bezeichnet, dann ist man dem Papst ungehorsam und richtet ihn. So einfach!
Ein klassischer Zirkelschluss eben. Derjenige, der Roncalli bis Ratzinger zu Päpsten erklärt, muss darlegen,
warum er dies tut. Die Fakten, die dagegen sprechen, sind erdrückend.
Hallo, Stimme der Vernuuuuhuuuunft, ich warte auf Nachhilfe Wie sagtest Du doch? Da du mal wieder mit
völliger Unkenntnis der Lehre der Kirche glänzt hier eine Nachhilfestunde: Also, was ist? Bekomme ich
nun Nachhilfe, oder nicht?
Noch ein interessanter Aspekt des Can 188 Der Kanon gehört gar nicht zum Strafrecht, sondern ist eingeordnet
unter „de clericis in genere“. Und die can. 183 – 195 behandeln die Normen für den Verlust von Kirchenämtern
„De amissione officiorum ecclesiasticorum“. Es geht also im Kanon 188 nicht darum, daß ein Papst bestraft
wird, sondern um die Frage, ob jemand der Apostat ist, damit freiwillig, implizit auf sein Amt verzichtet.
Der Kanon handelt vom stillschweigenden Amtsverzicht, „ob tacitam renuntiationem ab ipso iure admissam
quaelibet officia vacant ipso facto et sine ulla declaratione“. Es geht also gar nicht darum, über einen
Papst zu richten. Das Strafrecht ist ja woanders. Can. 1999 – 2414. Die Frage ist durchaus der Erörterung
würdig.
Und es wird weiter wiedergekäut Vernunft fängt doch mit der Anerkennung von Fakten, oder? Das Blatt
mit einer Kopie des Can. 188 finden Sie auf Blatt 2 dieser PDF-Datei: www.rore-sanctifica.org/…lle_Antwort_2006.pdf
Da es um einen abstrakten Sachverhalt geht, können wir getrost von vermeintlichen und tatsächlichen
Häresien der nachkonziliaren Päpste, oder Scheinpäpste absehen. Auch davon, ob jetzt das CIC1983, oder
von 1917 gilt, denn es geht ja darum wie die Kanoniker seit der Zeit von Paul IV. das rechtlich betrachtet
haben. Die Einordnung der Bulle in die Rechtsquellen des CIC1917 geschah nicht ohne Grund. Warum also?
Hier ist der Link auf die Bulle: www.dailycatholic.org/cumexapo.htm Wie gesagt, es geht vorrangig um die
Paragraphen 3 und 6. Aber auch andere Paragraphen der Bulle werden in den Rechtsquellen des CIC an anderer
Stelle genannt und zwar in Kanones 167, 218, 373, 1435, 1556, 1657, 1757, 2198, 2209, 2264, 2294, 2314,
2316. Die Sache ist also etwas komplexer, als Sie es darlegen, „Stimme der Vernunft“.
@Murx Klar, wenn gar kein Papst gewählt würde, hätten wir natürlich eine Sedisvakanz. Wenn alle Kriege
enden würden hätten wir den Weltfrieden, das ist also theoretisch prinzipiell möglich. Solange aber
noch Kriege geführt werden und solange noch Päpste gewählt werden, gibt es werder Weltfrieden noch
Sedisvakanz. Unterhalten wir uns also weiter, wenn irgendwann mal die Kardinäle keinen Papst mehr wählen.
@Stimme der Vernunft Wurde hier niemals auf die Bulle Pauls IV. hingewiesen, insbesondere auf die Paragraphen
3 und 6? Hast du die nie gelesen? Wurde hier niemals der Can.188 des CIC1917 diskutiert, der in seinen
Fußnoten auf die Bulle und die §§3 und 6 verweist? Ist das alles an dir vorbeigegangen? Hast du nie
die Liste von Kirchenlehrern wahrgenommen, auf die man hier des öfteren verwiesen hat? Du mindestens
eines akzeptieren: Abgesehen von der Frage, ob jetzt Wojtyla, Montini und Ratzinger tatsächlich Häretiker
wären oder nicht: die Frage der Sedisvakanz oder Amtsunfähigkeit aufgrund Apostasie ist erst einmal
ein kanonisches und dogmatisches Problem. Dazu existiert Literatur und sie wurde hier wiederholt präsentiert.
Bist du nun in der Lage wenigstens davon Kenntnis zu nehmen, oder nicht? Denn wenn ein Papst von niemandem
gerichtet werden kann, so muß er doch erst einmal Papst sein. Bist du in der Lage das Problem dogmatisch
anzugehen und auch kanonisch unter Absehung der derzeit streitgegenständlichen Pontifikate, oder nicht?
Wenn wir uns darüber einig sind, ob Sedisvakanz real eintreten kann, können wir uns darüber unterhalten,
ob es denn auf diesen Fall zutrifft. Aber auch das wurde hier wiederholt differenziert dargelegt. Schon
vergessen?
@ Heggi Leider verstehe ich Ihren Einwurf irgendwie nicht. Dennoch will ich eine Antwort versuchen. Natuürlich
kommt es auf die Anerkennung des Primats und der Nachfolge im Amts des Papstes ohne Unterbrechnung hier
und heute an. Aber wenn es eine theologische und geschichtliche Anerkennung des Primats gibt, dann hat
man zumindest eine Basis, von der aus man operieren kann. Was ich meinte war, dass die geschichtliche
Anerkennung des Primats auch eine reine Behauptung sein kann. Da man die Anerkennung nicht auf die Gegenwart
bezieht, ist dies ohne weiteres möglich. Ob jemand wirklich den Primat des Papstes anerkennt, kann man
nur wissen, wenn sich diese Anerkennung auch auf den gegenwärtig regierenden Papst bezieht. Dies ist
bei Sedisvakantisten offensichtlich nicht der Fall. Sie müssen sich daher den Vorwurf gefallen lassen,
aus persönlichen Gründen dem Papst nicht zu folgen, etwa weil ihnen gewisse Entscheidungen und Praktiken
nicht gefallen. Eine Verweigerung aus solchen Gründen ist dem Gläubigen aber nicht erlaubt. Der Primat
wird also abgelehnt. Bezüglich des Protestantismus gilt weitgehend das gleiche; aus den Gründen, die
Sie genannt haben.
@murxist bitte erklären sie dogmatisch warum Sedisvakanz nie eintreten kann! Da du mal wieder mit völliger
Unkenntnis der Lehre der Kirche glänzt hier eine Nachhilfestunde: 1. Es gibt keine irdische Instanz,
die den Papst verurteilen kann. das ist seit der Verwerfung des Konzils von Basel durch den Papst beständige
Lehre, endgültig dogmatisiert durch Pastor Aeternus und das Jurisdiktionsprimat. 2. Der Papst legt allein,
„aus sich selbst“ (so ist der Wortlaut im Dogma) und völlig ohne die Kirche fest, was die rechte Lehre
ist (Pastor Aeternus, Dogma von der Unfehlbarkeit) Daraus folgt, wo der Papst ist, ist die Kirche, wenn
die gesamte Kirche anderer Meinung ist als der Papst, dann hat der Papst recht und die Kirche nicht. Es
kann also nie sein, dass es keinen Papst gibt, es könnte höchstens sein, dass es keine Kirche mehr gibt.
Sedisvakantismus ist also unmöglich, wenn man nicht die Dogmen von 1870 leugnet.
Benedikt Leider verstehe ich Ihren Einwurf irgendwie nicht. Dennoch will ich eine Antwort versuchen. Natuürlich
kommt es auf die Anerkennung des Primats und der Nachfolge im Amts des Papstes ohne Unterbrechnung hier
und heute an. Aber wenn es eine theologische und geschichtliche Anerkennung des Primats gibt, dann hat
man zumindest eine Basis, von der aus man operieren kann. Dann hat man zumindest eine Gesprächsgundlage.
Wenn man aber schon in der Akzeptanz bzw. Deutung jener Worte Christi nicht übereinstimmt, die nach katholischem
Glauben den Primat grundgelegt haben, wie das bei den genannten Damen unzweideutig der Fall ist, dann
gibt es eben keine Basis für irgendein Gespräch. Für mich ist, um es anders auszudrücken, der Protestantismus
in all seinen unterschiedlichen Ausformungen die unerträgliche Form des Christentums schlechthin. In
so fern vermag ich mit einem Sedisvakantisten inhaltlich produktiv zu streiten, mit Frau Jepsen jedoch
nicht.
@ Heggi Ich habe zwar nicht die Sedisvakantisten zu verteidigen, aber in der grundsätzlichen Frage des
Amtes unterscheiden sie sich von Jespsen und Co. immerhin dergestalt, daß sie zumindest das Petrusamt
der Kirche theologisch mit seiner Fundierung im „Tu es petrus“ anerkennen, Es ist immer einfach, eine
solche Anerkennung nur für die Vergangenheit auszustellen, nicht aber für die Gegenwart. Eine wirkliche
Akzeptanz kann nur eine Akzeptanz der gegenwärtigen Hierarchie sein. Alles andere kann jeder behaupten
und ist in meeinen Augen nur eine faule Ausrede. @ Dr. Natterbach So gesehen wäre ein Motu proprio doch
Ihre letzte Rettung, oder? Nee, das wäre wohl eher der Todesstoß.
#74 landorganist 10:37:16 | Mittwoch, 21. März 2007
Lieber Herr Dr., Sie sind sich ja sehr sicher was die Vakanz der Hl. Stuhles betrifft, insbesondere der
Frevler und wie Sie die nachkonziliaren Päpste sonst noch so gern betiteln. Darum verwundert es um so
mehr, wie Ihnen diese „dumme Sache“ mit der Unterschrift passieren konnte. Glauben Sie nur nicht, dass
Ihre Schmierenkommödie mit Ihrem billigen Erklärungsversuch vergessen ist. Sie haben sich diskreditiert,
Herr „Doktor“! Sedisvakanz ist keine diskussionswürdige Theorie, sondern ein Hirngespinst unzufriedener,
reaktionärer, fundamentalistischer armer Seelen.
Probleme des Sedisvakantismus Eine Ebene des Problems um den Sedisvakantismus, wie er heute vertreten
wird, ist jene, dass es kaum einsichtig ist, wie die kirchliche Hierarchie und vor Allem da Petrusamt
wiederhergestellt werden könnte. Denn es wird ja nicht nur behauptet, dass der Stuhl Petri seit fast
50 Jahren vakant sei, sondern auch, dass seit mehreren Jahrzehnten alle nach dem Neuen Ritus erteilten
Priester- und Bischofsweihen ungültig seien. Es gäbe danach auf der ganzen Welt nach dieser Auffassung
wohl kaum einen gültig geweihten amtierenden Diözesanbischof oder Weihbischof einer Diözese mehr. Es
ist zu fragen ob die Theorie des Sedisvakantismus in dieser Form nicht das Dogma von der Sichtbarkeit
der Kirche negiert. Obwohl die Wahl des Papstes durch die kardinäle kirchlichen rechtes ist und auch
anders geregelt wwerden könnte, ist nicht ersichtlich, wie bei angenommenem Sedisvakantismus ein neuer
Papst bestimmt werden könnte. Wer sollte den neuen Wahlmodus beschliessen?
#71 Agiafortuni 10:13:14 | Mittwoch, 21. März 2007
Heggi: entschieden zu weit über die verwegene Behauptung oder den Blödsinn anderer, der Stuhl Petri
sei derzeit vakant, muss nicht diskutiert werden. Diese Behauptung geht entschieden zu weit. Zwar räume
ich Ihnen ein, dass wer den Sedesvakantismus als Gewissheit verkündet sich ein Urteil anmasst, das ihm
nicht zusteht. Der Sedesvakantismus ist ebenso eine vertretbare Hypothese wie die Behauptung, dass derjenige
welcher auf dem Stuhl Petri sitzt der rechtmässige Papst sei. Vor allem sollte man vermeiden, in der
Auseinandersetzung mit dieser Frage eine allzu grosse Selbstgefälligkeit zu zeigen.
Und bei der Ekklesiologie geht es auch den richtigen Gottesbegriff Und auch um den richtigen Begriff der
Menschwerdung. Ist Jesus Christus die Person des Logos, die eine menschliche Natur in die Einheit ihrer
Person aufgenommen hat, oder ist Jesus die „Person des Gottesknechtes“ (siehe Dominum et Vivificantem),
die dadurch zum Hohenpriester wird, daß ihr die „Gabe des Hl. Geistes“ zuteil wird? Da die hypostatische
Anwendung des Begriffes „Gottesknecht“ durch Hadrian I. (alter Denz. 313) verboten worden war, darf es
nicht wundern, daß in der letzten Ausgabe (Denzinger-Hünermann) von dem Text in Denz.313 nichts mehr
zu finden ist. Schließlich paßt Denz.313 nicht zur neuen Christologie. Wie man sich die Menschwerdung
vorzustellen hat, erklärt der Dönmeh-Rebbe Yakov Leib ha-Kohanim www.donmeh-west.com/rodofaaron.shtml.
Die Menschwerdung Gottes ist eine fortwährende in vielen durch den Hl. Geist. Deswegen ist, metaphysisch
gesehen, wenn man dem Rebbe Glauben schenkt, die Menschwerdung in Jesus Christus nichts einmaliges. Die
neue Form der Bischofsweihe Pauls VI. folgt diesem Strickmuster einer fortwährenden Menschwerdung Gottes
durch den Hl. Geist. Psssst, der Rebbe spricht: „The indwelling of the Holy [Spirit] … in man brings
about a Christification of many.“ (Answer to Job, Par. 758) By implanting His „Holy Spirit“ in Moses,
God elevated him to the status of „Messiah“ (in Hebrew, Moshiach; in Greek, Christos) the first in a succession
of „anointed ones“ who were to be vessels for His continuing incarnation in the world culminating in,
but not ending with, Sabatai Z’vi
@Heggi: Wieso? Blödsinn anderer, der Stuhl Petri sei derzeit vakant, muß dagegen nicht diskutiert werden.
Das interessiert mich als Nicht-Theologen. Ist das irgendwie a priori klar, daß der Stuhl Petri nie vakant
sein kann? MfG Christoph Heger
Benedikt Ich habe zwar nicht die Sedisvakantisten zu verteidigen, aber in der grundsätzlichen Frage des
Amtes unterscheiden sie sich von Jespsen und Co. immerhin dergestalt, daß sie zumindest das Petrusamt
der Kirche theologisch mit seiner Fundierung im „Tu es petrus“ anerkennen, nicht dagegen Frau Jepsen und
ihre feministischen Schwestern. Wie sollten Sie auch? Für sie ist das Amt so geschaffen, wie das eines
Superintendenten. Über die verwegene Behauptung oder den Blödsinn anderer, der Stuhl Petri sei derzeit
vakant, muß dagegen nicht diskutiert werden. @Natterbach: Es gibt Ähnlichkeiten, die sind rein zufällig.
Vielleicht merken Sie sich das!
#67 Agiafortuni 09:13:48 | Mittwoch, 21. März 2007
r.ruhrgebietler: falsch verstanden ich befürchte, Sie haben Dr. Natterbach missverstanden. Es geht ihm
keineswegs um Polemik, sondern um Tatbestände, die es wahrzunehmen gilt, will man nicht vor bösen Überraschungen
stehen. Jeder Realist sieht ein, dass Rom alles daran setzt, um die FSSPX zu neutralisieren. Dazu sind
die verschiedenen Ecclesia Dei Gruppen das geeignete Mittel. Man räumt ihnen das Recht ein, die katholische
Messe zu feiern und erhält als Gegenleistung die Zustimmung zur V 2 Ideologie. Die Liturgie gerät dadurch
in den Hintergrund ohne dass der Kampf dorthin verlagert wird, wo er sich fortan abspielen wird, nämlich
auf dem Boden der Ekklesiologie. Dort wird auch der Endkampf ausgetragen werden.
@Natter im Bach – Kommt schon Neid auf?? oder ist schon Weihnachten – wg. Ihrer Spekulatius, die Sie uns
hier auftischen wollen! Die V-II Sekte hatte schon immer neidisch auf FSSPX geguckt, da die sich aus Spenden
finanziert. Stuttgart – Sie waren, genauso wie BILD natürlich direkt dabei! Mensch, Natter, was wollen
Sie uns da eigentlich verkaufen!?! Ob das Motu überhaupt kommt steht in den Analen Gottes, aber nicht
bei den Menschen – die sind zu blöd dafür. Die Zeremonie ist der Inhalt – aber das wird ein V-II’ler
nie verstehen. Wenn der Inhalt nicht stimmt, hilft auch nicht die Verpackung – siehe V-II Veranstaltungen.
Mal ehrlich: würden Sie einen plattgefahren Kuhfladen essen, nur weil Ihnen jemand sagt das es eine Pizza
sei?? Sie gucken doch auch erst mal ob das so ist?! Also, warum sollte jemand V-II-Tingeltangel besuchen,
wenn er feststellt, daß Gott dort schon lange ausgewandert ist und sein endgültige Bleibe in der Tradition
gefunden hat! Er, der war, der ist und sein wird. Natter im Bach, da haben Sie eine Quittung ausgestellt,
die etwas abrechnet, das nicht das. Sozusagen eine Rechnung ohne Lieferung. Ich kann da nur sagen: Annahme
verweigert, zurück an Absender!
@Heggi: mal ganz ehrlich, Ihr Distrikt ist doch bankrott, oder? So gesehen wäre ein Motu proprio doch
Ihre letzte Rettung, oder? Oder warum laufen Sie seit 2 Jahren durch den Distrikt und fragen jeden Priester:
„Wieviel Leute haben Sie?“ In Stuttgart muß ja in der letzten Woche wegen des finanziellen Zustandes
des Distriktes eine Stimmung gewesen sein, Mann oh Mann. Der Führerbunker 45 war dagegen wohl eine Festtagsstimmung
gewesen. Das Motu proprio kommt schon noch, aber nicht mit Fellay als „Patriarch der Tradition“. Diese
Rolle soll nach informierten Kreisen Haas übernehmen, mindestens im deutschsprachigen Raum. Die Leute
in Wien gehen Ihnen nun auch laufen. Aus den Gebäuden der Kapelle müsst Ihr nun ausziehen und wollt
einen Saal im Hotel anmieten? Da werden die Leut wohl zum Institut Philippo Neri laufen, mit der schönen
barocken Kapelle, gell? Man darf sich halt nicht wundern, wenn man jahrelang die Leut nur auf schöne
Zeremonien getrimmt hat und nicht auf Inhalte. Den Wienern wird’s doch genauso egal sein, ob Haas Bischof
ist, oder nicht, wie Ihnen. Hauptsache der trägt barocke Gewänder. So sieht die Quittung aus. Diestedde
war vor allem eine finanzielle Notbremse gewesen. Wenn man jetzt weiß; wie es um euch steht, wird man
euch langsam abkochen. Saint Nicolas du Chardonnay wird vom Staat für das Institut vom Guten Hirten requiriert
werden und Laguérie kann im Triumpf nach Paris zurück. Und wenn das Motu proprio kommt, dann wird man
Ihnen erklären, daß man Sie nicht mehr brauchten wird.
@ Heggi welcher vernünftige Dialog läßt sich denn mit Frau Käsmann, Frau Jepsen oder mit Frau Wartenberg-Potter
führen? Diese Personen bestreiten jedenfalls nicht die Legitimität ihres Gegenüber. Im übrigen wüsste
ich nicht, dass der Papst mit Fr. Käßmann im theologischen Disput stünde. @ Radiobeitrag Leider war
der Beitrag nicht sehr erhellend. Er zerfaserte in zu vielen angeschnittenen Themen. Zudem fehlte es an
einem Liturgiewissenschaftler, der für die alte Messe eintrat. Diese hätte auch den groben Unfug Prof.
Franz’ ausbügeln können, der behauptete, eine Rückkehr zum alten Ritus sei eine Rückkehr zu „perfidis
judaeis“. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Liturgiewissenschaftler nichts von den diesbezüglichen
Änderungen im Missale von 1962 weiß, ist dieses Vorgehen ausgesprochen niederträchtig. Leider wird
die Stellung der „Lefebvristen“ zur Religionsfreiheit falsch dargestellt, als wäre man intolerant. Allerdings,
denn die „Lefebvristen“ sind ja dafür, wie dem MB vom Februar zu entnehmen war.
@Johann ORth Zustimmung. Man sieht hier auch, dass ernannte Theologen an Universitäten nach 1965 nur
als Professoren und selbsternannte Spezialisten ernannt werden die die liturgische und theologische Revolution
und „Schleifung der Bastione“ vorantreiben und abzwingen wollen. Höre auch dem protestantischen Glauben
des Theologen und des angeblichen Liturgie-Spezialisten zu. Pseudowissenschaftler sind’s. Ja, der Musiker
sagt es sehr gut. Leider wird die Stellung der „Lefebvristen“ zur Religionsfreiheit falsch dargestellt,
als wäre man intolerant. Es geht um Moral und Uneinschränkung. Das sagt man leider nicht. Lieber macht
man eine antikatholische Karikatur und stellt Lefebvre und die „Kirche der Barockzeit“ als intolerante
agressive Hasser da. Man sollte dort mal Spezialisten fragen, keine modernistische Ideologen die in Deutschland
seit 1965 konsequent ernannt werden und sich dem Mainstream der Modernistenkleriker anschliessen müssen,
sonst feuern die Bischöfe von Deutschland sie wegen ‘Reaktionarität’.
@Johann Orth Ja, da haben Sie leider Recht. Leeres Gesülze auf hohem Niveau und dazu immer die gleichen,
falschen Totschlagargumente (Latein versteht keiner mehr; „ob sie [die Leute] in die alte Messe gingen,
das wissen wir nicht“ usw.)! Grauenhaft…
#60 Johann Orth 22:43:05 | Dienstag, 20. März 2007
Bester Frasim, ich habe gerade die Sendung gehört. Es ist grauenhaft: einerseits die Verzerrung der Symbole
der Messe, die wir beide lieben, dazu diese schwülstige, aufgelasen-hohle 60er/70er-Jahre-Sprache, um
die Leere des Neuen zu kaschieren. Hans Conrad Zander, fraglos eine getriebene Seele, hat einmal erzählt,
daß seine Freunde staunen, wenn ausgerechnet er sich für unsere Messe ausspricht. Er antwortet dann,
und zwar völlig richtig: unsere Messe sei die Messe des katholischen Glaubens – die NOM-Messe sei aber
die Messe einer glaubenslosen Zeit. Und das von Hans Conrad Zander! Ansonsten gilt: die Sendung entlarvt
das völlige Versagen der 68er-Kirche. Nächstes Jahr ist das politisch 40 jämmerliche Jahre alt. Kirchlich
ein paar Jahre mehr. Wir aber haben die gesamte Wahrheit hinter uns – und vor uns. Und: Mitleid. Diese
armen, armen, gebrochenen Existenzen, die – am Ende angekommen – nur noch die Macht haben. Und sonst nichts.
Die nicht mehr ernstgenommen, sondern nur noch begrinst werden. Marode Fassaden.
Skepsis bleibt! Ich bleibe bezüglich der Möglichkeiten eines Dialogs mit Sedisvakantisten gegenüber
äusserst skeptisch. Sollten einzelne Personen oder Gruppierungen ein Gespräch suchen, so können diese
sich ja beispielsweise an die Kommision Ecclesia Dei wenden. Aber eine grossangelegte Dialogkonferenz,
bei der sich die sedisvakantistischen Teilnehmer bereits selbst zerfleischt haben oder mindestens zwei
„Päpste“ gewählt haben, bevor auch nur ein Vertreter der Römischen Kurie den Saal betreten hat, ist
doch wohl utopisch.
Zum Thema Der von Leser Benedikt in diesem Thread um 17.07 Uhr angekündigte Radiobeitrag zum Thema „alte
Messe“ ist HIER www.swr.de/…0/15rsao2/index.html?searchString=f… nochmals abrufbar. Einfach runterscrollen
und auf Audio klicken. Sehr interessant das Ganze!
@Sacerdos Helveticus Solch ein Panoptikum ist die ‘Orthodoxie’ heute auch. Aber Sie befürworten doch
einen Dialog mit ‘Orthodoxen’ und Bartholomaios I. oder? Oder sind die ‘Orthodoxen’ wegen radikaler Mönche
auf Athos und Kinderschänder in den USA (Monasterion, NM) auch auf einmal „Panoptikum“? Es sagt nichts
über die grosse Mehrheit der Sedisvakantisten aus. Natürlich weiss auch ich von der Zerstrittenheit.
Es geht mir nicht darum die Sedis zu einigen, sondern basal bestimmte Punkte anzusprechen in einer Dialogkommission.
Man muss auch nicht Johannes Rothkranz (Mag.Theol.) herbeiziehen nach Rom. Und auch Pater Lingen nicht.
Aber es gibt andere die diskutieren wollen. Ihre Einwände gegen Dialog in einer Kommission mit Sedisvakantisten,
im Vatikan, verstehe ich also nicht. Oder haben Sie irgendwie Angst davor? Oder wollen Sie diese Menschen
ausgrenzen und ist Ihnen eine Aussöhnung egal? Lieber mit Muslimen gen Osten beten? Soll das es sein?
Für mich nicht! Zu der Zahl: in Mexiko und den USA gibt es viele Zehntausende von Sedisvakantisten, die
es weiter auch in Südostasien, und auch in Australien, Südamerika, Südafrika, Südeuropa und Neuseeland
gibt. Eine Schätzung von 150.000-200.000 ist nicht übertrieben. Die Einigung mit der Syrischen Kirche
1829 fand mit einer viel kleinere Gruppe ex-monophysitischer Christen statt. Dafür strengte man sich
auch an. Damals noch. Heute betet man lieber in Assisi mit dem Dicken ‘Meister’-Kerl aus Nordindien als
Statue auf dem Altar. Oder zu Ganesh. www.traditioninaction.org/…ardinalivan_dias.jpg
Panoptikum oder Dialogpartner? Athanasius schrieb: Die Sedisvakantisten sind in Mexico sehr zahlreich,
was Ihnen unbekannt sein durfte. Ich sprach ja durchaus von Ländern, in denen es anteilsmässig mehr
Sedisvakantisten gibt als im deutschsprachigen Raum. Die Zahl „hunderttausende“ scheint mir aber nach
wie vor überzogen. Dass viele Sedisvakantisten intelligent sind und persönlich sehr umgänglich, bestreite
ich nicht. Die Sedisvakantisten-Szene im, deutschsprachigen Raum ist aber eher ein Panoptikum und heillos
zerstritten. Neben der berteits genannten Frau Gerster nur noch einige Beispiele: Herr Rothkranz wittert
wie manche Diskussionsteilnehmer überall Weltverschwörungen. Wigand Siebel, ein Soziologieprofessor
wird aus seiner Gemeinschaft ausgeschlossen, weil er ein Heilwasser propagiert. Reinhold Lauth, ein Philosophieprofessor
und Fichte-Experte gründet mit befreundeten Priestern in München ein Priesterseminar, in dem die theologische
und philosophische Ausbildung ganz auf Fichte basiert, weil nur so die Auseinandersetzung mit der Welt
von heute möglich sei. Herr Lingen lässt sich von einem Herrn zum Priester weihen, der sich „Titularbischof
von Konstantia“ nennt und früher Kaufmann war. Derselbe Lingen schickt massenweise Faxe an staatliche
Stellen und beschimpft alle als „Völkermörder“. Ein emeritierter vietnamesischer Bischof und sein Anhang
hielten die Weihen von EB Lefebvre für ungültig und boten diesem an, ihn „nachzuweihen“. In Kölner
Kapelle war ein wegen Pädophilie verurteilter Priester tätig.
sammlungsbewegung Spekuliert wird auch über Inhalte des Schreibens: Der Papst werde den Gebrauch der
Alten Messe überall dort gestatten, wo zumindest 30 Gläubigedas erbitten, heißt es im „Corriere“. Vom
Vatikan selbst gibt es keine Informationen über die Veröffentlichung des Motu proprio. aus kath.net
20-03-07 na dann sammelt euch mal schön *fg bei der nachfrage in meinem erzbistum könnten da so 7 messen
am so bei rauskommen… o^/
@sacerdos helveticus Hochwürden, Die Sedisvakantisten sind in Mexico sehr zahlreich, was Ihnen unbekannt
sein durfte. Auch ist es natürlich Unsinn wegen vereinzelter Schimpfereien den Dialog mit Sedisvakantisten
nicht zu führen – oder haben Sie Angst? – weil die seriösen sedisvakantistischen Anführer und Priester
sehr wohl nett sein können. Mit dem gleichen Argument sollte Benedikt XVI. jeden Dialog, auch erfolgreiche
Kommission mit z.B. myaphysitischen Armeniern, kündigen. Dann hätte man im Mittelalter nicht einmal
byzantinische Legaten am päpstlichen Hof empfangen dürfen, Ihnen nach. Und die Byzantiner zertreten
zu Konstantinopel sogar bei Zeit und Weile Heilige Hostien weil diese „wegen gesäuert“ nach radikal-ostschismatischer
Ansicht ungültig seien. Es muss einen Dialog geben. Frau Gerstner war übrigens mit Pius XII. engstens
befreundet und hat am Leibe den Zerfall im Vatikan miterlebt. Sie war dort für Kirche-in-Not und die
ostdeutschen Flüchtlinge zuständig und Sekretärin eines Deutschen Geistlichen beim Heiligen Stuhl.
Sie hat glaube ich auch den alten Erzbischof Arrigo Pintonello, ex-Militärodinarius, bei sich zu Hause
gehabt. Es ist schon schlimm genug, dass der konziliare Unsinn eine solche hervorragende Frau soweit abrutschen
lässt, zur einer Gegenpapstwahl. Welch eine Verzweiflung haben Paul VI. und JoPa II. wohl nicht über
solche arme Leute hergebracht. Dialog muss her.
Dialog mit Sedisvakantisten Athanasius schrieb: Zudem ist für die hunderttausende Sedisvakantisten der
Vatikan undurchdringbar, wehren die Kardinäle sie ab. Selbst wenn es in anderen Ländern als im deutschen
Sprachraum prozentual (oder besser „promillual“) mehr Sedisvakantisten gegen mag (z.B. USA). So ist die
Rede von „Hunderttausende“ das heisst ja mindestens 200.000 doch wohl masslos übertrieben. Soviel Gläubige
bringt vielleicht die FSSPX zusammen. Ausserdem ist die sedisvakantistische Szene heillos zerstritten
und ihre Gruppen haben die Tendenz, eine kurze Halbwertszeit zu besitzen. Vergleiche die schon seit Jahren
immer wieder wiederholten Aufrufe des Münchner Sedisvakantisten Dr. Heller, der mit scheinbar geringem
Erfolg zur Einigung der Sedisvakantistengruppen auffordert. Immer wieder gibt es auch Sedisvakantistengruppen,
die plötzlich keine mehr sind, weil sie sich einen neuen „Papst“ wählen (vgl. die bekannte Traditionalistenführerin
Dr. E Gerster; mittlerweile verstorben; spaltete sich ab und man wählte einen eigenen Papst, später
distanzierte sie sich aber scheinbar wieder von ihm) Es soll aber noch manche anderen „Päpste“ geben.
Ich muss Benedikt zustimmen: Der Papst hat Wichtigeres und Besseres zu tun, als sich „Scheinpapst“ und
„Häretiker“ schimpfen zu lassen. Zu Dr. Regazzoni: Man sollte erst das Gehirn einschalten, wenn man etwas
unterschreibt. Da nur der Papst in der Katholischen Kirche den „Apostolischen Segen“ erteilt, bittet man
niemanden, den man für einen Sektierer hält, darum.
Heggi… Eben das meinte ich. Zudem schimpfen hier vielleicht welche selbsternannte Sedisvakantisten gegen
Benedikt XVI., aber genauso machen es Online-Orthodoxe und -Juden gegen die Päpste aller Zeiten, vor
allem gegen z.B. Pius X. und Gregor XVI. Es gibt auch rationale Sedisvakantisten die einfach wegen ihrer
Wahrnehmungen der nachkonziliaren Sakrilege und Skandale von Rom aus, sowie wegen des N.O.M. in Praxis
und Vorbereitung, in Verbindung zu Cum Ex Apostolatus und Canon 188.4 (CIC 1917) den Schluss „Papa haereticus,
depositus est“ machen. Man sollte auf Argumente richten, nicht auf die Polemisten und Schimpfer. Dann
könnte man als Katholiken unter sich auch schon die Einheit mit Polens Katholiken (schimpfen auf Deutsche
manchmal) oder mit den Syrischen Katholiken (schimpfen auf Maroniten manchmal) aufgeben. Man will aber
im Vatikan – fürchte ich – lieber den abgefallenen Bischöfen und vorgeblichen Kardinälen gefallen und
dazu den Weltregierungen. Die Einheit und respektvolle Auseinandersetzung mit dem Spektrum Sedisvakantismus
vernachlässigt man. Es sagt schon genug dass P. John Berg F.S.S.P. und Bischof Rifan von Campos nur 20
Minuten mit BXVI sprechen dürfen, Bischof Bernard Fellay und P. Franz Schmidberger nur 35 Min., während
Benedikt XVI. sich für den Hetzer Küng 4 Stunden und für Putin 2 Stunden nimmt. Nochmal: man sollte
dialogieren und Kontakte öffnen. Wenn dem ‘erneuerten’ Vatikan das Heil der Seelen verwirrter Katholiken
überhaupt noch teuer ist.
@ Athanasius Wenn der Vatikan mit Buddhisten dialogiert und mit christlichen Sekten die viel geringer
in Zahl sind als die weltweiten Sedisvakantisten, warum hat man denn nie die Mühe gegeben eine Dialogkommission
oder wenigstens eine Hörstunde den Sedisvakantisten zu verleihen. Am besten mit Benedikt XVI. selbst.
Ich kann nicht erkennen, dass die Sedisvakantisten an einem Dialog interessiert wären. Und um sich „Scheinpapst“
und „Häretiker“ schimpfen zu lassen, hat der Papst wohl zu wenig Zeit. ZUM THEMA Jetzt auf SWR2: Faszination
Hochamt: Der neue Streit um die alte katholische Messe.
#43 AthanasiusII 16:55:50 | Dienstag, 20. März 2007
Dialogkommission Sedisvakantismus-Vatikan Dieser Vorschlag ist ernsthaft gemeint. Nochmal, die meisten
Sedisvakantisten (z.B. Herr Oeles der Jungen Freiheit) sind intelligente Gläubigen die einfach durch
Äusserungen und Taten der Konzilspäpste skandalisiert wurden und durch bestimmte Äusserungen – die
aus dem Kontext gelesen wurden – empört, ja sie lasen darin klare Häresien, vielleicht waren die dort
auch materiell drin. Und Sedisvakantisten sind normalerweise respektvoll und verständnisvoll wenn man
sie nur für voll und gleichberechtigt annimmt, was unsere christliche Pflicht zu jedem Mitmenschen ist.
Wenn der Vatikan mit Buddhisten dialogiert und mit christlichen Sekten die viel geringer in Zahl sind
als die weltweiten Sedisvakantisten, warum hat man denn nie die Mühe gegeben eine Dialogkommission oder
wenigstens eine Hörstunde den Sedisvakantisten zu verleihen. Am besten mit Benedikt XVI. selbst. Geopolitische,
finanzielle und sonstige Angelegenheiten sind der Einheit und Erhaltung der hl. römisch-katholischen
Kirche überlegen, auch wenn die vatikan. Tagesordnung anders zu sagen scheint. Leider nimmt man viele
Sedis – obwohl doch Prof. Dr. Guérard des Lauriers O.P. und andere unter Ihnen waren (Sedisprivationisten
und Sedisvakantisten) – nicht mehr ernst, fürchte ich, wegen „Guilt by Association“, wegen der Verbindung
über Erzbischof Thuc zur phantasiereichen Palmar-de-Troya-Sekte. Das ist aber ungerecht. Louis-Marie
de Blignières vom päpstl. Institut St. Vincent in Chemere www.chemere.org/ war einmal auch Sedisprivationist!
Nun, Aurelius – wenn ich mich auf Seiten wie kirchenlehre.com oder sedisvakantismus.org umsehe, dann sind
die Herren Lingen & Stöhr zumindest für einen Teil des Sedisvakantismus repräsentativ – wie es Malachias
für einen anderen Teil (um Schmid/Rothkranz, verlag-anton-schmid.de) ist. Anklicken auf eigene Gefahr!
@Aurelius Ich verstehe die Notwendigkeit nicht, daß der Papst sich mit den Sedisvakantisten auseinandersetzen
sollte. Die Frage ist, was das bringen sollte. Und außerdem warum sollten die Sedis auf ein solches Gesprächsangebot
überhaupt eingehen? Weil man einen Konflikt nur durch Gespräch lösen kann. Zudem ist für die hunderttausende
Sedisvakantisten der Vatikan undurchdringbar, wehren die Kardinäle sie ab. Man sollte eine Dialogkommission
errichten, finde ich. Das meine ich ernst. Sedisvakantisten und deren Klerus werden dann erkennen dass
man durchaus reden kann. Man kann Einwände aus dem Wege räumen, gute Hermeneutik betreiben ohne Polemik
und Aggressivität. Stöhr und Lingen sind untypisch für den Sedisvakantismus. Durchwegs sind Sedisvakantisten
rechtgläubige Katholiken, manchmal hart und klar, aber oft sehr liebenswert und klug, ebenso wie ihre
sedisv. Priester und Bischöfe, darunter viele Opfer der konzilskirchlichen Ausgrenzung. (Ich kann viele
Namen von älteren Pfarrern in der BRD und Belgien schon alleine nennen.) Wenn der Hl. Pius X. sich für
Gespräche mit Theodor Herzl und dem verärgerten griechisch-katholischen Patriarch von Antiochien Zeit
gönnte, sollte Benedikt XVI. das auch mit den zahlenmässig unterschätzten Sedisvakantisten tun. Wenn
man die „Papst ist der Antichrist“-Mönche der Griechischen Kirche auf dem Berge Athos preisen und dialogieren
kann, dann sicher doch auch mit römisch-katholischen Gläubigen (auch wenn vielleicht materiell schismatisch)
wie den Sedis.
Warum sollte der Papst die Sedisvakantisten ansprechen? Athanasius schrieb: Deswegen empfinde ich es –
obwohl ich Benedikts XVI. Vorsicht und Schwäche angesichts der Druckbischöfe verstehe – als sehr schlechte
Pastoral, dass er diese noch nie explizit angesprochen hat. Hat er Angst mit denen die Auseinanderung
anzugehen? Ich verstehe die Notwendigkeit nicht, daß der Papst sich mit den Sedisvakantisten auseinandersetzen
sollte. Die Frage ist, was das bringen sollte. Und außerdem warum sollten die Sedis auf ein solches Gesprächsangebot
überhaupt eingehen? Ich muss zugeben, daß das Einzige, was ich regelmäßig von Sedis zu lesen bekomme,
das Geplärre von Daniel Stöhr, die Profilneurosen von „Pater“ Lingen sowie diverse paranoide Verschwörungstheorien
auf Internetseiten, welche ersterer gerne hierhin postet, ist. Hoffe aber auch, daß die beiden nicht
repräsentativ sind. Ich denke, seine Heiligkeit hat anderes zu tun, als sich das anzuhören. Er muss
ja noch ein Motu Proprio unterzeichnen. Uups…
@landorganist Nicht um mit Ihnen und Ihrem agressiven Geschreibsel heir zu sympathisieren, aber in einem
haben Sie Recht: Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. weiss sehr wohl was Sedisvakantisten sind und was sie
glauben. Deswegen empfinde ich es – obwohl ich Benedikts XVI. Vorsicht und Schwäche angesichts der Druckbischöfe
verstehe – als sehr schlechte Pastoral, dass er diese noch nie explizit angesprochen hat. Hat er Angst
mit denen die Auseinanderung anzugehen? Er kennt die Lage aber gut, da er es war der 1983 Erzbischof Ngô
Dinh Thuc en.wikipedia.org/wiki/Ngo_Dinh_Thuc exkommuniziert erklärte wegen seiner drei unerlaubten Bischofsweihen
gespendet an drei sedisvakantistischen Priestern und wegen Thucs Behauptung in der sedisvak. Kirche Sankt-Michael
in München, dass der „Stuhl Petri vakant“ sei. Ratzinger kennt die Sache gut. Nur ist sein Umgang damit
zu bedauern. Er glaubt wohl die Sedis ignorieren zu können, damit stärkt er sie nur in ihrer Überzeugung
seines ‘Häretismus’ und dessen seiner Vorgänger Paul VI. und Johannes-Paul II. Er kennt die Sache aber,
wenigstens extensiv.
#37 landorganist 14:59:18 | Dienstag, 20. März 2007
Lieber Herr Dr., dann sollten Sie so ehrlich sein, und dem „Anführer der Konzilssekte“ schreiben, dass
Sie Ihre Unterschrift in geistiger Umnachtung unter die Petition gesetzt haben, und dass Sie selbstverständlich
nicht um den apostolischen Segen bitten, und noch besser gleich dazuschrieben, dass Sie B. XVI. nicht
als Papst anerkennen. Dann weiß er wenigstens mit wem er es zu tun hat und wie er mit solchen Eingaben
umgehen soll. Wobei, ich denke, das weiß er auch so…
#36 Tridentinus 14:53:16 | Dienstag, 20. März 2007
@Dr. Regazzoni Ich habe das Buch eben im Gegensatz zu Ihnen gelesen. Im übrigen bedeutet es nicht, allem
was man als grossartig qualifiziert, in jedem Detail zuzustimmen!
@Tridentinus Ich verstehe was Sie meinen und auch ich würde, sagen wir mal, auch Würdenträger der anglikanischen
Kirche mit den Titel ansprechen, welche sie in ihrer Kirche tragen, natürlich im vollen Bewusstsein,
daß, sagen wir mal, ein anglikanischer Bischof ebensowenig wie Bischof Huber in der apostolischen Sukzession
steht. Ich wollte mir eigentlich jegliche Gehässigkeiten und Provokationen hier sparen und meinen Beiträgen
die oft fehlende Ernsthaftigkeit geben. Manchmal vergesse ich jedoch meine Vorsätze… Was meinen Beitrag
über die Äusserungen von Herrn Dr Regazzoni über den jetzigen Papst angeht, so wollte ich eigentlich
das sagen, was sacerdos helveticus viel beser formuliert ausgedrückt hat.
#34 Agiafortuni 14:23:11 | Dienstag, 20. März 2007
Aurelius – Tridentinus Aurelius: nur Dummköpfe können niemals ihren Fehler einsehen. Sie haben völlig
recht, mein Name hätte nicht unter das Schreiben an Benedikt XVI stehen dürfen und insofern muss ich
Ihnen für Ihren Hinweis dankbar sein. Tridentinus: Zwar habe ich das Buch von Bischof Huber niemals gelesen,
jedoch im Radio ein Vortrag von ihm darüber gehört und ich muss Ihnen ehrlich eingestehen, mir standen
dabei die Haare zu Berge. Verstehe also nicht, wie Sie dazu kommen sein Buch Recht und Gerechtigkeit als
grossartig zu bezeichnen
Zur Anrede Wilhelm de Vries: Die Haltung des Hl. Stuhles gegenüber der getrennten Hierarchie im Nahen
Osten zur Zeit der Unionen, in: Zeitschrift für katholische Theologie 80 (1958) 378-409; Seite 386: „Der
Hl. Stuhl hat nie Bedenken getragen, den von Rom getrennten orientalischen Hierarchen sie Titel zu geben,
die sie sich selbst beilegten“. Allerdings stellt de Vries klar, daß der interne Schriftwechsel ein anderer
war. da wurde dann durchaus von Sekten, Schismatikern und Häretikern gesprochen. Zudem ging es darum,
daß so ein Patriarch für eine Union gewonnen werden sollte. Die Sache änderte sich, wenn ein Konvertit
dann auf einmal einen schismatischen Nebenbuhler bekam, der sich erst nach der Union installierte. Letztere
wurden im internen, wie externen Schriftverkehr als „intrusi“, also als Eindringlinge bezeichnet.
#32 Tridentinus 14:03:12 | Dienstag, 20. März 2007
@Aurelius! Sie haben mich verstanden, obwohl Sie gar nicht vorrangig gemeint waren. Captatio benevolentiae
oder Konventionen erklären doch am besten, warum Dr. Regazzoni denjenigen, der mindestens das soziologische
Oberhaupt einer grossen Gruppe ist, um den Apostolischen Segen bittet. Ich würde auch den lutherischen
Bischof Wolfgang Huber – Verfasser des grossartigen Buches Gerechtigkeit und Recht – anstandshalber als
Herr Bischof ansprechen, auch ohne Apostolische Sukzession, sogar ohne den Anspruch darauf zu stellen!
Farbe bekennen, Herr Doktor! Aurelius ist in diesem Punkte völlig zuzustimmen. Regazzoni soll einmal
Farbe bekennen. Manche Äusserungen seinerseits klingen nach Sedisvakantismus. Andererseits unterzeichnet
er eine Petition an Papst Benedikt, in der dieser um die Freigabe der Alten Messe gebeten wird und bittet
-mit den anderen Unterzeichnern-demütig um den Apostolischen Segen Seiner Heiligkeit. Sollte Regazzoni
sich als Sedisvakantist bekennen, und er den regierenden Papst für den Anführer einer Sekte halten,
so weiss ich nicht, was seine Unterschrift unter das Manifest soll. Vom Anführer einer Sekte erbittet
ein Katholik nichts ausser dessen Bekehrung und er bittet ihn -auch aus Konvention wie Tridentinus meint
lässt sich dies nicht rechtfertigen- schon gar nicht um dessen Apostolischen Segen. Den Apostolischen
Segen kann nur der rechtmässige Nachfolger des Petrus erteilen. Um Missverständnisse auszuräumen: Ich
persönlich teile den sedisvakantistischen Standpunkt keineswegs, für mich sind Benedikt XVI. und die
mit ihm verbundenen Bischöfe legitime Hierarchen der römisch-katholischen kirche. Es geht mir nur um
Konsequenz im Denken und Verhalten der Diskussionsteilnehmer.
@Dr Carlo Regazzoni Na, da haben Sie sich ja schön rausgeredet. Aber wenn es keine Rolle spielt, ob Benedikt
XVI. nun das Oberhaupt der katholischen Kirche oder Sektenoberhaupt ist, warum bitten Sie Ihn dann um
seinen Apostolischen Segen?
#27 Tridentinus 13:38:41 | Dienstag, 20. März 2007
@Stimme der Vernunft Wenn Ihre Einschätzung weitgehend richtig ist, und ich zweifele nicht daran, zeigt
das aber, wie weit die liturgische Praxis seit 1969 den Mainstream der Kirche des Spezifisch Katholischen
bereits entfremdet hat. Unter denen, die in ein, zwei Generationen überhaupt noch die Messe feiern und
dabei eine katholische Auffassung davon haben, könnten sich bis dahin die Mehrheitsverhältnisse sehrwohl
zugunsten der Überlieferten Riten der Kirche verschieben! Und das bedauern, die Konzilseuphoriker, die
keinen Nachwuchs haben oderschon jetzt relativ weniger als Katholiken traditioneller Prägung. Freilich
sind die Relationen überall bescheiden.
#26 Agiafortuni 13:36:54 | Dienstag, 20. März 2007
spielt keine Rolle ob Benedikt XVI Oberhaupt der Konzilssekte oder – wie es die meisten Leute glauben –
der katholischen Kirche ist, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Sozilogisch gesprochen ist er
das Oberhaupt einer Gemeinschaft und als solches hat er das letzte Wort.