11:45:05 | Dienstag, 20. März 2007
Eine kirchenfeindliche Vereinigung hat die Deutschen Bischöfen um Schutz vor „Denunzianten“, „Ultras“ und „erzkonservativen Nischenblättern“ angefleht.

(kreuz.net) Gestern kam Rita Waschbüsch in Fahrt.
In einer Pressemeldung kommentierte die deutsche CDU-Politikerin
und Bundesvorsitzende von ‘Donum vitae’ die
jüngste vatikanische Ermahnung der Deutschen Bischöfe.
Der Präfekt der Glaubenskongregation hatte die Deutschen Bischöfe jüngst aufgefordert, jede Zusammenarbeit
zwischen Katholiken und ‘Donum Vitae’ zu unterbinden.
Darin ist auch die Forderung enthalten, daß Katholiken
dem umstrittenen Verein keine Spenden mehr zukommen lassen sollen.
Frau Waschbüsch erklärt in ihrer
Stellungnahme, daß „Denunzianten“ in Rom ihrem Verein „Beteiligung an der Tötung Ungeborener und Handeln
gegen die Kirche unterstellen“ würden.
Sie hofft jetzt, daß sie und ihre Mitarbeiter von den Bischöfen
vor „ehrabschneiderischen und unwürdigen Verleumdungen“ in Schutz genommen werden.
Die Kritiker an ‘Donum
Vitae’ gefährden nach Ansicht von Frau Waschbüsch angeblich die Einheit der Kirche und erweisen dem
Lebensschutz einen Bärendienst.
Der Verein ‘Donum vitae’ wurde im September 1999 gegen den Willen der
deutschen Bischöfe gegründet.
Er berät schwangere Mütter, die ihr Kind töten wollen, und stellt
ihnen auf Wunsch Beratungsbestätigungen aus, die der Deutsche Staat für die Vernichtung ungeborener
Kinder verlangt.
Grund für den Zorn: Das GeldIn einem zweiten Punkt kommt die Vorsitzende des lebensfeindlichen
Vereins auf den Kern des Problems zu sprechen.
Überwiegend „katholische Christen“ hätten mit ‘donum
vitae’ – „ohne einen Euro an Kirchensteuer ein bundesweites Netz von Zentralen der Mitmenschlichkeit und
des christlichen Zeugnisses vom Leben geschaffen“ – schwadroniert sie:
„Wir brauchen dafür dringend
unsere bisherigen Spender und besonders auch neue, um die wachsende Arbeit zu sichern.“
Darum fordert
Frau Waschbüsch besonders jene kirchlichen Stellen und Vorstände, die Anstoß an der Arbeit ihres Vereins
nehmen, auf, mit ihr in Kontakt zu treten.
Auf diese Weise könne man sich ein „wahres Bild“ der Beratungsarbeit
von ‘donum vitae’ machen.
Ein Bild der „Mitmenschlichkeit“ und des „christlichen Zeugnisses“ von ‘donum
vitae’ vermittelt der letzte Satz der Pressemeldung.
Darin macht Frau Waschbüsch einige wenige „Ultras“
und ihr „Sprachrohr, ein erzkonservatives Würzburger Nischenblatt“ – sie meint ‘Die Tagespost’ – für
die jüngste vatikanische Schelte verantwortlich.
Die Bischöfe müssen entscheidenFrau Waschbüsch
erklärt, daß sich die Deutschen Bischöfe bereits „abschließend“ von ‘donum vitae’
abgegrenzt hätten.
Im vergangenen Juni hatten die Deutschen Bischöfe – ebenfalls auf Druck der Glaubenskongregation – erklärt,
daß eine Mitarbeit bei ‘Donum Vitae’ mit einer kirchlichen Tätigkeit unvereinbar sei.
Anschließend
weigerte sich
ein Bischof nach dem
anderen, die Worte der eigenen Erklärung in die Tat umzusetzen.
Jetzt
ist es nach Frau Waschbüschs Sache der Deutschen Bischöfe, ob sie sich zur Verfilzung zwischen Kirche
und ‘Donum Vitae’ erneut „vorführen lassen“ wollen.
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