Die spanische Bischofskonferenz kritisiert: Es ist „moralisch unakzeptabel“ Menschen als Forschungsobjekte zu verwenden.
(kreuz.net, Madrid) Die neu gewählte sozialistische Regierung Spaniens unter Jose Luis Rodriguez Zapatero
hat am 29. Oktober ein Gesetz verabschiedet, das den Verbrauch überzähliger embryonaler Stammzellen
zu Forschungszwecken erlaubt.
Derzeit sind in Spanien rund 200.000 menschliche Embryos eingefroren. Die
spanische Regierung wird diese, sofern die Eltern zustimmen, für die Forschung freigeben. Mit der Überwachung
der Forschungsprojekte wird ein Zentralkomitee beauftragt werden.
Spaniens Vizeregierungschefin Maria
Teresa Fernandez de la Vega rechtfertigte das neue Gesetz mit dem Argument, es sei nicht ethisch, Wissenschafter
daran zu hindern, Heilmittel für bestimmte Krankheiten zu erforschen.
Die spanische Bischofskonferenz
bezeichnete es als „moralisch unakzeptabel“ menschliche Embryos zu Forschungszwecken heranzuziehen, „selbst,
wenn die edelste Absicht dahinterstünde“.
Die Biomedizin benützt embryonale Stammzellen zur Heranzüchtung
menschlicher Gewebe und Organe. Man verspricht sich davon, bisher unheilbare Krankheiten, wie zum Beispiel
Alzheimer, zu therapieren.
Email-Adressen der Empfänger
Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.