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Papsthaus öffnet + Friede, Freude, Gehorsam + Selbstmordgesellschaft im Kreuzfeuer der Justiz + 12jährige mißbraucht? + Zahlen
Papsthaus öffnet

Deutschland. Das Geburtshaus von Papst Benedikt XVI. im bayerischen Marktl am Inn wird am 15. April – einen Tag vor dem Geburtstag des Heiligen Vaters – geöffnet. Vorher wird der Bischof von Passau, Mons. Wilhelm Schraml, einen Gottesdienst in der örtlichen Pfarrkirche zelebrieren. Dort wurde der jetzige Papst getauft. Im Geburtshaus können Besucher zukünftig die Lebensstationen des Papstes besichtigen. Gezeigt werden auch das Wirken des Theologen Joseph Ratzinger beim Zweiten Vatikanum sowie seine bisherige Tätigkeit als Papst.

Friede, Freude, Gehorsam

Österreich. Der Jesuitenorden weist Berichte zurück, wonach sich der Befreiungstheologe Pater Jon Sobrino SJ gegen seine Verurteilung durch die Glaubenskongregation sperre. In einem Gespräch mit der österreichischen Nachrichtenagentur ‘kathpress’ erklärte der Sprecher des Ordens, Pater Jose de Vera, außerdem, daß die Gesellschaft Jesu die Notifikation der Glaubenskongregation mit Respekt und Gehorsam angenommen habe. Es bestehe „nicht die geringste Uneinigkeit“ zwischen dem Jesuitenorden und der Glaubenskongregation.

Selbstmordgesellschaft im Kreuzfeuer der Justiz

Schweiz. Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Selbstmordgesellschaft ‘Dignitas’. Es besteht Verdacht auf Fälle von aktiver Euthanasierung. Das geht – laut ‘Associated Press’ – aus einer Antwort der Zürcher Kantonsregierung auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Die Regierung will jetzt angeblich „Standesregeln für Suizidhilfeorganisationen“ erarbeiten.

12jährige mißbraucht?

Deutschland. Ein 60jähriger Priester aus dem Bistum Essen wurde wegen Verdacht auf sexuellen Mißbrauch vorübergehend von seinem Dienst beurlaubt. Das berichtete das Bistum in einer Pressemeldung. Dem Priester wird vorgeworfen, in zwei Fällen versucht zu haben, an einem 12jährigen Mädchen sexuelle Handlungen vorzunehmen. Die Staatsanwaltschaft Essen hat beim Amtsgericht die Eröffnung eines Hauptverfahrens gegen den Kleriker beantragt.

Zahlen

„Bundesweit gibt es derzeit rund neunhundert Priesterkandidaten. Die Zahl der Priester ist von rund 19 000 im Jahr 1992 auf 16 000 im Jahr 2005 gesunken. 2005 wurden in Deutschland knapp zweihundert neue Priesteramtskandidaten aufgenommen.“

Aus einem Artikel der katholischen Zeitung ‘Tagespost’ vom 17. März.
      
14 Lesermeinungen
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#14   wsxyz   18:52:10 | Samstag, 24. März 2007
@Benedikt
Ihr Wachstum beziehen diese Gruppen aus einem riesigen „Pool“ von Gläubigen.
Sie vernachlässigen völlig die Konvertiten, was eigentlich ein großer Fehler ist, denn sie bilden einen nicht zu unterschätzenden Anteil der Gemeinden. Außerdem weiß ja kaum ein Katholik in diesem Bistum, dass es eine Pfarrei der Petrusbruderschaft gibt. Dennoch kommen mehrere hundert Menschen jeden Sonntag.
Zugegeben, ich spreche von meiner Erfahrung in einer Gegend, wo auch die Ortsgemeinden überfüllt sind – es mag in Deutschland anders sein.
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#13   HeinrichvonOfterdingen   11:03:16 | Samstag, 24. März 2007
Lieber Monti,
o.k. gestrichen! Was Sie betrifft!
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#12   monti   10:58:55 | Samstag, 24. März 2007
Ok, Heinrich,
streichen Sie „wissenschaftliche Erkenntnisse“. Es führt zu keinem Ergebnis.
Ich kann übrigens sehr gut mit dem Glauben an Gott leben.
Damit, dass Christus sein Sohn, die hl.Maria zeitlebens Jungfrau war usw. usw. kann ich jedoch nichts anfangen.
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#11   HeinrichvonOfterdingen   10:53:32 | Samstag, 24. März 2007
Lieber Monti,
… die wissenschaftliche Erkenntnisse und Zeitgeist nicht kümmern
Viele Leute, die bei der Priesterbruderschaft in die Kirche gehen sind Akademiker. Dass die in ihrer täglichen Arbeit wissenschaftliche Erkenntnisse nicht kümmern würden, kann man nicht wirklich behaupten. Das Problem sind nicht die wissenschaftlichen Erkenntnisse, ich kenne keine, die den Glauben widerlegen würde, sondern ihre permanente Interpretation in diese Richtung durch die ideologischen Meinungsführer. Das Problem ist nicht die Wissenschaft, sondern der ideologische und unwissenschaftliche Umgang mit ihr. So alla Gagarin: „Ich war im Himmel und habe mich genau umgesehen. Es gab keine Spur von Gott.“
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#10   monti   10:40:52 | Samstag, 24. März 2007
Wenn ich Priester werden wollte,
würde ich es auf jeden Fall bei der FSSPX oder einer anderen tradionalistischen Gruppe werden wollen.
DIE Leute haben wenigstens noch einen Glauben. Fragen Sie mal in einer „normalen“ Gemeinde nach, WARUM die Menschen in die Kirche gehen. Fragen Sie sie mal, WAS sie noch glauben. Die Antworten sind erschreckend.
Also, dann lieber suspendierter Priester bei der FSSPX, wo ich eine Schar von wirklich Gläubigen habe, die wissenschaftliche Erkenntnise und Zeitgeist nicht kümmern.
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#9   Benedikt   23:17:00 | Freitag, 23. März 2007
@ wsxyz
Meine Erfahrung mit Priester der Petrusbruderschaft, ist dass sie nicht die geringsten Hemmung haben, den katholischen Glauben zu verkünden, auch wenn das manch einen verschreckt. Ihre Gemeinden wachsen dennoch.
Gäbe es in jedem kleinen Dörfchen eine FSSP Kapelle, so könnte davon nur keine Rede mehr sein. Ihr Wachstum beziehen diese Gruppen aus einem riesigen „Pool“ von Gläubigen. Gucken Sie doch mal, wo die überall herkommen. Was wäre, wenn nur noch die vom Ort kommen würden?
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#8   wsxyz   22:56:06 | Freitag, 23. März 2007
@Benedikt
Zu denen [FSSPX] kommen nur Leute, die sowieso schon zu 100% überzeugt sind – davon kann ein Weltpriester nur träumen. Der muss noch Überzeugungsarbeit, sprich Mission, leisten.
Stimmt, sie müssen Missionieren, tun es aber doch nicht. Warum nicht? Zum Teil, weil die Priester selbst kaum noch einen Rest vom katholischen Glauben besitzen. Zum Teil, weil ihnen im Seminar eingetrieben wurde, dass die Missionierung nicht mehr Zeitgemäß ist. Zum Teil, weil sie sich furchten, dass die Leute austreten werden, wenn man von ihnen wahren Glauben erwartet.
Meine Erfahrung mit Priester der Petrusbruderschaft, ist dass sie nicht die geringsten Hemmung haben, den katholischen Glauben zu verkünden, auch wenn das manch einen verschreckt. Ihre Gemeinden wachsen dennoch.
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#7   möchtegern-kathole   16:51:39 | Freitag, 23. März 2007
„Zu denen …
… kommen nur Leute, die sowieso schon zu 100% überzeugt sind“
Das verhält sich – meiner auch persönlichen Erfahrung nach – nicht so.
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#6   Benedikt   16:45:30 | Freitag, 23. März 2007
@ möchtegern kathole
Ein Weltpriester hat heute mit ein paar Problemen zu kämpfen von denen ein Pater der FSSPX in seiner traditionalistischen Oase noch nie gehört hat. Zu denen kommen nur Leute, die sowieso schon zu 100% überzeugt sind – davon kann ein Weltpriester nur träumen. Der muss noch Überzeugungsarbeit, sprich Mission, leisten.
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#5   möchtegern-kathole   16:08:47 | Freitag, 23. März 2007
wenn 19000 Priester …
… gerade mal 200 Kandidaten pro Jahr werben (also 1 Kandidat auf ca. 100 Priester), und 50 Pius-Priester vielleicht 3 (oder so ähnlich, also ca. 6 Kandidaten auf 100 Priester gerechnet), dann sieht man, welcher Laden intakt ist, und welcher nicht.
Und die 19000 werden keine 19000 bleiben, denn wenn pro Jahr 200 kommen und vielleicht 40 Jahre bleiben, dann ist das Absinken auf maximal 8000 vorhersagbar. Nur die 8000 werden dann auch nur noch vielleicht 80 anwerben …
In manchen Gegenden sind die Amtspriester so unkatholisch, dass schon jetzt die Pius- und Petrus-Vereine die einzige Möglichkeit darstellen, für einen katholen.
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#4   landorganist   12:53:07 | Freitag, 23. März 2007
Friede, Freude, Gehorsam???
Von all dem halten die Pius-Brüder nichts.
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#3   Bruder Theophil   11:19:20 | Freitag, 23. März 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Johannes 7, 1-2.10.25-30
In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten. Das Laubhüttenfest der Juden war nahe.
Als seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern heimlich. Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie töten wollen? Und doch redet er in aller Öffentlichkeit und man lässt ihn gewähren. Sollte der Hohe Rat wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist? Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.
Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht. Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat.
Da wollten sie ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
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#2   Tridentinus   09:47:09 | Freitag, 23. März 2007
@Kirschbaum
Die Relation erhalten Sie erst, wenn sie die 200 Personen durch die Anzahl der diözesanen Seminare dividieren. Damit wären die FSSPX-Zahlen zu vergleichen!
Ausserdem gilt (wohl auch bei FSSPX), dass idR nicht einmal 50% derjenigen, die in ein Seminar eintreten, tatsächlich zu Priestern geweiht werden. Und letzteres liegt nicht pauschal an mangelnder Eignung oder Berufung der vorzeitig Ausscheidenden. In Frankreich ist es jedenfalls so, dass bereits ca. 10% der jährlichen Neupriester für den überlieferten Römischen Ritus geweiht werden. Dieser Prozentsatz ergibt sich dort, wenn man die Weihen aller Indultgemeinschaften und von FSSPX zusammenzieht und zur Gesamtzahl der sonstigen Weihen innerhalb Frankreichs (Diözesen, Ordensinstitute) in Relation setzt.
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#1   M. Kirschbaum   09:34:04 | Freitag, 23. März 2007
200 Priesteramtskanditaten
„2005 wurden in Deutschland knapp zweihundert neue Priesteramtskandidaten aufgenommen“ – wenn man das in relation setzt zu den paar Herren, die die Piusbruderschaft aufnehmen konnte, sieht man weclhes Randphänomen die Piusbewegung selbst in solch für sie starken Ländern wie D und F ist … und auch, dass das Phänomen weltweit gesehen völlig vernachlässigbar ist …
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