„Heute müssen Kinder in Krippen. Unsere Mutter war immer für uns sechs Kinder da“ – erklärt Witta Pohl, die sich um ihre greise Mutter kümmert.
(kreuz.net) Die deutsche Schauspielerin Witta Pohl (69) zerreißt sich für Kinder in Not.
Das berichtete
der Journalist Gustav Jandek kürzlich in der Burda-Zeitschrift ‘die aktuelle’.
Die Schauspielerin hatte
1957 in Kassel ihr erstes Theater-Engagement. Frau Pohls berühmteste Rolle war die der Vera Drombusch.
Für ihren 1991 gegründeten Verein „Kinder-Luftbrücke e. V“ in Hamburg arbeitet sie inzwischen an zahlreichen
Schreibtischen:
„Ich habe mittlerweile meinen fünften Schreibtisch angeschafft, weil die anderen alle
überfüllt waren“ – schildert die engagierte Schauspielerin.
Frau Pohl organisiert Hilfstransporte in
ihre Heimatstadt Königsberg – dem gegenwärtigen Kaliningrad – sowie in die Ukraine und Rußland.
„Ich
schlafe viel zu wenig. Ich steh vor fünf Uhr auf und sitze um halb sieben im Büro. Schlafen kann ich
später.“
Sie habe sich vorgenommen, das bis 80 zu machen – bekennt Witta Pohl, die am 1. November ihren
70. Geburtstag feiert.
Die dreimal geschiedene Schauspielerin, die in diesem Jahr ihr 50jähriges Berufsjubiläum
begeht, filmte zuletzt in der Dominikanischen Republik für die ARD-Reihe „Traumhotel“:
„Ich bin erschöpft,
weil ich wenig zu Hause bin. Kaum habe ich eine Rolle abgedreht, sitze ich schon im Flieger für die Kinder-Luftbrücke“.
Was ihr Kraft gibt? „Ich bete viel für andere. Das Gebet hilft, stärkt und gibt Kraft. Ich glaube auch
an Schutzengel“, erklärt Witta Pohl in der Zeitschrift ‘die aktuelle’.
Frau Pohl lebt in Hamburg und
kümmert sich auch intensiv um ihre Mutter:
„Sie ist über 94 und hat so viel für uns getan. Da kann
ich mich nicht an den Strand legen und sonnen, wenn es Mama nicht gut geht. Heute müssen Kinder in Krippen.
Unsere Süße war immer für uns sechs Kinder da.“
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3 Lesermeinungen
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Wickerl: zu Hause Auch ich war nicht immer daheim! Spiel mit Nachbarskindern, später Kindergarten, Schule
usw., jeweils halbtags. Das eigene Haus war jedoch immer offen!
Märchen Wenn die Mutter und der Vater sich in der anderen Zeit um das Kind liebefoll kümmern kann es
dem besser gehen als anderen Kindern die immer zu Hause sein müssen, das Märchen von den guten Eltern
ist oft nur ein Märchen.
Pohl: Subsidiaritätsprinzip Alle Achtung! Ein ausgezeichnetes Beispiel familiären Zusammenhalts, auch
im Sinne des Subsidiaritätsprinzips! Auch meine Mutter war ab ihrer Heirat 1938 nicht mehr berufstätig
und hat sich ganz um ihre, d. h. unsere Familie gekümmert. Auch ich war bis Zum Tode mener Mutter, sie
ist mit 92 Jahren gestorben, immer für sie da, konnte das allerdings wegen Pensionerung ohne wirtschaftliche
Probleme. Bis zu meiner Pensionierung hat sie ihren Haushalt noch selbständig versorgt. Von der allzu
großen Gruppe der minus capaces werden Frauen, die sich ganz auf ihre Aufgaben als Ehefrau und Mutter
konzentrieren, als Heimchen am Herd denunziert.