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Montag, 26. März 2007 15:53
Eine besonders zärtliche Andacht
Es gibt eine einfache Methode, um die eigene Marienverehrung von der Theorie in die Praxis übergehen zu lassen. Von Alfons Maria von Liguori.
(kreuz.net) Jeder soll eine besondere und zärtliche Andacht zur allerseligsten Jungfrau in seinem Herzen tragen.

Um diese Andacht durch die Tat zu beweisen, soll er täglich einige fromme Übungen zu ihren Ehren verrichten, wie es alle ihre Diener und besonderen Verehrer zu tun pflegen.

In dieser Beziehung empfehle ich folgendes:

Alfons Maria von Liguori
Alfons Maria von Liguori
1. Unterlasse nie morgens, wenn du aufgestanden bist, und abends, bevor du zu Bett gehst, drei Ave Maria zu Ehren der unbefleckten Reinheit der seligsten Jungfrau zu beten und sie zu bitten, daß sie dich vor aller Sünde bewahren möge.

2. Unterlasse auch nicht, täglich etwas in einem Buche zu lesen, das von Unserer Lieben Frau handelt, wenn es auch nur ganz wenig wäre.

Bete ferner täglich die Lauretanische Litanei und den Rosenkranz, und betrachte dabei die Geheimnisse.

3. Sooft du ausgehst und nach Hause zurückkehrst, bitte die Gottesmutter mit einem Ave Maria um ihren Segen. Begrüße sie ebenso, sooft du an einem ihrer Bildnisse vorübergehst.

4. Sooft du die Uhr schlagen hörst, bete gleichfalls ein Ave Maria, und sprich sodann: Jesus und Maria, ich liebe Euch, laßt nicht zu, daß ich Euch durch eine Sünde beleidige.

Mariae VerkündigungMariae VerkündigungKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 5 Bildern zu starten.

5. Faste endlich an den Samstagen und den Vorabenden der sieben Hauptfeste der heiligsten Jungfrau, und halte vor diesen Hauptfesten Novenen oder neuntägige Andachten, in denen du jene Bußwerke üben kannst, die dir dein Beichtvater erlauben wird.

Übrigens sollst du solche neuntägige Andachten auch vor Weihnachten, vor Pfingsten und vor dem Feste deines heiligen Namenspatrons halten.

Aus der „Lebensordnung eines Christen“ des Heiligen Bischofs Alfons Maria von Liguori († 1787).
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 38 Lesermeinungen:
Mittwoch, 28. März 2007 08:56
DieFidele: das Dunkel unseres Glaubens…
Ich sehe ein, das geht so nicht. Danke für die Klarstellung.

Noch kurz aus dem KKK:
265 Durch die Gnade der Taufe „im Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ sind wir dazu berufen, am Leben der glückseligen Dreifaltigkeit teilzuhaben, hier auf Erden im [fett]Dunkel des Glaubens[/fett] und jenseits des Todes im ewigen Licht [Vgl. SPF 9.].

266 „Der katholische Glaube … besteht darin, daß wir den einen Gott in der Dreifaltigkeit in der Einheit verehren, indem wir weder die Personen vermischen noch die Substanz trennen: Eine andere nämlich ist die Person des Vaters, eine andere die [Person] des Sohnes, eine andere die [Person] des Heiligen Geistes; aber Vater, Sohn und Heiliger Geist besitzen eine Gottheit, gleiche Herrlichkeit, gleich ewige Erhabenheit“ (Symbolum „Quicumque“: DS 75).

267 Unzertrennlich in dem, was sie sind, sind die göttlichen Personen auch unzertrennlich in dem, was sie tun. Doch im gemeinsamen göttlichen Handeln äußert jede Person der Trinität ihre Eingenart, vor allem in den göttlichen Sendungen der Menschwerdung des Sohnes und der Gabe des Heiligen Geistes.
Dienstag, 27. März 2007 20:29
Defensor Fidei: @ DieFidele …ein Vergleich, der hinkt…
Vater/Mutter = 1 Eltern – unmöglich voneinander zu trennen, gleiches Wesen von der Natur her (Mensch), jedoch jeder eine eigenständige Person.

Das ist meines Erachtens Tritheismus. Ich habe es weiter unten bereits geschrieben:
Wenn ich sage, daß die drei göttlichen Personen drei göttliche Individuen sind, so wie drei Menschen drei Individuen der Spezies Mensch sind, dann ist das Tritheismus. Dieser ist jedoch häretisch und deshalb abzulehnen.

Wir dürfen uns bei dem „Personenbegriff“ gar keine Menschen vorstellen, weil wir sonst immer wieder in diese Falle tappen.

Der Vater zeugt das ewige Wort und somit die zweite Person, indem er sich selbst erkennt. Die Zeugung des Sohnes durch den Vater ist eine rein intellektuelle Zeugung.
Dienstag, 27. März 2007 19:08
DieFidele: ein Vergleich
Ich möchte einen Vergleich versuchen nach menschlichem Ermessen:

Also, nehmen wir mal den Begriff „Eltern“ – wir wissen, was der Begriff bedeutet – analog zum Dreifaltigen Gott.

Eltern – Gott

Vater/Mutter = 1 Eltern – unmöglich voneinander zu trennen, gleiches Wesen von der Natur her (Mensch), jedoch jeder eine eigenständige Person.
Dienstag, 27. März 2007 18:45
Christian Hüller: @ Defensor
Der Katechismus ist immer sehr beeindruckend; danke, dass Sie sich die Mühe gegeben haben, die verbindlichen Aussagen des Lehramtes hier herauszusuchen.

Bei genauerer Betrachtung des KKK ergibt sich also,

a) dass die Verschiedenheit von Vater, Sohn und Hl. Geist in ihren gegenseitigen Beziehungen liegt; diese habe ich selbst etwas zu erhellen versucht (in diesem Zusammenhang auch von Wirkweisen geredet).

b) dass jeder dieser „Personen“ wirklich und voll und ganz Gott ist; der Personenbegriff ABER auch im KKK der kath. Kirche nicht näher definiert wird – sieht man eben von den Beziehungen untereinander ab.

Genau hier liegt aber die Herausforderung:
die Herausforderung der Abwehr des Tritheismus oder zumindest des tritheistischen Missverständnisses, welches offensichtlich die Muslime haben.

Etwas schade finde ich es in diesem Zusammenhang, dass der KKK den Begriff „Seinsweise“ im Hinblick auf die göttlichen Personen als unzureichend einstuft; wenn Vater und Sohn und Hl. Geist voll und ganz der eine Gott sind, aber dennoch verschieden, erscheint mir dieser Begriff keineswegs völlig unangemessen; dass hier der Modalismus abgewehrt werden soll, liegt auf der Hand – aber um welchen Preis?
Dienstag, 27. März 2007 17:04
DieFidele: Wirkweisen oder doch Personen mit Namen?
Ich zitiere aus dem Katechismus 252:

252 Die Kirche verwendet den Begriff ,,Substanz“ (zuweilen auch mit ,,Wesen“ oder ,,Natur“ wiedergegeben), um das göttliche Wesen in seiner Einheit zu bezeichnen; den Begriff ,,Person“ oder ,,Hypostase“, um den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist in ihrer realen Verschiedenheit voneinander zu bezeichnen; den Begriff ,,Beziehung“, um zu sagen, daß ihre Verschiedenheit in ihren gegenseitigen Beziehungen liegt.

Das Dogma der heiligsten Dreifaltigkeit

253 Die Trinität ist eine. Wir bekennen nicht drei Götter, sondern einen einzigen Gott in drei Personen: die ,,wesensgleiche Dreifaltigkeit“ (2. K. v. Konstantinopel 553: DS 421). Die göttlichen Personen teilen die einzige Gottheit nicht untereinander, sondern jede von ihnen ist voll und ganz Gott: ,,Der Vater ist dasselbe wie der Sohn, der Sohn dasselbe wie der Vater, der Vater und der Sohn dasselbe wie der Heilige Geist, nämlich von Natur ein Gott“ (11. Syn. v. Toledo 675: DS 530). ,,Jede der drei Personen ist jene Wirklichkeit, das heißt göttliche Substanz, Wesenheit oder Natur“ (4. K. im Lateran 1215: DS 804).

254 Die drei göttlichen Personen sind real voneinander verschieden. Der eine Gott ist nicht ,,gleichsam für sich allein“ (Fides Damasi: DS 71). ,,Vater“, ,,Sohn“, ,,Heiliger Geist“ sind nicht einfach Namen, welche Seinsweisen des göttlichen Wesens bezeichnen, denn sie sind real voneinander verschieden:

,,Der Vater ist nicht derselbe wie der Sohn, noch ist der Sohn derselbe wie …
Dienstag, 27. März 2007 13:55
Christian Hüller: @ Defensor
„Tritheismus hätten wir nur, wenn ich sagen würde, daß die drei göttlichen Personen drei göttliche Individuen wären, so wie drei Menschen drei Individuen der Spezies Mensch sind.“

Volle Zustimmung. Genau diese Vorstellung wird aber bei vielen! Menschen evoziert, wenn andere von drei göttliche Personen reden (man denke nur an die Muslime); sie stellen sich bildhaft irgendwelche Entitäten in Gott vor; Gott Vater natürlich mit Rauschebart, um vollends klarzustellen, was ich meine…

Man sollte das Wort „Person“ bei der Trinitätslehre also immer in Anführungszeichen setzen; ich s e l b s t bevorzuge es daher sogar, von drei „Wirkweisen“ Gottes zu sprechen, ohne die Gott nicht zu denken ist und Gott sicher auch nicht Gott wäre:

1. Gott schafft; er hat alles Sein in Dasein gerufen …
Diese Wirkweise Gottes bezeichnen wir als „Vater“ oder als väterliche Wirkweise des einen Gottes.

2. Gott erlöst, erneuert und befreit…
Diese Wirkweise Gottes bezeichnen wir als „Sohn“; der Sohn erneuert das, was der Vater ins Werk gesetzt hat; er ist gleichewig mit dem Vater; Schaffen und Erneuern sind in Gott nicht auseinanderzudenken; denn sonst wäre Gott nicht mit uns und nicht wirklich allmächtig
=> Hl. Geist.

3. Gott ist mit uns und vollendet…
Dies ist der Geist Gottes, der ohnehin kaum in Bildern zu fassen ist.

LG
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