13:50:01 | Montag, 26. März 2007
Ein italienischer Priester hat angesichts der Diskussion um die Befreiung der Alten Messe zum Gegenschlag ausgeholt.

Hw. Paolo Farinella spricht über die griechische Grammatik
(kreuz.net, Vatikan) Der Priester Paolo Farinella aus Genua startete am 12. November eine
Petition gegen
die Freigabe der Alten Messe.
Die italienische Nachrichtenagentur ‘Ansa’ berichtete Ende Dezember, daß
sich seine Aktion eher als Flop erwiesen habe.
Der initiative Priester wirkt in der norditalienischen
Stadt Genua und macht immer wieder durch skurrile Aktionen auf sich aufmerksam.
So wandte er sich gegen
aufgehängte Kreuze in Schulen. Er las auch eine Messe für den Selbstmord-Ideologen
Piergiorgio Welby.
Die Kirche hatte dem Selbstmörder ein kirchliche Begräbnis verweigert.
Hw. Farinella wollte im Internet
wenigstens 10.000 Unterschriften gegen die Freigabe der Alten Messe sammeln.
Sein Offener Brief an Benedikt
XVI. wurde auf der Webseite des italienischen Internet-Fernsehens Arcoiris veröffentlicht.
Er steht
unter dem Titel: „Offener Brief an Papst Benedikt XVI. gegen die Erneuerung der lateinischen Messe von
1570 und in Verteidigung des Ökumenischen Konzils Vatikan II.“
Die Anrede: „An Papst Benedikt XVI, in
der Welt Joseph Ratzinger, ehemaliger Berufstheologe.“
Darin erklärt Hw. Farinella, daß die Alte Messe
ein Anachronismus sei und warnt den Papst:
„In der Tat verleugnen Sie sowohl das Konzil als auch die
Konzilspäpste: Papst Johannes XXIII., der es ankündigte, und Papst Paul VI., der es beendete und umsetzte,
die größten Päpste des 20. Jahrhunderts.“
Das Latein sei nicht das eigentliche Problem. Der Priester
fürchtet vielmehr, daß die Alte Messe ein Banner der Traditionalisten gegen das Zweite Vatikanum und
Papst Paul VI. sei.
Laut Hw. Farinella halten die Traditionalisten Papst Paul VI. für „schismatisch“
und „vom Teufel inspiriert“.
Er anerkenne – so Hw. Farinella – die Autorität von Papst Benedikt XVI.
in dieser Frage:
„Aber gleichzeitig möchten wir Ihnen sagen, daß Sie das, was Sie sich wünschen, nicht
tun können und es ihnen nicht erlaubt ist, einem Konzil zu widersprechen.“
Wenn der Papst die Alte Messe
wiederbelebe, mache er sich zum „Komplizen“ und „Unterstützer“ eines noch größeren Schismas, denn die
„Jünger von Lefebvre“ würden die Autorität des Konzils nicht akzeptieren.
Bis Ende Dezember fand der
Brief lediglich 1.052 unterschriebene Zeilen.
Auch der gut sichtbare Werbeartikel auf ‘Ansa’ konnte das
tapfere Projekt nicht mehr retten. Bislang sind 1239 Zeilen gefüllt.
‘Ansa’ bemerkte auch gefälschte
Unterschriften – wie einen gewissen Marcel Lefebvre, Erzbischof von Dakar.
Als Reaktion auf den Artikel
mehrten sich die Fälschungen und Obszönitäten. Einige – erst nach Wochen gelöschte – Beispiele:
Paul
VI. Montini – „häretischer Zerstörer 6“
Penedretto Setecieseme Pappade [Benedikt XVI.]
Josef Ratzinger
Zweimal der Heilige Papst Pius V. († 1572)
Judas Iskarioth
Der Vater der Liturgiereform, Erzbischof Annibale
Bugnini († 1982)
Marcel Lefebvre, Erzbischof von Dakar
Bischof Bernard Fellay, Generaloberer der Piusbruderschaft
Der exkommunizierte Ex-Kurienerzbischof, Emmanuel Milingo
Der italienische Ministerpräsident Romano Prodi,
Der Gründer der Moonsekte, Sun Myung Moon
Der italienische Kirchenfeind und Guerillakämpfer, Giuseppe
Garibaldi († 1882)
Der von den USA ermordete Ex-Diktator des Irak, Saddam Hussein,
Der italienische Porno-Film
Produzent Rocco Siffredi
Der satanistische Punk-Rocker Marylin Manson
Der Begründer des modernen Satanismus,
Aleister Crowley
Die Romanfigur Harry Potter
Die US-Popsängerin Britney Spears,
Ein Charakter der Science-Fiction-Saga
Star Wars
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