Hexenverfolgung?
Neun Millionen getötete Hexen?
Die dramatischste Veränderung in unserer Kenntnis der Großen Hexenjagd betrifft die Opferzahlen. Von Jenny Gibbons.
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(kreuz.net) Bevor Untersuchungen der Hexenprozesse vorlagen, waren Angaben über die Todesrate während der Hexenverfolgung fast zu 100% Spekulationen.

Zeitgenössische Berichte teilten nur mit, daß „sehr viele“ Hexen starben. Die Hexenjagd-Propaganda sprach von Abertausenden von Hinrichtungen.

Die zeitgenössischen Berichte konzentrierten sich auf Ausbrüche von Hexenwahn und auf die größten und sensationellsten Prozesse. Aber wir besaßen keine Vorstellung darüber, wie zuverlässig die Berichte waren oder wie ein gewöhnlicher Hexenprozeß ausschauten.

Darum handelte es sich bei den Vermutungen über die Anzahl der Todesfälle – die von einigen Hunderttausend bis zu einer Zahl von neun Millionen ausgingen – um simple Versuche, die erraten wollten, wieviel „sehr viele“ Hexen waren.

Heute sieht die Lage ganz anders aus. Historiker haben damit begonnen, alle Exekutionen oder Prozesse zu zählen, die in den Gerichtsakten einer Gegend überliefert sind.

Sodann schätzen sie, wieviel Belegmaterial verlorenging und überprüfen, für welche Jahre oder Gerichte es keine Angaben gibt.

Schließlich überblicken sie die Berichte, um festzustellen, ob sich während der Lücken im Belegmaterial Hexenprozesse ereignet haben. Die heutigen Schätzungen beinhalten weiterhin Vermutungen und viele Gebiete sind noch nicht systematisch untersucht worden.

Aber wir besitzen jetzt eine solide Datenbasis, auf der wir unsere Vermutungen aufbauen können. Die Zahlen werden immer spezifischer, je mehr Gebiete man einbezieht.

Nach dem Studium der ersten Gerichtsunterlagen wurde klar, daß frühe Schätzungen übertrieben hoch waren.

Die Gerichtsunterlagen bewiesen, daß der Hexenwahn kein alltägliches Phänomen war, wie die Berichte das nahelegten. Tatsächlich gab es in den meisten Ländern während der ganzen Zeit der Großen Hexenjagd nur einen oder zwei Fälle.

Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt wurden in ganz Europa und Amerika zusammengenommen weniger als 15.000 Exekutionen entdeckt.

Obwohl viele Gerichtsunterlagen verlorengingen, ist jetzt schon klar, daß eine Todeszahl von über 100.000 Toten unglaubwürdig ist.

Drei Wissenschaftler versuchten, die Anzahl aller Todesfälle während der Großen Hexenjagd mit Hilfe des neuen Belegmaterials zu berechnen.

Brian Levack – „Die Hexenjagd im frühen modernen Europa“ – untersuchte regionale Studien und stellte fest, daß es etwa 110.000 Hexenprozesse gegeben hat.

Levack konzentrierte seine Arbeit auf überlieferte Gerichtsverhandlungen, nicht auf Hinrichtungen, weil es in vielen Fällen Zeugnisse für eine Gerichtsverhandlung aber nicht für deren Ausgang gibt.

Durchschnittlich endeten 48% der Gerichtsverhandlungen mit einer Hinrichtung. Darum schätze Levack, daß 60.000 Hexen starben. Diese Zahl ist ein bißchen höher als 48%. Dadurch wird das Faktum widergespiegelt, daß in Deutschland – dem Zentrum der Verfolgungen – mehr als 48% der Hexen getötet wurden.

Ronald Hutton – „Die heidnische Religion der Britischen Inseln“ und der unpublizierte Aufsatz „Berechnungen zur Hexenjagd“ – verwendete einen anderen Ansatz.

Er überblickte zuerst die regionalen Studien und zählte die darin enthaltene Zahl vermuteter Todesfälle. Wenn er auf eine Gegend stieß, für die es keine Zählungen gab, suchte er eine bereits berechnete Gegend, die dieser im Hinblick auf Bevölkerung, Kultur und Intensität der Hexenjagd – wie sie in schriftlichen Zeugnissen berichtet wird – so nahe wie möglich kam.

Hutton ging sodann davon aus, daß in unausgezählten Gegenden ungefähr so viele Hexen getötet wurden wie in den vergleichbaren ausgezählten Gegenden.

Mit dieser Methode schätze er, daß in der Großen Hexenjagd 40.000 Hexen starben.

Anne Llewellyn Barstow – „Hexenwahn“ – schätze, daß 100.000 Hexen starben, aber ihre Überlegungen waren fehlerhaft.

Frau Barstow legte ihren Berechnungen die 60.000 Toten von Levack zugrunde. Diese Anzahl erhöhte sie aus zwei Motiven auf 100.000:

1) um verlorene Unterlagen zu kompensieren, und
2) weil immer noch neue Gerichtsfälle gefunden werden.

Das scheint vernünftig zu sein, ist es aber nicht.

Die 110.000 geschätzen Hexenprozesse, von denen Levack bei seinen Berechnungen ausging, berücksichtigten bereits großzügig verlorene Prozeßakten.

Frau Barstow war sich dessen offenbar nicht bewußt und fügte ohne Grund zusätzliche Tote hinzu.

Ferner ist ihre Berücksichtigung noch unentdeckter Gerichtsverhandlungen zwar zutreffend aber irrelevant. Tatsächlich werden jährlich neue Todesfälle entdeckt. Aber je mehr Hinrichtungen wir finden, desto tiefer sinkt die Todesrate.

Das versteht man, wenn man sieht, wie Historiker ihre Schätzungen vornehmen. „Neue“ Gerichtsfälle sind keine Prozesse, von denen wir nie geträumt hätten, daß sie je existiert haben.

Sie kommen zutage, wenn Gegenden und Gerichte studiert werden, die bisher nicht ausgezählt wurden.

Historiker waren sich immer im Klaren, daß unsere Daten unvollständig sind. Sie haben deshalb immer Schätzungen über verlorene Gerichtsunterlagen einbezogen.

Wenn darum „neue“ Hinrichtungen gefunden werden, dürfen diese nicht einfach dem bisherigen Gesamt der Todesfälle hinzugefügt werden, sondern die alten Schätzungen, die durch sie ersetzt werden, sind zuerst abzuziehen.

Da die Schätzungen in der Regel viel zu hoch waren, führen neugefundene Gerichtsunterlagen dazu, daß die Todesrate sinkt.

Nach diesen Umwälzungen ist es entscheidend, beim Studium der historischen Hexerei aktuelle Forschungsergebnisse zu verwenden. Heute besitzen wir etwa 20 Mal soviel Informationen wie noch vor zwei Jahrzehnten.

Das Studium der Hexerei ist inzwischen auch zu einem interdisziplinären Feld geworden. Früher war es eine reine Domäne der Historiker. Jetzt arbeiten Anthropologen und Soziologen auf diesem Gebiet und liefern radikal neue Interpretationen der Großen Hexenjagd.

Anthropologen weisen auf die Allgegenwart des Glaubens an die Hexerei hin und zeigen, daß die Große Hexenjagd kein ausschließlich europäisches Phänomen war.

Soziologen finden erschreckende Parallelen zwischen der Großen Hexenjagd und zeitgenössischen Paniken im Zusammenhang mit Satanskulten.

Das sind Belege, die darauf hinweisen, daß wir uns immer noch nicht aus dem Schatten der Hexenverbrennungen befreit haben.

Wir Neo-Heiden [die Autorin schreibt aus dieser Perspektive] stehen vor einer Krise. Aufgrund des Auftauchens neuer Daten haben die Historiker ihre Ansichten geändert, um das neue Material zu berücksichtigen.

Wir Neo-Heiden haben das nicht getan. Darum tut sich ein gewaltiger Abgrund zwischen der akademischen und der durchschnittlichen neo-heidnischen Betrachtung der Hexerei auf.

Wir zitieren immer noch überholte und unzuverlässige Autoren wie Margaret Murray, Montague Summers, Gerald Gardner und Jules Michelet. Zugleich vermeiden wir die etwas mühsamen akademischen Texte, welche solide Untersuchungen beinhalten und ziehen sensationalistische Autoren vor, die mit unseren Emotionen spielen.

Ich habe zum Beispiel noch in keiner neoheidnischen Buchhandlung eine Ausgabe von „Die Hexenjagd im frühen moderen Europa“ von Brian Levack gesehen.

Dagegen fand ich in der Hälfte der Buchhandlungen das Buch „Hexenwahn“ von Anne Llewellyn Barstow, ein zutiefst fehlerhaftes Buch, das von akademischen Historikern gar nicht beachtet oder schwer kritisiert wird.

Wir sind es uns selber schuldig, die Große Hexenjagd ehrlicher und sorgfältiger zu studieren und die besten zur Verfügung stehenden Daten zu benützen.

Dualistische Märchen über noble Hexen und böse Hexenjäger besitzen eine große emotionale Anziehungskraft, aber sie machen uns blind für das, was geschah – und was heute geschehen könnte.

Wenige Neo-Heiden sprechen über die erschreckende Ähnlichkeit zwischen der Großen Hexenjagd und US-amerikanischen Panikausbrüchen im Kontext von Satanskulten. Wissenschaftler haben sie bemerkt. Wir nicht. Wir sagen: „Nie mehr Hexenverbrennungen!“

Aber wenn wir nicht wissen, was das erste Mal geschah, wie werden wir dann in der Lage sein zu verhindern, daß es wieder geschieht?

Jenny Gibbons, die Autorin des Beitrages studierte Mittelalterliche Geschichte und ist Anhängerin eines modernen Hexenkultes.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Die unterschlagene Revolution 2. 400 Hexen auf einen Streich? 3. Die große Preisfrage: Wann war die Zeit der Hexenverbrennungen? 4. Die überraschende Landkarte der Hexenjagd 5. Wer verurteilte die Hexen? 6. Das Märchen von der hexenjagenden Inquisition 7. Wer war am stärksten in Gefahr, unter Hexenverdacht zu fallen? 8. War der Hexenwahn ein Ausbruch des Frauenhasses?
9. Neun Millionen getötete Hexen?
      
23 Lesermeinungen
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#23   Bokrug †   15:38:10 | Freitag, 31. August 2007
@Raphael bzw. Peter Pan:
@Raphael bzw. Peter Pan:
Ja, ich!
Es waren nach neueren Forschungen allerdings allenfalls 30.00 bis 60.000 Hexen, die während des gesamten Mittelalters und der frühen Neuzeit (als die einstmals verheirateten Priester sich vom Volk gelöst hatten!… und das neuplatonische Heidenchristentum der katholischen Kirche sich in ein Judenchristentum wandelte) verbrannt wurden. (zu viele, zweifellos…doch die höheren Zahlen entspringen anti-christlicher masonischer und feministischer Propaganda!).
Die Leute im kreuzforum.net wissen noch nicht einmal, dass in den Paulus Briefen die 7 antiken Planeten-Engel genannt werden!
Die auch schon namentlich im Urchristentum erwähnt und verehrt wurden…in katholischen Kirchen bis heute!
Und auch im Neuen Testament wird auf ein Buch bezug genommen, in dem diese namentlich aufgeführt sind!
Verschiedene Engelnamen bringt auch das apokryphe Henoch-Buch, auf das sich der neutestamentliche Judas-Brief in V. 14f. bezieht.
Zudem wurden die Apokryphen auch im Mittelalter gelesen – von der Kirche sogar zum lesen empohlen. Und werden im NT ja sogar auch erwähnt.
MFG
Suriel (und ich komme doch im AT vor!)
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#22   Mathias Wagener   14:02:43 | Samstag, 7. April 2007
Hexen
Sehr interessanter Bericht, der auch einem Laien durchaus einleuchtet, Daß es sich um Millionen von Hexen gehandelt haben soll, denen Schlimmstes widerfuhr,
ist kaum glaubhaft, wenn man von den Bevölkerungszahlen ausgeht.
Ein interessantes Forschungsgebiet.
Und damit keine Zweifel aufkommen: Jede Verbrennung
Unschuldiger war zuviel.
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#21   Peter-Pan   22:14:55 | Donnerstag, 29. März 2007
@Kurt
Tja, der Lichtbringer war ein Großer… und sein Sturz wahrscheinlich Teil des großen Plans. Und da er ja praktisch das Gleichgewicht halten muss, gegen eine Heerscharr guter Engel, hat er wahrscheinlich ganz schön was auf den Kasten…
Aber im Ernst. Der entscheidende Punkt bei den Hexenprozessen ist doch wohl der, dass alle Opfer (wie viele auch immer) unschuldig waren.
Oh, vielleicht waren ein paar davon ja in irgendeiner Beziehung schuldig, aber mit Sicherheit standen sie nicht mit dem Teufel in Bunde oder gingen um und verhexten Leute.
MFG Raphael
P.S.: By the way: Kennt eigentlich jemand „Good Omens“ (Ein gutes Omen von Terry Ptratchett)?
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#20   Kurt K.   13:18:51 | Donnerstag, 29. März 2007
Zaubern? Wer kann das und wer nicht?
Wenn ich manchmal lese von Teufels- / Dämonenpaktierern stellt sich die Frage, woher der Satan, der ja auch „nur“ ein Engel ist, oder gar Dämonen (woher die stammen ist mir sowieso völlig unklar) Zauberkräfte hat und diese an „Paktierer“ weiterzugeben in der Lage sein soll. Immerhin bekommt nicht mal der gläubigste Gläubige, der inbrünstig Erzengel Michael anbetet, Zauberkräfte verliehen von diesem Engel (wie Luzifer ja auch einer ist). Wieso sollte ein Bösewicht mehr Macht bekommen können als ein Anhänger des Guten? Find ich irgendwie nicht stringend.
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#19   methusalix †   09:37:28 | Donnerstag, 29. März 2007
Aber Raphael!
Sie verkennen die tiefe Gläubigkeit der meisten Hexenverbrenner hier! DieserSatz von Ihnen …
Hat’s euch noch keiner gesagt: Hexen sind Märchenfiguren. Die gibt’s nicht in echt!
MFG Raphael
… beweist dies ganz eineindeutig!
Steht doch schon in der Bibel: „Zauberinnen sollst du nicht leben lassen!“
Und was in der Bibel steht, stimmt! Immer! Hundertprozentig!
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#18   Peter-Pan   06:24:57 | Donnerstag, 29. März 2007
Die Anzahl getöteter Hexen…
Îm gesamten Artikel und allen Kommentaren scheint ein Punkt völlig unbeachtet geblieben zu sein.
Ich kenne nämlich die genaue Anzahl der getöteten Hexen in der gesamten christlichen Geschichte:
0 (in Worten: Null)
Nicht eine Hexe ist getötet worden, aber jede Menge Frauen und Männer, die unbequem waren oder fälschlich beschuldigt wurden oder auf irgendeine Weise in Verdacht gerieten.
Keine(r) davon, war zauberkundig oder mit dem Teufel im Bunde. Diesen Quatsch zu glauben, hat ja überhaupt erst zu dem Elend geführt, das heute so ungern zugegeben wird.
Hat’s euch noch keiner gesagt: Hexen sind Märchenfiguren. Die gibt’s nicht in echt!
MFG Raphael
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#17   Kurt K.   00:37:18 | Donnerstag, 29. März 2007
@ Lutheraner
Irgendwie find ichs langsam witzig, was Kirchehörige wie Sie immer so schreiben. Da gehts im Prinzip um Hexenermordungen im Mittelalter – und was machen Sie? Sie sage: „Ja, und was machen die anderen? Die sind doch noch viel schlimmer… !“
Als ob ein Mord dadurch weniger schlimm würde, weil andere auch morden!
Das ist doch keine Argumentation! Zumal dann nicht, wenn die mordende Institution „Nächstenliebe“ und „bereue deine Sünden“ auf ihrer Flagge stehen hat und hatte.
Ich glaub kaum, dass irgendwer der Kirche ernsthaft die Tatsache an sich vorwirft, im ausgehenden Mittelalter Menschen gemordet zu haben – aber dass sie (bzw. irgendwelche selbsternannten Retter der Kirche) es nicht einsehen will und auch mit keinem Wort ihren Irrtum eingesteht, DAS SCHON.
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#16   obelix †   20:12:09 | Mittwoch, 28. März 2007
Mit Verlaub, Pünktchen, das ist eine Lüge!
Pünktchen: Vollkommen richtig, Frodo!Das betrifft in erster Linie Methusalix, der z.B. Meinungsgegner in der Abtreibungsdebatte als „Frauenverbrenner“ tituliert hat …
Ich habe Sie nicht als „Frauenverbrenner“, sondern als Hexenverbrenner bezeichnet, weil Sie noch nie eine Hexe verbrannt haben!
Warum habe ich das getan? Weil Sie mich als „Kinderschlächter“ bezeichnet haben, obwohl ich noch nie ein Kind geschlachtet habe. Ich bin doch nicht Rumpelstilzchen!
www.kreuz.net/reader.1386.html
Sweetdragon: Und wenn man sich hier so umsieht die Hexenjagd ist noch nicht zu Ende… hier treffen sich ja auch regelmäßig die Erben von Insitoris und Co.
Richtig, Drachen!
Und einer von den Möchtegern-Inquisitoren nennt sich auch noch so! Guckst Du hier. www.kreuz.net/reader.1386.html
Ein Grossinquisitor, eben ein grosser Tor.
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#15   Sweetdragon †   18:52:58 | Mittwoch, 28. März 2007
Lutheraner – Na dann rück mal
mit den Zahlen der von der Kirche zu Tode gefolterten rüber – aber vergiß dabei bitte nicht die Frauen die sich zu Tode geboren haben, weil die Kirche das so wollte.
Und dann bitte eine ebenso genau Aufstellung der Toten die durch „Satanisten“ gestorben sind – Hitler, STalin und Co. zählen da aber nicht dazu.
Und dann bitte all das mit Belegen die ins Detail nachprüfbar und für jedermann zugänglich sind.
Schon klar das dir rkk. heute nicht mehr dazu stehen will, das sie Frauen mißhandelt, gefoltert und umgebracht hat. Und das in nicht geringer Zahl. Ist ja auch irgendwie peinlich.
Aber ich glaube immer noch den unabhängigen Wissenschaftlern und nicht so Pseudozahlenverdrehern und Lügnern.
Und wenn man sich hier so umsieht die Hexenjagd ist noch nicht zu Ende… hier treffen sich ja auch regelmäßig die Erben von Insitoris und Co.
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#14   Lutheraner   11:35:34 | Mittwoch, 28. März 2007
Satanisten sind Perverse, die sich an Mord, Quälerei und Totschlag ergözen
Wer zählt die Opfer des Hexen- und Satankults? Die Final Church war eine an Aleister Crowleys wirre Abscheulichkeiten angelehnte Satanssekte. Die Charles Manson Gruppe quälte und ermordete 1969 neun Menschen, unter ihnen die Schauspielerin Sharon Tate. Heute werden T-Shirts mit dem Kopf des Mördes Manson bedruckt!
Die Hetzprediger Frodo und Obelix sollten sich zunächst ihre Satanswelt anschauen, bevor sie andes so lauthalt verurteilen. Das hier und heute reicht, um die Lügenhaftigkeit und Bosheit der Satansanhänger zu erkennen. Die verderben nicht nur die Menschen Heuchelei und Lügen, sondern treiben vor aller Augen einen häßlichen Kult um Mord, Totschlag und Menschenquälerei.
Der Satanismus hat ein Tausendfaches dessen zu verantworten, was er der Kirche so lauthals vorwirft.
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#13   Daniel Rotzinger   22:56:07 | Dienstag, 27. März 2007
Neun Millionen getötete Hexen?
1. Mose 27Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.
Markus 12:31Und das andere ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Es ist kein anderes Gebot größer denn diese.
Hexen sind Menschen, die sogar einen Jesus-Schwärmer wie mich lieben und zuhören. Sie füttern sogar meinen Leib… o^/
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#12   Pünktchen   17:33:25 | Dienstag, 27. März 2007
Vollkommen richtig, Frodo!
Das betrifft in erster Linie Methusalix, der z.B. Meinungsgegner in der Abtreibungsdebatte als „Frauenverbrenner“ bezeichnet hat! Ich wüßte nicht, welcher Leser hier jemals das Verbrennen von Frauen gerechtfertigt hätte! Leser methusalix hingegen hat das Abschlachten Ungeborener hier mehrfach mit Hinweis auf Bevölkerungsentwicklung und Arbeitslosenzahlen gerechtfertigt, hat behauptet, Kinder könnten als „Katatsrophe“ wahrgenommen werden und die Abtreibung dementspr. als „Katstrophenschutz“. Ihn einen Babyschlächter zu nennen, stellt von daher keine Ehrverletzung dar, sondern kommt der Wahrheit sehr viel näher als die Methusalixsche Totschlagvokabel „Frauenverbrenner“!
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#11   Frodo007 †   17:07:47 | Dienstag, 27. März 2007
Gilt auch für die Verantwortlichen von hetz.net!!!
Betreiber von Internetforen müssen Ehrverletzungen entfernen
Karlsruhe (dpa) – Betreiber von Meinungsforen im Internet müssen ehrverletzende Beiträge von ihrer Homepage entfernen, auch wenn sie für deren Inhalt nicht verantwortlich sind. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs gilt das selbst dann, wenn der Angegriffene den Autor der Äußerung kennt und direkt gegen ihn vorgehen kann. Sobald der Forumsbetreiber Kenntnis vom Anspruch eines Betroffenen hat, ist er dem BGH zufolge verpflichtet, seine Website von den Vorwürfen zu säubern.
© Welt
erschienen am 27.03.2007 um 15:57 Uhr
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#10   Pünktchen   15:47:29 | Dienstag, 27. März 2007
Lügenbaron und Kinderschlächter Obelix-Methusalix
Wenn Sie die einschlägigen Fachpublikationen hier hätten zur Kenntnis nehmen wollen, wüßten Sie in welchen quantitativen Dimensionen sich die Hexenverfolgung abgespielt hat. Sie wüßten ebenso, daß z.B. die Länder, in denen die Inquistion stark war (z.B. Spanien und Italien), die Hexenverfolgung eine geringere bis gar keine Bedeutung gespielt hat, während in Ländern der nördlichen Hemisphäre, in denen heidnische Vorstellungen noch im Schwange waren, im Maße gerade einer defizitären Kirchlichkeit weit höhere Opferzahlen zu beklagen sind. Die Quantifizierung, die von der heutigen historischen Wissenschaft vorgenommen wird, bewegt sich im Bereich einiger zehntausend Opfer für die gesamte Zeit und für den gesamten fraglichen Raum! Daß jedes Opfer eines zu viel ist, versteht sich von selbst.
Die Instrumentalisierung der Opfer und ihre Aufbauschung zu einer Mehr-Millionen-Zahl, wie sie seit der Aufklärung anzutreffen ist und systematisch auch von den Nazis betrieben wurde, findet heute ihre Fortsetzung in der ideologischen Verwurstung durch solche Abtreibungsbefürworter wie Sie es sind! Auch wenn nicht im geringsten einzusehen ist, warum die Verantwortungsübernahme für ein Lebenwesen eine Strafe sein soll, die mit der „Hexenverbrennung“ gleichzusetzen wäre, fischen Gestalten wie Sie in der brauenen Brühe der Neun-Millionen-Theorie nach Rechtfertigungen für das Nicht-zu-rechtfertigende: die Vorsatztötung von ungeborenen Kindern!
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#9   obelix †   15:41:56 | Dienstag, 27. März 2007
Nein Alligator, ich bin nur nicht auf einem Auge blind, so wie Sie!
Ich sehe die Fehler, die in der Geschichte unserer Kirche passiert sind und versuche daraus zu leernen. Sie dagegen wollen die Fehler, die wir gemacht haben, mit aller Gewalt klein rechnen und begeben sich so jeder Glaubwürdigkeit.
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#8   Alligator   15:33:21 | Dienstag, 27. März 2007
Die sogenannte „Hexenverfolgung“
wird deshalb so populär gemacht da sie sich besonders gut als Totschlagargument im Kampf gegen die katholische Kirche eignet.
Unsere dummen Mitbürger (wie Obelix zb) übernehemen das kritiklos da es ohnehin gut in ihr wahrscheinlich milieubedingetes ideologisches Konzept passt.
Gegenüber solchen Leuten kann man keine Zugeständnisse machen wie kardinal König. – Gegen solche muß man kämpfen…
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#7   obelix †   15:25:00 | Dienstag, 27. März 2007
@Pünktchen
Pünktchen: Die Neun-Millionen-Theseist eine einzige große Lüge!
Na denn, Pünktchen, auf ein’neues! Wie viele ermordete Frauen hätten Sie denn akzeptiert?
Bei dem Anspruch, den Sie an andere stellen (Stichwort Schwangerschaftsabbruch), wäre EINE ERMORDETE FRAU SCHON ZUVIEL GEWESEN!
Also schwadronieren Sie hier bitte nicht über Opferzahlen, sondern lernen Sie!
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#6   Lutheraner   12:51:58 | Dienstag, 27. März 2007
Kleine Sünden schaden nicht ! Oder doch ?
Wenige Neo-Heiden sprechen über die erschreckende Ähnlichkeit zwischen der Großen Hexenjagd und US-amerikanischen Panikausbrüchen im Kontext von Satanskulten. Wissenschaftler haben sie bemerkt. Wir nicht. Wir sagen: „Nie mehr Hexenverbrennungen!“
Um jeden Preis? Die Zahlen kommen zwar der Realität nahe, aber sie sagen nichts über die Hintergründe. Im Kern bleiben sie platte Schuldsprüche.
Wer Antworten nach Motivation der Hexenverfolgung sucht, muß die psychischen Folgekosten der Hexerei erkennen und die Frage beantworten können: Wohin entwickelt sich eine Gesellschaft, in der sich Hexenglaube ungezügelt verbreitet? www.churchofsatan.com/
Die Dame ist zwar objektiver als die meisten Neu-Heiden, aber das reicht lange nicht. Als Gefangene ihres Irrglaubens kann sie der Versuchung so wenig widerstehen wie der Kleptomane.
Unsere Zeit ist emotional so flach wie ein Teelöffel. Im Mittelalter war einfach alles besser:
www.harzlife.de/…he_orte_im_harz.html
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#5   Heggi   11:52:44 | Dienstag, 27. März 2007
Die Vernunft…
sollte der Stimme der Vernunft sagen, daß es wohl kein Thema gibt, das sich nicht irgendwann wiederholt. Wenn micht ein Thema nicht interessiert oder ich es nicht mehr hören kann, schalte ich einfach ab. Kommt vor und ist auch ganz normal! Vielleicht hilft Ihnen dieser Tipp weiter.
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#4   Maledica   11:50:14 | Dienstag, 27. März 2007
Im Westen nichts Neues
@Stimme der Dummheit
Sie sollten lieber schweigen, denn Ihnen fällt überhaupt nix ein
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#3   stimme der vernunft †   11:29:26 | Dienstag, 27. März 2007
ach nee
das hatten wir doch schon mindestens 3 mal.
Werden jetzt schon die Themen recycled, weil der „Redaktion“ gar nichts neues mehr einfällt?
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#2   Pünktchen   11:25:54 | Dienstag, 27. März 2007
Die Neun-Millionen-These
ist eine einzige große Lüge!
Behringer, Wolfgang:
Neun Millionen Hexen: Entstehung, Tradition und Kritik eines populären Mythos
GWU 49 (1998) 664-685 www.historicum.net/…n/html/ca/0e43e9dea3/
Redaktion benachrichtigen
#1   Heggi   11:08:59 | Dienstag, 27. März 2007
Abgesehen…
von den Horrorzahlen, hinter denen mehr Absicht stand als historische Redlichkeit, ist jedoch jede Verurteilung und Verbrennung eine zuviel gewesen. Dabei muß man sich aber auch dessen bewußt sein, daß unsere Erkenntnis- und Rechtsmaßstäbe zwangsläufig andere sind, als die des 17 Jahrhunderts und früher. Mit Blick auf das blutrünstige 2o. Jahrhundert (im 21. wird es wohl nicht viel besser werden), sollten wir aber wohl besser schweigen als verurteilen.
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