Pius XII.
Der Mythos von „Hitlers Papst“
Heute kann man sich nur schwer vorstellen, daß Papst Pius XII. zu Lebzeiten und in den ersten Jahren nach seinem Tod hochverehrt war. Er wurde von allen Lagern geachtet. Von Thomas E. Woods, Jr.
(kreuz.net) Graham Greene, der liberale katholische Schriftsteller, beschrieb Pius XII. als „einen Papst, von dem viele von uns glauben, daß er zu den größten Päpsten gehört“.

Berührende Zeugnisse von prominenten europäischen Juden beweisen ebenfalls die Achtung und Liebe, welche große Teile der Welt für den Papst hegten.

Das änderte sich mit der Berliner Premiere von ‘Der Stellvertreter’, einem Theaterstücks des linkslastigen deutschen Autors Rolf Hochhuth.

Hochhuth verleumdete Pius XII. als stumpf und gleichgültig angesichts der jüdischen Leiden unter den Nationalsozialisten.

Innerhalb von drei Jahren nach der Premiere des Stücks begannen kritische Bücher gegen Pius XII., aber auch Verteidigungsschriften von jüdischen Autoren zu erscheinen.

Diese Verteidigungsschriften – die in den heutigen Umständen praktisch vergessen sind – waren von Bedeutung.

Der Repräsentant der ‘Anti-Diffamationsliga’ in Rom, Joseph L. Lichten, schrieb 1963 die Monographie ‘Eine Frage des Urteils’ in Verteidigung von Pius XII. gegen die erfundene Darstellung seiner Person in ‘Der Stellvertreter’.

Der jüdische Theologe Pinchas Lapide wird bis zum heutigen Tag von denen zitiert, die den Papst verteidigen.

Er schrieb 1967 in seinem Buch ‘Rom und die Juden’, daß Pius XII. „maßgeblich war für die Rettung von mindestens 700.000 Juden, vermutlich sogar 860.000 Juden, die so dem sicheren Tod durch die Hand der Nationalsozialisten entkamen“.

Der ungarische jüdische Historiker Jeno Levai war über die ungerechten Angriffe gegen Pius XII. empört und schrieb sein Werk ‘Das ungarische Judentum und das Papsttum: Pius XII. hat nicht geschwiegen’.

Eine einsame Stimme im Schweigen
Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli erblickt am 2. März 1876 das Licht der Welt.

Am 2. April 1899 empfing er die Priesterweihe.Im Juli 1933 unterschreibt er als Staatssekretär das bis heute gültige Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich.Am 2. März 1939 wird Kardinal Pacelli zum Papst gewählt und nimmt den Namen Pius XII. an.

Levai studierte staatliches und kirchliches Archivmaterial und zeigte, daß der Apostolische Nuntius in Budapest und die Ungarischen Bischöfe auf Geheiß des Papstes immer wieder intervenierten und daß es als Ergebnis dieser Anstrengungen im Herbst oder Winter des Jahres 1944 praktisch keine katholische Institution in Budapest gab, wo verfolgte Juden nicht Zuflucht gefunden hatten.

In den letzten Jahren hat die Anti-Pius-Hysterie einen Grad erreicht, den sich Juden und Nichtjuden im Jahre 1958, dem Todesjahr des Papstes, kaum hätten vorstellen können.

Das berühmteste Beispiel war das Buch ‘Hitlers Papst’ des Ex-Seminaristen John Cornwell. Darin wird , Pius XII. als Unterstützer des Nationalsozialismus hingestellt, der wenig oder gar nichts unternahm, um die schreckliche Kampagne von Adolf Hitler gegen die Juden aufzuhalten.

Der US-amerikanische Rabbiner David Dalin widerspricht in seinem Buch ‘Der Mythos von Hitlers Papst: Wie Papst Pius XII. Juden von den Nationalsozialisten rettete’ kraftvoll der Anti-Pius Bewegung und schlägt vor, daß dieser große Papst es verdient, wegen seiner Anstrengungen zugunsten der Juden als „Gerechter unter den Völkern“ anerkannt zu werden.

„Da wir uns dem 50. Todestag von Pius XII. nähern, wäre es für – die Jerusalemer Gedenkstätte – Jad Waschém historisch gerecht und moralisch angemessen, Pius XII. posthum als einen ‘Gerechten unter den Völkern’ anzuerkennen und zu ehren.“

Rabbiner Dalin beweist in seinem Buch, daß die Katholische Kirche unter direkter Anweisung von Pius XII. große Anstrengungen unternahm, um Juden in ganz Europa unterzubringen und zu beschützen.

Das Buch von Dalin ist mit zahlreichen Beispielen von Heldentaten auf dem europäischen Kontinent gefüllt. Es bezeugt, wie eine große Anzahl von Rettern und Geretteten den Papst für seinen Widerstand gegen die Nationalsozialisten ehrten.

Besonders berührend ist die Darstellung der päpstlichen Bemühungen um die Rettung der slowakischen Juden. Rabbiner Dalin weist nach, daß in diesem Land 20.000 Juden den Deportationen aufgrund des direkten Eingreifens des Papstes entkamen.

Eingehend studiert Rabbiner Dalin die nationalsozialistischen Razzias gegen die römischen Juden, die zum Vorwand für eine große Kontroverse in der Debatte um Pius XII. genommen wurden.

Der Jude Michele Tagliacozzo, ein führender Experte dieser Ereignisse und selber ein Überlebender der Razzias erklärte, daß Pius XII. „als einziger intervenierte, um die Deportierung der Juden am 16. Oktober 1943 zu verhindern, und sehr viel unternahm, um Tausende von uns zu verstecken und zu retten“.

Archivmaterial beweist – erklärt er –, daß die Proteste und Aktionen von Pius XII. zur Rettung von 80% der römischen Juden führten. Auf päpstliche Anweisung wurden Juden überall in der Stadt versteckt, in Kirchen, Klöstern und wo immer Raum für sie gefunden werden konnte.

Rabbiner Dalin weist darauf hin, daß Cornwell und Susan Zuccotti – eine andere Kritikerin von Pius XII. – die Unterbringung von 3.000 Juden in der päpstlichen Sommerresidenz von Castel Gandolfo unterschlagen.

„An keinem anderen Ort im nationalsozialistisch besetzten Europa wurden so viele Juden gerettet und für so lange Zeit untergebracht wie in Castelgandolfo während der Besetzung von Rom.“

Den dort versteckten Juden wurde koscheres Essen serviert. Jüdische Kinder wurden in den privaten Gemächern des Papstes geboren.

Als im Sommer 1944 eine Gruppe von römischen Juden im Vatikan erschien, um dem Papst für den Schutz zu danken, den er ihnen hatte zukommen lassen, antwortete Pius XII.:

„Jahrhundertelang wurden die Juden ungerecht behandelt und verachtet. Es war Zeit, ihnen mit Gerechtigkeit und Menschlichkeit zu begegnen. Gott wünscht es und die Kirche wünscht es. Der heilige Paulus sagt, daß die Juden unsere Brüder sind. Sie sollten auch als unsere Freunde angenommen werden.“

Rabbiner Dalin weist auch darauf hin, daß bekannte Katholiken, die für ihre Bemühungen zugunsten der Juden ausgezeichnet wurden, auf Papst Pius XII. als Inspiration für ihr Handeln hingewiesen haben.

Die späteren Päpste Johannes XXIII. und Paul VI. erhielten als Kardinäle viel Lob für ihre Anstrengungen für die Unterbringung und Rettung von Juden.

Doch beide erklärten, nur die Anweisungen von Papst Pius XII. ausgeführt zu haben.

Kardinal Pietro Palazzini, der in den Jahren 1943 und 1944 zahlreiche italienische Juden monatelang versteckte, wurde im Jahr 1985 von Jad Waschém als ein „gerechter unter den Völkern“ geehrt.

Kardinal Palazzini unterstrich dabei, daß das Verdienst ganz Pius XII. gehöre, „der uns auftrug, alles zu tun, was wir konnten, um die Juden vor der Verfolgung zu retten“.

Bei den Nationalsozialisten war Pius XII. wegen seiner Sympathie für die Juden und seiner Opposition gegen das Regime von Adolf Hitler sehr unbeliebt.

Die Nationalsozialisten kommentierten die Wahl von Kardinal Pacelli zum neuen Papst in sehr negativen Tönen. Man bezeichnete Pius XII. als „judenfreundlich“.

Rabbiner Dalin zeigt weiter auf, daß 40 der 44 Reden, die Erzbischof Pacelli von 1917 bis 1929 als päpstlicher Nuntius in Deutschland hielt, Aspekte der immer stärker werdenden nationalsozialistischen Ideologie verurteilten.

Kardinal Pacelli spielte eine wichtige Rolle bei der Ausarbeitung der Enzyklika ‘Mit brennender Sorge’ (1937), die den Nationalsozialismus verurteilte.

Seine erste Enzyklika ‘Summi Pontificatus’ aus dem Jahr 1939 unterstrich die Unvereinbarkeit des Nationalsozialismus mit dem katholischen Glauben.

Damals lautete die Schlagzeile der ‘New York Times’: „Papst verurteilt Diktatoren, Vertragsbrecher und den Rassismus“.

Flugzeuge der Alliierten warfen 88.000 Exemplare des päpstlichen Dokumentes über Deutschland ab, um das nationalsozialistische Regime zu unterminieren.

Der gescheiterte Plan der Nationalsozialisten, den Papst zu entführen, ist ebenfalls schwer mit der umstrittenen Theorie von „Hitlers Papst“ zu vereinbaren.

Es bleibt eine letzte Frage:

Wenn Rabbiner Dalin in seinem Buch die Wahrheit sagt und Papst Pius XII. tatsächlich ein großer Freund der Juden war, wie können wir dann die endlosen Angriffe auf den Papst der Kriegszeit erklären?

Lassen wir Rabbiner Dalin diese Frage beantworten:

„In wenigen der vielen Bücher, die gegenwärtig über Pius XII. und die Judenverfolgung geschrieben werden, geht es in Tat und Wahrheit um Pius XII. und die Judenverfolgung.

Die liberalen Angriffe gegen den Papst und die Katholische Kirche sind in Wirklichkeit ein innerkatholisches Argument über die theologische Richtung der heutigen Kirche.

Der Holokaust ist somit einfach die größte Keule der Liberalen gegen den traditionellen Katholizismus in ihrem Streben, das Papsttum schlecht zu machen und dadurch die traditionelle katholische Lehre zu diskreditieren.“

Rabbiner Dalin kommt somit zum folgenden Schluß:

„Die antipäpstliche Polemik von Ex-Seminaristen wie Garry Wills und John Cornwell – des Autors von ‘Hitlers Papst’ –, von Ex-Priestern wie James Carroll und anderen abgefallenen oder zornigen liberalen Katholiken benützen die Tragödie des jüdischen Volkes im Holokaust, um ihre eigene politische Agenda voranzubringen und Änderungen in der gegenwärtigen Kirche durchzusetzen.“

Rabbiner Dalin hat Papst Pius XII. und der Kirche im allgemeinen einen außerordentlichen Dienst geleistet.

Titel – erschienen im Juli 2005:

The Myth of Hitler’s Pope: How Pope Pius XII Rescued Jews from the Nazis
by Rabbi David G. Dalin
      
21 Lesermeinungen
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#21   Bokrug †   00:14:44 | Montag, 27. August 2007
Rockefeller finanzierte die Nazis…
Rockefeller, Carnegie, Stanley Morgan…
www.verschwoerungen.info/…r_finanzierte_Hitler
John D. Rockefeller von der Chase Manhattan Bank, Carnegie (Stahlkönig), Prescott Bush, Dulles, die Dresdener Bank…
Ferner der Skull&Bones Orden…dem aktuell George W. Bush., David Rockefeller und auch John Kerry angehören…
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#20   Christus vincit †   12:17:36 | Montag, 2. April 2007
@Daniel Stöhr
Worauf es mir bei dem etwas längeren Zitat in erster Linie ankam, war, zu zeigen, welche philosophischen Quelle(n) Montini und das 2. Vatikanum haben.
Zu „Mystici Corporis“ (MC): Wenn ich Frau Ball Martínez richtig verstehe, geht es ihr hauptsächlich darum, zu zeigen, daß das Bild von der Kirche als „vollkommener Gesellschaft“ (Vatikanum I, Leo XIII.) mit Pius XII. und MC durch ein Kirchenbild abgelöst wurde, das das Spirituelle und Dynamische, ja auch das Menschliche und Unvollkommene betont.
Dem Bild vom Mystischen Leib Christi sind dann, wie sie in ihrem Buch resümiert, eine Vielzahl weiterer Kirchenbilder wie „Volk Gottes“ (2. Vatikanum), „Geheimnis“ (Y. Congar), „(Ur-)Sakrament“ (de Lubac), bis hin zu protestantischen Entwürfen wie „Herold der Welt“ (K. Barth) oder „Diener“ (H. Cox, D. Bonhoeffer) gefolgt.
„Von der vollkommenen Gesellschaft ‘hoch über allen anderen’ bis zur Kirche als Diener hatten die Theologen eine weite Wegstrecke zurückgelegt und, wie es die Väter des I. Vatikanums vorhergesagt hatten, in diesem Prozeß war von der Identität der römisch-katholischen Kirche nichts übriggeblieben.
Avery Dulles räumt ein: ‘Die gegenwärtige Kirche wird von Paradigmenwechseln gequält, so daß wir auf Phänomene wie Polarisation, gegenseitiges Unverständnis, Unfähigkeit zur Kommunikation, Frustration und Entmutigung stoßen. Sobald sich das Paradigma verschiebt, verlieren die Leute mit einem Mal den festen Boden unter den Füßen.’“ schreibt Ball Martínez. (aaO, 19)
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#19   Ydefix   23:00:27 | Sonntag, 1. April 2007
@Christus vincit
Alles hochinteressant, nur sehe ich eben nicht, inwiefern „Mystici Corporis“ dazu Vorbereitungsdienste geleistet haben soll. Wenn dort an einer Stelle die Glaubenslehre wiederholt wird, dass Christus für alle Menschen gestorben ist, dann ist es m.E. mehr als unseriös, daraus Pius XII. einen Vorwurf zu machen. Er hätte solche Enstellungen dieser Lehre ganz sicher nicht geduldet.
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#18   Christus vincit †   22:50:02 | Sonntag, 1. April 2007
Humanitätsphilosophie und -religion (Fortsetzung)
„‘Diese Idee universaler Brüderlichkeit’, fährt Le Caron fort, ‘ist weder neu noch originell. Sie wurde schon von den Philosophen des achtzehnten Jahrhunderts und von den französischen Revolutionären von 1789 vorgetragen. Sie ist auch die geliebte Brüderlichkeit der Freimaurer und Marxisten. Wodurch sich Maritains Humanismus unterscheidet, das ist die Rolle, die er der Kirche zuspricht. Innerhalb der universalen Brüderlichkeit soll die Kirche die Inspiration und die Große Schwester sein, und es versteht sich von selbst, daß sie, wenn sie die Sympathie ihrer kleinen Brüder gewinnen will, weder unnachgiebig noch autoritär sein darf. Sie muß lernen, wie man die Religion annehmbar macht. Sie muß eher praktisch als dogmatisch sein.’
Daß Don Montinis frühe Begeisterung für Maritain ihn sein Leben lang begleitete, schildert der Romanautor und einstige Jesuit Malachi Martin: ‘Der Integrale Humanismus von Paul VI. durchdrang die gesamte Politik seines Pontifikats. Was diese Philosophie zu sagen hat, ist, daß alle Menschen von Natur aus gut sind, daß sie dem Guten entsprechen und das Böse verwerfen werden, wenn man ihnen den Unterschied zeigt…’
Die Umsetzung der Maritainschen Lehre kann man in Dokument auf Dokument wiedererkennen, das aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil hervorging, und ebenso in den meisten offiziellen Ermahnungen und Rundschreiben, die folgten, auch wenn zur Zeit, als Maritains Buch erstmals erschien, das Konzil selbst noch ein Vierteljahrhundert in der Zukunft lag.“
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#17   Ydefix   22:43:36 | Sonntag, 1. April 2007
„Mystici Corporis“
habe ich eben gelesen, konnte dort aber beim besten Willen nichts von dieser „Humanitätsphilosophie“ finden!
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#16   Aurelius   22:29:29 | Sonntag, 1. April 2007
@ Christus vincit
‘Der Integrale Humanismus [ist] eine universale Brüderlichkeit unter den Menschen guten Willens, die verschiedenen Religionen oder gar keiner Religion angehören, selbst jenen, die die Idee eines Schöpfers zurückweisen.
Und genau das ist das Ziel der Freimaurerei.
Genau das!
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#15   Christus vincit †   21:38:39 | Sonntag, 1. April 2007
@Daniel Stöhr: Humanitätsphilosophie, Humanitätsreligion
Die von dem frz. Konvertiten Jacques Maritain 1936 als „Integraler Humanismus“ vorgelegte Humanitätsphilosophie war es, von der der Giovanni B. Montini hellauf begeisert war. Sie war es, die „dem großen Paradigmenwechsel…, den man in Pius’ XII. EnzyklikaMystici Corporisantrifft“, den Weg bereitete.
Der Integrale Humanismus … betrachtet die Religionen aller Art als zusammenlaufend in einem einzigen menschlichen Ideal, in einer Weltzivilisation, in der alle Menschen in Gerechtigkeit, Liebe und Frieden versöhnt sein werden. Die Freundschaft unter den Menschen wird alles Leben zu einer geheimnisvollen Vollendung des Evangeliums hinführen. Wie der französische Theologe Henri Le Caron erklärt, ‘ist der Integrale Humanismus eine universale Brüderlichkeit unter den Menschen guten Willens, die verschiedenen Religionen oder gar keiner Religion angehören, selbst jenen, die die Idee eines Schöpfers zurückweisen. Es ist innerhalb dieses Rahmens, daß die Kirche einen durchsäuernden Einfluß ausüben sollte, ohne sich selbst aufzudrängen und ohne zu verlangen, als die eine, wahre Kirche anerkannt zu werden. Das Verbindende dieser Brüderlichkeit ist ein Zweifaches: die Kraft, Gutes zu tun, und ein auf den Respekt vor der Menschenwürde gegründetes gegenseitiges Verständnis.’ …
‘Die Funktion der Kirche besteht lediglich darin, durch den Dienst an den Menschen in der heutigen Weit, wo soeben eine neue Gesellschaft geboren wird, Zeugnis abzulegen.’“
(Ball Martínez, Unterm. der kath. Kirche, 67-68)
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#14   Ydefix   01:06:36 | Samstag, 31. März 2007
@Cum te:
Sie verstehen sich ja offenbar als Katholik. Sie schreiben über Pius XII. (den Sie wohl als Papst anerkennen): „Pius XII. war Humanist“.
Wie kann ein Katholik Humanist sein ? Erklären Sie mir das bitte! Der Humanismus bedeutet, dass der Mensch und seine „Bedürfnisse“ im Mittelpunkt steht, zulasten der Abwertung bzw. Unterordnung der Religion unter diesen Sachverhalt. Er ist damit eine offene Kampfansage an jegliche Religion.
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#13   Benedikt   15:51:36 | Donnerstag, 29. März 2007
Christus vincit…
…ist offenbar ein Klonaccount des gesperrten Users Malachias. Oder er kommt aus der gleichen Höhle.
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#12   Dr. Christoph Heger   15:03:02 | Donnerstag, 29. März 2007
das Konzil, ein voller Erfolg?
… Ja natürlich, besonders in Europa! Volksfrömmigkeit und kirchliches Leben haben nach ihm einen unerhörten Aufschwung erlebt!
MfG
Christoph Heger
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#11   cum te   12:28:23 | Donnerstag, 29. März 2007
Völlig richtig.
Pius XI. und Pius XII. haben Johannes XXIII. ermöglicht. „Das Konzil“ ist im wesentlichen die Summe der vorausgegangenen Pontifikate seit 1970 (Vat. I). Den „Bruch“ 1958 oder 1968 anzusetzen, das ist bloße Willkür. Pius XII. war Humanist, Befürworter der Demokratie, „Prosemit“ und ein energischer Verkünder der kath. Soziallehre.
Aber im „Alleingang“ konnte kein Papst mehr auf die Herausforderung des 20. Jh. antworten. Die Antwort gab das Konzil, ein voller Erfolg.
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#10   Christus vincit †   12:16:12 | Donnerstag, 29. März 2007
@Rodolfo Panetta
Die Gedanken von Ball Martínez sind in der Tat ungewöhnlich und man muß das Buch mehrmals lesen, um alles zu verstehen! :-)
Aus der betreffenden Passage über „Mystici Corporis“(S. 16-17):
„Es war lange vor dem Konzil, daß ein neuer Geist in der Kirche geboren wurde… Jesuiten-Theologen verweisen auf den 29. Juni 1943 als den Tag des ‘Urknalls’… Virgilio Rotondi SJ sagte mit Nachdruck: Alle ehrenhaften Menschen … anerkennen, daß die Revolution mit der Veröffentlichung der Enzyklika Mystici Corporis von Papst Pius XII. stattfand. Damals war es, daß das Fundament für ‘die neue Zeit’ gelegt wurde, aus der das 2. Vatik. Konzil auftauchen würde.
Der Jesuit Avery Dulles erklärt die Natur der Explosion: Bis zum Juni 1943 war das juridische und gesellschaftliche Modell der Kirche unangefochten, aber dann wurde es plötzlich durch das Konzept des Mystischen Leibes ersetzt.
Die Bezeichnung war nicht neu. Sie war siebzig Jahre zuvor von den Vätern des 1. Vatik. Konzils vorgelegt worden. Sie hatten sie zurückgewiesen mit der Begründung, sie sei ‘verwirrend, doppeldeutig, vage und unangemessen biologisch’…
Die Bischöfe von 1870 (unterbreiteten) ihr Urteil über die Natur der Kirche mit klaren Worten: Wir lehren und erklären, daß die Kirche alle Merkmale einer echten Gesellschaft besitzt… Die Kirche ist nicht Bestandteil oder Mitglied irgendeiner anderen Gesellschaft. Sie ist so in sich selbst vollendet, daß sie sich von allen anderen Gesellschaften unterscheidet und weit über ihnen steht.“
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#9   Rodolfo Panetta   23:35:46 | Mittwoch, 28. März 2007
Pater Franz Schmidberger …
… hielt uns in der Gründerzeit der KJB um 1978 herum so manche tiefgründige Katechese. Und die Enzyklika „Mystici corporis Christi“ war für ihn immer der Inbegriff von Wahrheit. Was soll da auf die Unklarheiten des Vaticanum II hinlaufen?
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#8   Stimme aus dem kreuts.net   23:29:16 | Mittwoch, 28. März 2007
Kein Spaß, Herr Panetta.
!:) Sie können mal auf den Link zum Anton Schmid Verlag gehen. Daraus werden Sie ersehen können, daß sich diese Thesen sehr wohl ernst nehmen.
Außerdem glaube ich den Poster von früher zu kennen… ;-)
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#7   Rodolfo Panetta   23:26:54 | Mittwoch, 28. März 2007
Kein Spaß?
Dann ist es eben Geistesverwirrung!
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#6   Stimme aus dem kreuts.net   23:22:40 | Mittwoch, 28. März 2007
Ihre Frage, Herr Panetta,
gemeint ist
„Oder soll das ganze nur Spaß sein?“
muß ich leider mit Nein beantworten.
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#5   Rodolfo Panetta   23:20:07 | Mittwoch, 28. März 2007
@ Christus vincit
Solch ein wirres Zeug habe ich selten gelesen. Oder soll das ganze nur Spaß sein?
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#4   Christus vincit †   19:52:17 | Mittwoch, 28. März 2007
@Rodolfo Panetta: Santo subito?
Eine Seligsprechung des Zionisten Pacelli verbietet sich, wie sich auch die Seligsprechung seiner apostatischen bzw. häretischen „Nachfolger“ verbietet! :-@
Zur Rettung des natürlichen Lebens von Volksgenossen gebot er sogar, Taufbescheinigungen zu fälschen und ebnete so der Vortäuschung nicht vorhandener übernatürlicher Wirklichkeiten, die ihren traurigen Höhepunkten in den kryptoanglikanischen Weiheriten von 1969 fand, den Weg.
Auch wollte er einen deutschen Sieg über Stalin-Rußland verhindern, indem er sich an einem Attentat auf Hitler beteiligen wollte und katholischen Freiwilligenregimentern, die sich anschickten, mit den Deutschen gen Moskau zu marschieren, seinen Segen verweigerte. Dies hatte zur Folge, daß die katholische Religionen in Osteuropa weiterhin grausam unterdrückt wurde.
Mit der Enzyklika „Mystici corporis“ und zahlreichen, insbesondere liturgischen, Einzelmaßnahmen ebnete er darüber hinaus dem 2. Vatikanum den Weg.
Näheres kann in dem bei Anton Schmid …ww.verlag-anton-schmid.de/ erschienenen Buch von Mary Ball Martínez, „Die Unterminierung der katholischen Kirche“ …ww.verlag-anton-schmid.de/start.htm?kirchen-__glau… nachgelesen werden. Das Kapitel „Schutz für die Marxisten“ ist übrigens auch online – allerdings in der Originalsprache Englisch – verfügbar: Pope Pius XII in the Second World War www.marynet.com/piusxii.html. :-)
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#3   Rodolfo Panetta   18:59:22 | Mittwoch, 28. März 2007
Santo subito!
Die Selig- und Heiligsprechung von Eugenio Pacelli ist überfällig. Er war vielleicht der größte Papst seit dem seligen Innocenz XI. Leider kommt man zur Zeit in den vatikanischen Grotten nur schwer an sein Grab heran, da der Besucherstrom anders als früher geleitet wird. Man muß dann eine Absperrung überwinden, um zu dem schlichten Grab zu gelangen.
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#2   nonnobisdomine   17:21:15 | Mittwoch, 28. März 2007
Derartige profilierungssüchtige Autoren
KÖNNEN MIR GESTOHLEN BLEIBEN.
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#1   Athanasius   16:47:19 | Mittwoch, 28. März 2007
Die wahre Geschichte
ist abgesehen von der heute sehr einseitigen und übertriebenen Darstellung der Judenverfolgung, dass Pius XII., damals noch Staatssekretär 1939 die Enzyklika ‘Humani generis unitas’ en.wikipedia.org/…umani_Generis_Unitas publizieren wollte, aber von deutschen Bischöfen davon abgeraten wurde, weil dann eine Kirchenverfolgung einsetzen würde die bereits ein ganzes Priesterblock im KZ-Dachau damals angeliefert hatte wegen Mit brennender Sorge.
In Ungarn wurde die Verschleppung der Juden verhindert durch die Diplomatie des Hl. Stuhles und von Franco-Spanien …hitlerstoppedbyfranco.com/home.htm. In der Slowakei wurde 1942 nach dem Bericht der Erschiessung von den zwölftausend deportierten jüdischen Männern die Zwangsarbeit verrichten sollten, die Judendeportation gestoppt von Mons. Jozef Tiso selbst. In Polen war die Kirche selber Ziel von Verfolgungen und existierten Priesterblöcke in den KZs.
Der angebliche ‘Antisemit’ P. Maksymilian Kolbe M.I. starb im deutschen KZ wegen Schutz von Juden und Kritik am Hitler-Regime.
In Deutschland wurde dem Nuntius Orsenigo schon ab 1939 immer weniger Glaubwürdigkeit geschenkt seitens der NS-Regierung, und nach dem Anfang der Judendeportationen seit Mitte 1942 und der Besetzung von Vichy-Frankreich, fiel der Kontakt weg.
Pius XII. hat immer die Seite der westlichen Alliierten gegriffen nach Dezember 1942, als der Endsieg Deutschlands noch sicher schien. Aber er hat auch Neutralität bewahren wollen, weil in Österreich schon mehrfach Klöster und Kirchen von den Nazis besetzt und zu Heimen umgebaut wurden ohne Erlau.
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