Kultur
Kasten als Kunst verkauft
Im Hohen Dom zu Innsbruck bekommen die Gläubigen während der diesjährigen Fastenzeit auch etwas zum Lachen.
Diesjährige "Kunstinstallation" im Innsbrucker Dom
Diesjährige „Kunstinstallation“ im Innsbrucker Dom
© ‘Österreichischer Rundfunk’
(kreuz.net, Innsbruck) Während der diesjährigen Fastenzeit bietet der Innsbrucker Dom eine besondere Fastenattraktion.

Ein schwarzer Kubus, den man begehen kann, steht im rechten Seitenschiff vor einem barocken Altar und verdeckt ihn. Bei dem schwarzen Kasten handelt es sich um eine sogenannte Kunstinstallation.

Seit sieben Jahren ist es üblich, den Innsbrucker Dom in der Fastenzeit mit angeblichen Kunstgegenständen zu bevölkern.

Der heuer ausgestellte Holzquader besitzt die Maße 4,91 Meter mal 2,36 Meter mal 2,40 Meter. Die Breite und die Länge stehen im Maßstabverhältnis zur Breite und Länge des Doms.

Im Inneren des Riesenquaders gibt es eine begehbare Kreuzform. Sie wird von der Kastendecke her mit Neonröhren beleuchtet.

Raum-Kreuz
In der diesjährigen Fastenzeit steht mitten im Innsbrucker Dom ein schwarzer Kasten als "Kunstinstallation".Verantwortlich für den Holzkasten im Dom ist Propst Florian Huber. Er findet es interessant, wie Künstler in den "Dialog mit dem traditionellen Kirchenraum" treten.Im Inneren des Riesenwürfels gibt es eine begehbare Kreuzform.

Die Webseite der Diözese Innsbruck glaubt, daß die Kunstinstallation in ihrer angeblich „durchdachten Schlichtheit“ ein angeblich „tiefes Wahrnehmen und Erleben“ des Kreuzes vermittle.

Der Erlösertod Christi habe diesem Symbol eine „neue, alles umfassende Dimension“ gegeben – heißt es im heute üblichen Theologenjargon.

Der Kreuz-Raum stammt vom Tiroler Künstler Johann Dragosits. Er wollte anregen, „zu schweigen, zu warten, im Licht der Dunkelheit Schritt für Schritt setzen“. Für Dragosits ist moderne Kunst wichtig, um die Spiritualität und die Frömmigkeit zu vertiefen.

Verantwortlich für den Holzkasten im Dom ist Propst Florian Huber.

Der Dompropst würdigte das Gestell Ende Februar in der Sendung ‘Orientierung’ des ‘Österreichischen Rundfunks’.

Dabei erklärte er, daß moderne Kunst für ihn eine „ganz aufregende Dimension“ besitze. Er finde es interessant, wie Künstler in den „Dialog mit dem traditionellen Kirchenraum“ treten. Sie würden zur Diskussion und zum Nachdenken herausfordern.

Der tiefschwarze Kasten steht noch bis zum Weißen Sonntag – dem ersten Sonntag nach Ostern – im Gotteshaus.
      
56 Lesermeinungen
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#56   Tridentinus   11:07:20 | Dienstag, 27. März 2007
@Typ!!!
Wenn ich mich in dem von Ihnen zitierten Posting über irgendetwas belustigt habe, dann über die semi- oder pseudopsychtherapeutische Betroffenheitssprache Seiner Exzellenz Manfred Scheuer, der eindeutig zuviel Simone Weil gelesen hat oder liest. Ich hatte ihn in Trier als Dogmatikprofessor und in dieser Funktion durchaus einen guten Eindruck von ihm. In seiner ständigen spiritualitäts-philosophischen Reflexion über seine „Beziehungen“, seine „Aufmerksamkeit“ und seine Funktion als „Hörender“ entbirgt sich für mich immer eindeutiger und offenkundiger eine Beziehungsarmut und auch eine tiefverwurzelte Kommunikationsunfähigkeit. Das tut mir ehrlich leid für ihn. Denn das ist ein entscheidender Mangel an seelsorglicher Qualifikation und auch – und das muss ein Bischof und müsste es in Innsbruck besonders – an der Fähigkeit, autoritativ zu sprechen und verbindlich zu handeln.
Übrigens konnte ich mit gestern mit einem Innsbrucker Kunst- und Architekturdozenten sprechen, der die Installation im Dom bereits besichtigt hat und als völlig wertlos einstuft. Es gibt nach seiner Darstellung auch Wege in diesem Würfel, die ins Nichts führen, wenn man diese Sackgassen mit dem Neonkreuz in Beziehung setzt, ergibt das Gesamtbild die Form eines Hakenkreuzes! Also ist das Werk noch nicht einmal politisch korrekt. Der genannte Dozent ist keineswegs Spezialist für Neogotik oder -barock, sondern in der Modernen Kunst wirklich arriviert.
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#55   Mathias Wagener   19:03:11 | Montag, 26. März 2007
Synkretismus
Synkretismus ist offenbar gewollt. Der schwarze Kasten drängt sich förmlich als Kaaba oder wie auch immer auf.
Derartige (teueren) Dinge sollten unterlassen werden. o.O
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#54   nonnobisdomine   17:30:56 | Montag, 26. März 2007
Nein, ein Zeichen des Synkretismus.
Da werden wieder mal einige Dinge vermischt, vermengt.
Auch mich hat dieses Ding an die Kaba (richtig geschrieben oder nicht) erinnert. Und dann noch in einer Kirche.
Denn sie wissen nicht, was sie tun. – Oder doch, die Religionszerstörer.
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#53   Freinsberg   17:23:49 | Montag, 26. März 2007
@ Tridentinus
>>Aber sagen Sie mir, wo man hochwertige Statuen ULF v. Fatima überhaupt findet!<<
Weiß ich nicht. Früher gab’s in Wien die „Kirchliche Kunstanstalt Bortolotti“, aber die haben, glaube ich, nur Gipsstatuen erzeugt.
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#52   Typ   17:21:44 | Montag, 26. März 2007
@ Tridentinus !!!
Nun, meine Frage lautete: Darf man über die Frömmigkeit von Tiroler Künstlern arrogant urteilen oder sich belustigen?
Immerhin schrieben Sie in früheren Postings selbst:
Das Kunsterlebnis erschliesst sich eventuell erst durch die existentielle Begehungserfahrung, in die die eigene Passionsspiritualität selbstkritisch integriert wird. Ich hatte nur rein zeitlich bislang noch nicht die Chance, mich in Konfrontation mit diesem Kunstwerk und mit meinem Zu-Gang zu Jesu fundamentaler Solidarität in der Passion als radikal Offener zu erfahren.
Ich gehe mal gleich in den Dom und lasse mich auf diese umfassende Erfahrung der spirituellen Dimension des Kreuzes in seiner Dreidimensionalität ein.
Na wenn das mal kein „sich belustigen“ ist!
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#51   Sweetdragon †   17:19:59 | Montag, 26. März 2007
Alligator wie ihr
Name schon sagt – viele Zähne im Maul aber kein Hirn dahinter…
Und von Kunst haben sie keine Ahnung. Ich finde das Teil gut – und mir gefällt das jeder sofort an die Kaaba denkt … die Sache hat nur einen entscheidenden Haken – die Kaaba ist Quadratisch …
Aber psychologisch sehr interessant …
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#50   DocRöntgen   17:08:02 | Montag, 26. März 2007
Mich erinnert der Kasten an einen Schuhkarton…
…sind Schuhkartons also Vorboten der schleichenden Islamisierung??? In dem Moment, wo ein Ausstellungsstück
schon so viele „Experten“-Kommentare wie hier nach sich zieht, hat der Erschaffer doch schon Einiges erreicht. Es ist wohl müßig, nach dem Wert von Kunst zu suchen. Wenn heute Gebrauchsgegenstände der 50er/60er als „Designklassiker“ betitelt werden, spürt man, wie sich die Wahrnehmung von Kunst im Laufe der Zeit ändert. In einigen Kommentaren spürt man aber schon wieder diesen Reflex: „Iegitt:Modern!“ Schön, dass Künstler sich davon nicht leiten lassen. Kunst beschränkt sich eben nicht auf Öl auf Leinwand.
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#49   Tridentinus   17:06:43 | Montag, 26. März 2007
@Typ!!!
Die müssen ebenso einfühlsam und ggef. mit Nachdruck korrigiert werden ;-), ist doch eine einfache Transferleistung!
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#48   Typ   16:57:22 | Montag, 26. März 2007
@ Tridentinus
Über Formen der Volksfrömmigkeit sollte man nicht arrogant urteilen oder sich belustigen,
Und wie ist es mit Formen der Frömmigkeit Tiroler Künstler?
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#47   Alligator   16:56:17 | Montag, 26. März 2007
Beim nächsten
Homo Gottesdienst im Stephansdom könnte dieses Ding als Dark Room verwendet werden
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#46   Tridentinus   16:14:36 | Montag, 26. März 2007
@@Vernunft???
Über Formen der Volksfrömmigkeit sollte man nicht arrogant urteilen oder sich belustigen, schwerwiegende Auswüchse oder Missverständnisse kann und wird ein guter Seelsorger einfühlsam und ggf. mit Nachdruck korrigieren können. Die fragliche Statue wird übrigens bei den Fatima-Prozessionen, die am 13. des Monats erfolgen, mitgetragen. da besteht also ein Bezug zu Fatima (allerdings zugegebenermassen auch zu Lourdes). Von daher ist es naheliegend, nicht irgendein Bildnis Mariens mitzuführen, sondern eine Nachbildung des Gnadenbildes von Fatima! Übrigens hatte ich mich ursprünglich bei Freinsberg nach hochwertigeren Fatima-Statuen erkundigt, aber es steht Ihnen natürlich frei, sich natürlich frei, sich zwischenzuschalten, auch wenn das nicht besonders sinnvoll ist, wenn Sie die Frage gar nicht beantworten können.
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#45   stimme der vernunft †   16:03:25 | Montag, 26. März 2007
Bittesehr
Danke für ihre wichtigen mariologisch-hyperdulischen Hinweise
Gern geschehen.
Wenn man einmal eine Diskussion besonders Frommer erlebt hat, ob die Kerze für das bestimmte Anliegen besser bei der Maria von Lourdes, der von Fatima oder der schwarzen Madonna von Altötting aufgestellt werden sollte, dann merkt man, dass das nicht allen klar ist.
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#44   Tridentinus   15:18:50 | Montag, 26. März 2007
@Vernunft???
Sehr schlau, von Ihnen…
Ich hätte auch Unsere liebe Frau schreiben können. Sie verwechseln da was: Unsere Liebe Frau von Lourdes hat einen blauen Gürtel…
Danke für ihre wichtigen mariologisch-hyperdulischen Hinweise, wär mir sonst fast entgangen…
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#43   stimme der vernunft †   15:10:15 | Montag, 26. März 2007
Kunst
Aber sagen Sie mir, wo man hochwertige Statuen ULF v. Fatima überhaupt findet!
Wo man Statuen des heiligen Ulf von Fatima findet weiss ich auch nicht.
Künstlerisch hochwertige Marienstatuen dürften nicht schwer zu finden sein. Und Maria ist Maria, ob sie kitschig in blau gekleidet ist oder nicht macht keinen Unterschied, also kann man auf den Kitsch ruhig verzichten und sie lieber würdig darstellen.
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#42   Tridentinus   14:38:37 | Montag, 26. März 2007
@Karl Murx
Das passt sogar sehr gut zur mehr als fragwürdigen Formensprache der Krypta des Domes…
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#41   Karl Murx   14:36:11 | Montag, 26. März 2007
Von außen Ka’aba, von innen Warteraum des Neophyten vor …
…dem Eintritt in die Loge.
Da gibt es ja auch so einen dunklen Raum, wo der Aspirant sich selbst überlassen bleibt.
>:)
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#40   Sozialkatholisch   14:23:49 | Montag, 26. März 2007
Dunkelheit und Licht
Der Kreuz-Raum stammt vom Tiroler Künstler Johann Dragosits. Er wollte anregen, „zu schweigen, zu warten, im Licht der Dunkelheit Schritt für Schritt setzen“.
Das hört sich alles so mystisch und geheimnisvoll an, eigentlich brauch ich ja nur im Glauben „JA“ sagen zu dem Angebot was Gott mir durch die Kirche macht und ich komme durch die Dunkelheit immer mehr zum Licht.
Leider schein das Angebot Gottes aber in der Kirche immer mehr in der Dunkelheit zu liegen.
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#39   Tridentinus   14:21:19 | Montag, 26. März 2007
@Freinsberg
Der Kreuzweg ist zB. ein wertvoller Kreuzweg aus dem 18. Jahrhundert, der Altar stammt aus einem aufgelösten und/oder modernisierten Schwesternkonvent in Kufstein. Dieser dürfte aus dem 19. Jahrhundert. Neu sind mE nur die „Säulenheiligen“, indes solide Tiroler Schnitzkunst. Auch die grossen Statuen Herz Jesu und St. Josef seitlich vom Altar dürften nach klassischen Vorbildern entstanden sein. Die Fatima-Statue ist das einzige künstlerisch bestimmt nicht wertvolle Element in der Kapelle (hier könnte man von Kitsch reden, meinetwegen). Aber sagen Sie mir, wo man hochwertige Statuen ULF v. Fatima überhaupt findet!
Architektonisch ist der Raum zweifelsohne nicht bemerkenswert, aber die Einrichtung bildet im ganzen ein stimmungsvolles Ensemble.
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#38   möchtegern-kathole   14:09:39 | Montag, 26. März 2007
@Alligator
sicher sehe ich das genauso, nur: Sie verschieben die Definition auf den Begriff ‘Gesundheit’ des Geistes. Und da wird ein Modernist andere Vorstellungen haben. Auch die „Schönheit“ als Maßstab funktioniert nicht, den auch davon da haben die Modernisten andere Vorstellungen.
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#37   stimme aus dem lutherland   13:52:53 | Montag, 26. März 2007
schon mal üben
tja nichts mehr mit barocker kunst…hier können die tiroler katholen schon mal den tanz um den meteoriten von mekka üben…sozusagen schleichende islamisierung des doms… :'(
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#36   nonnobisdomine   13:52:25 | Montag, 26. März 2007
Der „landorganist“
kann nichts für seine Galle. Die ist scheinbar nicht in Ordnung und deshalb muß die Galle raus. – Am besten im kreuz.net.
Dass er selbst ein Hetzer ist, merkt er schon gar nicht mehr. Aber andere als Hohepriester des „hetz.nets“ zu bezeichnen ist schon bezeichnend für ihn.
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#35   Alligator   13:52:13 | Montag, 26. März 2007
wenn der geist
gesund ist drückt sich das auch im Empfinden für das Schöne aus. ein kranker Geist wird das chaotische, unförmige, todesbezogene bevorzugen.
Gott hat die schöpfung geordnet und somit das chaotische (satanische) Prinzip aufgehoben. Je kränger Geist und Seele sind desto mehr füht man sich zum ungeordneten, unförmigen, chaotischen hingezogen.
Ordnung Vs Chaos…
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#34   Freinsberg   13:51:48 | Montag, 26. März 2007
@ Tridentinus
Die FSSPX-Kirche in Innsbruck-Hötting wurde vor einigen Jahren neu gebaut. Die Innenausstattung schaut aus, als stamme sie aus dem 19. Jahrhundert. Von Kunst finde ich nichts. Ich frage mich, wo solcher Kitsch heute noch erzeugt wird.
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#33   Tridentinus   13:47:19 | Montag, 26. März 2007
Das Kunsterlebnis
erschliesst sich eventuell erst durch die existentielle Begehungserfahrung, in die die eigene Passionsspiritualität selbstkritisch integriert wird. Ich hatte nur rein zeitlich bislang noch nicht die Chance, mich in Konfrontation mit diesem Kunstwerk und mit meinem Zu-Gang zu Jesu fundamentaler Solidarität in der Passion als radikal Offener zu erfahren.
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#32   möchtegern-kathole   13:43:39 | Montag, 26. März 2007
genau da …
… ist das Problem, Alligator: was ist das wahre, schöne, edle? Wer mit Menschen gleicher Weltanschaunung diskutiert, wird da schnell zu einem Ergebnis kommen, wer mit anderen redet, kann kein Ergebnis finden.
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#31   Alligator   13:40:34 | Montag, 26. März 2007
ganz einfach:
kunst vergegenständigt das wahre, edle und schöne.
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#30   möchtegern-kathole   13:38:32 | Montag, 26. März 2007
was ist Kunst?
natürlich kann man alles als Kunst bezeichnen, auch schwarze Boxen. Ein halbwegs vernünftiger sprachgebrauch setzt jedoch vorraus, dass die ‘Kunst’ eine gewisse Schaffenshöhe besitzt, und die ist bei der Box nicht zu erkennen.
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#29   landorganist   13:36:08 | Montag, 26. März 2007
@Alligator
Sagen Sie mal, die Dummheit Ihrer Postings erinnert mich an einen gewissen Ruhrgebietler…macht aber nix…
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#28   Alligator   13:33:45 | Montag, 26. März 2007
nach so einem Hirnschlag
muß man wieder ganz von vorne beginnen gell…
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#27   Freinsberg   13:32:43 | Montag, 26. März 2007
angebliche Kunstgegenstände?
Wer entscheidet, was Kunst ist? Der Autor dieses Beitrags? Na, servas!
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#26   landorganist   13:30:21 | Montag, 26. März 2007
@Alligator
gehören Sie auch zu den Typen, die die moderne Kunst als entartet bezeichnen würden? Wundern tut mich hier ja nix mehr…
Nun ist ja allgemein bekannt, dass der Tradi-Kunstverstand nach dem Neobarock aussetzt. Das erklärt natürlich die entsprechenden Reaktionen. Aber jedem das was er braucht: Der Tradi-Seele die süßliche Herz-Jesu-Gips-Figur, den Ultra-Modernisten einen schwarzen Würfel.
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#25   möchtegern-kathole   13:26:07 | Montag, 26. März 2007
@Landorganist
halten Sie es nicht auch für überheblich, andere Leute als „niedlich“ zu bezeichnen? Lassen Sie solche Herabsetzungen doch einfach bleiben, sie führen zu nichts.
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#24   Alligator   13:25:43 | Montag, 26. März 2007
@Landorganist
„Moderne Kunst“ ist fürn Misthaufen zum daraufschei…en
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#23   Tridentinus   13:24:16 | Montag, 26. März 2007
„und wer sich nicht dran hält, ist scheinbar (!) draussen!
Danke, Landorganist, soviel zu m „Schisma“ und der „Exkommunikation“ der FSSPX.
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#22   landorganist   13:16:51 | Montag, 26. März 2007
Niedlich,
wie sich das kunstkompetente hetz-net-Publikum Gedanken zum Thema macht. Bravo, Ihr Experten! Zugegeben, mich begeistert dieses schwarze Ding auch nicht. Muss es aber auch nicht. Es eckt an, es ist unbequem, es passt irgendwie nicht in den Raum. Genauso ist es unserem Herrn doch auch ergangen. Er war unbequem, er eckte an und passte irgendwie so garnicht in das Konzept der Pharisäer, der Hohenpriester und Schriftgelehrten. Insofern gibt es doch Parallelen…zu diesem schwarzen Ding. Die Hetz-net-Hohenpriester geifern und spucken Gift und Galle, genau wie damals. Nicht die Liebe Gottes zählt, sondern die Einhaltung menschengemachter Regeln und Vorschriften. Und wer sich nicht dran hält ist scheinbar draußen, wenn da nicht die göttliche Gerechtigkeit wäre…
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#21   nonnobisdomine   13:13:36 | Montag, 26. März 2007
Zitat des „Künstlers“:
Für Dragosits ist moderne Kunst wichtig, um die Spiritualität und die Frömmigkeit zu vertiefen.
Für mich ist moderne Kunst überflüssig wie ein Kropf. – Man sollte doch erst mal die prämoderne Kunst erst mal richtig in Spiritualität und Frömmigkeit einbringen und diese Formen den Gläubigen nahebringen.
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#20   hähnchen   12:53:57 | Montag, 26. März 2007
@st.georg
Wenn ich auf der Toilette sitze und in der Intention mein Geschäft verrichte, dass ich damit der SVP zeigen will, was ich von Ihr halte und dies in der Öffentlichleit tue, ist das dann Kunst ?
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#19   st.georg   12:50:17 | Montag, 26. März 2007
@hähnchen
sehr richtig, es kommt nämlich nicht auf die bezeichnung von aussen an, sondern u.a. um die künstlerische intention bei der werkschöpfung… aber wer nicht verstehen will … :(3
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#18   Alligator   12:50:08 | Montag, 26. März 2007
das meiste
was sich als „moderne kunst“ bezeichnet ist betrug und abzocke. oft werke von protagonisten die in einer heilanstalt besser aufgehoben wären.
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#17   hähnchen   12:46:49 | Montag, 26. März 2007
Kunst ?
Nach ihrer Auffassung ist alles Kunst, was einer als solche bezeichnet.Nicht jeder Käse ist Kunst. Zwischen Kunst und Handwerk wurde seit jeher unterschieden.
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#16   st.georg   12:42:23 | Montag, 26. März 2007
@hähnchen
da irren sie halt – sie können zwar für sich entscheiden ob ihnen etwas gefällt oder nicht – das sind aber keine gültigen kathegorien ob etwas ein kunstwerk ist oder nicht…
kunst darf alles – sogar ihnen nicht gefallen… :-S
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#15   Division_Thor_Steinar   12:40:37 | Montag, 26. März 2007
… @ st.georg
Woher kenne ich nur diese trickreiche Dialektik, die Sie hier anwenden? *grübel*
Nein, nicht alles ist Kunst, was als solche behauptet wird und folgend zur Debatte anregt.
Wenn ich einen Kuhfladen ins Museum stelle, den ich zuvor von Hand nochmals durchgeknetet habe, dann ist das keine Kunst, auch wenn der Rest der Menschheit deswegen zu streiten anfängt, ob das Kunst sei.
Der Kuhfladen beleidigt aber sämtliche Künstler, die wirklich Großes geschaffen haben.
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#14   hähnchen   12:36:01 | Montag, 26. März 2007
Relativisten !
Jeder bestimmt für sich, was Kunst ist. Anders geht es nun mal nicht. Wenn ich sage, für mich ist das keine Kunst, dann ist das eben keine für mich ! Und das kann mir keiner absprechen. Für mich ist dieser Kasten Schwachsinn.
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#13   st.georg   12:27:47 | Montag, 26. März 2007
@möchtegern
„…weil es keine ist…“ wer bestimmt das – sie ?
sie können einem kunstwerk nicht absprechen, dass es kunst sei…
sie können höchstens über ihr verstehen, ihre emotionen,ihre rezeption berichten
kunst steht ausserhalb von kathegorien wie : es ist…es ist nicht…
das sie sich über „einen schwarzen kasten“ solche gedanken machen, zeigt ja schon die wirkung dieser installation und die vom künstler gewollte diskussion ;-)
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#12   Alligator   12:22:53 | Montag, 26. März 2007
na hoffentlich
schneiden sich der Herr Pfarrer und sein Kirchenvolk nicht die Haare ab um laufen drumrum …
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#11   möchtegern-kathole   12:18:45 | Montag, 26. März 2007
natürlich soll der Kasten …
… an die Kaaba erinnern, diese Assoziation ist naheliegend. Die Ähnlichkeit fiel einigen hier auf und auch mir selbst, vor Lesen der anderen Kommentare. Der Domprobst wird das auch erkannt haben. Insofern ist dann auch sein Kommentar zu verstehen, dieser Kasten rege zu „Diskussion und zum Nachdenken“ an.
Auch wenn er die Kaaba nicht namentlich benennt, ist doch eindeutig, dass eine Kaaba-Nachbildung in einer Kirche zur Diskussion und zum Nachdenken mit und über den Islam anregen soll. (Das ist eine nette Rhetorik, etwas, was klar daliegt – nicht zu benennen, aber darüber zu reden. Cicero hat es ihm vorgemacht.)
Natütlich ist es angebracht, über diese Dinge zu diskutieren und nachzudenken. Aber zwei Dinge sollte dieser Probst vermeiden:
1) das als Kunst zu bezeichnen, weil es keine ist
2) das in einer Kirche zu tun, die einem anderen Kult geweiht ist, als dem Kult des Diskutierens. Vielleicht kann er darüber mal nachdenken – meinetwegen auch in der Kirche.
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#10   Krak des Chevaliers   11:59:52 | Montag, 26. März 2007
Pilgerfahrt nach Mekka
Sieht aus wie die Kaaba in Mekka. Was hat der Spaß gekostet? Vielleicht fühlen sich ja die muslimischen Mitbürger durch dieses Kunstwerk angesprochen. Ein weiterer Schritt auf dem Wege der Unterwerfung des Christenstums unter die Religion der Wüste. Wir hatten ja hier in letzter Zeit schon andere Beispiele, dass der Islam im deutschen Sprachraum auch finanziell durch christliche Gemeinden subventioniert wird. Leider kann man nicht beten: Verbib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Diese Leute wissen sehr genau, was sie tun. Sie verschließen nur die Augen vor dem eigenen Tun.
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#9   Division_Thor_Steinar   11:56:20 | Montag, 26. März 2007
Phrasen und mehr …
1. Kunst? Schwachsinn …
2. Manchmal kann man sich fragen, ob die verantwortlichen Herren Geistlichen den Müll, den sie dazu verzapfen, auch selbst glauben, oder ob sie nicht einfach eine Phrasendreschmaschine für Kunstinteressierte bemüht haben.
3. In der Frankfurter Oper kommt in einer Inszenierung der Oper „Manon“ von Massenet an geeigneter Stelle ein Kreuz aus Neonröhren zum Einsatz. Die Inszenierung stammt übrigens vom „Skandalregisseur“ Calixto Bieito. Nur so als Tipp für die nächste Fastenzeit.
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#8   Tridentinus   11:53:00 | Montag, 26. März 2007
@Maledica
Sie reagieren aber wirklich auf alles und jeden gereizt, der nicht exakt Ihre Sichtweise teilt. Sie erwecken mein Mitleid.
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#7   Dr. Natterbach   11:51:08 | Montag, 26. März 2007
Geh’ nicht nach Mekka; trink’ Mokka, oder Kaba in…
…der innsbrucker Kaaba!
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#6   Karl Murx   11:48:55 | Montag, 26. März 2007
Schöne Ka’aba
Jetzt muß ich nicht mehr nach Makka gehen. :-)
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#5   Maledica   11:48:37 | Montag, 26. März 2007
Fremdwort
@Typ
Für einen Neuheiden wie Sie ist natürlich „Messe lesen“ ein Fremdwort.
Sie gehen dann, wenn Sie es schaffen am Sonntag aufzustehen und ihren Rausch ausgeschlafen haben zur bespaßenden egozentrischen Feier, wo der Entertainer am Tisch die Leute animiert Kindergartenspielchen zu machen und mit affigen Gesten im Kreis zu hampeln und oberflächliche Liedchen zu grölen und dabei möglichst viel Krach zu machen mit Rasseln, Schlagzeug.
Siegmund Freud hätte bestimmt seinen Spaß, wenn er sich das Theater in sog. Familien“gottes“diensten anschauen könnte
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#4   Typ   11:41:31 | Montag, 26. März 2007
@ Maledica
Werden im Dom zu Innsbruck noch Messen gelesen
Also gefeiert werden dort durchaus Messen. Wenn sie welche gelesen haben wollen, können Sie doch einfach selbst ein Tonband besprechen und sich das dann anhören, wann immer Sie wollen!
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#3   Tridentinus   11:40:02 | Montag, 26. März 2007
Ich gehe mal gleich in den Dom
und lasse mich auf diese umfassende Erfahrung der spirituellen Dimension des Kreuzes in seiner Dreidimensionalität ein.
In der Kapelle des FSSPX-Priorates Maria Hilf /Innsbruck gibt es auch eine Installation: Alle Kreuze, Bilder und Reliquiare sind verhüllt. Die Aktion läuft seit gestern, ist allerdings weniger langfristig projektiert als das Pendant im Dom. Durchdacht ausgenommen ist der „Monatsregent“ St. Joseph und die Kreuzwegstationen – ebenfalls (sogar ganzjährig!) begehbar. Eine gewisse Inkonsequenz in dieser Proratskapelle ist, dass zwei grosse Reliquiare links und rechts des Altars nicht verhüllt oder entfernt sind. Sie befinden sich in solcher Nähe zum Altar, dass sie mit ihm optisch und moralisch eine Einheit bilden und mE unbedingt verhüllt sein müssten! Hier sollten die verantwortlichen Verpackungskünstler ihr Konzept stringent überarbeiten.
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#2   Typ   11:38:36 | Montag, 26. März 2007
Ach so?
Die Webseite der Diözese Innsbruck glaubt
Seit wann können Websites etwas glauben?
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#1   Maledica   11:38:27 | Montag, 26. März 2007
Allah
Da hat sich wohl ein Muselmann von der Kaaba in Mekka inspirieren lassen.
Werden im Dom zu Innsbruck noch Messen gelesen. oder plärrt der Muezzin schon von dem in ein Minarett verwandelten Glockenturm?
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