(kreuz.net, Innsbruck) Während der diesjährigen Fastenzeit bietet der Innsbrucker Dom eine besondere
Fastenattraktion.
Ein schwarzer Kubus, den man begehen kann, steht im rechten Seitenschiff vor einem
barocken Altar und verdeckt ihn. Bei dem schwarzen Kasten handelt es sich um eine sogenannte Kunstinstallation.
Seit sieben Jahren ist es üblich, den Innsbrucker Dom in der Fastenzeit mit angeblichen Kunstgegenständen
zu bevölkern.
Der heuer ausgestellte Holzquader besitzt die Maße 4,91 Meter mal 2,36 Meter mal 2,40
Meter. Die Breite und die Länge stehen im Maßstabverhältnis zur Breite und Länge des Doms.
Im Inneren
des Riesenquaders gibt es eine begehbare Kreuzform. Sie wird von der Kastendecke her mit Neonröhren beleuchtet.
Die Webseite der Diözese Innsbruck glaubt, daß die Kunstinstallation in ihrer angeblich „durchdachten
Schlichtheit“ ein angeblich „tiefes Wahrnehmen und Erleben“ des Kreuzes vermittle.
Der Erlösertod Christi
habe diesem Symbol eine „neue, alles umfassende Dimension“ gegeben – heißt es im heute üblichen Theologenjargon.
Der Kreuz-Raum stammt vom Tiroler Künstler Johann Dragosits. Er wollte anregen, „zu schweigen, zu warten,
im Licht der Dunkelheit Schritt für Schritt setzen“. Für Dragosits ist moderne Kunst wichtig, um die
Spiritualität und die Frömmigkeit zu vertiefen.
Verantwortlich für den Holzkasten im Dom ist Propst
Florian Huber.
Der Dompropst würdigte das Gestell Ende Februar in der Sendung ‘Orientierung’ des ‘Österreichischen
Rundfunks’.
Dabei erklärte er, daß moderne Kunst für ihn eine „ganz aufregende Dimension“ besitze.
Er finde es interessant, wie Künstler in den „Dialog mit dem traditionellen Kirchenraum“ treten. Sie
würden zur Diskussion und zum Nachdenken herausfordern.
Der tiefschwarze Kasten steht noch bis zum Weißen
Sonntag – dem ersten Sonntag nach Ostern – im Gotteshaus.
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56 Lesermeinungen
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#56 Tridentinus 11:07:20 | Dienstag, 27. März 2007
@Typ!!! Wenn ich mich in dem von Ihnen zitierten Posting über irgendetwas belustigt habe, dann über
die semi- oder pseudopsychtherapeutische Betroffenheitssprache Seiner Exzellenz Manfred Scheuer, der eindeutig
zuviel Simone Weil gelesen hat oder liest. Ich hatte ihn in Trier als Dogmatikprofessor und in dieser
Funktion durchaus einen guten Eindruck von ihm. In seiner ständigen spiritualitäts-philosophischen Reflexion
über seine „Beziehungen“, seine „Aufmerksamkeit“ und seine Funktion als „Hörender“ entbirgt sich für
mich immer eindeutiger und offenkundiger eine Beziehungsarmut und auch eine tiefverwurzelte Kommunikationsunfähigkeit.
Das tut mir ehrlich leid für ihn. Denn das ist ein entscheidender Mangel an seelsorglicher Qualifikation
und auch – und das muss ein Bischof und müsste es in Innsbruck besonders – an der Fähigkeit, autoritativ
zu sprechen und verbindlich zu handeln. Übrigens konnte ich mit gestern mit einem Innsbrucker Kunst-
und Architekturdozenten sprechen, der die Installation im Dom bereits besichtigt hat und als völlig wertlos
einstuft. Es gibt nach seiner Darstellung auch Wege in diesem Würfel, die ins Nichts führen, wenn man
diese Sackgassen mit dem Neonkreuz in Beziehung setzt, ergibt das Gesamtbild die Form eines Hakenkreuzes!
Also ist das Werk noch nicht einmal politisch korrekt. Der genannte Dozent ist keineswegs Spezialist für
Neogotik oder -barock, sondern in der Modernen Kunst wirklich arriviert.
Synkretismus Synkretismus ist offenbar gewollt. Der schwarze Kasten drängt sich förmlich als Kaaba oder
wie auch immer auf. Derartige (teueren) Dinge sollten unterlassen werden.
Nein, ein Zeichen des Synkretismus. Da werden wieder mal einige Dinge vermischt, vermengt. Auch mich hat
dieses Ding an die Kaba (richtig geschrieben oder nicht) erinnert. Und dann noch in einer Kirche. Denn
sie wissen nicht, was sie tun. – Oder doch, die Religionszerstörer.
@ Tridentinus >>Aber sagen Sie mir, wo man hochwertige Statuen ULF v. Fatima überhaupt findet!<< Weiß
ich nicht. Früher gab’s in Wien die „Kirchliche Kunstanstalt Bortolotti“, aber die haben, glaube ich,
nur Gipsstatuen erzeugt.
@ Tridentinus !!! Nun, meine Frage lautete: Darf man über die Frömmigkeit von Tiroler Künstlern arrogant
urteilen oder sich belustigen? Immerhin schrieben Sie in früheren Postings selbst: Das Kunsterlebnis
erschliesst sich eventuell erst durch die existentielle Begehungserfahrung, in die die eigene Passionsspiritualität
selbstkritisch integriert wird. Ich hatte nur rein zeitlich bislang noch nicht die Chance, mich in Konfrontation
mit diesem Kunstwerk und mit meinem Zu-Gang zu Jesu fundamentaler Solidarität in der Passion als radikal
Offener zu erfahren. Ich gehe mal gleich in den Dom und lasse mich auf diese umfassende Erfahrung der
spirituellen Dimension des Kreuzes in seiner Dreidimensionalität ein. Na wenn das mal kein „sich belustigen“
ist!
Alligator wie ihr Name schon sagt – viele Zähne im Maul aber kein Hirn dahinter… Und von Kunst haben
sie keine Ahnung. Ich finde das Teil gut – und mir gefällt das jeder sofort an die Kaaba denkt … die
Sache hat nur einen entscheidenden Haken – die Kaaba ist Quadratisch … Aber psychologisch sehr interessant
…
Mich erinnert der Kasten an einen Schuhkarton… …sind Schuhkartons also Vorboten der schleichenden
Islamisierung??? In dem Moment, wo ein Ausstellungsstück schon so viele „Experten“-Kommentare wie hier
nach sich zieht, hat der Erschaffer doch schon Einiges erreicht. Es ist wohl müßig, nach dem Wert von
Kunst zu suchen. Wenn heute Gebrauchsgegenstände der 50er/60er als „Designklassiker“ betitelt werden,
spürt man, wie sich die Wahrnehmung von Kunst im Laufe der Zeit ändert. In einigen Kommentaren spürt
man aber schon wieder diesen Reflex: „Iegitt:Modern!“ Schön, dass Künstler sich davon nicht leiten lassen.
Kunst beschränkt sich eben nicht auf Öl auf Leinwand.
@ Tridentinus Über Formen der Volksfrömmigkeit sollte man nicht arrogant urteilen oder sich belustigen,
Und wie ist es mit Formen der Frömmigkeit Tiroler Künstler?
@@Vernunft??? Über Formen der Volksfrömmigkeit sollte man nicht arrogant urteilen oder sich belustigen,
schwerwiegende Auswüchse oder Missverständnisse kann und wird ein guter Seelsorger einfühlsam und ggf.
mit Nachdruck korrigieren können. Die fragliche Statue wird übrigens bei den Fatima-Prozessionen, die
am 13. des Monats erfolgen, mitgetragen. da besteht also ein Bezug zu Fatima (allerdings zugegebenermassen
auch zu Lourdes). Von daher ist es naheliegend, nicht irgendein Bildnis Mariens mitzuführen, sondern
eine Nachbildung des Gnadenbildes von Fatima! Übrigens hatte ich mich ursprünglich bei Freinsberg nach
hochwertigeren Fatima-Statuen erkundigt, aber es steht Ihnen natürlich frei, sich natürlich frei, sich
zwischenzuschalten, auch wenn das nicht besonders sinnvoll ist, wenn Sie die Frage gar nicht beantworten
können.
Bittesehr Danke für ihre wichtigen mariologisch-hyperdulischen Hinweise Gern geschehen. Wenn man einmal
eine Diskussion besonders Frommer erlebt hat, ob die Kerze für das bestimmte Anliegen besser bei der
Maria von Lourdes, der von Fatima oder der schwarzen Madonna von Altötting aufgestellt werden sollte,
dann merkt man, dass das nicht allen klar ist.
@Vernunft??? Sehr schlau, von Ihnen… Ich hätte auch Unsere liebe Frau schreiben können. Sie verwechseln
da was: Unsere Liebe Frau von Lourdes hat einen blauen Gürtel… Danke für ihre wichtigen mariologisch-hyperdulischen
Hinweise, wär mir sonst fast entgangen…
Kunst Aber sagen Sie mir, wo man hochwertige Statuen ULF v. Fatima überhaupt findet! Wo man Statuen des
heiligen Ulf von Fatima findet weiss ich auch nicht. Künstlerisch hochwertige Marienstatuen dürften
nicht schwer zu finden sein. Und Maria ist Maria, ob sie kitschig in blau gekleidet ist oder nicht macht
keinen Unterschied, also kann man auf den Kitsch ruhig verzichten und sie lieber würdig darstellen.
Von außen Ka’aba, von innen Warteraum des Neophyten vor … …dem Eintritt in die Loge. Da gibt es ja
auch so einen dunklen Raum, wo der Aspirant sich selbst überlassen bleibt.
Dunkelheit und Licht Der Kreuz-Raum stammt vom Tiroler Künstler Johann Dragosits. Er wollte anregen,
„zu schweigen, zu warten, im Licht der Dunkelheit Schritt für Schritt setzen“. Das hört sich alles so
mystisch und geheimnisvoll an, eigentlich brauch ich ja nur im Glauben „JA“ sagen zu dem Angebot was Gott
mir durch die Kirche macht und ich komme durch die Dunkelheit immer mehr zum Licht. Leider schein das
Angebot Gottes aber in der Kirche immer mehr in der Dunkelheit zu liegen.
@Freinsberg Der Kreuzweg ist zB. ein wertvoller Kreuzweg aus dem 18. Jahrhundert, der Altar stammt aus
einem aufgelösten und/oder modernisierten Schwesternkonvent in Kufstein. Dieser dürfte aus dem 19. Jahrhundert.
Neu sind mE nur die „Säulenheiligen“, indes solide Tiroler Schnitzkunst. Auch die grossen Statuen Herz
Jesu und St. Josef seitlich vom Altar dürften nach klassischen Vorbildern entstanden sein. Die Fatima-Statue
ist das einzige künstlerisch bestimmt nicht wertvolle Element in der Kapelle (hier könnte man von Kitsch
reden, meinetwegen). Aber sagen Sie mir, wo man hochwertige Statuen ULF v. Fatima überhaupt findet! Architektonisch
ist der Raum zweifelsohne nicht bemerkenswert, aber die Einrichtung bildet im ganzen ein stimmungsvolles
Ensemble.
@Alligator sicher sehe ich das genauso, nur: Sie verschieben die Definition auf den Begriff ‘Gesundheit’
des Geistes. Und da wird ein Modernist andere Vorstellungen haben. Auch die „Schönheit“ als Maßstab
funktioniert nicht, den auch davon da haben die Modernisten andere Vorstellungen.
schon mal üben tja nichts mehr mit barocker kunst…hier können die tiroler katholen schon mal den tanz
um den meteoriten von mekka üben…sozusagen schleichende islamisierung des doms…
Der „landorganist“ kann nichts für seine Galle. Die ist scheinbar nicht in Ordnung und deshalb muß die
Galle raus. – Am besten im kreuz.net. Dass er selbst ein Hetzer ist, merkt er schon gar nicht mehr. Aber
andere als Hohepriester des „hetz.nets“ zu bezeichnen ist schon bezeichnend für ihn.
wenn der geist gesund ist drückt sich das auch im Empfinden für das Schöne aus. ein kranker Geist wird
das chaotische, unförmige, todesbezogene bevorzugen. Gott hat die schöpfung geordnet und somit das chaotische
(satanische) Prinzip aufgehoben. Je kränger Geist und Seele sind desto mehr füht man sich zum ungeordneten,
unförmigen, chaotischen hingezogen. Ordnung Vs Chaos…
@ Tridentinus Die FSSPX-Kirche in Innsbruck-Hötting wurde vor einigen Jahren neu gebaut. Die Innenausstattung
schaut aus, als stamme sie aus dem 19. Jahrhundert. Von Kunst finde ich nichts. Ich frage mich, wo solcher
Kitsch heute noch erzeugt wird.
Das Kunsterlebnis erschliesst sich eventuell erst durch die existentielle Begehungserfahrung, in die die
eigene Passionsspiritualität selbstkritisch integriert wird. Ich hatte nur rein zeitlich bislang noch
nicht die Chance, mich in Konfrontation mit diesem Kunstwerk und mit meinem Zu-Gang zu Jesu fundamentaler
Solidarität in der Passion als radikal Offener zu erfahren.
genau da … … ist das Problem, Alligator: was ist das wahre, schöne, edle? Wer mit Menschen gleicher
Weltanschaunung diskutiert, wird da schnell zu einem Ergebnis kommen, wer mit anderen redet, kann kein
Ergebnis finden.
was ist Kunst? natürlich kann man alles als Kunst bezeichnen, auch schwarze Boxen. Ein halbwegs vernünftiger
sprachgebrauch setzt jedoch vorraus, dass die ‘Kunst’ eine gewisse Schaffenshöhe besitzt, und die ist
bei der Box nicht zu erkennen.
@Alligator gehören Sie auch zu den Typen, die die moderne Kunst als entartet bezeichnen würden? Wundern
tut mich hier ja nix mehr… Nun ist ja allgemein bekannt, dass der Tradi-Kunstverstand nach dem Neobarock
aussetzt. Das erklärt natürlich die entsprechenden Reaktionen. Aber jedem das was er braucht: Der Tradi-Seele
die süßliche Herz-Jesu-Gips-Figur, den Ultra-Modernisten einen schwarzen Würfel.
@Landorganist halten Sie es nicht auch für überheblich, andere Leute als „niedlich“ zu bezeichnen? Lassen
Sie solche Herabsetzungen doch einfach bleiben, sie führen zu nichts.
Niedlich, wie sich das kunstkompetente hetz-net-Publikum Gedanken zum Thema macht. Bravo, Ihr Experten!
Zugegeben, mich begeistert dieses schwarze Ding auch nicht. Muss es aber auch nicht. Es eckt an, es ist
unbequem, es passt irgendwie nicht in den Raum. Genauso ist es unserem Herrn doch auch ergangen. Er war
unbequem, er eckte an und passte irgendwie so garnicht in das Konzept der Pharisäer, der Hohenpriester
und Schriftgelehrten. Insofern gibt es doch Parallelen…zu diesem schwarzen Ding. Die Hetz-net-Hohenpriester
geifern und spucken Gift und Galle, genau wie damals. Nicht die Liebe Gottes zählt, sondern die Einhaltung
menschengemachter Regeln und Vorschriften. Und wer sich nicht dran hält ist scheinbar draußen, wenn
da nicht die göttliche Gerechtigkeit wäre…
Zitat des „Künstlers“: Für Dragosits ist moderne Kunst wichtig, um die Spiritualität und die Frömmigkeit
zu vertiefen. Für mich ist moderne Kunst überflüssig wie ein Kropf. – Man sollte doch erst mal die
prämoderne Kunst erst mal richtig in Spiritualität und Frömmigkeit einbringen und diese Formen den
Gläubigen nahebringen.
@st.georg Wenn ich auf der Toilette sitze und in der Intention mein Geschäft verrichte, dass ich damit
der SVP zeigen will, was ich von Ihr halte und dies in der Öffentlichleit tue, ist das dann Kunst ?
@hähnchen sehr richtig, es kommt nämlich nicht auf die bezeichnung von aussen an, sondern u.a. um die
künstlerische intention bei der werkschöpfung… aber wer nicht verstehen will … :(3
das meiste was sich als „moderne kunst“ bezeichnet ist betrug und abzocke. oft werke von protagonisten
die in einer heilanstalt besser aufgehoben wären.
Kunst ? Nach ihrer Auffassung ist alles Kunst, was einer als solche bezeichnet.Nicht jeder Käse ist Kunst.
Zwischen Kunst und Handwerk wurde seit jeher unterschieden.
@hähnchen da irren sie halt – sie können zwar für sich entscheiden ob ihnen etwas gefällt oder nicht –
das sind aber keine gültigen kathegorien ob etwas ein kunstwerk ist oder nicht… kunst darf alles –
sogar ihnen nicht gefallen…
… @ st.georg Woher kenne ich nur diese trickreiche Dialektik, die Sie hier anwenden? *grübel* Nein,
nicht alles ist Kunst, was als solche behauptet wird und folgend zur Debatte anregt. Wenn ich einen Kuhfladen
ins Museum stelle, den ich zuvor von Hand nochmals durchgeknetet habe, dann ist das keine Kunst, auch
wenn der Rest der Menschheit deswegen zu streiten anfängt, ob das Kunst sei. Der Kuhfladen beleidigt
aber sämtliche Künstler, die wirklich Großes geschaffen haben.
Relativisten ! Jeder bestimmt für sich, was Kunst ist. Anders geht es nun mal nicht. Wenn ich sage, für
mich ist das keine Kunst, dann ist das eben keine für mich ! Und das kann mir keiner absprechen. Für
mich ist dieser Kasten Schwachsinn.
@möchtegern „…weil es keine ist…“ wer bestimmt das – sie ? sie können einem kunstwerk nicht absprechen,
dass es kunst sei… sie können höchstens über ihr verstehen, ihre emotionen,ihre rezeption berichten
kunst steht ausserhalb von kathegorien wie : es ist…es ist nicht… das sie sich über „einen schwarzen
kasten“ solche gedanken machen, zeigt ja schon die wirkung dieser installation und die vom künstler gewollte
diskussion
natürlich soll der Kasten … … an die Kaaba erinnern, diese Assoziation ist naheliegend. Die Ähnlichkeit
fiel einigen hier auf und auch mir selbst, vor Lesen der anderen Kommentare. Der Domprobst wird das auch
erkannt haben. Insofern ist dann auch sein Kommentar zu verstehen, dieser Kasten rege zu „Diskussion und
zum Nachdenken“ an. Auch wenn er die Kaaba nicht namentlich benennt, ist doch eindeutig, dass eine Kaaba-Nachbildung
in einer Kirche zur Diskussion und zum Nachdenken mit und über den Islam anregen soll. (Das ist eine
nette Rhetorik, etwas, was klar daliegt – nicht zu benennen, aber darüber zu reden. Cicero hat es ihm
vorgemacht.) Natütlich ist es angebracht, über diese Dinge zu diskutieren und nachzudenken. Aber zwei
Dinge sollte dieser Probst vermeiden: 1) das als Kunst zu bezeichnen, weil es keine ist 2) das in einer
Kirche zu tun, die einem anderen Kult geweiht ist, als dem Kult des Diskutierens. Vielleicht kann er darüber
mal nachdenken – meinetwegen auch in der Kirche.
Pilgerfahrt nach Mekka Sieht aus wie die Kaaba in Mekka. Was hat der Spaß gekostet? Vielleicht fühlen
sich ja die muslimischen Mitbürger durch dieses Kunstwerk angesprochen. Ein weiterer Schritt auf dem
Wege der Unterwerfung des Christenstums unter die Religion der Wüste. Wir hatten ja hier in letzter Zeit
schon andere Beispiele, dass der Islam im deutschen Sprachraum auch finanziell durch christliche Gemeinden
subventioniert wird. Leider kann man nicht beten: Verbib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Diese
Leute wissen sehr genau, was sie tun. Sie verschließen nur die Augen vor dem eigenen Tun.
Phrasen und mehr … 1. Kunst? Schwachsinn … 2. Manchmal kann man sich fragen, ob die verantwortlichen
Herren Geistlichen den Müll, den sie dazu verzapfen, auch selbst glauben, oder ob sie nicht einfach eine
Phrasendreschmaschine für Kunstinteressierte bemüht haben. 3. In der Frankfurter Oper kommt in einer
Inszenierung der Oper „Manon“ von Massenet an geeigneter Stelle ein Kreuz aus Neonröhren zum Einsatz.
Die Inszenierung stammt übrigens vom „Skandalregisseur“ Calixto Bieito. Nur so als Tipp für die nächste
Fastenzeit.
Fremdwort @Typ Für einen Neuheiden wie Sie ist natürlich „Messe lesen“ ein Fremdwort. Sie gehen dann,
wenn Sie es schaffen am Sonntag aufzustehen und ihren Rausch ausgeschlafen haben zur bespaßenden egozentrischen
Feier, wo der Entertainer am Tisch die Leute animiert Kindergartenspielchen zu machen und mit affigen
Gesten im Kreis zu hampeln und oberflächliche Liedchen zu grölen und dabei möglichst viel Krach zu
machen mit Rasseln, Schlagzeug. Siegmund Freud hätte bestimmt seinen Spaß, wenn er sich das Theater
in sog. Familien“gottes“diensten anschauen könnte
@ Maledica Werden im Dom zu Innsbruck noch Messen gelesen Also gefeiert werden dort durchaus Messen. Wenn
sie welche gelesen haben wollen, können Sie doch einfach selbst ein Tonband besprechen und sich das dann
anhören, wann immer Sie wollen!
Ich gehe mal gleich in den Dom und lasse mich auf diese umfassende Erfahrung der spirituellen Dimension
des Kreuzes in seiner Dreidimensionalität ein. In der Kapelle des FSSPX-Priorates Maria Hilf /Innsbruck
gibt es auch eine Installation: Alle Kreuze, Bilder und Reliquiare sind verhüllt. Die Aktion läuft seit
gestern, ist allerdings weniger langfristig projektiert als das Pendant im Dom. Durchdacht ausgenommen
ist der „Monatsregent“ St. Joseph und die Kreuzwegstationen – ebenfalls (sogar ganzjährig!) begehbar.
Eine gewisse Inkonsequenz in dieser Proratskapelle ist, dass zwei grosse Reliquiare links und rechts des
Altars nicht verhüllt oder entfernt sind. Sie befinden sich in solcher Nähe zum Altar, dass sie mit
ihm optisch und moralisch eine Einheit bilden und mE unbedingt verhüllt sein müssten! Hier sollten die
verantwortlichen Verpackungskünstler ihr Konzept stringent überarbeiten.
Allah Da hat sich wohl ein Muselmann von der Kaaba in Mekka inspirieren lassen. Werden im Dom zu Innsbruck
noch Messen gelesen. oder plärrt der Muezzin schon von dem in ein Minarett verwandelten Glockenturm?