kreuzmeldungen
Klassische Standeswahl + Sehr schade + Kind des Anstoßes + Zahlen + Der Abtreibung entwischt
Klassische Standeswahl

Vatikan. Papst Benedikt XVI. feierte gestern mit mehreren tausend Jugendlichen im Petersdom einen Bußgottesdienst mit anschließender Beichte. In seiner Predigt mahnte Benedikt XVI. Paare, keusch und verantwortlich zu leben. Jugendliche, die eine Berufung zum Ordensstand oder Priestertum verspüren, ermunterte er, großherzigen und kompromißlos „Ja“ zu sagen. Anschließend hörte der Heilige Vater selber die Beichte einiger Jugendlicher.

Sehr schade

Deutschland. Augsburger Priester wehren sich gegen die jüngste Forderung der Glaubenskongregation, die kirchliche Vernetzung mit der umstrittenen Mütterberatung ‘Donum vitae’ zu beenden. Dekan Johann Appel aus Weilheim glaubt, daß die Aufforderung „vielen engagierten Christen wirklich weh“ tue. Hw. Appel sprach mit der Tageszeitung ‘Münchner Merkur’: „Ich finde das sehr, sehr schade.“ Schließlich wollten doch alle das Gleiche: Leben retten. Dasselbe erklärt Dekan Josef Kirchsteiner aus Penzberg: „Donum Vitae rettet Leben. Das sieht die Amtskirche wohl zu wenig.“

Kind des Anstoßes

Brasilien. Das Mädchen Marcela de Jesus Galante Ferreira wurde vor über vier Monaten in Brasilien geboren. Örtliche Medien kritisierten ihre Ärzte, das Kind zur Welt gebracht zu haben. Marcela wurde mit einem Anenzephalus – also mit dem Stammhirn und nur einem Teil ihres Gehirns geboren. Normalerweise sterben solche Kinder nach spätestens zehn Tagen. Doch Marcela lebt immer noch. Brasilianische Kinderfeinde fürchten nun, daß das junge Leben der kleinen Marcela ihre Bestrebungen untergraben könnte, ungeborenen Menschen gesetzlich das Lebensrecht zu entziehen.

Zahlen

Deutschland. Die deutsche Nachrichtenagentur ‘DPA’ veröffentlichte kürzlich Zahlen aus den Priesterseminaren: „Bundesweit gibt es derzeit rund neunhundert Priesterkandidaten. Die Zahl der Priester ist von rund 19.000 im Jahr 1992 auf 16.000 im Jahr 2005 gesunken. 2005 wurden in Deutschland knapp zweihundert neue Priesteramtskandidaten aufgenommen.“

Der Abtreibung entwischt

Deutschland. Eine 22jährige Frau fand am Donnerstag in einer katholischen Kirche in Stuttgart einen ausgesetzten Säugling. Das Kind lag zwischen den Bankreihen auf dem Gang im Kirchenschiff. Nach ersten Untersuchungen ist es wohlauf. Die Mutter ist bislang unbekannt. Die Polizei Stuttgart ermittelt.
      
6 Lesermeinungen
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#6   Christus vincit †   12:38:11 | Samstag, 31. März 2007
@Benedikt u.a.: Artikel im SZ-Magazin
Den Artikel von Christian Nürnberger im Süddeutsche Zeitung Magazin habe ich auch gelesen. Die darin geäußerte Kritik an den Kirchen, deren Fokus die Frage nach der Sendung der Kirche(n) in der heutigen Welt ist, dürfte insgesamt berechtigt sein, auch wenn einiges verzerrt dargestellt wird („Gott hatte sich sein Volk ursprünglich einmal erfunden, damit es die Not der Welt beseitige“ ist – abgesehen von der despektierlichen Sprache – biblisch kaum belegbar, es erinnert vielmehr an die Vision des Marxismus vom „Paradies auf Erden“, während die katholische Sicht sich immer bewußt war, daß die Erde, so lange sie existiert, aufgrund der Folgen der Ursünde ein Tränental bleiben wird, auch wenn wir durch das Gebot der Nächstenliebe aufgerufen sind, an der Schaffung einer gerechten Gesellschaft/Welt mitzuwirken…;
oder wenn N. für Auschwitz wesentlich Christen verantwortlich macht, abgesehen davon, daß er dessen Dimension vermutlich – politisch korrekt – überinterpretiert…)
Die Sätze am Ende des Artikels bringen das Ganze recht gut auf den Punkt: „Die Religion wird wieder (?) Opium für das Volk – aber nur noch als eine von vielen Entspannungsdrogen. Braucht die Welt eine Kirche, die der Weisheit der Welt bedarf?“ (Braucht die Welt einen „Papst“ mit anthroposophischem Hintergrund?)
„Wenn die letzten Gläubigen merken, dass statt Wahrheiten nur noch Worthülsen, statt Botschaft nur noch Bibelhäppchen verabreicht werden, was bleibt dann übrig von der Kirche? Nicht viel.“ :-O
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#5   Mathias Wagener   10:34:42 | Samstag, 31. März 2007
Zusammenarbeit
Zusammenarbeit mit den Protestanten dort, wo es auch wirklich möglich ist, dagegen bin ich nicht, aber muß ständig irgendeine künstliche Gemneinschaft geschaffen werden ??
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#4   Christus vincit †   21:51:32 | Freitag, 30. März 2007
@Benedikt: Das Christentum als Wohlfühlreligion…?!
Und wie sehen Sie das Ganze??? ?:)
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#3   Benedikt   15:42:08 | Freitag, 30. März 2007
Tipp: SZ-Magazin vom 30.03.2007
In der heutigen Beilage der SZ findet sich ein Kommentar zur gegenwärtigen Kirchenpolitik:
„KORINTHER 9,99 €
Totalausverkauf: Weil die Kirche dringend neue Mitglieder braucht, vermarktet sie das Christentum als Wohlfühlreligion. Pfui Teufel.“
Auszüge:
„Jesus lebt. (…) Wenn dieser Satz geglaubt würde, müssten den Christen eigentlich Flügel wachsen, die Gemeinden vor Kraft strotzen, ihre begeisterten Anhänger müssten an Ostern (…) jedem ins Ohr brüllen: ‘Gott lebt! – Wirklich, er lebt!’ Stattdessen stehen Sie mit allen anderen im Stau auf der Autobahn.
Jesus lebt – das ist heute keine Gewissheit mehr, die das Dasein der Christen beflügelt. Der Satz dient nur als Geschäftsgrundlage einer Funktionärskirche, als gemeinsame Grundannahme(…).
[Ratzinger hat] einmal gesagt, am Beginn des 3. christl. Jahrtausends befinde sich das Christentum in einer schweren Krise (…) ‘Weil es so steh, muss die altmodische Frage nach der Wahrheit des Christentums neu gestellt werden.’ Aber die Kirchen der beiden großen Konfessionen rennen vor dieser Frage davon. Sie begründen ihre Existenz nicht mit ihrer Wahrheit, sondern mit ihrer Nützlichkeit. (…)
Und die Menschen? Haben sich längst abgewandt. Das spüren die Kirchen jetzt dort, wo es sie am meisten schmerzt, an der Kasse.
(…) Die Bischöfe (…) öffneten sich dem neuen Evangelium, alles sei Markt. (…) ie glauben tatsächlich, ihre in Jahrhunderten verspielte Glaubwürdigkeit lasse sich mit PR, Events (…) zurückgewinnen.“
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#2   Friedrich Reusch   12:37:29 | Freitag, 30. März 2007
kleiner Nachtrag zu den Kreuzmeldungen vom 28.03. (Kommunionverweigerung)
Bischof Schwarz hat sich für diese, nun, ich nenne es mal „entschuldigt“. Hier seine Äußerung:
„Ich aber sage, dass von einer Verweigerung nicht die Rede sein kann. Es ist ja alles in Freundschaft geschehen. Noch am Vorabend haben wir in der evangelischen Kirche gemeinsam eine Messe gefeiert.Aber es kann doch niemand von einem Bischof verlangen, dass er sich nicht an die Normen hält.“
Senil? :-S
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#1   Bruder Theophil   08:38:08 | Freitag, 30. März 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Johannes 10, 31-42
In jener Zeit hoben die Juden Steine auf, um Jesus zu steinigen. Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.
Jesus erwiderte ihnen: Heißt es nicht in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann, dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott – weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn?
Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht. Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt. Dann werdet ihr erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin.
Wieder wollten sie ihn festnehmen; er aber entzog sich ihrem Zugriff. Dann ging Jesus wieder weg auf die andere Seite des Jordan, an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte; und dort blieb er.
Viele kamen zu ihm. Sie sagten: Johannes hat kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes über diesen Mann gesagt hat, ist wahr. Und viele kamen dort zum Glauben an ihn.
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