Familie
Industriegerechtes Frauenmaterial
Es gibt zu wenige Arbeitskräfte. Deutsche Maschinen fühlen sich einsam. Doch sie sollen getröstet werden – von Mutterhänden. Von Lisa Abelin.
Ursula von der Leyen will zusätzlich 500.000 Krippenplätze
Ursula von der Leyen will zusätzlich 500.000 Krippenplätze
(kreuz.net) Die Exportwirtschaft Deutschlands boomt.

Um das Niveau zu halten, muß dieser Industriezweig – aufgrund der üblichen Abgänge – jährlich mehrere Hunderttausend Ingenieure und Facharbeiter einstellen.

Schon in den 90er Jahren war klar, daß der notwendige Nachschub an Arbeitskräften wegen des Bevölkerungseinbruchs nicht ausreichend gesichert sein würde.

Darum begann man Ende der 90er Jahre, mehr Mädchen und Frauen in technische Berufs- und Gewerbezweige zu lenken.

Der jeweils letzte Donnerstag im April wurde zum „Girls’ Day“ erklärt – in diesem Jahr der 26. April. An diesem Tag versucht man, Schülerinnen ab der 5. Klasse Berufe wie Kraftfahrzeugmechanikerin oder Technikerin schmackhaft zu machen.

Politische Geschlechtsumwandlung
Politische Geschlechtsumwandlung
Abiturientinnen sollen nicht wie bisher bevorzugt Germanistik, Pädagogik oder Sozialwesen, sondern vermehrt Informatik, Maschinenbau oder Elektronik studieren.

Das Arbeitskräftepotential von Mädchen und Frauen sei besser auszuschöpfen, fordern Industrie- und Gewerkschaftsfunktionäre in trauter Eintracht.

Für die langfristige industriepolitische Umpolung junger Menschen mußten aber zwei Breschen geschlagen werden.

Jede außerhäusliche Lohnarbeit wurde als sinnstiftend und selbstverwirklichend hochstilisiert.

Dagegen schwärzte man die häusliche Tätigkeit der Mütter als sinnentleerte, sozial-isolierte und entfremdete Arbeit an.

Folgerichtig ist diese Arbeit dem Staat – nach dem Ende der Elterngeldzeit – keinen Pfifferling an Unterstützung wert.

Noch bis Ende der 80er Jahre gab es in den Sozialkundebüchern marxistisch inspirierte Texte, die erklärten, daß außerhäusliche Lohnarbeit zur Entfremdung des Menschen führe.

Dagegen erklärte die Frauenzeitschrift „Brigitte“ im Jahre 1993 – und zehn Jahre später die Schulbücher: „Jede Arbeit – und steht sie noch so sehr im Ruf stupide zu sein – gibt dem Leben Sinn. Denn sie beweist, daß wir nicht überflüssig sind.“

In einem Artikel in der ‘Frankfurter Rundschau’ von 1999 kämpfen zwei Redakteurinnen gegen die Lebensvorstellungen junger Mädchen.

Der Text wurde in einem Sozialkundebuch von 2004 abgedruckt.

Mädchen würden bei ihrer Lebensplanung unemanzipiert auf typische Frauenberufe – Verkäuferin, Friseurin, Arzthelferin – und die Perspektive „Heiraten, Haus mit Garten und Kinder“ setzen.

Solche traditionellen Lebensvorstellungen seien dringend zu ändern – so die beiden Journalistinnen.

Ein industriegerechtes Frauenbild wird heute durch die Politik des sogenannten „gender mainstreaming“ – Gleichschaltung der Geschlechter – vorangetrieben.

Volker Zastrow bezeichnete diese Gleichschaltung in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ als „politische Geschlechtsumwandlung“.

Die Gleichschaltung der Geschlechter wird nach dem Vorbild des demokratischen Zentralismus von oben nach unten durchgedrückt – zuerst in der Geschäftsordnung der damaligen rot-grünen Bundesregierung, dann auf den unteren Verwaltungsebenen.

Schon 1995 beschloß der EU-Ministerrat ein Aktionsprogramm zur Gleichschaltung der Geschlechter „von oben nach unten“.

Seit 1999 wird dieses Programm vom Kommissariat für Beschäftigung und Soziales verwaltet.

Mütterhände für die Industrie
Mütterhände für die Industrie
Über das sogenannte Lissabon-Prinzip – nach dem Wirtschaftspolitik immer auch Sozialpolitik ist – konnte sich eine industriegerechte Frauenpolitik breitmachen.

Sie beeinflußte auch die Familienpolitik – bis hin zur aktuellen deutschen Krippen-Diskussion.

Noch bis in die 80er Jahre waren in den Sozialkunde-Schulbüchern Texte der Hospitalismus-Forschung zu finden, die vor bleibenden Schäden bei Kindern warnten, die durch frühkindliche Heim- und Krippenbetreuung gehen müssen.

Heute beherrschen die gegenteiligen Thesen das Feld, wonach Kleinkinder in staatlichen Krippen aufgrund „vielfältiger Sozialisationsimpulse“ besser aufgehoben wären als in der „reizarmen“ Mutter-Kind-Beziehung.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis entsprechende Schulbuchtexte auftauchen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder wischte noch zum Anfang seiner ersten Kanzlerschaft die Frauen- und Familienpolitik als „Frauen und Gedöns“ weg.

Inzwischen hat die große Koalition in Deutschland diesen Bereich zum Zentrum der Innenpolitik gemacht – Sozialpolitik als Zubringer zur Wirtschaftspolitik.

Junge Mütter, die vorher angestellt waren, werden seit dem 1. Januar 2007 mit einem zwölfmonatigen Elterngeld gefördert.

Es ist als Brückengeld für die durch Geburt und Säuglingsbetreuung unterbrochene Arbeitstätigkeit gedacht.

Mütter ohne vorausgehende Anstellung bekommen nichts.

Nach dem Elterngeld sollen die jungen Mütter ihre Säuglinge in die Kinderkrippen abstellen, damit die mütterlichen Hände der Industrie dienstbar sein können.

Die Bundesrepublik will drei Milliarden Euro für zusätzlich 500.000 Krippenplätze ausgeben.

Für Mütter und Eltern, die ihr Kleinkind zu Hause erziehen wollen, gibt es kein Geld.

Die Regierungskoalition aus CDU und SPD macht eine industriegerechte Frauen- und Familienpolitik und dient sich damit den Verwertungsinteressen des Kapitals an.
      
33 Lesermeinungen
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#33   Czibo Nieznany   16:04:29 | Donnerstag, 10. Mai 2007
Material
In der deutschen Geschichte gab es einmal zwölf Jahre, während der die Machthaber stets von gutem „Menschenmaterial“ gesprochen haben. Das gute „Menschenmaterial“ dann als Kanonenfutter verheizt.
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#32   sca   23:40:21 | Montag, 2. April 2007
„socia, non serva“
Die Verwahrlosung unserer Gesellschaft so monokausal mit der Berufstätigkeit der Frau zu erklären, resp. damit, daß Mami eben nicht immer twenty-four-seven disponibel sein kann, das ist in der Praxis nicht haltbar. Nach dieser Theorie müßten nicht nur meine Eltern geschieden sein, sondern meine Familie müßte generell zerrüttet sein bis zum Gehtnimmer, und obendrein müßte ich auf der Gasse im Drogenmillieu gelandet sein.
In Wahrheit hat es mir an nichts gefehlt; ich bin froh, so eine Familie zu haben, und ich bin dem Herrgott dankbar dafür. Als ich klein war, war ich wirklich ein fröhliches kleines Fohlen – unabhängig von der Berufstätigkeit meiner Mutter. Ich wußte, wer ich war und was ich wollte, und vor allem sind mir damals nicht solche Komplexe eingehämmert worden wie zB jener, daß ich als Frau nur dann was sinnvolles mache, wenn ich schon brav am Herd stehe. :-[
Wenn Ihr Mann viel verdient, nach dessen Gutdünken auch darüber hinaus
Wieso nach Gutdünken des Mannes, @möchtegern?
Es kann ja nicht im Sinne der Frau sein, daß sie kein eigenes Einkommen hat und jedesmal betteln muß, sobald sie sich irgendwas kaufen will. Dann ist sie von seiner Spendabilität und Splendidität abhängig, und das öffnet der Willkürherrschaft des Mannes Tür und Tor. Und die Frau ist ja nicht die Sklavin des Mannes – „socia, non serva“ schrieb bereits Francisco de Vitoria, und das mitten im patriarchalischen Spanien des 16. Jahrhunderts.
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#31   Bruder Theophil   12:05:35 | Freitag, 30. März 2007
@ Sweetdragon
Vielen Dank für das sehr private Feedback. Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute, vor allem GOTTES Segen und die Kraft des Heiligen Geistes den Alltag zu bestehen. Wenn Sie der Meinung sind, dass kirchliche Institutionen Ihnen vielleicht eine Hilfe sein könnten, dann lassen Sie mich das bitte wissen. Ich setze mich gerne dafür ein, wenn es nur irgendwie geht.
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#30   Sweetdragon †   11:58:58 | Freitag, 30. März 2007
Da muß
ich dich doch entäuschen Bruder Theophil…
Die Sozialsysteme sind so schlecht. Wenn man durch das Raster fällt, ist das halt so.
Habe derzeit auch eine ähnliche Sitution, die durch die Scheidung entstanden ist und stehe derzeit vor dem Problem das ich nicht Krankenversichert werde. Privat wollen sie mich nicht wegen meiner Krankheitsvorgeschichte und gesetzlich wollen sie mich nicht weil ich familienmitversichert war und mein Ex-Ehemann Beamter und so halb Privat – halb gesetzlich versichert war.
So und nun stehe ich da OHNE Krankenversicherung.
Mein jetziger Ehemann ist ebenfalls Beamter, da kann ich nicht mitversichert werden – Landesgesetz.
Und soviel zu arbeiten das ich Krankenversichert werden kann ist mir nicht möglich. Dazu bedürfte es einer OP die ich aber privat nicht finanzieren kann. Und ich bin da kein Einzelfall, solche „Fälle“ wie mich gibt es viele – ca 1 Mio. in Deutschland.
Soviel dazu das die Sozialsysteme niemand durchs Raster fallen lasen.
Als mein Kind geboren wurde gab es noch kein Erziehungsgeld oder ähnliches. Mein Mann arbeitete verdiente aber als Beamter in Ausildung zu wenig zum Leben aber lang nicht genug um eine Familie zu ernähren. Aber zuviel um irgendwelche Sozialhilfe zu beantragen – genaugesagt 30 DM zuviel. Man hatte mir ja geraten abzutreiben oder das Kind weg zu geben dann gäbe es da keine Probleme – was aber für mich niemals zur Debatte stand.
Soviel zum Sozialstaat – mehr würde zu weit führen und ist privat.
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#29   Bruder Theophil   11:15:47 | Freitag, 30. März 2007
@ chipmunk
die kirche hat da ganz klar auch ihren anteil.
Aha. Und welchen ?
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#28   Chipmunk   10:49:57 | Freitag, 30. März 2007
Schuld am frauenbild?
Wer ist denn schuld an diesem frauenbild?
die kirche hat da ganz klar auch ihren anteil.
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#27   Bruder Theophil   09:37:23 | Freitag, 30. März 2007
@ Sweetdragon
Schwer vorstellbar, dass in Deutschland oder einem anderen mitteleuropäischem Land die Sozialsysteme so schlecht sind, dass insbesondere eine Familie mit Kindern unter der Brücke schlafen muss.
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#26   Sweetdragon †   23:44:20 | Donnerstag, 29. März 2007
Werte möchtegern kathole
Ja ich habe leidernur ein leibliches Kind, aber zwei Jahre lang auch noch die fünf Kinder meiner Schwestern mitbetreut und auch da ging ich noch arbeiten.
Ich will definitiv NIEMAND als dumm hinstellen der viele Kinder zu Hause hat und zu Hause bleibt – das liegt mir absolut fern.
Die Aussage das man seine Zeit auf die Kinder verteilen muß, ist nur zum Teil richtig. Ein Einzelkind braucht genau so viel Aufmerksamkeit wie drei oder vier Kinder. Die allerdings beschäftigen sich öfter miteinander so das es auch eine Erleichterung darstellt.
Bruder Theophil, es ist ja schön wenn man nur darüber nachdenken muß ob man seine persönlichen Bedürfnissse zurück schrauben muß – wenn das das größte Problem ihrer Frau ist hat sie Glück gehabt. Spätestens dann wenn es wie bei uns war, das wir überlegen mußten ob wir oder das Kind hungern oder unter der Brücke schlafen, es also an die Existenz geht, dann gibt es keine zwei Meinungen mehr. Mein Kind hätte ich niemals hungern lassen. Ich würde ihnen empfehlen sich mal intensiv mit Jugendlichen auseinander zusetzen, dann sehen sie das es keinen Unterschied macht ob Mama zu Hause war oder nicht…
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#25   möchtegern-kathole   23:25:39 | Donnerstag, 29. März 2007
@Bruder Theophil
wenn eine Frau 4 oder 5 Kinder hat, dann wird jedes Kind nur 20-25% von Ihr bekommen – nicht mehr. das reicht auch. Und eine Frau kann zeitweise, wenn die Kinder z.B. alle in der schule sind, auch ein Büro führen, z.B. für ihren selbständigen Mann, Buchhaltung für den Bauernhof nebenan, oder Kasse am nächsten Supermarkt, Steuerberatung für soviele Kunden, wie sie halt neben den Kindern Zeit hat.
Dieser Aspekt galt vor 500 Jahren auch, da arbeitete die Frau auch in der Landwirtschaft mit, in dem Maße in dem sie das halt konnte. Das halte ich auch für sinnvoll. D.h. die katholische Reaktion auf die Leyensche Frauen-Industrialisierung darf nicht sein zu sagen, die Frau dürfe nie arbeiten. Statt dessen muss die Frau in dem Maßevon der Arbeit freigestellt sein, wo sie für die Kinder da sein soll.
Wenn Ihr Mann viel verdient, nach dessen Gutdünken auch darüber hinaus ;- )
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#24   Bruder Theophil   22:48:58 | Donnerstag, 29. März 2007
@ möchtegern-kathole
Ok. Mit dieser Aussage bin ich d’accord. Denn die ersten drei Jahre sind absolut prägend. Die Abwesenheit der Mutter führt dabei zu dauerhaften Traumata. Letztendlich auch für sie selbst…
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#23   möchtegern-kathole   22:41:18 | Donnerstag, 29. März 2007
@Bruder Theophil
na ja, wenn eine Fraue ein Kind hat, das z.B. mit 4 Jahren in den Kindergarten geht – das ist nichts böses und auch in katholischen Kreisen sinnvoll – dann kann die Mutter nach 4 Jahren z.B. eine Halbtagsstelle, Aushilfsstelle mit z.B. 3 h täglich annehmen. Oder als Steuerberaterin tätig sein, wenn sie die meiste Zeit zuhause ist, oder ähnliches, meinetwegen einen ebay-Handel für gebrauchte Kinderklamotten aufmachen ;-) Wenn eine Frau dagegen z.B. 4 Kinder hat, dann kann sie das nicht. Aber auch dann wird sie aber auch jedem Kind nur 25% ihrer Zeit widmen können.
Wenn die Kinder ausser Haus sind, sollte sich eine Frau auch eine sinnvolle Arbeit suchen und nicht nichts-tun. Irgendwas muss sie ja machen.
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#22   Bruder Theophil   22:30:38 | Donnerstag, 29. März 2007
@ Jörg Guttenberger…
…bin ganz Ihrer Meinung. Es geht darum, den Wert einer Mutter und Hausfrau wieder auf das Niveau zu bringen, das auch eine berufstätige Frau geniesst. Das muss in den Köpfen der Menschen passieren. Unterstützen kann man das durch eine entsprechende finanzielle Aufwertung dieser Rolle im Bereich der Renten, etc…
Weiterhin ist es wichtig den Wert der Familie nach innen und aussen wiederherzustellen. Die Förderung und Bevorzugung von Familien muss klares Ziel der Politik sein. Denn die Keimzelle des Lebens ist die Grundlage all unseres Wohlstandes. Alle anderen „Lebenskonzepte“ führen in die Irre. Wir können kein Interesse haben, weder an eingetragenen Lebenspartnerschaften, noch an ungeordneten Patchworkfamilien.
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#21   Jörg Guttenberger, Köln   22:21:48 | Donnerstag, 29. März 2007
Frau und Mutter
Leider gibt es ausreichend angepaßte Trottel, die das Dienstmädchengeschwätz vom „Heimchen am Herd“ bereitwillig glauben!
Ich will dem genannten Persoenkreis eine außerhäusliche Berufstätigkeit keineswegs madig machen, zumal in vielen Fällen ein einziges Einkommen nicht ausreicht, hinzu kommen die Alleinerzieher(innen).
Es gib aber auch ausreichend geistig unselbständige, die die jeweilige Mode als Uniformzwang für den nichtmilitärischen Teil der Bevölkerung betrachten, und das bis ins Denken und Handeln hinein. In solchen Fällen ist es mehr oder weniger gleichgültig, ob die Kinder daheim oder in der Krippe aufwachsen.
Aber auch selbsgtändig denkende Bundesbürger verdienen (auch wirtschaftliche) Gleichbehandlung und entsprechende Förderung, die ihren Kindern eine der eigenen Fanmilientradition entsprechende Wertordnung vermitteln wollen und sie so befähigen, sich mit der veröffentlichten Meinung selbständig auseinanderzusetzen und ihr Leben modeunabhängig nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Freilich ist selbständiges, modeunabhängiges Denken den öffentlichen Meinungsmachern schon immer lästig gewesen.
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#20   Bruder Theophil   22:16:01 | Donnerstag, 29. März 2007
@ möchtegern-kathole
Jetzt müssen Sie aber mal erklären, was das EINE Kind weniger wertvoll für die Aufmerksamkeit der Mutter macht, als mehrere Kinder. Meiner Meinung nach hat auch das eine Kind das Recht die Mutter jederzeit ansprechen zu können und von ihr optimal gepflegt zu werden. Da wir in einer Gesellschaft leben, in der die 1-Kind Familie dominiert, kann das eigentlich nur zur Vereinsamung der Kinder führen.
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#19   möchtegern-kathole   22:09:29 | Donnerstag, 29. März 2007
@Sweet
aus Ihrem letzten Posting entnehme ich, dass Sie 1 Kind haben. Da bin ich auch der Meinung, dass eine Frau arbeiten kann. Wenn aber eine Frau 3 Kinder, 4 oder 5 hat – und das darf niemand als „dumm“ hinstellen – dann sieht das schon anders aus.
Zumindest bis die Kinder aus dem Haus sind. Danach sollte eine Frau ein sinnvolles Betätigungsfeld suchen, und nicht nur ‘rumhängen’.
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#18   Bruder Theophil   21:14:41 | Donnerstag, 29. März 2007
Tja Sweetdragon
Ich kann nur aus unserer häuslichen Praxis berichten. Und die sieht so aus, dass meine Frau sich zu 100 % um die Familie und den Haushalt kümmert. Nun muss ich der Fairness halber sagen, dass es bei uns nicht den dringenden Bedarf von zwei Jobs gibt. Aber meine Frau hat mir versichert, dass sie auch bei einem geringeren Einkommen des Haushaltes lieber Ansprüche zurückschrauben würde, als die Kinder sich selbst zu überlassen. Zumindestens über weite Teile des Tages. Da bin ich mit ihr völlig einer Meinung. Denn es ist nicht unbedingt immer das materielle „Mehr“, das einen glücklich macht, auch wenn ich gestehen muss, dass sich gewisse Annehmlichkeiten nach geraumer Zeit als Selbstverständlichkeit einschleichen. Drum ist auch die Fastenzeit eine geeignete Phase, um über diese Dinge nachzudenken und Koordinatensystem von Werten wieder neu zu kalibrieren.
Entgegen ihren Beobachtungen bin ich schon der Meinung, dass die heutige Verwahrlosung von Kindern zu einem grossen Teil von der heutigen Fragmentierung der familiären Interessen herrührt. Inklusive der Egoismen und Rücksichtslosigkeiten, die einfach bei den Eltern abgeschaut werden. Frei nach Uli Wickerts Buchtitel: Der Ehrliche ist der Dumme.
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#17   Sweetdragon †   15:49:55 | Donnerstag, 29. März 2007
Tja Bruder Theophil
mit Alice und Konsorten hbe ich nun so gar nix am Hut. ich kann die Trulla nicht ausstehen und krieg das kotzen wenn ich sie sehe.
Habe auch niemals behauptet das mir „ein Elend“ enstanden wäre. Das wäre es wenn ich nicht garbeitet hätte. Oder wie sagt Brecht schon so schön „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“
Da kann ich hundertmal als Nurhausfrau zufrieden sein,wenn ich mitsamt meinem Kind hungern muß, hilft mir das auch nicht.
Was sie und ihresgleichen eben nichtverstehen ist,das Frauen eben nicht nur dazu da sind ihren Dreck und den ihrer Kinder weg zu putzen.
Ich liebe meinen Beruf und bin wesentlich ruhiger und ausgeglichener wenn ich arbeiten kann. Das wirkte sich nicht nur auf mein Kind aus sondern auch auf meine gesamte Umgebung.
Meine UrUromas, meine Uromas, meine Omas und meine Mutter haben im übrigen auch gearbeitet neben Haushalt und Kindern und es gibt keinen einzigen Verbrecher in der Familie, keine psychisch gestörten oder sonst irgendwie verkümmerten.
Da sie aber eine andere Lebensweise nicht gelten lassen, ausser den drei K’s die sie einerFrau zugestehen, erübrigt sich wohl jede Diskussion.
Ich bewundere Frauen die nur zu Hause herum hocken können, ich kann es nicht.Und einen Unterschied im Verhalten der Kinder konnte ich auch nicht feststellen.
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#16   Kurt K.   13:11:57 | Donnerstag, 29. März 2007
@ Frauen un Schaffen
Ich finds immer wieder lustig, was Leute hier so schreiben zum Thema.
Ein Bekannter und sein Weib ham das ganz anders gemacht. Sie schafft daheim am PC und er schafft nicht, sondern kümmert sich um Kind und Haushalt. Klappt hervorragend. Und das Kind findet das auch glaub ich. An ihm sehe ich, dass die Mutter genausogut vom Vater gegeben werden kann.
Kommt eben auf die persönlichen Vorlieben des / der Einzelnen an. Beide sind damit zufrieden – wieso sollte man das umdrehen, um irgendeinem Rollenbild zu entsprechen?
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#15   Bruder Theophil   10:16:36 | Donnerstag, 29. März 2007
@ Sweetdragon
Als „Nur-Hausfrau“ wäre ich seelisch verkrüppelt und genau das hätte ich an mein Kind weiter gegeben.
Sie sind ein Paradebeispiel dafür, was Alice Schwarzer & Co in den Köpfen der Menschen angerichtet hat. Anstatt „Nur-Hausfrau“ und „Nur-Mutter“ als Kompliment für eine bestimmte Form der Aufopferung und der Erhöhung familiärer Werte zu betrachten muss jede Frau, die diese Worte benutzt, möglichst demütig dreinschauen und dabei tiefgebeugt Zeugnis ablegen für das Elend, das ihr widerfahren ist.
Alice Schwarzer und alle die EmanzenKoryphäen gehören auf den Mond geschossen. In diesem elitären Frauenclub auf Mondbasis Alpha1 kann sich wenigstens niemand weiter vermehren. Und das empfinde ich bei diesen Gesellschaftsstranguliererinnen als sehr wohltuend.
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#14   sca   23:29:59 | Mittwoch, 28. März 2007
Technische Berufe
…jetzt mal ehrlich: Wie hoch ist die Frauenquote in diesen Berufen??
-die meisten Frauen, inklusive mir, wird sowas ohnehin nicht interessieren.
Aber prinzipiell soll jeder das studieren dürfen, was er will und was ihm liegt. !:) Und auf keinen Fall soll eine ambitionierte Technikerin an einem technischen Studium oder dem Besuch einer HTL gehindert werden, weil „eine Frau“ sowas ja nicht tut.
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#13   Göttin_der_Tochter †   20:18:12 | Mittwoch, 28. März 2007
YEEEEEEEEEEAAAHH – EU macht sich stark für Frauenrechte!
STRIKE!!!!!!!!!!!!!
Berlin (ots) – Die Bundesregierung muss sich auf eine Abmahnung
der Europäischen Kommission gefasst machen, weil die „Richtlinie zur
Gleichbehandlung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz“ unzureichend
umgesetzt werde. Das erfuhr VANITY FAIR aus Regierungskreisen. In
Deutschland müssten Frauen nach der Elternzeit fürchten, einen
schlechteren Arbeitsplatz angeboten zu bekommen als den vorherigen,
kritisiert die Kommission. Außerdem sei nicht hinreichend garantiert,
dass bei Entlassungen Frauen und Männer gleich behandelt würden.
Insgesamt sind fünf Punkte der Richtlinie nicht im Sinne der EU
erfüllt.
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#12   Sweetdragon †   19:01:26 | Mittwoch, 28. März 2007
Na Herr Wagener
sie haben wohl mal versucht einer Frau ihren Weg beizubringen und ganz ordentlich eines auf die Nase bekommen.
Oder woher kommt sonst ihr Hass gegen Frauen die wissen was sie wollen, können und das auch noch verdammt gut ausführen ?
Oder steckt da der pure Neid dahinter das Männer eben nicht „Multitasking“ fähig sind und es nicht schaffen Kinder, Haushalt und Beruf unter einen Hut zu bringen.
Die meisten Männer versagen nämlich wenn es darum geht mehrere Dinge gleichzeitig und ordentlich zu tun. Und die haben dann eine besondere Wut auf Frauen – weil sie sind ja Gott gegeben das „bessere“ Geschlecht.
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#11   amadeus †   18:57:41 | Mittwoch, 28. März 2007
alle menschen sind gleich
im übrigen, bischöfin käsmann bringt beides unter einen hut. das bischöflich amt und ihre rolle als mutter. sie ist doch der beste beweis, wie das alles funktionieren kann.
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#10   Mathias Wagener   18:55:53 | Mittwoch, 28. März 2007
Mutterhände für Maschinen
Gut beobachtet und treffsicher geschildert. Die Verlogenheit der Emanzipation enttarnt, wo es auch darum geht.
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#9   Sweetdragon †   18:26:40 | Mittwoch, 28. März 2007
Tja nonno
sie sind mit „Intelligenz des Landes“ mit Sicherheit nicht gemeint. Pech gehabt o.O
Ich finde es auch eine Frechheit mich als „Frauenmaterial“ abstempeln zu lassen. Ich bin doch keine Gebärmaschine und habe auch das Recht auf die Ausbildung die mir Spaß macht und den Beruf den ich gerne ausüben möchte.
Klar macht es Spaß ein Kind groß zu ziehen aber muß ich deswegen mein Leben lang im Putzkittel rumlaufen und den Mund halten – NÖ nicht wirklich
Ich habe, wie sehr viele Frauen, Familie und Beruf gut unter einen Hut bekommen und mein Kind ist auch „was geworden“ Als „Nur-Hausfrau“ wäre ich seelisch verkrüppelt und genau das hätte ich an mein Kind weiter gegeben. Klar wäre es schön gewesen, wenn ich zumindest die ersten drei Jahre ganz für mein Kind hätte da sein können, aber leider hat es die finanzielle Situation nicht erlaubt und bevor ich betteln gehe beim Sozialamt arbeite ich lieber. Da haben alle mehr davon. Und der Kindergarten hat ihm absolut nicht geschadet – es hat ihm Spaß gemacht und er hat bisher immer davon profitiert.
Aber das werden die Herren nie verstehen die ihre Frau immer noch als Gebärmaschine, Putzhilfe und den letzten Dreck ansehen die gerade mal ab und an dazu gut ist das Mann sich drauf legt und noch ein Gör produziert… das ist zwar erzkatholisch – aber mit Sicherheit nicht das was Frauen wollen. o^/
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#8   Elendester Sünder   18:03:37 | Mittwoch, 28. März 2007
Der Osten boomt
So ein Quatsch. In Deutscheland boomt gar nichts mehr.
Das ganze zielt einzig auf die Zerstörung der Familie ab. Das ist eines der Topziele Satans.
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#7   nonnobisdomine   17:23:42 | Mittwoch, 28. März 2007
Bedeutet
„kinderreich“ = asozial?
Somit müsste auch die derzeitig amtierende Familienministerin als „asozial“ gelten?
Das ist eine Frage, aber keine Feststellung.
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#6   Ansgar   16:42:46 | Mittwoch, 28. März 2007
hähnchens „Definition“…
… streift die Realität, trifft sie aber nicht. Ja, es gibt verantwortungslose kinderreiche Familien. Ja, es gibt Karrieristen im Gebär- und Zeugungsstreik. Noch bestimmen beide Gruppen jedoch nicht die Szene. Entscheidend ist doch auch, daß den berufstätigen Müttern niemand die nächtliche Sorge abnimmt. Wer sitzt denn am Bett des fiebernden Kindes um 4 Uhr nachts? Die Sozialpädagogen? Erzieher? Die, die genau wissen, was dem Kind guttut?
Vorliegendes Modell beraubt Mütter und Väter doch auch der schönen, spielerischen Erziehungszeit und läßt nur die unerfreulichen Dienste übrig.
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#5   Guiseppe   16:16:39 | Mittwoch, 28. März 2007
„hähnchen“s Phantasien und die bittere Realität
hähnchen: „Mit Intelligenz meine ich beruflich qualifizierte, mit Asozialen lower income people mit gerinem Bildungsgrad“
Die „Asozialen“ schuften sich ab für ihre Kinder, von denen die „beruflich Qualifizierten“ mit Zweitwagen, Sauna im Haus und jährlichem Luxusurlaub später die Renten beziehen. (Umlagessystem)
hähnchen: „…, die sich schon früh in die Soziale Hängematte eingenistet haben, Transferleistungen beziehen, trotz DVD-Recorder und Computer bei der Tafel ihre Lebensmittel ergaunern, dutzende von Kindern in die Welt setzen, nichtwissend was Erziehung heisst, den Kindern zum Frühstück Schokoriegel anbieten, wobei die Kinder (meist dick ) oft die einzigen sind, die morgens überhaupt aufstehen.“
Die Eltern haben diese vielen Kinder nicht abgetrieben. Ihre Ausgaben für die Kinder (incl. zusätzl. Mehrwertsteuerzahlungen für Produkte und Aufwendungen, die sie für ihre Kinder bezahlen) und der geldliche Wert ihrer Erziehungsleistung übertrifft bei weitem das, was sie vom Staat (und von Ihnen) dafür bekommen. Hängematte? V.a. Mütter haben einen 16-h-Arbeitstag und 24-h-Bereitschaftsdienst, dies an 7 Tagen in der Woche. Das passiert Ihnen nicht einmal im Albtraum! Und wer ist der bessere Erzieher als die leibliche, liebende Mutter?
hähnchen: „Zugegeben: Keine Definition im engeren Sinne, aber eine Situationsbeschreibung.“
Sie leben wohl hinterm Mond!
In diesem Staat werden kinderreiche Familien schamlos ausgenutzt und ausgebeutet.
Und sie werden von Ihnen diskriminiert.
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#4   hähnchen   13:13:53 | Mittwoch, 28. März 2007
@nonnobisetc.
Es wäre ein harter Schlag für mich , von Ihnen ignoriert zu werden…darum zur Erläuterung: Mit Intelligenz meine ich beruflich qualifizierte, mit Asozialen lower income people mit gerinem Bildungsgrad, die sich schon früh in die Soziale Hängematte eingenistet haben, Transferleistungen beziehen, trotz DVD-Recorder und Computer bei der Tafel ihre Lebensmittel ergaunern, dutzende von Kindern in die Welt setzen, nichtwissend was Erziehung heisst, den Kindern zum Frühstück Schokoriegel anbieten, wobei die Kinder (meist dick ) oft die einzigen sind, die morgens überhaupt aufstehen.
Zugegeben: Keine Definition im engeren Sinne, aber eine Situationsbeschreibung.
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#3   nonnobisdomine   12:19:39 | Mittwoch, 28. März 2007
Wen meinen Sie mit „Intelligenz“ des Landes?
Doch nicht etwa Schröder & Co.?
Also: Definieren Sie bitte und lassen Sie nicht einfach derartige Begriffe wie „Asoziale“ etc. stehen.
Ansonsten ignoriere ich Sie einfach.
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#2   FioreGraz   12:16:20 | Mittwoch, 28. März 2007
Industriezweig
Die Exportwirtschaft Deutschlands boomt.
Um das Niveau zu halten, muß dieser Industriezweig – aufgrund der üblichen Abgänge – jährlich mehrere Hunderttausend Ingenieure und Facharbeiter einstellen.
Die Exportwirtschaft ist ein Industriezweig, aha. Aber der Artikel ist noch schwachsinniger als diese Aussage.
LG
Fiore
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#1   hähnchen   12:03:32 | Mittwoch, 28. März 2007
Krippenplätze etc.
Krippenplätze sind sicher kein Idea. Familienbetreuung wäre sicherlich artgerechter, aber: Wenn nur noch Asoziale dutzende von Kindern haben, die Intelligenz eines Landes aber nicht, wo werden wir dann in ein paar Jahren stehen ? Insofern ist die Familienpolitik vom Faktischen bewegt, nicht vom Ideal und dass gehört zu einer vernünftigen Politik.
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