(kreuz.net, Vatikan) Am Freitag wußte die französische, linkskatholische Wochenzeitung ‘Golias’ ohne
Quellenangabe, daß das Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe „bald“ – das heißt noch in der Fastenzeit –
erscheinen werde.
Allerdings verkündete ‘Golias’ bereits im Oktober 2006, daß ein solches ‘Moto Proprio’
unmittelbar bevorstehe.
Heute berichtete auch die deutsche Tageszeitung ‘Welt’ in einem Artikel des in
Rom lebenden Journalisten Paul Badde – ebenfalls ohne Quellenangabe – von einer „bevorstehenden“ Freigabe
der Alten Messe.
Badde erklärt, daß die Wiederzulassung des Alten Ritus „bevorsteht“.
Die „souveräne
Entscheidung“ habe der „scheue Papst“ fast im Alleingang auf die Tagesordnung gesetzt – gegen enorme Widerstände.
Benedikt XVI. gebe die „ehrwürdige“ alte Liturgie, die Papst Paul VI. († 1978) 1969 mit einem „beispiellosen
Federstrich“ abgeschafft und ersetzt hatte, wieder frei.
Wenn ihm nichts zustößt, komme das Motu Proprio
„so sicher wie das Amen in der Kirche“ sehr bald – wohl noch in der österlichen Zeit.
Ein begleitender Brief an alle Bischöfe sei schon vorbereitet: „Die Sache ist entschieden“ –
so Badde.
Über die alles entscheidende Herkunft seiner Information äußert sich Badde nicht.
Eine
Quelle könnte der bekannte Buchautor Peter Seewald sein Seewald gibt in seinem im kommenden April 2007
erscheinenden Buch „Benedikt XVI., Porträt aus der Nähe“ den Eindruck, als wäre das Motu Proprio schon
erschienen.
Badde könnte auch ein im Internet verbreitetes Gerücht übernommen haben.
Dieses kam in
diesem Frühjahr zum ersten Mal auf, nachdem der Sekretär der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’,
Prälat Camille Perl, mit einem französischen Ehepaar aus Reims gesprochen hatte.
Zuletzt behauptete
der britische Weblogger ‘Cathcon’, daß der Papst das Motu Proprio zur Freigabe der Alten am letzten Freitag
unterschrieben habe. Der Weblog berief sich auf zwei unabhängige – aber ungenannte – Quellen.
Der Wert
sämtlicher Informationen wird sich an der Wirklichkeit messen müssen.
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30 Lesermeinungen
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Eine Morddrohung Sicher. Daß zu Ostern oder irgendwann in absehbarer Zeit tatsächlich die tridentinische
Messe freigegeben wird, glaubt kaum noch jemand und das ist wohl auch das Ziel dieser Gerüchte. de.wikipedia.org/wiki/Ger%C3%BCcht
Aber eine indirekte Morddrohung gegen den Papst in einer der größten BRD-Zeitungen eröffnet eine ganz
neue Qualität und spricht Bände. www.welt.de/…ischen_Liturgie.html
@heggi Es ist zu hoffen, daß wir nur Flöhe husten hören. Die Erwähnung der (sinngemäßen) Begiffskette
– „Kardinäle haben sich bei Wahl verschätzt – erheblicher Widerstand in Rom – Sodano insubordiniert
sich offen – Beerdigungsutensilien stehen bereit – „Eingeweihte“ (=Freimaurer?) – Totenbahre – „Wenn ihm
nichts zustößt“ – ist aber zu frappierend, als daß man an einen Zufall glauben möchte. Man kann von
Badde halten, was man will, aber er ist sicher ein Profi. Ein geschickt lancierter Artikel, der nicht
beweisbare und jedenfalls unaussprechliche Beschuldigungen derart verschlüsselt mitteilt, ist überdies
vielleicht der geschicktest vorstellbare Gegenangriff: Wenn dem Heiligen Vater jetzt wirklich was „zustößt“,
ist die Öffentlichkeit ganz anders senibilisiert als etwa bei JPI (womit ich keine Unterstellungen in
die Welt setzen will). Mit dieser Art der Berichterstattung ist die Sache im Grunde unumkehrbar geworden:
Scheitert das Motu Proprio jetzt noch an einem unerwarteten Ableben des Heiligen Vaters, so ist er ein
Märtyrer und die Alte Messe kommt mit um so mehr Macht! Ich finde auch, die, wenn es so wäre, gewisse
„Listigkeit“ einer solchen Vorgehensweise paßt irgendwie ganz gut zu Papa Ratzi…
semper reformandus Als ich mir gestern die WELT wegen des Badde-Artikels ganz gezielt gekauft habe, kamen
mir beim Lesen ganz ähnliche Gedanken. Dachte mir aber, die Renaissance ist doch vorbei. Merkwürdigerweie
fiel mirdie Geschichte mit Trotzki und dem Eispickel ein. Aber, aber… Höre ich, hören wir da nicht
möglicherweise Flöhe husten?
ist das nicht der „ich hab ein Foto von Jesus in Manopello entdeckt“-Badde? Ja, der muss es wissen, wahrscheinlich
hat er das Motu Proprio sogar selbst geschrieben.
@alle Das eigentlich Bemerkenswerte an dem „Welt“-Artikel ist m.E. die kaum verkappte Darstellung eines
angeblichen Bedrohungsszenarios in Rom: Ein Großteil von Baddes Berichts verhält sich überhaupt nicht
zur Frage der Liturgie und des Motu Proprio, sondern spricht – wie ein Fremdkörper in dem Artikel und
auf den ersten Blick abseits des eigentlichen Themas – ausführlich von diversen bereitstehenden Beerdigungsutensilien,
im Zusammenhang mit der Nutzung der Totenbahre von „Eingeweihten“, von einem machtbewußten Ex-Kardinalstaatssekretär,
der einfach seine Dienstwohnung besetzt hält, das alles gipfelnd in der ungeheuren Formulierung – von
kreuz.net zitiert –, die Freigabe komme bald, noch in der österlichen Zeit, „…wenn ihm (also dem Papst)
bis dahin nichts zustößt…“. Ich bin kein Anhänger von Verschwörungstheoriene, aber hier muss man
den Eindruck gewinnen, der hintergründig informierte Verfasser, der auf Seiten des Papstes steht, wolle
eine codierte Mitteilung machen. Wir alle müssen in dieser Situation um so himmelstürmender für das
Anliegen des Heiligen Vaters und für dessen Schutz beten!
#21 Tridentinus 11:25:46 | Donnerstag, 29. März 2007
@Heggi Baddes Bücher arbeiten mit Spekulationen und zielen – in offensichtlicher Orientierung am Kommerz
auf das Spektakuläre ab. Badde wäre im Stande, eine ganze Buchreihe vorzulegen, indem er den schicksalshaft
verworrenen Wegen jedes einzelnen Dorns der Dornkorone minutiös nachginge. Genau das meine ich mit unseriös.
Sensationsjournalismus hat im Zusammenhang mit dem MP zugunsten der überlieferten Liturgie keinen Platz.
Wer weiss, wie oft solch deplatzierte Berichte und Aktionen, die ersehnte Freigabe schon verzögert haben!?
Tridentinus Daß nun Baddes Bücher „unseriös“ sein sollen, find ich zu hart, aber einiges von dem, war
er da schreibt, ist doch ziemlich spekulativ. Andrerseits ist die „Geschichte“ mit dem Schleier der Veronika
im Petersdom wohl auch nicht sehr seriös. Von gaaaaanz weitem nur schwuppdiwupp zeigen und dann wieder
im Pfeiler verstecken, ist doch auch recht komisch, oder? Wenn diese Tradition seit Jahrhunderten wirklich
ein „Betrug“ ist, dann sollte man das sang- und klanglos einstellen. Wenn nicht, sollte es nicht schwer
sein, hier für Klarheit zu sorgen. So sehr ich der Tradition anhange, so sehr möchte ich um der Glaubwürdigkeit
willen auch Klarheit. Aber das liegt ja nicht in unserer Macht… In Sachen Motu prorio kann man alles
in Ruhe abwarten. Wie mir jetzt berichtet wurde, hat ein ehemaliger Diözesan-Administrator die sonntägliche
Messe in einer FSSPX-Kapelle besucht, zwar wohl nicht offizell, aber doch in offiziösem Auftrag. Vielleicht
bahnt sich da doch bereits etwas an und den Brief an die Bischöfe und etwas mehr aus Rom gibt es wirklich.
freut sich schon mal. wehe wenn das net stimmt. dann hänge ich das bild in der sakristei wieder ab (oder
es kommt ein klitzekleines an die wand). droht euer jolie.
Uaaaaa! Ein begleitender Brief an alle Bischöfe sei schon vorbereitet: „Die Sache ist entschieden“ –
so Badde. Uaaaaa! Wozu denn ein Brief an die Bischöfe? Da wird entschieden, so oder so, und basta!
Ein absurde Diskussion Freigabe oder Nicht-Freigabe. Darauf zu warten ist doch absurd. Tausende Priester
hätten es in der Hand, die immerwährende heilige Messe zu feiern. Millionen Gläubige. Doch seit 40
Jahren lassen sie sich Schritt um Schritt die Protestantisierierung aufs Auge drücken. Die Zerstörung
der katholischen Liturgie ist auch vom kulturgeschichtlichen Aspekt her ohne Beispiel. Religionen und
ihre Riten wurde bisher von den schlimmsten äußeren Feinden in einem jeweils unbarmherzigen Vernichtungskrieg
zerstört. Der großartigste Ritus der Kulturgeschichte jedoch wurde von innen heraus platt gemacht. Wie
gesagt, Tausende von Priestern und Millionen von Gläubigen hätten es in der Hand. Ein entscheidungsschwaches
Rom und renitente Bischöfe könnten nichts dagegen setzen, der alberne Volksaltar, dieses Symbol der
Schwindsucht des Glaubens, würde hinweggeschwemmt. Doch dazu bedarf es des Glaubens , der klaren Sicht –
und des Muts. Diese zaghaft gewordenen Katholiken täuschen sich, wenn sie glauben, eine Renaissance des
Glaubens sei durch Verordnungen von oben zu bekommen. Sie sollten mal die Entstehungsgeschichte der Christenheit
sich vor die Augen führen. Vielleicht entdecken sie da gewissen Gesetzlichkeiten.
Leute, Leute Ich gönn’s Euch ja von Herzen, dass Ihr endlich wieder ohne Diskriminierungen die Messe
im Alten Ritus feiern dürft (wobei es wohl korrekt heissen müsste: Euch lesen lassen dürft ), aber
wisst Ihr, wie oft in diesem Forum die „Freigabe der Alten Messe“ unmittelbar bevorstand ?
das wird langsam langweilig seit wochen nun meldet kreuz.net die freigabe der alten messen steht unmittelbar
hervor. demnach müsste sie wohl schon seit einem jahr freigegeben sein. seht doch endlich ein, dass dies
nicht kommen wird. ich empfehle immer wieder: grundet eure eigene kirche (die habt ihr ja schon mit eurer
piusbruderschaft) und verabschiedet euch von der r./k. dann geht es allen besser.
„Freigabe“ Etwas, was nicht verboten ist und nie verboten war, muss nicht erst wieder freigegeben werden.
Es muss lediglich bestätigt werden, dass jeder Priester schon immer das Recht gehabt hat, die Hl.Messe
nach dem „tridentinischen“ Ritus (der in Wirklichkeit schon viel älter ist als das Konzil von Trient)
privat und öffentlich zu zelebrieren, und dass das „Verbot“ vor über 30 Jahren bzw. die starke Einschränkung
der „Zulassung“ rechtsungültig war. Der Papst braucht gar nichts Neues zu schreiben sondern nur auf den
Artikel 4 der Liturgiekonstitution des II.Vat. zu verweisen, der jedem katholischen Ritus das gleiche
Recht und die gleiche Würde ausdrücklich zugesteht. Dass ein Priester erst einer bischöflichen Genehmigung
bedarf, um in dem der Kath. Kirche ureigensten Ritus öffentlich zelebrieren zu dürfen, ist genauso widersinnig
und verkehrt, wie wenn eine Gruppe von Gläubigen erst einer bischöflichen Genehmigung bedürfte, um
den Rosenkranz beten zu dürfen, der ohne diese „Genehmigung“ dann „verboten“ wäre.
______ Gibt es eine Quelle für die Info über Bischof Hanke? Wenns stimmt würde dies voll ins Bild passen,
denn Bischof Hanke ist ein grosser Befürworter der klassischen Liturgie
Eine weitere Quelle vor die bevorstehende Freigabe der alten Messe ist Bischof Hanke, der einem Indultbegehren
nicht stattgegeben hatte, weil die allgemeine Freigabe ohnehin unmittelbar – und zwar noch vor Ostern ! –
bevorstünde. Bischof Hanke hatte wenige Tage vor dieser Information eine Papstaudienz!
Die Quelle indirekt genannt Wo Paul Badde – „ein guter Journalist“ – recheriert? Badde in seinem heutigen
Artikel: „Ex-Staatsekretär Sodano weigerte sich hier etwa beharrlich, seine Dienstwohnung zu räumen.“
kreuz.net: Er weigert sich, auszuziehen www.kreuz.net/article.4879.html
________ Paul Badde ist nicht gerade irgendwer und das mit den zwei Falschunterschriften im Januar würde
ich mal nicht überbewerten. Nun warten wir mal ab was die nächsten Tage bringen, denn nachdem die Welt
es morgen bringen wird, werden die anderen Medien nachziehen und vor dem Nachziehen recherchieren. Und
nun ratet mal wo ein guter Journalist recherchieren wird?
schon auf kath.net heute nachmittag Die Meldung war schon heute nachmittag auf kath.net zu lesen. Die
„Welt“, die den Artikel bringt, ist sicherlich nicht die Bild-Zeitung. Aber sicher, warten wirs ab. Ich
kann mir aber schon vorstellen, dass was dran ist, denn fasst man mal alle Äußerungen des Hl. Vaters
über die Alte Messe zusammen, die er so in den letzten Jahren und Jahrzehnten gemacht hat, dann ist die
Zulassung nur konsequent.
Warte, warte noch ein Weilchen… Und wieder wird da etwas lanciert. Endlich , endlich die Freigabe der
Alten Messe, endlich ein neues motu proprio. Wie wäre es, wenn das Geschrei endlich erst los geht, wennn
das motu WIRKLICH VERÖFFENTLICHT ist. Hört doch mit diesen Scheinmeldungen auf. Aber Papier ist ja geduldig.
Dieses Geschrei zum jetzigen Zeitpunkt ist einfach unerträglich. Regina 1961